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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2020

Ein würdiger Mittelteil einer Trilogie: spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Cyber Trips
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Achtung! Es handelt sich hier um den zweiten Teil der Neon Birds Trilogie. Solltest du Band 1 nicht gelesen haben, könnte diese Rezension Spoiler enthalten!

Ein Wiedersehen mit alten Freunden

Bereits ...

Achtung! Es handelt sich hier um den zweiten Teil der Neon Birds Trilogie. Solltest du Band 1 nicht gelesen haben, könnte diese Rezension Spoiler enthalten!

Ein Wiedersehen mit alten Freunden

Bereits im ersten Band lernten wir eine Vielzahl an Charakteren kennen. Und hier war die Freude des Wiedersehens groß: alle Charaktere haben, geprägt durch die aktuellen Ereignisse, eine persönliche Entwicklung erlebt. Es macht so viel Freude den alten Bekannten aus dem ersten Band der Reihe über die Schulter zu schauen und ihre Motivation nachzuvollziehen.

Vor allem Luke, Flover und Andra machen eine große Entwicklung in diesem Teil der Geschichte durch. Doch auch Charaktere, mit denen man nicht gerechnet hat, sind für eine Überraschung gut. Ich verstehe nun viel besser, wieso ich einen unscheinbar wirkenden Charakter in Band eins schon so sehr mochte und bin sehr gespannt, wie es mit diesem Charakter weiter geht.

Cyber Trips

Das Buch trägt seinen Titel nicht umsonst: Im ersten Band „Neon Birds“ fokussierte sich die Handlung sich noch sehr stark auf einen Schauplatz. Dies ändert sich nun, da die verschiedenen Gruppen mit verschiedenen Zielen durch die Welt reisen.

Während Okijen und Andra nach KAMI suchen, um mit ihr zu kommunizieren, reisen Luke und Flover durch das ganze Land auf der Suche nach einer Lösung für ein ganz anderes Problem.

Umso schöner fand ich, wie sich die Wege der Protagonisten kreuzten, ohne dass sie es merkten. Dies sorgte bei mir oft für einen Moment, in dem ich die Charaktere anbrüllen wollte, dass sie gerade nebeneinander stehen. Denn klar ist: nur zusammen können sie KAMI letzten Endes doch besiegen, oder?

Der Moment, in dem du denkst: What the…?!

Autoren lieben es, die Spannung bis zum nächsten Band durch einen schönen Cliffhanger zu erhöhen. Wer nach Band 1 wissen wollte, die es weiter geht wird nun mit der Wartezeit auf Band 3 enttäuscht. Wobei ich sagen muss, dass ich persönlich von der Entwicklung der Ereignisse gar nicht so schokiert und überrascht war, wie ich es hätte sein können.

Dennoch lässt dieser Pageturner letzten Endes keine Wünsche offen, außer vielleicht dem Wunsch, den nächsten Band bald in Händen zu halten, um zu verfolgen, welche Ereignisse noch in dieser wundervollen Welt passieren werden.

Fazit:

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ein Pageturner für Fans des ersten Bandes. Mit Überraschungen und charakterlichen Entwicklungen unterstreicht Marie Grasshoff, was ein gutes Buch ausmacht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2020

Es wäre besser bei einem Buch geblieben...

One True Queen, Band 2: Aus Schatten geschmiedet
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Nach dem Lesen des ersten Bandes hatte ich eigentlich schon keine große Lust mehr den zweiten Band anzufassen. Da ich das Buch jedoch bereits im Regal hatte und wir zu viert eine Leserunde zu dem Buch ...

Nach dem Lesen des ersten Bandes hatte ich eigentlich schon keine große Lust mehr den zweiten Band anzufassen. Da ich das Buch jedoch bereits im Regal hatte und wir zu viert eine Leserunde zu dem Buch gestartet hatten, konnte ich mich nicht davor drücken es gleich hinter dem ersten Band zu lesen.

