Leider gar nicht mein Fall
Unser wirkliches Leben„Unser wirkliches Leben“ von Imogen Crimp ist am 14. Februar 2022 bei hanserblau erschienen. Das Buch handelt von Anna, angehende Opernsängerin, und Max, wohlhabender Bänker. Sie lernen sich nach einem ...
„Unser wirkliches Leben“ von Imogen Crimp ist am 14. Februar 2022 bei hanserblau erschienen. Das Buch handelt von Anna, angehende Opernsängerin, und Max, wohlhabender Bänker. Sie lernen sich nach einem von Anna´s Auftritten in einer Jazzbar kennen, die sie braucht, um ihre Miete zahlen zu können. Sowohl ihre Karriere als auch Max beanspruchen einen immer größeren Teil ihres Lebens.
Ich möchte direkt zu Beginn anmerken, dass ich das Buch ca. nach der Hälfte abgebrochen habe. Dennoch möchte ich meine Meinung gerne teilen und meine Beweggründe darlegen.
Ich muss leider sagen, dass mir der Einstieg in das Buch wirklich schwergefallen ist. Mir macht vor allem der Schreibstil zu schaffen. Die fehlenden Anführungszeichen, der meiner Meinung nach teilweise komplizierte Satzbau und auch die verwendeten Fachbegriffe sind für mich echt verwirrend. Ich bin auch einfach kein Fan davon, wenn Bücher in der Vergangenheitsform geschrieben sind. Aber das ist Geschmackssache.
Ich hatte mich bereits auf eine eher schwierige Geschichte eingestellt. Man weiß vom Klappentext, dass Anna sich in eine Abhängigkeit begibt. Trotzdem ist es nicht leicht darüber zu lesen. Hier spielen natürlich ihre ganzen Lebensumstände mit hinein. An sich ist sie mir dennoch recht sympathisch. Sie kämpft für ihren Traum, auch wenn sie nicht die gleichen Voraussetzungen hat, wie vielleicht manch anderer.
Max stehe ich recht neutral gegenüber. Kann gut sein, dass er mit seiner (Ex-)Frau noch nicht ganz abgeschlossen hat. Aber wer kann es ihm verübeln. Und Anna und er hatten nie eine Abmachung oder ähnliches. Er hat ihr nichts versprochen. Dafür, dass sie sich von ihm abhängig macht, ist er definitiv nicht (allein) Schuld.
Es gab insgesamt so viele Stellen, bei denen ich mit einem riesengroßen Stirnrunzeln vor dem Buch saß. Ich kann vieles so gar nicht nachvollziehen. Warum stört sie sich an dem Wort "neugierig"? Was stimmt nicht mit dem Armband? Ich finde es eine nette Geste, er hätte ihr auch nichts schenken müssen.
Wie bereits am Anfang angemerkt, habe ich das Buch nicht beendet. Ich treffe diese Entscheidung nicht leichtfertig und kämpfe mich tatsächlich auch oft durch Bücher, die mir nicht so gut gefallen. Allerdings konnte ich hier nicht weiterlesen. Mir hat die Geschichte leider nicht gefallen und ich musste mich eher durch die Seiten quälen. Daher auch meine Entscheidung vorzeitig abzubrechen. Hier waren für mich vor allem der Schreibstil und die für mich nicht nachvollziehbaren Handlungen ausschlaggebend.