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Veröffentlicht am 09.11.2019

Gelungener Abschluss der The Ivy Years-Reihe

The Ivy Years - Bis wir uns finden
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Am Harkness College beginnt für Lianne Chalice, eine erfolgreiche Schauspielerin, ein neues Leben, denn sie möchte abseits des Presserummels endlich Freunde finden und ganz normal zum College gehen. Als ...

Am Harkness College beginnt für Lianne Chalice, eine erfolgreiche Schauspielerin, ein neues Leben, denn sie möchte abseits des Presserummels endlich Freunde finden und ganz normal zum College gehen. Als sie eines Abends Daniel Trevi kennenlernt, steht ihre Welt Kopf, denn auch er scheint sie sehr zu mögen. Doch er hält sie weiterhin auf Abstand..

Lianne Chalice ist eine erfolgreiche, aber bodenständige Schauspielerin, die am College versucht ein möglichst normales Leben zu führen. Dabei wird sie allerdings öfter erkannt als ihr lieb ist, denn sie möchte kein Aufsehen erregen, weswegen sie sich die meiste Zeit in ihrem Zimmer versteckt und Videospiele zockt. Trotzdem fasst sie immer wieder den Entschluss mehr zu leben und auch mal einen Schritt vor die Tür zu setzen. Im Grunde genommen ist Lianne eine freundliche und humorvolle Person, die zwar manchmal etwas unsicher wirkt, aber sich trotzdem durchs Leben kämpft. Vor allem möchte sie neben dem College auch in der Schauspielerei einen Schritt in eine andere Richtung gehen und wird dabei regelmäßig von ihrem Agenten unterdrückt, wogegen sie aber immer mehr anzukämpfen versucht.
Daniel Trevi, der von allen nur DJ genannt wird, war mir von Anfang an sympathisch, denn er ist nicht nur charmant, sondern auch humorvoll und einfach total liebenswürdig. Er liebt die Musik und es macht unglaublich Spaß ihm beim "fachsimpeln" zuzuhören. Ebenfalls liebt er es Eishockey zu spielen, aber er darf aufgrund seiner Größe nicht im Team des Harkness Colleges mitspielen. Trotzdem merkt man DJ auch ziemlich schnell an, dass er viele Dinge unterdrückt und sich nichts zu Schulden kommen lässt. Denn DJ hat ein ziemlich blödes Jahr hinter sich und lebt einen Albtraum, dem er momentan noch nicht entfliehen kann. Trotzdem versucht er sich davon nicht unterkriegen zu lassen - auch wenn er gelegentlich den Mut verliert.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo und man fühlt von Beginn an eine gewisse Spannung zwischen den beiden. Trotzdem überstürzen die beiden nichts und lernen sich erstmal besser kennen. Dabei sind sie immer füreinander da und versuchen ein gewisses Vertrauen aufzubauen, denn vor allem DJ hält sich sehr zurück.

"Ich brauche dich in meinem Leben, Kleines", sagt er flüsternd. "Was morgen auch geschieht, es wird nichts daran ändern." (Position 3547)

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch auch wieder einige. Unter anderem ist Bella, Liannes Mitbewohnerin und gute Freundin, wieder dabei und sie ist mir nach wie vor sympathisch. Man merkt einfach, dass sie immer für ihre Freunde da ist. Außerdem lernt man DJs Bruder Leo Trevi etwas besser kennen und er war mir auch schon sehr sympathisch, weswegen ich mich jetzt schon auf seine Geschichte (The Brooklyn Years - was von uns bleibt) freue. Auch DJs restliche Familie mochte ich recht gerne, denn sie steht immer hinter ihm - auch wenn sie es nicht immer so zeigen können. Ganz anders sah es da mit Liannes Manager aus, denn diesen mochte ich mit seiner schmierigen Art gar nicht leiden.

