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Wolfhound1

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2021

Australiensaga mit recht wenig Australien

Das Dornenhaus
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Eigentlich verspricht der Titel eine große Australien-Saga, aber es ist mehr eine Familiengeschichte über mehrere Generationen. Für mich hätte das Buch auch in jedem anderen Land spielen können, da nicht ...

Eigentlich verspricht der Titel eine große Australien-Saga, aber es ist mehr eine Familiengeschichte über mehrere Generationen. Für mich hätte das Buch auch in jedem anderen Land spielen können, da nicht wirklich Bezug genommen wird auf australische Gegebenheiten. Es wird viel Bezug auf die Hochzeitsreise nach Indien gelegt, was sich natürlich im Namen des Anwesens Zanana und auch im indischen Pavillon widerspiegelt.

Dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen. Mit einigen Abstrichen.

Ich mochte die drei Zeitebenen und wie sie miteinander verwoben wurden und sich abwechselten.

Der Schreibstil hat dazu auch etwas beigetragen, da die Autorin sich zeitweise sehr in der Beschreibung von Details verliert, was dann hier und da recht langatmig wirkt. Dem Buch hätten so 50-100 Seiten weniger bestimmt gut getan.

Auch konnte ich manche Handlungsweisen der Figuren einfach nicht nachvollziehen, unter anderem das Verhalten Roberts nach Catherines Tod. Das war mir, die Drama liebt, tatsächlich eine Spur zu dramatisch.

Die große Enthüllung am Ende war jetzt nicht so überraschend, hat aber das Buch perfekt abgerundet.

Etwas schade finde ich, dass die Bedeutung und Herkunft des Namens Freudentals nur dem Leser eröffnet wurde, Odette aber die tolle Geschichte des Kleinodes nicht erfährt.

Mir hat das Buch gefallen, aber der Funke konnte letztendlich nicht richtig überspringen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2021

Tolles Kinderbuch

Flips - Ein Wollschwein legt los
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Flips ist ein süßes kleines Wollschwein, das ein wenig Abwechslung sucht und seinen eigenen Kopf hat. Ich finde es toll, dass hier mal keine fantastischen Elemente dabei sind, kein Tier reden kann und ...

Flips ist ein süßes kleines Wollschwein, das ein wenig Abwechslung sucht und seinen eigenen Kopf hat. Ich finde es toll, dass hier mal keine fantastischen Elemente dabei sind, kein Tier reden kann und überhaupt alles sehr normal ist.

Es geht um Freundschaft. Freundschaft unter Menschen. Freundschaft zwischen Kindern und zwischen Jung und Alt. Freundschaft zu Tieren. Und es geht um Familie, Familienzusammenhalt sowie auch ein bißchen die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen. Es werden Werte vermittelt. Werte, die leider mittlerweile manchmal in Vergessenheit geraten, aber trotzdem so wichtig sind. Und es ist einfach eine tolle Geschichte.

Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Auch der Schriftsatz ist angenehm für junge Leseaugen. Aufgelockert wird alles durch vereinzelte schwarz-weiß Zeichnungen, die wunderschön gezeichnet sind.

Uns hat das Buch supergut gefallen und dass Herzenskind hätte gerne noch mehr Abenteuer mit Flips erlebt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Nicht ganz so überzeugend

Schattenmond
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In der Schatten-Trilogie geht Nora Roberts für mich neue Wege und lässt doch einen großen Teil Fantasy mit einfließen. Für mich wirkte Schattenmond etwas wie die eierlegende Wollmilchsau, etwas Urban Fantasy, ...

In der Schatten-Trilogie geht Nora Roberts für mich neue Wege und lässt doch einen großen Teil Fantasy mit einfließen. Für mich wirkte Schattenmond etwas wie die eierlegende Wollmilchsau, etwas Urban Fantasy, etwas Dystopie, etwas Liebe und schon haben wir eine neue Reihe.

Das Buch ist 2018 bereits erschienen und ich habe mal wieder angefangen zu lesen, ohne mir den Klapptentext durchzulesen. Ich war also sehr überrascht über das alles beherrschende Thema Pandemie und doch recht geschockt darüber, dass Nora Roberts in gewissen Zügen genau die Corona-Pandemie beschreibt. Dennoch haben wir hier den krassen dystopischen Anteil durch die Auslöschung eines Großteils der Erdbevölkerung, der uns zum Glück in diesem Ausmaß nicht ereilt hat.

Ich finde den Ansatz wundervoll, dass immer schon irgendwie mystische, fantastische Wesen unter uns leben und selbst vielleicht gar nicht wissen, welche Fähigkeiten in ihnen schlummern. Natürlich nicht so toll, dass erst durch eine Pandemie diese Fähigkeiten zum Vorschein kommen und dennoch teilweise im Verborgenen gehalten werden müssen.

In einigen Teilen waren mir die Beschreibungen zu schwarz und weiß. Es gibt nur gut oder böse, ein Zwischending bzw Nuancen scheinen nicht vorhanden zu sein. Und dann gibt es natürlich die Vorhersage einer großen Erlösung. Und es gibt nur die eine Möglichkeit. Niemand anderes kann die Menschheit retten...

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob mir das Buch und der Verlauf der Geschichte zusagen. Ich konnte mit keinem Charakter so richtig warm werden, trotzdem hat Nora Roberts es mal wieder mit ihrem Schreibstil geschafft, mich in den Bann zu ziehen und das Buch zu verschlingen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Ein wichtiges Buch für alle

Das Licht ist hier viel heller
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Ein potentiell gefallener Autor erhält in seiner neuen Wohnung Briefe, die an den Vormieter adressiert sind. Und liest sie. Daraus bastelt er sich eine neue Geschichte. Und schreibt einen Bestseller.
Seine ...

Ein potentiell gefallener Autor erhält in seiner neuen Wohnung Briefe, die an den Vormieter adressiert sind. Und liest sie. Daraus bastelt er sich eine neue Geschichte. Und schreibt einen Bestseller.
Seine Tochter wird ganz plötzlich noch erwachsener als sie sowieso schon ist. Auch sie liest diese Briefe und findet sich darin wider. Auf andere Weise und doch gleich. Briefe, die so voller Schmerz, Wut, Verzweiflung und Niedergeschlagenheit sind.
Starke Charaktere, starke klare Sprache. Und ein Thema, das immer aktuell sein wird. Nicht nur in den letzten Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten, nicht nur heute am Weltfrauentag und auch in den nächsten Jahren wird dieses Buch nicht an Aktualität verlieren.
Selten hat mich ein Buch so geärgert, so berührt und so zum Nachdenken gebracht. Ich leide mit zerissenem Herzen mit Zoey mit. Ich möchte sie am liebsten in den Arm nehmen, ihr sagen, dass ich für sie da bin und dass sie mit aller Macht für sich kämpfen muss. Kann mich nicht mit mir selbst einigen, ob ich den Wenger leiden mag oder nicht. Ich liebe die Beziehung zwischen Zoey und Spin. Die Vielschichtigkeit der Charaktere, ärgere mich über das manchmal dumme und unüberlegte Handeln von Wenger nebst Ex-Frau.
Es klingt vielleicht nicht passend bei Themen wie

Opferbashing ,

metoo und #alltagssexismus , aber ich liebe dieses Buch einfach. Ich liebe diese tragische Geschichte, die aufrüttelt und nachhallt. Ich liebe den prägnanten, präzisen Schreibstil. Ich liebe die Atmosphäre. Ich liebe die Charaktere, das Vielschichtige und Zwischenmenschliche.
Absolute Alltime-Leseempfehlung

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2021

Was passiert, wenn das tote Haustier wieder da ist?

Friedhof der Kuscheltiere
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Vorweg muss ich sagen, dass ich hier Hybridlesen betrieben habe, sowohl das Buch wurde zur Hand genommen als auch das Hörbuch, fantastisch gesprochen von David Nathan, gehört.

Zu David Nathan als Sprecher ...

Vorweg muss ich sagen, dass ich hier Hybridlesen betrieben habe, sowohl das Buch wurde zur Hand genommen als auch das Hörbuch, fantastisch gesprochen von David Nathan, gehört.

Zu David Nathan als Sprecher ist zu sagen dass ich die von ihm gesprochenen King-Bücher einfach liebe. Er hat eine angenehme Stimme und seine Stimmmodulation ist auf den Punkt. Er ist für mich mittlerweile DIE Stimme für Stephen King Bücher.

Ich will hier gar nicht wirklich auf den Inhalt eingehen, denn das tut der Klappentext schon. Auf jeden Fall wird man vom Haustierfriedhof absolut beherrscht, sobald man von ihm weiß.

King verwendet wieder sehr viel Zeit auf den Aufbau der Figuren und das Setting. Wir werden so langsam in die Geschichte eingeführt und und auch die Stimmung wird gemächlich aufgebaut.

Der Horror und die dauerhaft beklemmende Stimmung entwickeln sich nach und nach und ziehen den Leser in den Bann.

Louis versucht alles, um seine Familie glücklich zu machen, ohne sich so richtig über die Konsequenzen bewusst zu sein.

Ein absolut lesenswerter King.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere