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Veröffentlicht am 17.03.2019

Gefühlvoller Auftakt, viel Drama und langatmige Szenen

Invincible - Ich geb dich niemals auf
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Nach einer Verletzung steht der Rugbyspieler Nick Renshaw am Ende seiner Profikarriere. Doch sein neuer Verein will ihn mit allen Mitteln wieder fit machen und schickt ihn daher zur Sportpsychologin Anna ...

Nach einer Verletzung steht der Rugbyspieler Nick Renshaw am Ende seiner Profikarriere. Doch sein neuer Verein will ihn mit allen Mitteln wieder fit machen und schickt ihn daher zur Sportpsychologin Anna Scott, die ihm helfen soll die Verletzung auch mental zu überwinden. Schon bald merken die beiden, dass sie sich mehr zueinander hingezogen fühlen als sie sollten.

Nick Renshaw ist ein professioneller Rugbyspieler, der durch eine Verletzung am Tiefpunkt seiner Karriere steht und dadurch auch seinen Ehrgeiz und seine kämpferische Art ein Stück weit verloren hat. Trotz seiner Karriere ist Nick sehr bodenständig, loyal und humorvoll. Vor allem aber ist er auch ein totaler Familienmensch, der auch gerne mal seine verletzliche Seite zeigt. Meiner Meinung nach macht er während der Geschichte eine tolle Entwicklung durch - auch wenn er zum Teil etwas naiv wirkt.
Anna Scott ist eine Sportpsychologin aus den USA, die nach England gekommen ist, um vor ihrer Vergangenheit zu fliehen und mit einer eigenen Praxis einen Neustart zu wagen. Sie ist sympathisch und hat einen tollen Humor. Trotzdem wirkt sie manchmal etwas zurückhaltend und ist daher neben Nick etwas blass geblieben.
Zwischen den beiden Charakteren war von Anfang an eine Spannung spürbar. Trotzdem hat sich die Beziehung von einer professionellen beruflichen Beziehung über eine leichte Freundschaft zu einer Liebesbeziehung in eine angemessenen Tempo entwickelt.

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch nicht viele, denn die Geschichte lebt hauptsächlich von Nick und seiner Karriere. Trotzdem lernt man Nicks Familie kennen, die einfach toll ist und immer hinter ihm steht. Das genaue Gegenteil davon ist Annas Familie, die sie zumeist kritisiert - auch wenn sich das gegen Ende des Buches geändert hat. Zu Beginn lernt man außerdem noch Nicks Verlobte und seinen besten Freund sowie später einige seiner neuen Teamkollegen kennen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn der Prolog wird aus der Ich-Perspektive geschrieben und beschreibt ein Rugbyspiel. Dadurch konnte man die Gefühle von Nick hautnah miterleben und es war einfach total spannend zu sehen wie so ein Spiel abläuft.
Leider wechselten die Autoren dann in eine Erzählerperspektive, was mich zunehmen verwirrt hat, denn es wurde nicht nur aus Nicks und Annas Sicht erzählt, sondern auch Chirurgen und Reporter bekamen einzelne Passagen. Neben diesen wechselnden Erzählperspektiven gab es auch einige Zeitsprünge, die das Lesen meiner Meinung nach noch mehr erschwert haben.
Insgesamt war das Buch aber eine Achterbahn der Gefühle, denn zum Teil war es echt spannend und ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Hier haben sich die Ereignisse und das Drama zum Teil fast überschlagen, was mir irgendwann doch etwas zu viel wurde. Allerdings gab es auch mindestens genau so viele langatmige Passagen, die mich einfach nur gelangweilt haben.
Wie oben schon geschrieben, fand ich vor allem die Sportszenen als sehr gelungen. Ich hatte vorher nicht wirklich einen Bezug zu Rugby, aber die Szenen haben definitiv Lust auf den Sport gemacht.

Alles in allem weiß ich auch Tage nach dem Beenden nicht wirklich was ich von Invincible - Ich geb dich niemals auf halten soll. Vor allem zu Beginn hat es mir richtig gut gefallen, aber dann wurde es mir irgendwann einfach zu viel Drama und ich kam mit den Zeitsprüngen und der Erzählperspektive nicht so wirklich klar. Daher gibt es von mir nur 2,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.03.2019

Emotional, aber auch die richtige Portion Humor

Hot Hero
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Als der Feuerwehrmann Colby Morgan bei einem Einsatz in ein brennendes Haus rennt, um ein Baby zu retten, wird er schwer verletzt und findet sich auf der Intensivstation eines Krankenhauses wieder. Um ...

Als der Feuerwehrmann Colby Morgan bei einem Einsatz in ein brennendes Haus rennt, um ein Baby zu retten, wird er schwer verletzt und findet sich auf der Intensivstation eines Krankenhauses wieder. Um wieder fit zu werden, soll er Physiotherapie von Lydia Decker bekommen. Doch schon bald merken die beiden, dass ihre Gefühle größer sind als sie eigentlich sein dürften.

Lydia Decker ist seit dem Tod ihres Mannes vor 3 Jahren eine allein erziehende Mutter von 3 Kindern, die sich mit ihrem Job als Physiotherapeutin durchs Leben kämpft. Trotz ihrer Vergangenheit ist Lydia total sympathisch und der Umgang mit ihren Kindern ist unheimlich liebevoll. Dabei handelt sie immer selbstlos und hat trotz allem einen tollen Humor, sodass man sie einfach mögen muss. Allerdings merkt man auch, dass sie die Trauer um ihren Ehemann immer noch fest im Griff hat und sie immer wieder ihre verletzliche Seite zeigt.
Colby Morgan ist der älteste der 5 Morgan-Geschwister und bisher immer etwas blass geblieben, denn er ist im Gegensatz zu seinen Brüdern und seiner Schwester eher ruhig und betrachtet die Dinge lieber von außen. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass er nun seine eigene Geschichte bekommt, denn Colby ist einfach super und mindestens genau so leidenschaftlich und charmant wie seine Brüder! Er hat nicht nur ein riesiges Herz, sondern handelt auch total selbstlos und kämpft für das was er will - und das nicht nur in seinem Beruf als Feuerwehrmann. Außerdem ist er wie die gesamte Morgan-Familie ein totaler Familienmensch und steht seinen Geschwistern immer mit Rat und Tat zur Seite.
Die Anziehung zwischen Lydia und Colby war von Beginn an spürbar und doch hat es lange gedauert bis die beiden oder eher gesagt Lydia das nötige Vertrauen aufgebaut hat. Insgesamt hat sich die Beziehung daher in einem authentischen Tempo entwickelt und es war einfach schön zu lesen wie die beiden sich gegenseitig heilen und Kraft geben die jeweiligen Probleme zu überstehen.

"Hast du auch mal Angst?" "Die ganze Zeit. Aber das bedeutet 'mutig sein': etwas zu tun, obwohl man davor Angst hat." (Seite 290)

Als Nebencharaktere ist natürlich wieder die gesamte Morgan-Familie dabei und um es mit Lydias Worten zu sagen: "O Gott, ich liebe deine Familie. Das tue ich wirklich. Ich liebe sie." (Seite 106).
Die Morgans sind nämlich einfach eine großartige Familie, wo man sich gleich total wohl fühlt. Aber auch Lydias Kinder Theo, Isabella und Beatrice lernen wir kennen und die Kinder haben mich sofort in den Bann gezogen, denn sie sind nicht nur süß, sondern genau so witzig und liebevoll wie ihre Mutter.

Auch wenn der dritte Band der True Lovers-Reihe insgesamt gefühlvoller und irgendwie auch düsterer ist, ist Lauren Rowe ihrem locker leichten Schreibstil treu geblieben. Es gab viele emotionale Szenen, die mir Tränen in die Augen getrieben haben. Aber es gab eben auch wieder viele humorvolle Passagen, die die Bücher von Lauren Rowe auch ein Stück weit ausmachen. Meiner Meinung nach hat sie hier wieder die richtige Mischung aus Drama, Emotionen, Humor und Erotik gefunden, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Dabei wird die gesamte Geschichte abwechselnd aus Colbys und Lydias Sicht erzählt, wodurch man die ohnehin schon authentischen und vielschichtigen Charaktere nochmal besser kennen lernt, denn man bekommt einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt.
Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich am Anfang etwas verwirrt war, denn die Geschichte von Colby und Lydia spielt zeitlich gesehen erstmal vor Band 1 der Reihe und endet ein gutes Stück nach dem zweiten Band. Mit der Zeit hat mir das immer besser gefallen, denn so bekommt man nochmal einen anderen Blick auf die Charaktere der beiden anderen Bände und deren Geschichte.

Das Cover des Buches ist wie auch schon die beiden Vorgängerbände eher schlicht gehalten, aber trotzdem schön. Die Bücher sehen auf jeden Fall wunderschön nebeneinander aus.

