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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2019

Zurück an der Briar University

The Chase – Gegensätze ziehen sich an
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Seit ihrer ersten Begegnung fühlen sich Summer und Colin Fitzgerald zueinander hingezogen. Dabei könnten sie nicht verschiedener sein: Der introvertierte Eishockeyspieler ist ein leidenschaftlicher Gamedesigner ...

Seit ihrer ersten Begegnung fühlen sich Summer und Colin Fitzgerald zueinander hingezogen. Dabei könnten sie nicht verschiedener sein: Der introvertierte Eishockeyspieler ist ein leidenschaftlicher Gamedesigner und die aufgeweckte Modestudentin begeistert sich für Partys und die neuesten Trends. Dass sie fortan auf engstem Raum zusammen wohnen, macht ihre Situation nicht leichter. Schon gar nicht, nachdem Fitz auf einer Silvesterfeier schlecht über Summer redet und diese ihren anderen Mitbewohner küsst. Doch das starke Knistern zwischen ihnen kann keiner von beiden noch lange ignorieren...

Summer und Fitz sind zwei unglaublich sympathische Protagonisten. Auch wenn Summer mit ihrer Energie manchmal etwas zu sehr um sich sprüht, ist sie tief in sich oftmals unsicher und sehr selbstkritisch. Ihre Lernschwäche macht ihr schwer zu schaffen und von den meisten Menschen wird sie oft als oberflächlich abgestempelt. Dabei ist sie ein herzensguter Mensch und kann viel mehr, als sie glaubt. Für ihre Freunde und Familie tut sie alles, doch von anderen lässt sie sich auch nicht viel gefallen.
Fitz hingegen bleibt am liebsten unsichtbar und lebt sich kreativ mit Stift oder Computer aus. Summer schüchtert ihn auf eine ganz neue Art ein, mit der er nicht richtig umzugehen weiß. Und dennoch lässt sie ihn einfach nicht mehr los.

Die Geschichte der beiden hat sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Man konnte ihre Gefühle regelrecht spüren und hat mit jedem von ihnen mitgefiebert. Es war sehr spannend, hinter ihre Fassaden blicken zu dürfen und zu sehen, wie sie nach und nach ihre Unsicherheiten überwinden. Auch Spannung wurde an den richtigen Stellen effektiv eingesetzt und viel zu lachen hatte man ebenfalls. Manche Szenen haben mich ein wenig frustriert und vieles konnte man auch früh erahnen, aber im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte von Fitz und Summer sehr gut gefallen.


Fazit:

Leidenschaft und knisternde Gefühle – zurück an der Briar University gibt die Autorin noch einmal alles. Mit "The Chase" schafft sie einen großartigen Reihenstart für ihre Spin-Off Reihe.

Ich gebe "The Chase - Gegensätze ziehen sich an" 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.11.2019

Traumhaft!

Mein Feuerpferd - Sturmfohlen
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Weihnachten in Island – Eva könnte nicht glücklicher sein. Endlich sieht sie ihr geliebtes Pferd Eldur und ihre zweite Familie wieder. Und natürlich Salka, ihre isländische Freundin vom Nachbarhof. Gemeinsam ...

Weihnachten in Island – Eva könnte nicht glücklicher sein. Endlich sieht sie ihr geliebtes Pferd Eldur und ihre zweite Familie wieder. Und natürlich Salka, ihre isländische Freundin vom Nachbarhof. Gemeinsam erleben sie ein paar wunderschöne Tage. Sogar ihre Mutter Sarah ist für kurze Zeit mit dabei. Doch dann muss diese für ihren Job wieder zurückfliegen und auch Salka verabschiedet sich über Silvester. Dafür wohnt von nun an Emma bei Eva und ihrer Familie. Die Nichte ihrer Stiefmutter Hrönn ist jedoch von Anfang an fies zu Eva und das heimgekehrte Pferd Vindur versteht sich nicht mit Eldur. Nachdem alle Versuche, Emma als Freundin zu gewinnen, scheitern, weiß Eva nicht mehr weiter. Und dann sind auch noch die trächtige Stute Gusta und ihr Fohlen in großer Gefahr. Nur gemeinsam können Eva und Emma den beiden helfen, doch ein gewaltiger Schneesturm arbeitet gegen sie...

