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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2026

"Alte Wunden"

Frost
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Dieser Thriller wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und in mehreren Zeitebenen erzählt.
Der Wechsel zwischen den Perspektiven ließ mich schwer ins Buch starten, aber sobald ich im Flow war, bin ...

Dieser Thriller wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und in mehreren Zeitebenen erzählt.
Der Wechsel zwischen den Perspektiven ließ mich schwer ins Buch starten, aber sobald ich im Flow war, bin ich super durchs Buch gekommen.

Der Cold Case des geschlossenen TBC-Sanatoriums, den Helgi in seiner Studienarbeit behandelt, liegt lange zurück.
Je mehr er recherchiert und mit jedem weiteren Interview, bei dem er alte Wunden aufreißt, erkennt man, dass der Cold Case nur dank mangelhafter Polizeiarbeit ein ungelöster Fall geblieben ist.
Hätte damals jemand so zuverlässig ermittelt, wie Helgi seine Studienarbeit ausarbeitet, hätte man den Mord lösen können.
Manchmal ist ein einziges Detail entscheidend …

Die Auflösung des Falls mag keine große Überraschung gewesen sein, aber das ist ja auch nicht immer das wichtigste Kriterium eines Thrillers.
In diesem Thriller ist der Weg zur Auflösung das wirklich Spannende – ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.
Und dieser Weg ist spannend, nervenaufreibend und dank der Sequenzen im Sanatorium stellenweise düster.
Gänsehaut beim Lesen ist immer ein gutes Zeichen!
Außerdem bin ich immer ein Fan vom Miträtseln und das ist mit diesem Thriller bestens möglich.

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Veröffentlicht am 16.07.2026

"Sommerlektüre"

Actually Yours
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Obwohl ich kein großer Fan des Vorgängers „Secretly Yours“ gewesen bin, wollte ich dem ganzen eine zweite Chance geben.
Ähnlich, wie der Vorgänger, ordne ich auch diesen Band als „Nett für zwischendurch“ ...

Obwohl ich kein großer Fan des Vorgängers „Secretly Yours“ gewesen bin, wollte ich dem ganzen eine zweite Chance geben.
Ähnlich, wie der Vorgänger, ordne ich auch diesen Band als „Nett für zwischendurch“ ein.

Ich bin gut durchs gesamte Buch gekommen.
Das lag zum einen am angenehmen, einfachen Schreibstil und daran dass ungefähr die Hälfte der Handlung aus Sex besteht.
Wer Bücher mit viel Spice mag, ist mit diesem Buch bestens beraten.
Mir persönlich war es einfach „too much“ – gerade im Mittelteil, wo Friede, Freude, Eierkuchen-Stimmung zwischen Natalie und August herrscht.
Dort bin ich auch dazu übergegangen den Großteil der Sexszenen zu überspringen, weil mir die anderweitige Handlung zu kurz kam.

Dabei ist die anderweitige Handlung richtig schön – schön atmosphärisch.
Das Setting in den Napa-Weinbergen, auf den Weingütern der Familie und August schreit geradezu nach Sommer.
Auch die anfängliche Enemie to Lovers-Dynamik zwischen Natalie und August versprach einer sommerlich-leichten Romcom gerecht zu werden.
Diese hätte gerne länger aufrechterhalten werden können, weil sie viel Humor mit sich gebracht hat.

Außerdem waren die Päckchen, die Natalie und August mit sich tragen, richtig schön ausgearbeitet und in die Handlung integriert.
Man hat immer sofort gemerkt, wann Natalie sich von ihrer Familie ausgeschlossen gefühlt hat, ohne ihre Gedanken dazu lesen zu müssen.
Und wie süß ist August bitte, dass er den Traum seines gefallenen Bruders/Freunds erfüllen möchte?
Da habe ich mich schon zwischendurch gefragt, wer hier gerade Zwiebeln schneidet.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

"Süße College-Romance"

You Are My Hurricane
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Das Romance-Bücher-Universum ist mittlerweile riesig und auch an Sports Romance mangelt es nicht.
„You are my Hurricane“ war für mich das typische Beispiel eines Sports-Romance-Romans.
Für mich war dieser ...

Das Romance-Bücher-Universum ist mittlerweile riesig und auch an Sports Romance mangelt es nicht.
„You are my Hurricane“ war für mich das typische Beispiel eines Sports-Romance-Romans.
Für mich war dieser Roman eine nette Unterhaltung, die mich für ein paar Stunden der Realität entfliehen ließ.

Zwei sympathische Protagonisten, die ein Paar werden und versuchen, ihren Platz im Leben zu finden – so wie eigentlich jeder in seinen Zwanzigern.
Dabei werden sie auch mit prägenden Ereignissen aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert.
Im Fall von Maeve ist es ein grenzüberschreitender Exfreund, und Carter kämpft mit familiären Problemen.
Diese Nebenhandlungsstränge haben toll zur Haupthandlung gepasst.
Besonders die Thematik um Carters Vater hat mich packen können.