Insgesamt hat mir auch der dritte Teil der True Lovers-Reihe wieder extrem gut gefallen, auch wenn er anders ist als die anderen beiden Bände. Ich habe mich so auf Colbys Geschichte gefreut und wurde definitiv nicht enttäuscht, denn das Buch besticht wieder mit viel Witz, Humor und Erotik, aber eben auch durch eine tiefgehende Hintergrundgeschichte und echte Emotionen. Dafür gibt es von mir 5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.02.2019

Schöne Fortsetzung mit langatmigen Mittelteil

The Offer
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Als Nicola ihren Job verliert, steht sie am sozialen Abgrund, denn sie braucht unbedingt eine Einnahmequelle, um sich und ihre fünfjährige Tochter durchs Leben zu bringen. Aus lauter Verzweiflung zieht ...

Als Nicola ihren Job verliert, steht sie am sozialen Abgrund, denn sie braucht unbedingt eine Einnahmequelle, um sich und ihre fünfjährige Tochter durchs Leben zu bringen. Aus lauter Verzweiflung zieht sie bei Bram McGregor ein, der sich von da an liebevoll um die beiden bemüht, obwohl Nicola eigentlich mit Männern abgeschlossen hat..

Nicola Price hat in ihrem Leben schon einiges durchgemacht. Sie wurde von dem Vater ihres Kindes verlassen und steht seitdem als alleinerziehende Mutter da, die alles für die kleine Ava tun würde und sich liebevoll um sie kümmert. Deshalb kämpft sie sich auch weiterhin durchs Leben, obwohl sie schon einige Steine in den Weg gelegt bekommen hat. Ihr fällt es außerdem nicht leicht Hilfe anzunehmen bzw. gar danach zu fragen. Meiner Meinung nach macht sie im Verlauf der Geschichte eine tolle Entwicklung durch. Sie fängt nicht nur an Hilfe anzunehmen, sondern sieht dem Leben insgesamt einfach positiver entgegen, was mir sehr gefallen hat.
Bram McGregor kommt ursprünglich aus Schottland und ist nun nach San Francisco gezogen, um näher bei seinem Bruder Linden zu sein und außerdem sein Bad Boy-Leben in New York hinter sich zu lassen. Er leidet darunter, dass ihn aufgrund seines wilden Partylebens niemand wirklich ernst zu nehmen scheint. Deshalb hält er sein Privatleben auch vor allen geschützt und lebt eher zurückgezogen. Im Grunde genommen hat Bram allerdings ein riesengroßes Herz, dass er auf keinen Fall verstecken braucht.
Meiner Meinung nach hat die Chemie zwischen den beiden von Anfang an gestimmt. Trotzdem hat sich die Beziehung der beiden in einem authentischen Tempo entwickelt. Es war einfach schön zu sehen wie Bram um Nicola gekämpft hat und auch sie immer mehr Vertrauen aufgebracht hat und lockerer wurde.

"Du willst wirklich, dass ich dich mag, stimmts?" (Seite 94)

Als Nebencharaktere sind wieder Stephanie, Linden und James dabei, die wir alle schon in Band 1 kennen lernen durften. Außerdem lernt man Ava, die Tochter von Nicola, besser kennen. Sie ist nicht nur zuckersüß, sondern auch selbstbewusst und hat sich mit ihrer Art ganz schnell in mein Herz geschlichen.

Der Schreibstil von Karina Halle ist wie schon im ersten Band locker leicht und lässt sich daher angenehm lesen. Vor allem der erste Teil konnte mich mit viel Gefühl und einem dramatischen Wendepunkt überzeugen. Hierbei wurden die Kapitel meist aus Nicolas Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhalten hat. Aber auch Bram hat seine eigenen Kapitel bekommen, wodurch man auch ihn besser verstehen konnte.
Leider muss ich sagen, dass die Geschichte nach diesem gefühlvollen Auftakt eher langatmig wurde, denn im zweiten Teil des Buches ging es eher um die körperliche Beziehung der beiden. Hier hat die Autorin wieder eine sehr derbe Sprache verwendet, was mir irgendwann doch etwas zu viel wurde. Trotzdem konnte mich das Ende des Buches wieder positiv stimmen und ich bin schon gespannt auf den dritten Teil der Reihe, denn hier wurde auch schon etwas vorweg genommen.

Das Cover des Buches ist mit den pinken Lichteffekten auf dem dunklen Hintergrund wieder ein absoluter Hingucker. Mir gefällt es ebenfalls super wie das Paar und die viktorianischen Häuser von San Francisco mit eingearbeitet wurden.

Insgesamt ist The Offer eine schöne Fortsetzung der Being with you-Reihe, die mich trotz langatmigen Mittelteil doch noch von sich überzeugen konnte. Meiner Meinung steht die Geschichte von Nicola und Bram dem ersten Band in Nichts nach. Deswegen bekommt das Buch 4/5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 27.02.2019

Eine besondere Geschichte, die mich sehr berührt hat

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
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Leni steht kurz vor dem Abitur, was ihr allerdings mittlerweile große Angst bereitet. Noch schlimmer wird dies, als Leni nach den Sommerferien zurück in die Schule muss. Von da an sind Übelkeit, Panikattacken ...

Leni steht kurz vor dem Abitur, was ihr allerdings mittlerweile große Angst bereitet. Noch schlimmer wird dies, als Leni nach den Sommerferien zurück in die Schule muss. Von da an sind Übelkeit, Panikattacken und Angstzustände ihr ständiger Begleiter, die sie auch von ihrem normalen Alltag abhalten. Keiner weiß, was mit Leni los ist, bis ein Arzt die alles entscheidende Diagnose stellt..

Leni lernt man als ein lebensfrohes Mädchen kennen, das kurz vor dem Abitur steht und noch keine wirklichen Pläne für die Zeit danach hat. Das ihr das Kopfzerbrechen bereitet, merkt man Leni von Anfang an. Doch dann werden die kleinen Zweifel zu einem immer größer werdenden Strudel, der Leni zu verschlucken droht. Ich finde, dass Leni im Grunde genommen eine starke Persönlichkeit ist, die niemals aufgibt und dafür meinen vollsten Respekt hat.
Auch wenn Matti erst ziemlich spät in die Geschichte eingreift, konnte man sich trotzdem ein gutes Bild von ihm machen. Eigentlich will er nur ein ganz normales Leben führen, aber er leidet unter einer seltenen nicht heilbaren Krankheit, die ihn dazu zwingt die meiste Zeit zuhause zu verbringen.
Leni und Matti im Zusammenspiel hat mir einfach sehr gut gefallen. Zwar hatten die beiden keinen besonders guten Start, aber dann sind sie meiner Meinung nach nicht nur über sich hinaus gewachsen, sondern haben sich eben auch das Vertrauen und die Hilfe gegeben, die manchmal einfach nötig ist.

"Wir zwei zusammen sind zwei Extreme, die versuchen müssen, sich gegenseitig auszugleichen ohne dass es komplett aus dem Ruder läuft. Und man hat uns keine Anleitung dafür gegeben." (Seite 246)

Neben Leni und Matti lernen wir noch Lenis Eltern, ihre beste Freundin Emma sowie Mattis Familie kennen. Vor allem Lenis Eltern und Emma sind mir positiv in Erinnerung geblieben, denn sie unterstützen Leni bei jedem Schritt, auch wenn Emma bis zuletzt mehr oder weniger im Dunkeln tappt.

Der Schreibstil von Ava Reed konnte mich von Anfang an begeistern und komplett in den Bann ziehen. Sie hat auf eindrucksvolle Weise die Gefühle von Leni wieder gegeben, wodurch sie für mich total greifbar wurden und ich ihr Handeln auch nachvollziehen konnte, obwohl ich selbst nicht von Angststörungen und Depressionen betroffen bin. Dabei ist der Großteil des Buches aus Lenis Sicht geschrieben, aber auch Matti bekommt seine eigenen Kapitel. Dadurch bekommt man auch einen guten Einblick in seine Gefühlswelt und vor allem auch mehr Infos über seine Krankheit und den Umgang mit ihr.

Insgesamt kommt das Buch ohne große Spannung aus, aber darum geht es hier auch gar nicht. Viel wichtiger ist, dass Ava Reed es geschafft hat, ein Thema, dass in unserer Generation zwar sehr präsent ist, aber zum Teil trotzdem totgeschwiegen wird, in einen tollen Jugendroman zu verpacken und den Leser somit auch ein Stück weit aufklärt und auch Mut und Hoffnung gibt.

Das Cover des Buches ist einfach nur wunderschön und es passt meiner Meinung nach auch perfekt zu dem Buch. Nicht nur, dass Grün die Farbe der Hoffnung ist, sondern eben auch die Lichterketten am oberen Rand, die den sonst eher dunkleren Einband erhellen.
Aber nicht nur das Cover ist wunderschön, sondern auch die Innengestaltung. Besonders die Tagebucheinträge, die von der Autorin selbst erstellt wurden, machen dieses Buch nochmal etwas besonderer, denn so wurden die Gefühle von Leni nochmal greifbarer für mich.

Insgesamt ist Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen. wirklich ein besonderes Jugendbuch, dass mich sehr berührt hat und auch zum Nachdenken angeregt hat. Meiner Meinung nach sollte es wirklich in jedem Bücherregal vertreten sein, denn es behandelt ein enorm wichtiges Thema.

"Deine Meinung ist die einzige, die zählt, wenn du morgens in den Spiegel blickst, und sie sollte lauten: Du bist schön und klug, du bist wundervoll und wunderbar." (Seite 206)

Veröffentlicht am 16.02.2019

Humorvoll, aber auch sehr langatmig

Du bist alles
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Als Cameron Kara das erste Mal sieht, ist es sofort um ihn geschehen und er möchte sie unbedingt kennen lernen. Als die beiden sich dann zufällig auf dem College wieder treffen, spüren sie die Anziehung ...

Als Cameron Kara das erste Mal sieht, ist es sofort um ihn geschehen und er möchte sie unbedingt kennen lernen. Als die beiden sich dann zufällig auf dem College wieder treffen, spüren sie die Anziehung sofort. Trotzdem schaffen es die beiden nicht wirklich sich aufeinander einzulassen, denn Cams Verschlossenheit lässt Kara immer mehr verzweifeln.

Kara ist eine sympathische Studentin, die vor allem durch ihre vorlaute und temperamentvolle Art auf sich Aufmerksam macht. Sie ist nicht nur Vollzeitstudentin sondern hat nebenbei auch noch 3 verschiedene Nebenjobs, was ihr manchmal doch mehr zu schaffen macht als sie zeigen möchte. Denn unter ihrer harten Schale verbirgt sich im Grunde doch ein weicher Kern, was sich vor allem auch darin zeigt, dass sie alles für ihre Familie machen würde.
Cameron ist neben Kara leider etwas blass geblieben, denn er ist etwas zurückhaltender und gibt kaum Informationen von sich preis. Trotzdem merkt man ihm an, dass ihn etwas belastet. Dies versucht er aber stets mit schlagfertigen Sprüchen zu überdecken. Hin und wieder zeigt er aber auch seine fürsorgliche und rücksichtsvolle Seite, was ihn sehr sympathisch erscheinen lässt.
Ich habe mich seit Du bist mein Feuer auf die Vorgeschichte von Kara und Cameron gefreut, denn die beiden Charaktere mochte ich da schon richtig gerne. Das die Chemie zwischen den beiden von Anfang an stimmt war meiner Meinung nach auch sofort spürbar. Und obwohl die Funken vom ersten Aufeinander treffen an gesprüht haben, hat sich die Beziehung der beiden sehr langsam und daher in einem authentischen Tempo entwickelt.

"Du weckst in mir den Wunsch, etwas anderes zu sein." (Position 2299)

Der Schreibstil von Isabelle Ronin ist locker leicht und daher angenehm zu lesen. Zu Beginn hatte ich allerdings trotzdem ein paar Probleme, um in die Geschichte einzutauchen, denn ich hatte viele Details aus Du bist mein Feuer nicht mehr wirklich parat. Trotzdem konnte mich die Autorin mit den vielen humorvollen Schlagabtauschen von Kara und Cam in den Bann ziehen, aber eben auch mit ein paar gefühlvollen Szenen überzeugen. Allerdings gab es auch einige langatmige Szenen, denn die Geschichte von Kara und Cam hat sich irgendwann gefühlt nur noch im Kreis gedreht und ich wurde zunehmend genervter von dem ewigen Hin und Her. Trotzdem wollte ich auch unbedingt wissen was Cams großes Geheimnis ist und wurde sichtlich enttäuscht, denn dieses war nicht ganz so schlimm wie man hätte meinen können und so fiel die Spannung ganz schnell weiter ab. Auch das Ende kam mir dann leider viel zu abrupt und ohne jegliche Vorzeichen. Hier hoffe ich, dass es einen weiteren Folgeband geben wird.

Insgesamt hat mir die Geschichte rund um Kara und Cameron über weite Strecken recht gut gefallen. Allerdings gab es viele Wiederholungen, wodurch sich das Buch etwas gezogen hat und auch das Ende konnte keine Pluspunkte sammeln. Daher bekommt Du bist alles nur 3/5 Sterne von mir.