Es ist so schön, zusammen mit Eva zurück nach Island reisen zu können. Die Kulisse ist einfach nur traumhaft und es macht beim Lesen total viel Spaß, die Orte mit den Menschen und Pferden zu entdecken. Besonders den Dettifoss, Islands größter Wasserfall, konnte ich mir bildlich vorstellen.

Auch die Charaktere haben mich wieder voll von sich überzeugt. Leider hat Emma die meiste Zeit wirklich alles dafür gegeben, dass man sie nicht leiden kann. Ihre Mittel und Wege, ihre Cousine zu verletzen, sind richtig gemein und ich habe total mit Eva gelitten. Auch dass Hrönn eher ihrer Nichte statt Eva glaubt, war für sie nicht leicht zu ertragen.
Eva muss einiges an Geduld und Verständnis aufbringen, was für ihr junges Alter viel verlangt ist. Sie verhält sich dennoch sehr erwachsen und reif, was mir schon im ersten Band positiv aufgefallen ist. Hier ist es mir, in ihrer Situation, fast schon etwas zu ausgeprägt, denn an Evas Stelle hätten wohl die meisten viel früher aufgegeben.
Salka ist wieder richtig toll und für Eva eine gute Freundin, auch wenn sie nicht immer da sein kann. Und der Stalljunge Aron sorgt für ordentlich Abwechslung und sogar ein bisschen Liebeskummer.

Auch in die Pferde habe ich mich wieder verliebt. Die Herde von Salkas Großvater garantieren großes Pferdefeeling. Vindur und Eldur schaffen mit ihren Rivalitäten besondere Spannung und mit der trächtigen Gusta ist das Pferdeabenteuer komplett.

Den Schreibstil der Autorin kann ich wie immer nur loben. Ich verliebe mich in jede ihrer Geschichten und durch den lockeren und auch witzigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin.


Fazit:

Ein wunderschöner zweiter Band über Freundschaft, Familie und natürlich die Liebe zu Island und seinen Pferden.

Ich gebe "Mein Feuerpferd - Sturmfohlen" 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Wundervolle Wildnis

The Wonderful Wild
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Gesa Neitzel konnte mich mit ihrem Buch "Frühstück mit Elefanten" für eine mir unbekannte Welt begeistern: Afrikas Wildnis. Sie hat mit ihren Erzählungen eine ungeahnte Sehnsucht in mir geweckt und deshalb ...

Gesa Neitzel konnte mich mit ihrem Buch "Frühstück mit Elefanten" für eine mir unbekannte Welt begeistern: Afrikas Wildnis. Sie hat mit ihren Erzählungen eine ungeahnte Sehnsucht in mir geweckt und deshalb war mir von Anfang an klar, dass ich auch ihr zweites Buch lesen muss.

"The Wonderful Wild" ist anders als ihr erstes Buch. Es erzählt nicht nur von Gesas Erlebnissen im südafrikanischen Busch, sondern vor allem was dieser mit ihr gemacht hat. Mit bildhaften und erstaunlichen Beispielen aus der Natur und mit Inspiration bemerkenswerter Persönlichkeiten gibt sie ihren Lesern Denkanstöße für ein naturverbundenes und wildes Leben. Intuition (unser innerer Elefant) und positive Energie kommen ebenso zur Sprache wie Natur- und Artenschutz. Diese kleine Reise hat nicht nur viel Spaß gemacht, sie hat mich auch sehr bewegt.

Und obwohl sich das Buch total schnell weglesen lässt, so muss man es doch immer mal wieder aus der Hand legen. Besonders nach den kleinen gedruckten Elefanten, die hier und da Abschnitte des Buches unterteilen, lohnt es sich einmal tief Luft zu holen und die Gedanken schweifen zu lassen. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und tiefgründig über unsere Erde, das Leben und mich selbst nachgedacht, wie in den drei Wochen, die mich dieses Buch begleitet hat.

Ich bin froh, dass "The Wonderful Wild" einen Weg in meine Hände gefunden hat und bin dankbar für die aufwühlenden und schönen Momente, die ich mit diesem tollen Buch hatte. In meinen Augen ist es jede Seite wert und ich kann es nur jedem ans Herz legen, der sich ein wenig mehr mit sich selbst und der Erde verbunden fühlen möchte.


