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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2018

Wenn etwas Neues wächst

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
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Lilian hat viel zu tun im Leben. Seit vor ein paar Jahren ihr Mann plötzlich verstarb, steht sie mit 2 kleinen Mädchen alleine da und muss Arbeit, Kinder und Haushalt stemmen. Als ihre Chefin ihr zusätzlich ...

Lilian hat viel zu tun im Leben. Seit vor ein paar Jahren ihr Mann plötzlich verstarb, steht sie mit 2 kleinen Mädchen alleine da und muss Arbeit, Kinder und Haushalt stemmen. Als ihre Chefin ihr zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit einen samstäglichen Gärtnerkurs aufzwingt, ist sie erstmal nicht begeistert. Da sie keine andere Wahl hat, geht sie hin und stellt fest, das man dort sehr viel mehr lernen kann, als nur den Anbau von Gemüse.

Dieser Liebesroman von Abbi Waxman ist ein Sonntagswohlfühlbuch. Genau die Art leichte und humorige Unterhaltung die man sich für solche Momente wünscht.
Abgesehen vom Selbstmitleid der Protagonistin ist der Roman für mich wirklich gelungen. Abwechselungsreiche Charaktere, ein interessanter Hintergrund und eine schöne Prise Humor.
Dazu auch noch lehrreich für alljene, die ihren eigenen Garten bepflanzen wollen. Sprachlich solide, gibt es auch hier nichts auszusetzen. Wer sich also gerne ohne riesigen Anspruch, die Zeit vertreiben möchte, ist bei diesem Buch genau richtig.

Fazit:
Wohlfühlbuch

Veröffentlicht am 23.01.2018

Schöne Märchenadaption, bei der mir noch der letzte Funke fehlte

Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
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Cinda lebt mit ihrer herrischen Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern in Neu-Peking. Wenn sie sich nicht gerade zu Hause von ihrer Stiefmutter drangsalieren lassen muss, trifft man sie meist auf ...

Cinda lebt mit ihrer herrischen Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern in Neu-Peking. Wenn sie sich nicht gerade zu Hause von ihrer Stiefmutter drangsalieren lassen muss, trifft man sie meist auf dem Markt, wo sie als Mechanikerin einen Stand betreibt.
Eines Tages kommt Kai, der Prinz des asiatischen Staatenbundes, mit einem Auftrag zu ihr. Sie soll für ihn eine Androidin reparieren, die wichtige Informationen enthält. Cinda ahnt noch nicht, das diese schicksalhafte Begegnung alles ändern wird.

Die Geschichte des Aschenputtels wird in diesem Buch in die Zukunft versetzt. Zwischen Hovern, Cyborgs und Völkern auf dem Mond treffen wir auf Cinda, die eine moderne, aber auch politischere Version des alten Märchens erlebt. Die Zukunftsaspekte haben dabei ihren ganz eigenen Charme, der im ersten Moment ungewohnt, im Endeffekt aber sehr gelungen ist.
Die Welt ist der heutigen Zeit nicht ganz fremd, so das es leicht fällt, sie sich vorzustellen. Auch der schöne Stil der Autorin hilft dabei, die altbekannte Geschichte nicht langweilig werden zu lassen. Klar ist sie vorhersehbar, dies sollte dem Hörer aber vorher bewusst sein.
Die meisten Charaktere des Buches gefallen mir. Stimmig und schön ausgearbeitet, besonder der Doktor. Nicht ganz so gut gefällt mir Cinda selbst. Sie ist mir manchmal zu naiv und begriffsstutzig, was die Sympathie etwas schmälert.

Gelesen ist das Buch mit viel Herz. Manchmal ein wenig langsam, dafür immer gut verständlich und schön ausgearbeitet. Die Sprecherin ist redlich bemüht jedem Charakter eine eigene Persönlichkeit zu geben, was ihr gut gelingt. Auch hier haben es mir besonders der Arzt und die kleine Androidin angetan.

Fazit:
Eine schöne Art das bekannte Märchen zu modernisieren und etwas eigenes daraus zu machen. Manchmal ein bisschen zäh, sodass der letzte Funke noch nicht übergesprungen ist.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Ein würdiger Abschluss

Die Vernichteten (Eleria-Trilogie - Band 3)
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Ria kennt nun endlich das Geheimnis, wegen dem sie und viele Andere getötet werden sollten. Um noch größeren Schaden zu verhindern begibt sie sich erneut in schreckliche Gefahr und kommt dabei einem Geheimnis ...

Ria kennt nun endlich das Geheimnis, wegen dem sie und viele Andere getötet werden sollten. Um noch größeren Schaden zu verhindern begibt sie sich erneut in schreckliche Gefahr und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur, was erschreckender ist als alles zuvor. Wird sie auch den letzten großen Kampf überstehen?

Der Abschlussband der Triologie passt sich nahtlos an seine Vorgänger an. Wieder gilt es für Ria und ihre Freunde Mut zu zeigen, moralisch zu handeln und sich dabei bestmöglich selbst zu schützen.
Die Geschichte bleibt dabei gewohnt spannend, wobei der Mittelteil etwas schwächelt. Dafür darf der Leser sich auf ein furioses Finale freuen, das für die kurze Durststrecke entschädigt. Der Schreibstil von Poznanski ist wie immer toll zu lesen und die Charaktere bis auf die Protagonistin Ria gefallen mir sehr gut. Mit ihr bin ich leider bis zum Schluss nicht warm geworden. Deshalb gibts von mir 4/5 Sternen, für eine Triologie die wirklich Spaß gemacht hat.

Fazit:
Auf jeden Fall lesen.

Veröffentlicht am 05.01.2018

Tolle Geschichte mit ein paar Längen

Eragon
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In diesem Buch begleiten wir den jungen Eragon auf einer schier unglaublichen Reise. Aufgewachsen als einfacher Bauernjunge, verändert ein einziger Tag sein gesamtes Leben. Er findet unwissentlich ein ...

In diesem Buch begleiten wir den jungen Eragon auf einer schier unglaublichen Reise. Aufgewachsen als einfacher Bauernjunge, verändert ein einziger Tag sein gesamtes Leben. Er findet unwissentlich ein Drachenei und wird zum Drachenreiter. Somit ist er fortan Teil einer als ausgerottet geltende Zunft die eine Menge Talente, aber auch eine Menge Gefahren mit sich bringt. Denn jeder will ihn auf seiner Seite wissen und schnell wird Jagd auf ihn gemacht und er befindet sich mitten im Gerangel um die Herrschaft.

Meinung:
Vorweg möchte ich meinen großen Respekt an den Autor aussprechen, der schon in so jungem Alter einen großartigen Fantasyepos erschaffen hat. Die Welt voller Drachen, Elfen, Zwergen und allerlei unterschiedlicher Ungeheuer ist gespickt mit tollen Ideen und in sich schlüssig aufgebaut. Die Strukturen dieser Welt sind gerade durch eine eigene Sprache nicht unkompliziert, aber Paolini schafft es sie einfach rüber zu bringen. Er lässt den Leser einen ausführlichen Blick über die Landschaften schweifen, sodass schnell Bilder im Kopf entstehen und man das Gefühl hat, mit Eragon auf die Reise zu gehen. Im mittleren Teil übertreibt er es mit den Beschreibungen und es kommt zwischendurch etwas Langeweile auf. Hier wäre weniger manchmal mehr gewesen. Das ist allerdings auch schon die einzige Kritik die ich benennen mag. Ansonsten überzeugt mich Paolini mit schönen Charakteren (besonders der Drache ist toll), tollen Ideen, einer guten Schreibe und einer fantastischen Welt.
Die Länge der einzelnen Bände ist etwas abschreckend, aber ich denke ich werde Eragon noch länger auf seiner Reise folgen.

Fazit:
Zu Recht ein weltweit erfolgreiches Fantasyepos. Die ab und an auftretenden Längen sollte man einfach überlesen. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Fantasyfans.

Veröffentlicht am 01.01.2018

Anders als erwartet, aber trotzdem schön zu lesen

Tochter der Flut
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Dies ist eins der seltenen Bücher wo ich mich mit einer Rezension wirklich schwer tue. Nicht weil das Buch besonders gut oder schlecht ist, sondern weil einfach vieles nicht zusammen passt. Das Cover erweckt ...

Dies ist eins der seltenen Bücher wo ich mich mit einer Rezension wirklich schwer tue. Nicht weil das Buch besonders gut oder schlecht ist, sondern weil einfach vieles nicht zusammen passt. Das Cover erweckt auf mich ein bisschen den Eindruck einer orientalischen oder vielleicht auch indianischen Geschichte. Beides ist es jedoch nicht. Die Landschaftsbeschreibungen deuten mehr auf eine waldreiche Insel in einer rauen See hin, sodass man sich eher nach Norwegen oder Kanada versetzt fühlt. Daher steht das Cover für mich ein wenig isoliert. Auch der Klappentext passt nicht wirklich. Es ist keine Liebesgeschichte. Es geht um Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Die Protaonisten sind noch sehr jung, gerade 14 Jahre alt, daher ist die große Liebe die man vielleicht erwartet, wenn überhaupt eine jugendliche Schwärmerei. Hauptsächlich handelt es hier einfach um einen Abenteuerroman. Ein netten Abenteuerroman, der sich manchmal etwas zieht und auch hier und da übertreibt, im Grunde aber schön zu lesen ist. Etwas mehr Tiefe hätte dem Buch auf jeden Fall noch gut getan, die Beschreibungen waren dagegen wunderbar bildlich.

Fazit:
Nicht das was man erwartet, aber auf eine andere Art schön. Für ein Top Buch fehlte mir allerdings der letzte Kick.