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Veröffentlicht am 23.03.2020

Herzzerreißendes und wunderschönes Finale der Again-Reihe

Dream Again
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Jude Livingston zieht nach einer gescheiterten Schauspielkarriere bei ihrem Brude in Woodshill ein. Dort trifft sie nicht nur auf dessen Mitbewohner Cam und Otis, sondern auch auf ihren Ex-Freund Blake, ...

Jude Livingston zieht nach einer gescheiterten Schauspielkarriere bei ihrem Brude in Woodshill ein. Dort trifft sie nicht nur auf dessen Mitbewohner Cam und Otis, sondern auch auf ihren Ex-Freund Blake, den sie mit der Trennung tief verletzt hat. Doch beide merken auch von Beginn an, dass die Anziehungskraft immer noch da ist. Sind die beiden wieder bereit sich aufeinander einzulassen?

Jude Livingston war als Schauspielerin in L.A. tätig, wo sie eine der Hauptrollen in der Serie Twisted Rose gespielt hat. Nachdem sie allerdings aufgrund eines Fehlers keine weiteren Jobs mehr ans Land ziehen kann, wagt sie in Woodshill einen Neuanfang. Jude lernt man als sehr aufgeschlossenen und humorvollen Charakter kennen, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Obwohl sie voller Energie und Tatendrang ist und für die Schauspielerei brennt, merkt man ihr aber auch an, dass die Zeit in L.A. nicht spurlos an ihr vorbei gezogen ist. Teilweise verschließt sie sich vor ihren Liebsten und hat mit großen Selbstzweifeln zu kämpfen.
Blake Andrews war schon in Hope Again einer meiner liebsten Charaktere. Zu Beginn ist Blake allerdings alles andere als der Sunnyboy, den man im Vorgängerband kennengelernt hat. Nach einer Knieverletzung, die ihn womöglich seine Karriere kosten könnte, zieht sich der leidenschaftliche Basketballspieler nämlich von allen zurück und badet in Selbstmitleid. Vor allem Jude gegenüber verhält er sich teilweise sehr unmenschlich, wobei man auch merkt, wie sehr ihn das Beziehungsende verletzt hat. Nach und nach findet Blake aber immer mehr zu seiner lockeren und humorvollen Art zurück, die ich so sehr liebe. Er lockert mit seinen Sprüchen jede Situation auf, ist total liebevoll und immer für seine Freunde da. Vor allem aber packt ihn auch wieder den Ehrgeiz, um auf die Platte zurückzukehren.
Zu Beginn ist die Beziehung von Jude und Blake vor allem durch aufgestaute Wut und viel Frust gekennzeichnet. Trotzdem spürt man vor allem eine tiefe Verbundenheit und eine gewisse Anziehung zwischen den beiden. Es war einfach schön mit an zusehen, wie die beiden sich nach und nach immer mehr annähern.

Da war etwas Schweres in der Art, auf die er mich ansah. So vieles, das unter seiner Abneigung verborgen lag und von dem jetzt ein Bruchteil zum Vorschein kam. (Seite 97)

Besonders gefreut hat es mich, dass es ein Wiedersehen mit einigen Charakteren aus der Vorgängerbänden gab. Vor allem Scott habe ich in diesem Band richtig lieben gelernt und irgendwie hoffe ich ja, dass auch er seine eigene Geschichte bekommt. Auch Everly mochte ich wieder richtig gerne und sie hat gezeigt, was für eine tolle Persönlichkeit sie hat. Aber neben den altbekannten Charakteren lernt man auch neue Charaktere kennen. Ezra, Judes Bruder, mochte ich auch richtig gerne. Er ist zwar eher zurückhaltend und ruhig, aber trotzdem total liebevoll und immer für seine Schwester da. Seine Mitbewohner und Mitspieler Cam und Otis haben die Geschichte immer wieder aufgelockert.