Fazit:

Ich gebe "The Wonderful Wild" 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.10.2019

Leider enttäuschend

Cinder & Ella
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Die Geschichte von Cinder und Ella gehörte 2018 zu meinen Jahreshighlights. Von der ersten bis zur letzten Seite hat einfach alles gestimmt und noch heute zaubert mir der Gedanke an sie ein Lächeln ins ...

Die Geschichte von Cinder und Ella gehörte 2018 zu meinen Jahreshighlights. Von der ersten bis zur letzten Seite hat einfach alles gestimmt und noch heute zaubert mir der Gedanke an sie ein Lächeln ins Gesicht.

Die Idee von einer Fortsetzung ist wirklich schön und hätte auch gut gelingen können – als kurze Zusatzgeschichte oder dergleichen. Leider konnte sie als Band 2 überhaupt nicht mit der Hauptgeschichte mithalten und hat die Magie von "Cinder & Ella" ein wenig zerstört.

Die beiden sind als Hauptfiguren weiterhin ein Traumpaar und ich werde nie müde von ihnen zu lesen. Mittlerweile ist Ella als Brians Freundin ebenfalls weltberühmt und bekommt die Konsequenzen dessen zu spüren. Mehrere Besuche in der Öffentlichkeit laufen aus dem Ruder und auch ihre Familie gerät ins Visier der Medien. Gerade ihr Vater ist von Brians Promistatus überhaupt nicht begeistert, was er das Paar auch deutlich spüren lässt. Und nach einer sehr kritischen Situation gerät die mühsam aufgebaute Vater-Tochter-Beziehung gefährlich ins Wanken.

Zudem hat Ella nach wie vor Probleme mit ihren Narben und deren Offenbarung. Ihr macht ihr Körper, mit all seinen Narben und Unvollkommenheiten, noch immer zu schaffen und das kann sie auch nicht einfach abstellen. Dies hat auch Einfluss auf ihre Beziehung mit Brian, der sie zwar mit all ihren Makeln liebt, dem sie sich aber noch immer nicht ganz öffnen kann. Und mit dem Fokus der Medien auf sich, gerät Ella mehr und mehr unter Druck, sich der Welt mit ihren Narben zu zeigen.

Ellas Unsicherheiten bezüglich ihrer Narben sind, mit ihren Familienproblemen, Hauptbestandteil des Buches und viel mehr wird eigentlich auch nicht behandelt. Alles ist ein großes Hin und Her und eigentlich kommt Ella in dieser Hinsicht auch überhaupt nicht voran. Brian kann ihr ebenfalls nicht helfen, was beide gleichermaßen frustriert, da sie über eine bestimmte Nähe zueinander einfach nicht hinaus können.

Der stetige Wechsel zwischen Ellas temperamentvollen und selbstbewussten, sowie ihrer unsicheren und schüchternen Seite ist teilweise etwas nervig. Zudem fehlen ein paar wichtige Szenen. Vor allem Vivian und Ellas Reha-Team, sowie ihre Operationen kommen leider nur noch am Rand vor oder werden in einem Satz abgehandelt. Da es in dem Buch um Ellas Gesundheit in sowohl körperlicher, als auch mentaler Weise geht, haben sie mir hier leider sehr gefehlt. Auch Ellas Blogarbeit hätte gerne noch mehr Raum einnehmen können.

Brians Assistent Scott und seine Mutter haben mich in dieser Geschichte dafür total begeistert. Bei Brian selbst habe ich kaum Charakterentwicklung feststellen können. Er ist zwar immer für Ella da und erweist sich als wunderbarer Freund, aber er selbst und seine Geschichte rücken etwas in den Hintergrund.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr locker, leicht und humorvoll. Gerade die Gespräche zwischen Cinder und Ella sind sehr unterhaltsam und sorgen für die ein oder anderen Lacher. Die Persönlichkeiten der Charaktere sind sehr greifbar und authentisch ausgearbeitet.

Im Großen und Ganzen ist die Geschichte zwar sehr schön geschrieben, konnte mich vom Inhalt her aber leider nicht überzeugen. Auf zu viel Raum ist zu wenig passiert und wirklich wichtigen Personen oder Themen wurde zu wenig Beachtung geschenkt. Dieser zweite Teil reicht um Längen nicht an die Hauptgeschichte heran und ich hatte leider viel zu hohe Erwartungen, die nicht erfüllt wurden.


Fazit:

Als kleine Zusatzgeschichte hätte mir das Buch sicher gut gefallen, so hat mich die Geschichte leider, trotz des Traumpaares, einfach nicht überzeugen können.

Ich gebe "Cinder und Ella - Happy End - und dann?" 3 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.09.2019

Emotional und tiefgründig

The Light in Us
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Charlotte und Noah hätten beide nicht glücklicher mit ihrem Leben sein können. Doch das Leben spielt nicht immer fair und schlägt bei beiden besonders hart zu. Extremsportler Noah hat mit seinem Augenlicht ...

Charlotte und Noah hätten beide nicht glücklicher mit ihrem Leben sein können. Doch das Leben spielt nicht immer fair und schlägt bei beiden besonders hart zu. Extremsportler Noah hat mit seinem Augenlicht auch alle Lebensfreude verloren und Ausnahmeviolinistin Charlotte findet nach dem Tod ihres Bruders ihre innere Musik nicht wieder. Als ihr das lukrative Jobangebot als Noahs persönliche Assistentin angeboten wird, kann sie nicht nein sagen. Und anders als seine bisherigen Assistenten gibt Charlotte Noah nicht so schnell auf. Nach und nach zeigt sie ihm, was das Leben noch immer zu bieten hat und auch er tut ihr auf eine besondere Art gut. Doch noch immer fällt es ihr schwer vor Publikum aufzutreten und Noah fällt es weiterhin schwer, seine Blindheit anzunehmen...

Emma Scott hat es mit "The Light in Us" geschafft, die wunderschönsten und aufwühlendsten Gefühle in einem Buch zu bündeln. Die Geschichte ist nicht nur sehr tiefergreifend, sondern auch realitätsnah geschrieben, was die Emotionen noch einmal um einiges verstärkt.

Mit Charlotte hat die Autorin eine wundervolle und einfühlsame Protagonistin geschaffen, die der Leser von der ersten Seite an ins Herz schließt. Auch ihre Leidenschaft zur Musik und ihre tiefen Gefühle für ihren Bruder und später auch für Noah kann man mit jeder Zeile spüren. Noah hingegen wirkt gerade zu Anfang sehr distanziert und unberechenbar. Er verletzt die Menschen in seinem Umfeld mit Leichtigkeit, auch wenn er es nicht immer will. Sein Frust auf sich und die Welt ist jedoch ebenfalls sehr gut umgesetzt und wenn man ihn erst ein wenig kennengelernt hat, versteht man auch ihn besser. Die Beziehung zwischen den beiden braucht sehr lange und muss einige Hürden überwinden, die starken Gefühle, die die beiden für einander entwickeln, sind jedoch gerade deshalb total verständlich und realistisch beschrieben.
Über ein paar Nebencharaktere wie Charlottes beste Freundin oder Noahs Schwester hätte ich gerne etwas mehr gelesen, um sie noch besser greifen zu können. Lucian, ein Angestellter und Freund von Noahs Eltern, war dagegen eine großartige Nebenfigur, die man nur lieben kann.

Manchmal zog sich die Geschichte ein wenig in die Länge, da nicht viel Aufregendes passiert, aber an einigen Stellen kann man auch gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist großartig und sehr gefühlvoll. Ich werde definitiv noch weitere Bücher der Autorin lesen.

Der Prozess, wie Charlotte wieder zu ihrer Musik findet, kam sehr schleichend und ich habe ihn manchmal nicht ganz verstanden. Ihre Leidenschaft zur Musik und zu Mozart wurde dem Leser jedoch sehr gut nahegebracht und ist geradezu spürbar. Dieser Aspekt ist einer meiner liebsten an der Geschichte.
Auch das Thema Blindheit hat Emma Scott meiner Meinung nach sehr gut behandelt. Noah durchlebt viele Phasen und seine Stimmung ist für Sehende nicht immer greifbar, aber dennoch gut beschrieben.


Fazit:

Auch mit ein paar wenigen Kritikpunkten ist das Buch einfach nur wundervoll und sehr emotional geschrieben. Ich habe es mit einem Lächeln im Gesicht beendet.

Ich gebe "The Light in Us" 4 von 5 Sternen.