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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2022

Was das Nordlicht so bringt...

Miss Kim weiß Bescheid
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Anders als bei "Kim Jiyoung, geboren 1982" werden in diesem Werk Kurzgeschichten zu einer ganzen Geschichte. Gleichfalls gibt es wieder eine Protagonistin mit dem Nachnamen Kim, jedoch ist diese greifbarer ...

Anders als bei "Kim Jiyoung, geboren 1982" werden in diesem Werk Kurzgeschichten zu einer ganzen Geschichte. Gleichfalls gibt es wieder eine Protagonistin mit dem Nachnamen Kim, jedoch ist diese greifbarer und verbindet die verschiedenen Frauen in den Kurzgeschichten. Dieser Aspekt hat mir sehr gefallen, da ich die Charaktere besser greife konnte und mehr Tiefgang verspürt habe. Der Schreibstil ist runder und erzählender. In dem vorherigen Werk habe ich bemängelt, dass die Protagonistin mehr wie ein Stereotyp wirkt und die südkoreanische Gesellschaft, Kultur und Lebensweise nicht wirklich herüberkam. Dies war nun anders und ich habe typische Verhaltensweisen erkennen können. Besonders hat mir die Beziehung zwischen der Protagonistin und ihrer Schwiegermutter gefallen. Wie beide mit der Zeit erkannt haben, dass sie Ähnlichkeiten haben, ihre Männer in den Mittelpunkt stellten und sich viel zu sehr zurückgenommen haben. Es ist eine empfehlenswerte Geschichte, die nicht nur die Abhängigkeit von Frauen in Beziehungen darstellt, sodern auch, wie die Beziehungen zu den Kindern und besonders zu den Töchtern gelebt werden. Kritisch jedoch nicht mit zu sehr erhobenem Zeigefinger. Regt jedoch sehr zum Denken an.

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Veröffentlicht am 06.09.2022

Ein Wohlfühlkrimi mit Flair...

Die rätselhaften Honjin-Morde
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Der Plot findet im Winter 1937 statt und führt die Leser*innen nach Okamura. Der ganze Ort ist in Aufruhr: Statt einer schillernden Hochzeitsnacht für das junge Paar der bekannten Ichiyanagi-Famile, wird ...

Der Plot findet im Winter 1937 statt und führt die Leser*innen nach Okamura. Der ganze Ort ist in Aufruhr: Statt einer schillernden Hochzeitsnacht für das junge Paar der bekannten Ichiyanagi-Famile, wird das Laken mit Blut getränkt. Der Fall gibt viele Rätsel auf, war das Zimmer von innen verschlossen. Nicht nur ein Schrei hat den Tod angekündigt, sondern auch die Melodie einer Koto.War es der sonderbare Mann mit nur drei Finern, der im Ort nach der Familie gefragt hat? Der Privatermittler Kosuke Kindaichi will den Fall unbedingt lösen.

Dieses Werk wird als Japans Antwort auf Agatha Christie angepriesen, was ich jedoch nicht bezeugen kann. Ich habe nur Verfilmungen von Agatha Christie gesehen und nicht gelesen. Was jedoch zutrifft ist, dass es ein Wohlfühlkrimi ist. Der Schreibstil hat etwas typisch japanisches, was bedeutet, dass er eher nüchtern ist, jedoch in seiner Ausdrucksweise beim Lesen Bilder heraufbeschwört und etwas leicht melancholisches besitzt. Ich war leider noch nicht in Japan, dennoch konnte ich mich in ein älteres Japan hineinversetzten und hatte beim Lesen das Gefühl, ein Hauch von Schnee und Kirschblüten läge in der Luft. Auch konnte ich die Koto hören und ich fand das Setting sehr atmosphärisch.

Mein Kritikpunkt wäre jedoch, dass ich mich nicht richtig in die Charaktere hineinversetzten konnte. Ich konnte leider nicht mitermitteln und bin mehr durch die Seiten geflogen ohne wirklich hängen zu bleiben.

Im Großen und Ganzen ist es ein Wohlfühlkrimi, der nicht zu brutal ist und dennoch den Samurai-Flair alter Zeiten aufbringen und durch seinen leicht poetischen und dennoch neutralen Schreibstil mitreißen kann. Das Cover ist auch ein Hingucker und ich freue mich, es im Regal stehen zu haben. Denn den Flair, den man Japan zuspricht ist zu spüren und auch die Auflösung ist gelungen.

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Veröffentlicht am 24.08.2022

Gibts nicht, gibt es nicht...

Keine bösen Tiere
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Jedes Tier ist besonders, manche jedoch erst auf den zweiten Blick: „Keine bösen Tiere“ ist ein Buch für Kinder und Erwachsene, die noch etwas lernen wollen. Jedem Tier werden vier Seiten gewidmet, wobei ...


Jedes Tier ist besonders, manche jedoch erst auf den zweiten Blick: „Keine bösen Tiere“ ist ein Buch für Kinder und Erwachsene, die noch etwas lernen wollen. Jedem Tier werden vier Seiten gewidmet, wobei auf der ersten Doppelseite die Tiere böse und hässlich dargestellt werden. Bekannte Vorurteile werden aufgezeigt, um auf der nächsten Seite wiederlegt zu werden. Ein kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle ist, dass manche Aussagen ein wenig zu plakativ waren und ein paar Fakten zu ungenau ausgefallen sind. Aufgemacht ist dieses Buch mit vielen Illustrationen, wobei die Seiten immer extrem Gegensächlich ausgefallen sind. Dies bedeutet, dass auf der ersten Doppelseite die Tiere übertrieben gefährlich und hässlich dargestellt wurden und auf der nächsten sehr süß mit riesigen Kulleraugen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn die Tiere weder das eine Extreme, noch das andere im Zeichenstil verkörpert hätten. Denn ein Regenwurm ist weder grässlich noch sonderlich niedlich. Er ist da und hat eine Aufgabe. Andererseits gefallen mir Hyänen sehr gut obwohl viele Menschen sie unförmig finden. Rundum ist es ein schönes Werk, mit dem Kinder und Erwachsene zusammen Tiere neu entdecken können und manch ein Vorurteil sogar ausgeräumt werden kann. Es könnten noch viel mehr Tiere darinstehen, jedoch ist es so nicht schlecht für den Anfang.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Von Mutter zu Tochter...

Freundin bleibst du immer
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Die Geschichte handelt von drei Freundinnen, die miteinander aufwachsen und die gleiche Herkunft und nigerianische Wurzeln teilen. Es geht um ihre Leben und die ein oder andere unerfüllte Liebe. Die drei ...

Die Geschichte handelt von drei Freundinnen, die miteinander aufwachsen und die gleiche Herkunft und nigerianische Wurzeln teilen. Es geht um ihre Leben und die ein oder andere unerfüllte Liebe. Die drei Freundinnen sind starke Persönlichkeiten und geben diese an ihre Kinder und im Besonderen an ihre Töchter weiter. Es geht um Rassismus, den Alltag, Familie und die Besonderheiten von Freundschaft. Gleich weil lange sie sich nicht gesehen haben, sie finden immer wieder zueinander und stehen zueinander.
Mir hatte die Frauenfreundschaft zwischen diesen drei verschiedenen Frauen gefallen. Der Schreibstil hat diese drei Persönlichkeiten lebendig gemacht und ich konnte mir das Setting bildlich vorstellen. Nigeria ist ganz anders als Deutschland und es ist zunächst spannend mehr über die Kultur zu erfahren. Leider verklingt die Spannung sehr schnell und es fehlt ein wenig an emotionaler Tiefe. Es war auch nicht klar worauf der Fokus lag. Auf der Freundschaft der drei Frauen oder Mutter-Tochterbeziehungen.

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Veröffentlicht am 18.06.2022

Wieder diese ungesagten Dinge...

The Truest Thing - Jeder Moment mit dir
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Es ist der 4. Band der Reihe und ich kenne außerdem nur noch den 3. Band. Samantha Young schreibt solide Liebesgeschichten, die realistisch sind und symphatische Protagoist*innen haben. Gleichfalls sind ...

Es ist der 4. Band der Reihe und ich kenne außerdem nur noch den 3. Band. Samantha Young schreibt solide Liebesgeschichten, die realistisch sind und symphatische Protagoist*innen haben. Gleichfalls sind die Nebencharaktere liebenswert und die Settings sehr schön beschrieben. Ähnlich wie im 3. Band der Reihe werden einige Dinge nicht zwischen den Protagonisten ausgesprochen. Emery ist eine symphatische Protagonistin, jedoch versteckt sie ihre wahren Gefühle und es ist eine Art Katz-und-Maus-Spiel, bis endlich über die wahren Gründe und die Vergangenheit bzw. Problem miteinander geredet wird. Hartwell als Setting ist auch dieses Mal bezaubernd und die Nebencharaktere sind einem ans Herz gewachsen. Der Schreibstil ist in typischer Samantha Young-Manier toll. Er ist mitreisend und bringt an manchen Stellen eine gewisse Spannung auf.

Letztendlich ist es wieder eine gute und solide Geschichte, in die man sich reinfallenlassen kann, ohne zu überzogenem Drama. An er ein oder anderen Stelle istes ein wenig zu drüber, jedoch nicht zu unrealistisch. Es war schön zu lesen, jedoch nicht so tiefgründig und berührend.

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