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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Pageturner

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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Dieses Buch ist definitiv ein Pageturner, aber man sollte die Triggerwarnung ernst nehmen. Schon der Prolog, aus der Sicht eines heimlichen Beobachters geschrieben, zieht einen sofort in die ...

Dieses Buch ist definitiv ein Pageturner, aber man sollte die Triggerwarnung ernst nehmen. Schon der Prolog, aus der Sicht eines heimlichen Beobachters geschrieben, zieht einen sofort in die Geschichte hinein. Man ist sofort gefesselt und möchte wissen, wer dieser Mann ist und wen er da beobachtet. Die Protagonistin Flora wird gleich im ersten Kapitel als herzensgute, aber auch sehr zurückhaltende Person vorgestellt, die den Tod ihrer geliebten Großmutter betrauert. Sie scheint in ihrem kleinen Ort namens Bishop’s Hope festzustecken. Man hat das Gefühl, dass ihre Welt sehr klein geworden ist und der Brief, den sie erhält, scheint die einzige Chance auf Veränderung zu sein.

Parallel dazu lernt man Sawyer kennen, der auf der Suche nach etwas oder jemandem ist und in dem gleichen Ort landet. Seine innere Zerrissenheit und die Dämonen, mit denen er kämpft, sind sehr deutlich spürbar und machen ihn zu einem faszinierenden, aber auch beängstigenden Charakter. Die Begegnung der beiden – die keine echte Begegnung ist, weil Sawyer sie nur beobachtet – ist sehr fesselnd und löst in ihm eine starke Reaktion aus, weil er sie für seine Fehler verantwortlich macht. Er ist überzeugt, dass es für ihn kein Happy End geben wird. Die Art und Weise, wie die Autorin die Gedanken von Flora und Sawyer gegenüberstellt, ist sehr gut gemacht.

Ein wirklich vielversprechender Auftakt, der neugierig auf mehr macht.

Veröffentlicht am 11.08.2025

Ein Krimi, der unter die Haut geht

Schwüre, die wir brechen
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Der Roman zieht einen sofort in ihren Bann und lässt einen so schnell nicht wieder los. Schon die ersten Seiten entführen den Leser in eine schwedische Winternacht im Jahr 1980, in der ein Frachter ...

Der Roman zieht einen sofort in ihren Bann und lässt einen so schnell nicht wieder los. Schon die ersten Seiten entführen den Leser in eine schwedische Winternacht im Jahr 1980, in der ein Frachter nach einem Ruderausfall eine Brücke rammt, die daraufhin einstürzt. Was als technischer Defekt vermutet wird, entpuppt sich schnell als viel größere Tragödie. Ein Lotse beobachtet entsetzt, wie mehrere Autos in die Tiefe stürzen, bevor die Straße abgesperrt wird. Die Ungereimtheiten des Unglücks lassen ihn für den Rest seines Lebens nicht mehr los: Es wurden sieben Autos gezählt, aber nur sechs geborgen.

Dieser ungelöste Fall wird zum Ausgangspunkt einer grausamen Mordermittlung in der Gegenwart. Die Kommissare Svea Karhuu und Jon Nordh aus Malmö werden zu einem Tatort gerufen, der nichts für schwache Nerven ist: Auf einem Boot im Kanal wird die Leiche eines Mannes gefunden, dem der Kopf abgetrennt und durch den Kopf eines Krokodils ersetzt wurde.

Die Charaktere haben mich sofort "abgeholt". Svea Karhuu ist ehrgeizig und neugierig, während ihr erfahrener Kollege Jon Nordh versucht, den Fall loszuwerden, weil er eine tiefe Abneigung gegen solche psychopatischen Taten hat. Er hat Angst, dass der Fall ihn innerlich zerreißen wird, wie es in der Vergangenheit schon anderen Kollegen ergangen ist. Dazu kommen persönliche Probleme, die ihn belasten, wie der tragische Tod seiner Frau und seine Rolle als alleinerziehender Vater.

Die Mischung aus einem ungelösten historischen Unglück und einem grausamen Mordfall in der Gegenwart hat mich sehr angesprochen, aber ich möchte nicht zu viel verraten.

Veröffentlicht am 07.08.2025

Schönes Strandbuch!

Das Leben ist kein Gurkensandwich
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Der Klappentext

Gurkensandwiches zum Five o’clock Tea -


der perfekte Nachmittag für Constance Harding. Aber leider spielt die Familie nicht mit. Der Sohn will nicht heiraten, die Tochter zählt ...


Der Klappentext

Gurkensandwiches zum Five o’clock Tea -


der perfekte Nachmittag für Constance Harding. Aber leider spielt die Familie nicht mit. Der Sohn will nicht heiraten, die Tochter zählt Stichlinge in Frankreich, die litauische Haushälterin trocknet ihre Polyesterunterwäsche im Arbeitszimmer des Gatten. Es ist ein Skandal! Aber Constance lässt sich nicht unterkriegen: Sie nimmt das Leben der an­deren selbst in die Hand. Mit völlig unerwarteten Folgen für ihr eigenes ...

Der Inhalt

Die englische Hausfrau Constance Harding fängt zu Neujahr an ihren eigenen Blog zu schreiben. In eben diesem geht es um ihr Leben, ihre Familie und ihren Alltag geht.

Sie beschreibt unter anderem wie sich vergeblich versucht sowohl ihren Sohn als auch ihre Tochter zu verkuppeln und auch andere Kupplungsversuche unter den Nachbarn sind nicht von Erfolg gekrönt. Später taucht auch noch der Jugendfreund ihres Mannes auf – Iwan.