Der Schreibstil von Sarina Bowen lässt sich wieder sehr angenehm lesen, denn er ist locker leicht und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Dabei ist ihr Schreibstil eben so gefühlvoll wie humorvoll. Besonders gut hat mir wieder gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus Liannes und DJs Sicht erzählt wurde, wodurch man einen guten Einblick in deren Gedanken- und Gefühlswelt erhält und die Emotionen hautnah miterleben kann.
Meiner Meinung nach hat es Sarina Bowen wieder geschafft auch ernstere Themen in einem schönen Roman zu verpacken, ohne das es erdrückend wirkt. Man hat einfach die ganze Zeit mitgefiebert, wie es denn jetzt weitergeht. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Ende nach der großen Auflösung doch etwas in die Länge gezogen wurde und es zu der ein oder anderen langatmigen Szene kam.

Aber so geht es zu im Leben. Manchmal ist man der Narr, der meint, dass am nächsten Morgen alles wieder gut ist. (Position 2168)

Das Cover des Buches gefällt mir wieder richtig gut und es passt super zu den anderen Teilen der Reihe. Irgendwie finde ich es ein bisschen schade, dass ich die Bücher alle nur als eBook besitze, denn im Buchladen sehen die Bücher nebeneinander richtig schön aus.

Insgesamt hat mir der 5. Band der The Ivy Years-Reihe am besten gefallen und bildet damit einen gelungenen Abschluss der Reihe, die bei mir so ein bisschen mit Hassliebe verbunden ist. Dafür gibt es von mir 4,5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.11.2019

Wunderschönes Buch für die kommende Weihnachtszeit

Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk
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Eigentlich läuft in Ellies Leben momentan alles ziemlich gut: sie führt ihren eigenen Tearoom und hat sich vor kurzem eine Eigentumswohnung in London gekauft. Doch eines Tages erhält sie ein Päckchen, ...

Eigentlich läuft in Ellies Leben momentan alles ziemlich gut: sie führt ihren eigenen Tearoom und hat sich vor kurzem eine Eigentumswohnung in London gekauft. Doch eines Tages erhält sie ein Päckchen, das sie auf eine Reise nach Rosehill Manor und zurück in ihre Vergangenheit führt. Dort trifft sie auf Max, der ihr nicht unbedingt mit Sympathie begegnet. Trotzdem sprühen die Funken nur so zwischen den beiden..

Ellie war mir zu Beginn recht sympathisch. Sie leitet einen eigenen Tearoom in London und man merkt, wie sehr sie diesen Job liebt. Trotzdem zeigt sie auch immer wieder ihre verletzliche Seite, denn sie hatte keine einfache Kindheit und steht noch sehr unter der Fuchtel ihrer Mutter. Leider blieb Ellie mir nicht die ganze Zeit so sympathisch, denn meiner Meinung nach hat sie nach ihrer Ankunft in Brighton doch ein etwas kindisches Verhalten an den Tag gelegt, was sich zum Glück aber ziemlich schnell wieder gelegt hat. Meiner Meinung nach hat Ellie nämlich durch die ganzen Geschehnisse immer mehr zu sich selbst gefunden.
Max lernt man zu Beginn als eine sehr mürrische und in sich gekehrte Person kennen. Aber nach und nach merkt man, dass er immer noch in seiner Trauer um seine verstorbene Frau gefangen ist und deshalb niemanden an sich heran lassen möchte. Trotzdem öffnet er sich nach und nach und lässt auch wieder Gefühle zu. Im Grunde genommen ist der Journalist nämlich ein charmanter und herzensguter Mensch, den man einfach mögen muss.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich meiner Meinung nach zu Beginn in einem authentischen Tempo. Man spürt praktisch vom ersten Moment an eine gewisse Anspannung, die sich immer weiter ausbaut. Trotzdem legen die Protagonisten sich immer wieder selbst Steine in den Weg, sodass die Spannung während des gesamten Buches erhalten bleibt.

