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Veröffentlicht am 30.04.2019

Authentische Charaktere, eine wichtige Message, aber auch etwas oberflächlich

First Comes Love
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Als Gray Dylan auf dem Campus trifft, weiß er noch nicht, dass ihm der Sommer seines Lebens bevor steht und für immer verändern wird. Denn eigentlich möchte er nach einem Schicksalsschlag einfach nur in ...

Als Gray Dylan auf dem Campus trifft, weiß er noch nicht, dass ihm der Sommer seines Lebens bevor steht und für immer verändern wird. Denn eigentlich möchte er nach einem Schicksalsschlag einfach nur in Ruhe gelassen werden, doch Dylan bewegt ihn immer wieder dazu verrückte Dinge zu tun und immer mehr aus sich rauszukommen..

Dylan war mir von Beginn an sympathisch, denn sie ist nicht der typische 08/15-Charakter, den man schon aus sämtlichen Büchern dieses Genre kennt. Sie ist liebenswert, aber auch einfühlsam, lebensfroh und etwas verrückt. Außerdem liebt sie nicht nur das fotografieren sondern auch spontane Aktionen. Vor allem aber ihre Art hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Sie ist immer für Menschen, die ihr am Herzen liegen da, aber gibt selbst nicht so viel über sich preis, was ich etwas schade finde.
Gray lebt nach einem schrecklichen Ereignis eher zurückgezogen und hat sich von seinem alten Leben, seinen Freunden und seiner großen Leidenschaft Baseball distanziert. Stattdessen besucht er einen Sommerkurs in der Uni, jobt nebenbei und verbringt sonst am liebsten Zeit zuhause. Trotzdem hat er während des Buches eine tolle Entwicklung durchgemacht, denn er hat sich immer mehr geöffnet und hat wieder begonnen das Leben zu genießen. Vor allem aber haben mir seine Denkweise und tiefgründigen Ansichten sehr gut gefallen und ihn nochmal sympathischer gemacht.
Dylan und Gray sind das perfekte Beispiel für "Gegensätze ziehen sich an", denn die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, aber harmonieren doch perfekt miteinander. Es war so schön zu lesen wie Dylan Gray immer wieder aus seinem Schneckenhaus heraus gelockt hat und er sich immer mehr geöffnet hat. Trotzdem ist mir die Liebesgeschichte dann doch etwas zu schnell gegangen, denn die Gefühle waren bei beiden von jetzt auf gleich da - wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, was vor allem auch an dem wunderschönen Schreibstil von Katie Kacvinsky liegt. Er ist nicht nur locker leicht, sondern auch ausreichend detailliert und gefühlvoll. Dabei gibt es nicht nur zahlreiche witzige Dialoge, sondern auch indirekte Reden, was ich so noch nie gelesen habe. Da die Geschichte sowohl aus Dylans als auch aus Grays Sicht geschrieben wurde, konnte man sich außerdem sehr gut in deren Gefühls- und Gedankenwelt rein versetzen. Dabei schafft die Autorin viele schöne, aber auch romantische, humorvolle und traurige Szenen. Ebenso bringt sie auch eine wichtige Message rüber, denn man soll eben diese kleinen Momente voll auskosten, da das Leben leider viel zu schnell vorbei sein kann.

"Das Leben ist zu kurz", sagte sie. "Ich will meine Zeit nicht mit Schüchternheit und Scham verschwenden. Wir sind alle nur Menschen, also ist niemand von uns perfekt, und gerade das sollten wir genießen." (Seite 180)

Trotzdem blieb mir die Geschichte an vielen Stellen doch etwas zu oberflächlich, denn viele Szenen und Probleme wurden meiner Meinung nach zu schnell abgehandelt und sind dann mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, was sicherlich auch an der geringen Seitenzahl liegt. Auch mit dem offenen Ende (wovon ich normalerweise ein Fan bin) hatte ich so meine Probleme, denn es bleiben doch noch einige Fragen offen und es ist schade, dass nicht noch mehr auf die jeweiligen Zeitsprünge in der Geschichte und was in der Zwichenzeit passiert ist, eingegangen wurde.

Das Cover des Buches gefällt mir übrigens richtig, richtig gut und ist mir sofort ins Auge gesprungen. Nicht nur die Farbwahl ist wunderschön, sondern zusammen mit dem ausgewählten Motiv auch sehr passend zur Geschichte.

Alles in allem ist First Comes Love von Katie Kacvinsky eine schönes Buch für zwischendurch, das mich trotz authentischer Charaktere und einer wichtigen Message nicht vollständig überzeugen konnte, denn dafür blieb mir die Geschichte an vielen Stellen zu oberflächlich. Dafür gibt es von mir 3,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Gefühlvoller Auftakt, viel Drama und langatmige Szenen

Invincible - Ich geb dich niemals auf
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Nach einer Verletzung steht der Rugbyspieler Nick Renshaw am Ende seiner Profikarriere. Doch sein neuer Verein will ihn mit allen Mitteln wieder fit machen und schickt ihn daher zur Sportpsychologin Anna ...

Nach einer Verletzung steht der Rugbyspieler Nick Renshaw am Ende seiner Profikarriere. Doch sein neuer Verein will ihn mit allen Mitteln wieder fit machen und schickt ihn daher zur Sportpsychologin Anna Scott, die ihm helfen soll die Verletzung auch mental zu überwinden. Schon bald merken die beiden, dass sie sich mehr zueinander hingezogen fühlen als sie sollten.

Nick Renshaw ist ein professioneller Rugbyspieler, der durch eine Verletzung am Tiefpunkt seiner Karriere steht und dadurch auch seinen Ehrgeiz und seine kämpferische Art ein Stück weit verloren hat. Trotz seiner Karriere ist Nick sehr bodenständig, loyal und humorvoll. Vor allem aber ist er auch ein totaler Familienmensch, der auch gerne mal seine verletzliche Seite zeigt. Meiner Meinung nach macht er während der Geschichte eine tolle Entwicklung durch - auch wenn er zum Teil etwas naiv wirkt.
Anna Scott ist eine Sportpsychologin aus den USA, die nach England gekommen ist, um vor ihrer Vergangenheit zu fliehen und mit einer eigenen Praxis einen Neustart zu wagen. Sie ist sympathisch und hat einen tollen Humor. Trotzdem wirkt sie manchmal etwas zurückhaltend und ist daher neben Nick etwas blass geblieben.
Zwischen den beiden Charakteren war von Anfang an eine Spannung spürbar. Trotzdem hat sich die Beziehung von einer professionellen beruflichen Beziehung über eine leichte Freundschaft zu einer Liebesbeziehung in eine angemessenen Tempo entwickelt.

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch nicht viele, denn die Geschichte lebt hauptsächlich von Nick und seiner Karriere. Trotzdem lernt man Nicks Familie kennen, die einfach toll ist und immer hinter ihm steht. Das genaue Gegenteil davon ist Annas Familie, die sie zumeist kritisiert - auch wenn sich das gegen Ende des Buches geändert hat. Zu Beginn lernt man außerdem noch Nicks Verlobte und seinen besten Freund sowie später einige seiner neuen Teamkollegen kennen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn der Prolog wird aus der Ich-Perspektive geschrieben und beschreibt ein Rugbyspiel. Dadurch konnte man die Gefühle von Nick hautnah miterleben und es war einfach total spannend zu sehen wie so ein Spiel abläuft.
Leider wechselten die Autoren dann in eine Erzählerperspektive, was mich zunehmen verwirrt hat, denn es wurde nicht nur aus Nicks und Annas Sicht erzählt, sondern auch Chirurgen und Reporter bekamen einzelne Passagen. Neben diesen wechselnden Erzählperspektiven gab es auch einige Zeitsprünge, die das Lesen meiner Meinung nach noch mehr erschwert haben.
Insgesamt war das Buch aber eine Achterbahn der Gefühle, denn zum Teil war es echt spannend und ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Hier haben sich die Ereignisse und das Drama zum Teil fast überschlagen, was mir irgendwann doch etwas zu viel wurde. Allerdings gab es auch mindestens genau so viele langatmige Passagen, die mich einfach nur gelangweilt haben.
Wie oben schon geschrieben, fand ich vor allem die Sportszenen als sehr gelungen. Ich hatte vorher nicht wirklich einen Bezug zu Rugby, aber die Szenen haben definitiv Lust auf den Sport gemacht.

Alles in allem weiß ich auch Tage nach dem Beenden nicht wirklich was ich von Invincible - Ich geb dich niemals auf halten soll. Vor allem zu Beginn hat es mir richtig gut gefallen, aber dann wurde es mir irgendwann einfach zu viel Drama und ich kam mit den Zeitsprüngen und der Erzählperspektive nicht so wirklich klar. Daher gibt es von mir nur 2,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.09.2018

Eine wunderbare und schockierende Story, die zum Nachdenken anregt

One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe
1

Seit Elisabeths Schwester bei einem tragischen Unfall gestorben ist, hat sich auch in Beths Leben einiges geändert. Sie vermisst nicht nur ihre Schwester und versucht noch mit ihrem Tod klar zu kommen, ...

Seit Elisabeths Schwester bei einem tragischen Unfall gestorben ist, hat sich auch in Beths Leben einiges geändert. Sie vermisst nicht nur ihre Schwester und versucht noch mit ihrem Tod klar zu kommen, sondern wird auch von ihren Eltern bis auf kleinste überwacht. Als sie sich eines Abends auf eine Party schleicht, trifft sie auf Chase und die beiden verbringen einen wundervollen Abend zusammen - ohne zu wissen, wer der jeweils andere wirklich ist und das ihre Vergangenheiten auf tragische Weise miteinander verwoben sind.

Elizabeth Jones, die seit dem Tod ihrer Schwester von allen nur noch Beth genannt werden möchte, ist ein 17-jähriges Mädchen, das von ihren Eltern auf Schritt und Tritt überwacht wird. Als logische Konsequenz fängt sie an zu rebellieren, was natürlich nach hinten los geht. Ich muss gestehen, dass ich Beth am Anfang für sehr kindisch gehalten habe, auch wenn ihr Handeln durchaus nachvollziehbar war. Nach und nach hat auch Beth mehr zu sich selbst gefunden und einen Weg gefunden mit ihrer Trauer umzugehen. Trotzdem ist sie an manche Situationen noch sehr naiv dran gegangen und hat ihre große Klappe mit den schlagfertigen Sprüchen nicht richtig eingesetzt.
Charles Donnely (Chase) war mir von Anfang an irgendwie sympathisch und vor allem tat er mir richtig leid, denn er wurde von allen Seiten gemobbt. Auch wenn ihm einige Steine in den Weg gelegt wurden, hat er immer versucht stark zu bleiben, obwohl er selbst noch genug Schuldgefühle mit sich rumgetragen hat und sich für seinen Fehler genug bestraft. Chase hat im Grunde genommen ein gutes Herz, das er aber leider viel zu wenigen Menschen zeigen kann. Auch er hat eine tolle Entwicklung durchgemacht und ist nochmals reifer geworden.
Die Beziehung zwischen den beiden startete zwar mit einem großen Knall, hat sich meiner Meinung nach danach aber nicht zu schnell entwickelt. Die beiden sind miteinander gewachsen und haben gelernt einander zu vertrauen und füreinander einzustehen. Dabei haben mir vor allem die geheimen Treffen gefallen, die das ganze sehr authentisch wirken lassen haben.

Neben Beth und Chase spielen auch die Nebencharaktere eine große Rolle, auch wenn mich die meisten von ihnen sehr wütend gemacht haben. Beths Eltern leben immer noch in großer Trauer und tun alles dafür ihre einzig verbliebene Tochter zu beschützen, auch wenn sie dadurch den Anschluss zu ihr völlig verlieren. Auch ihre Freundinnen Scarlett, Yvonne und Marcy möchten ihre Freundin vor allem schlimmen bewahren, ohne ihr mal zuzuhören, was sie überhaupt möchte und für richtig hält. Als ob diese Charaktere nicht schon genug wären, gibt es auch noch Jeff - Rachels Ex-Freund, der die Jahre nach Rachels Tod in England verbracht hat und nun wieder zurück ist. Jeff hat mich von allen glaub ich am meisten wütend gemacht, denn er denkt auch zu wissen was das richtige für Rachel ist und ist daher total besitzergreifend. Ich muss gestehen, dass Jeff mir von Anfang an ein Dorn im Auge war und sich meine negativen Gefühle ihm gegenüber gegen Ende zum Glück bestätigt haben.

Der Schreibstil von Erin Watt lässt sich wieder gewohnt flüssig lesen. Der locker leichte Schreibstil des Autorenduos steht dabei im Gegensatz zu der doch etwas düsteren Story. Dabei wird das ganze Buch aus Beths Sicht geschrieben, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt und ihre innerliche Zerissenheit hautnah mitbekommt. Das ein oder andere Mal hätte ich mir hier auch mal einen Einblick in Chases Gedanken gewünscht, denn ich hätte zu gerne mehr darüber gewusst wie er den Schulalltag empfindet. Aber auch so hat mich das Buch durch den gefühlvollen Schreibstil mit auf eine Achterbahn der Gefühle genommen. Es hat mich über weite Strecken wütend gemacht, aber auch teilweise zum Lachen gebracht.
Vor allem aber hat das Autorenduo auch ein ernstes Thema mit aufgegriffen, dass leider viel zu viele Menschen betrifft: Mobbing. Es hat mich wirklich wütend gemacht zu sehen wie Chase aufgrund eines Fehlers in seiner Vergangenheit so fertig gemacht wurde und sich so ziemlich jeder Schüler dabei angeschlossen hat ohne sich auch nur Chases Seite der Geschichte anzuhören.
Trotz allem vermittelt Erin Watt mit One Small Thing auch einige positive Gedanken, denn Chase zeigt dem Leser eben auch, dass es sich zu Leben lohnt. Denn jeder Tag hält auch eine gute Sache bereit, auch wenn es sich nur um eine winzige Kleinigkeit handelt, die einem an einem schlechten Tag ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

"Was ist deine Kleinigkeit für heute?" frage ich als ich den Nachbargarten verlasse und in unseren klettere. "Du."

Meiner Meinung hat Erin Watt mit One Small Thing eine wunderbare, aber auch schokierende Geschichte erschaffen, die den Leser sehr zum Nachdenken anregt. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass es sich bei diesem Buch um eine so ernste Geschichte handelt. Dafür gibt es von mir 5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.05.2019

Schwächer als Band 1, aber trotzdem wieder absolutes Suchtpotenzial

Broken Puppet - Elite Kings Club
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Nachdem Silver Swan solch eine Suchtwirkung auf mich ausgeübt hat und ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte nach den neuesten Enthüllungen rund um Madison und den Elite Kings Club weiter geht, ...

Nachdem Silver Swan solch eine Suchtwirkung auf mich ausgeübt hat und ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte nach den neuesten Enthüllungen rund um Madison und den Elite Kings Club weiter geht, musste mit Broken Puppet gleich Band 2 her.

Obwohl ich mich eigentlich total auf das Buch gefreut habe, ist mir der Einstieg dennoch etwas schwer gefallen, denn die Geschichte startet nach einem verwirrenden Prolog direkt wieder mit einem hohen Tempo und einer sehr unrealistisch dargestellten Flucht. Trotzdem konnte mich das Buch nach den überstandenen anfänglichen Schwierigkeiten sofort wieder in den Bann ziehen, denn es passiert wieder so viel und man möchte einfach nur wissen, was es mit dem Elite Kings Club auf sich hat. Nachdem die Autorin auf der einen Seite 2,3 Fragen beantwortet hat, entstehen auf der nächsten Seite gleich wieder 10 weitere. Was vor allem auch daran liegt, dass es neben den bereits bekannten Charakteren nun auch noch weitere Nebencharaktere gibt, die die Geschichte nochmal mehr anheizen.
Dabei wird die gesamte Geschichte wieder aus Madisons Sicht erzählt. Das Besondere ist aber diesmal, dass die Geschichte eben nicht nur in der Gegenwart spielt, sondern es auch verschiedene Rückblenden in Madisons Vergangenheit gibt, welche mich gleichermaßen schockiert wie auch neugierig gemacht haben.

"Wissen ist Macht, und Geheimnisse sind Waffen. Vor allem in dieser kaputten Welt." (Seite 214)

Positiv aufgefallen ist mir auch die Entwicklung von Madison und Bishop. Vor allem Madison hat mich in Band 1 ja oftmals mit ihrem naiven und kindischen Verhalten auf die Nerven gegangen. Auch wenn sie immer noch ab und zu sehr impulsiv gehandelt hat, hat sie irgendwie doch gefestigter gewirkt. Außerdem hatte sie wieder ein selbstbewussteres Auftreten und konnte sich in einigen Situationen durch aus gegen den Elite Kings Club behaupten. Auch Bishop hat mir in diesem Band eindeutig besser gefallen. Meist hat er zwar immer noch wie der unnahbare Bad Boy gewirkt, aber hin und wieder konnte man eben doch einen Blick hinter seine Fassade erhaschen und ich habe das Gefühl, dass ich ihn nun etwas besser verstehen kann.
Aber nicht nur die beiden Charaktere sind mir sympathischer geworden, sondern auch die Beziehung unter einander hat ein Stück weit echter gewirkt. In meiner Rezension zu Band 1 habe ich noch bemängelt, dass die Beziehung oftmals wie ein Spiel wirkt. Umso mehr war ich überrascht, dass ich diesen Eindruck in Band 2 kaum noch hatte. Viel mehr hat sich alles immer echter angefühlt und es war schon fast süß wie sich Bishop in einigen, wenn auch wenigen, Momenten wirklich Sorgen um Madison gemacht hat.

"Wie kommt es, dass wir uns derart zueinander hingezogen fühlen - gegen unseren Willen -, während wir uns doch eigentlich hassen?" (Seite 94)

Das Cover des Buches ist definitiv wieder gelungen. Mit der dunklen Farbgestaltung und der Krone passt es nicht nur perfekt zu Band 1, sondern zeigt eben auch, dass es sich hier um eine doch etwas düstere Geschichte dreht.

Insgesamt habe ich Broken Puppet als etwas schwächer als Band 1 empfunden, was vor allem daran lag, dass mir vieles einfach viel zu schnell ging. Trotzdem hat auch dieses Buch trotz anfänglicher Schwierigkeiten wieder eine Sogwirkung auf mich ausgeübt und auch die Charaktere waren mir sympathischer. Deshalb gebe ich dem zweiten Band der Elite Kings Club-Reihe 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Definitv ein Jahreshighlight

Wenn Donner und Licht sich berühren
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Als Jasmine Green Elliott James zum ersten Mal Musik machen hört, ist es um sie geschehen. Sie spürt sofort eine Verbindung zu ihm und möchte den zurückhaltenden Jungen besser kennen lernen als sie ihn ...

Als Jasmine Green Elliott James zum ersten Mal Musik machen hört, ist es um sie geschehen. Sie spürt sofort eine Verbindung zu ihm und möchte den zurückhaltenden Jungen besser kennen lernen als sie ihn in der Schule wieder trifft. Und auch wenn Elliott sich zuerst dagegen wehrt, kommt er nicht gegen die Verbindung zwischen den beiden an..

Jasmine Green war mir von Beginn an sympathisch, denn sie ist ein ganz besonderer Charakter, der es verdient hat gehört zu werden. Sie ist stark, leidenschaftlich und hat ein gutes Herz. Auf den ersten Blick wirkt sie sehr aufgeschlossen und begegnet jedem Menschen ohne Vorurteile, aber auch sie hat eine verletzliche Seite und leidet mehr darunter als sie zugeben mag. Allen voran möchte sie es ihrer Mutter immer recht machen, was sich allerdings als schwierig gestaltet, denn diese möchte aus ihr einen Popstar machen, obwohl Jasmine viel lieber Soul singt.
Elliott James ist ebenfalls ein einzigartiger Charakter. Er liebt es ebenfalls Musik zu machen und tritt deshalb jedes Wochenende mit seinem Saxophon auf. Aber wer meint, dass Elliott durch seine Auftritte sehr selbstbewusst ist, hat weit gefehlt. Denn Elliott ist dünn, hat eine Brille und stottert, weswegen er in der Schule auch fiesen Mobbingattacken ausgesetzt ist. Sein größter Rückhalt ist dabei seine Familie. Doch nach einem schrecklichen Schicksalsschlag verändert sich der sonst eher zurückhaltende Elliott drastisch, denn er möchte nie mehr zu schwach für irgendetwas sein.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und in einem authentischen Tempo. Vor allem zu Beginn ist es schön zu sehen wie die beiden sich immer mehr öffnen und ihr Vertrauen aufbauen. Man merkt, dass zwischen den beiden von Beginn an eine besondere Verbindung herrscht und die beiden sich einfach gegenseitig brauchen. Auch nachdem sie sich mehrere Jahre nicht gesehen und nichts voneinander gehört haben ist diese Verbindung noch da - auch wenn sie es nicht wahr haben wollen.

"Stattdessen hielt nun Elliott mich in seinen Armen, und dabei heilte er alle Wunden in mir, bei denen ich immer so getan habe, als wären sie längst heil." (Seite 50)

Neben den beiden Hauptcharakteren gibt es noch so einige Nebencharaktere, die die gesamte Geschichte mitgestalten. Vor allem Elliotts Familie und Jasmines Stiefvater stechen hier heraus, denn der Umgang miteinander ist einfach total liebevoll und man merkt einfach, dass die Charaktere immer füreinander da sind. Jasmines Mutter hingegen konnte ich gar nicht leiden und auch ihr Verhalten war für mich nicht nachvollziehbar.

Wer schon mal ein Buch von Brittainy C. Cherry gelesen hat, weiß wie großartig ihr Schreibstil ist. Und so war es auch bei Wenn Donner und Licht sich berühren. Mich hat schon lange kein Buch mehr so in einen Sog gezogen und verzaubert, denn Brittainy C. Cherry weiß definitiv wie man mit Worten umgeht und eine ganz besondere Stimmung erzeugt. Trotzdem konnte ich vor allem im ersten Teil immer nur wenige Kapitel am Stück lesen, da die Handlung einfach wahnsinnig emotional ist und ich das gelesene immer erstmal verdauen musste. Dabei wird die gesamte Geschichte abwechselnd aus Jasmines und Elliotts Sicht erzählt, wodurch man nicht nur einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt bekommt sondern die beschriebenen Szenen auch hautnah miterlebt. Trotzdem gab es auch genügend humorvolle Szenen, die die gesamte Geschichte aufgelockert haben.
Wie oben schon beschrieben setzt der zweite Teil erst Jahre später ein und die beiden Charaktere haben sich verändert. Auch hier bekommt man als Leser einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt. Außerdem kann man durch einzelne Rückblicke erahnen, was die beiden Charaktere in den vergangenen Jahren durchgemacht haben und was zu den Charakterveränderungen geführt haben. Besonders gut hat mir übrigens gefallen, dass Brittainy C. Cherry einzelne Passagen aus dem ersten Teil auch hier wieder mit einfließen lassen hat, was die Geschichte meiner Meinung nach nochmal besonderer gemacht hat. Die Autorin hat es wirklich geschafft mich mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle zu nehmen: Ich habe zusammen mit den beiden Charakteren gelacht, geweint, gehofft und gelitten.

Neben den Charakteren und dem großartigen Schreibstil konnte mich die Autorin vor allem auch mit dem tollen und authentischen Setting überzeugen. New Orleans ist ja das Zentrum für Jazz-Musik und somit hat die Geschichte hier ihren perfekten Ursprung gefunden. Brittainy C. Cherry ist es gelungen die Musik wie einen roten Faden durch die Geschichte gleiten zu lassen und eben diese Leidenschaft auch in viele Dialoge mit einzubauen, sodass man gespürt hat wie viel die Musik den Charakteren bedeutet und sie auch ein Stück weit verbindet.

"Das Leben war manchmal hart, aber vielleicht hatte Gott uns die Musik gegeben, um sich dafür zu entschuldigen." (Seite 72)

Das Cover des Buches ist einfach ein Traum! Die Pastellfarben harmonieren einfach super miteinander und lassen das Buch zu einem echten Hingucker werden.

Es gibt solche Bücher, bei denen man auch Tage nach dem Beenden nicht weiß, wie man es anständig rezensieren soll und Wenn Donner und Licht sich berühren gehört eindeutig dazu. Brittainy C, Cherry hat es mal wieder geschafft mir mit ihren authentischen Charakteren, dem wunderbaren Setting und ihrem poetischen Schreibstil das Herz gebrochen und dann wieder zusammen gesetzt. Daher kann ich gar nicht anders als 5/5 Sterne zu vergeben.