Der Schreibstil von Mona Kasten lässt sich gewohnt angenehm lesen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dabei wird die komplette Geschichte wieder nur aus Judes Sicht erzählt, was mich aber nicht gestört hat, obwohl ich hin und wieder schon gerne Mal Blakes Gedanken verfolgt hätte.
Vor allem der erste Teil des Buches war wahnsinnig emotional und herzzerreißend, wodurch ich nur so mit den Charakteren mitgelitten und -gefiebert habe. Dabei gab es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, wodurch man nochmals einen besseren Eindruck von der früheren Beziehung von Jude und Blake hatte und einige Handlungen besser nachvollziehen konnte.
Nach einem bestimmten Tag wurde die Geschichte zwar etwas ruhiger, blieb aber weiterhin spannend. Hier stellte sich dann auch das von mir geliebte Woodshill-Feeling wieder komplett ein: humorvolle Dialoge, viele liebevolle und teils auch witzige Momente und ein toller Zusammenhalt zwischen den Charakteren. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir in dieser Phase doch einige Sachen etwas zu schnell gingen. Gegen Ende wurde das Buch nochmals richtig spannend und ich habe nur so mitgefiebert. Mona Kasten hat mir mit diesem Buch das Herz gebrochen und wieder zusammen gesetzt und ich bin einfach unendlich traurig, dass diese tolle Reihe nun ihr Ende gefunden hat.

Vor allem aber hat es mir auch gefallen, welche Message die Geschichte von Jude und Blake für den Leser bereit hält. Die beiden zeigen uns nämlich, dass man immer für seine Träume kämpfen soll - egal, wie schlimm die Situation manchmal aussieht.

Wir hatten beide gelernt, wie unglaublich mächtig Träume sein konnten. Manche davon erfüllten sich. Manche veränderten sich. Manche zerbrachen. Und manche wurden mit viel Mut und Arbeit wieder zusammengesetzt. (Seite 468)

Das Cover des Buches ist wieder sehr gelungen und neben Begin Again mein liebstes Cover der Reihe. Ich finde es nicht nur toll, dass es zu den anderen Bänder der Reihen sondern auch wunderbar zur Geschichte von Jude und Blake passt.

Mona Kasten hat mit Dream Again nochmal gezeigt, warum die Again-Reihe zu meinen Favoriten in diesem Genre gehört. Trotz einiger Schwachstellen haben sich Jude und Blake in mein Herz geschlichen und mich mit auf eine Achterbahn der Gefühle genommen. Denn dadurch besticht das Buch: Emotionen, das einzigartige Feeling von Woodshill und authentischen Charakteren. Deshalb kann ich gar nicht anders, als dem Buch 5/5 Sterne zu geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

bittersüße Liebesgeschichte mit jeder Menge Emotionen und authentischen Charakteren

Das Licht von tausend Sternen
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Schon als Ashton und Harper zum ersten Mal aufeinander treffen, fliegen die Funken. Und doch kann sich Harper nicht auf ihn einlassen, denn zu Hause wartet ihr autistischer Bruder Ben, um den sie sich ...

Schon als Ashton und Harper zum ersten Mal aufeinander treffen, fliegen die Funken. Und doch kann sich Harper nicht auf ihn einlassen, denn zu Hause wartet ihr autistischer Bruder Ben, um den sie sich kümmern muss. Trotzdem möchte Ashton sie auf keinen Fall aufgeben und kämpft mit allen Mitteln um sie. Wird Harper sich auf Ashton einlassen?

Harper mochte ich als Protagonistin unglaublich gerne. Man lernt sie als ehrgeizige Studentin kennen, die vor allem mit ihrer schlagfertigen und humorvollen Art überzeugen kann. Aber hinter ihrer tollen Art versteckt sich so viel mehr. Harper kümmert sich in ihrer Freizeit um ihren autistischen Bruder und steckt dafür viel zurück. Dabei handelt sie die meiste Zeit sehr selbstlos und verantwortungsbewusste. Trotzdem merkt man ihr auch an, wie sehr sie sich nach einem "normales Studentenleben" sehnt, weshalb ich ihre zum Teil doch sehr egoistischen Handlungen auch ein Stück weit nachvollziehen konnte.
Ashton war mir ebenfalls von Beginn an sympathisch. Auf den ersten Blick hat er mit seiner selbstbewussten Art wie der typische Bad Boy gewirkt und doch ist er ganz anders, denn auch er hat eine schreckliche Zeit hinter sich, an der seine Familie zerbrochen ist. Um sich sein Traum vom Filmstudium zu verwirklichen, nimmt er zwei Jobs auf sich und arbeitet sehr ehrgeizig an seinen Projekten. Dieser Ehrgeiz zeigt sich aber nicht nur im Bezug auf seine Projekte, sondern auch im Bezug auf Harper, die er mit allen Mitteln von sich überzeugen möchte. Trotz seiner liebevollen und humorvollen Art, ist er auch zum Teil sehr stur, was ihm den ein oder anderen Weg verbaut.
Schon beim ersten Aufeinandertreffen war eine gewisse Anspannung zwischen den beiden Charakteren spürbar und doch hat sich die Beziehung in einem authentischen Tempo entwickelt. Mir hat es gefallen, wie die beiden miteinander umgegangen sind und sich gegenseitig unterstützt haben. Allerdings hätten sie meiner Meinung nach ein bisschen mehr miteinander kommunizieren können, denn so hätten sich einige Missverständnisse vermeiden lassen.

"Und wenn das mit uns das größte Abenteuer unseres Lebens wäre?" Ich sehe ihr tief in die Augen. "Würdest du dann wirklich aussteigen wollen, nur, weil es vielleicht etwas holprig wird?" (Seite 208)

Ebenso wie die beiden Charaktere Harper und Ashton mochte ich auch die zahlreichen Nebencharaktere unglaublich gerne. Vor allem Becca und Will waren mir sehr sympathisch, denn sie sind immer für Ashton und später auch für Harper da. Auch die anderen Leute aus der Clique mochte ich sehr und mir hat vor allem der Zusammenhalt gefallen. Aber auch Harpers Familie spielt eine große Rolle. Vor allem Harpers Mutter verdient meinen größten Respekt. Sie musste schon einiges durchmachen und kümmert sich trotzdem unglaublich liebevoll um ihre beiden Kinder. Vor allem ihre verständnisvolle Art hat mir sehr gut gefallen.

Einmal mit dem Buch angefangen, konnte ich es kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Das liegt vor allem an dem tollen Schreibstil von Leonie Lastella, der nicht nur locker leicht, sondern auch voller Emotionen ist. Sie hat meiner Meinung nach die richtige Mischung aus Humor, Emotionen und Drama gefunden, wobei es nicht nur viele schöne und romantische Szenen gab, sondern eben auch einige ernstere und sensiblere Themen verarbeitet wurden. Vor allem die Darstellung von Bens Autismus habe ich als sehr realitätsnah empfunden. Aber auch der Umgang mit Verlust und Trauer hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut dargestellt.

Ich weiß, dass es nicht im eigentlichen Sinne ein Sieg ist. Autismus ist nichts, was man besiegen kann. Bens Zustand wird nie besser werden. Er wird sein Leben lang auf Hilfe angewiesen sein, aber ich habe gelernt, einen guten Tag zu erkennen und ihn zu genießen. (Seite 40)

Dabei wurde die Geschichte abwechselnd aus Harpers und Ashtons Sicht erzählt, wodurch man einen sehr guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt erhalten hat. Vor allem die Kapitel aus Ashtons Sicht mochte ich sehr gerne, denn hier gab es immer mal wieder Rückblicke in seine Vergangenheit, wodurch man ihn nochmal besser kennen lernen konnte.
Ebenso hat mir die gesamte Atmosphäre in dem Buch gefallen. Dabei hat mir nicht nur der Zusammenhalt zwischen den Freunden bzw. auch Harpers Familie gefallen, sondern auch die Beschreibung der verschiedenen Orte in Missoula und der Umgebung.

Das Cover finde ich mit den reflektierenden Gold- und Silberelementen einfach nur wunderschön und es ist für mich ein absoluter Hingucker! Vor allem passt es meiner Meinung nach auch super zu der Geschichte. Allerdings finde ich es etwas schade, dass das Material nicht so stabil ist.

Wer auf der Suche nach einer bittersüßen Liebesgeschichte mit ernsteren Hintergrundthemen und jeder Menge Emotionen ist, wird bei das Licht der tausend Sterne auf jeden Fall fündig. Mich konnten dabei vor allem die tollen und authentischen Charaktere sowie die wundervolle Atmosphäre überzeugen. Allerdings hat mich das Hin und Her zwischen den Charakteren auch das ein oder andere Mal genervt, weswegen ich 4,5/5 Sternen vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2020

Schönes Buch für zwischendurch mit einer tollen Message

Catching Hope - Leighton und Kaleb
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Für Leighton geht ein Traum in Erfüllung: Neben ihrem Journalismus Studium darf sie bei der Chicago Tribune arbeiten. Doch schon am ersten Tag wird sie zu einem Artikel über die Windy City Bulls und ihrem ...

Für Leighton geht ein Traum in Erfüllung: Neben ihrem Journalismus Studium darf sie bei der Chicago Tribune arbeiten. Doch schon am ersten Tag wird sie zu einem Artikel über die Windy City Bulls und ihrem Starspieler verdonnert, obwohl sie von Sport gar keine Ahnung hat. Promt interviewt sie nicht den Starspieler Karter Young, sondern Kaleb, den jüngeren und zudem verletzten Bruder. Wird sie trotzdem in der Redaktion bestehen und wie geht es mit ihr und Kaleb weiter?

Leighton Baker studiert in Chicago Journalismus und arbeitet nebenbei im Sportresort der Chicago Tribune, obwohl sie von Sport absolut keine Ahnung hat. Trotzdem arbeitet sie ehrgeizig für ihre Karriere. Auf der einen Seite wirkt Leighton dabei sehr selbstbewusst, aber auf der anderen Seite merkt man ihr ihre Unsicherheit immer wieder an. Irgendwie hat sie eine teilweise ungewollt lustige, aber auch verletzliche Art an sich. Teilweise ist es mir schwer gefallen einige Handlungen von ihr nachzuvollziehen, aber das hat sich nach und nach immer mehr gelegt. Denn Leighton hatte keine einfach Kindheit und ihre Familiengeschichte lässt sie noch immer nicht ganz los.
Kaleb Young steht bei den Windy City Bulls unter Vetrag und ist aktuell zum Zuschauen verdonnert, denn nach einem Unfall muss er sich zurück auf den Court kämpfen. Trotz Schmerzen verliert er (fast nie) seinen Mut und kämpft ehrgeizig für sein Comeback. Außerdem unterstützt er seine Mannschaft, obwohl es ihm schwer fällt und man merkt einfach, wie viel ihm Basketball bedeutet. Kaleb mochte ich als Protagonist total gerne, denn er ist sehr charmant, mitfühlend und findet immer die richtigen Worte. Auch seinen Humor mochte ich total gerne.
Zwischen Leighton und Kaleb war meiner Meinung nach von Anfang an eine gewisse Chemie spürbar. Trotzdem lassen es die beiden langsam angehen und es war nicht nur schön die ganzen humorvollen Dialoge mitzuverfolgen, sondern auch zu sehen, wie die beiden sich immer gegenseitig unterstützen.

Zwischen uns war etwas gewachsen, das ich nicht benennen konnte. Es war wie ein Band aus Vertrauen und Zuversicht, das sich um unsere beider Handgelenke gewunden hatte, um uns miteinander zu verbinden. (Position 3252)

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch eher weniger, aber das braucht es auch gar nicht. Zum einen lernt man Leightons beste Freundin Madelyn kennen. Irgendwie konnte ich zu ihr keinen Draht aufbauen, aber trotzdem hat es mir gefallen, wie sehr sie Leighton unterstützt. Außerdem gibt es da noch Karter, Kalebs älterer Bruder, der ebenfalls Basketball spielt. Ihn konnte ich von Beginn an nicht so richtig einschätzen und im Verlauf des Buches wurde er mir immer unsympathischer. Auch Leightons Familie (bis auf ihren Bruder) war mir nicht gerade sympathisch.

Der Schreibstil von Natalie Elin lässt sich sehr angenehm lesen, denn er ist locker leicht. Vor allem die vielen humorvollen Chatverläufe und Dialoge zwischen den Protagonisten haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Nebenbei gab es auch viele süße und auch emotionale Szenen und das Buch kommt fast ohne erotische Szenen aus, was ich sehr erfrischend fand. Allerdings gab es leider auch ein paar Sprünge innerhalb der Geschichte, die mich manchmal etwas aus dem Konzept gebracht haben. Nichtsdestotrotz wurde das Buch gegen Ende nochmals richtig spannend und ich habe richtig mit den beiden Charakteren mitgefiebert.
Besonders gut hat mir außerdem gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus Leightons und Kalebs Sicht erzählt wurde. So hatte man einen guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt und konnte die ein oder andere Handlung doch nochmal besser nachvollziehen.
Meine Meinung nach hat Natalie Elin auch eine richtig schöne Message in die Geschichte eingebaut. Denn Leighton und Kaleb zeigen uns, dass man immer stolz auf sich selbst sein soll - egal, was andere sagen!

"Perfekt gibt es nicht, Leighton! Und danach muss man auch nicht streben." (Position 3369)

Das Cover ist leider nicht so ganz mein Fall. Trotzdem finde ich es toll, dass man direkt sieht, um welche Sportart es sich in diesem Teil der "Read! Sport! Love!"-Reihe handelt und das Cover auch zu den anderen Teilen passt.

Insgesamt ist Catching Hope ein richtig schönes Buch für zwischendurch, das sich sehr angenehm lesen lässt und durch eine tolle Message besticht. Auch die beiden Charaktere mochte ich recht gerne. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Gelungener Jugendkrimi mit viel Spannung und Humor

A Good Girl’s Guide to Murder
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Für eine Projektarbeit in der Schule hat sich Pippa vorgenommen einen Fall, der eigentlich schon abgeschlossen ist, wieder aufzurollen. Sie kann einfach nicht glauben, dass Sal Singh seine Freundin Andie ...

Für eine Projektarbeit in der Schule hat sich Pippa vorgenommen einen Fall, der eigentlich schon abgeschlossen ist, wieder aufzurollen. Sie kann einfach nicht glauben, dass Sal Singh seine Freundin Andie Bell vor 5 Jahren ermordet haben soll. Deshalb macht sich Pippa erneut auf die Suche und merkt bald, dass nicht jeder davon begeistert ist, dass sie den Fall erneut aufrollen möchte..

Pippa mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Sie ist nicht nur intelligent, sondern hat auch einen tollen Sinn für Humor. Außerdem ist sie eine sehr mutige und neugierige Protagonistin, die sich für nichts zu Schade ist und für das kämpft, was sie erreichen möchte. Dabei handelt sie manchmal zwar etwas impulsiv und auf unkonventionelle Weise, aber trotzdem achtet sie dabei auch immer auf die Gefühle ihrer Mitmenschen und stellt ihre eigenen Ziele hinten an, was mir sehr gut gefallen hat.
Neben Pippa spielt Ravi noch eine große Rolle. Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr über ihn verraten, aber ihn mochte ich auch so gerne und meiner Meinung nach ist er der perfekte Gegenpart zu Pippa. Ravi ist ebenfalls sehr humorvoll, immer freundlich, an den richtigen Stellen vorsichtig und er holt Pippa immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Trotzdem ist er immer an ihrer Seite und hilft ihr, wo er nur kann. Insgesamt mochte ich die beiden als Ermittlerduo sehr gerne. Zwar war zwischen den beiden auch immer wieder eine gewisse Anspannung spürbar, aber diese wurde sehr im Hintergrund gehalten, was mir gut gefallen hat.

"Aber Pip wusste, dass es ihm egal war. Und ihr ebenfalls. Sie beobachtete ihn in diesem verwirrenden Moment von Glück und Trauer." (Seite 312)

Im Verlauf der Geschichte lernt man so einige Charaktere kennen, wovon ich gut die Hälfte mindestens einmal verdächtigt habe. Trotzdem gab es auch einige Charaktere, die ich sehr gerne mochte. Unter anderem Pippas Familie, die zwar etwas chaotisch, aber trotzdem sehr liebenswert ist. Auch ihre beiden Freundinnen Cara und Lauren mochte ich sehr gerne.

Der Schreibstil von Holly Jackson hat mir sehr gut gefallen. Er ist nicht nur total spannend, sondern auch sehr humorvoll und zum Teil sogar etwas emotional. Zwar wird das gesamte Buch aus der Erzählerperspektive geschrieben, was ich normalerweise nicht so mag, aber hier hat es mich nicht gestört. Das liegt vor allem auch daran, dass die Geschichte immer wieder durch verschiedene Protokolle (z.B. Interviews und andere Gespräche), aber auch Zeichnungen unterbrochen wir. So konnte man sich die Geschehnisse nochmal besser vorstellen und man hatte das Gefühl fast live bei den Recherchen dabei zu sein. Meiner Meinung nach war das Buch bis zum Ende hin sehr spannend und ich habe die ganze Zeit mitgerätselt, was vor 5 Jahren passiert ist. Dabei wurde ich bis zum Ende immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt und war deshalb umso überraschter vom Ausgang der Geschichte.
Außerdem hat es mir gefallen, dass die Autorin auch aktuelle und sensible Themen mit in die Geschichte einfließen lassen hat. Ebenfalls ist der Schauort und die Atmosphäre sehr gelungen, denn das Buch spielt in einer britischen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt.

Das Cover des Buches ist schlicht gehalten und verrät nichts über die Geschichte. Dennoch gefällt es mir recht gut.

Insgesamt ist A Good Girl's Guide to Murder ein gelungener Jugendkrimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann ziehen konnte. Dabei konnten mich nicht nur die beiden Charaktere Pippa und Ravi überzeugen, sondern auch der gesamte Aufbau der Geschichte. Deshalb gibt es von mir 5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

Gelungenes Debüt mit einigen kleineren Schwachstellen

The Right Kind of Wrong
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Zoe teilt sich mit ihrer besten Freundin Kate eine WG in London. Als Kate sie bittet, dass ihr neuer Freund Noah einziehen kann, ist Zoe zuerst alles andere als begeistert, stimmt aber trotzdem zu. Schon ...

Zoe teilt sich mit ihrer besten Freundin Kate eine WG in London. Als Kate sie bittet, dass ihr neuer Freund Noah einziehen kann, ist Zoe zuerst alles andere als begeistert, stimmt aber trotzdem zu. Schon das erste Aufeinandertreffen mit Noah läuft alles andere als gut ab und doch fühlen sich die beiden immer mehr zueinander hingezogen..

Zoe stammt aus einem reichen Elternhaus, wovon sie sich aber distanziert. Viel lieber möchte sie alles aus eigener Kraft erreichen und vor allem frei sein. Sie studiert Journalismus, ist etwas chaotisch und ihr größter Traum ist eine Reise durch Europa. Oftmals steht sie sich dabei aber selbst im Weg, weil sie viel zu sehr auf die Meinung anderer hört und sich mehr um das Glück anderer kümmert als um ihr eigenes. Außerdem hat sie immer mal wieder mit Panikattacken zu kämpfen. Trotzdem finde ich, dass Zoe eine starke Persönlichkeit ist und vor allem eine tolle Entwicklung durchgemacht hat - auch wenn sie immer mal wieder in alte Verhaltensmuster zurück gefallen ist.
Noah mochte ich total gerne, obwohl ich ihn zu Beginn nicht so ganz einschätzen konnte. Er kommt ursprünglich aus Liverpool und möchte nun in London Kunstgeschichte studieren. Neben der Kunst liest er sehr gerne, was ihn nochmal Sympathiepunkte eingebracht hat. Aber auch sonst ist Noah sehr charmant, mitfühlend und immer für seine Freunde da. Vor allem aber hat er auch ein Händchen dafür Situationen mit seinen Sprüchen aufzulockern. Trotzdem hat er auch er eine verletzliche Seite, die er sehr lange versteckt hält, denn er möchte seine Vergangenheit am liebsten ungeschehen machen.
Obwohl zwischen Zoe und Noah von Anfang an eine gewisse Anziehung spürbar ist, entwickelt sich die Beziehung in einem langsamen und authentischen Tempo. Mir hat es einfach total gut gefallen, dass man das Kennenlernen der beiden hautnah mitverfolgen konnte und es war schön zu sehen, wie sie sich immer wieder gegenseitig aus der Komfortzone gelockt haben.

"Ein Lächeln stiehlt sich auf Noahs Lippen. Ein so echtes Lächeln, dass ich das Gefühl nicht loswerde, dass genau dieses Lächeln mein Verderben sein wird." (Position 2078)

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch einige. Vor allem Kate spielt zu Beginn eine große Rolle. Sie ist nicht nur Zoes beste Freundin, sondern auch Noahs (Ex-)Freundin. Kate mochte ich eigentlich ganz gerne, auch wenn sie manchmal etwas sprunghaft war. Zoes Opa hingegen habe ich total ins Herz geschlossen, denn er hat mit seinen Weisheiten und Ratschlägen jede Situation aufgelockert und man hat gemerkt, wie sehr er Zoe liebt. Somit ist er auch schon das genaue Gegenteil von Zoes Eltern. Vor allem ihre Mutter war einfach unausstehlich.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir der Einstieg in das Buch etwas schwerer gefallen ist. Zu Beginn ist der Schreibstil von Jennifer Bright nämlich nicht nur sehr ausschweifend und detailreich, sondern es ist auch einfach nicht viel passiert, wodurch sich bei mir kein Lesefluss einstellen wollte. Nach und nach hat die Geschichte dann aber immer mehr Fahrt aufgenommen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Meiner Meinung nach sind der Autorin vor allem die zahlreichen emotionalen Szenen gelungen. Allerdings gab es aber auch viele schöne und humorvolle Szenen, die immer wieder für Abwechslung gesorgt haben. Trotzdem gab es hin und wieder auch noch ein paar langatmige Szenen und vor allem gegen Ende war mir das ganze hin und her einen Ticken zu viel.
Die Geschichte wird dabei überwiegend aus Zoes Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt hat und einige Emotionen hautnah miterleben kann. Zwischendrin gab es auch einige wenige Einblicke in Noahs Gedanken. Hier hätte ich mir noch ein paar mehr Einblicke gewünscht, denn so hätte man sich so manches Verhalten vielleicht doch nochmal besser erklären können.

Das Cover ist ehrlich gesagt nicht so mein Fall. Mir gefällt die Farbgestaltung nicht wirklich und meiner Meinung nach ist es etwas nichtssagend und stellt keine Verbindung zur Geschichte her.

Insgesamt ist The Right Kind of Wrong ein gelungenes Debüt, das mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten doch noch überzeugen konnte. Deshalb gebe ich 4/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere