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Veröffentlicht am 09.04.2021

Spannend von der ersten bis zur (fast) letzten Seite - definitiv ein Jahreshighlight!

The Passengers
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Acht Passagiere steigen morgens nichtsahnend in ihr selbstfahrendes Auto. Doch schon bald ändert sich ihr Leben schlagartig, denn sie verlieren nicht nur jede Kontrolle über ihr Auto, sondern sie werden ...

Acht Passagiere steigen morgens nichtsahnend in ihr selbstfahrendes Auto. Doch schon bald ändert sich ihr Leben schlagartig, denn sie verlieren nicht nur jede Kontrolle über ihr Auto, sondern sie werden auch alle in Richtung desselben Zieles gelenkt. Schnell wird daraus ein Massenevent, denn der Hacker streamt das ganze live im Internet und lässt die Zuschauer entscheiden, wer am Ende überleben darf..

Zugegebenermaßen war ich bei diesem Buch erst einmal unsicher, ob die Geschichte überhaupt etwas für mich ist, weil sie eigentlich nicht ganz meinen sonstigen Lesegewohnheiten entspricht. Aber erst einmal mit The Passengers angefangen, habe ich schnell gemerkt, dass diese Sorge unbegründet ist, denn die Geschichte konnte mich von der ersten Seite an komplett in den Bann ziehen. Der Schreibstil von John Marrs fällt zwar eher etwas nüchtern aus, ist aber trotzdem absolut fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Buch gliedert sich dabei insgesamt in vier Teile. Während die ersten drei Teile absolut spannend waren und ich nur so auf die Auflösung hin gefiebert habe, hat sich der vierte und letzte Teil, der zwei Jahre nach der eigentlichen Handlung spielt, dann leider etwas gezogen. Meiner Meinung nach hat dieser leider auch nicht ganz zur Geschichte gepasst und wirkte doch etwas sehr konstruiert, aber das ist definitiv meckern auf hohem Niveau.

"'Wir schätzen unser Leben so gering, dass wir uns freiwillig der künstlichen Intelligenz unterwerfen, einer von Menschen geschaffenen Kraft, die weder Mitgefühl noch Sympathie kennt und zu keinem moralischen Urteil fähig ist, Wir haben der Menschheit ihre Menschlichkeit geraubt.'" (S. 173)

The Passengers wird abwechselnd aus der Sicht mehrerer Charaktere erzählt, was ich eigentlich nicht ganz so gerne mag, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört. Eher hat es noch die Spannung erhöht und der Geschichte so einige unvorhersehbare Wendungen beschert. Dadurch das man einige Charaktere schon von den frühen Morgenstunden an begleitet, erhält man nicht nur einen guten Überblick über diese, sondern ist auch von Beginn an in das Geschehen involviert. So bekommt man einen guten Einblick in ihr Leben, baut eine gewisse Bindung auf und rätselt mit, was die Charaktere wohl für ein Geheimnis haben. Denn genau diese Geheimnisse bekommt man stückweise von dem "Hacker", der im Hintergrund die Fäden zieht, übermittelt. Zudem werden diese erst im Nachhinein von den einzelnen Charakteren vervollständigt, sodass sich ständig ein neues Bild ergibt und man doch die ein oder andere Entscheidung überdenkt. So bekommt nicht nur jeder Charakter seine eigene Geschichte, sondern durch diese ständigen Wechsel entstehen auch immer wieder Mini Cliffhanger am Ende eines jeden Kapitels, sodass man einfach nur weiterlesen muss!

Auch das Thema rund um die autonomen Autos und künstliche Intelligenz fand ich nicht nur interessant und spannend, sondern auch irgendwie schockierend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Thema in unserer Zukunft noch eine viel größere Rolle spielen wird als jetzt. Dadurch wurde man teilweise auch selbst zum Nachdenken angeregt, denn ich habe mich öfters ertappt, wie ich in so einer Situation reagieren und entscheiden würde.

"'Wenn man das Leben Dutzender Menschen in die Hände von künstlicher Intelligenz legt, geht das früher oder später schief.'" (S. 65)

Das Cover des Buches ist eher schlecht gehalten, aber wirkt trotzdem sehr edel. Auch der farblich passende Buchschnitt in blau gefällt mir sehr gut und macht das Buch zu etwas besonderem. Ebenfalls hat mir die Innengestaltung des Buches gefallen, denn jedes Kapitel wird mit einem kleinen Nachrichtenausschnitt begonnen.