Und noch vieles mehr über Wechselläuten, die schwangere Nachbarin und ihren Papagei wird beschrieben.


Meine Meinung

Das Buch ist sehr gut geschrieben und man taucht voll und ganz in die Welt von Constance, dank der detailreichen Beschreibungen, ab. Zum Ende hin erfolgt ein wie ich finde weniger gelungener Tempowechsel, am Anfang plätschert die Geschichte nett vor sich hin aber am Ende wird das Tempo ziemlich angezogen was ich leider als etwas störend empfand.

Alles in allem ist es trotzdem ein wunderbares Buch zum Abschalten - teilweise erinnert es mich ein wenig an Bridget Jones mit dem teilweise bissigen Humor. Auf jeden Fall ein Buch was ich immer wieder gerne mit an den Strand (oder ähnliches) mitnehmen würde.

Für mich das ideale Sommerbuch!

Veröffentlicht am 06.08.2025

Spannung, Geheimnisse und ein Hauch von Gefahr im Waisenhaus

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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"Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben" von Johan Rundberg ist ein fesselndes Buch, das von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Geschichte spielt in einem Waisenhaus, in dem das Leben alles ...

"Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben" von Johan Rundberg ist ein fesselndes Buch, das von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Geschichte spielt in einem Waisenhaus, in dem das Leben alles andere als einfach ist. Die Hauptfigur Mika ist ein mutiges und cleveres Mädchen, das sich in dieser rauen Umgebung behaupten muss.

Gleich zu Beginn wird es spannend: Ein mysteriöser Junge liefert nachts ein Neugeborenes am Waisenhaus ab. Dieses Kind trägt ein besonderes Lederband am Knöchel, das später auf unerklärliche Weise verschwindet. Mika ist die Erste, die das Baby entdeckt und fühlt sich sofort verantwortlich. Man spürt ihre Fürsorglichkeit, aber auch ihre pragmatische Seite, wenn sie versucht, das Neugeborene vor den strengen Regeln des Waisenhauses und der misstrauischen Amme zu schützen.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches. Der Winter ist hart, das Essen knapp und die Kinder müssen früh erwachsen werden. Mika selbst arbeitet in einer zwielichtigen Schenke, um etwas Geld zu verdienen. Dort wird sie Zeugin eines Gesprächs zwischen zwei Polizisten, die über einen blutigen Vorfall und eine geheimnisvolle Gestalt namens "Nachtrabe" sprechen. Diese Szene ist wirklich beklemmend und man merkt, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als man zunächst ahnt.

Ich mag die Charaktere sehr gerne. Mika ist nicht nur schlagfertig und mutig, sondern auch nachdenklich und mitfühlend. Rufus, ein anderer Waisenjunge, sorgt für eine leichte, manchmal humorvolle Note, obwohl auch er seine eigenen Sorgen hat.

Das Buch schafft es, eine düstere und geheimnisvolle Stimmung aufzubauen, ohne dabei zu erdrückend zu wirken. Es gibt immer wieder Momente der Hoffnung und des Zusammenhalts unter den Kindern. Man fiebert mit Mika mit und ist gespannt, welche Geheimnisse sie als Nächstes lüften wird. Insgesamt ist "Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben" eine packende Geschichte für alle, die gerne in eine Welt voller Rätsel und Abenteuer eintauchen.

Veröffentlicht am 06.08.2025

Ein spannender Start für junge Leser

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Das Buch zieht einen sofort in seinen Bann. Der erste Band dieser neuen Fantasy-Reihe entführt einen ins geheimnisvolle Hohenburg, wo die vierzehnjährige Irida Becker lebt. Irida ist eine Außenseiterin, ...

Das Buch zieht einen sofort in seinen Bann. Der erste Band dieser neuen Fantasy-Reihe entführt einen ins geheimnisvolle Hohenburg, wo die vierzehnjährige Irida Becker lebt. Irida ist eine Außenseiterin, die leicht hinkt und stottert wen sie aufgeregt ist, aber bei ihren Freunden, den "Furchtlosen", ein Zuhause findet.
Hohenburg ist mehr als nur eine Kleinstadt. Es ist ein Ort voller alter Geheimnisse: keltische Hügelgräber, römische Ruinen, mittelalterliche Klöster und eine riesige Höhle. Ein perfekter Schauplatz für Abenteuer!

Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als Iridas schräger Onkel Ardo auftaucht. Er ist ein Schatzsucher, der aus Dubai zurückkehrt und nicht nur Wüstensand, sondern auch ein mysteriöses Ei mit kunstvollen Mustern mitbringt – es könnte das Ei einer Chimäre sein. Außerdem schenkt er Irida eine spannende neue Legende über den Geist des Raubritters Mala aus dem Hohenburger Wald, ideal für die Sammlung der "Furchtlosen".

Ardo hat auch eine spezielle Sonde dabei, mit der er angeblich magische Energien aufspüren kann. Zur gleichen Zeit sind andere Schatzgräber mit einer ähnlichen Sonde in der Nähe aktiv, beobachtet von Nooba, einem Kaninchen, das insgeheim als Maskottchen der Stadt gilt.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die spannende Fantasy-Abenteuer mit einer ordentlichen Portion Geheimnisse und Magie lieben. Markus Heitz schafft eine fesselnde Welt, die einen nicht mehr loslässt. Ich kann es kaum erwarten, Iridas nächste Abenteuer zu entdecken!