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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2020

Toller Überblick über die Weltgeschichte

Vom Anfang bis heute
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Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten.

Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht ...

Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten.

Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen.

Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten.

Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2020

Ein Jahreshighlight

Cyber Trips
1

Nachdem mir der erste Teil Neon Birds letztes Jahr schon gut gefallen hat, hat Cyber Trips mich nun umgehauen. Nichts zu sehen oder lesen vom Fluch des schwächeren zweiten Bandes.
Alle die, von denen ich ...

Nachdem mir der erste Teil Neon Birds letztes Jahr schon gut gefallen hat, hat Cyber Trips mich nun umgehauen. Nichts zu sehen oder lesen vom Fluch des schwächeren zweiten Bandes.
Alle die, von denen ich gerne schon im ersten Band mehr erfahren hätte, kommen nun zu Wort und natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit Gerta
Die Charaktere entwickeln sich weiter, werden mutiger und selbstsicherer, allen voran Andra. Sie bleibt ihrer Linie treu und hört auf ihr Gefühl. Auch Luke kommt mit der Suche nach seiner Schwester weiter, nur etwas anders als gehofft. Endlich erfahren wir auch, warum Okijen seine Einstellung zum Militär geändert hat, eine Szene, die mir fast das Herz zerrissen hätte. Und dann ist da natürlich auch noch Byth. Endlich erhält sie etwas mehr Raum um uns plötzlich mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten zu überraschen, mehr als sowieso schon.
Flover, auf der Suche nach sich selbst, schlägt einen besonderen Weg ein, der garantiert im dritten Teil noch entscheidend sein wird. Und Kami, eine besondere Intelligenz, die zwar viel weiß, aber noch viel lernen muss und das hoffentlich auch tut, bevor die Menschheit ausgelöscht ist.
Der Schreibstil von Marie Graßhoff ist packend, mitreißend und ser flüssig zu lesen. Dies und der gut aufgebaute Spannungsbogen und natürlich die Story als solches machen das Buch zu einem absoluten Pageturner.
Hach, Sci-Fi war nie mein Genre, aber Marie hat es geschafft mich zu begeistern und zu unterhalten. Ich fiebere mit allen mit und bin jetzt schon traurig, wenn mit Beta Hearts im Herbst alles vorbei ist.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
  • Handlung
Veröffentlicht am 14.04.2020

Absolut enttäuschend

Medici - Die Macht des Geldes
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Vorab sollte ich sagen, dass dieses Buch mich so sehr enttäuscht hat, dass ich es abgebrochen habe.


Die Story hätte eine große, glamouröse historische Familiengeschichte sein sollen. Leider ist daraus ...

Vorab sollte ich sagen, dass dieses Buch mich so sehr enttäuscht hat, dass ich es abgebrochen habe.


Die Story hätte eine große, glamouröse historische Familiengeschichte sein sollen. Leider ist daraus nur eine Aneinanderreihung von Namen und Szenen geworden.

Der Schreibstil war okay, aber teilweise auch etwas holprig zu lesen. Leider nutzt der Autor sehr viele Personennamen, ohne eine Erklärung, wer diese Person nun ist oder wie sie wirklich in die Geschichte hineinpasst. Auch sind viele der Genannten nur Nebenfiguren und für die Handlung teilweise absolut irrelevant. Ein Personenverzeichnis sucht man vergebens, was die Einordnung leider auch nicht einfacher macht.

Auch sind die Charaktere eher schwarz und weiß, ohne Grauzonen gezeichnet, was doch recht eindimensional erscheint.


Von der Geschichte der Medici, wie sie zu ihrem Reichtum und Ruhm gekommen sind, erfährt man hier leider nichts.

Auch bin ich mit der Aufteilung oder Nichtaufteilung der Kapitel nur sehr schwer klargekommen.


Da dieses Buch eher Qual denn Vergnügen für mich war, habe ich es nach zwei Versuchen auch ungefähr in der Mitte abgebrochen. Vielleicht wird die Geschichte mit den Folgebänden noch interessanter, das werde ich wohl nie erfahren und leider interessiert es mich auch nicht sonderlich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2019

Perfekter Reihenauftakt

Neon Birds
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Das Cover ist wieder einmal wunderschön und muss einfach kurz erwähnt werden. Auch die Farben sind fantastisch (okay, ist auch genau mein Farbschema )

Die Charaktere sind wunderschön gezeichnet und man ...

Das Cover ist wieder einmal wunderschön und muss einfach kurz erwähnt werden. Auch die Farben sind fantastisch (okay, ist auch genau mein Farbschema )

Die Charaktere sind wunderschön gezeichnet und man fühlt sich sofort zu ihnen hingezogen. Von der ersten Seite an fiebert man mit. Ich zittere und bange, hoffe und traure mit ihnen.

Der Einstieg war kurz etwas verwirrend, wie so oft bei Science-Fiction und Fantasy. Schließlich muss die Welt aufgebaut und erklärt werden. Hier hat die Autorin aber das perfekte Maß gefunden und die Erklärungen und Beschreibungen gut in die Handlung eingebaut und spätestens nach den ersten Kapiteln war ich voll drin in der Handlung. Es ist faszinierend, wie viele für uns heutzutage aktuelle Themen in die Story wie selbstverständlich eingewoben sind, ohne aufdringlich zu sein. Es wird nicht der erhobene Zeigefinger ausgepackt. Diese Themen gehören einfach zu der Story dazu und das ist auch gut so. Alleone schon deshalb, weil so viele Elemente greifbar und vorstellbar sind.

Deshalb finde ich es auch gar nicht schlimm, dass am Ende von Band eins noch nicht alles Fragen geklärt sind und sogar noch neue dazu gekommen sind.

Die Entwicklung von KAMI und die Auswirkungen auf die Menschheit ob direkt oder indirekt durch Sektenbildung ist einfach nur interessant zu beobachten und birgt für die nächsten beiden Teile so viele Möglichkeiten.

Die Charaktere haben mir alle ganz gut gefallen, wobei Luke sehr hervorstechend ist mit seiner Art und natürlich Haushuhn Gerta. Dass er sein Geheimnis so lange bewahren konnte, finde ich bemerkenswert. Flover finde ich als Charakter auch sehr interessant, wenn man bedenkt, wie er aufgewachsen ist und was für eine Mutter er hat.
Okijen hat für mich etwas flach gewirkt und bekommt in den Folgebänden hoffentlich noch mehr Raum, um seine militärischen Fähigkeiten und seinen Charakter zu präsentieren. Das Gleiche gilt hoffentlich für Andra. Aufgrund der ersten Kapitel hatte ich besondere Hoffnung in sie gesteckt, die bisher leider noch nicht erfüllt wurden.
Dennoch ein absolut gelungener Reihenauftakt.
Ich hätte dann gerne Band zwei. Also jetzt. Direkt

  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2019

Wieder mal ein gelungener Roman

Teufelskrone
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Cover:
Ich muss ja sagen, dass mir die neuen Cover der Gablé-Romane sehr gut gefallen. So auch hier bei der Teufelskrone. Der dunkle Hintergrund passt auch sehr gut zum Grundtenor im Buch mit den Launen ...

Cover:
Ich muss ja sagen, dass mir die neuen Cover der Gablé-Romane sehr gut gefallen. So auch hier bei der Teufelskrone. Der dunkle Hintergrund passt auch sehr gut zum Grundtenor im Buch mit den Launen von John Ohneland, die Yvain aushalten muss.

Meine Meinung:
Der neueste Roman von Rebecca Gablé enthält wieder alles, was man von den Vorgängern kennt und liebt.
Es gibt den kleinen Bruder im Schatten des großen Bruders - und das in allen Gesellschaftsebenen -, unerwiderte Liebe, die zu verbotener Liebe führt, Ränkeschmiede, Politik, Intrigen, Leben am Hof und natürlich ganz viel Geschichte. Das alles hat Rebecca Gablé gekonnt in einen tollen historischen Roman verpackt.
Wir erleben, wie Yvain of Waringham in all den Irrungen und Wirrungen zwischen Richard Löwenherz und John Ohneland erwachsen wird und seinen Platz im leben findet.
Ich finde es immer wieder schön, dass es bei Gablé keine perfekte, unfehlbare Figur gibt, denn jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen.
Sehr gut gefällt mir, dass der Fokus bei den historischen Figuren auf John liegt und seine vielfältige Persönlichkeit mit seinen Gemütsschwankungen, seinen strategischen Stärken und Schwächen und auch seinen charakterlichen Unzulänglichkeiten sehr detailliert beleuchtet wird.
Parallelen zwischen Yvain und seinem Dienstherren gibt es auch, so sind beide im Schatten ihrer großen Brüder gestanden um auf unterschiedlichste Weisen aus dem Schatten zu treten und sich selbst einen Namen zu machen.
John stiehlt sich seine Braut und Yvain wird sie von seinem König vorgesetzt. Zu Anfang nicht begeistert, entwickelt Yvain doch bald eine gewisse Zuneigung zu Beatrix. Sie ist es auch, die die hellsichtige Ader in das Waringham-Blut mit einbringt. Auch bei Yvain erkennt man schon die besondere Fähigkeit, das Empfinden der Pferde zu erspüren. Hier habe ich auf die Gründung des Gestüts hingefiebert, was aber in diesem Band leider noch nicht geschehen ist. So habe ich aber immerhin (auch aufgrund des Nachwortes) Hoffnung auf einen weiteren Roman über die Waringhams.

Fazit:
Natürlich ist die Struktur der Bücher von Rebecca Gablé immer sehr ähnlich, dennoch macht es immer wieder sehr viel Spaß und Freude, in die Welt der Waringhams einzutauchen und somit Geschichte anschaulich präsentiert zu bekommen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren