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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2019

Ungewöhnliches Setting, gewöhnliche Story

Das Graveyard Buch
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Vorweg muss ich sagen, dass die Geschichte für mich nicht über einen netten Zeitvertreib hinauskommt. Gut zu lesen, aber es passiert nicht sonderlich viel.
Eher ein Grund dieses Buch zur Hand zu nehmen ...

Vorweg muss ich sagen, dass die Geschichte für mich nicht über einen netten Zeitvertreib hinauskommt. Gut zu lesen, aber es passiert nicht sonderlich viel.
Eher ein Grund dieses Buch zur Hand zu nehmen ist wohl das spezielle Setting.
Große Teile der Geschichte spielen sich auf dem Friedhof umgeben von Toten ab, was fast automatisch zu interessanten Besonderheiten führt. Für mich war es tatsächlich das erste Buch, was sich hauptsächlich auf einer Grabstätte abspielt und ich war neugierig, wie es der Kultautor wohl schaffen wird, auf so begrenztem Raum zu arbeiten.
Lobend muss ich hier erwähnen, dass er mit Vampir, Werwolf, Hexe, Ghulen und Co. interessante Figuren zum Zeitvertreib erschaffen hat. Trotzdem wiederholt sich vieles und man merkt den begrenzten Spielraum.

Fazit:
Nett für zwischendurch, aber kein Highlight in meinen Augen.

Veröffentlicht am 06.03.2019

Mitreißend

The Hurting
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The Hurting ist ganz klar ein Roman mit Sogwirkung. Er zieht einen mitten hinein in das Gefühlschaos von Nell, einer Jugendlichen aus einem schwierigen Elternhaus, die mit dem geheimnisvollen Lukas die ...

The Hurting ist ganz klar ein Roman mit Sogwirkung. Er zieht einen mitten hinein in das Gefühlschaos von Nell, einer Jugendlichen aus einem schwierigen Elternhaus, die mit dem geheimnisvollen Lukas die erste Liebe erlebt. Eine Liebe, die gleichermaßen aufregend und gefährlich, tiefgründig und oberflächlich, ehrlich und verlogen ist. Eine Liebe, die den Leser in ein Abenteuer quer durch Norwegen verstrickt, bei der die Protagonisten ein Baby entführen, mit den Wölfen heulen und um ihr Überleben bangen müssen.

Meinung:
Lucy van Smit schafft es, den Leser komplett abzuholen. Sie nimmt mich mit auf eine Reise, bei der ich es kaum geschafft habe, das Buch aus der Hand zu legen. Diesen Satz lest ihr wahrscheinlich oft – mir passiert es aber so gut wie nie.

Die Düsternis der Landschaft und der Gedanken, die Einsamkeit der Figuren und die ganz eigenen Schmerzen die alle Figuren erleiden müssen machen mich betroffen. Auch wenn es sich um fiktive Figuren handelt, sind die Probleme doch so real – und so gut verpackt. Durch das Setting in den Tiefen der norwegischen Landschaft verstärkt die Autorin wunderbar die Gefühlslage und man schwebt selbst in glücklichen Momenten stets in einer unterschwelligen Gefahr. Wir bewegen uns nah am Abgrund, jederzeit kurz vor dem Fall. Genau das ist es auch, was für mich den Sog ausmacht. Der Balanceakt und die Frage, nach dem, was kommen mag wenn sich die Bäume lichten.

Hinzu kommt eine Sprache, die mich eher an Musik erinnert. Mal leise im Hintergrund, mal ein Beat der sich mit Wucht in die Ohren hämmert. Als Begleitung der Geschichte immer gekonnt gewählt und ein guter Träger für ein wundervolles und trauriges Buch, das ich Freunden der düsteren Stimmung wärmstens ans Herz legen mag.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Vielfältiger als auf den ersten Blick

Prinzessin undercover – Geheimnisse
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Heute das Fazit zuerst:

Ein wundervolles Buch, das die Möglichkeit bietet so viel zu lernen, nicht nur, aber gerade für jüngere Leser. Lasst euch nicht von dem zugegeben sehr hübschen, aber auch sehr ...

Heute das Fazit zuerst:

Ein wundervolles Buch, das die Möglichkeit bietet so viel zu lernen, nicht nur, aber gerade für jüngere Leser. Lasst euch nicht von dem zugegeben sehr hübschen, aber auch sehr mädchenhaften Cover beeinflussen, denn es steckt so viel mehr hinter dieser Geschichte.

Worum geht es überhaupt?

Die junge Lottie hat zwei große Träume. Zum einen wünscht sich die fleißige Schülerin nichts mehr, als einen Schulplatz an dem berühmten Privatinternat Rosewood Hall.
Zum anderen hat sie den Traum vieler Mädchen - sie möchte eine Prinzessin sein.
Als sie dank ihrer guten Leistungen ein Stipendium erhält und fortan in Rosewood zur Schule gehen darf, könnte sie nicht glücklicher sein. Bis zu dem Moment, als sie ihre Zimmergenossin Ellie kennenlernt - zufällig eine waschechte Königstochter.

Ellie jedoch hat überhaupt keine Lust auf den ganzen royalen Kram und so entsteht schnell die Idee, in die Rolle der jeweils anderen zu schlüpfen. Lottie gibt sich als Prinzessin aus, währen Ellie ihre Zeit als normales Mädchen genießt.
Es könnte also alles so schön sein, wenn nicht ein Unbekannter der Prinzessin nach dem Leben trachten würde.

Mein Eindruck vom Buch:

Die Geschichte um die beiden Mädchen ist vielfältig. Sie erfüllt ganz klassische Mädchenträume, ist was für Liebhaber von Internatsgeschichten und wartet zusätzlich noch mit einer kleinen Kriminalgeschichte auf. Genau das Richtige also für Fans von Kinder- und Jugendbüchern. Hinzu kommen liebevoll gestaltete Figuren, ein sehr schönes Setting und eine Sprache, die das Buch nur so dahinfliegen lässt. Dies alles sind Aspekte, die für mich ein gutes Werk ausmachen, doch um unter all den Geschichten etwas Besonderes zu sein, braucht es noch eine ganz eigene Note.
Diese schafft die Autorin Connie Glynn mit etwas, was man in Jugendbüchern sehr selten findet, nämlich guter Kinderstube. Sie vermittelt über ihre Figuren eine Haltung, die ich bewundernswert finde. Sie lobt Attribut wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Zusammenhalt. Spricht von Ehrgeiz, persönlicher Entfaltung und gegenseitiger Unterstützung. Wie nebenbei fließt der Gedanke mit, dass Standesunterschiede keine Rolle spielen sollten und Mobbing etwas für Idioten ist. Die Figuren merken selbst wenn sie etwas falsch gemacht haben oder ihre Gedanken über Andere nicht so nett ausfallen.

Diese eigene Note finde ich fantastisch und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil. Ich hoffe, dass diese Besonderheit der Reihe dort erhalten bleibt und sie weiterhin auszeichnet.

Veröffentlicht am 26.02.2019

Ein liebevolles Buch mit kleinen Makeln

Der Polarbären-Entdeckerclub 1 – Reise ins Eisland
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Los geht es mit den Abenteuern ins ewige Eis.

Eigentlich wollte ihr Vater die junge Stella gar nicht mitnehmen auf seine neue Mission ins ewigen Eis. Doch die Umstände zwingen ihn dazu und Stelle kann ...

Los geht es mit den Abenteuern ins ewige Eis.

Eigentlich wollte ihr Vater die junge Stella gar nicht mitnehmen auf seine neue Mission ins ewigen Eis. Doch die Umstände zwingen ihn dazu und Stelle kann sich nichts schöneres vorstellen. Schon seit langem träumt sie davon selbst Mitglied im Polarbärenentdeckerclub zu werden und die erste weibliche Entdeckerin. Jetzt bekommt sie endlich ihre erste Chance und prompt geschieht ein Unglück. Sie wird zusammen mit drei anderen Jungforschern von der Gruppe getrennt und die unerfahrene Truppe ist auf sich allein gestellt. Neben dem Mangel an Nahrung und Wärme lauern noch viele weitere Gefahren, die die Kinder in arge Bedrängnis bringen werden.

Meinung:

Der Polarbärenentdeckerclub ist vor allem eins, nämlich eine wunderschöne Idee. Allein wenn man die Regeln des Club durchliest, muss man einfach nur schmunzeln. Die ganze Geschichte ist herzerwärmend erzählt, wunderschön illustriert und gespickt mit unheimlich niedlichen Ideen. Beispielhaft sei hier ein verzaubertes Iglu für den Nachtisch erwähnt, in dem eine winzige Pinguinfamilie lebt ♥

Wer aber glaubt das Buch wäre nur niedlich irrt sich gewaltig. Es ist auch spannend und teilweise zu brutal, zumindest für ganz junge Leser. Das vorgeschlagene Alter ab 10 Jahren ist für mich ok, man sollte sich aber nicht von dem niedlichen Cover verleiten lassen und es jüngeren Kindern zu lesen geben.
Die Kapitel gefallen mir durch ihre überschaubare Länge gut für die Zielgruppe und auch die Gestaltung spricht Groß und Klein gleichermaßen an.

Die überbordende Fantasie der Autorin ist zugleich das größte Plus und das größte Manko des Buches. Ihre Ideen sind wunderbar, aber leider auch zu großzügig eingesetzt. Es wirkt etwas überladen und den einzelnen Ideen wird nur ein begrenzter Raum gelassen. Dies reicht nicht immer um ihr volles Potenzial zu entfalten.

Die Charaktere vor allem unsere vier jungen Helden erhalten etwas mehr Raum, auch wenn wir sie sicherlich in weiteren Bänden noch besser kennenlernen werden. Sie alle haben für mich aber eine gute Grundsympathie und wissen mich auch mit ihren Eigenheiten zu überzeugen.

Fazit:
Ich freue mich jetzt schon auf einen schönen zweiten Band - hoffentlich mit einer ebenso liebevollen Gestaltung wie bei diesem Buch.

Veröffentlicht am 26.02.2019

Ein zuckersüßes Buch mit Hang zu Übertreibungen

Die Glücksbäckerei – Das magische Rezeptbuch
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Heute habe ich wieder eine Buchmeinung zu einem Schmuckstück für jüngere Leser.

Schon rein optisch beeindruckt Die Glücksbäckerei wohl jedes Mädchenherz.
Schöne Farben, Glitzer, liebevolle Details und ...

Heute habe ich wieder eine Buchmeinung zu einem Schmuckstück für jüngere Leser.

Schon rein optisch beeindruckt Die Glücksbäckerei wohl jedes Mädchenherz.
Schöne Farben, Glitzer, liebevolle Details und eine wertige Verarbeitung verlocken den Leser zum Kauf.

Doch bekanntlich kommt es nicht aufs Äußere an, sondern der Inhalt zählt. Der kann sich in diesem Fall aber auch sehen lassen.
Erzählt wird die Geschichte der Familie Glyck - einer Bäckersfamilie aus einer Kleinstadt in den USA. Auf den ersten Blick scheinen Rose und ihre Familie ganz normal zu sein, doch ihre Backwaren sind es ganz sicher nicht. Denn beim Backen kommt neben guten Zutaten jede Menge Magie ins Spiel.
Mit den Rezepten aus dem geheimen Familienbackbuch entlocken sie Menschen die Wahrheit, helfen in Liebesdingen ein wenig nach oder machen Kranke wieder gesund.

Als Rose Eltern zu einem dringenden Fall in die Nachbarstadt gerufen werden, müssen sie wohl oder übel ihre Bäckerei samt Zauberbuch für eine Woche ihrer Tochter anvertrauen. Doch, obwohl sie verspricht, das Buch nicht anzurühren, legt Rose schon am ersten Tag mit dem Chaos los und je schlimmer die Katastrophen werden, umso verzweifelter wird Rose. Da kommt es gerade recht, das die unbekannte Tante zufällig just in dieser Woche zu Besuch kommt. Rose hat zwar ein schlechtes Gefühl bei ihr, aber irgendwie muss sie wieder alles in Ordnung bringen, bevor die Eltern zurückkommen.

Meinung:

Das Buch ist vor allem für Mädels ab 10 Jahren gedacht. Durch die Optik spricht es sicherlich auch eher Mädchen an, backbegeisterte Jungs könnten aber auch ihre Freude daran haben. Gefühlt würde ich sagen es könnte auch schon etwas jüngeren Lesern gefallen, da es weder übermäßig kompliziert, noch inhaltlich problematisch ist.
Mir als erwachsener Leserin gefällt das Buch, durch die liebevolle Art auch gut, näher am Humor sind aber in diesem Fall wohl wirklich die Kinder. Die Ideen der Autorin sind teilweise wirklich abgedreht, treffen bei jungen Bücherwürmern aber bestimmt genau ins Schwarze. An Fantasie mangelt es Kathryn Littlewood sicherlich auch nicht und ich habe nach dem ersten Band Lust dranzubleiben und weitere Abenteuer mit Rose und ihrer Familie zu erleben. Optik, Schreibstil und Kreativität konnten bei mir Punkten.

Fazit:

Wer ein schönes Geschenk für ein kleines oder größeres Mädel sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Empfohlen sei allen Eltern und Großeltern aber die Kinder während des Lesens nicht alleine in die Küche zu lassen. Sie könnten auf dumme Ideen kommen