The Passengers ist definitiv ein Jahreshighlight von mir! Es war spannend von der ersten bis zur (fast) letzten Seite, hat mich mit einigen unvorhersehbaren Wendungen überrascht und konnte mich mit seiner interessanten Thematik überzeugen. Auch die vielschichtigen Charaktere haben sich super in die Geschichte eingefügt und zur Spannung des Buches beigetragen. Definitiv eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

Nicht mein liebstes Buch von Brittainy C. Cherry

Durch die kälteste Nacht
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Kennedy und Jax haben sich vor Jahren im Feriencamp kennengelernt und sind beste Freunde geworden. Doch dann bricht der Kontakt ab. Nach Jahren treffen sie sich zufällig wieder und die beiden brauchen ...

Kennedy und Jax haben sich vor Jahren im Feriencamp kennengelernt und sind beste Freunde geworden. Doch dann bricht der Kontakt ab. Nach Jahren treffen sie sich zufällig wieder und die beiden brauchen sich mehr denn je, um ihrer eigenen Dunkelheit zu entkommen.

Kennedy Lost war zu Beginn noch sehr in ihrer Trauer gefangen und hat auf mich sehr unsicher, teilweise auch naiv gewirkt. Dennoch konnte ich diese Charakterzüge aufgrund der näheren Vergangenheit und ihres Verlustes sehr gut nachvollziehen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sie im Verlauf der Geschichte immer mehr zu ihrer alten Stärke zurück gefunden hat, die man aus den Rückblicken in die Vergangenheit erahnen konnte. Auf diesem Weg lässt Kennedy sich auch von dem ein oder anderem Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen und kämpft für das, was sie möchte. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir Kennedy manchmal etwas zu überdreht und fast schon etwas kitschig war, wodurch ich teilweise nicht so wirklich eine Bindung zu ihr aufbauen konnte.
Jax Kilter wirkt auf den ersten Blick sehr abweisend, wortkarg und wird dabei seinem Ruf als "Arschloch der Stadt" gerecht. Je mehr ich ihn kennenlernen durfte, umso mehr habe ich ihn auch in mein Herz geschlossen. Jax ist im Grunde genommen ein sehr liebevoller, mitfühlender und auch humorvoller Mann, der in seinem Leben schon einiges durchmachen musste. Dadurch trägt er jede Menge Schuldgefühle mit sich herum und lässt nur bestimmte Menschen an sich heran. Für genau diese Menschen ist er aber immer da und handelt sehr selbstlos, was mir sehr gut gefallen hat.
Bei Kennedy und Jax steht die Liebesgeschichte nicht so sehr im Vordergrund wie man es aus anderen Büchern der Autorin kennt. Viel mehr wird das Augenmerk auf das das erneute Aufeinandertreffen und zueinander finden gelegt, nachdem sie jahrelang nichts voneinander gehört haben. Dabei hat es mir sehr gefallen, wie sich diese Beziehung entwickelt hat und wie sich die beiden gegenseitig unterstützt und aus der Dunkelheit gezogen haben. Vor allem konnte man als Leser auch die Verbundenheit, die auch nach Jahren noch besteht, erkennen, wodurch die Entwicklung sehr authentisch gewirkt hat.

"An dem Tag, an dem mir klar wurde, dass du es bist, ist es wieder angesprungen."
"Was?"
"Mein Herz."
(S. 235)

Neben Kennedy und Jax lernt man auch einige andere Charaktere kennen. Besonders Kennedys Schwester Yoana und ihren Mann Nathan mochte ich total gerne. Aber auch sämtliche Bewohner Havenbarrows waren mir sympathisch: Joy und Eddy, die immer für Jax da sind und Connor, der die Geschichte regelmäßig aufgelockert hat und auf dessen Geschichte ich mich schon sehr freue. Aber natürlich gab es auch einige Antagonisten, deren Handlungen ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Jax' Vater Cole und Kennedys Mann Penn haben mich beispielsweise regelmäßig wütend gemacht. Dennoch haben sich alle sehr harmonisch in die Geschichte eingefügt, wodurch eine tolle Atmosphäre entstanden ist. Ich mochte Havenbarrow, eine typische amerikanische Kleinstadt, als Setting total gerne und es hat mir sehr gefallen, wie Brittainy C. Cherry die zwischenmenschlichen Beziehungen in die Geschichte eingebracht hat.

Brittainy C. Cherry gehört zu meinen liebsten Autor*innen im Romance-Bereich, weshalb ich mich sehr auf Durch die kälteste Nacht gefreut habe. Erst einmal mit dem Buch angefangen, hat mich die Autorin mit ihrem detaillierten und fast schon poetischen Schreibstil nicht nur in den Bann gezogen, sondern auch mit auf eine Achterbahn der Gefühle genommen. So hat mich die Geschichte zum einen phasenweise total traurig und emotional gestimmt, zum anderen aber auch teilweise richtig wütend gemacht. Dennoch hat es die Autorin geschafft, die Geschichte rund um Kennedy und Jax auch an den richtigen Stellen wieder aufzulockern, sodass ich teilweise lauthals lachen musste. Unterstützt wird diese Achterbahn der Emotionen dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus Kennedys und Jax' Perspektive geschrieben wurde, sodass man als Leser einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt erhält. Besonders gut hat es mir dabei gefallen, dass es auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit der beiden gab, wodurch die Geschichte nochmal mehr Tiefe bekommen hat und auch aufgelockert wurde. Allerdings hätte ich mir hin und wieder auch einen Rückblick in die nähere Vergangenheit gewünscht, denn einige Themen haben sich zwar wie ein roter Faden durch die Geschichte gezogen, aber dennoch hat man nie einen genaueren Einblick erhalten, was ich sehr schade empfand. So blieben für mich am Ende noch die ein oder andere Frage offen.

Joy schüttelte den Kopf. "So ein Verlust muss man nicht in die Welt hinausposaunen. Man sieht es in den Augen. Menschen, die jemanden verloren haben, bewegen sich anders." (S. 86)

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist für mich leider das Ende an sich. Während der Großteil der Geschichte in einem sehr angenehmen Erzähltempo erzählt wird, bei dem viel Wert auf die Darstellung der Gefühle gelegt wurde und es auch die ein oder andere unvorhersehbare Wendung gab, ging mir das Ende doch etwas zu schnell und war für meinen Geschmack etwas zu überladen. Irgendwie wollte es für mich einfach nicht so recht zu der Geschichte von Kennedy und Jax passen.

Das Cover des Buches hat mir schon in der Vorschau richtig gut gefallen, aber in echt ist es einfach nochmal schöner. Vor allem durch den Glitzereffekt wird es einfach nochmal total besonders. Außerdem finde ich es toll, dass sowohl der Titel als auch das Cover eine schöne Verbindung zur Geschichte herstellen.

Dann wartete ich darauf, dass der Sturm endlich weiterzog, und zum Glück wusste ich, dass jeder Sturm irgendwann vorüberging, wie groß er auch sein mochte. Und nach jedem Sturm schien irgendwann auch wieder die Sonne. (S. 101)

Durch die kälteste Nacht hat eigentlich alles, was ich an den Büchern von Brittainy C. Cherry so liebe: eine emotionale Grundstory, verletzte Charaktere und eine wunderschöne Atmosphäre. Und doch war es nicht mein liebstes Buch von ihr, was vor allem daran lag, dass ich teilweise nicht so die Bindung zu Kennedy aufbauen konnte und mir das Ende etwas zu viel des Guten war. Trotzdem hatte ich einige schöne Lesestunden mit dem Buch und kann es auf jeden Fall allen weiterempfehlen, die gerne emotionale Romance-Bücher lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2021

Wieder ein absolutes Wohlfühlbuch!

New Horizons
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Wochenlang lang Annie nach einem schweren Autounfall im Koma. Doch nun ist sie zurück in ihrer Heimat Green Valley und tut alles dafür, um wieder als Automechanikerin zu arbeiten. An ihrem ersten Tag zurück ...

Wochenlang lang Annie nach einem schweren Autounfall im Koma. Doch nun ist sie zurück in ihrer Heimat Green Valley und tut alles dafür, um wieder als Automechanikerin zu arbeiten. An ihrem ersten Tag zurück in der Werkstatt trifft sie auf Cole Jacobs, dem Netflix-Star, der sich nach einem peinlichen Auftritt in Green Valley zurückzieht. Schon bei ihrem ersten Aufeinandertreffen fliegen die Fetzen zwischen den beiden..

Annie mochte ich als Protagonistin total gerne. Sie wirkt einfach unheimlich stark. Sie kämpft sich nach ihrem Unfall zurück ins Leben und tut dabei alles, um endlich wieder als Automechanikerin arbeiten zu dürfen. Dabei lässt sie sich auch nicht von Rückschlägen aus dem Konzept bringen. Dabei überzeugt sie aber vor allem auch durch ihre sympathische und humorvolle Art. Allerdings braucht sie auch das ein oder andere Mal einen Schubs in die richtige Richtung, denn sie wurde in ihrer Vergangenheit schon das ein oder andere Mal enttäuscht, was nicht ganz spurlos an ihr vorbei gegangen ist.
Cole Jacobs durfte man ja schon im zweiten Band New Promises kennenlernen. Er wirkt auf den ersten Blick erstmal sehr arrogant und wie der typische Hollywood Schönling. Aber je besser man ihn kennenlernt und einen Blick hinter seine Fassade werfen darf, umso mehr schließt man ihn ins Herz. Denn hinter dieser harten Schale verbirgt sich ein ziemlich weiches Herz. Cole ist zum einen charmant, um keinen Spruch verlegen und sehr selbstbewusst. Auf der anderen Seite ist er aber auch sehr fürsorglich, liebevoll und einfach total romantisch. Man muss ihn einfach lieben!
Annie und Cole waren im Zusammenspiel einfach perfekt. Vor allem zu Beginn fliegen zwischen ihnen regelrecht die Fetzen, aber trotzdem hat war auch immer eine gewisse Anziehung spürbar. Trotzdem hat sich die Beziehung in einem authentischen Tempo entwickelt, was mir sehr gut gefallen hat.

Er knipste ein jungenhaftes Grinsen an, das mich dazu zwang, meine Emotionen zu sortieren. Die Enttäuschung darüber, dass er sich nicht gemeldet hatte, die Freude darüber, dass er nun hier war und mein Herz zu einem einzigen Bienenstock machte. (S. 265)

Natürlich gab es auch ein Wiedersehen mit sämtlichen Bewohnern von Green Valley. Mich hat es besonders gefreut, dass Lena so eine große Rolle gespielt hat, denn sie ist einfach so eine tolle Freundin für Annie gewesen. Aber auch Annies Vater Hank, den man ja schon in New Dreams kennenlernen konnte, mochte ich total gerne. Er ist zwar etwas chaotisch, aber unterstützt Annie, wo er nur kann. Neben den altbekannten Bewohnern konnte man aber auch einen neuen kennenlernen: Sam, Annies ehemaliger bester Freund, der im Olly's arbeitet. Ihn mochte ich auch total gerne und freue mich schon auf seine Geschichte.

Nachdem mir die drei vorherigen Bände der Reihe alle schon sehr gut gefallen haben, habe ich mich total gefreut wieder nach Green Valley zurückzukehren. Und erst einmal mit dem Buch angefangen, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und hätte es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil von Lilly Lucas ist gewohnt locker leicht und lässt sich dadurch sehr angenehm lesen. Vor allem aber hat die Autorin es wieder geschafft die perfekte Mischung aus humorvollen, teilweise auch sehr gefühlvollen Szenen und romantischen, fast schon einzigartigen Momenten zu finden. Ich habe einfach nur mit den Charakteren mit gefiebert, sehr viel gelacht und hatte bei Coles Aktionen teilweise Herzchen in den Augen. Dabei wird die komplette Geschichte aus Annies Sicht erzählt, wodurch man einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhält und alles hautnah miterleben kann. Ab und zu hätte ich auch gerne mal einen Einblick in Coles Gedankenwelt bekommen, um ihn noch ein Stückchen besser kennenzulernen.
Allerdings muss ich auch zugeben, dass sich die ein oder andere Szene doch etwas zu schnell entwickelt hat und mir vor allem das Ende einfach etwas zu schnell ging. Hier hätte ich mir doch noch etwas mehr gewünscht, aber das ist Meckern auf sehr hohem Niveau.
Neben den Charakteren und Lilly Lucas' Schreibstil hat mir auch wieder der Ort Green Valley an sich sehr gut gefallen. Man hat nicht nur die typischen Orte wiederentdeckt, sondern auch andere Schauplätze in der Gegend kennengelernt, was mir sehr gut gefallen hat und den Wunsch in mir wachsen lassen hat, selbst mal in die Rocky Mountains zu reisen. Denn Green Valley ist einfach ein totaler Wohlfühlort.

"Ja", sagte ich entschieden. "Ich liebe diesen Ort, und ich möchte ihn nie verlassen. AUch wenn er klein und unbedeutend ist." (S. 192)

Das Cover des Buches gefällt mir wieder wahnsinnig gut, denn es wirkt einfach total harmonisch. Generell sieht die Reihe im Regal einfach nur wunderschön aus.

Insgesamt hat Lilly Lucas mit New Horizons mal wieder gezeigt, warum die Reihe zu meinen Favoriten gehört. Denn es sind einfach totale Wohlfühlbücher und es war einfach so schön wieder nach Green Valley zurückzukehren. Deshalb freue ich mich auch umso mehr auf den fünften Band New Chances.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2021

Trotz kleinerer Kritikpunkte eine gelungene Fortsetzung

The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück
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Noah Logan und Alexis Carlisle sind beste Freunde. Doch Noah merkt immer öfter, dass er mehr für Alexis empfindet als nur reine Freundschaft, welche er auf keinen Fall aufs Spiel setzten möchte. Verzweifelt ...

Noah Logan und Alexis Carlisle sind beste Freunde. Doch Noah merkt immer öfter, dass er mehr für Alexis empfindet als nur reine Freundschaft, welche er auf keinen Fall aufs Spiel setzten möchte. Verzweifelt wendet er sich an seine Freunde aus dem Secret Book Club, die der festen Überzeugung sind ihm helfen zu können..

Alexis Carlisle mochte ich mit ihrer sympathischen und freundlichen Art total gerne. Vor allem konnte sie mich durch ihre starke Persönlichkeit überzeugen. Obwohl sie schon einiges durchmachen musste, ist sie mit ihrer verständnisvollen und warmherzigen Art auch immer für andere da und hilft, wo sie nur kann. Dabei handelt sie meist sehr selbstlos, sodass sie sich manchmal auch selbst vergisst. Allerdings handelt sie auch manchmal sehr impulsiv und legt eine doch etwas kindische Art an den Tag.
Noah Logan war mir zu Beginn eigentlich recht sympathisch. Vor allem im Umgang mit Alexis war er die meiste Zeit einfach zuckersüß, zuvorkommend und teilweise auch sehr humorvoll. Allerdings hat sich hier auch teilweise sein sehr ausgeprägter Beschützerinstinkt gezeigt, der teilweise doch etwas übertrieben war. Aber nicht nur das hat mich an Noah gestört, sondern auch sein Umgang mit Fremden oder gar seinen Freunden. Oftmals hat er dabei einfach total respektlos und arrogant gewirkt, was irgendwie so gar nicht zusammen gepasst hat. Mir ist zwar klar, dass auch er sein Päckchen zu tragen hat und noch einiges verarbeiten muss, aber teilweise waren seine Handlungen für mich einfach nicht nachvollziehbar.
Zwischen den beiden war von Beginn an eine Vertrautheit, aber auch eine gewisse Anziehung spürbar. Trotzdem hat sich die Beziehung in einem angemessenen Tempo entwickelt, wobei die Liebesgeschichte zwischen den beiden durch die vielen behandelten Themen doch manchmal etwas in den Hintergrund gerückt ist.

Er strich mit dem Daumen über ihre Knöchel. "Vergiss nicht, dass du auch wichtig bist,) Alexis." (S. 74)

Natürlich hatte der Secret Book Club dabei auch wieder seine Finger im Spiel. Auf der einen Seite fand ich die Jungs wieder super sympathische und humorvoll, aber auf der anderen Seite ist mir deren Umgang untereinander teilweise sehr negativ aufgefallen. Vor allem gegenüber dem "Russen" (er heißt übrigens Vlad) war das Verhalten total daneben. Deswegen ich es auch toll finde, dass der KYSS-Verlag die bereits erschienenen Bände nochmal überarbeitet. Neben dem Buchclub ist meiner Meinung nach auch die Freundschaft zwischen Alexis, Liv, Thea und Jessica untergegangen, was ich sehr schade fand. Nichtsdestotrotz hat man gemerkt, dass die drei immer füreinander da sind.

Nachdem ich den ersten Teil der Reihe sehr gerne mochte, hat mich der zweite Teil eher enttäuscht. Deshalb war ich umso gespannter, wie mir der dritte Teil der The Secret Book Club-Reihe gefallen wird. Der Einstieg ist mir dank dem locker leichten Schreibstil von Lyssa Kay Adams auch sehr leicht gefallen und ich bin teilweise nur so durch die Seiten geflogen. Dabei fand ich es auch überhaupt nicht schlimm, dass das Buch wieder komplett aus der Erzählperspektive erzählt wurde, was ich eigentlich nicht so gerne mag. Doch dadurch, dass die Autorin immer wieder abwechselnd Alexis und Noah beleuchtet hat, hatte man doch einen recht guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt. Dabei ist es der Autorin vor allem gelungen die richtige Mischung aus humorvollen, aber auch emotionalen Szenen zu finden. Außerdem hat sie auch einige ernste Themen mit einfließen lassen, was ich sehr gelungen fand, auch wenn diese teilweise etwas zu sehr im Vordergrund standen.
Einen kleinen Kritikpunkt bildet für mich leider auch das Ende, denn hier gingen mir die Entwicklungen leider doch etwas zu schnell. Ich hätte es glaube ich besser gefunden, wenn das Buch noch das ein oder andere Kapitel mehr gehabt hätte, um dem Buch einen runden Abschluss zu geben.

"Keine Geschichte ist so universell wie die von zwei Menschen, die sich durch ihren Scheiß hindurchkämpfen, um das gemeinsame Glück zu finden. Aber der Weg dahin ist für jeden anders, die Hürden, die sie überwinden müssen, sind einzigartig. Jede Geschichte zeigt und einen individuellen Weg, und daraus können wir für unser eigenes Leben etwas lernen." (S. 153)

Das Cover des dritten Bandes gefällt mir, wie auch schon bei den anderen beiden Bänden, wieder richtig gut! Vor allem sehen die drei Bücher mit ihren zarten Farben und dem Schimmereffekt so wunderschön nebeneinander aus.

Insgesamt hat mir der dritte Band der The Secret Book Club-Reihe trotz ein paar Kritikpunkte echt gut gefallen und ich mochte es total gerne, dass die Autorin auch ernstere Themen mit eingebunden hat. Deshalb hoffe ich auch umso mehr, dass der vierte Band auch den Weg nach Deutschland findet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

Nettes Buch für zwischendurch mit ein paar Kritikpunkten

Throw in your Heart. Zwei Herzen, ein Team
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Als Leonie erfährt, dass Yannick, den sie noch nie so richtig leiden konnte, bei ihrer Mutter und ihr einziehen soll, ist sie überhaupt nicht begeistert. Doch Yannick möchte unbedingt in der Heimat bleiben, ...

Als Leonie erfährt, dass Yannick, den sie noch nie so richtig leiden konnte, bei ihrer Mutter und ihr einziehen soll, ist sie überhaupt nicht begeistert. Doch Yannick möchte unbedingt in der Heimat bleiben, weil er sein Handballteam nicht im Stich lassen möchte, obwohl seine Mutter dank eines Jobangebots umziehen muss. Ob das Zusammenleben wohl klappt?

Leonie war mir zu Beginn eigentlich noch recht sympathisch. Sie liest leidenschaftlich gerne und betreibt mit ihrer besten Freundin einen Buchblog. Außerdem zeichnet sie total gerne, wobei sie dies, anders als ihre Leidenschaft zu Büchern, vor der Welt versteckt, obwohl sie wirklich Talent zu haben scheint. Leider hat Leonie die anfängliche Sympathie nach und nach immer mehr verspielt. Auf mich hat sie phasenweise einfach nur total kindisch, störrisch und sprunghaft gewirkt. Vor allem aber haben mich ihre ganzen Vorurteile (vor allem gegenüber Sportlern) auf die Palme gebracht, von denen sie vor allem zu Beginn auch kaum abgewichen ist. Das hat sich zum Schluss zum Glück etwas gelegt, aber so richtig konnte ich mich mit Leonie einfach nicht anfreunden.
Yannick mochte ich dagegen sehr gerne. Er spielt Handball in der A-Jugend, arbeitet voller Ehrgeiz für seinen Traum Profi zu werden und lässt sich auch durch Verletzungen nicht aus der Bahn werfen. Als Teamkapitän setzt er sich nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben immer für seine Mannschaftskameraden und Freunde ein. Yannick punktet dabei vor allem mit seiner freundlichen, offenen und hilfsbereiten Art. Deswegen habe ich ehrlich gesagt auch gar nicht verstanden, warum Leonie solche Vorurteile ihm gegenüber hat. Insgesamt wirkt Yannick total reif und selbstständig, was auch seinen Grund hat.
Zu Beginn konnten sich die beiden trotz jahrelanger Freundschaft zwischen ihren Müttern überhaupt nicht leiden. Aber das hat sich dann trotz Protesten und Vorurteilen seitens Leonie recht schnell gelegt und es hat sich eine schöne Routine zwischen den beiden entwickelt. Leider konnte ich aber dennoch nicht so ganz nachvollziehen, was die beiden aneinander finden und vor allem sind mir die Gefühle doch etwas auf der Strecke geblieben.

Neben Leonie und Yannick lernt man auch ihre beiden Mütter kennen, die mir eigentlich recht sympathisch waren. Vor allem Bea, Yannicks Mutter, ist immer für ihren Sohn da und würde alles für ihn tun. Leonies Mutter Gabi ist mir dagegen teilweise doch etwas sehr blass geblieben. Auch von Leonies bester Freundin Elif bekommt man nicht so viel mit. Sie habe ich teilweise aber auch als etwas kindisch empfunden. Hingegen waren mir Yannicks Mitspieler recht sympathisch. Vor allem Daniel und seine Freundin Pia waren immer für Yannick (und später auch für Leonie) da und haben ihre Unterstützung angeboten, wo sie nur konnten. Insgesamt mochte ich den Zusammenhalt im Team einfach total gerne.

Der Schreibstil von Sophie Fawn hat mir eigentlich recht gut gefallen. Er lässt sich angenehm lesen und ist locker leicht, sodass ich teilweise nur so durch die einzelnen Kapitel geflogen bin. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus Leonies und Yannicks Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt erhält und doch die ein oder andere Handlung besser nachvollziehen kann. Gut hat es mir dabei gefallen, wie die Hobbys der beiden in die Geschichte eingebaut wurden. Zum einen fand ich Leonies Anspielungen auf verschiedene Bücher sehr gelungen, denn das ein oder andere Buch habe ich doch wieder erkannt und konnte ihr zum Teil auch zustimmen. Auch Yannicks Hobby war sehr gut eingearbeitet und ich habe mich total gefreut, dass es endlich mal ein Buch gibt, in dem einer der Hauptcharaktere Handball spielt. Da ich selbst Handball spiele und leidenschaftlicher Fan bin, konnte ich seine Faszination absolut nachvollziehen und hatte teilweise Gänsehaut bei den Szenen über eine ganz bestimmte WM!
Aber es war eben nicht nur eine locker leichte Teenie Geschichte, die ich erwartet habe. Denn neben einigem Drama (bei dem ich doch teilweise doch etwas die Augen verdreht habe) gab es auch ein paar sensiblere Themen, die die Autorin angesprochen hat. Allerdings muss ich leider sagen, dass mir gerade in Bezug darauf einige Entwicklungen doch etwas zu schnell gingen und das Buch in dieser Hinsicht gut und gerne 2-3 Kapitel mehr vertragen hätte können.

Das Cover finde ich durch die Farbgestaltung eigentlich ganz schön. Vor allem wird durch das Tor und den Handballspieler sofort ein Thema des Buches klar, wodurch eine schöne Verbindung geschaffen wird. Allerdings bin ich nicht so der Fan von Menschen auf dem Cover.

Insgesamt ist Throw in your Heart. Zwei Herzen, ein Team. ein nettes Buch für zwischendurch, das mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Zwar fand ich es super, wie das Thema Handball mit in die Geschichte eingearbeitet wurde, aber ich konnte mich mit Leonie leider überhaupt nicht anfreunden und die Themen wurden mir teilweise etwas zu oberflächlich behandelt. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass vor allem jüngere LeserInnen viel Spaß mit dem Buch haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere