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Veröffentlicht am 12.12.2018

Starke Charaktere in aufregender Kulisse!

Das Mädchen aus Feuer und Sturm
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Klappentext:
Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie ...

Klappentext:
Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall - und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz. ausgerechnet an den Feind.

Autorin:
Magische Märchen - und Wüstenwelten: Renée Ahdieh wuchs in Südkorea und in den USA auf. Ihre familiären Wurzeln hat sie im Mittleren Osten und Asien, weshalb sich diverse kulturelle Einflüsse in ihrer Arbeit finden lassen. Die Autorin engagiert sich in der Kampagne "We need Diverse Books" für ein Literaturangebot, das die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt. "The Wrath and the Dawn" ist ihr erster Young Adult Roman und erfüllt das bekannte Märchen von Sherazade aus "1001 Nacht" mit neuem Leben. Ihr Erstlingswerk erschien 2016 auf dem deutschen Buchmarkt unter dem Titel "Zorn und Morgenröte" und ist der erste Teil der erfolgreichen Buchreihe "Tausend und eine Nacht". Die Fortsetzung "Rache und Rosenblüte", hielt sein Versprechen und fesselt die Leserschaft mit der Liebesgeschichte des grausamen Kalifen und der mutigen Shahrzad. Renée Ahdieh lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Mishu in North Carolina in den USA.


Bewertung:
Das Cover ist bildhübsch und das Bild passt hervorragend mit den sanften Farbtönen zusammen. Auch schön ist die Schnörkelschrift. Es sieht insgesamt sehr edel aus. Und mädchenhaft! Ist auch wirklich alles in rosa. Sogar die Innenseiten des Buchdeckels sind leicht rosa. Ein Mädchentraum! Ich bin kein Rosa-Fan, aber mir gefällt es super gut, alles ist stimmig. Witzigerweise lässt das Cover nicht auf die japanische Kulisse muten, bis zum Klappentext wusste ich davon nichts. Ich war sehr überrascht. Obwohl mir das Cover sehr gefällt, hätte ich mir hier ein paar japanische Elemente gewünscht, damit es mit der Geschichte stimmig ist.

Also, die ersten 70 Seiten konnten mich nicht fesseln. Ich habe mich schwer getan, weiterzulesen. Gott sei Dank hat sich meine Ausdauer gelohnt. Nach und nach baute sich die Spannung auf. Kenshin und Mariko sind kluge junge Menschen. Kenshin hat ein gutes Gespür für das Nichtsehbare; dass er felsenfest davon überzeugt ist, dass seine Schwester nicht tot ist... und Mariko versucht sich als verkleideter Mann in den schwarzen Clan einzuschleusen, um die Wahrheit über den Mordanschlag an sie, herauszufinden. Ob sie hier die Antwort findet, war mir von Anfang an unklar. Manches wiederholt sich oder tritt auf der Stelle, sodass ich dachte: "Man, wann gehts weiter?" Es wurde in einigen Szenen zu lange verweilt und unnötig lang gezogen. Mariko wird nicht die Einzige und Seltenheit sein, die sich als Mann verkleidet eine neue Identität aufbaut. Gerade in einem Reich, wo Frauen weniger wert sind als Männer. Ich glaube, das passierte öfter als man annahm. Ich finde auch sehr komisch, dass Mariko nicht nach kurzer Zeit enttarnt wurde... merkwürdig und nicht passend zum Erzählstil über den schwarzen Clan. Aber der Wolf ist stetig sehr aufmerksam und vermutet, dass Mariko was verheimlicht. Dass aber auch er, der wirklich sehr hellhörig ist, von ihrer Weiblichkeit nichts mitbekommt, finde ich schon unrealistisch. Somal sie darin ja auch keine Übung hat, sich so zu verstellen oder überhaupt auerhalb des Schlosses ohne Privilegien zu leben... unglaubhaft!

Die Durchmischung von Vornamen zu Nachnamen, dann beides.... das finde ich sehr verwirrend, sodass ich manchmal nicht wusste, von wem jetzt die Rede ist.... Toll finde ich das Glossar, wo man bestimmte japanische Wörter nachschlagen konnte. Und vorne sind die sieben Tugenden des Bushido - Der Weg des Kriegers aufgeführt. Das gibt nochmal den extra-Japantouch.

"Mein Herz kennt dein Herz. Ein Herz kennt kein Gut und Böse, Richtig oder Falsch. Ein Herz ist immer wahrhaftig." Jede Spur von Heiterkeit verschwand aus seinem Ausdruck. "Ich kann jeden Tag meines Lebens lügen, Hattori Mariko. Aber mein Herz spricht immer die Wahrheit." Mehr wollte sie gar nicht hören. (Seite 376)

Ranmaru und Okami haben eine besondere Beziehung zueinander, sie sind wie Brüder, Seelenverwandte. Okami ist sehr aufmerksam und behält Mariku im Auge, während Ranmaru allen Argwohn ihr gegenüber wegwischt. Was steckt dahinter? Was weiß er? Das wird erst am ende wirklich klar, und viele Szenen zwischen ihm und Okami lassen einen grübeln und nach der Auflösung verstehen. So ging es mir. Mir wurde in vielen Momenten bewusst, weshalb er sich wie benommen hat.

Dieser Liebesanfall am Fluss (Mariko und Okami kommen sich näher) fand ich doch sehr unlogisch!!!! Das passt so gar nicht zu dem Ganzen vorher. Wenn dazwischen eine steigernde Entwicklung zwischen den Beiden stattgefunden hätte, dann würde das auch passen. Aber so.... Ich musste das auch zweimal lesen, weil ich es nicht glauben konnte. Als ob ich auf einmal in ein anderes Buch gelesen hätte. Eine sehr schöne Szene, nur unpassend zu dieser Zeit.

"Deine Schulter ist unbequem." Sie griff nach seiner Hand und schlang ihre Finger um seine. "Es ist unbequem, weil du deinen Kopf anlehnst. Lehne lieber dein Herz an." (Seite 328)

Die Geschichte über die Magie hat mir doch auch sehr gefehlt in diesem Teil. Irgendwie wurde es ab der Mitte auf der Suche nach der Wahrheit und der Beziehung zwischen Okami und Mariko zentriert. Da erhoffe ich mir im zweiten Teil mehr Raum dafür.

Es tauchen so einige Figuren auf, bei denen die Autorin uns Leser etwas im Dunkeln lässt. Sie hat die Geschichte erfolgreich ins Höchste aufgebaut, sodass es einem nach den zweiten Teil brennt, weil so viele Fragen offen gelassen werden.

Der Weg zum Ende ist schnell und verwirrend. Genaues möchte ich nicht erzählen, um nichts zu verraten, aber es war wieder recht lückenhaft. Als ob die Zeit für dafür gefehlt hat. So kommt es mir vor. Es ist ja nicht schlecht, nur viiiel zu salopp. Und dann... das Ende! Was bitte ist das???? Wie kann man ein Buch so beenden??? Das ist purer Lese-Sadismus!!!! Ich bin immer noch angesäuert. Ich könnte heulen!!!

"Du musst nicht kämpfen", sagte er sanft. Sie drehte sich zu ihm um. "Erwartest du nicht, dass ich kämpfe?" "Ich habe keine Erwartungen an dich und auch an niemanden sonst. Ich sage nur einfach, du brauchst nichts zu tun, was du nicht willst." (Seite 338)


Fazit:
Eine aufreibende Geschichte im aufregenden Japan, mit starken Charakteren und einer mutigen jungen Frau. Der Anfang ist etwas holprig, und dann lässt es einen nicht mehr los. Am Ende steht man wie unter Schock, weil es nicht weitergeht. Band zwei folgt erst im Herbst 2019. Bis dahin bleiben viele Fragen ungelöst. Trotz der vielen kleinen Mankos muss ich hierfür einfach vier Sterne vergeben.

Mein herzlichster Dank geht an das wasliestdu-Team und dem Lübbe Verlag für das gestellte Exemplar.

Veröffentlicht am 10.12.2018

Absolut kein Thriller, aber charmante Kulisse!

Deine letzte Stunde
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Klappentext:
"Und du, wann stirbst du wohl?" Das steht auf dem Zettel, den die junge Lehrerin Raquel an ihrem ersten Tag an der neuen Schule findet. Kurz nachdem sie erfahren hat, dass ihre Vorgängerin ...

Klappentext:
"Und du, wann stirbst du wohl?" Das steht auf dem Zettel, den die junge Lehrerin Raquel an ihrem ersten Tag an der neuen Schule findet. Kurz nachdem sie erfahren hat, dass ihre Vorgängerin Viruca sich das Leben genommen hat. Warum, kann ihr keiner erklären. Wurde Viruca wirklich von ihren Schülern in den Tod getrieben, wie ihr Exmann behauptet?

Raquel hat schon bald Grund genug, diese gewagte Hypothese zu glauben. Denn die Schüler scheinen mit ihr das gleiche perfide Spiel zu wiederholen - bis auch sie mit den Nerven völlig am Ende ist.

Eine beängstigend realistische Geschichte, die mit harmlosen Schülerstreichen beginnt und sich zu einem atemberaubenden Psychothriller entwickelt

Ausgezeichnet mit dem Premio Primavera 2016


Autor:
Der spanische Wind in der deutschen Literatur: Carlos Montero wurde 1972 in der spanischen Region Galizien geboren. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften in Madrid hat er sich als Drehbuchautor einen Namen gemacht. Neben mehreren Kurzfilmen war er an zahlreichen Fernsehserien und einer Kinoproduktion beteiligt. Für seinen zweiten Roman Deine letzte Stunde wurde Carlos Montero 2016 mit dem hochdotierten Premio Primavera de Novela ausgezeichnet.


Bewertung:
Puh... ich muss ehrlich zugeben, dass mir die Bewertung dieses Buches sehr schwerfällt. Ich weiß nicht recht, was ich dazu schreiben soll ...

Erstmal zum Cover: es passt vorzüglich zum Thema und ist aussagekräftig! Das Bild gefällt mir sehr gut!

Der Schreibstil ist durchwachsen, finde ich. Mal tritt es auf der Stelle, sodass ich als Leserin das Gefühl hatte, immer wieder dasselbe zu lesen, dann ist es wieder recht flüssig und spannend.

Der Aufbau der Geschichte ist für mich etwas langgezogen gewesen. Ich bin schwer reingekommen und habe mich die ersten Seiten gelangweilt. Etwas irritiert war ich direkt vom Anfang, als über die tote Frau berichtet wurde. Ich dachte, es handle sich hierbei um das einzige Opfer, das im Klappentext beschrieben wird. Recht schnell wurde mir klar, dass es sich um zwei Frauen handelt, und eine davon bereits tot ist und das böse Spiel mit der zweiten Lehrerin getrieben wird.

Die Kulisse Spanien fand ich sehr charmant. Die Ausgewogenheit von Landesinformationen und Romankulisse finde ich sehr gut austariert. Ich hatte nicht das Gefühl, es handle sich um ein Sachbuch über Spanien, ebenso wenig als würde es sich um ein Roman ohne Landeskenntnisse handeln. Ich finde es schön, dass mal ein anderes Land außer die USA in einem Roman verwickelt wird.

Und tja, wie es sich liest, so kommt die Geschichte auch für mich rüber: Das Buch ist für mich keinesfalls ein Thriller! Es ist eher ein dramatischer Roman mit vereinzelten Spannungsmomenten. Insgesamt lahmt die Geschichte etwas und die Charaktere gingen mir zum Teil etwas auf den Geist. Ich konnte das nicht immer ganz nachvollziehen, wie sich einzelnen Personen verhalten haben, was nicht unbedingt ein schlechtes Licht auf die Geschichte werfen muss. Hier allerdings kommen viele Tropfen zusammen, sodass es schon ein Zusammenhang ergibt.

Fazit:
Ich bin ehrlich enttäuscht, keinen Thriller zu lesen gehabt zu haben. Das zweite Buch in einer Leserunde für mich hintereinander, dass als Thriller ausgewiesen wurde und keiner ist! Ich lasse jetzt erstmal die Finger von Thriller-Leserunden.

Für all die positiven Punkte reichen leider nur drei Sterne. Sehr schade! Ich finde nämlich, dass Potenzial durchaus vorhanden ist, aber leider nicht an die Hand genommen wurde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 06.11.2018

Toller Schreibstil, fahder Thriller!

Das falsche Kind
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Klappentext:
Das erste Kind von Sasha und Mark ist ein echtes Wunschkind. Aber dann erleidet Sasha eine Frühgeburt, bei der ihr Sohn nur durch einen Notkaiserschnitt gerettet werden kann. Als sie wieder ...

Klappentext:
Das erste Kind von Sasha und Mark ist ein echtes Wunschkind. Aber dann erleidet Sasha eine Frühgeburt, bei der ihr Sohn nur durch einen Notkaiserschnitt gerettet werden kann. Als sie wieder zu sich kommt und man ihr den kleinen Jungen in die Arme legt, weiß Sasha sofort: Das ist nicht mein Kind! Aber niemand glaubt ihr, weder die Ärzte oder Schwestern, noch nicht einmal Mark. Sasha jedoch ist überzeugt, dass ihr Sohn mit einem anderen Kind vertauscht wurde. Alleine und gegen alle Widerstände setzt Sasha alles daran, um ihren Sohn zu retten.

Bewertung:
Das Cover ist wirklich unheimlich und lässt einen Psychothriller vermuten. Ich finde, es ist gut gelungen, da es nichts über die Geschichte verrät und neugierig macht. So sollte das sein...

Der Schreibstil ist fesselnd, was schon was verblüfft, da die Geschichte an sich für mich kein Thriller ist. Ich mag das, wenn die Leser verwirrt werden, solange sich alles am Ende auflöst und logisch erscheint. Sonst ist das eher frustrierend! Für mich ist die Geschichte frustrierend, weil es eher ein Drama ist als ein Thriller! Bin dahingehend sehr enttäuscht!

Die Geschichte dreht sich etwas an vielen Stellen im Kreis und wiederholt stetig Ereignisse, statt endlich mal weiterzuspinnen.

Sascha ist als Ärztin in der Mutterrolle für mich oft schwer verständlich und viel zu naiv! Das macht es schwer guten Gewissens Sascha als nervig zu empfinden. Sie tut einem einfach leid.... Mark, ihr Mann, ist mir nicht geheuer. Er scheint mir ein vielschichtiger und komplizierter Charakter zu sein. Ich glaube aber, dass es ihn ihm ein Teil gibt, der Sascha liebt. Ein anderer Teil will einfach nur weg von ihr. Beiden täte eine Therapie auf jeden Fall gut! Sind beide nicht ganz "gesund".

Die Ärzte treiben einen ja echt die Nerven hoch, ebenfalls die Schwestern. Die sind meines Erachtens nicht ganz frisch in der Birne! Tuen Dinge, die sich kein Normalsterblicher gefallen lassen würde... das missfällt mir richtig in der Geschichte und macht einiges unglaubwürdig!

Es lassen sich viele kleine Situationen aufzählen, die unwirklich wirken und mich nerven!

Fazit:
Insgesamt lässt sich die Geschichte trotz allem flüssig lesen, was einen irritieren kann. Die Geschichte an sich ist nicht besonders fesselnd und vereinnahmend, und doch weiß die Autorin mit den Gefühlen und Gedanken der Leser zu spielen! Sie spielen Pingpong mit einem. Daher kann ich gute drei Sterne geben. Es gibt wahrlich schlechtere Bücher, aber nochmal lesen muss ich es nicht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Psychologie
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2018

Guter Roman mit mehr Potenzial, das nicht ausgeschöpft wurde!

Eine unbeugsame Braut
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Klappentext:
Illiana Henriksdotter ist entsetzt, als sie gezwungen wird, den berüchtigten Ritter Markus Järv zu ehelichen. Markus ist ein Mann des Krieges, vom Leben gezeichnet, weithin gefürchtet und ...

Klappentext:
Illiana Henriksdotter ist entsetzt, als sie gezwungen wird, den berüchtigten Ritter Markus Järv zu ehelichen. Markus ist ein Mann des Krieges, vom Leben gezeichnet, weithin gefürchtet und das genaue Gegenteil des freundlichen Bauernsohnes, den die junge Heilerin heiraten wollte. Doch sosehr sie ihn auch verabscheut – das Schicksal hat seine eigenen Pläne. An der Seite des düsteren Ritters beginnt für Illiana eine abenteuerliche Reise, während der sie sich nicht nur einem tödlichen Feind stellen müssen, sondern auch der Tatsache, dass Hass und Liebe manchmal sehr nah beieinander liegen …

Die Autorin:
Simona Ahrnstedt lebt in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen war Die Erbin ihr erster zeitgenössischer Roman, mit dem sie es sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste schaffte. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erscheinen werden.


Bewertung:
Das Cover empfinde ich als sehr passend zur Geschichte und ist auch dieser historischen Romanreihe genau angemessen. Es gefällt mir unheimlich gut! Es macht neugierig, verrät aber nichts.
Der Schreibstil der Autorin ist hier anders als bei "Ein ungezähmtes Mädchen", was mich sehr überrascht hat. Ich kenne bisher noch keinen Autor/ keine Autorin, die verschiedene Schreibstile hervorbringt. Ich finde es aber sehr interessant, somal diese Geschichte ja zu der Historischen Reihe gehört. Dieser Schreibstil hat mir nicht ganz so gut zugesagt wie der im Buch "Ein ungezähmtes Mädchen". Dennoch konnte ich das Buch flüssig lesen und bin über die Seiten geflogen.

Die Geschichte ist sehr auf die Hauptcharaktere Markus und Illiana fokussiert. Der Schauplatz in Schweden sowie die insgesamt geschichtliche Umgebung hat die Autorin im Hintergrund der Geschichte gehalten. Ich empfinde es nicht als negativ, auch wenn ich gerne über die Geschichte eines Landes im Roman erfahre.

Die Stimmung zwischen Markus und Illiana ist immerzu aufgeladen- mal ärgerlich, mal erotisch. Die beiden führen eine "himmelhoch jauzend und zu Tode betrübt"- Beziehung, was mich als Leserin mitgerissen hat. Es gab jedoch ein paar minimale Unstimmigkeiten wie den Oralverkehr zwischen den Beiden. Die Ansichten von Illiana dazu finde ich sehr unpassend zu ihrem Naturell und zu der Geschichte in jener Zeit. Das passte nicht besonders gut.

Was mich sehr gestört hat, waren angedeutete Situationen, die nie eingetroffen sind. Ebenso Personen in der Geschichte, deren Bedeutung größer erscheinen ließ als sie es letzendlich dann waren. Die Autorin hat hier leider nur halb gearbeitet und den Leser in die Irre geführt, und das mehrere Male. Ob das Absicht war, um die Spannung zu halten, mag ich nicht zu beurteilen. Jedoch hätte es das nicht gebraucht, denn durch die abgehackten und bloß angedeuteten Situationen, empfand ich eher das Gegenteil: Szenen wurden nicht zuende geschrieben und ließen mich ins hohle Loch fallen. Sehr schade, da viel Potenzial in den einzelnen Szenen liegt.


Fazit:
Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen, bedaure aber, dass die Szenen teilweise nicht richitg zum Vorschein gekommen sind. Alles im allem ist die Geschichte sehr flüssig zu lesen und hält dennoch viel Spannung bereit. Sie kommt an dem Vorgänger aber nicht ran. Für die Unstimmigkeiten muss ich einen Stern abziehen, ansonsten ist es ein gelungener Leseroman, der noch ausgereift werden kann.








  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühl
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.06.2018

Als Weiterführung in das Thema geeignet!

Hochsensible im Beruf
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Klappentext:
Menschen mit hochsensibler Begabung sehen, hören und spüren mehr als andere und sind mit einer Flut von Informationen, Emotionen und Reizen konfrontiert. Im Leben und im Beruf sind sie einem ...

Klappentext:
Menschen mit hochsensibler Begabung sehen, hören und spüren mehr als andere und sind mit einer Flut von Informationen, Emotionen und Reizen konfrontiert. Im Leben und im Beruf sind sie einem wahren Feuerwerk an Empfindungen ausgesetzt, die verarbeitet werden müssen: Hintergrundgeräusche im Büro, grelles Licht, angespannte Situationen mit den Kollegen oder dem Vorgesetzten, Stress und Hektik, Sinnfragen im Beruf - alles wird in besonders hohem Maße wahrgenommen.

Brigitte Küster (ehem. Schorr), eine führende Expertin im deutschsprachigen Raum zum Thema, zeigt, was Hochsensibilität ausmacht und wie Menschen mit dieser Begabung im Beruf leben und aufblühen können. Dabei ist eines besonders wichtig: Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern eines der am meisten unterschätzten Potenziale!

Die Autorin:
Brigitte Küster (ehemals Schorr) ist seit 15 Jahren in eigener Beratungspraxis im St. Galler Rheintal tätig. Sie ist psychologische Beratern, Erwachsenenbildnerin, Traumabegleiterin nach Peter Levine und in der Ausbildung zur Poesie- und Bibliotherapeutin. Sie studierte soziale Verhaltenswissenschaften, Soziologie und Erziehungswissenschaften und hat sich in ihrer Arbeit seit 9 Jahren auf das Thema Hochsensibilität spezialisiert. Mittlerweile hat sie drei Bücher zum Thema geschrieben (die alle unter ihrem alten Namen Brigitte Schorr erschienen sind) und sie ist Gründerin und Leiterin des Institutes für Hochsensibilität, Altstätten SG in der Schweiz.

Ihre Tätigkeit umfasst Einzelberatungen zum Thema Hochsensibilität, Begleitung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen, Kurse und Vorträge in der ganzen Deutschschweiz, Liechtenstein, Deutschland und Österreich. Sie befindet sich ständig in Weiterbildungen, schaut in andere Wissensbereiche hinein, vernetzt sich mit weiteren Fachleuten, immer in dem Bemühen, ihr Wissen nutzbringend und sinnvoll für hochsensible Menschen aufzubereiten.

Da sie selbst hochsensibel ist, kann sie auch aus dem eigenen Erleben heraus Hochsensible verständnisvoll begleiten und unterstützen. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, die Veranlagung der Hochsensibilität als Gabe und Potential zu betrachten, durch Lebenserfahrungen angesammelten traumatischen Stress abzubauen und die Ressourcen jedes Betroffenen sicht- und spürbar werden zu lassen. Dadurch wird mehr Lebensenergie zurück gewonnen, zum Wohle des eigenen Lebens, der Familie und des sozialen Umfelds, aber auch zum Wohle der Gesellschaft.


Bewertung:
Das Cover ist irgendwie niedlich passend! Diese speziellen Menschen werden ja gerne verniedlicht als "Weicheier" deklariert. Die feinen Zeichnungen und Farben passen hervorragend zum Thema.

Faszinierend finde ich, dass die Autorin ein Eichhörnchen gewählt hat- alleine da sieht man schon das intensive Auseinandersetzen des Themas. Als erstes kommt man gewöhnlich bei solch einem Thema nicht auf Eichhörnchen. Aber es passt wunderbar inmitten der sanften Zeichnungen. Vor allem, dass das Eichhörnchen und das Blatt, auf dem es sitzt, im Mittelpunkt stehen und nicht das Ganze drumherum...was auch wiederum das Thema zeigt: die Umwelt, die Hochsensible ausblenden müssen, um zu sich selbst zu kommen. Ach, es stecken echt kleine Botschaften im Cover. Ist das von der Autorin so gewollt?

Der Inhaltsaufbau ist chronologisch sinnvoll angelegt und nicht wirr durcheinander. Das finde ich bei Sachbüchern sehr hilfreich und auch wichtig. Der Schreibstil der Autorin ist für mich persönlich flüssig und verständlich. Es gab ganz wenige Sätze, die ich inhaltlich nicht verstanden habe, der Rest ist klar niedergeschrieben.

Ich könnte im Prinzip einen Aufsatz über das Buch schrieben, da ich viel daraus rausschrieben und für mich interpretieren konnte. Toll finde ich zusätzlich die Literaturempfehlungen und die Weblinks zur Weiterrecherche.

Besonders auf folgendes möchte ich eingehen: "Untersuchungen haben gezeigt, dass hochsensible Menschen besonders stark von einem liebevollen und förderlichen Umfeld profitieren. Die Veranlagung der Hochsensibilität bedeutet also nicht automatisch, dass man Schwierigkeiten haben wird." (Seite 14) Leider stimmt das nicht! Wenn ich nur das Faktische an sich sehe, dann kann ich dem zustimmen. Allerdings sprechen wir hier von einer Gesellschaft. Und diese Gesellschaft bringt automatisch Probleme mit sich, wenn man hochsensibel ist. Das ist ja das Dilema! Statt eine Bereicherung wird es zum Problem. Allein das Faktische an sich zu betrachten ist nur die halbe Wahrheit.

Ich konnte mich im vielen wiederfinden und in einigem gar nicht oder anders- was ja daran liegt, dass wir alle verschiedene Persönlichkeiten mit eigenen Merkmalen sind. das Buch ist ein Anreiz, diese zu ergründen.

Etwas unglücklich finde ich den Titel, der meiner Ansicht nach nicht zum Gesamtkonzept des Buches passt. Das Buch wirkt eher wie ein Aufklärungslexikon in verschiedenen Bereichen, nicht nur auf den Beruf. Dieser Bereich ist eher etwas kurz gekommen. Daher habe ich was ganz anderes im Inhalt erwartet. Mir gefällt aber, dass es nicht auf den Beruf allein abzielt, sondern viele Bereiche des Lebens abdeckt und Perspektiven bietet. Die Anregungen in Form von Übungen sind nahezu nicht enthalten bzw. sehr wenig vorhanden. Als richtiges Übungsbuch ist es daher nicht gedacht, wie ich finde.

Die Autorin weiß, worüber sie schreibt, nicht nur aus persönlichen Erfahrungen, sondern auch wissenschaftlich gesehen. Das bietet nochmal eine etwas fachliche Sicht auf das Ganze, was sich mit dem psychologischen Anteil bestens verbindet. Die kleinen Zeichnungen- getreu dem Cover- im Buch finde ich wundervoll und rundet das Buch ab.

Fazit:
Wer erste Einblicke in das Thema Hochsensibilität gewinnen möchte, sollte erst mit einem Buch wie "Ich fühle was, was du nicht fühlst" von GU einsteigen. Dieses ist für Anfänger verständlicher. Für eine "Weiterbildung" empfehle ich dieses Buch, da es auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebaut ist und mit psychologischen Interpretationen zusammenwirkt. Wer Übungen sucht, ist hier auf dem falschen Weg. Ein gelungenes Fachbuch für nicht ganz Fachwortbeständige mit verständlichem Inhalt und Erkenntnissen.