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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2025

Tradition und Fortschritt

Anis
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Mit Anis ist der Autorin ein ungewöhnliches Kinderbuch gelungen, das zwischen alten Mythen und Sagen und moderner Technik und ihren Auswirkungen schwankt. Sie verteufelt weder das Eine noch das Andere, ...

Mit Anis ist der Autorin ein ungewöhnliches Kinderbuch gelungen, das zwischen alten Mythen und Sagen und moderner Technik und ihren Auswirkungen schwankt. Sie verteufelt weder das Eine noch das Andere, legt aber wert darauf das Fortschritt nur im Einklang mit der Umwelt passieren sollte. Hier ist nicht nur die Natur als solches, sondern auch der Mensch und die Tradition gemeint. Harmonie und Einklang sind hier tatsächlich die Zauberworte. Verpackt hat sie diese tolle Botschaft, in einen Kampf um Gerechtigkeit und eine Reise quer durchs Land. Dabei lehnen sich die Figuren an alte Märchen und Sagen an und haben mir eigentlich durchweg alle gut gefallen. Trotzdem hat mich die Spannung etwa in der Mitte des Buches etwas verlassen und es zog sich ein bisschen. Ähnlich wie die beschriebene Reise. Passte also theoretisch sogar ganz gut. Deutlich besser gefiel mir da wieder das Ende. Damit hat mich Rowan Foxwood wieder komplett abgeholt.

Fazit:
Ein schönes Buch, mit noch besserer Botschaft.

Veröffentlicht am 14.01.2025

Teamplayer

Die Football-Freunde – Touchdown für die Grasdorf Rebels
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Endlich mal ein Buch über Football, das kein Sachbuch oder Liebesroman ist. Ich freue mich das auch junge Fooballfans nun die Gelegenheit haben spannende Geschichten über ihren Sport zu lesen. Bisher waren ...

Endlich mal ein Buch über Football, das kein Sachbuch oder Liebesroman ist. Ich freue mich das auch junge Fooballfans nun die Gelegenheit haben spannende Geschichten über ihren Sport zu lesen. Bisher waren da doch Fussballbücher deutlich in der Überzahl.
Mir hat an der Geschichte vor allem der Mannschaftsgeist gut gefallen. Genau wie im Sport selbst, geht es einfach nicht alleine und alle fassen hier gemeinsam an und bauen auf ihre Freunde und Teamkollegen. Football macht einen guten Teil des Buches aus, ohne komplett überhand zu nehmen. Auch Themen wie Schule, Familie, Geld und Mädchen finden statt. Alles Dinge, die Jungs in dem Alter mehr oder weniger stark beschäftigen. Was mir nicht so zugesagt hat, war die andauernde "Jugendsprache". Ein bisschen ist für die Zielgruppe durchaus okay, hier wurde es für meinen Geschmack aber übertrieben.
Ansonsten ist es sprachlich klar von Vorteil, wenn einem der ein oder andere Footballbegriff schonmal untergekommen ist. So ganz ohne Vorwissen macht das Buch wenig Sinn.

Fazit:
Gerne mehr Footballbücher und weniger Gossenslang.

Veröffentlicht am 14.12.2024

Es fehlt ein bisschen was

Meck und Schneck. Meck ist weg!
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Meck und Schneck sind auf den ersten Blick wirklich niedlich.
Besonders die Schnecke gefällt mir optisch wirklich gut. Beim Kind kam die Geschichte aber leider trotzdem nicht so gut an. Es fehlte an Illustration ...

Meck und Schneck sind auf den ersten Blick wirklich niedlich.
Besonders die Schnecke gefällt mir optisch wirklich gut. Beim Kind kam die Geschichte aber leider trotzdem nicht so gut an. Es fehlte an Illustration auf den meisten Seiten, sodass es hier wenig zu entdecken gab. Okay für mich als Erwachsene, eher langweilig für Kinder in dem Alter. Dadurch wurden hier sogar zwei Anläufe gebraucht um das Buch bis zum Ende anzuschauen.
Schön fand ich aber, das beide trotzdem in jeder Szene zu sehen waren. So konnte man den verschwundenen Meck immer selbst suchen. Das macht den Kleinen natürlich immer Spaß. Etwas mehr Ausgestaltung hätte dem Werk aber besser getan.

Die Geschichte selbst ist ganz nett, aber nichts was mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Gut gefallen haben mir dagegen das Format und die Griffigkeit des Buches. Prima für Kinderhände geeignet.

Veröffentlicht am 24.10.2024

Erfrischend

Die Schule der Mitternachtswelt 1
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Auf den ersten Blick sieht die Schule der Mitternachtswelt nach einem Buch von Vielen in dieser Richtung aus. Eine Schule, magische Wesen, Geheimnisse - eine Mischung die mich immer wieder anspricht, die ...

Auf den ersten Blick sieht die Schule der Mitternachtswelt nach einem Buch von Vielen in dieser Richtung aus. Eine Schule, magische Wesen, Geheimnisse - eine Mischung die mich immer wieder anspricht, die aber oft die gleichen Geschichten erzählt. Hier waren für mich einige wirklich erfrischende Punkte da, die so für gewöhnlich nicht unbedingt da sind. Allen voran die Hauptfigur. Simeon ist weder besonders schön, noch besonders talentiert, noch erfährt er erst spät von seinem aussergewöhnlichen Schicksal. Nein, er ist ein ganz normaler Typ, eher unterdurchschnittlich wenn man es genau nimmt und zufälligerweise halt ein Vampir.
Auch im Laufe des Buches wird er nicht überraschend zum absoluten Helden sondern bleibt relativ unscheinbar. Das fand ich toll.
Viel mehr ging es hier um die Gemeinschaft statt um eine einzige Figur. Und gerade diese Gemeinschaft ist ein weiterer klarer Pluspunkt. Es spielen viele mythische Wesen eine Rolle, die sonst kaum bis gar nicht in Büchern dieser Art auftauchen. Ein klarer zusätzlicher Anreiz zum Lesen. Ich freue mich jetzt schon auf Band 2 und werde der Reihe auf jeden Fall treu bleiben.

Fazit:
Gewohntes aber anders. Für Freunde solcher Geschichten auf jeden Fall ein guter Griff.

  • Einzelne Kategorien
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2024

Teilweise tolle Ideen

Die Goldene Schreibmaschine
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Die goldene Schreibmaschine ist auf meine Wunschliste gewandert, sobald ich das erste Mal das Cover gesehen habe. Einfach nur schön und verheißungsvoll für eine magische Geschichte. Diese habe ich auch ...

Die goldene Schreibmaschine ist auf meine Wunschliste gewandert, sobald ich das erste Mal das Cover gesehen habe. Einfach nur schön und verheißungsvoll für eine magische Geschichte. Diese habe ich auch stellenweise vorgefunden, leider gab es aber auch Mißtöne. Im Endeffekt lande ich so bei einer mittleren Bewertung, wobei die Grundidee mehr Sterne verdient gehabt hätte.

Besonders gefallen haben mir neben der Idee, fast alle Nebenfiguren. Ich mochte Emilys Freunde und habe den Opa komplett in mein Herz geschlossen. Eine sehr warmherzige Figur, die ich wunderbar platziert fand. Emily hat mir zu großen Teilen auch zugesagt, aber ihre zwischenzeitliche Wandlung zur eifersüchtigen Egoistin fand ich nicht so doll. Hat im Sinne der Geschichte aber bestimmt auch seinen Platz.

Wer mir hingegen überhaupt nicht gefiel war der Antagonist. Am Anfang nicht mehr wie ein fieser Lehrer - von dessen Sorte wir vermutlich alle einen kennen - bis hin zu einer Figur die ohne Probleme einem Roman über das 3. Reich entsprungen sein könnte. Das ist mir für das empfohlene Lesealter zu viel des Guten. Abgesehen davon halte ich selbst die magische Schreibmaschine für realistischer, als die Machenschaften von Dresskau von denen ihn keiner abhält. Hier wurde für mich deutlich zu dick aufgetragen. Das Schüler mit ihm sogar Bereit sind in Gräber einzubrechen gehört für mich absolut nicht in ein Kinderbuch.

Jetzt aber genug gemotzt und zurück zum Positiven. Neben den schönen Figuren und einem tollen Hintergrund durch die Bibliothek(en) fand ich einige Details sehr schön. Kleine hübsche Botschaften und Weisheiten die Werte vermitteln und durchaus auch berühren können.

Fazit:
Eine tolle Idee, die manchmal über ihr Ziel hinaus schießt.