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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2020

Wahnsinnig gut!

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Alice ist so gewöhnlich, wie man es als Cheerleaderin einer High School eben sein kann, bis sie nach einer verhängnisvollen Party plötzlich verrückt zu werden scheint. Sie sieht Spinnen, die sonst niemand ...

Alice ist so gewöhnlich, wie man es als Cheerleaderin einer High School eben sein kann, bis sie nach einer verhängnisvollen Party plötzlich verrückt zu werden scheint. Sie sieht Spinnen, die sonst niemand sieht, spricht mit einem Jungen, der sich in Luft auflöst und unterhält sich mit einer weißen Katze, die ihr auch prompt antwortet. Als sie dann auch noch für Sommerkurse auf das mysteriöse Internat Chesterfield gehen soll, scheint das Chaos perfekt. Doch nichts hätte Alice mehr überraschen können, als die steinerne Statue ihrer neuen Mitschülerin im Wald zu finden und plötzlich das Tattoo einer Schachfigur an ihrem eigenen Handgelenk vorzufinden. Von jetzt auf gleich ist sie Teil eines tödlichen Spiels, das mehr Geheimnisse birgt, als sie ahnt.

Dieses Buch macht absolut süchtig. Es dauert ein paar Seiten, bis die Geschichte so richtig spannend wird, aber sobald Alice die Wahrheit über die Internate erfährt, geht es richtig los. Sie selbst ist eine Spielfigur, die es eigentlich nicht geben dürfte und kann über Sieg und Niederlage entscheiden. Doch welcher Seite kann sie wirklich vertrauen und welche benutzt sie nur für seinen nächsten Schachzug? St. Burrington oder Chesterfield, schwarz oder weiß? Alice muss sich entscheiden und sie hat nicht mehr viel Zeit.

Das Buch saugt einen völlig in seine Geschichte ein und macht ein Entkommen unmöglich. Ich liebe Alice und den sarkastischen Kater Curse, aber auch viele der weißen und schwarzen Spieler. Die coole und teilweise auch grausame Magie ist von Figur zu Figur unterschiedlich und besonders der Fluch ist sehr undurchschaubar. Seine tragische Hintergrundgeschichte wird ebenfalls nach und nach aufgedeckt und Alice erfährt mehr und mehr über ihre wahre Rolle in dem Spiel um Leben und Tod.

Irgendwann weiß man nicht mehr, wer wirklich Gut und wer Böse ist, wem man vertrauen kann und wer sein ganz eigenes Spiel spielt. Hinter dem Fluch steckt so viel mehr, als es am Anfang scheint und einige Plottwists machen die Geschichte alles andere als vorhersehbar.
Das offene Ende steigert die Spannung ins Unermessliche und es gibt noch so viel zu erfahren. Ich kann den Abschlussband kaum erwarten, und habe gleichzeitig große Angst vor dem, was noch passieren wird. Ich habe viele Charaktere lieb gewonnen und gleichzeitig auch eine Menge hassen gelernt. Und doch hat jeder Charakter seine eigene spannende Geschichte zu erzählen.

Der großartige Schreibstil der Autorin ist wie immer humorvoll und mitreißend und das Setting ist einfach nur kinoreif. Ich habe viel gelacht, gehofft, gebangt und geflucht. Neben der einzigartigen Schachspiel-Idee, machen vielschichtige Charaktere, böse Intrigen, spannende Action und viel Magie das Buch zu etwas ganz Besonderem. Abschließend kann ich nur sagen, dass "Night of Crowns" mich verzaubert hat und für mich schon jetzt ein Highlight des Jahres ist.


Fazit:

Ein unglaublich gelungener Reihenauftakt, der absolut süchtig macht.

Ich gebe "Night of Crowns - Spiel um dein Schicksal" 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2020

Überraschend gigantisch

The Risk – Wer wagt, gewinnt
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Seit ihrer ersten Begegnung knistert es gewaltig zwischen Brenna Jenson und Jake Connelly. Doch sie dürfen dem Verlangen zueinander unter keinen Umständen nachgeben, denn das wäre Verrat an der eigenen ...

Seit ihrer ersten Begegnung knistert es gewaltig zwischen Brenna Jenson und Jake Connelly. Doch sie dürfen dem Verlangen zueinander unter keinen Umständen nachgeben, denn das wäre Verrat an der eigenen Eishockeymannschaft. Und doch führen ihre Wege immer wieder zueinander und schon bald gibt es für keinen von beiden noch ein Zurück. Vertrauen und Verrat reichen sich Hand in Hand in diesem riskanten Spiel um eine große Liebe.

In dem vorherigen Band haben wir vor allem Brenna schon als großartige Freundin und starke Persönlichkeit kennengelernt. Jake dagegen war eher "Der Feind", da er als Captain von Harvards Eishockeymannschaft immer auf der gegnerischen Seite stand. Er war sehr geheimnisvoll und unnahbar, aber auch charmant. Da nun ein großer Teil der Geschichte auch aus Jakes Sicht erzählt wurde, konnte man eine ganz andere Sicht auf ihn werfen. Der egoistische Eishockeyspieler hat nämlich auch viele Facetten, die man einfach nur lieben kann. Seine Ecken und Kanten bleiben ihm zwar erhalten, aber er zeigt auch seine liebe und fürsorgliche Art, sowie einen sehr ausdrucksstarken Charakter hinter seiner Maske. Zusammen sind Brenna und er eine gewaltige Mischung aus Gefühlen und Leidenschaft. Die Spannung zwischen ihnen war geradezu greifbar.

Ein paar wichtige Nebenstränge führten ebenfalls durch die Geschichte und haben tiefgründige Einblicke in beide Protagonisten ermöglicht. Sei es Brennas komplizierte Vergangenheit und ihre herausfordernde Zukunft, oder Jakes Verantwortung für sein Team und seine Aussichten auf die größte Chance seines Lebens.

Auch der Schreibstil konnte mich wieder voll überzeugen. Elle Kennedy weiß mit Worten umzugehen und schafft es immer wieder einen großartigen Pageturner nach dem anderen zu erschaffen. Nach Summer und Fitz hatte ich ein wenig Angst, dass mich dieses Buch nicht ganz so sehr begeistern kann, doch ich habe jede Seite mehr als geliebt und hoffe sehr, auch Hunters Geschichte bald lesen zu dürfen.


Fazit:

Brenna und Jake haben mich mit ihrer Geschichte total in ihren Bann gezogen und ich habe jede Seite mit ihnen genossen.

Ich gebe "The Risk - Wer wagt, gewinnt" 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2019

Zurück an der Briar University

The Chase – Gegensätze ziehen sich an
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Seit ihrer ersten Begegnung fühlen sich Summer und Colin Fitzgerald zueinander hingezogen. Dabei könnten sie nicht verschiedener sein: Der introvertierte Eishockeyspieler ist ein leidenschaftlicher Gamedesigner ...

Seit ihrer ersten Begegnung fühlen sich Summer und Colin Fitzgerald zueinander hingezogen. Dabei könnten sie nicht verschiedener sein: Der introvertierte Eishockeyspieler ist ein leidenschaftlicher Gamedesigner und die aufgeweckte Modestudentin begeistert sich für Partys und die neuesten Trends. Dass sie fortan auf engstem Raum zusammen wohnen, macht ihre Situation nicht leichter. Schon gar nicht, nachdem Fitz auf einer Silvesterfeier schlecht über Summer redet und diese ihren anderen Mitbewohner küsst. Doch das starke Knistern zwischen ihnen kann keiner von beiden noch lange ignorieren...

Summer und Fitz sind zwei unglaublich sympathische Protagonisten. Auch wenn Summer mit ihrer Energie manchmal etwas zu sehr um sich sprüht, ist sie tief in sich oftmals unsicher und sehr selbstkritisch. Ihre Lernschwäche macht ihr schwer zu schaffen und von den meisten Menschen wird sie oft als oberflächlich abgestempelt. Dabei ist sie ein herzensguter Mensch und kann viel mehr, als sie glaubt. Für ihre Freunde und Familie tut sie alles, doch von anderen lässt sie sich auch nicht viel gefallen.
Fitz hingegen bleibt am liebsten unsichtbar und lebt sich kreativ mit Stift oder Computer aus. Summer schüchtert ihn auf eine ganz neue Art ein, mit der er nicht richtig umzugehen weiß. Und dennoch lässt sie ihn einfach nicht mehr los.

Die Geschichte der beiden hat sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Man konnte ihre Gefühle regelrecht spüren und hat mit jedem von ihnen mitgefiebert. Es war sehr spannend, hinter ihre Fassaden blicken zu dürfen und zu sehen, wie sie nach und nach ihre Unsicherheiten überwinden. Auch Spannung wurde an den richtigen Stellen effektiv eingesetzt und viel zu lachen hatte man ebenfalls. Manche Szenen haben mich ein wenig frustriert und vieles konnte man auch früh erahnen, aber im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte von Fitz und Summer sehr gut gefallen.


Fazit:

Leidenschaft und knisternde Gefühle – zurück an der Briar University gibt die Autorin noch einmal alles. Mit "The Chase" schafft sie einen großartigen Reihenstart für ihre Spin-Off Reihe.

Ich gebe "The Chase - Gegensätze ziehen sich an" 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.11.2019

Traumhaft!

Mein Feuerpferd - Sturmfohlen
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Weihnachten in Island – Eva könnte nicht glücklicher sein. Endlich sieht sie ihr geliebtes Pferd Eldur und ihre zweite Familie wieder. Und natürlich Salka, ihre isländische Freundin vom Nachbarhof. Gemeinsam ...

Weihnachten in Island – Eva könnte nicht glücklicher sein. Endlich sieht sie ihr geliebtes Pferd Eldur und ihre zweite Familie wieder. Und natürlich Salka, ihre isländische Freundin vom Nachbarhof. Gemeinsam erleben sie ein paar wunderschöne Tage. Sogar ihre Mutter Sarah ist für kurze Zeit mit dabei. Doch dann muss diese für ihren Job wieder zurückfliegen und auch Salka verabschiedet sich über Silvester. Dafür wohnt von nun an Emma bei Eva und ihrer Familie. Die Nichte ihrer Stiefmutter Hrönn ist jedoch von Anfang an fies zu Eva und das heimgekehrte Pferd Vindur versteht sich nicht mit Eldur. Nachdem alle Versuche, Emma als Freundin zu gewinnen, scheitern, weiß Eva nicht mehr weiter. Und dann sind auch noch die trächtige Stute Gusta und ihr Fohlen in großer Gefahr. Nur gemeinsam können Eva und Emma den beiden helfen, doch ein gewaltiger Schneesturm arbeitet gegen sie...

Es ist so schön, zusammen mit Eva zurück nach Island reisen zu können. Die Kulisse ist einfach nur traumhaft und es macht beim Lesen total viel Spaß, die Orte mit den Menschen und Pferden zu entdecken. Besonders den Dettifoss, Islands größter Wasserfall, konnte ich mir bildlich vorstellen.

Auch die Charaktere haben mich wieder voll von sich überzeugt. Leider hat Emma die meiste Zeit wirklich alles dafür gegeben, dass man sie nicht leiden kann. Ihre Mittel und Wege, ihre Cousine zu verletzen, sind richtig gemein und ich habe total mit Eva gelitten. Auch dass Hrönn eher ihrer Nichte statt Eva glaubt, war für sie nicht leicht zu ertragen.
Eva muss einiges an Geduld und Verständnis aufbringen, was für ihr junges Alter viel verlangt ist. Sie verhält sich dennoch sehr erwachsen und reif, was mir schon im ersten Band positiv aufgefallen ist. Hier ist es mir, in ihrer Situation, fast schon etwas zu ausgeprägt, denn an Evas Stelle hätten wohl die meisten viel früher aufgegeben.
Salka ist wieder richtig toll und für Eva eine gute Freundin, auch wenn sie nicht immer da sein kann. Und der Stalljunge Aron sorgt für ordentlich Abwechslung und sogar ein bisschen Liebeskummer.

Auch in die Pferde habe ich mich wieder verliebt. Die Herde von Salkas Großvater garantieren großes Pferdefeeling. Vindur und Eldur schaffen mit ihren Rivalitäten besondere Spannung und mit der trächtigen Gusta ist das Pferdeabenteuer komplett.

Den Schreibstil der Autorin kann ich wie immer nur loben. Ich verliebe mich in jede ihrer Geschichten und durch den lockeren und auch witzigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin.


Fazit:

Ein wunderschöner zweiter Band über Freundschaft, Familie und natürlich die Liebe zu Island und seinen Pferden.

Ich gebe "Mein Feuerpferd - Sturmfohlen" 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Wundervolle Wildnis

The Wonderful Wild
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Gesa Neitzel konnte mich mit ihrem Buch "Frühstück mit Elefanten" für eine mir unbekannte Welt begeistern: Afrikas Wildnis. Sie hat mit ihren Erzählungen eine ungeahnte Sehnsucht in mir geweckt und deshalb ...

Gesa Neitzel konnte mich mit ihrem Buch "Frühstück mit Elefanten" für eine mir unbekannte Welt begeistern: Afrikas Wildnis. Sie hat mit ihren Erzählungen eine ungeahnte Sehnsucht in mir geweckt und deshalb war mir von Anfang an klar, dass ich auch ihr zweites Buch lesen muss.

"The Wonderful Wild" ist anders als ihr erstes Buch. Es erzählt nicht nur von Gesas Erlebnissen im südafrikanischen Busch, sondern vor allem was dieser mit ihr gemacht hat. Mit bildhaften und erstaunlichen Beispielen aus der Natur und mit Inspiration bemerkenswerter Persönlichkeiten gibt sie ihren Lesern Denkanstöße für ein naturverbundenes und wildes Leben. Intuition (unser innerer Elefant) und positive Energie kommen ebenso zur Sprache wie Natur- und Artenschutz. Diese kleine Reise hat nicht nur viel Spaß gemacht, sie hat mich auch sehr bewegt.

Und obwohl sich das Buch total schnell weglesen lässt, so muss man es doch immer mal wieder aus der Hand legen. Besonders nach den kleinen gedruckten Elefanten, die hier und da Abschnitte des Buches unterteilen, lohnt es sich einmal tief Luft zu holen und die Gedanken schweifen zu lassen. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und tiefgründig über unsere Erde, das Leben und mich selbst nachgedacht, wie in den drei Wochen, die mich dieses Buch begleitet hat.

Ich bin froh, dass "The Wonderful Wild" einen Weg in meine Hände gefunden hat und bin dankbar für die aufwühlenden und schönen Momente, die ich mit diesem tollen Buch hatte. In meinen Augen ist es jede Seite wert und ich kann es nur jedem ans Herz legen, der sich ein wenig mehr mit sich selbst und der Erde verbunden fühlen möchte.


Fazit:

Ich gebe "The Wonderful Wild" 5 von 5 Sternen.