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Veröffentlicht am 08.04.2026

"Ein klarer 10 von 10-Roman"

King of Sloth
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Nachdem ich den Vorgänger „King of Greed“ beendet hatte, hielt sich meine Euphorie in Bezug auf diese Reihe in Grenzen.
Deshalb hat es auch knapp zehn Monate gedauert, bis ich das Bedürfnis verspürte, ...

Nachdem ich den Vorgänger „King of Greed“ beendet hatte, hielt sich meine Euphorie in Bezug auf diese Reihe in Grenzen.
Deshalb hat es auch knapp zehn Monate gedauert, bis ich das Bedürfnis verspürte, die Reihe weiterzulesen.
Doch nach diesem Band ist die Euphorie stärker zurück als jemals zuvor.
Ich hätte es nicht erwartet, aber „King of Sloth“ ist für mich eine klare 10 von 10.

Sloans und Xaviers Geschichte lässt sich bestens mit „Gegensätze ziehen sich an“ zusammenfassen.
Niemals hätte ich gedacht, dass „Workaholic-Sloan“ sich mit einem reichen Millionärssöhnchen einlassen und glücklich werden könnte.
Aber als Leser wird man ja gerne überrascht.
Mich konnte die Lovestory trotz der gegensätzlichen Charakterzüge der Protagonisten so sehr überzeugen, weil beide den anderen nicht verändert haben, um zusammenzufinden.
Beide haben Seiten bzw. Eigenschaften am jeweils anderen hervorgehoben, die bereits vorhanden waren und nur einen kleinen Anstoß brauchten.
Dabei waren die beiden der nötige Anreiz für den jeweils anderen, sodass sie sich irgendwo in der Mitte getroffen haben.
Man könnte auch sagen, sie haben das Beste im jeweils anderen hervorgeholt.

Meine liebsten Nebenhandlungsstränge waren Sloans Familiengeschichte und Xaviers Mission, seine Auflagen zu erfüllen.
Beide Handlungsstränge haben das oben Beschriebene bestens bestätigt und die persönliche Charakterentwicklung der Figuren unterstrichen.

Zudem ist Xavier ein Vorbild in Sachen „Wie bemühe ich mich um eine Frau“.
Wie er sich ins Zeug gelegt hat, um Sloan zu beweisen, dass er der Richtige für sie ist, war unglaublich schön.
Dieser Mann hat eindeutig Bookboyfriend-Potential.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

"Trügerische Vorstadt-Idylle"

Sie wird dich finden
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Was macht man, wenn die ersten beiden Teile einer Trilogie Jahreshighlights werden?
Richtig, man greift sofort zum letzten Teil!

Wieder einmal sind zwischen den Bänden einige Jahre ins Land gegangen.
Millie ...

Was macht man, wenn die ersten beiden Teile einer Trilogie Jahreshighlights werden?
Richtig, man greift sofort zum letzten Teil!

Wieder einmal sind zwischen den Bänden einige Jahre ins Land gegangen.
Millie und Enzo sind in der Zwischenzeit im „richtigen“ Erwachsenenleben angekommen – verheiratet, zwei Kinder, vernünftige Jobs und jetzt auch Eigentümer eines Vorstadthäuschens.
Schon während der ersten Szene, der Einzugsszene, weiß man: Diese Nachbarschaft ist nicht die idyllische Vorstadtnachbarschaft, die sich Millie in ihren Träumen ausgemalt hat.
Schnell merkt man, dass hinter ihren vorbildlichen Fassaden einiges lauert – weit mehr als die typischen nervigen Nachbarn, mit denen man sich abfinden muss…

Dieses „Einiges“ hätte ich wahrlich nicht erwartet.
Trotz verschiedenster Szenarien, die ich mir im ersten Abschnitt ausgemalt habe, konnte ich die Entwicklungen ab dem zweiten Abschnitt kaum glauben...
Ich saß wirklich mit offenem Mund da und dachte nur: Nein, das kann nicht wahr sein!
Kaum hatte ich mich mit der ersten Enthüllung abgefunden, zaubert Freida McFadden einen unglaublichen Plottwist nach dem anderen aus dem Hut.
Erst nachdem man diese emotionale Achterbahnfahrt hinter sich gebracht hat, kann man sich ein gutes Bild über die weiteren Entwicklungen machen.

Anders als bei den ersten beiden Teilen hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich die Nebenhandlungsstränge ziemlich in die Länge gezogen haben.
Das ganze Familiendrama, Millies und Enzos neuer Alltag oder das Intermezzo mit den beiden neuen Nachbarinnen gingen mir nach zahlreichen Wiederholungen etwas auf die Nerven.

Nichtsdestotrotz ist dies ein super Abschlussband für die Housemaid-Trilogie, in dem man sogar auf einige bekannte Gesichter aus den vorherigen Bänden trifft.
Ich kann diese Reihe uneingeschränkt jedem ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

"Sport - Top, Romance - Flop"

Falling for No. 89
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Ich liebe, liebe, liebe Sportsromance.
Besonders, wenn es um Sportarten geht, die mich auch privat begeistern können.
Da steht American Football bei mir ganz weit oben.

Nun ist es so, dass mich ein Teil ...

Ich liebe, liebe, liebe Sportsromance.
Besonders, wenn es um Sportarten geht, die mich auch privat begeistern können.
Da steht American Football bei mir ganz weit oben.

Nun ist es so, dass mich ein Teil dieser Sportsromance begeistern konnte und ein Teil nicht...
Der sportliche Aspekt in diesem Buch wurde super ausgearbeitet.
Soweit ich es als Fan beurteilen kann, hat die Autorin alle sportlichen Fakten richtig dargestellt und das Wesen des Sports gut eingefangen.
Ebenso werden aktuelle Themen (Kopfverletzungen im American Football und deren langfristige Folgen, Mental Health im Profisport etc.), die erst in den letzten Jahren hochgekommen und viel kritisiert wurden, passend eingearbeitet.
Besonders in Bezug auf Shaila als angehende Sportmedizinerin, die den ganzheitlichen Blick für den Sportler mitbringt.
Sie repräsentiert die Art medizinischer Betreuung, die jeder Sportler haben sollte: Immer den Menschen im Blick – und nicht die finanziellen Interessen des Vereins bei verletzungsbedingten Pausen.

Abgesehen von ihrer beruflichen Expertise hatte ich den Eindruck, dass Shailas Daseinsberechtigung außerhalb ihres Berufs nur darin bestand, ein Kayce-Fangirl zu sein.
Dieser Eindruck verstärkte sich noch, als die Tagebucheinträge aus ihrer Jugend eingebaut wurden.
Die Tatsache, dass Kayce ihr zu Beginn eher herablassend gegenübertritt, ließ ihre Liebesgeschichte sehr einseitig wirken.
Seine späte Erkenntnis, dass Shaila schon immer die Richtige für ihn war und sie sich all die Jahre für ihn "aufgespart" hat, entsprach mir persönlich etwas zu sehr dem klassischen amerikanischen Lovestory-Klischee.

Hinzu kommt das ominöse Familienzerwürfnis, das immer wieder angesprochen wird, aber in neun von zehn Fällen nicht aufgeklärt wird.
Und wenn es im zehnten Fall doch einmal thematisiert wird, wirkt die Aufklärung nur oberflächlich – nach dem Motto: "Hauptsache, es ist am Ende abgehandelt."

Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch zwar in sportlicher Hinsicht begeistern konnte, aber in Sachen Lovestory noch Luft nach oben hat.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

"Neuer Job, neues Glück?"

Sie kann dich hören
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Millies Leben ist seit ihrer Anstellung bei den Winchesters turbulent weitergegangen.
Viele verschiedene Arbeitgeber, die unterschiedlichsten Haushalte, Jobs mit und ohne zusätzliche Aufgaben und trotzdem ...

Millies Leben ist seit ihrer Anstellung bei den Winchesters turbulent weitergegangen.
Viele verschiedene Arbeitgeber, die unterschiedlichsten Haushalte, Jobs mit und ohne zusätzliche Aufgaben und trotzdem immer wenig Geld auf der hohen Kante.
Nun steht sie vor einem altbekannten Problem: Sie braucht dringend einen Job, um über die Runden zu kommen.
Da kommt ihr das Jobangebot in Manhattan natürlich mehr als recht.
Schon beim Vorstellungsgespräch merkt man: In diesem Haushalt ist etwas faul.
Da Millie nicht einfach wegschauen kann, fängt sie an, herumzuschnüffeln und zu helfen.
Und wie Millie habe auch ich irgendwann angefangen, an meinem gesunden Menschenverstand zu zweifeln …

Die Handlung lebt von einem sehr lebendigen Kopfkino, das im Kopf des Lesers ausgelöst wird.
Man malt sich alle möglichen Szenarien aus, was in diesem Haushalt los sein könnte.
Dabei ist der Beginn nicht spannend im klassischen Sinne, aber durch die vielen offenen Fragen und unterschwelligen Andeutungen gerät man in einen Sog, der einen nicht loslässt.
Und dann kommt man automatisch in den Handlungsabschnitt, in dem die richtige Action losgeht und endlich die langersehnten Antworten ans Licht kommen.

„Wenn sie wüsste“ war schon ein Highlight für mich.
Deswegen lag die Messlatte für diesen Folgeteil quasi im unerreichbaren Bereich.
Doch mit diesem Teil hat Freida McFadden das Unmögliche geschafft – sie hat „Wenn sie wüsste“ noch einmal übertroffen.
Durchweg spannend und so verstrickt, dass man mental an seine Grenzen kommt.
So stelle ich mir einen Psychothriller/Thriller vor!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

"Ist es noch ein Spiel?"

Glorious Rivals – Ein Inheritance-Games-Roman
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Schon mit dem Cliffhanger des vorherigen Bandes wurde einem als Leser klar, dass „The Grandest Game“ schon lange kein normales Spiel um Millionen mehr ist.
Und dieser Teil bestätigt nur die Tatsache, dass ...

Schon mit dem Cliffhanger des vorherigen Bandes wurde einem als Leser klar, dass „The Grandest Game“ schon lange kein normales Spiel um Millionen mehr ist.
Und dieser Teil bestätigt nur die Tatsache, dass jeder Teilnehmer seine ganz eigene Motivation und Beweggründe hat.
Mein bisheriger Erfahrungsschatz in Sachen „ausartender Spiele“ beschränkt sich auf das Monopoly-Spielen mit meinen Eltern (immer wieder aufs Neue ein Kriegsschauplatz).
Die Eskalationen im „Grandest Game“ fand ich jedoch um einiges angenehmer. 😃

Die Handlung in diesem Band war wie gewohnt spannend und nervenaufreibend.
Nach und nach erfährt man die wahren Beweggründe der verbleibenden Teilnehmer.
Die neuen Erkenntnisse bringen leider nicht nur Antworten auf offene Fragen, sondern werfen auch wieder neue Fragen auf.
Trotz der vielen neuen Rätsel kristallisiert sich eine zentrale Erkenntnis heraus: Avery und die Hawthornes mögen das „Grandest Game“ entworfen haben, aber sie haben längst keine Kontrolle mehr über das Geschehen.
Sie selbst und das Spiel waren von Anfang an nur Schachfiguren in einem viel größeren Spiel eines unbekannten Gegenspielers.
Hier schlägt der Roman eine Brücke zum Zwischenband „Brothers Hawthorne“.

Die eigene charakterliche Entwicklung der Figuren und auch die Beziehungen untereinander sind wieder toll ausgearbeitet.
Besonders die neue Geschwisterdynamik zwischen Grayson und Lyra hat mir richtig gut gefallen.
Gerne hätte ich von den Originalcharakteren noch mehr gelesen, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass der nächste Band hier noch mehr liefern wird.

Und wie man es von den anderen Büchern des „Inheritance Games“-Universums schon kennt, liest man sich von Cliffhanger zu Cliffhanger …

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