"Die Liebe war mit das mächtigste Gefühl auf Erden. Sie konnte uns warm einhüllen wir eine dicke Daunendecke bei Schnee und Eis. Sie konnte uns aber auch mit nur einem Fingerzeig vernichten." (Seite 227 ff.)

Als Nebencharaktere lernt man gleich zu Beginn Ellies beste Freundin Holly kennen, die mir sofort sympathisch war, denn sie ist irgendwie ein ganz außergewöhnlicher Charakter und immer für ihre Freundin da. Außerdem spielt Ellies Mutter noch eine große Rolle. Sie war mir zu Beginn leider nicht sonderlich sympathisch und mir ist ihr Verhalten total seltsam vorgekommen, aber im Nachhinein kann ich es irgendwie auch nachvollziehen. Allerdings gibt es auch noch zwei Nebencharaktere, die ich in mein Herz geschlossen habe: der Buttler Mr. O'Donnell und Barnie, denn die beiden haben die Geschichte immer wieder aufgelockert.

Der Schreibstil von Mila Summers lässt sich sehr angenehm lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Hätte ich das Buch nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich es wahrscheinlich innerhalb weniger Stunden beendet. Vor allem hat mir der Wechsel aus den humorvollen Dialogen, aber auch aus gefühlvollen Szenen und einer ordentlichen Portion Knistern zwischen den Charakteren gefallen. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus Ellies und Max' Sicht geschrieben, wobei Ellies Kapitel überwiegen. Ehrlich gesagt hatte ich zu Beginn auch etwas Probleme mit den Kapiteln aus Max' Sicht, denn hier war die Sprache seiner adeligen Herkunft angepasst, aber das hat sich dann doch ziemlich schnell gelegt. So hatte man aber auf jeden Fall einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt beider Charaktere, sodass man ihr Verhalten doch noch ein Stück besser nachvollziehen konnte.
Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir die Weihnachtsstimmung zum Teil etwas zu kurz gekommen ist beziehungsweise sie erst gegen Ende so richtig aufkommen wollte. Allerdings finde ich das auch nicht weiter schlimm, denn Mila hat mit Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk eine spannende und zugleich gefühlvolle Story geschaffen, die ich unheimlich gerne gelesen habe.

Das Cover des Buches ist durch die Farbgestaltung zwar meiner Meinung nach etwas zu kitschig, aber irgendwie auch passend zur Geschichte.

Alles in allem ist Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk trotz kleinerer Kritikpunkt ein wunderschönes Buch für die kommende Weihnachtszeit, das sich sehr gut lesen lässt. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Inspirierendes Buch, das zum Nachdenken anregt

Tinder Stories: Ein Jahr voller Dates
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Ich folge Luise schon seit Jahren auf Instagram und lese ihre Texte auf ihrem Blog unheimlich gerne. Genau so gerne habe ich früher auch ihre Videos auf YouTube verfolgt. Deshalb habe ich mich umso mehr ...

Ich folge Luise schon seit Jahren auf Instagram und lese ihre Texte auf ihrem Blog unheimlich gerne. Genau so gerne habe ich früher auch ihre Videos auf YouTube verfolgt. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als ich erfahren habe, dass sie ein weiteres Buch heraus bringt und mir war sofort klar, dass ich es einfach lesen muss.

In Tinder Stories: Ein Jahr voller Dates erzählt Luise, wie der Name schon sagt, über ihre verschiedenen Dates, die sie allesamt über Tinder kennengelernt hat. Zwischendrin schreibt Luise aber auch immer wieder über Gespräche und Treffen mit ihren Freundinnen, die zum Teil auch bei Tinder angemeldet sind, aber zum Teil auch schon jahrelang in einer Beziehung leben und lässt vor allem auch ihren Gedanken freien Lauf.

