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Veröffentlicht am 05.12.2018

Nahezu perfekter Abschluss der Firsts-Reihe

Der letzte erste Song
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Grace Watkins möchte eigentlich nie mehr singen, denn in ihrer Vergangenheit hat sie dadurch schlechte Erfahrungen gemacht. Doch dann sucht Masons Band eine neue Sängerin und Grace findet sich plötzlich ...

Grace Watkins möchte eigentlich nie mehr singen, denn in ihrer Vergangenheit hat sie dadurch schlechte Erfahrungen gemacht. Doch dann sucht Masons Band eine neue Sängerin und Grace findet sich plötzlich beim Vorsingen wieder - mit Erfolg! Schon bald merken beide, dass sie nicht nur die Liebe zur Musik verbindet..

Grace Watkins kam zwar in den anderen Bänden der Reihe schon vor, aber so wirklich auf dem Schirm hatte ich sie nie. Dabei ist die ruhige und zum Teil etwas schüchterne Studentin wirklich sympathisch. Vor allem aber merkt man ziemlich schnell, dass sie eigentlich gar nicht so arrogant und unnahbar ist wie man denkt, denn dies ist nur eine Maske, die sie in der Öffentlichkeit zeigt, um ihrer Familie, allen voran ihrer Mutter, alles recht zu machen. Vor allem aber ist sie dadurch von Selbstzweifeln, die aus verschiedenen Ereignissen ihrer Vergangenheit kommen, geplagt und findet sich nicht gut genug. Meiner Meinung hat Grace wirklich eine tolle Entwicklung durchgemacht - auch wenn sie sich manchmal im Kreis gedreht hat.
Auch Mason Lewis kennen wir ja auch schon aus den ersten Bänden, aber irgendwie ist er für mich nie so wirklich greifbar gewesen. Ich kannte ihn eigentlich nur wegen seiner On-Off-Beziehung mit Jenny und auf mich hat er immer etwas machohaft gewirkt. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Mason nun seine eigene Geschichte bekommen hat und zeigen konnte, was in ihm steckt, denn eigentlich ist er eine wirklich tolle Persönlichkeit. Er ist zwar sehr aufgeschlossen, humorvoll und schlagfertig, aber er hat auch eine ruhige und gefühlvolle Seite, die sich vor allem im Umgang mit seinen Freunden zeigt. Er ist mitfühlend, aufmerksam und hat immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer. Dabei versucht er auch immer eine Lösung zu finden und handelt dabei oftmals total selbstlos. Oftmals hilft ihm dabei auch die Musik, denn das ist seine allergrößte Leidenschaft und das merkt man auch im Umgang mit seiner Band.

Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich meiner Meinung nach sehr authentisch. Schon zu Beginn merkt man, dass zwischen den beiden eine gewisse Anspannung herrscht, doch beide befinden sich noch in einer Beziehung und sind eigentlich auch nicht wirklich gut aufeinander zu sprechen. Doch über eine beginnende Freundschaft entwickelt sich schließlich doch eine zarte Liebesgeschichte, die mich die ganze Zeit mitfiebern lassen hat.
"Und obwohl ich die Zeilen so oft gelesen hatte, dass ich sie auswendig kannte, hatte ich sie nie auf ihn und mich bezogen. Doch plötzlich passte jedes Wort auf uns. "(Seite 406)

Natürlich war auch wieder die gesamte Clique der beiden als Nebencharaktere vertreten und irgendwie hat sich die Rückkehr nach Huntington so ein bisschen wie nach Hause kommen angefühlt. Die Clique ist mir bereits nach dem ersten Band so ans Herz gewachsen und dieser Eindruck hat sich von Band zu Band gestärkt. Auch in diesem Band mochte ich die Dynamik zwischen den einzelnen Charakteren wieder total gerne. Vor allem aber hat es mir gefallen, dass Emery und Dylan nicht nur als beste Freunde der beiden eine Rolle spielen, sondern auch noch ihre ganz eigene Nebengeschichte bekommen. Außerdem finde ich es cool, dass es ein Crossover mit den Charakteren aus Laura Kneidls Berühre mich. Nicht. gab.

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni lässt sich wieder wie gewohnt flüssig lesen. Dabei ist er wieder ebenso gefühlvoll wie humorvoll, wodurch der Leser auf eine Achterbahn der Gefühle mitgenommen wird. Die Geschichte wird sowohl aus Graces als auch aus Masons Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt erhält und sich auch besser in die Charaktere rein versetzen kann.
Was mir an diesem Band besonders gut gefallen hat, ist das die Musik sich wie ein roter Faden durch das Buch gezogen hat. Es ist aber eben nicht diese 08/15 Rockstar-Story, die man schon aus etlichen Büchern dieses Genres kennt. Vielmehr ist es die Liebe zur Musik, die die beiden Charaktere verbindet und auch näher bringt - auch wenn es beide zuerst nicht wollen.

"Wenn alles andere versagt, bleibt einem immer noch die Musik. Musik stellt keine Fragen, macht keine dummen Kommentare, gibt keine unerwünschten Ratschläge, sondern ist einfach für dich da. So lange wie nötig. "(Seite 152)

Insgesamt ist der letzte erste Song für mich der nahezu perfekte Abschluss der Firsts-Reihe, denn die Geschichte von Mason und Grace hatte alles, was die Reihe für mich ausmacht: authentische Charaktere, die mit ihrer ganz eigenen Vergangenheit zu kämpfen haben, viele kleine aber auch große Momente, aber eben auch diese einzigartige Gruppendynamik der Charaktere. Von mir gibt es daher5/5 Sterne!

"Elle hatte recht. Das hier war kein Ende. Es war nur der Beginn eines neuen Kapitels in meinem Leben. Und auch wenn es wehtat, Abschied zu nehmen, würde ich diese Zeit niemals vergessen, genauso wenig wie die Menschen, mit denen ich sie verbracht habe." (Seite 448)

Veröffentlicht am 29.11.2018

Ein Roadtrip durch Schottland und ein gelungener Abschluss der Dilogie

Nichts zu verlieren. Außer uns.
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Um den Fängen seiner Familie zu entkommen, fliegt Max von Linden über de Geburtstag seines Vaters nach Edinburgh. Schon am Flughafen trifft er auf die Straßenmusikerin Lina und die beiden können sich auf ...

Um den Fängen seiner Familie zu entkommen, fliegt Max von Linden über de Geburtstag seines Vaters nach Edinburgh. Schon am Flughafen trifft er auf die Straßenmusikerin Lina und die beiden können sich auf den ersten Blick nicht leiden. Doch dann treffen die beiden immer wieder aufeinander und starten einen gemeinsamen Roadtrip durch Schottland.

Max von Linden stammt aus einem reichen Elternhaus und wirkt auf den ersten Blick unglaublich arrogant. Aber wenn man erstmal hinter seine Maske blickt, merkt man schnell, dass sich der 22-jährige nicht viel aus Geld macht und eigentlich einfach nur frei sein möchte. Deshalb rebelliert er auch zum Teil gegen sein Elternhaus, von dem er sich loseisen möchte - unter anderem eben auch indem er über den Geburtstag seines Vaters nach Schottland flieht. Max mochte ich schon im ersten Band richtig gerne und dieser Eindruck hat sich mit seiner eigenen Geschichte nochmals bestätigt.
Lina Stollberg ist das komplette Gegenteil von Max. Sie kommt aus eher einfach Verhältnissen und vor allem aus einem zerütteten Familienverhältnis, was ihr zu schaffen macht. Trotzdem geht sie selbstbewusst durchs Leben und verdient mit Straßenmusik ihr Geld. Sie hat auf der einen Seite immer einen passenden Spruch auf den Lippen, denn sie sagt, was sie denkt, aber teilweise ist sie auch sehr verschlossen und möchte nicht zu viel von sich preis geben.
Die Beziehung der beiden lässt sich vor allem als explosiv beschreiben, denn die beiden mögen sich von Anfang an nicht und doch treffen sie immer wieder aufeinander. Schon bald merkt man die wachsende Spannung zwischen den beiden, denn wie heißt es so schön: was liebt, das neckt sich.

Auch in diesem Band gibt es wie schon bei Teil eins nicht viele Nebencharaktere. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir hierbei allerdings die kleine Olivia, die mir von Anfang an sympathisch war. Wen ich hingegen gar nicht mochte, ist Max' Familie, wobei sein Vater gegen Ende noch ein paar Pluspunkte sammeln konnte. Allerdings gibt es auch mit Leander und Bela ein Wiedersehen, die ich auch schon im ersten Band mochte.

Leider muss ich zugeben, dass ich etwas gebraucht habe, um in die Geschichte einzutauchen, aber als ich es geschafft habe, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Denn ich wollte unbedingt wissen, wie sich die explosive Mischung zwischen Max und Lina weiterentwickelt und wann der große Knall kommt. Vor allem aber mochte ich Lea Coplins Schreibstil wieder sehr. Er ließ sich locker leicht und angenehm lessen und hat trotz der vielen Details, wodurch man sich vor allem die Landschaft Schottlands sehr gut vorstellen konnte, nie überladen. Dabei wird die gesamte Geschichte abwechselnd aus Linas und Max' Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt bekommen hat und das Handeln der beiden besser nachvollziehen konnte.
Etwas verwirrend war für mich, dass das Buch fast zeitgleich zum Ende von Band 1 spielt. Zwar hat es mich gefreut, dass man auch noch etwas von Jana und Leander mitbekommt, aber irgendwie war ich bereits auf einem komplett anderen Stand über die Beziehung der beiden.

Insgesamt ist Nichts zu verlieren. Außer uns. ein gelungener Abschluss der Dilogie von Lea Coplin. Auch wenn mir der Einstieg etwas schwerer gefallen ist, mochte ich die Geschichte rund um die beiden Charaktere Max und Lina richtig gerne. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.11.2018

Schöner Auftakt mit einigen Längen

Schon immer dein
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Vivi freut sich auf den gemeinsamen Urlaub mit der Familie ihrer besten Freundin, denn sie wird ihre große (und unerwiderte) Liebe David nach mehreren Monaten endlich wieder sehen. Doch kaum angekommen, ...

Vivi freut sich auf den gemeinsamen Urlaub mit der Familie ihrer besten Freundin, denn sie wird ihre große (und unerwiderte) Liebe David nach mehreren Monaten endlich wieder sehen. Doch kaum angekommen, erlebt sie den ersten Schock: David ist in Begleitung angereist. Allerdings merken die beiden schnell, dass mittlerweile nicht mehr nur Freundschaft zwischen ihnen herrscht.

Vivienne ist eine selbstbewusste Grundschullehrin, die sich gerne kreativ auslebt. Dabei ist sie sehr aufgeschlossen und trotz ihrer schweren Vergangenheit auch lebenslustig und fröhlich. Trotzdem hat sie auch eine verletzliche Seite, die sie hin und wieder preis gibt, aber ansonsten unter ihrer lebensfrohen Maske versteckt.
David St. James hingegen ist eher düster und ruhig, was vor allem auch mit einem Geheimnis zusammenhängt, dass er unbedingt für sich behalten will. Man merkt, dass er unter der Last dessen zu zerbrechen droht, aber trotzdem noch für seine Familie und Freunde da sein möchte. Mit David bin ich ehrlich gesagt nicht ganz so warm geworden, denn ich konnte sein Handeln teilweise nicht so wirklich nachvollziehen.
Die Beziehung der beiden entwickelt sich aus einer tiefgehenden Freundschaft, wobei von Vivis Seite schon seit ihrem Kennenlernen vor 13 Jahren eine uneingeschränkte Liebe besteht. Auch wenn die Freundschaft der beiden durch Davids Weggang nach Hongkong einen Knacks bekommen hat, halten beide noch daran fest. Aber schon bald merken die beiden, dass sich aus dieser Freundschaft doch mehr entwickelt hat als vor allem David lieb ist.

Der Schreibstil von Jamie Beck ist locker leicht und lässt sich gut lesen. Dabei beschreibt sie die Umgebung und die Handlungen sehr detailreich. Allerdings gab es meiner Meinung nach auch einige Stellen, die sich etwas gezogen haben. Andere Passagen, vor allem gegen Ende, wurden hingegen viel zu schnell abgehandelt. Die gesamte Geschichte ist aus der Erzählerperspektive geschrieben, die abwechselnd Vivi und David beleuchtet. So lernt man beide Charaktere besser kennen und kann ihr Handeln besser nachvollziehen. Ab und zu gibt es auch Rückblicke in die Vergangenheit, die dem Buch etwas mehr Tiefgang geben.

Alles in allem ist Schon immer dein ein schöner Auftakt der "die St. James Family"-Reihe von Jamie Beck, der zwar ab und zu ein paar Längen hat, sich aber ansonsten gut lesen lässt. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich Band 2 so schnell lesen werde. Von mir gibt es dafür 3/5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.11.2018

Absolut gelungen!

Der Tätowierer von Auschwitz
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Ich habe der Tätowierer von Auschwitz nun vor fast 3 Wochen beendet und es lässt mich immer noch nicht los. Genau deswegen fällt es mir auch so schwer diese Rezension zu schreiben, denn ich weiß nicht ...

Ich habe der Tätowierer von Auschwitz nun vor fast 3 Wochen beendet und es lässt mich immer noch nicht los. Genau deswegen fällt es mir auch so schwer diese Rezension zu schreiben, denn ich weiß nicht genau wie ich meine Gedanken verpacken soll.

Das Buch handelt von Lale, der als junger Jude ins Konzentrationslager deportiert wird und dort die Häftlingsnummern tätowiert. Unter anderem tätowiert er eben auch den Arm von Gita, die ihm fortan nicht mehr aus dem Kopf geht.

Lale, bürgerlich Ludwig Eisenberg, wird im April 1942 nach Auschwitz deportiert und ist vorerst im Bauamt tätig. Schon bei seiner Ankunft merkt man Lale seinen Überlebenswillen an. Er ist selbstbewusst, hat eine sehr gute Menschenkenntnis und beobachtet seine Umgebung genau. Außerdem spricht er mehrer Sprachen, was ihm seinen Umgang mit der SS und den Mithäftlingen erleichtert. So kommt es, dass er eines Tages erst zum zweiten Tätowierer und schließlich zum alleinigen Tätowierer ernannt wird. Ab diesem Zeitpunkt bekommt er Vergünstigungen, wie z.B. ein eigenes Zimmer oder mehr Essen, die er aber ebenso wie seine Weisheiten und Ratschläge mit anderen teilt und so auch das ein oder andere Leben rettet. Ich habe den größten Respekt vor Lale, denn er ist ein starker Charakter, der durch seinen eisernen Überlebenswillen auch die ein oder andere brenzlige Situation überlebt hat und somit auch die Zeit im KZ überlebt hat.

"Du machst mich neugierig, Lale. Du hast mich irgendwie angezogen. Du hattest eine Stärke, die nicht mal dein kranker Körper verbergen konnte. Deshalb sitzt du heute vor mir." (Seite 43)

Eines Tages lernt Lale Gita kennen, die ebenfalls seit April 1942 in Auschwitz gefangen ist. Für Lale ist es Liebe auf den ersten Blick und auch Gita findet nach und nach Gefallen an Lale. Neben den vielen dunklen Seiten, die man im Laufe des Buches kennenlernt, zeigt die Autorin so, dass es durchaus auch schöne Dinge gab: Liebe, Hoffnung und Freundschaft, die die Häftlinge zusammen geschweißt hat.

"Ich will vergessen. wo ich bin und was meiner Familie zugestoßen ist. Und wenn er mich umarmt, vergesse ich das, nur für diese paar kurzen Momente." (Seite 151)

Der Schreibstil von Heather Morris ist absolut fesselnd. Dabei erzählt sie die aus Gesprächen mit Lale gesammelten Informationen im Präsens, sodass der Leser nochmal mehr mitgerissen wird.

Es gab wirklich schon lange kein Buch mehr, dass mich so emotional berührt und fertig gemacht hat. Ich war die ganze Zeit über die vorgefallenen Grausamkeiten erschüttert, war wütend, habe gehofft, geweint, aber auch an der ein oder anderen Stelle geschmunzelt. Abgerundet wird das Buch noch mit einem Nachwort sowie einer Anmerkung der Autorin und einem Epilog, wodurch ein gelungener Abschluss erzeugt wurde.

Der Tätowierer von Auschwitz hat meiner Meinung nach so viel mehr Aufmerksamkeit verdient, denn es zeigt nicht nur die dunklen Seiten der NS-Zeit sondern eben auch, dass aus so einer grausamen Zeit etwas wunderbares entstehen kann.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Tolles Buch für kalte Tage

Kiss me in London
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Nach einem vergeigten Vorsprechen in London macht sich Jason Malone auf den Weg die Stadt zu entdecken. Als er sich zufällig das Musical Les Misérables anschaut, trifft er auf Cassie, die zu Weihnachten ...

Nach einem vergeigten Vorsprechen in London macht sich Jason Malone auf den Weg die Stadt zu entdecken. Als er sich zufällig das Musical Les Misérables anschaut, trifft er auf Cassie, die zu Weihnachten in ihre alte Heimat zurückkehrt. Sofort merken die beiden, dass sie eine gemeinsame Leidenschaft haben: das Schauspiel und sie Cassie bietet an, Jason die Theaterszene Londons näher zu bringen.

Cassie Winter ist ein 18-jähriges Mädchen, das sich nicht nur gerade nach langem hin und her von ihrem Freund getrennt hat, sondern auch von der Uni geflogen ist. Sie will es immer jedem Recht machen, sodass sie über jede Entscheidung gründlich nachdenkt und manchmal auch Dinge tut, die sie eigentlich nicht machen möchte. Außerdem handelt sie manchmal etwas impulsiv und übertreibt etwas, was mich teilweise etwas genervt hat. Allerdings erfährt man nach und nach auch etwas aus ihrer Vergangenheit, wodurch man sie etwas besser verstehen kann.
Jason Malone ist ein 19-jähriger Amerikaner, der aus Texas angereist ist, um an einem Vorsprechen für einen Schauspielkurs teilzunehmen. Eigentlich studiert er in New York Jura - allerdings auch eher um es seinen Eltern recht zu machen, denn eigentlich möchte er lieber auf der Bühne stehen. Jason war mir von Anfang an irgendwie sympathisch. Er schafft es aus jeder noch so ernsten Situation etwas positiv rauszuholen und glänzt mit seinen humorvollen Improeinlagen, auch wenn diese manchmal doch etwas nach hinten los gehen.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und wirkt dadurch auch sehr authentisch. Aus zwei Fremden entwickelt sich zuerst eine zarte Freundschaft, wodurch die beiden merken, dass sie doch mehr für einander empfinden. Mir hat vor allem gefallen wie die beiden sich gegenseitig auf die Sprünge geholfen haben, um ihren Traum zu erfüllen.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist wieder locker leicht und lässt sich wunderbar lesen. Er ist ebenso humorvoll wie detailreich, aber vor allem durch letzteres ging die Geschichte teilweise doch etwas schleppend voran. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus Cassies und Jasons Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt erhalten hat.
Catherine Rider versteht es auf jeden Fall die winterliche und weihnachtliche Atmosphäre der Stadt detailreich wiederzugeben und dadurch Lust auf London im Winter zu machen.

Das Cover des Buches ist wie schon bei den ersten beiden Bänden wunderschön und mach Lust auf London im Winter.

Alles in allem ist Kiss me in London eine schöne Fortsetzung der Reihe und ein tolles Buch für kalte Tage, das nicht nur Lust auf London im Winter macht sondern auch auf ganz viele Theaterstücke sowie Musicals. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.