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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2018

Wunderschöne Liebesgeschichte

Beneath the Scars - Nie wieder ohne dich
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Von tiefen körperlichen, aber auch seelischen Narben gezeichnet, schottet Zachary sich von seiner Umwelt ab und lebt so zurückgezogen, wie nur möglich. Bis plötzlich Megan als Nachbarin auftaucht, die ...

Von tiefen körperlichen, aber auch seelischen Narben gezeichnet, schottet Zachary sich von seiner Umwelt ab und lebt so zurückgezogen, wie nur möglich. Bis plötzlich Megan als Nachbarin auftaucht, die selbst versucht in einer idyllischen Landschaft ihre Vergangenheit zu bewältigen, und sich Stück für Stück in Zacharys Leben schleicht.

Die Protagonisten wirken auf den ersten Blick sehr unterschiedlich, doch verbindet beide auf den zweiten Blick sehr viel. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, wobei Zacharys Vergangenheit wohl weitaus dramatischer ist. Die Liebe zur Kunst führt sie zueinander und so kommen sie sich immer etwas näher. Beide Figuren sind überaus sympathisch und authentisch, außerdem sehr facettenreich beschrieben. Besonders Zachary, der zunächst einfach nur unfreundlich und ungehobelt wirkt, hat wunderschöne Seiten an sich, die er selbst gar nicht zum Vorschein bringen möchte. Megan ist unglaublich fasziniert von Zachary, trotz seines äußerlichen Makels und seiner Unfreundlichkeit. Dennoch ist sie beharrlich und durch ihre freundliche, liebenswerte Art, gelingt es ihr, Zacharys Mauer immer weiter einzureißen.

Die Geschichte wird aus Megans und Zacharys Perspektive erzählt, der Schreibstil der Autorin ist wunderschön, auf eine sehr zarte und leise Art lässt sie dich Liebe zwischen den Figuren wachsen. Obwohl alles sehr schnell zu gehen scheint, ist dennoch jede Geste, jedes Gefühl nachvollziehbar. Gleichzeitig ist die Story keinesfalls kitschig oder überzogen. Die Charaktere machen eine tolle Entwicklung innerhalb des Buches durch, bis zum Ende fühlt und leidet man wahrlich mit.

Ich bin immer noch hin und weg von diesem Buch, es hat mich sehr berührt. Besonders das Ende ist einfach traumhaft schön. Eine klare Empfehlung für jeden, der gefühlvolle Liebesgeschichten mag!

Veröffentlicht am 18.01.2018

Achterbahnfahrt der Gefühle

Hearts of Blue - Gefangen von dir
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Die Polizistin Karla verliebt sich ausgerechnet in Lee Cross, einen vorbestraften Mann, der gemeinsam mit seinen Brüdern immer wieder die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zieht und ganz offensichtlich ...

Die Polizistin Karla verliebt sich ausgerechnet in Lee Cross, einen vorbestraften Mann, der gemeinsam mit seinen Brüdern immer wieder die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zieht und ganz offensichtlich in kriminelle Handlungen verstrickt ist. Doch egal wie stark sich Karla gegen die Anziehung zu diesem Mann wehrt, sie kann ihre Gefühle nicht leugnen.