"Sich mit fremden Menschen austauschen, das sind Gespräche, die man vorher nie vorhersehen kann. Man weiß vorher nie, wohin das Ganze geht, worüber man sich ausfragt. Hat ein bisschen was von Magie." (Position 269)

Der Schreibstil von Luise lässt sich angenehm lesen, denn er ist zwar sehr einfach gehalten, aber eben auch sehr anschaulich und unterhaltsam und an manchen Stellen wirkt er fast schon etwas poetisch. Oftmals hatte ich sogar das Gefühl bei dem genannten Date oder den Gesprächen zwischen den Freundinnen teilzuhaben. Dabei haben mich die Erzählungen und Gedankengänge von Luise nicht nur inspiriert und fasziniert, sondern auch zum Nachdenken angeregt. Besonders cool finde ich übrigens, dass das Buch in den Jahren 2018 und 2019 erzählt und ich mich an manche Dinge, so zum Beispiel der Trip nach Riga, noch von Luises Instastorys erinnern konnte.

"Auf den ersten Blick so einsam, sind doch alle miteinander verbunden, nur ein kurzes Hallo, ein offenes Lächeln entfernt. Wenn man sich denn einlassen will. Und das will ich." (Position 1727)

Das Cover des Buches gefällt mir richtig gut. Irgendwie strahlt es so eine Leichtigkeit aus, die meiner Meinung nach total gut zu dem Buch passt.

Insgesamt bekommt das Buch von mir eine klare Leseempfehlung, denn egal ob Single oder nicht, ist es einfach schön die Dates von Luise mitzuverfolgen. Vor allem aber ist das Buch gefühlt mit verschiedenen, teils versteckten Weisheiten, die meiner Meinung nach sehr zum Nachdenken anregen.

"Das Leben in Grautönen vorbeifliegen lassen, das hat man selbst in der Hand. Man kann die Welt auch anhalten und sich kurz bunt malen, und das jeden einzelnen Tag." (Position 2447)

Veröffentlicht am 26.10.2019

Herzzerreißend und emotional, aber auch sehr langatmig und damit leider der schwächste Band der Reihe

The Lie
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Vier Jahre ist es her, seit Natasha und Brigs sich das erste Mal gesehen und ineinander verliebt haben und daraufhin verloren haben. Nun stehen sie sich nach all der Zeit am King's College in London gegenüber, ...

Vier Jahre ist es her, seit Natasha und Brigs sich das erste Mal gesehen und ineinander verliebt haben und daraufhin verloren haben. Nun stehen sie sich nach all der Zeit am King's College in London gegenüber, wo beide ein Neuanfang wagen. Doch schon bald merken sie, dass sie einander einfach nicht vergessen können..

Brigs McGregor hat man schon im dritten Band The Play kennengelernt und deshalb hat es mich gefreut, dass er nun seine eigene Geschichte bekommen hat. Brigs hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich und kämpft nach wie vor mit Schuldgefühlen. Trotzdem wagt er einen Neuanfang und nimmt eine neue Stelle in London an. Brigs war mir von Beginn an sehr sympathisch und ich bewundere ihn, wie er sich Stück für Stück immer weitere ins Leben zurück kämpft.
Natasha ist eine Master-Studentin, die nach einer Auszeit in ihrer Heimat Frankreich, ebenfalls einen Neustart wagt. Auch sie ist in den letzten Jahren durch die Hölle gegangen und badet teilweise immer noch in ihren Schuldgefühlen. Auf der einen Seite versucht sie zwar stark zu sein, aber auf der anderen Seite merkt man auch noch, wie sehr sie die Geschehnisse aufwühlen und sie fällt immer wieder in alte Muster zurück.
Die Beziehung der beiden entwickelt sich meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo. Zu Beginn war das Zusammentreffen der beiden vor allem durch viele Emotionen und vor allem Schmerz geprägt. Nach und nach merkt man allerdings, wie die Leidenschaft zwischen den beiden neu entflammt und die beiden immer mehr zusammen finden.

"Nun, Liebe ist Feuer", sagt er einfach und neigt den Kopf. "Und Feuer steigt auf. Es erschafft die Asche. Und erhebt sich darüber. Genau wie jeder Mensch Dinge überwinden kann, die ihn hätten zerstören können, kann Liebe das auch." (Seite 240)

Nebencharaktere gibt es in diesem Buch eher weniger. Trotzdem hat es mich gefreut, dass es ein Wiedersehen mit Kayla und Lachlan aus The Play gab, denn die beiden sind einfach tolle Charaktere. Auch Brigs Eltern waren mir wieder sehr sympathisch. Ein Dorn im Auge war mir hingegen Natashas beste Freundin und Mitbewohnerin Melissa, denn sie konnte ich von Beginn an nicht einschätzen und sie war mir einfach sehr unsympathisch.

Gerade der Beginn des Buches hat mir unglaublich gut gefallen, denn der Prolog war unglaublich emotional und hat mich direkt in den Bann gezogen. Aber auch danach ging es sehr spannend weiter. Vor allem aber hat mir der Schreibstil der Autorin wieder sehr gut gefallen, denn dieser lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Dabei verwendet sie eine sehr bildhafte Sprache. Besonders gut hat mir gefallen, dass die ersten Kapitel nicht nur in der Gegenwart gespielt haben, sondern es auch einige Rückblicke in die Vergangenheit gab und diese ebenfalls sowohl aus Natashas als auch Brigs Sicht erzählt wurden.
Leider muss ich zugeben, dass meine Euphorie doch ziemlich schnell verflogen ist, denn vor allem der Mittelteil des Buches plätscherte ziemlich langatmig vor sich hin und ich hatte teilweise nicht wirklich Lust weiter zu lesen. Vor allem aber die Erotikszenen haben mich gestört, denn die Autorin hat wieder eine sehr derbe Sprache genutzt, was für mich einfach nicht zu den beiden Charakteren und deren Geschichte gepasst hat. Gegen Ende konnte mich das Buch allerdings nochmal richtig in den Bann ziehen, denn es wurde nicht nur nochmal richtig emotional sondern auch sehr spannend. Damit hat das Buch meiner Meinung nach einen runden Abschluss bekommen.
Trotzdem finde ich, dass die Autorin es geschafft hat ein doch etwas schwieriges Thema, über das ich so noch nie gelesen habe, in einem emotionalen Roman zu verpacken.

"Irgendwann wärst du aufgewacht", sagt Natasha. "Das menschliche Herz ist nicht dafür gemacht, von jemandem in einen Käfig gesperrt zu werden, der es nicht füttert." (Seite 179)

Das Cover des Buches passt durch die Gestaltung auf jeden Fall perfekt zu den vorherigen Bänden der Reihe. Leider bin ich nicht so ein Fan von der Farbgestaltung.

Insgesamt lässt mich der letzte Band der Being with you-Reihe doch etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite war das Buch total emotional und herzzerreißend, aber auf der anderen Seite war es doch auch sehr langatmig und die vielen derben Erotikszenen haben mich gestört. Deshalb gibt es von mir nur 3,5/5 Sterne, denn The Lie ist meiner Meinung nach der schwächste Band der Reihe.

Veröffentlicht am 25.10.2019

Absolutes Wohlfühlbuch mit der richtigen Mischung aus humorvollen, romantischen und tiefgründigen Szenen

Dich für immer
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Als Claire French zu der Hochzeit einer Kollegin eingeladen wird, möchte sie ungern wieder an den Singletisch verbannt werden. Deshalb erzählt sie ihr kurzerhand, dass sie in Begleitung kommt, die allerdings ...

Als Claire French zu der Hochzeit einer Kollegin eingeladen wird, möchte sie ungern wieder an den Singletisch verbannt werden. Deshalb erzählt sie ihr kurzerhand, dass sie in Begleitung kommt, die allerdings gar nicht existiert. Um nicht doch alleine auftauchen zu müssen, engagiert sie Theo MacLeod von einem Escortservice und schon von Beginn an sprühen nur so die Funken..

Claire French war mir ja schon im ersten Band Mein Traum von dir total sympathisch und dieser Eindruck hat sich nur nochmal bestätigt. Sie hat einfach ein riesengroßes Herz und liebt ihren Job als Grundschullehrerin. Außerdem ist sie künstlerisch sehr begabt und stellt Kunstwerke aus alten Büchern her. Obwohl ihre Freunde immer wieder beteuern, wie gut ihre Kunst ist, steht sie sich selbst im Weg und weigert sich ihre Kunst auszustellen. Generell vergleicht sich Claire oftmals mit anderen und hat das Gefühl nicht gut genug zu sein.
Theo MacLeod war mir ebenfalls von Beginn an sympathisch, obwohl er sehr geheimnisvoll wirkt und etwas gebraucht hat, um sich zu öffnen. Er ist gut aussehend und sich dessen auch voll bewusst. Trotzdem zeigt er immer wieder seine charmante und verletzliche Seite, denn nach einiger Zeit merkt man, dass Theo in seiner Vergangenheit so einiges durchmachen musste und es ihm deshalb schwer fällt anderen zu vertrauen. Meiner Meinung nach hat Theo aber eine wirklich tolle Entwicklung durch gemacht und hat immer mehr zu sich selbst gefunden.
Die Beziehung zwischen den beiden hat sich meiner Meinung nach in einem authentischen Tempo entwickelt. Es war schön mit zu erleben, wie die beiden sich kennen lernen und von Beginn an die Funken sprühen. Vor allem aber hat mir gefallen, wie sich die beiden immer wieder gegenseitig aus ihrer Komfortzone locken und sich unterstützen, wo es nur geht.

Sie war pures Gold, und ich war auf keinen Fall gut genug für sie. Aber wenn sie bereit war, sic mit mir zu begnügen, würde ich alles tun, um sie glücklich zu machen - selbst Dinge, die ich noch nie für jemanden getan hatte. (Seite 300)

Als Nebencharaktere gibt es einige bekannte aber auch einige neue Gesichter. Besonders gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Claires Freundinnen Jamie und Margot. Vor allem war es schön zu sehen, dass Margots Geschichte auch ein Stück weit weiter geführt wurde. Nebenbei konnte man auch Claires sowie Theos Familie kennen lernen. Claires Familie war mir zwar eigentlich recht sympathisch, aber auf Dauer auch irgendwie nervig. Vor allem ihre Mutter hat meiner Meinung nach ein völlig falsches Bild in Sachen Liebe und Ehe. Auf Theos Seite waren mir vor allem seine Schwägerin Josie und seine drei Nichten total sympathisch. Seinen Bruder konnte ich lange Zeit nicht so ganz einschätzen, aber das hat sich zum Glück auch noch geändert.

Der Schreibstil von Melanie Harlow konnte mich von Beginn an begeistern, denn er lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen.Teilweise bin ich nur so durch die Seiten geflogen und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Dabei hat die Autorin meiner Meinung nach vor allem die richtige Mischung aus humorvollen, aber eben auch gefühlvollen und romantischen Szenen gefunden. Außerdem hat sie es wieder geschafft einige tiefgründige und erfrischende Dialoge zwischen den Charakteren einzubauen, die mich selbst auch ein Stück weit zum Nachdenken angeregt habe. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch abwechselnd aus Claires und Theos Sicht erzählt wurde, denn so hat man einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt erhalten und konnte die Emotionen zum Teil hautnah miterleben.

Du musst niemand anders sein. Du musst nur aufhören, über den Rand zu starren, und einfach springen. (Seite 360)

Das Cover des Buches ist meiner Meinung nach gut gelungen und verspricht eine romantische Liebesgeschichte für den Herbst.

Ich habe mich schon seit Monaten auf dieses Buch gefreut und wurde definitiv nicht enttäuscht. Ich habe die Geschichte von Claire und Theo von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und Dich für immer ist für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Deshalb kann ich gar nicht anders als 5/5 Sterne zu vergeben.