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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2019

Leider enttäuschend

Cinder & Ella
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Die Geschichte von Cinder und Ella gehörte 2018 zu meinen Jahreshighlights. Von der ersten bis zur letzten Seite hat einfach alles gestimmt und noch heute zaubert mir der Gedanke an sie ein Lächeln ins ...

Die Geschichte von Cinder und Ella gehörte 2018 zu meinen Jahreshighlights. Von der ersten bis zur letzten Seite hat einfach alles gestimmt und noch heute zaubert mir der Gedanke an sie ein Lächeln ins Gesicht.

Die Idee von einer Fortsetzung ist wirklich schön und hätte auch gut gelingen können – als kurze Zusatzgeschichte oder dergleichen. Leider konnte sie als Band 2 überhaupt nicht mit der Hauptgeschichte mithalten und hat die Magie von "Cinder & Ella" ein wenig zerstört.

Die beiden sind als Hauptfiguren weiterhin ein Traumpaar und ich werde nie müde von ihnen zu lesen. Mittlerweile ist Ella als Brians Freundin ebenfalls weltberühmt und bekommt die Konsequenzen dessen zu spüren. Mehrere Besuche in der Öffentlichkeit laufen aus dem Ruder und auch ihre Familie gerät ins Visier der Medien. Gerade ihr Vater ist von Brians Promistatus überhaupt nicht begeistert, was er das Paar auch deutlich spüren lässt. Und nach einer sehr kritischen Situation gerät die mühsam aufgebaute Vater-Tochter-Beziehung gefährlich ins Wanken.

Zudem hat Ella nach wie vor Probleme mit ihren Narben und deren Offenbarung. Ihr macht ihr Körper, mit all seinen Narben und Unvollkommenheiten, noch immer zu schaffen und das kann sie auch nicht einfach abstellen. Dies hat auch Einfluss auf ihre Beziehung mit Brian, der sie zwar mit all ihren Makeln liebt, dem sie sich aber noch immer nicht ganz öffnen kann. Und mit dem Fokus der Medien auf sich, gerät Ella mehr und mehr unter Druck, sich der Welt mit ihren Narben zu zeigen.

Ellas Unsicherheiten bezüglich ihrer Narben sind, mit ihren Familienproblemen, Hauptbestandteil des Buches und viel mehr wird eigentlich auch nicht behandelt. Alles ist ein großes Hin und Her und eigentlich kommt Ella in dieser Hinsicht auch überhaupt nicht voran. Brian kann ihr ebenfalls nicht helfen, was beide gleichermaßen frustriert, da sie über eine bestimmte Nähe zueinander einfach nicht hinaus können.

Der stetige Wechsel zwischen Ellas temperamentvollen und selbstbewussten, sowie ihrer unsicheren und schüchternen Seite ist teilweise etwas nervig. Zudem fehlen ein paar wichtige Szenen. Vor allem Vivian und Ellas Reha-Team, sowie ihre Operationen kommen leider nur noch am Rand vor oder werden in einem Satz abgehandelt. Da es in dem Buch um Ellas Gesundheit in sowohl körperlicher, als auch mentaler Weise geht, haben sie mir hier leider sehr gefehlt. Auch Ellas Blogarbeit hätte gerne noch mehr Raum einnehmen können.

Brians Assistent Scott und seine Mutter haben mich in dieser Geschichte dafür total begeistert. Bei Brian selbst habe ich kaum Charakterentwicklung feststellen können. Er ist zwar immer für Ella da und erweist sich als wunderbarer Freund, aber er selbst und seine Geschichte rücken etwas in den Hintergrund.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr locker, leicht und humorvoll. Gerade die Gespräche zwischen Cinder und Ella sind sehr unterhaltsam und sorgen für die ein oder anderen Lacher. Die Persönlichkeiten der Charaktere sind sehr greifbar und authentisch ausgearbeitet.

Im Großen und Ganzen ist die Geschichte zwar sehr schön geschrieben, konnte mich vom Inhalt her aber leider nicht überzeugen. Auf zu viel Raum ist zu wenig passiert und wirklich wichtigen Personen oder Themen wurde zu wenig Beachtung geschenkt. Dieser zweite Teil reicht um Längen nicht an die Hauptgeschichte heran und ich hatte leider viel zu hohe Erwartungen, die nicht erfüllt wurden.


Fazit:

Als kleine Zusatzgeschichte hätte mir das Buch sicher gut gefallen, so hat mich die Geschichte leider, trotz des Traumpaares, einfach nicht überzeugen können.

Ich gebe "Cinder und Ella - Happy End - und dann?" 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Emotional und tiefgründig

The Light in Us
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Charlotte und Noah hätten beide nicht glücklicher mit ihrem Leben sein können. Doch das Leben spielt nicht immer fair und schlägt bei beiden besonders hart zu. Extremsportler Noah hat mit seinem Augenlicht ...

Charlotte und Noah hätten beide nicht glücklicher mit ihrem Leben sein können. Doch das Leben spielt nicht immer fair und schlägt bei beiden besonders hart zu. Extremsportler Noah hat mit seinem Augenlicht auch alle Lebensfreude verloren und Ausnahmeviolinistin Charlotte findet nach dem Tod ihres Bruders ihre innere Musik nicht wieder. Als ihr das lukrative Jobangebot als Noahs persönliche Assistentin angeboten wird, kann sie nicht nein sagen. Und anders als seine bisherigen Assistenten gibt Charlotte Noah nicht so schnell auf. Nach und nach zeigt sie ihm, was das Leben noch immer zu bieten hat und auch er tut ihr auf eine besondere Art gut. Doch noch immer fällt es ihr schwer vor Publikum aufzutreten und Noah fällt es weiterhin schwer, seine Blindheit anzunehmen...

Emma Scott hat es mit "The Light in Us" geschafft, die wunderschönsten und aufwühlendsten Gefühle in einem Buch zu bündeln. Die Geschichte ist nicht nur sehr tiefergreifend, sondern auch realitätsnah geschrieben, was die Emotionen noch einmal um einiges verstärkt.

Mit Charlotte hat die Autorin eine wundervolle und einfühlsame Protagonistin geschaffen, die der Leser von der ersten Seite an ins Herz schließt. Auch ihre Leidenschaft zur Musik und ihre tiefen Gefühle für ihren Bruder und später auch für Noah kann man mit jeder Zeile spüren. Noah hingegen wirkt gerade zu Anfang sehr distanziert und unberechenbar. Er verletzt die Menschen in seinem Umfeld mit Leichtigkeit, auch wenn er es nicht immer will. Sein Frust auf sich und die Welt ist jedoch ebenfalls sehr gut umgesetzt und wenn man ihn erst ein wenig kennengelernt hat, versteht man auch ihn besser. Die Beziehung zwischen den beiden braucht sehr lange und muss einige Hürden überwinden, die starken Gefühle, die die beiden für einander entwickeln, sind jedoch gerade deshalb total verständlich und realistisch beschrieben.
Über ein paar Nebencharaktere wie Charlottes beste Freundin oder Noahs Schwester hätte ich gerne etwas mehr gelesen, um sie noch besser greifen zu können. Lucian, ein Angestellter und Freund von Noahs Eltern, war dagegen eine großartige Nebenfigur, die man nur lieben kann.

Manchmal zog sich die Geschichte ein wenig in die Länge, da nicht viel Aufregendes passiert, aber an einigen Stellen kann man auch gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist großartig und sehr gefühlvoll. Ich werde definitiv noch weitere Bücher der Autorin lesen.

Der Prozess, wie Charlotte wieder zu ihrer Musik findet, kam sehr schleichend und ich habe ihn manchmal nicht ganz verstanden. Ihre Leidenschaft zur Musik und zu Mozart wurde dem Leser jedoch sehr gut nahegebracht und ist geradezu spürbar. Dieser Aspekt ist einer meiner liebsten an der Geschichte.
Auch das Thema Blindheit hat Emma Scott meiner Meinung nach sehr gut behandelt. Noah durchlebt viele Phasen und seine Stimmung ist für Sehende nicht immer greifbar, aber dennoch gut beschrieben.


Fazit:

Auch mit ein paar wenigen Kritikpunkten ist das Buch einfach nur wundervoll und sehr emotional geschrieben. Ich habe es mit einem Lächeln im Gesicht beendet.

Ich gebe "The Light in Us" 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Tolle Charaktere, grandioser Schreibstil und wundervolles Worldbuilding

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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Von der einen auf die andere Sekunde zerfällt Mailin zu Staub und erwacht in Lyaskye – einer Welt, in der nichts ist wie es scheint und ein falscher Schritt dein Todesurteil sein kann. Um zu überleben ...

Von der einen auf die andere Sekunde zerfällt Mailin zu Staub und erwacht in Lyaskye – einer Welt, in der nichts ist wie es scheint und ein falscher Schritt dein Todesurteil sein kann. Um zu überleben und einen Weg zurück in ihre Heimatwelt zu finden, ist sie auf einen mysteriösen Dieb angewiesen, der sie zur Hauptstadt von Lyaskye führt. Doch auch er verbirgt Geheimnisse, die Mailin in tödliche Gefahr bringen. Schnell ist klar, hier darf sie niemandem vertrauen. Dass ihr Herz in seiner Nähe immer aus dem Takt gerät, ist jedoch bald ihr kleinstes Problem. Denn Mailin soll die neue Königin von Lyaskye werden, und das bedeutet ihren baldigen Tod.

Die Autorin hat es geschafft, mit ihrem einzigartigen und unfassbar großartigem Schreibstil, mein Herz zu erobern. Ich bewundere es, wie sie mit den Wörtern umgeht und so poetisch und dennoch spannend und mitreißend schreibt, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.

Mit Lyaskye hat sie nicht nur eine fantastische Welt, sondern auch ein ganz eigenes Wesen erschaffen, das zugleich wunderschön wie schrecklich ist. Auch die Flora und Fauna in ihr ist bemerkenswert: von fleischfressenden Knochenbäumen, über affengesichtige Kaninchen, bis hin zu Säbelhörnern, die riesigen Pferden mit geschwungenem Säbel ähneln, ist der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Mir hat vor allem die besondere Verbindung zwischen der Königin und Lyaskye gefallen und auch die Begründung, wieso eine Königin hier nicht lange überlebt hat mich positiv überrascht. Die Hintergrundgeschichte und die Magie in Lyaskye sind ebenfalls geschickt eingebaut und sehr interessant zu lesen.

Und auch die Charaktere glänzen in "One True Queen". Mailin ist eine starke, aber auch sehr liebenswerte Protagonistin, die einem schnell ans Herz wächst. Sie kam mir überaus menschlich und nicht zu überzogen vor und die meisten ihrer Entscheidungen konnte ich sehr gut nachvollziehen.

Die Nebencharaktere sind ebenfalls allesamt sehr vielschichtig und interessant beschrieben. Es fiel mir sehr schwer, bestimmten Menschen zu vertrauen, aber gerade das hat die Geschichte noch spannender gemacht.

Die Geschichte konnte mich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase total mitnehmen und ist schnell zu einem Highlight geworden. Nach dem rasanten Ende kann ich Band 2 kaum erwarten.


Fazit:

Mit vielschichtigen Charakteren, dem grandiosen Schreibstil und einem wundervollen Worldbuilding konnte mich das Buch absolut begeistern.

Ich gebe "One True Queen - Von Sternen gekrönt" 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.08.2019

Wie immer fantastisch!

Friends & Horses
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Zurück ins Grillental! In Band 4 der Reihe um die Blumenmädchen und ihre Abenteuer muss Rosa wichtige Entscheidungen treffen. Es winkt eine Reise nach Griechenland zu Delfinen und Finn, dem Jungen, an ...

Zurück ins Grillental! In Band 4 der Reihe um die Blumenmädchen und ihre Abenteuer muss Rosa wichtige Entscheidungen treffen. Es winkt eine Reise nach Griechenland zu Delfinen und Finn, dem Jungen, an dem ihre Gedanken noch immer hängen. Doch gibt es überhaupt eine Zukunft für sie?
Außerdem werden die Pferde vom Hotel verkauft - Rosas Pferde. Sie setzt alles daran, um für Fanny und Sokrates eine passende Lösung zu finden, denn sie zu behalten scheint unmöglich. Als das Grillental dann auch noch mit Hochwasser zu kämpfen hat, welches auch Rosas Zuhause bedroht, ist das Chaos perfekt. Doch die Blumenmädchen halten wie immer zusammen und gemeinsam stellen sie sich den Problemen.

"Friends & Horses" zu lesen, macht einfach jedes Mal aufs Neue unfassbar viel Spaß. Die Freundschaft zwischen den Mädchen ist etwas ganz Besonderes und wird nicht nur durch ihre gemeinsame Liebe zu Pferden gestärkt. Auch wenn zwei von ihnen nur über den Bildschirm dabei sein können, sind sie ein großartiges Team. Und auch Herzklopfen und Liebeschaos rund um die Mädchen hat natürlich nicht gefehlt. Gerade Rosa kann beim Thema "Jungs" jede Hilfe gebrauchen. Ihr Herz hängt immer noch an Finn, der jedoch unerreichbar scheint, doch auch der charmante Noah bereitet ihr seit einiger Zeit Bauchkribbeln.

Trotz der wundervollen Erzählungen und das idyllisch-perfekte Grillental bleibt die Geschichte realitätsnah und kommt ohne die bekannten Klischees aus. Sie ist kein bisschen kitschig und so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Die Mädchen scheinen mir immer reifer zu werden und ich finde es toll, ihre Charakterentwicklung seit Band 1 miterleben zu dürfen. Und irgendwie war dieser vierte Band sogar noch spannender und wundervoller als die davor.


Fazit:

Ein rundum gelungener vierter Band, der keine Wünsche offen lässt.

Ich gebe "Friends & Horses - Flussgalopp und Sommerküsse" 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Ein wunderschöner Auftakt

Show me the stars
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Mit der Sprecherin kam ich auf Anhieb sehr gut klar. Sie hat eine tolle Erzählstimme und verleiht den Personen einen ganz eigenen Charakter.

Liv trifft es hart als ihr alles, worauf sie ihr Leben lang ...

Mit der Sprecherin kam ich auf Anhieb sehr gut klar. Sie hat eine tolle Erzählstimme und verleiht den Personen einen ganz eigenen Charakter.

Liv trifft es hart als ihr alles, worauf sie ihr Leben lang hingearbeitet hat, mit einem Schlag wieder genommen wird. Ohne ihren Job fühlt sie sich verloren und gerade deshalb kommt ihr das Angebot, ein halbes Jahr auf einer einsamen Insel einen Leuchtturm zu hüten, wie gerufen. Leider beginnt ihre Anreise schon mit den ersten Problemen und auch ihre Mutter hält ihre Entscheidung für kindisch.

In ihrem Fahrer Kjer findet Liv schnell einen wichtigen und charmanten Kontakt zur Außenwelt, der sie mit allem Wichtigen auf der Insel versorgt. Er ist mit seiner zuvorkommenden und aufmerksamen Art ein sehr sympathischer Charakter, doch ihn umgibt auch etwas Dunkles und Geheimnisvolles.
Airin, die Besitzerin eines Bed & Breakfast's auf dem Festland, ist eine lebensfrohe und vor Energie sprühende Persönlichkeit, die zu einer guten Freundin von Liv wird. Ich habe sie von der ersten Begegnung an ins Herz geschlossen und freue mich schon auf ihre eigene Geschichte in Band 3.

Während ihrer Zeit auf der Insel findet Liv langsam zu sich selbst, sie muss sich ihren Ängsten und den wirklich wichtigen Fragen des Lebens stellen. Dabei bloggt sie über ihr Leben mit Matthew (dem Leuchtturm) und findet auch auf Instagram schnell eine große Fangemeinde, mit der sie ihren Alltag teilt. Die Geschichte kommt ohne viel künstliches Drama aus, geht manchmal aber auch nur langsam voran. Der Fokus liegt nicht nur auf der Beziehung zwischen Liv und Kjer, sondern auch sehr auf Livs Selbstfindung und ihrem Neustart. Sie schöpft aus einem Tief in ihrer Karriere neue Kraft und nutzt es als das, was es ist: ein Meer voller neuer Möglichkeiten.

Besonders schön sind in "Show me the Stars" die wunderbaren Beschreibungen von der Natur, dem Leuchtturm und das Leben auf der Insel. Es macht viel Spaß, mit Liv Neues zu entdecken und ihre Charakterentwicklung miterleben zu dürfen. Viele Kleinigkeiten machen die Geschichte zu etwas ganz Besonderem. Der Schreibstil ist dennoch nicht langweilig, aber locker und angenehm. Auch hier schafft es die Sprecherin der Geschichte noch mehr Lebendigkeit einzuhauchen.

Das Ende ging mir leider ein wenig zu schnell und abrupt. Vielleicht lag es an der gekürzten Version, aber mir fehlten noch einige Dinge, über deren Ausgang ich gerne noch mehr gehört hätte. Möglicherweise gibt es dazu aber auch noch mehr in den Folgebänden, die von der Kellnerin Seanna und Airin handeln.


Fazit:

Eine tolle Geschichte mit wunderbar bildhaften Beschreibungen und einer fantastischen Sprecherin.

Ich gebe "Show me the Stars" 4 von 5 Sternen.