Die Nebenhandlungsstränge haben mich mehr begeistert als die Haupthandlung, weil sie mich auf emotionaler Ebene erreicht haben.
Maeve und Carter sind ein tolles Paar – sie passen gut zusammen, tun sich gut und werden sicherlich zusammen alt werden.
Aber auf emotionaler Ebene konnte mich die Story nicht packen.
Mir ging am Anfang alles viel zu schnell.
Zwischen „Ich kann dich nicht leiden“ und „Ich liebe dich“ lagen gefühlt zehn Minuten.
Woher kam auf einmal dieser Stimmungswechsel?
Ich konnte es gar nicht verstehen.
In diesen zehn Minuten ist nichts passiert, das einen so abrupten Stimmungswechsel erklären würde.
Es hätte mir schon gereicht, wenn Maeve erst einmal von einer negativen zu einer neutralen Einstellung Carter gegenüber gewechselt hätte, anstatt sofort zum schockverliebten, kichernden Teenager zu werden.
(Das Wort „kichern“ hätte man auch gerne ein- bis zweimal weniger benutzen können.)

Auch wenn „You are my Hurricane“ mich emotional nicht vollständig mitreißen konnte, bleibt es doch eine angenehme Sportsromance für zwischendurch, deren Nebenhandlungen das Lesen durchaus lohnenswert machen.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

"Gänsehaut"

VIEWS
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Ich hätte ahnen sollen, dass ein Krimi aus der Feder von Marc-Uwe Kling nicht einfach nur ein Krimi sein wird.
Wieder sind hochaktuelle politische Themen an der Tagesordnung, die Kling wie immer ungeschönt ...

Ich hätte ahnen sollen, dass ein Krimi aus der Feder von Marc-Uwe Kling nicht einfach nur ein Krimi sein wird.
Wieder sind hochaktuelle politische Themen an der Tagesordnung, die Kling wie immer ungeschönt und teils satirisch an den Pranger stellt.

Für ein Hörbuch, das nur sechs Stunden läuft, waren es mir persönlich zu viele politische Themengebiete auf einmal, die ihr Fett weg¬bekommen haben.
Gerne hätte man die Zeit erhöhen oder die Themenauswahl kürzen können, weil mir der Krimi irgendwann zu kurz gekommen ist.
Spätestens nach der zweiten Hörstunde wurde jedes Geschehnis mit einem politischen Thema verbunden und kritisiert.
Außerdem wird sich viel an Klischees bedient, um die Kritik schärfer darstellen zu können.
Nie stand einfach nur der Krimiplot im Mittelpunkt.
Dabei war die Kriminalgeschichte mit Themen wie KI, sozialen Netzwerken und Deepfakes bestens geeignet für Gänsehaut-Stimmung.
Gerade wegen der Aktualität und der Tatsache, dass man diese Themen immer öfter im Zusammenhang mit negativen Nachrichten liest, wirkt die Geschichte gar nicht so weithergeholt.

Es hätte ein super „Zukunfts-Thriller“ sein können, wenn man sich nicht nur darauf konzentriert hätte, seine politische Meinung zu aktuellen Geschehnissen abzuladen.

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Veröffentlicht am 02.07.2026

"Verity-Abklatsch"

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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Wie man anhand meines Profils sehen kann, habe ich in letzter Zeit viele Bücher der Autorin gelesen und diese durchweg positiv bewertet.
Man kann mich mittlerweile auch als Fan bezeichnen.
Freida McFadden ...

Wie man anhand meines Profils sehen kann, habe ich in letzter Zeit viele Bücher der Autorin gelesen und diese durchweg positiv bewertet.
Man kann mich mittlerweile auch als Fan bezeichnen.
Freida McFadden ist zu einer Autorin geworden, deren Bücher ich blind kaufen kann.
Umso enttäuschter war ich von diesem Thriller, den ich für mich leider als Flop abstempeln muss.

Beim Lesen hatte ich ein Déjà-vu nach dem anderen – und das leider nicht im positiven Sinne.
Jedes Mal dachte ich mir: „Oh, das hast du schon mal gelesen.“
Und genau das war der Fall: Ich hatte die Handlung in sehr ähnlicher Form bereits in „Verity“ von Colleen Hoover.
Lediglich wenige Details unterscheiden diesen Thriller von „Verity“.
Entsprechend wenige Überraschungen gab es für mich im Handlungsverlauf, und wirkliche Spannung kam bei mir auch nicht auf.
Aus diesem Grund habe ich nachgeschaut, ob meine Enttäuschung gerechtfertigt ist.
„Verity“ erschien im Englischen 2018, während „Die Ehefrau“ 2020 auf Englisch veröffentlicht wurde.

Die zwei Sterne vergebe ich für den leicht zu lesenden, flüssigen Schreibstil, der mich trotz allem das Buch schnell beenden ließ.
Außerdem ist die Stimmung düsterer als bei „Verity“, was in meinen Augen viel besser zur Handlung passt.
Über das Ende kann man dieses Mal auch nicht streiten, weil Freida McFadden es – anders als Colleen Hoover bei „Verity“ – geschlossen gestaltet hat.

Hätte ich „Verity“ nicht bereits gelesen, wäre ich sicher ein großer Fan des Buches, denn die Handlung ist an sich gut durchdacht und verstrickt.
Ohne meine Vorkenntnisse wäre ich höchstwahrscheinlich nie auf das Ende gekommen.
Hätte, wenn und aber – nun ist es so.
Nicht jedes Buch eines Autors oder einer Autorin kann ein Volltreffer sein.
Dennoch frage ich mich ernsthaft, wie der Verlag es für gut befinden konnte, dieses Buch, das für mich offensichtlich ein Abklatsch eines anderen Bestsellers ist, zu veröffentlichen.

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