Wenn Arroganz auf echte Gefühle trifft
Whitestone Hospital - Colliding HeartsAls großer Fan der Reihe habe ich dem Finale entgegengefiebert. Ava Reed schafft es auch hier, die typische Whitestone-Atmosphäre einzufangen, doch für mich gab es bei der Umsetzung der Charaktere ein ...
Als großer Fan der Reihe habe ich dem Finale entgegengefiebert. Ava Reed schafft es auch hier, die typische Whitestone-Atmosphäre einzufangen, doch für mich gab es bei der Umsetzung der Charaktere ein paar Defizite.
Es ist ein schöner Abschluss der Reihe. Es fühlt sich gut an, noch einmal in die Flure des Krankenhauses zurückzukehren und die liebgewonnenen Charaktere aus den vorherigen Bänden wiederzusehen. Der emotionale Schreibstil von Ava Reed sorgt wie gewohnt für Gänsehautmomente.
Ians Geschichte: Obwohl Ian einer der spannendsten Charaktere der Reihe ist, kam mir seine persönliche Geschichte in diesem Band leider etwas zu kurz. Vieles wurde eher nebenbei behandelt, was schade ist, da sein sarkastisches und arrogantes Wesen so viel Potenzial für eine tiefere Analyse geboten hätte. Ich hätte mir gewünscht, dass sein Weg und seine Beweggründe mehr Raum einnehmen, anstatt nur die Rahmenhandlung zu begleiten.
Jess als Künstlerin bringt eine tolle Energie in die Geschichte. Die Chemie zwischen ihr und Ian ist spürbar, und die „Grumpy x Sunshine“-Dynamik funktioniert gut, auch wenn das Gleichgewicht der Charaktertiefe für mich persönlich etwas zu sehr zu Gunsten von Jess gekippt ist.
Die medizinischen Notfälle und der Klinikalltag bilden wieder den gewohnt authentischen Rahmen und geben der Liebesgeschichte die nötige Ernsthaftigkeit.
„Colliding Hearts“ ist ein würdiger und emotionaler Abschied vom Whitestone Hospital. Auch wenn Ians Geschichte für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich blieb, ist es ein Muss für alle, die die Reihe bis hierhin begleitet haben. Ein schönes Buch über das Heilen – sowohl von Patienten als auch von Herzen.