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Veröffentlicht am 31.10.2020

Eine neue Welt...

Die zitternde Welt
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Welcher Kampf tobt in dir, wenn die Welt über dich hereinbricht? Eine Frau und ihr unbändiger Drang nach Selbstbestimmung und Freiheit.
Klappentext:
Die Kinder von Maria und Wilhelm wachsen nach den ...

Welcher Kampf tobt in dir, wenn die Welt über dich hereinbricht? Eine Frau und ihr unbändiger Drang nach Selbstbestimmung und Freiheit.
Klappentext:
Die Kinder von Maria und Wilhelm wachsen nach den Prinzipien und der Kultur des osmanischen Reiches auf. Statt Deutsch ist türkisch ihre Muttersprache und sie genießen viele Freiheiten in ihrer Erziehung. In der Wildnis, fernab von einer Stadt, erleben sie eine friedliche Kindheit. Bis der Erste Weltkrieg ausbricht und die beiden jungen Männer in die Intrigen und politischen Machtkämpfe geraten, da sie im wehrpflichtigen Alter sind und Verantwortung übernehmen müssen. Maria hat mit den Veränderungen durch den Krieg stark zu kämpfen. Ihre so geliebte Selbstbestimmung in der Wildnis von Anatolien wird zunehmend beschränkt und ihre Freiheitsliebe stellt sie vor einige Herausforderungen.
Sprache und Schreibstil:
Die Sprache ist sehr poetisch und es entsteht eine bildreiche Illusion beim Lesen. Der Schreibstil ist flüssig und wirkt nicht zu gewollt ausgedrückt oder empirisch wie ein Sachbuch.
Protagonisten:
Maria ist eine selbstbewusste und eigenständige Frau. Ihre Kinder sind ihr sehr wichtig, während ihre Ehe eher praktischer Natur entspricht. Sie liebt die Wildheit Anatoliens und möchte ihre Freiheit dort nicht aufgeben. Ihre Affäre mit dem Privatlehrer der Kinder stellt zunächst kein Problem dar.
Wilhelm ist ein ruhiger und zurückgezogener Mensch. Er lebt für seine Arbeit. Er hat sich über die Geburt der Kinder gefreut, kann aber nicht viel mit ihnen anfangen. Er weiß von Marias Affäre, möchte sie jedoch bei sich behalten und ignoriert sie deswegen.
Kritik:
Wenn die gewohnte Umgebung sich radikal ändert, fühlen sich viele überfordert. Lohnt es sich zu kämpfen oder nehme ich die Umstände hin, weil es angenehmer ist?
Maria besitzt einen starken Drang nach Selbstbestimmung und Freiheit. Sie möchte in ihrer kleinen Welt bleiben und ihre Kinder in der Wildnis aufwachsen lassen. Als sie schwanger war, waren sie und Wilhelm nicht verheiratet. Wilhelm wollte nicht heiraten und ist dann ohne sich bei ihr zu melden nach Anatolien gezogen. Maria ist ihm nach und hat sich hochschwanger mit der Kutsche auf den Weg gemacht. Die Beziehung der beiden wird eher einseitig beschrieben. Es wirkt, als wäre Maria aus Bequemlichkeit mit Wilhelm zusammen und nicht aus Zuneigung. Die gesellschaftliche Situation zu dieser Zeit hätte es für Maria sehr schwer gemacht. Wilhelm akzeptiert ihre Affäre, da er nicht eines Morgens aufwachen möchte und Maria heimlich fortgegangen wäre.
Kurzfassung: Maria wirkt wie eine feministische Frauenfigur. Sie ist willensstark und handelt nach ihren Grundsätzen. Dies ist jedoch der Punkt der mir zu relevant vorkam. Sie ist eine tolle Mutter und kämpft für ihre Kinder, jedoch entspricht sie nicht dem Bild einer typischen Ehefrau. Ich bin voll dafür, das klischeehafte Frauenbilder relativiert werden, jedoch haben ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sehr im Vordergrund gestanden. Es ist meine persönliche Meinung, dass sich eine selbstbewusste und moderne Frau (auch wenn die Geschichte nicht in den 2000er stattfindet) keine Affäre(n) braucht, um unabhängig und selbstbestimmt zu wirken. Wäre der zweite Mann ihre große Liebe, könnte ich es vielleicht mehr nachvollziehen, jedoch scheint auch dieser nur eine Gelegenheit für schöne Momente zu sein. Ich habe das Gefühl, dass so viele Frauen in biographischen sowie historischen Romanen solche Situationen erleben und es jedoch nichts von Dauer zu sein scheint. Es ist eine toll sprachlich ausgedrückte Geschichte, jedoch konnte ich mit keinem Charakter wirklich eine Verbindung aufbauen und ihre Handlungen wirklich nachvollziehen. Daher 3 Sterne, da ich dieses Werk nicht wirklich greifen konnte.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Chaotisch, bunt und laut...

Flo, der Flummi und das Schnack
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Der erste Blick ins Buch ist schon Spannung pur. Bunte Illustrationen springen dem Leser ins Auge. Die Geschichten sind bunt zusammengewürfelt und handeln von Orten, Kindern und Tieren auf der ganzen Welt. ...

Der erste Blick ins Buch ist schon Spannung pur. Bunte Illustrationen springen dem Leser ins Auge. Die Geschichten sind bunt zusammengewürfelt und handeln von Orten, Kindern und Tieren auf der ganzen Welt. Verschiedene Autoren haben Geschichten zusammengebracht und für chaotische Situationen gesorgt. Toll zum Vorlesen, da sie nicht zu lange sind, jedoch die Phantasie anregen und für lebhafte Träume sorgen können. Vom kuscheligen Faultier, über die weise Schildkröte bis hin zu wilden Affen ist alles dabei. Die Mischung der Protagonisten ist vielfältig und es fließen verschiedene Kulturen mit ein.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ist eine Augenweide im Bücherregal.
Der Schreibstil ist je nach Autor oder Autorin verschieden, jedoch immer Kindergerrecht. Nicht alle Zeichnungen waren meins, jedoch hat mir die Vielfalt im Stil und das Abstrackte in Bild sowie Figuren sehr gefallen. Der Titel macht schon so neugierig, daher einfach mal reinschauen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Turbolenter Körpertausch...

Arthurs wildes Hundeleben
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Arthurs wildes Hundeleben beschreibt sehr gut den turbolenten Körpertausch des Jungen Arthurs mit seinem vierbeinigen und fellnasigen Pflegegast Lucky.
Mit viel charm und Komik wird die Geschichte der ...

Arthurs wildes Hundeleben beschreibt sehr gut den turbolenten Körpertausch des Jungen Arthurs mit seinem vierbeinigen und fellnasigen Pflegegast Lucky.
Mit viel charm und Komik wird die Geschichte der beiden erzählt, wie sie eines Morgens im Körper des anderen aufwachen. Die Sprache ist dabei sehr einfach und verständlich für Kinder gehalten und kleine Illustrationen machen das Lesevergnügen komplett. Arthur ist ein cleverer Junge und Lucky ein frecher Vierbeiner. Sehr charmant sind die Sichtweisen von Lucky, denn wer möchte nicht wissen, was sein Hund denkt und fühlt. Es beweist mal wieder, dass ein Kind einen Hund an seiner Seite braucht. Diese Geschichte ist toll zum Vorlesen geeignet und kann die Fantasy von Kindern anregen. Ich habe nichts zu bemängeln, daher volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Von jetzt auf gleich...

So weit die Störche ziehen
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Klappentext:
In Ostpreußen um 1939 gerät die Welt aus den Fugen. Davon bekommt die junge Dora Twardy nicht viel mit. Sie wächst behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf und ihr mangelt es an nichts. ...

Klappentext:
In Ostpreußen um 1939 gerät die Welt aus den Fugen. Davon bekommt die junge Dora Twardy nicht viel mit. Sie wächst behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf und ihr mangelt es an nichts. Dann greift die deutsche Wehrmacht Polen an und Dora muss schlagartig erwachsen werden. Sie übernahm die Verantwortung für den Hof und kämpft verbissen um den Erhalt des Familienbesitzes. In den Wirren des Krieges steht Dora zwischen zwei Männern. Für wenn wird sie sich entscheiden? Zum einen ist da der sanftmütige Freund ihres Bruders, Wilhelm von Lengendorff und zum anderen der abenteuerlustige Kriegsfotograf Curt von Thorau.

Protagonisten:
Dora ist eine naive junge Frau, die im Verlauf des Romanes erwachsen wird. Sie wird früh Mutter und muss zusehen, wie ihr Zuhause unter dem Krieg verkommt. Am Ende bleibt nicht mehr viel übrig, dennoch bleibt sie hoffnungsvoll. Sie ist sympathisch, jedoch bleibt sie kindlich trotz harter Arbeit und Willensstärke. Sie scheint mental nicht immer der Situation gewachsen.
Curt von Thorau ist ein leidenschaftlicher junger Photograph. Dies macht in jedoch auch ein wenig sonderbar.

Fazit:
Der Schreibstil und die Sprache sind sehr angenehm und bildreich, besonders das Leben auf dem Gestüt ist sehr lebhaft. Die Protagonisten und Charaktere sind mir sehr unnahbar vorgekommen. Die historische Situation ist sehr berührend. Leider konnte ich mit Dora nicht so viel anfangen, da sie mir bis zum Ende des Romans unnahbar vorkam. Ihr Hoffnungsgedanke am Ende des Buchs war jedoch sehr berührend. Eine atmosphärische Geschichte, jedoch nicht mit den gewünschten Emotionen beinhaltend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2020

Leben pur...

Lovely Mistake
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Klappentext:
Molly möchte sich auf keine Männer in der nächsten Zeit einlassen. Jedoch begegnet ihr Troy ein von seiner Vergangenheit gezeichneter Handwerker, der sich um ihrern Wasserschaden kümmert. ...

Klappentext:
Molly möchte sich auf keine Männer in der nächsten Zeit einlassen. Jedoch begegnet ihr Troy ein von seiner Vergangenheit gezeichneter Handwerker, der sich um ihrern Wasserschaden kümmert. Bald ist da mehr zwischen ihnen als gewollt und dennoch unausweichlich.

Protagonisten und Charaktere:
Molly ist eine symphatische junge Frau, die mit der Geschichte erwachsen wird. Troy entwickelt sich auch im laufe der Geschichte.

Schreibstil und Sprache:
Der Schreibstil ist unaufgeregt und flüssig. Die Sprache ist angenehm ohne Unterbrechungen.

Fazit:
Ich habe den ersten Band noch nicht gelesen, jedoch ist der zweite Band eine charmante Liebesgeschichte, die sehr ruhig erzählt wird. Die Protagonisten und weitere Charaktere sind sehr realistisch und liebenswert. Molly ist eine symphatische Protagonistin. Sie muss viel ertragen und wächst mit ihren Herausforderungen. Mir hat die unaufgeregte Atmosphäre gefallen und dass es kein künstliches Drama gab.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere