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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Fesselnd

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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„Verlorenes Herz“ von Vanessa Le spielt in der Stadt Theumas, in der Magie verpönt und Maschinen allgegenwärtig sind. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und hat eine ganz tolle Atmosphäre ...

„Verlorenes Herz“ von Vanessa Le spielt in der Stadt Theumas, in der Magie verpönt und Maschinen allgegenwärtig sind. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und hat eine ganz tolle Atmosphäre geschaffen, in der Spannung, Moral und Gefahr konstant präsent sind. Die Kombination aus Steampunk-Elementen, medizinischen Details und Magie fand ich sehr gut und irgendwie auch innovativ, weil ich kein vergleichbares Buch kenne. Die Welt ist auch so detailliert beschrieben, dass man sich alles gut vorstellen kann. Generell schreibt die Autorin sehr detailreich.
Die Protagonistin Nhika ist ein sogenannter Bloodcarver und hat mich vor allem mit ihrer Stärke und ihrem Durchsetzungsvermögen überzeugt. Als Bloodcarver kann sie sowohl Leben retten als auch nehmen, was ich besonders spannend fand.
Insgesamt war ich wirklich sehr gefesselt und das Ende hat mir gut gefallen. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Besondere Atmosphäre

Eisnebel
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Kate Alice Marshall hat einen Schreibstil, der gleichzeitig ruhig und packend ist. Sie beschreibt Landschaften so, dass man das Knirschen des Schnees unter den Schuhen fast hört und schafft dabei eine ...

Kate Alice Marshall hat einen Schreibstil, der gleichzeitig ruhig und packend ist. Sie beschreibt Landschaften so, dass man das Knirschen des Schnees unter den Schuhen fast hört und schafft dabei eine Stimmung, die sich wie ein stetig dichter werdender Nebel über die Handlung legt.
Der Aufbau der Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen. Neben dem eigentlichen Handlungsstrang gibt es immer wieder Erinnerungsfetzen, die zuerst verwirrend wirken, sich später aber wie Puzzleteile zusammensetzen.
Theo ist sehr unsicher und man erlebt hautnah mit, wie sie auf der Suche nach Antworten ist. Was ich dabei sehr gelungen finde, ist das Tempo. Am Anfang wirkt alles fast idyllisch, doch mit jeder Nachricht, jedem Blick der Daltons, jeder neuen Frage erhöht sich der Druck. Es gibt mehrere Wendungen, von denen ich einige erahnt habe, aber die großen Wendungen haben mich eiskalt erwischt.
Der Thriller hat eine ganz besondere Atmosphäre und ich habe richtig mitgefiebert.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Sehr düster

Nocticadia
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Das Cover von Nocticadia wirkt sehr düster und geheimnisvoll. Es verrät daher schon eine Menge über die Atmosphäre der Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist unmittelbar und als würde man direkt in ...

Das Cover von Nocticadia wirkt sehr düster und geheimnisvoll. Es verrät daher schon eine Menge über die Atmosphäre der Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist unmittelbar und als würde man direkt in Lilia hineinversetzt werden. Sie schreibt ohne viele Schnörkel, oft mit kurzen, abgehackten Sätzen, die die innere Unruhe von Lilia widerspiegeln, sodass man die Szenen nicht nur liest, sondern spürt. Dabei wird außerdem viel über Sinneseindrücke wie Geräusche, Gerüche und körperliche Reaktionen erzählt.
Lilia ist eine Protagonistin, die von Anfang an zerrissen wirkt. Einerseits kümmert sie sich um ihre kleine Schwester Bee, arbeitet im Krankenhaus und kämpft sich durch einen anstrengenden Alltag. Andererseits wird sie von dem Trauma belastet, das der Tod ihrer Mutter hinterlassen hat. Ihre Albträume, die sich wie Erinnerungen anfühlen, zeigen, dass sie nicht weiß, wo die Grenze zwischen Realität und Einbildung verläuft. Sie wirkt dadurch verletzlich, aber auch stark. Sie ist jemand, der gelernt hat, trotz allem weiterzumachen. Durch Routinen, das Tragen des Rosenkranzes und logische Erklärungen für das, was sie erlebt, versucht sie die Kontrolle zu behalten. Doch je mehr sich die merkwürdigen Erscheinungen häufen (die schwarzen Würmer, die Geräusche im Dunkeln), desto mehr beginnt sie an sich selbst zu zweifeln.
Bee bringt eine gewisse Wärme in die Geschichte. Sie ist eine Art Lichtpunkt für Lilia, gleichzeitig aber auch Verantwortung und Bürde. Conner dagegen spiegelt die raue Realität wider. Er ist laut, unzuverlässig, aber irgendwie vertraut. Jayda ist freundlich, während Angelo von Anfang an bedrohlich wirkt. Alle Figuren lösen daher ganz verschiedene Emotionen in Lilia aus: Angst, Fürsorge, Wut oder Schuld.
Die Handlung bewegt sich zwischen Alltagsdrama und psychologischem Horror und hat mir sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Liebevoll gestaltet

Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1)
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„Kiss Me Once“ funktioniert als Graphic Novel erstaunlich gut. Von den ersten Seiten an war ich drin und hatte das Gefühl, einen sehr modernen, liebevoll gestalteten Comic in der Hand zu halten. Der Lesefluss ...

„Kiss Me Once“ funktioniert als Graphic Novel erstaunlich gut. Von den ersten Seiten an war ich drin und hatte das Gefühl, einen sehr modernen, liebevoll gestalteten Comic in der Hand zu halten. Der Lesefluss ist unglaublich angenehm: Die Panels sind klar strukturiert, Gedanken und Geräusche schön eingearbeitet, und man verliert nie den Überblick.
Inhaltlich ist die Geschichte eine schöne Mischung aus Romance, Humor und ein bisschen Spannung. Das Bodyguard-Setting ist zwar nicht neu, aber es wird hier so charmant erzählt, dass man sich schnell in der Geschichte verliert. Ivy ist eine Protagonistin, die sofort ans Herz wächst. Sie ist lebensfroh, mutig und ein bisschen frech. Ryan ist ihr perfekter Gegenpol.
Die Optik ist natürlich das große Highlight. Die pinken Highlights setzen Akzente, ohne zu überladen zu wirken. Insgesamt bin ich wirklich positiv überrascht und kann die Graphic Novel wärmstens weiterempfehlen, da ich finde, dass sie sich auch wunderbar als Einstieg eignet.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Cliffhanger

Heir of Storms
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Wenn man Geschichten liebt, in denen Prüfungen, Rivalitäten und Machtspiele eine große Rolle spielen, dann ist „Heir of Storms“ genau das richtige Buch. Die Spiele, die Blaze durchlaufen muss, sind abwechslungsreich ...

Wenn man Geschichten liebt, in denen Prüfungen, Rivalitäten und Machtspiele eine große Rolle spielen, dann ist „Heir of Storms“ genau das richtige Buch. Die Spiele, die Blaze durchlaufen muss, sind abwechslungsreich und bringen immer wieder Tempo in die Handlung.
Blaze wächst mit jeder Herausforderung und ihre Unsicherheiten und kleinen Fehler machen sie sehr menschlich und nahbar. Auch das Zusammenspiel der Figuren funktioniert gut. Sei es mit Hal, dem Kronprinzen, oder Fox, dem geheimnisvollen Konkurrenten. Die Dynamik zwischen ihnen ist spannend, aber nie kitschig oder überzogen.
Der Fantasy-Anteil der Handlung ist stark, aber nicht kompliziert. Die Intrigen, Politik und die Geschichte der Höfe geben der Handlung außerdem eine zusätzliche Tiefe, die Lust auf mehr macht. Besonders gut gelungen ist auch die Balance aus Spannung, Gefühl und Worldbuilding.
Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, weshalb ich jetzt ganz gespannt auf den nächsten Band warte.

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