Karla versucht ihren Beruf als Polizistin so gut und tough wie nur möglich auszuüben, gerade als Frau hat sie es oftmals nicht so leicht. Gleichzeitig lebt sie für das Gesetz und ihre moralischen Prinzipien. Lee dagegen ist auf den ersten Blick ein typischer Bad Boy, der durch Kriminalität sein bisheriges Leben bestritten hat, besonders aber war er schon früh für seine Brüder verantwortlich und schien damals keine andere Chance gehabt zu haben.
Beide Hauptcharaktere wurden als starke Persönlichkeiten ausgearbeitet, Lee überzeugt mich hier allerdings noch mehr, als Karla. Hinter der harten Fassade steckt ein Mann, der für die Menschen, die er liebt, alles tun würde und auch getan hat. Durch seine Bemühungen um Karla zeigt er auch immer wieder seine weiche, sensible Seite, die mir sehr gefallen hat.
Die Beziehung (oder Nicht-Beziehung) zwischen beiden Figuren ist wahrlich eine Achterbahnfahrt der Gefühle – an Emotionen ist hier wirklich alles vertreten. Als Leser spürt man sehr deutlich vor allem Karlas innere Konflikte, die starke Anziehung zu Lee auf der anderen Seite, die Gesetzestreue auf der anderen. Dieser innere Kampf ist sehr authentisch beschrieben, dennoch war mir das ewige Hin und Her irgendwann etwas zu viel.
Gefallen hat mir aber, dass beide Figuren eine tolle Entwicklung innerhalb des Buches durchleben, beide lernen die Sicht des anderen besser zu verstehen und eben nicht nur schwarz oder weiß zu sehen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, für das Genre typisch. Erzählt wird ausschließlich aus Karlas Perspektive. Was mich allerdings oftmals gestört hat, waren die vielen Beschreibungen von Karlas beruflichem Alltag – um realistisch zu sein waren diese dann doch wieder zu knapp, mich haben sie eher gestört und waren zeitweise zäh.

Insgesamt hat mir das Buch trotz kleiner Abstriche sehr gut gefallen, die Emotionen kamen bei mir komplett an, besonders aber das Ende hat mich sehr überzeugt, gerade weil es nicht so typisch war.

Veröffentlicht am 24.11.2017

Enttäuschend

Sugar & Spice - Glühende Leidenschaft
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Nadia ist Inhaberin des Cafés „Sugar & Spice“ und lernt dort den überaus attraktiven Kane kennen, einen Professor für Sexualpsychologie. Gemäß seines Berufes eilt ihm ein gewisser Ruf voraus, Nadia fühlt ...

Nadia ist Inhaberin des Cafés „Sugar & Spice“ und lernt dort den überaus attraktiven Kane kennen, einen Professor für Sexualpsychologie. Gemäß seines Berufes eilt ihm ein gewisser Ruf voraus, Nadia fühlt sich sofort sehr zu ihm hingezogen und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein.

„Sugar & Spice – Glühende Leidenschaft“ ist der erste Band einer Reihe um Nadia Spiceland und ihre Freundinnen. Die Geschichte ist in der dritten Person erzählt, die Perspektive wechselt unauffällig immer wieder zwischen Nadia und Kane. Ich muss zugeben, die Autorin konnte mich mit ihrem Schreibstil nicht fesseln. Zu einem Roman dieses Genres passt nach meinem Geschmack diese Erzählperspektive einfach nicht, gerade wenn es um Gefühle und Gedanken der Protagonisten geht, die dem Leser vermittelt werden sollen.

Nadia und Kane sind die beiden Hauptfiguren des Romans, wobei eigentlich nur Kane wirklich interessant ist. Er ist eine sehr facettenreiche und spezielle Figur, womöglich auch aufgrund des Berufes, die ich mir sehr gut vorstellen konnte. Nadia hingegen wirkt auf mich bis kurz vor Ende des Buches sehr kalt und nicht wirklich greifbar. Hier fehlt es wirklich sehr an Tiefe, auch wenn die Autorin wohl versucht hat, ihr diese mit der „schwierigen“ Vergangenheit zu geben.
Die Nebenfiguren, hauptsächlich Nadias Freundinnen, konnten mich gar nicht überzeugen, im Gegenteil, sie haben mich teilweise fast schon genervt. Nein, das ist definitiv nicht mein Verständnis einer tiefen Freundschaft.

Die eigentliche Handlung des Buches zwischen Nadia und Kane hat wirklich interessant begonnen, gerade weil es keine typische Story zwischen Milliardär und dem schüchternen Mädchen ist. Dennoch hat sie mich einfach nicht fesseln können, die Dialoge zwischen beiden sind sehr kühl und sachlich, gerade zu Beginn, die immer stärker werdende Liebe kommt wie so oft in solchen Büchern viel zu schnell. Besonders durch den Schreibstil konnten die Gefühle kaum vermittelt werden. Der Fokus liegt in dieser Geschichte ganz klar auf den erotischen Szenen, die mir allerdings teilweise viel zu übertrieben sind.

Insgesamt hat mich das Buch nach der Leseprobe doch sehr enttäuscht. Die Aufmachung und das Cover sind wirklich toll, aber inhaltlich fehlen mir hier die spannenden Figuren und vor allem Gefühle, die mehr aus dem Buch machen, als einen simplen Erotikroman. Ich glaube, die Autorin hat sich keinen Gefallen damit getan, diese Erzählperspektive zu wählen. Zwar kann man selbstverständlich auch in der dritten Person Gefühle und Gedanken vermitteln, aber es ist viel schwieriger, gerade wenn die Handlung eher dünn ist. Den zweiten Band um Nadias Freundin Siobhan werde ich nicht lesen.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Fesselnd und gefühlvoll

Mit allem, was ich habe
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Jake Sharp wird als Bodyguard von einem reichen Unternehmer engagiert, um dessen Tochter Camille zu beschützen, nachdem ein Brief mit einer Drohung gegen sie aufgetaucht ist. Camille legt aber Wert auf ...

Jake Sharp wird als Bodyguard von einem reichen Unternehmer engagiert, um dessen Tochter Camille zu beschützen, nachdem ein Brief mit einer Drohung gegen sie aufgetaucht ist. Camille legt aber Wert auf ein Leben abseits der Kontrolle ihres Vaters und sträubt sich gegen ihren neuen Beschützer, der ihr rund um die Uhr folgt. Jedoch fühlen sich beide auf eine merkwürdige Art und Weise zueinander hingezogen.

„Mit allem, was ich habe“ wird abwechselnd aus der Sicht von Jake und Camille in der Ich-Form erzählt, der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Die Protagonisten sind sehr starke Figuren, die aber dennoch unterschiedlicher nicht sein könnten. Jake ist Ex-Soldat und hat eine dunkle Vergangenheit, die ihn lange quält und daran hindert, glücklich zu sein. Irgendwie ist er ein Bad Boy, er wirkt angsteinflößend und gewaltbereit, außerdem ist er seinen Mitmenschen gegenüber kühl und verschlossen. Dennoch entdeckt man innerhalb seiner Kapitel relativ schnell auch seine weichen Seiten, seine inneren Kämpfe und Zweifel sind wirklich nachvollziehbar beschrieben.
Camille ist als It-Girl bekannt, jedoch steckt in ihr in Wahrheit sehr viel mehr, als die Medien über sie berichten. Sie versucht unabhängig von ihrem Vater zu sein und sich ihren eigenen Namen zu machen, ohne dabei von dem Geld ihres Vaters zu leben.

Das Zusammenspiel zwischen Jake und Camille hat mir sehr gut gefallen, zu Beginn können sie sich kaum ausstehen, obwohl sie diese Anziehung spüren. Es folgen viele wirklich lustige Situationen und Wortwechsel, die die Story sehr unterhaltsam machen
Der Autorin gelingt es, die Anziehung der Hauptfiguren wachsen zu lassen, bis echte Gefühle daraus entstehen, ohne dass dabei etwas überstürzt oder plump wirkt. Jake und Camille geben sich dieser zunächst rein körperlichen Anziehung sehr lange nicht hin, wie das bei vielen anderen Büchern des Genres zu schnell passiert. Stattdessen kämpfen sie lange dagegen an, sträuben sich gegen ihre verwirrenden Gefühle. Das macht es für mich authentisch und lässt mich als Leser wahrlich mitfiebern und mitfühlen.

Auch die Nebenfiguren und Nebenhandlungen passen sehr gut in die Story, für einen Roman dieses Genres ist hier die richtige Portion Action und Spannung vorhanden. Es gibt einige Überraschungen innerhalb des Buches, besonders das Ende ist wirklich sehr rührend.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Charaktere haben mich überzeugt und auch die Geschichte konnte mich wirklich fesseln. Besonders aber sind für mich die Emotionen, die ganz klar bei mir angekommen sind. Daher auf jeden Fall eine Empfehlung von mir!

Veröffentlicht am 02.11.2017

Eine Liebesgeschichte, die selbst gar nicht im Mittelpunkt steht

Die Rückkehr der Wale
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Nach einem heftigen Streit mit Ehemann Dalziel, zieht sich Kayla zurück und stellt ihre gesamte Ehe in Frage, die sie bereits seit einiger Zeit nicht mehr wirklich glücklich macht. Sie lenkt sich mit ihrem ...

Nach einem heftigen Streit mit Ehemann Dalziel, zieht sich Kayla zurück und stellt ihre gesamte Ehe in Frage, die sie bereits seit einiger Zeit nicht mehr wirklich glücklich macht. Sie lenkt sich mit ihrem alltäglichen Leben auf den schottischen Hebriden ab, bis ein Fremder in der Gemeinde auftaucht und ihr Leben plötzlich auf den Kopf zu stellen scheint.

„Die Rückkehr der Wale“ beeindruckt mich zunächst mit dem wunderschönen Cover. Der Schreibstil des Buches ist angenehm zu lesen, die Erzählperspektiven wechseln innerhalb der Geschichte mehrfach, wobei immer in der dritten Person erzählt wird. Auch werden durchgehend immer wieder gälische Ausdrücke genutzt, die im Nebensatz aber übersetzt werden. Zugegeben, das ist sicherlich Geschmackssache, ich hätte darauf verzichten können, da dies den Lesefluss manchmal gestört hat. Besonders eindrucksvoll sind für mich aber die Beschreibungen der schottischen Idylle, auch ohne jemals dort gewesen zu sein, kann ich mir die traumhafte Landschaft bildlich vorstellen. Spannend fand ich auch die Erzählungen zu den verschiedenen Sagen der Insel.

Das Buch erzählt primär eine Liebesgeschichte zwischen Kayla und dem Fremden, Brannan. Jedoch werden schon zu Beginn des Buches sehr viele Figuren aus der schottischen Gemeinde eingeführt, beinahe jede erhält auch noch eine kurze Nebenhandlung. Mir persönlich waren diese Nebenhandlungen – die häufig auch nur Alltagssituationen darstellen – zu viel, bei den ganzen Inselbewohnern war es schwierig sofort zu überblicken, wer genau welche Rolle spielt. Gleichzeitig mischt sich irgendwie jeder in alles ein, es wird immer über alles und jeden geredet.

Zum einen wurde das Buch stellenweise durch diese Nebengeschichten langatmig, aber der wichtigste Punkt hierbei ist, dass die Hauptstory um Kayla und Brannan dadurch einfach viel zu kurz kommt – leider! Denn beide sind sehr sympathische, außergewöhnliche und spannende Figuren, die meiner Meinung nach mehr Erzählzeit hätten bekommen müssen. Während man bei Kayla innerhalb des Buches eine große Veränderung miterlebt, bleibt Brannan weiterhin geheimnisvoll. Die Entstehung ihrer tiefen Liebe geht mir einfach zu schnell, nicht wirklich nachvollziehbar bei den wenigen Begegnungen und Dialogen.

Gegen Ende des Buches baut sich nochmals ein toller Spannungsbogen auf, der mich dann aber im weiteren Verlauf absolut enttäuscht hat, genau wie das Ende des Buches selbst. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass es sich die Autorin hier leicht gemacht hat.

Insgesamt ist es ein nettes Buch mit einer traumhaft beschriebenen Kulisse, jedoch überzeugt die Handlung nicht ganz. Die Liebesgeschichte, um die es eigentlich geht, steht selbst leider nicht im Mittelpunkt, sodass kaum Emotionen bei mir angekommen sind.