Aufgrund der Erfahrungen, die ich mit diesem Buch gemacht habe, fand ich es ziemlich schwer die richtigen Worte zu treffen. Ich kann jedoch immer nur an euren Verstand appellieren: wenn ihr Band eins gelesen habt und Band 2 lesen möchtet: tut es! Wenn euch die Bücher interessieren, hört auf Rezensionen zu lesen und kauft sie. Lasst uns danach gerne diskutieren, was ihr mochtet und was nicht. Nur weil meine Meinung zu einem Buch auch mal etwas härter ausfällt, heißt das nicht, dass euch das Buch nicht gefallen wird. Genau das beweisen auch viele Bewertungen auf gängigen Plattformen.

Ich weise zudem darauf hin, dass diese Rezension zu einem zweiten Teil einer Dilogie ist. Daher kann sie Spoiler zum ersten Band enthalten!!

Die Aufmachung des zweiten Bandes steht dem ersten Buch in nichts nach. Im Grunde handelt es sich nur um eine leicht abgewandelte Form der Aufmachung des ersten Buches. Zusammen sehen die beiden Bücher im Regal wirklich traumhaft schön aus.


Inhalt

Mailin ist Königin von Lyaskye, doch in ihre Welt zurückgekehrt, um dem Fluch zu entkommen. Doch Träume von Liam holen sie ein und wecken den Wunsch zu ihm zurückzukehren und ihm zu helfen. Außerdem scheint Lyaskyes Fluch sie auch in ihre Welt verfolgt zu haben und sie muss einen Weg finden, diesen umzukehren, sonst ist ihr Schicksal besiegelt: sie wird sterben wie alle anderen Königinnen vor ihr.

Es fällt mir schwer…

Und damit meine ich nicht nur, die richtigen Worte zu finden. Der Einstieg in dieses Buch fiel mir ebenfalls sehr schwer. Das hatte auch einen besonderen Grund.

Im ersten Band lernen wir Mailin kennen. Zwar fand ich persönlich sie als Charakter auch im ersten Band noch ausbaufähig, konnte mich aber über die Seiten hinweg irgendwie damit arangieren, dass sie die Protagonistin des Buches ist. Doch in Band zwei haben wir eine ganz andere Mailin vor uns. Wir erinnern uns zurück: Mailins Schwester war im Koma. Und Mailins Leben drehte sich immer nur um sie.

In diesem Band scheint Mailin keine Verbindung zu ihrer Schwester zu haben oder je gehabt zu haben. Der Leser muss sich sogar an manchen Stellen fragen, warum eine solche Handlung in diesem Buch ihr so einfach fällt, wenn ihre Schwester doch ein so wichtiger Bestandteil ihres Lebens und Handeln im ersten Teil gewesen ist. Beiläufig werden auch noch Informationen zu Vickys Gesundheitsstatus an den Leser herangetragen, die vermuten lassen, dass Vicky als Schlüsselfigur für den ersten Roman gut genug war, aber keine Rolle mehr im zweiten Teil spielen sollte.

Ich bin deine Königin!

Was mir dann auch zu Beginn auch gleich auf den Zeiger ging, wie Mailin mit ihrem neu gewonnen Status umgeht. Sie wurde als Königin von Vicky gekrönt, bevor sie zum Ende des ersten Bandes mit Nathaniel in ihre Welt zurück sprang. Mailin möchte im Leben zu diesem Zeitpunkt vieles, wie zum Beispiel ihre Schwester retten, aber sicher nicht Königin sein.

Doch kaum tanzt Nathaniel in ihrer Welt nicht nach ihrer Pfeife, lässt sie gleich die Königin raushängen. Vielleicht liegt es daran, dass Nathaniel neben Alys einer der wenigen Charaktere ist, die ich in diesem Buch ins Herz schließen konnte, aber ich fand diesen Umgang mit dem Königinnenstatus – wie es eben gerade passte – doch sehr verwunderlich. Die kleine, trotzige Mailin will aus dem Bällebad abgeholt werden!

Leider lang, und vor allem weilig.

Ich schrieb schon in meiner Rezension zu Band eins, dass ich am Ende das Gefühl hatte, dass nun nichts mehr kommt. Ein halboffenes Ende, das den Leser mit seinen Gedanken zurück lässt. Dass die Story nun auf eine sehr langwierige und holprige Art und Weise fortgeführt wurde, fand ich sehr schade und kam der Idee und den geschaffenen Welten aus Band eins leider nicht nach.

Und dann bitteschön: Was war das für ein Ende????? Können wir bitte die letzten Kapitel rausstreichen? Nicht alle Bücher brauchen ein Friede, Freude, Eierkuchen Ende. Und das in diesem Buch wirkte leider so deratig konstruiert und passte so gar nicht mehr zum Rest. Man wundert sich eher, ob dieses Ende wirklich aus der Feder der Autorin stammt, da es so unstimmig zum Rest der Geschichte ist…

Der Schreibstil ähnelt übrigens Band eins und selbst in diesem Buch tat ich mir stellenweise schwer. Ich weiß leider nicht, woran es lag. Aber selbst wenn, hätte dieser das Buch leider in meinen Augen auch nicht mehr retten können.

Fazit:

Da haben wir den Salat: eine Dilogie, die besser hätte ein Einzelband bleiben sollen. Mit einem Ende, das den Leser zur Verzweiflung treibt. Und mich jetzt schon verkünden lässt, meinen Leseflopp 2020 gefunden zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2020

Eine Welt jenseits der Zeit und ein Mädchen, das zur Königin erwählt wird

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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Es gibt Dinge, für die habe ich ein Faible, wenn es um Bücher und die Geschichten darin geht, Und auch wenn ich schon erwachsen bin, mag ich Geschichten um Königinnen total gerne. Ich glaube ich habe nicht ...

Es gibt Dinge, für die habe ich ein Faible, wenn es um Bücher und die Geschichten darin geht, Und auch wenn ich schon erwachsen bin, mag ich Geschichten um Königinnen total gerne. Ich glaube ich habe nicht nur alle Selection Bücher von Kiera Cass, sondern auch die Royalreihe von Valentina Fast inhaliert.
Als ich die Inhaltsangabe zu One True Queen gelesen habe, war ich daher sehr gespannt, was diese Geschichte zu bieten hat, auch wenn sie nicht mit den zuvor genannten Büchern zu vergleichen ist. Der Klappentext klang zumindest sehr vielversprechend.

Ich möchte einmal kurz inne halten. Als ich das Buch im Internet entdeckte, wollte ich es mir als eBook kaufen, da meine Regale überquillen. Doch als ich in der Buchhandlung mehr zufällig an dem Buch vorbeikam wusste ich, dass ich es als physische Version für mein regal haben möchte. Der Schutzumschlag greift sich richtig schön an und die Gestaltung gefiel mir auf Anhieb. Die Zweige, die auch die Kapitelüberschriften verzieren sowie die Krone slebst sind geprägt und heben sich optisch und mit einem wunderschönen Glanz vom Rest des Bildes ab.

Im inneren finden wir ebenfalls eine wunderschön, in den Farben des Einbands gestaltete Karte, die es mir beim Lesen das ein oder andere Mal erleichtert hat mir Lyaskye und die angrenzenden Gebiete vorzustellen.


Inhalt

Mailin lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Vicki im schönen Killarney in Irland. Ihre Schwester ist eines Tages in eine Art Koma verfallen und seit sieben Jahren nicht mehr aufgewacht. Das macht es der Familie schwer über die Runden zu kommen. Als dann auf einmal auch Mailin das Gefühl hat sich in Sand aufzulösen, landet sie in einem Wald und gerät prompt in Gefahr. Ein mysteriöser Fremder rettet sie aus der tödlichen Falle. Als er Mailin zum Königshof bringt, muss sie erkennen, dass sie aus einen bestimmten Grund in Lyaskye gelandet ist: sie soll die nächste Königin werden. Doch in dieser Welt ist dies zugleich ein Todesurteil, denn Königinnen sterben in Lyaskye jung…

„Ich will nur zurück zu meiner Familie“, sage ich. „Das will ich schaffen, nur das. Das werde ich schaffen.“
„Du verlangst sehr viel.“ Seine Stimme ist ruhig und leise, doch ein amüsierter Unterton schwingt in ihr mit. „Aber wer, wenn nicht du, sollte nach allem verlangen, was möglich ist?“
Ja, wer, wenn nicht ich, denke ich sarkastisch.
Seite 89

Irland jenseits der Zeit

Das Buch startet in Killarney. Ich habe mich gleich zurück erinnert an meine Reise durch Irland, den Ring of Kerry entlang, die Besichtigung von Ross Castle und eine ganz besondere Zeit in Killarney. Umso schöner fand ich auf diesem Wege in diesen wundervollen Ort Irlands zurückzukehren.

Mailin ist ein taffes Mädches, welches Kampfsport ausübt und dessen Familie einfach Pech hatte, Ihre Schwester ist nicht ansprechbar und führt daher auch zu ständigem Streit zwischen Mailin und ihrer Mutter.

Als Mailin dann plötzlich das Bewusstsein verliert und in einem fremden Wald erwacht, wird auch der Leser plötzlich in eine ganz andere Welt und eine ganz andere Geschichte katapultiert. Zunächst könnte man meinen, man habe das Wunderland in Lyaskye gefunden, doch schnell wird klar, dass diese Welt ganz anders ist. In Lyaskye lernt sie einen Fremden kennen, der ihre Welt auf den Kopf stellt, ohne es zu wollen.
Überraschungen sind eben nicht immer überraschend

Leider hat die Geschichte – wie ich finde – oft sehr vorhersehbare Wendungen genommen, sodass ich nicht mehr großartig überrascht wurde. Das macht jedoch nichts, wenn die Geschichte trotzdem spannend ist.

Die Geschichte von Mailin war stellenweise spannend, wirkte dafür jedoch an den anderen Stellen sehr konstruiert und nicht immer glaubhaft, Gespickt wurde sie mit diversen anderen Handlungssträngen, doch bei keinem hatte ich so recht das Gefühl, dass er zu Ende getragen wurde.

Die Charaktere sind meines Erachtens ausbaufähig, ihre Handlungen könnten teilweise etwas nachvollziehbarer sein. Schade fand ich zudem, dass ich eher mit den Nebencharakteren gefiebert habe, als mit den Protagonisten. Sie vermittelten mir nicht das, was ich erwartet habe, es war viel mehr, als sei auf sie aufgrund der vielen Handlungsstränge nur nebensächlich eingegangen worden, obwohl sie doch eigentlich die Charaktere sein sollten, die im Zentrum des Geschehens stehen.

Zuletzte war da… der Schreibstil. Ich weiß gar nicht wieso, aber mir fiel es irgendwie schwer manche Sätze zu lesen. An manchen Tagen habe ich mich gefragt, ob es an mir liegt. An anderen, ob es das Buch ist. So wirklich beantworten kann ich die Frage bis heute nicht. Was ich jedoch weiß ist, dass ich nicht immer das Gefühl hatte flüssig durch die Geschichte zu kommen. Etwas hat meinen Lesefluss unterbrochen.

Das Ende sagt, es ist das Ende, oder?

Á propós unterbrochen: es handelt sich hierbei um den ersten Teil eine Dilogie. Doch das Zuklappen dieses Buches fühlte sich seltsam an. Ich hatte das Gefühl, es sei nicht alles gesagt, nicht alles erzählt. Und doch sagte mein Kopf mir „es ist vorbei“.

Es drängt sich doch die Frage auf, was nun in einem zweiten Teil passieren wird. Was mich viel mehr verstört ist die Tatsache, dass viele Rezensionen das Ende als Cliffhanger beschrieben. Ich persönlich kann diese Meinung leider nicht teilen. Es ist eher so, dass es mir umso schwerer fällt nach dem zweiten Teil zu greifen, da die Geschichte sich anfühlt, als sei sie bereits erzählt… für einen Cliffhanger hätte ich mir zum Ende hin doch deutlich mehr Spannung gewünscht.

Fazit:

Eine schöne Geschichte für zwischendurch, wenn man keine großen Erwartungen an einen Fantasy Epos á la Tolkien hat. Die Protagonisten kann man mögen, auch wenn es unserer kleinen Leserundengruppe schwer fiel. Aber auch, wenn meine Rezension so negativ klingt, hatte ich nicht das Gefühl mich mit dem Buch zu quälen. Stellenweise hat es richtig Spaß gemacht es zu lesen, an anderen Stellen fiel es mir wiederrum schwerer.

Die Idee, dass eine Welt seine Königinnen aus der Unseren entführt, fand ich großartig. Ich hätte mir einfach nur noch gewünscht, dass die Geschichte an sich einfach runder wirkt. Denn in meinen Augen war sie das leider nicht ganz.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2020

Ein Märchen, erzählt in einer Welt, verschlungen durch eine Pandemie

Purple Rain
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Bereits „Die Nacht in uns“, das Erstlingswerk der Autorin Sylvie Grohne, hat mich sehr begeistert. Seit Jahren hatte ich keine Vampirgeschichten mehr gelesen und war daher ehrlich gesagt auch etwas skeptisch. ...

Bereits „Die Nacht in uns“, das Erstlingswerk der Autorin Sylvie Grohne, hat mich sehr begeistert. Seit Jahren hatte ich keine Vampirgeschichten mehr gelesen und war daher ehrlich gesagt auch etwas skeptisch. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich alles über Vampire gelesen habe, da es eine Zeit gab, da ich nur Vampirromane verschlang. Umso schöner, dass Sylvie Grohne mich nun ein zweites Mal davon überzeugen konnte, dass Vampire gar nicht „out“ sind.


Inhalt

Das tödliche Virus Purple Rain hat die Welt zu einer anderen gemacht. Die Menschheit wurde dezimiert und wird nun von den Vampiren regiert, die während das Virus um sich griff auf der Welt aufgetaucht sind. Welch Ironie, dass das Heilmittel gegen diesen Virus die Vampire selbst sind!
River ist in einer der Arbeitsstätten der Vampire untergetaucht. Normal leben und arbeiten dort nur Männer, Frauen gehören in die Zuchtstation. Früh hat ihr Vater begonnen sie davor zu schützen und als Mann verkleidet, damit sie im Arbeitslager bleiben kann. Doch ihre Welt gerät ins Wanken, als ihr Vater verschwindet. Auf der Suche nach ihm gerät sie an Devon, nicht wissend, welche Folgen dies für sie und ihr Herz hat…


Eine Welt, wie wir sie kennen…

… und die doch so anders ist. Ich mag sehr, dass Purple Rain an realen Orten spielt, die die Autorin mit genau den richtigen Worten zu beschreiben weiß. Und doch fügt sie unserer Realität dabei gerade so viel hinzu, dass der Ort doch ganz anders und fern wirkt. Aber genau das macht es dem Leser möglich sich die Umgebung genauestens vorstellen zu können.

Ist man dann erst einmal in dieser Welt der Vampire angekommen, fällt es einem gar nicht mehr schwer in diese wunderschöne Geschichte einzutauchen, zu verfolgen, wie River und Devon das erste Mal aufeinander treffen, wie sie dann wieder voneinander getrennt werden und doch wieder ihren Weg finden.

Beide Charaktere wirken sympathisch, doch auch die Nebencharaktere wirken nicht blass oder gesichtslos, sondern unterstreichen die Geschichte mit ihren persönlichen Schlüsselszenen.

Ich habe geweint, gelacht und war schockiert!

Und ich habe noch so viel mehr während dem Lesen dieser Geschichte gefühlt. Richtig schockiert haben mich zum Beispiel die Zuchtstationen, in denen die Mädchen für den Fortbestand der Menschen – und somit der Nahrungsquelle für die Vampire – sorgen. Ich fand die Vorstellung so schlimm, gerade weil auch ich weiblich bin und genau dort gelandet wäre.

Aber wenn ich rückblickend darüber nachdenke sind es genau diese Details, die die Geschichte in ihrere Glaubhaftigkeit unterstreichen. Und das, obwohl ich genau weiß, dass alles nur erfunden ist, fühlte ich mich, als wäre ich mitten im Geschehen.

Unterstützt wurde dieses Gefühl durch den Schreibstil der Autorin, der sich flüssig lesen lässt und sich dennoch irgendwie besonders anfühlt. Gerade deshalb lässt sich die Geschichte regelrecht inhalieren.

Fazit:

Purple Rain war ein Sog: es zog mich in seinen Bann, wirbelte meine Gefühlswelt durcheinander und spuckte mich erst wieder aus, als es vorbei war.

Sehr zu empfehlen ist auch das Hörbuch, welches von Marlene Rauch und Steff Jungen gelesen wird, und die River und Devon ihre Stimme geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2020

Du liest kein Scify? Dieses Buch wird dich vom Gegenteil überzeugen!

Neon Birds
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Inhalt

Im Jahr 2101 hat ein technischer Virus einen Teil der Menschen unter seine Kontrolle gebracht und in hyperfunktionale Cyborgs verwandelt. Diese unterliegen dem Willen der künstlichen Intelligenz, ...

Inhalt

Im Jahr 2101 hat ein technischer Virus einen Teil der Menschen unter seine Kontrolle gebracht und in hyperfunktionale Cyborgs verwandelt. Diese unterliegen dem Willen der künstlichen Intelligenz, auch KAMI genannt. EIngepfercht in Sperrzonen sollen Supersoldaten sie bekämpfen, die weltweit als Stars gefeiert werden. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln.

Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern …


Wir schreiben das Jahr 2101

Der Einstieg in Neon Birds war für mich zunächst etwas seltsam. Ich wurde zwar nicht direkt mit so vielen Fakten überschüttet, dass ich die Übersicht verloren hätte, aber ich hatte Anfangs wirklich Schwierigkeiten die Charaktere und ihre Beziehung zueinander zu verstehen. Dazu kam eine Welt, die sich gegenüber der unseren stark verändert hat.

Doch nach einem kurzen, holprigen Einstieg sprang ich mitten ins Geschehen und fieberte ab diesem Zeitpunkt mit den Charakteren, die mir auf anhieb sehr sympathisch waren. Sei es nun Okijen, der Supersoldat, oder Andra, die in den ersten Kapiteln eine besondere Rolle spielt.

Im Jahr 2101 ist die Welt gänzlich anders. Die Sperrzonen, wie beispielsweise in São Paulo, wurden gegründet, als die künstliche Intelligenz KAMI zu viele Menschen unter Kontrolle hatte. Da das Virus sich unglaublich schnell zwischen den Menschen verbreitet, sah man keine andere Möglichkeit als die Gebiete mit Mauern zu umzäunen und die Infizierten in diese Gebiete zurückzudrängen.

Vom Schicksal und Intrigen

Gleich zu Beginn schlägt das Schicksal zu und lässt Andra eine neue Rolle in dieser Welt suchen. Es fällt ihr schwer in ihrem neuen Leben anzukommen, doch Okijen hilft ihr, den Schicksalsschlag zu verkraften.

Aber war es das wirklich? Ein Schicksalsschlag? Und genau an dieser Stelle packte mich das Buch und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Informationen, die die Autorin Stück für Stück offen legt, lassen den Leser einer Fährte folgen, die zum nächsten Buch führt. Dennoch ist es unglaublich spannend dieser Spur zu folgen und ich empfand das Ende nicht einmal als „schlimm“: Ich konnte mich zwar von den Figuren an diesem Punkt trennen, aber meine Gedanken kreisten weiter um die Schicksale und Situationen, in denen ich sie zurück ließ.

Juhu, eine Fortsetzung!

Nach dem Lesen des ersten Bandes war ich ebenfalls infiziert. Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Werden neue Charaktere hinzukommen? Werden die alten es unbeschadet bis zum Ende schaffen? Und welche Intrigen können Okijen und seine Freunde noch aufdecken? Und welche Konsequenzen werden folgen? Kann KAMI vielleicht sogar die Weltherrschaft an sich reißen?

Der Schreibstil der Autorin hat mir auch sehr gefallen, sodass das Buch wirklich flüssig zu lesen ist und die Spannung nicht abbricht. Umso mehr spiele ich nun mit dem Gedanken auch andere Bücher der Autorin zu lesen, vor denen ich bisher eher aus unerfindlichen Gründen zurückgeschreckt bin.

Fazit:

Nach Lesen des ersten Bandes bin ich infiziert! Und ich kann nur geheilt werden, wenn endlich die beiden Fortstezungen – Cyber Trips (Mai 2020) und Beta Hearts (September 2020) – von mir verschlungen wurden. Wer anfängt dieses Buch zu Lesen, fängt sich einen Virus der Begeisterung ein, den er so schnell nicht mehr los wird! Spannend, bis zur letzen Seite!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere