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Veröffentlicht am 30.04.2019

Authentische Charaktere, eine wichtige Message, aber auch etwas oberflächlich

First Comes Love
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Als Gray Dylan auf dem Campus trifft, weiß er noch nicht, dass ihm der Sommer seines Lebens bevor steht und für immer verändern wird. Denn eigentlich möchte er nach einem Schicksalsschlag einfach nur in ...

Als Gray Dylan auf dem Campus trifft, weiß er noch nicht, dass ihm der Sommer seines Lebens bevor steht und für immer verändern wird. Denn eigentlich möchte er nach einem Schicksalsschlag einfach nur in Ruhe gelassen werden, doch Dylan bewegt ihn immer wieder dazu verrückte Dinge zu tun und immer mehr aus sich rauszukommen..

Dylan war mir von Beginn an sympathisch, denn sie ist nicht der typische 08/15-Charakter, den man schon aus sämtlichen Büchern dieses Genre kennt. Sie ist liebenswert, aber auch einfühlsam, lebensfroh und etwas verrückt. Außerdem liebt sie nicht nur das fotografieren sondern auch spontane Aktionen. Vor allem aber ihre Art hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Sie ist immer für Menschen, die ihr am Herzen liegen da, aber gibt selbst nicht so viel über sich preis, was ich etwas schade finde.
Gray lebt nach einem schrecklichen Ereignis eher zurückgezogen und hat sich von seinem alten Leben, seinen Freunden und seiner großen Leidenschaft Baseball distanziert. Stattdessen besucht er einen Sommerkurs in der Uni, jobt nebenbei und verbringt sonst am liebsten Zeit zuhause. Trotzdem hat er während des Buches eine tolle Entwicklung durchgemacht, denn er hat sich immer mehr geöffnet und hat wieder begonnen das Leben zu genießen. Vor allem aber haben mir seine Denkweise und tiefgründigen Ansichten sehr gut gefallen und ihn nochmal sympathischer gemacht.
Dylan und Gray sind das perfekte Beispiel für "Gegensätze ziehen sich an", denn die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, aber harmonieren doch perfekt miteinander. Es war so schön zu lesen wie Dylan Gray immer wieder aus seinem Schneckenhaus heraus gelockt hat und er sich immer mehr geöffnet hat. Trotzdem ist mir die Liebesgeschichte dann doch etwas zu schnell gegangen, denn die Gefühle waren bei beiden von jetzt auf gleich da - wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, was vor allem auch an dem wunderschönen Schreibstil von Katie Kacvinsky liegt. Er ist nicht nur locker leicht, sondern auch ausreichend detailliert und gefühlvoll. Dabei gibt es nicht nur zahlreiche witzige Dialoge, sondern auch indirekte Reden, was ich so noch nie gelesen habe. Da die Geschichte sowohl aus Dylans als auch aus Grays Sicht geschrieben wurde, konnte man sich außerdem sehr gut in deren Gefühls- und Gedankenwelt rein versetzen. Dabei schafft die Autorin viele schöne, aber auch romantische, humorvolle und traurige Szenen. Ebenso bringt sie auch eine wichtige Message rüber, denn man soll eben diese kleinen Momente voll auskosten, da das Leben leider viel zu schnell vorbei sein kann.

"Das Leben ist zu kurz", sagte sie. "Ich will meine Zeit nicht mit Schüchternheit und Scham verschwenden. Wir sind alle nur Menschen, also ist niemand von uns perfekt, und gerade das sollten wir genießen." (Seite 180)

Trotzdem blieb mir die Geschichte an vielen Stellen doch etwas zu oberflächlich, denn viele Szenen und Probleme wurden meiner Meinung nach zu schnell abgehandelt und sind dann mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, was sicherlich auch an der geringen Seitenzahl liegt. Auch mit dem offenen Ende (wovon ich normalerweise ein Fan bin) hatte ich so meine Probleme, denn es bleiben doch noch einige Fragen offen und es ist schade, dass nicht noch mehr auf die jeweiligen Zeitsprünge in der Geschichte und was in der Zwichenzeit passiert ist, eingegangen wurde.

Das Cover des Buches gefällt mir übrigens richtig, richtig gut und ist mir sofort ins Auge gesprungen. Nicht nur die Farbwahl ist wunderschön, sondern zusammen mit dem ausgewählten Motiv auch sehr passend zur Geschichte.

Alles in allem ist First Comes Love von Katie Kacvinsky eine schönes Buch für zwischendurch, das mich trotz authentischer Charaktere und einer wichtigen Message nicht vollständig überzeugen konnte, denn dafür blieb mir die Geschichte an vielen Stellen zu oberflächlich. Dafür gibt es von mir 3,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Gefühlvoller Auftakt, viel Drama und langatmige Szenen

Invincible - Ich geb dich niemals auf
1

Nach einer Verletzung steht der Rugbyspieler Nick Renshaw am Ende seiner Profikarriere. Doch sein neuer Verein will ihn mit allen Mitteln wieder fit machen und schickt ihn daher zur Sportpsychologin Anna ...

Nach einer Verletzung steht der Rugbyspieler Nick Renshaw am Ende seiner Profikarriere. Doch sein neuer Verein will ihn mit allen Mitteln wieder fit machen und schickt ihn daher zur Sportpsychologin Anna Scott, die ihm helfen soll die Verletzung auch mental zu überwinden. Schon bald merken die beiden, dass sie sich mehr zueinander hingezogen fühlen als sie sollten.

Nick Renshaw ist ein professioneller Rugbyspieler, der durch eine Verletzung am Tiefpunkt seiner Karriere steht und dadurch auch seinen Ehrgeiz und seine kämpferische Art ein Stück weit verloren hat. Trotz seiner Karriere ist Nick sehr bodenständig, loyal und humorvoll. Vor allem aber ist er auch ein totaler Familienmensch, der auch gerne mal seine verletzliche Seite zeigt. Meiner Meinung nach macht er während der Geschichte eine tolle Entwicklung durch - auch wenn er zum Teil etwas naiv wirkt.
Anna Scott ist eine Sportpsychologin aus den USA, die nach England gekommen ist, um vor ihrer Vergangenheit zu fliehen und mit einer eigenen Praxis einen Neustart zu wagen. Sie ist sympathisch und hat einen tollen Humor. Trotzdem wirkt sie manchmal etwas zurückhaltend und ist daher neben Nick etwas blass geblieben.
Zwischen den beiden Charakteren war von Anfang an eine Spannung spürbar. Trotzdem hat sich die Beziehung von einer professionellen beruflichen Beziehung über eine leichte Freundschaft zu einer Liebesbeziehung in eine angemessenen Tempo entwickelt.

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch nicht viele, denn die Geschichte lebt hauptsächlich von Nick und seiner Karriere. Trotzdem lernt man Nicks Familie kennen, die einfach toll ist und immer hinter ihm steht. Das genaue Gegenteil davon ist Annas Familie, die sie zumeist kritisiert - auch wenn sich das gegen Ende des Buches geändert hat. Zu Beginn lernt man außerdem noch Nicks Verlobte und seinen besten Freund sowie später einige seiner neuen Teamkollegen kennen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn der Prolog wird aus der Ich-Perspektive geschrieben und beschreibt ein Rugbyspiel. Dadurch konnte man die Gefühle von Nick hautnah miterleben und es war einfach total spannend zu sehen wie so ein Spiel abläuft.
Leider wechselten die Autoren dann in eine Erzählerperspektive, was mich zunehmen verwirrt hat, denn es wurde nicht nur aus Nicks und Annas Sicht erzählt, sondern auch Chirurgen und Reporter bekamen einzelne Passagen. Neben diesen wechselnden Erzählperspektiven gab es auch einige Zeitsprünge, die das Lesen meiner Meinung nach noch mehr erschwert haben.
Insgesamt war das Buch aber eine Achterbahn der Gefühle, denn zum Teil war es echt spannend und ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Hier haben sich die Ereignisse und das Drama zum Teil fast überschlagen, was mir irgendwann doch etwas zu viel wurde. Allerdings gab es auch mindestens genau so viele langatmige Passagen, die mich einfach nur gelangweilt haben.
Wie oben schon geschrieben, fand ich vor allem die Sportszenen als sehr gelungen. Ich hatte vorher nicht wirklich einen Bezug zu Rugby, aber die Szenen haben definitiv Lust auf den Sport gemacht.

Alles in allem weiß ich auch Tage nach dem Beenden nicht wirklich was ich von Invincible - Ich geb dich niemals auf halten soll. Vor allem zu Beginn hat es mir richtig gut gefallen, aber dann wurde es mir irgendwann einfach zu viel Drama und ich kam mit den Zeitsprüngen und der Erzählperspektive nicht so wirklich klar. Daher gibt es von mir nur 2,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.09.2018

Eine wunderbare und schockierende Story, die zum Nachdenken anregt

One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe
1

Seit Elisabeths Schwester bei einem tragischen Unfall gestorben ist, hat sich auch in Beths Leben einiges geändert. Sie vermisst nicht nur ihre Schwester und versucht noch mit ihrem Tod klar zu kommen, ...

Seit Elisabeths Schwester bei einem tragischen Unfall gestorben ist, hat sich auch in Beths Leben einiges geändert. Sie vermisst nicht nur ihre Schwester und versucht noch mit ihrem Tod klar zu kommen, sondern wird auch von ihren Eltern bis auf kleinste überwacht. Als sie sich eines Abends auf eine Party schleicht, trifft sie auf Chase und die beiden verbringen einen wundervollen Abend zusammen - ohne zu wissen, wer der jeweils andere wirklich ist und das ihre Vergangenheiten auf tragische Weise miteinander verwoben sind.

Elizabeth Jones, die seit dem Tod ihrer Schwester von allen nur noch Beth genannt werden möchte, ist ein 17-jähriges Mädchen, das von ihren Eltern auf Schritt und Tritt überwacht wird. Als logische Konsequenz fängt sie an zu rebellieren, was natürlich nach hinten los geht. Ich muss gestehen, dass ich Beth am Anfang für sehr kindisch gehalten habe, auch wenn ihr Handeln durchaus nachvollziehbar war. Nach und nach hat auch Beth mehr zu sich selbst gefunden und einen Weg gefunden mit ihrer Trauer umzugehen. Trotzdem ist sie an manche Situationen noch sehr naiv dran gegangen und hat ihre große Klappe mit den schlagfertigen Sprüchen nicht richtig eingesetzt.
Charles Donnely (Chase) war mir von Anfang an irgendwie sympathisch und vor allem tat er mir richtig leid, denn er wurde von allen Seiten gemobbt. Auch wenn ihm einige Steine in den Weg gelegt wurden, hat er immer versucht stark zu bleiben, obwohl er selbst noch genug Schuldgefühle mit sich rumgetragen hat und sich für seinen Fehler genug bestraft. Chase hat im Grunde genommen ein gutes Herz, das er aber leider viel zu wenigen Menschen zeigen kann. Auch er hat eine tolle Entwicklung durchgemacht und ist nochmals reifer geworden.
Die Beziehung zwischen den beiden startete zwar mit einem großen Knall, hat sich meiner Meinung nach danach aber nicht zu schnell entwickelt. Die beiden sind miteinander gewachsen und haben gelernt einander zu vertrauen und füreinander einzustehen. Dabei haben mir vor allem die geheimen Treffen gefallen, die das ganze sehr authentisch wirken lassen haben.

Neben Beth und Chase spielen auch die Nebencharaktere eine große Rolle, auch wenn mich die meisten von ihnen sehr wütend gemacht haben. Beths Eltern leben immer noch in großer Trauer und tun alles dafür ihre einzig verbliebene Tochter zu beschützen, auch wenn sie dadurch den Anschluss zu ihr völlig verlieren. Auch ihre Freundinnen Scarlett, Yvonne und Marcy möchten ihre Freundin vor allem schlimmen bewahren, ohne ihr mal zuzuhören, was sie überhaupt möchte und für richtig hält. Als ob diese Charaktere nicht schon genug wären, gibt es auch noch Jeff - Rachels Ex-Freund, der die Jahre nach Rachels Tod in England verbracht hat und nun wieder zurück ist. Jeff hat mich von allen glaub ich am meisten wütend gemacht, denn er denkt auch zu wissen was das richtige für Rachel ist und ist daher total besitzergreifend. Ich muss gestehen, dass Jeff mir von Anfang an ein Dorn im Auge war und sich meine negativen Gefühle ihm gegenüber gegen Ende zum Glück bestätigt haben.

Der Schreibstil von Erin Watt lässt sich wieder gewohnt flüssig lesen. Der locker leichte Schreibstil des Autorenduos steht dabei im Gegensatz zu der doch etwas düsteren Story. Dabei wird das ganze Buch aus Beths Sicht geschrieben, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt und ihre innerliche Zerissenheit hautnah mitbekommt. Das ein oder andere Mal hätte ich mir hier auch mal einen Einblick in Chases Gedanken gewünscht, denn ich hätte zu gerne mehr darüber gewusst wie er den Schulalltag empfindet. Aber auch so hat mich das Buch durch den gefühlvollen Schreibstil mit auf eine Achterbahn der Gefühle genommen. Es hat mich über weite Strecken wütend gemacht, aber auch teilweise zum Lachen gebracht.
Vor allem aber hat das Autorenduo auch ein ernstes Thema mit aufgegriffen, dass leider viel zu viele Menschen betrifft: Mobbing. Es hat mich wirklich wütend gemacht zu sehen wie Chase aufgrund eines Fehlers in seiner Vergangenheit so fertig gemacht wurde und sich so ziemlich jeder Schüler dabei angeschlossen hat ohne sich auch nur Chases Seite der Geschichte anzuhören.
Trotz allem vermittelt Erin Watt mit One Small Thing auch einige positive Gedanken, denn Chase zeigt dem Leser eben auch, dass es sich zu Leben lohnt. Denn jeder Tag hält auch eine gute Sache bereit, auch wenn es sich nur um eine winzige Kleinigkeit handelt, die einem an einem schlechten Tag ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

"Was ist deine Kleinigkeit für heute?" frage ich als ich den Nachbargarten verlasse und in unseren klettere. "Du."

Meiner Meinung hat Erin Watt mit One Small Thing eine wunderbare, aber auch schokierende Geschichte erschaffen, die den Leser sehr zum Nachdenken anregt. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass es sich bei diesem Buch um eine so ernste Geschichte handelt. Dafür gibt es von mir 5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.06.2019

Starker Beginn, aber dann das Potential der Geschichte verschenkt

Wild Souls - Mit dir für immer
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Obwohl mich der erste Teil der Outskirts-Reihe von T.M. Frazier nicht ganz so überzeugen konnte, wollte ich nach dem Cliffhanger am Ende doch noch Band 2 lesen, da mich die Autorin mit so einigen offenen ...

Obwohl mich der erste Teil der Outskirts-Reihe von T.M. Frazier nicht ganz so überzeugen konnte, wollte ich nach dem Cliffhanger am Ende doch noch Band 2 lesen, da mich die Autorin mit so einigen offenen Fragen zurück gelassen hat.

Auch in Wild Souls dreht sich alles rund um Sawyer, die vor ihrem Vater geflohen ist und in Outskirts, Florida einen Neuanfang gewagt hat. Dort hat sie auch Finn getroffen und die beiden scheinen wie füreinander geschaffen zu sein. Doch dann muss sie sich erneut mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen und das junge Glück droht zu zerbrechen.

Irgendwie hatte ich in diesem Teil so meine Probleme mit Sawyer. Auf der einen Seite war sie wieder die selbstbewusste und starke junge Frau, die ihr Leben genießen möchte und in eine tolle Zukunft blickt. Auf der anderen Seite hat sie aber auch unglaublich naiv gewirkt.
Mit Finn hatte ich ja schon im letzten Band so meine Probleme, obwohl er mir dann doch noch recht sympathisch wurde. Auch wenn er mir hier zu Beginn wieder sehr sympathisch war, hat er mich irgendwann nur noch genervt. Er ist auf einmal wie besessen von Sawyer, möchte sie am liebsten gar nicht mehr alleine lassen und ist (fast) nur noch auf Sex aus. Trotzdem hat er auch seinen Charme nicht verloren und zeigt immer wieder, was er für ein gutes Herz besitzt.
Die Beziehung zwischen den beiden hat sich meiner Meinung nach durch die Geschehnisse immer mehr gestärkt und man hat gemerkt, dass die beiden immer füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen.

"Finn murmelte etwas in mein Haar, und seine Worte trafen mich mitten ins Herz. "Heftig. Besitzergreifend. Wahnsinnig. Für immer." (Position 1752)

Als Nebencharaktere sind wieder sämtliche Bewohner von Outskirts vertreten. Allerdings sticht hier vor allem Critter hervor, der mir ja schon im ersten Band ans Herz gewachsen ist. Auch Josh und Miller bekommen immer wieder ihre Kurzauftritte, die für meinen Geschmack zu selten waren. Allerdings gibt es auch eine Person, die ich überhaupt nicht mochte und deren Handeln ich nicht nachvollziehen konnte. Insgesamt hat es die Autorin aber auch in diesem Band wieder geschafft die Atmosphäre einer typisch amerikanischen Kleinstadt widerzuspiegeln.

Der Schreibstil von T.M. Frazier hat sich wieder sehr angenehm lesen lassen, sodass ich sofort wieder in der Welt von Outskirts gefangen war. Der erste Teil des Buches hat mir auch wirklich gut gefallen, denn die Geschichte war spannend, aber hat trotzdem nicht an Leichtigkeit verloren. Allerdings muss ich sagen, dass es dann zu einem Wendepunkt kam und es von da an eigentlich nur bergab ging. Vor allem hat es mich dabei gestört, dass zwar viel passiert ist, aber alles einfach viel zu schnell vorbei ging. Da hätte man meiner Meinung nach deutlich mehr aus den Geschehnissen raus holen können. Vor allem aber hat vieles auch sehr unrealistisch gewirkt und ich wusste auf manchen Seiten wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, weil ich wirklich gar nichts mehr mit der Geschichte anfangen konnte.

Das Cover des Buches gefällt mir wieder richtig gut, wobei ich die Farbwahl von Band 1 irgendwie schöner finde. Trotzdem finde ich es toll, dass die beiden Bände zusammen passen und auch im Zusammenhang mit der Geschichte stehen.

Wild Souls konnte mich zu Beginn noch ziemlich überraschen, denn der erste Teil des Buches hat mir richtig gut gefallen. Allerdings hat die Autorin es nicht geschafft die Geschichte auf diesem Level zu halten und hat das Potential der Geschichte verschenkt, weil vieles einfach viel zu schnell ging. Dafür gibt es von mir leider nur 2,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Konnte mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten doch noch überzeugen

The Hardest Fall
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Die ersten beiden Begegnungen von Zoe und Dylan laufen alles andere als gut. Doch womit keiner der beiden rechnet: nach der dritten Begegnung werden die beiden Mitbewohner sein. Sobald die beiden zusammen ...

Die ersten beiden Begegnungen von Zoe und Dylan laufen alles andere als gut. Doch womit keiner der beiden rechnet: nach der dritten Begegnung werden die beiden Mitbewohner sein. Sobald die beiden zusammen wohnen, merken sie immer mehr, wie gut sie miteinander harmonieren und wie schnell sich Liebe entwickeln kann..

Zoe Clarke ist einer der Charakter, den man einfach von Anfang ins Herz schließen muss. Sie ist schüchtern und tollpatschig. Doch wenn sie nervös ist, fängt sie an "Worte zu kotzen" und hört gar nicht mehr auf zu reden, was sie irgendwie nur noch sympathischer macht. Außerdem liebt sie Pizza und Fotografieren, womit sie weitere Pluspunkte sammelt. Trotzdem zeigt sie auch immer wieder ihre verletzliche Seite, denn sie hat ein Geheimnis, welches sie sehr bedrückt.
Dylan Reed ist der Wide Receiver des Collegeteams und arbeitet jeden Tag hart, um seinen Traum von der NFL, ein Stückchen näher zu kommen. Aber ganz anders als sämtliche andere Sportler ist er stets freundlich, gut gelaunt und charmant. Er hat eine sehr direkte Art und liebt es Zoe auf die Palme zu bringen. Trotzdem ist er auch immer für sie, seine Familie und seine Freunde da und merkt sofort, wenn es jemandem schlecht geht.
Schon beim ersten Aufeinandertreffen bemerkt man eine Anziehung zwischen den beiden Charakteren und doch entwickelt sich die Beziehung in einem authentischen Tempo. Denn Zoe und Dylan lernen sich erstmal besser kennen und freunden sich an, bevor die Gefühle immer stärker und stärker werden.

"Behalte mich, Flash. Ich bin ein guter Fang." Ich grinste. Mein Herz begann in meiner Brust zu tanzen. (Position 6431)

Aber nicht nur die Hauptcharaktere waren mir sympathisch, sondern auch die Nebencharaktere. Vor allem Zoes Freunde Jared und Kayla, aber auch Dylans Kumpel JP und Chris mochte ich gerne. Auch die Nachbarin der beiden hat irgendwie zur Geschichte gepasst. Allerdings gab es auch zwei Personen, die ich eher weniger mochte und deren Handlungen ich auch nicht nachvollziehen konnte.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leider etwas schwer gefallen, denn durch das Kennenlernen der Charaktere über einen Zeitraum von 3 Jahren und den damit verbundenen Zeitsprüngen in den ersten Kapiteln, wollte sich bei mir kein richtiger Lesefluss herstellen. Doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten hat mir die Geschichte immer besser gefallen, was vor allem auch an dem locker leichten Schreibstil von Ella Maise liegt. Meiner Meinung nach hat sie genau die richtige Mischung aus humorvollen, romantischen (fast schon kitschigen) und dramatischen Szenen gefunden. Vor allem aber hat sie es geschafft nicht nur Dylan, sondern auch mich auf eine falsche Fährte zu locken, sodass die Spannung immer hoch geblieben ist und mich eine bestimmte Wendung nochmal total überraschen konnte.
Erzählt wird das Buch dabei abwechselnd aus Zoes und Dylans Sicht, wobei Zoes Teile etwas überwiegen. Daher bekommt man auch einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt und konnte sich so nochmals besser in die Geschichte rein versetzen. Verwirrt hat mich allerdings, dass die beiden Charaktere den Leser teilweise "angesprochen" haben, wie z.B. "Wenn ihr das Foto gesehen hättet, ...".

Das Cover des Buches gefällt mir an sich gut, denn es ist schlicht gehalten und passt durch die beiden abgebildeten Charaktere auch durchaus zur Geschichte.

Insgesamt hat mir The Hardest Fall von Ella Maise trotz anfänglichen Schwierigkeiten doch sehr gut gefallen. Vor allem die authentischen Charaktere und die vielen humorvollen und romantischen Szenen mochte ich richtig gerne. Deshalb gebe ich dem Buch 4/5 Sterne.