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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2020

Das große Finale

Hex Files - Verhexte Nächte
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Nachdem Ivy in Band 2 die Magie eines Totenbeschwörers in sich aufgenommen hat, kann sie die Geister der Verstorbenen sehen – und die sind allesamt ziemlich unfreundlich und aufdringlich. Doch gerade sie ...

Nachdem Ivy in Band 2 die Magie eines Totenbeschwörers in sich aufgenommen hat, kann sie die Geister der Verstorbenen sehen – und die sind allesamt ziemlich unfreundlich und aufdringlich. Doch gerade sie bringen Ivy und Winter auf die Spur eines gefährlichen und unberechenbaren Serienmörders, der es auf Hexen abgesehen hat.

Mit viel Humor und Sarkasmus begeistert uns die faulste Hexe der Welt ein voraussichtlich letztes Mal. In diesem finalen Band der Hex Files sind Ivy und Winter unzertrennlich. Endlich haben sie zueinander gefunden lassen es dennoch nur selten langweilig werden und die Funken sprühen weiterhin. Auch Hexenkater Brutus ist selbstverständlich wieder dabei und sorgt mit seiner besonderen Art für viele Schmunzler. Die Geister spielen diesmal eine zentrale Rolle, da sie Ivy ununterbrochen aufsuchen (und dementsprechend auf die Palme bringen). Vor allem aber hoffen sie auf Ivys Hilfe, um auf die nächste Ebene zu gelangen und endlich Frieden zu finden. Dafür hat Ivy jedoch kaum Zeit, denn sie hat es sich zu ihrem persönlichen Ziel gemacht, den hexenhassenden Serienkiller Schwarzbart aufzuhalten.

Die Hauptprotagonisten ermitteln mit der Unterstützung des Ipsissimus, jedoch ohne die sonstige Hilfe des Ordens, da Winter an seinem Entschluss festhält, diesen für immer zu verlassen. Auch dabei sind die erst kürzlich ermordete Claire und der ehemaligen Ipsissimus Grenville, die Ivy auf Trab halten.

Der Mörder Schwarzbart ist intelligent, einfach nicht zu durchschauen und legt den Ermittelnden viele Steine in den Weg. Die Spannung zieht sich bis zum Schluss, neue Rätsel lassen den Leser mitfiebern und die Geschichte nie langweilig werden. Ein kleines Bisschen gefehlt hat mir diesmal die Magie. Aus einigen mehr oder weniger fatalen Gründen konnte Ivy nur wenig zaubern und auch von Winter hatte ich mir ein paar spektakulärere Momente erhofft. Auch das Ende der Geschichte kam mir etwas zu schnell und wurde, für den ganzen Spannungsaufbau davor, ein wenig zu einfach gelöst.

Dennoch flogen die Seiten wieder einmal nur so dahin, der Schreibstil von Helen Harper ist unvergleichlich und Hex Files ist und bleibt eine absolute Leseempfehlung.


Fazit:

Ein toller Abschluss dieser humorvollen und magischen Reihe, die mich aber leider nicht ganz so fesseln konnte, wie ihre zwei Vorgänger.

Ich gebe "Hex Files – Verhexte Nächte" 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2020

Neuer Lesestoff von Sarina Bowen

The Brooklyn Years - Was von uns bleibt
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Leo und Georgia waren in der Highschool das Traumpaar schlechthin und verliebt bis über beide Ohren. Ein schreckliches Verbrechen trennte die beiden und nach sechs Jahren begegnen sie sich ausgerechnet ...

Leo und Georgia waren in der Highschool das Traumpaar schlechthin und verliebt bis über beide Ohren. Ein schreckliches Verbrechen trennte die beiden und nach sechs Jahren begegnen sie sich ausgerechnet im Rahmen ihrer Arbeit wieder. Doch die lange Zeit hat nichts zwischen der tiefen Verbindung zwischen Georgia und Leo verändert, nur stehen diesmal ihre Jobs auf dem Spiel. Doch im Gegensatz zu Georgia ist Leo bereit alles zu geben, um seine große Liebe zurückzugewinnen.

Das erste Drittel des Buches hat es mir leider etwas schwer gemacht, mich mit der neuen Geschichte von Sarina Bowen anzufreunden. Ich kann nicht sagen, ob es möglicherweise an der Übersetzung oder vielleicht an der eher ungewohnten Er-Sie-Perspektive lag, aber ich konnte mich mit dem Schreibstil einfach nicht anfreunden und hatte das Buch insgeheim schon als persönlichen Flop abgestempelt. Doch von Seite zu Seite wurde es besser. Georgia und Leo haben mein Herz beide im Sturm erobert und sind ein so tolles Paar, dass ich das Buch letztendlich nur lieben konnte. So haben mir nach der Eingewöhnungsphase also zumindest 2/3 der Geschichte sehr gefallen und ich habe regelrecht mit den beiden Protagonisten mitgefiebert, dass sie sich endlich wieder aufeinander einlassen können.

Auch als alleinstehende Persönlichkeiten konnten mich die beiden überzeugen. Georgia ist ziemlich taff und zielstrebig, wenn es um ihren geliebten Beruf als Pressesprecherin geht und hat gleichzeitig ein riesiges Herz. Leo ist als angehender Profi-Eishockeyspieler ebenfalls sehr ehrgeizig, aber auch von der humorvollen und herzlichen Sorte Mann. Auch wundervolle Nebencharaktere wie Becca und Silas haben die Geschichte lebendiger gemacht.

Das Buch ist weder besonders innovativ, noch gibt es unerwartete Wendungen, aber die Stimmung zwischen den beiden Hauptcharakteren macht die Geschichte dennoch zu etwas ganz Besonderem. Die Vertrautheit zwischen ihnen konnte ich als Leserin praktisch spüren und das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Auch Eishockey kommt natürlich nicht zu kurz, was mir als absolute Laiin viel Spaß bereitet und interessante Informationen geschenkt hat.

Auch, wenn "The Brooklyn Years - Was von uns bleibt" für mich kein Highlight geworden ist, ist es ein absolutes Muss für Fans von "The Ivy Years" und punktet vor allem mit der Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren.


Fazit:

Nach einigen Startschwierigkeiten hat mich die besondere Beziehung zwischen Georgia und Leo vollkommen in seinen Bann gezogen.

Ich gebe "The Brooklyn Years - Was von uns bleibt" 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.09.2020

Es war einmal und es war niemals

Die Gefangene von Golvahar
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"Es war einmal und es war niemals..."

So beginnt das neue Märchen von Melissa Bashardoust über eine Giftprinzessin und einen nicht ganz so märchenhaften Dämonen. Der poetische, fast schon magische ...

"Es war einmal und es war niemals..."

So beginnt das neue Märchen von Melissa Bashardoust über eine Giftprinzessin und einen nicht ganz so märchenhaften Dämonen. Der poetische, fast schon magische Schreibstil hat mich von Anfang an überzeugt und mich in eine wundervolle Welt entführt.

Die Zwillingsschwester des Schahs, dem Herrscher von Golvahar, lebt einsam und versteckt im Palast. Nur ihr Rosengarten und die wenigen Besuche ihrer Mutter können Soraya Freude bereiten, da sie das bestgehütetste Geheimnis des ganzen Königreichs ist. Mit nur einer winzigen Berührung tötet sie jeden, der ihr zu nahe kommt, ob sie es will, oder nicht. Ihr Fluch, ihr ganz persönliches Märchen, ist für sie eine tägliche Belastung, denn sie wünscht sich nichts mehr als Liebe, Zuneigung und die Berührung eines anderen Menschen. Und als eines Tages der viel zu perfekte Azad auftaucht, scheint ihr Glück endlich in greifbarer Nähe. Denn zur gleichen Zeit wird eine Dämonin namens Parvaneh in den Kerkern des Schlosses eingesperrt und sie könnte die Lösung für Sorayas Fluch sein. Gemeinsam mit Azad begibt sie sich auf die Suche nach Antworten, die nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familie und das ganze Königreich in Gefahr bringen könnten.

Soraya ist ein sehr lieber, aber unendlich einsamer Mensch, der schon bald die Last der Welt auf ihren Schultern trägt. Ich konnte ihre Zweifel und Hoffnungen sehr gut mitfühlen, auch wenn ich ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte. Sie sehnt sich nach anderen Menschen und fühlt sich von niemandem verstanden.

Azad ist ein sehr selbstbewusster Charakter, den nichts aufhalten kann und der Soraya vom ersten Augenblick an um den Finger gewickelt hat. Doch auch er hütet ein dunkles Geheimnis.

Die Dämonin Parvaneh ist geheimnisvoll, aber auch sehr gefühlvoll. Sie kommt Soraya unerwartet nah, verfolgt aber auch eigene Ziele, um ihre Schwestern zu retten.

Nebencharaktere wie Sorayas alte Freundin Laleh, ihr Bruder Sorusch und ihre Mutter Tamineh kamen leider oftmals ein wenig kurz, obwohl ich gerne noch mehr von ihnen gelesen hätte.

Spannende Plottwists, ein ungeheuerlicher Verrat und der Kampf um ein ganzes Königreich lassen die Seiten des Buches nur so dahinfliegen. Leider blieb für mich die Geschichte im Mittelteil ein wenig stehen und ich musste mich zwingen, fleißig weiterzulesen. Dafür sind sowohl der Anfang, als auch das Ende sehr gut geschrieben und konnten mich sehr mitreißen. Der Schreibstil war perfekt für eine Geschichte dieser Art.

Mein Highlight von "Die Gefangene von Golvahar" war, neben den magisch angehauchten Wäldern und den Geheimnissen des Schlosses, die Beziehung zwischen Soraya und der Dämonin Parvaneh, die sich ganz anders entwickelt, als es am Anfang scheint und durch die Soraya sehr viel Kraft schöpft.


Fazit:

Ein düsteres Fantasy-Märchen mit Verrat, Liebe und Hoffnung, das mich leider in der Mitte ein wenig verloren hat, dafür aber am Anfang und am Ende sehr stark war.

Ich gebe "Die Gefangene von Golvahar" 3,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2020

Magie liegt in der Luft

Hex Files - Wilde Hexen
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Ivy Wilde ist zurück! Nach ihren aufregenden Ermittlungen mit Adeptus Exemptus Raphael Winter ist in Ivys Leben wieder der Alltag eingekehrt. Nicht lange jedoch, denn nun soll sie am Set ihrer Lieblingsserie ...

Ivy Wilde ist zurück! Nach ihren aufregenden Ermittlungen mit Adeptus Exemptus Raphael Winter ist in Ivys Leben wieder der Alltag eingekehrt. Nicht lange jedoch, denn nun soll sie am Set ihrer Lieblingsserie "Verwünscht" bei einem neuen Mordfall aushelfen. Als Spionin des Ordens und mit Winter an ihrer Seite kommen sie gefährlichen Mächten auf die Spur und müssen dem Tod beinahe wortwörtlich ins Auge sehen. Und auch zwischen ihr und Winter entwickelt sich etwas, was nahezu an Magie grenzt...

Ivy ist die wohl faulste, authentischste und liebenswürdigste Protagonistin, von der ich je gelesen habe. Die Kunst, Magie und Bequemlichkeit zu kombinieren, hat sie schon längst perfektioniert und sie ist eine Frau, die definitiv weiß, was sie will. Ihren Charme und ihre humorvolle Art hat Ivy in Band 2 kein bisschen verloren und sorgt so für jede Menge Lacher. Auch ihr sprechender Kater Brutus war mit von der Partie. Seine eigenwillige Art hat ihn im letzten Buch zum heimlichen Star gemacht und auch diesmal ist er für ein paar Überraschungen zuständig.

Winter hingegen ist in diesem Buch viel offener und wärmer, ohne dass er seine grundlegenden Charakterzüge verliert. Seine Beziehung zu Ivy nimmt so langsam Gestalt an und ich kann nur sagen: mehr davon.

Die Mordermittlung verläuft auch diesmal wieder spannend, obwohl der Dreh der Serie sehr viel Raum einnimmt. Ivy ist zwar immer fleißig am Ermitteln, darf ihre Tarnung jedoch nicht aufgeben. Schon bald weiß sie nicht mehr, wem sie wirklich vertrauen kann und wer sich an dunklen Zaubern vergriffen haben könnte. Und auch wenn ich zum Schluss beinahe jeden verdächtigt habe, diesmal konnte ich den Täter nicht vorab enttarnen.

Da Winter und Brutus im ersten Teil sehr präsent waren, habe ich die beiden in diesem Band ein wenig vermisst, da sie immer nur zwischendurch mal mitmischen konnten. Allgemein hat mir diesmal das gewisse Extra gefehlt, auch wenn mir das Buch sehr gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist wie immer großartig: locker, sehr humorvoll und einfach angenehm. Man möchte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen, da der Leser so von der Geschichte in den Bann gezogen wird.

Mit einem ziemlich fiesen Ende macht das Buch zudem neugierig auf Band 3, der glücklicherweise bereits im Dezember erscheint und sofort verschlungen werden muss.



Fazit:

Ein wirklich toller zweiter Teil, der aber nicht ganz mit Band 1 mithalten kann.

Ich gebe "Hex Files – Wilde Hexen" 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Leider nicht mein Lieblingsbuch

Frozen Crowns 1: Ein Kuss aus Eis und Schnee
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Nach einem kleinen Einblick in die Welt von "Frozen Crowns" und Leanders Vergangenheit, wie er zum besten Freund des Königs wurde, geht es mit viel Action los. Wir lernen Davina auf ihrer Flucht vor Erdländern ...

Nach einem kleinen Einblick in die Welt von "Frozen Crowns" und Leanders Vergangenheit, wie er zum besten Freund des Königs wurde, geht es mit viel Action los. Wir lernen Davina auf ihrer Flucht vor Erdländern kennen, die ihre Reisegruppe überfallen haben und sie nun durch den Wald verfolgen. Leander rettet sie vor der Versklavung und gemeinsam beschließen sie, die Prinzessin von Fryske zu suchen, die seit dem Überfall verschwunden ist. Davina und Leander zieht es von Anfang an zueinander hin und sie kommen sich auf ihrer gefährlichen Reise durch das Feuerland immer näher. Doch als es zu dem unvermeidlichen Kuss kommt, zerspringt Davinas Herz und eine eisige Macht entfaltet sich in ihr, die nur Leanders Nähe zu bändigen vermag. Die Liebe zwischen ihnen ist jedoch verboten, denn sie könnte das Königreich zerstören...

So viel Potenzial, so viel Avatar-Feeling! Eine interessante Welt und viele liebenswerte Charaktere begleiten den Leser durch eine spannende Romantasy-Geschichte, bei der man durchweg mitfiebert. Einige Wendungen und fiese Gegner lassen die Geschichte nicht langweilig werden und ein ziemlich fieser Cliffhanger macht Band 2 zu einem absoluten Muss.

So richtig begeistern konnte mich der erste Teil von "Frozen Crowns" jedoch nicht. Zum Einen ging mir die Beziehung zwischen Davina und Leander viel zu schnell. Sie kennen sich gerade mal ein paar (zugegeben sehr intensive) Tage und schon können sie nicht mehr ohne einander leben und sind voneinander abhängig. Die "große Wendung" kam ebenfalls nicht sehr überraschend und mit ihrer riesigen Macht weiß Davina von Anfang an intuitiv umzugehen, auch wenn diese manchmal eher sie beherrscht. Allgemein waren mir die zwei Hauptprotagonisten zu "perfekt", mir fehlte eine richtige Entwicklung der Charaktere. Manche der Nebencharaktere wie Linnet und der Feuerkönig waren mir sehr unsympathisch, Davinas Mutter erscheint mir abgrundtief bösartig. Andere, wie die Dorfälteste Grete und der Knappe Fulk sind mir hingegen sehr ans Herz gewachsen.

Das Ende fand ich wieder ganz gut, auch wenn der Cliffhanger ziemlich fies ist. Hier kann ich natürlich nicht viel verraten, aber es kam nochmal einiges an Spannung auf.

Ich möchte damit auf keinen Fall sagen, dass das Buch schlecht ist. Ich hatte einfach ein paar falsche Erwartungen und kam mit den Charakteren nicht immer klar. Ich denke, viele andere Leser werden "Frozen Crowns" sehr lieben, leider gehöre ich nicht dazu. Es war für mich ein schönes Buch für zwischendurch und es juckt mich in den Fingern, Band 2 zu lesen.


Fazit:

Leider konnte mich nur das Ende so richtig mitreißen und auch mit den Charakteren hatte ich zwischendurch meine Schwierigkeiten. "Frozen Crowns" ist dennoch ein Buch, das ich gerne gelesen habe und "gut" nennen würde.

Ich gebe "Frozen Crowns - Ein Kuss aus Eis und Schnee" 3 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere