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Veröffentlicht am 16.09.2019

Leider der schwächste Band der Reihe

One More Kiss
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Als Kendall Sparks Carter Clynes in einer Flughafenlounge trifft, ahnt sie nicht, dass sie mit ihm noch einige Reisen unternehmen wird. Doch schon von Beginn an ist sie fasziniert von dem charmanten Piloten ...

Als Kendall Sparks Carter Clynes in einer Flughafenlounge trifft, ahnt sie nicht, dass sie mit ihm noch einige Reisen unternehmen wird. Doch schon von Beginn an ist sie fasziniert von dem charmanten Piloten und reist mit ihm nach Rio. Dort verbringen sie einige schöne Tage zusammen und beide merken, dass sie sich immer mehr zueinander hingezogen fühlen..

Mit Kendall Sparks hatte ich leider so meine Probleme. Zu Beginn hat sie total arrogant gewirkt und mir ist es schwer gefallen sie richtig einzuschätzen. Sie trägt aufgrund der Testamentsanforderungen ihres verstorbenen Großvaters eine riesige Last auf den Schultern und steht daher vor einer schweren Entscheidung. Auf der einen Seite konnte ich ihre Zweifel verstehen, aber auf der anderen Seite hat sie auch sehr naiv, anhänglich und sprunghaft gewirkt, was mich zunehmend genervt hat. Sie trifft so einige überstürzte Entscheidungen und viele Handlungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen.
Carter Clynes ist ein Pilot und man merkt ihm an, dass er den richtigen Job für sich gefunden hat. Zu Beginn wirkt auch er etwas arrogant und eben wie der typische Bad Boy, womit ich ihn aber komplett falsch eingeschätzt habe. Denn eigentlich ist Carter ein herzensguter Mensch, der nicht nur charmant und feinfühlig ist, sondern auch total selbstlos handelt. Dabei tut er alles, damit es seinen Lieben gut geht und rennt auch ein Stück weit vor seiner Vergangenheit weg.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und in einem authentischen Tempo. Es war schön mitzuverfolgen wie die beiden sich einander immer mehr öffnen. Trotzdem konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, was die beiden aneinander finden, denn irgendwie hat einfach die Chemie und die Anspannung gefehlt.

"In diesem Moment - Hand in Hand mit Carter und nachdem er mich "sein Mädchen" genannt hatte - wurde mir bewusst, dass es nicht viel gab, das ich nicht mit ihm machen würde. Das war zwar ein schöner Gedanke, aber machte mir auch gleichzeitig eine Riesenangst." (Position 688)

Es gibt zwar einige Nebencharaktere, die immer mal wieder auftauchen, aber weitestgehend stehen Kendall und Carter im Vordergrund, was ich aber auch nicht weiters schlimm finde. Trotzdem hat es mich gefreut, dass es ein Wiedersehen mit Chance aus One More Chance gibt.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist zwar wieder locker leicht und es gibt auch wieder viele gefühlvolle und tiefgründige Szenen sowie humorvolle Dialoge. Trotzdem hatte ich so meine Probleme mit dem Buch, was vor alle daran liegt, dass mir einige Szenen einfach viel zu schnell gingen und so etwas abgehackt gewirkt haben. Es passiert zwar richtig viel, aber so ganz konnten mich die beiden Autorinnen damit nicht überzeugen. Gefallen hat mir allerdings, dass das Buch wieder abwechselnd aus Kendalls und Carters Sicht geschrieben wurde, sodass man einen guten Einblick in deren Gefühlswelt erhalten hat.
Gestört hat mich als Tourismuskauffrau hingegen die Darstellung des Pilotenlebens von Carter. Irgendwie hat alles total unlogisch gewirkt: die Flugrouten, die Zeiten für das Check In und einige andere Kleinigkeiten.

Das Cover des Buches passt meiner Meinung nach zur Geschichte und auch zu den restlichen Covern der Reihe, trifft aber ansonsten nicht so wirklich meinen Geschmack.

Leider hat mich One More Kiss eher enttäuscht und ist meiner Meinung nach der bisher schwächste Teil der Reihe. Mir ging vieles einfach viel zu schnell und auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Dafür gibt es von mir 2,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Zweite Chancen und besondere Momente

My Second Chance
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Lorn ist schon seit Jahren in Theo verliebt. Doch dieser weiß nichts von ihren Gefühlen und so fragt er sie, ob sie ihn nicht zum jährlichen Maiglöckchenball begleiten will, um sich andere Mädels vom Hals ...

Lorn ist schon seit Jahren in Theo verliebt. Doch dieser weiß nichts von ihren Gefühlen und so fragt er sie, ob sie ihn nicht zum jährlichen Maiglöckchenball begleiten will, um sich andere Mädels vom Hals zu schaffen. Überglücklich stimmt Lorn zu und schon bald merken die beiden, dass ihre Freundschaft viel mehr bedeutet..

Lorn Rivers war mir ja schon im ersten Band total sympathisch und dieser Eindruck hat sich nochmals bestätigt. Sie spielt bei den Newfort Newts Basketball und ist dadurch ein echter Teamplayer. Trotzdem genießt sie auch gerne mal Zeit alleine und hat nicht so viel für Partys übrig. Auf der einen Seite wirkt sie manchmal etwas unsicher, handelt sehr verantwortungsbewusst und loyal, aber auf der anderen Seite handelt sie auch oftmals impulsiv, was sie vor allem zu Beginn etwas kindisch wirken lassen hat. Außerdem ist sie total ehrgeizig und zieht ihr Ding durch.
Theo Griffin kennt man auch schon aus dem ersten Band. Er ist Coltons Cousin und das komplette Gegenteil von ihm. Theo ist total ruhig und gelassen, immer freundlich und handelt die meiste Zeit sehr selbstlos. Dabei hält er seine eigenen Gefühle unter Verschluss, sodass ich ihn manchmal nicht so gut einschätzen konnte. Trotzdem hat er sich zum Ende hin nochmals geöffnet und ich konnte sein Handeln auf jeden Fall nachvollziehen.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo. Von Lorn weiß man ja von Beginn an, dass sie unglücklich in Theo verliebt ist und so fiebert man die ganze Zeit mit ihr mit. Dabei entwickelt sich zwischen den beiden zuerst eine tolle Freundschaft, die nach und nach immer mehr Knistern hervor ruft.

"Nenn mich altmodisch, aber sollte sich die Liebe nicht genau so anfühlen? Wie eine Welle, die über dich hinwegfegt, die du nicht aufhalten kannst. Etwas, das plötzlich da ist. Echt und wertvoll und etwas, das du nur mit einer einzigen anderen Person teilen kannst." (Seite 182)

Besonders gefreut hat es mich, dass es ein Wiedersehen mit Cassidy und Colton aus dem ersten Band My First Love gibt. Meiner Meinung nach hat Cassidy mal wieder unter Beweis gestellt, dass sie wirklich eine tolle Freundin ist und auch die vielen Schlagabtausche zwischen ihr und Colton blieben nicht aus. Neben den beiden sind auch wieder Lorns und Theos Familien dabei, die die beiden immer unterstützen, was mir sehr gut gefallen hat. Auch Lorns Mannschaft lernt man kennen, wobei mir hier vor allem die Dynamik innerhalb des Teams gefallen hat.

Der Schreibstil von Tanja Voosen ist nicht nur locker leicht und sehr bildhaft sondern lässt sich angenehm lesen. Dennoch hatte ich zu Beginn noch so meine Probleme, denn irgendwie passiert zwar schon richtig viel, aber so ganz konnte ich mich noch nicht auf die Geschichte einlassen. Das hat sich aber zum Glück ziemlich schnell gelegt, denn die Autorin hat immer wieder schöne und vor allem besondere Momente zwischen Lorn und Theo geschaffen, sodass ich einfach nur wissen wollte, wie es mit den beiden weiter geht. Dabei konnte sie mich vor allem durch die Mischung aus humorvollen aber auch tiefgründigen Dialogen überzeugen. Schade finde ich es nur, dass das Buch komplett aus Lorns Sicht erzählt wird. So konnte ich mich zwar gut in sie herein versetzen, aber ab und zu hätte ich auch gerne mal einen Blick in Theos Gedankenwelt geworfen.

Das Cover des Buches gefällt mir wieder richtig gut, denn es ist nicht nur total sommerlich sondern auch einfach wunderschön. Besonders cool finde ich, dass es eine Szene aus dem Buch darstellt, die meiner Meinung nach auch zu den kleinen besonderen Momenten zwischen Lorn und Theo zählt.

Ich habe mich schon seit Wochen total auf My Second Chance gefreut und wurde definitiv nicht enttäuscht. Auch wenn ich am Anfang so meine Probleme mit dem Buch hatte, konnte mich die Geschichte rund um Lorn und Theo doch noch überzeugen, denn sie lebt vor allem von kleinen Momenten und großen Gefühlen. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Konnte mich leider nicht vollständig überzeugen

Die Welt durch deine Augen
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Enya arbeitet hart für ihren Traum Schriftstellerin zu werden und doch kassiert sie Tag für Tag Absagen, weswegen sie nebenbei auch noch kellnern geht. Auch mit ihrem Freund Carlo läuft es nicht richtig, ...

Enya arbeitet hart für ihren Traum Schriftstellerin zu werden und doch kassiert sie Tag für Tag Absagen, weswegen sie nebenbei auch noch kellnern geht. Auch mit ihrem Freund Carlo läuft es nicht richtig, denn dieser ist erfolgreicher Musiker und hat kein Verständnis für Enyas Situation. Eines Tages lernt sie dann Janosch kennen und fühlt sich vom ersten Moment an zu ihm hingezogen. Doch Janosch verbirgt ein Geheimnis vor ihr..

Enya Unterberger arbeitet Tag und Nacht an ihrem Traum ein Buch zu veröffentlichen und arbeitet nebenbei in einem Café. Leider muss ich zugeben, dass ich mit Enya nicht so ganz warm geworden bin. Sie hat sehr große Selbstzweifel, da sie schon einige Absagen erhalten hat und hegt generell sehr negative Grundgedanken. Noch dazu handelt sie meist sehr Ich-bezogen und ich konnte ihr Verhalten zum Teil wirklich nicht nachvollziehen.
Janosch Novak lernt man als freundlichen und sehr feinfühligen Menschen kennen. Er hat irgendwie eine ganz besondere Ausstrahlung und ein sicheres Auftreten, sodass ich niemals auf sein Geheimnis gekommen wäre. Umso besser gefällt es mir wie er damit umgeht.
Die Beziehung von Enya und Janosch entwickelt sich in einem authentischen Tempo und ist irgendwie doch etwas besonderes. Leider konnte ich allerdings nicht ganz mitfühlen, was zum einen daran lag, dass ich mit Enya nicht besonders gut klar gekommen, und zum anderen, dass Enya noch so lange mit Carlo zusammen ist, obwohl sie längst Gefühle für Janosch entwickelt hat.

"Hase und Bambi", murmelt er vor sich hin. "Wir wären ziemlich süß zusammen. Also natürlich nur rein hypothetisch, aber wir wären es." (Position 1157)

Neben den beiden Hauptcharakteren gibt es noch ein paar Nebencharaktere. Leider waren mir diese auch nicht wirklich sympathischer als Enya. Vor allem das Verhalten von Enyas Freund Carlo und ihrer besten Freundin Anouk konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, denn solche Freunde möchte man wirklich niemandem wünschen. Die einzige Ausnahme bildet dabei Janoschs Mitbewohner Luca, der ebenfalls mit Enya befreundet ist und ihr dabei hilft ihren Traum zu verwirklichen.

Leider habe ich sehr lange gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Dabei lässt sich der Schreibstil von Sarah Heine eigentlich gut lesen und ist irgendwie doch etwas anders und vor allem poetischer, als ich es gewöhnt bin. Besonders ist dabei auch, dass immer wieder Textschnipsel von Enyas Buch eingebaut wurden. Das hat mich zuerst etwas verwirrt und im Lesefluss gestört, aber letztendlich hat es mir gut gefallen und ich hätte gerne mehr davon gelesen.
Auch wenn das Buch zwischenzeitlich einen Sog auf mich ausgeübt hat, gab es leider auch einige langatmige Szenen und vor allem gab es irgendwie so eine traurige, melancholische Grundstimmung, die mich etwas gestört hat. Dabei wurde das Buch zu Beginn nur aus Enyas Sicht erzählt, aber im Verlauf des Buches kamen auch einige Kapitel aus Janoschs Sicht hinzu, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Cover des Buches ist sehr schlicht und sticht einem nicht sofort ins Auge. Trotzdem passt es irgendwie zum Buch.

Alles in allem konnte mich die Welt durch deine Augen nicht vollständig von sich überzeugen. Leider habe ich sehr lange gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen und auch mit den Charakteren bin ich nicht so ganz warm geworden bin. Dafür gibt es von mir 3/5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Fesselnd, aber auch einige Schwachstellen

Midnight Blue
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Indigo Bellamy braucht dringend einen Job und niemals hätte sie gedacht, dass sie diesen ausgerechnet bei Alex Winslow, einem berühmten Rockstar, findet. Sie soll ihn drei Monate auf Tour begleiten und ...

Indigo Bellamy braucht dringend einen Job und niemals hätte sie gedacht, dass sie diesen ausgerechnet bei Alex Winslow, einem berühmten Rockstar, findet. Sie soll ihn drei Monate auf Tour begleiten und aufpassen, dass er auf der richtigen Bahn bleibt. Doch schon von Beginn an kommen sich die beiden immer wieder in die Quere..

Indigo Bellamy, die von (fast) allen nur Indie genannt wird, wirkt auf den ersten Blick sehr schüchtern und zurückhaltend, aber das ist sie eigentlich gar nicht. Denn eigentlich ist sie selbstbewusst, loyal und kann sich durchaus durchsetzen. Sie zeigt aber auch offen und ehrlich ihre verletzliche Seite, denn sie leidet immer noch unter dem Tod ihrer Eltern.
Alex Winslow ist zu Beginn der typische Rockstar, denn er ist nicht nur absolut launisch und arrogant, sondern säuft auch und nimmt Drogen. Trotzdem zeigt auch er immer wieder seine verletzliche Seite (z.B. auch im Umgang mit seinen Fans). Trotzdem fällt er immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück, was mich richtig gestört hat. Außerdem konnte ich es absolut nicht nachvollziehen, wie er teilweise mit Indie umgegangen ist.
Die Beziehung zwischen den beiden war für mich eine Achterbahn der Gefühle. Am Anfang standen vor allem die ganzen Schlagabtausche im Vordergrund, aber man hat schon die ganze Zeit eine gewisse Anspannung zwischen den beiden gemerkt. Und auch wenn es einige süße und liebevolle, teilweise sogar tiefgründige Momente gab, kann ich doch nicht so ganz verstehen, was Indie an Alex findet und warum sie sich teilweise so behandeln lässt..

"Gib verdammt noch mal endlich zu, dass das alles in ein und dieselbe Richtung zeigt: auf uns. Zusammen. Für den Augenblick." (Seite 207)

Nebencharaktere gibt es in Midnight Blue so einige. Zum einen spielt Indies Familie eine Rolle, wobei mir da nur ihre Schwägerin Natasha und ihr Neffe Ziggy sympathisch waren. Ihr Bruder Craig war mir hingegen durch sein Verhalten total unsympathisch. Außerdem lernt man Alex' Familie kurz kennen und deren Verhalten konnte ich wirklich absolut nicht nachvollziehen. Neben den Familien der beiden lernen wir noch Alex' Band sowie einen Teil von seiner Crew kennen. Irgendwie konnte ich zu allen nicht so wirklich einen Draht aufbauen und wusste nicht so recht, was ich von ihnen halten soll. Letztendlich hat sich gezeigt, dass sie nur das Beste für Alex wollen - auch wenn sie manchmal echt komische Dinge durchziehen, die ich zum Teil auch nicht gut heißen möchte.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, was vor allem daran liegt, dass der Prolog mit einem Zeitungsartikel beginnt und man so ins kalte Wasser geworfen wird und sofort wissen möchte, wie es weiter geht. Der Schreibstil von L.J. Shen ist während des gesamten Buches sehr fesselnd und bildhaft, sodass man regelrecht in einen Bann gezogen wird. Dabei konnte sie mich vor allem durch eine gelungene Mischung von gefühlvollen, aber auch humorvollen und dramatischen Szenen überzeugen. Außerdem hat es mir gut gefallen, dass die gesamte Geschichte abwechselnd aus Indies und Alex' Sicht erzählt wurde, wodurch man einen guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt bekommen hat. Trotzdem gab es meiner Meinung nach leider auch ein paar langatmige Szenen, wodurch sich vor allem der Mittelteil etwas gezogen hat. Gegen Ende nimmt die Geschichte dann nochmal rasant an Tempo auf und es gab so einige Zeitsprünge, die den Lesefluss doch etwas gestört haben. Trotzdem war es total spannend zu lesen, wie sich die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen.

Das Cover des Buches gefällt mir richtig gut und ich hätte wahrscheinlich auch in der Buchhandlung sofort zu diesem Buch gegriffen. Meiner Meinung nach passt es auch gut zur Geschichte, denn eine Gitarre ist ja Alex' Heiligtum.

Insgesamt konnte mich Midnight Blue zwar über weite Strecken vollkommen in den Bann ziehen, aber es gab leider auch ein paar Schwachstellen. Trotzdem konnte es mich eben nicht ganz überzeugen, was vor allem auch an den Charakteren liegt. Dafür gibt es von mir 3,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Absolutes Wohlfühlbuch mit tollen Charakteren

New Promises
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Izzy ist seit Jahren in ihren besten Freund Will verliebt. Doch genau dieser möchte nichts davon wissen. Zumindest bis der Schauspieler Cole Jacobs in Green Valley auftaucht und Skistunden bei Izzy nimmt.. ...

Izzy ist seit Jahren in ihren besten Freund Will verliebt. Doch genau dieser möchte nichts davon wissen. Zumindest bis der Schauspieler Cole Jacobs in Green Valley auftaucht und Skistunden bei Izzy nimmt..

Isobel Walsh, die von allen nur Izzy genannt wird, war mir ja schon im ersten Band total sympathisch und dieser Eindruck hat sich nur nochmals bestätigt. Sie liebt es in den Bergen zu sein und arbeitet im Winter als Snowboardlehrerin. Vor allem aber punktet sie mit ihrer selbstbewussten und frechen Art, denn sie lässt sich von niemandem etwas sagen und zieht einfach ihr Ding durch.
Will Allbrights ist der Sheriff von Green Valley und der Frauenschwarm schlechthin. Dabei ist sich Will seines Aussehens und seines Charmes sehr bewusst und lässt definitiv nichts anbrennen. Trotzdem ist er sehr sympathisch und überzeugt mit seiner humorvollen und liebenswürdigen Art, sodass man ihn ebenfalls einfach mögen muss.
Cole Jacobs ist ein Schauspieler, der ursprünglich aus Irland kommt und nun in L.A. wohnt. Ehrlich gesagt mochte ich ihn am Anfang nicht so, denn er hat einfach unglaublich arrogant gewirkt. Doch nach und nach hat er seine Maske etwas fallen gelassen und man hat gesehen wer hinter dem gefeierten Schauspieler steckt.
Normalerweise bin ich nicht so der Fan von Dreiecksbeziehungen und bin deshalb auch ziemlich froh, dass diese hier nicht so verstrickt war. Denn obwohl Izzy sich sehr zu Cole hingezogen fühlt, bleibt der Fokus meist auf den Gefühlen von Izzy und Will. Die beiden konnten mich vor allem durch ihr humorvolles Geplänkel überzeugen und man hat sofort gemerkt, wie gut die beiden miteinander harmonieren und sich immer aufeinander verlassen können. Trotzdem habe ich die ganze Zeit darauf hingefiebert, ob nicht doch mehr zwischen den beiden entstehen kann.

"Nein, Ernie und Bert sind Freunde. Ihr hingegen", sie ließ ihren Zeigefinger zwischen Will und mir hin- und herwandern, seid eine tragische Ansammlung verpasster Chancen." (Seite 122)

Als Nebencharaktere sind wieder einige Bewohner von Green Valley dabei. Unter anderem lernt man die Familien von Izzy und Will etwas besser kennen. Aber auch Lena und Ryan bekommen immer wieder ihren Anteil an der Geschichte, was mich besonders gefreut hat, denn so kann man ihre Beziehung noch etwas mitverfolgen.

Der Schreibstil von Lilly Lucas ist wieder locker leicht und lässt sich sehr angenehm lesen, sodass ich das Buch innerhalb eines Tages verschlungen habe. Dabei lebt das Buch vor allem von den Emotionen, die Lilly Lucas dem Leser vermittelt. Ich habe an einigen Stellen gelacht, aber ich konnte auch total mit Izzy mitfühlen, wenn es um ihre Gefühle für Will ging. Vor allem aber habe ich die gesamte Zeit mitgefiebert, wie es denn jetzt mit Izzy und Will weitergeht. Das gesamte Buch wird dabei aus Izzys Sicht erzählt, wodurch man natürlich einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhält. An manchen Stellen hätte ich mir aber auch mal einen Einblick in die Gedankenwelt von den Jungs (vor allem von Will) gewünscht.
Was mir an New Promises aber wieder besonders gut gefallen hat, war die Atmosphäre in Green Valley. Irgendwie habe ich mich dort sofort wieder wohlgefühlt, denn ich konnte die typische amerikanische Kleinstadt und seine Bewohner ja schon in Band 1 sofort ins Herz schließen.

Das Cover des Buches gefällt mir wieder richtig gut - auch wenn es nicht an das von New Beginnings heran reicht. Trotzdem finde ich die Farbwahl total gelungen und es harmoniert einfach perfekt miteinander.

New Promises ist für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich habe mich schon total auf diese Neuerscheinung gefreut und es hat mich definitiv nicht enttäuscht. Die Charaktere waren wieder total authentisch, die Atmosphäre einfach zum wohlfühlen und der Schreibstil von Lilly Lucas ist einfach nur klasse. Deswegen kann ich gar nichts anderes als 5/5 Sterne geben.