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Veröffentlicht am 13.11.2019

Story mit Potenzial, leider mit wenig Spannung und Aktivität erzählt

Totenstille
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Inhalt
Als die junge Journalistin Tuva Moodyson in das nordschwedische Gavrik zieht, erschüttert ein grausamer Mord die Kleinstadt. Die Tat trägt die Handschrift des Medusa-Killers, der vor zwanzig Jahren ...

Inhalt
Als die junge Journalistin Tuva Moodyson in das nordschwedische Gavrik zieht, erschüttert ein grausamer Mord die Kleinstadt. Die Tat trägt die Handschrift des Medusa-Killers, der vor zwanzig Jahren sein Unwesen trieb und nie gefasst wurde. Tuva weiß, dass diese Story ihre große Chance sein könnte. Doch die Journalistin hat zwei Handicaps: Sie ist gehörlos, und sie fürchtet sich vor dem Wald. Ihre Schwächen könnten ihr allzu leicht zum Verhängnis werden. Denn je tiefer sie in den rätselhaften Fall eintaucht, desto weiter muss sie sich in das Dickicht des Waldes vorwagen, wo ein Gegner auf sie wartet, der ihre dunkelsten Ängste übertrifft ...

Rezension
Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde der Lesejury lesen.
Dem Schreibstil des Autors konnte ich an einigen Stellen leider nicht viel abverlangen, wenn auch die Geschichte zumeist durch die Aneinanderreihung kurzer und prägnanter Hauptsätze einfach zu lesen war, hat das mein Leseerlebnis eher getrübt als bereichert. Oft kam ich dadurch gedanklich ins Stocken, habe eventuell sogar viele Dinge überlesen und einfach nur noch überflogen. Die Beschreibung der Umgebung gelingt dem Autor hingegen sehr gut, er benennt viele Einzelheiten (wenn auch zum großen Teil in Auflistungen formuliert), beschreibt sie durch zahlreiche (z. T. allerdings unpassende) Vergleiche und schafft dadurch eine gute Atmosphäre - Ich war noch nie in Schweden und konnte mir dadurch ein gutes Bild von der Atmosphäre und Umgebung machen. Es kommt aber auch genauso häufig vor, dass diese Beschreibungen mit (meiner Meinung nach) wiederkehrenden unnötigen Details gespickt werden (z. B. wird immer benannt, welche Farbe das Gummibärchen hat, das Tuva gerade vernascht). Das trägt nicht zur Handlung bei und ist an einer Stelle mal ganz schön zu lesen, aber nicht, wenn das jedes Mail erwähnt wird.
Die Story an sich hat Potenzial, der Einstieg in das Buch ist toll (an dieser Stelle möchte ich jedoch nicht zu viel verraten) - wirklich spannend und ein Grund, wieso ich mich für die Leserunde beworben hatte. Nach besagter Szene entwickelt sich die Geschichte nur sehr sehr langsam weiter. Es folgen ca. 250 Seiten, in denen die Bewohner der Stadt Mossen bis ins kleinste Detail und ohne großen Bezug zu den Ermittlungen im Fall, beschrieben werden. Allesamt sind sie kurios, seltsam und mir in gewisser Weise suspekt gewesen. Auch Tuva (die Protagonistin) selbst konnte bei mir nur wenige Sympathiepunkte sammeln. Man erfährt eigentlich fast gar nichts über ihre Person und ihre Familienverhältnisse, außer, dass ihre Mutter schwer krank zu sein scheint und sie sie das ganze Buch über nicht besucht, obwohl sie extra in die kleine Stadt gezogen ist, um ihrer Mutter ein Stück näher zu sein - passt für mich auch irgendwie nicht zusammen. Leider habe ich aus diesen und vielen anderen Gründen, die ich hier zunächst nicht weiter ausführen möchte, keinen Draht zu Tuva finden können. Dass sie gehörlos ist finde ich sehr spannend und eine angenehme Abwechslung zu anderen Krimis - damit begründet der Autor auch die zunehmend detaillierten Beschreibungen ihrer Umgebung. In einer brenzlichen Situation, in der Tuva womöglich den Tod fürchten muss, dann jedoch Schnecken am Boden mit Lippenstiften und Weingummis zu assoziiert- für mich an dieser Stelle nicht stimmig.

Die Mordermittlungen entwickeln sich in den ersten 2/3 eigentlich kaum merklich weiter. Es scheint mehr ein Überblick über das Leben in der kleinen abgelegenen Stadt nahe dem Utgard-Wald zu sein. Im letzten Drittel des Buches wird es (meiner Meinung nach) dann erstmals WIRKLICH spannend und Tuva kommt dem Täter in den Tiefen des Waldes näher. Der Autor hat es geschafft, mich an diesem Punkt nochmal mitzureißen und ich hatte auch endlich das Gefühl, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Die Abschlussszene ist sehr spannend gestaltet, der Täter und auch seine Gründe unerwartet. Ich finde jedoch, dass auch schon im mittleren Teil des Buches einige Szenen so spannend hätten sein können, hätte man diese weniger schnell aufgelöst und mehr ausgeschmückt.

Zum Ende bleiben viele offene Fragen. Warum waren jene Personen genau zu diesem Zeitpunkt an Ort und Stelle? Wie hat sich alles gefügt? Das Ende ist im Gegensatz zum Rest des Buches plötzlich sehr harmonisch - auch der (von mir lang ersehnte) Besuch bei Tuvas kranken Mutter, deren Verhältnis immer als sehr schlecht und schwierig beschrieben wurde.
Es gibt noch weitere Dinge, die offen bleiben, die ich nun aber nicht verraten möchte, da sie zu viel vom Inhalt des Buches verraten würden.

Insgesamt habe ich mir mit dem Buch etwas schwer getan, ich kam (bis zum Schluss) nicht wirklich in einen Lesefluss, Tuva war mir als Person unsympathisch, ich konnte mich nicht mit ihr identifizieren und habe auch so keinen wirklichen Zugang zur Geschichte finden können. Obwohl die Story wirklich Potenzial hat und teilweise auch spannend erzählt wird, wirken viele Handlungen und die Dinge, die passieren, freistehend, ohne Zusammenhang und irgendwie grundlos. Das Buch gehört auf keinen Fall zu einem meiner Lieblingskrimis, ist aber auch nicht das schlechteste. Das Ende hat für mich nochmal einiges wett gemacht. Erwartet man einen durchgehend spannenden Krimi, ist „Totenstille“ von Will Dean womöglich das falsche Buch. Liebt man hingegen Geschichten, die sich langsam entwickeln und sich nicht aus einer Fülle gruseliger Ereignisse zusammensetzen - kann man an diesem Buch (denke ich) auf jeden Fall Freude haben.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Ein wunderbar leichter, wahnsinnig schöner Roman - mehr nicht!

Begin Again
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Inhalt
Er stellt die Regeln auf - sie bricht jede einzelne davon.

Noch einmal ganz von vorne beginnen - das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ...

Inhalt
Er stellt die Regeln auf - sie bricht jede einzelne davon.

Noch einmal ganz von vorne beginnen - das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv - mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren ...


Rezension
Ein wunderbar leichter Roman von Mona Kasten, den ich aber definitiv hinter der Maxton-Hall-Trilogie der Autorin anstellen muss.

Insgesamt hat mir die Geschichte um Allie und Kaden von Anfang an wahnsinnig gut gefallen, auch wenn sie zum Teil sehr vorausschauend geschrieben war und man keine großen Überraschungen erlebt. Die Geschichte ist aus der Perspektive von Allie geschrieben, - dennoch erfährt man über Gespräche auch sehr viel über diverse Nebencharaktere, insbesondere aber auch über Kaden und seine Vergangenheit.
Man merkt schnell, dass Allie und Kaden Gefühle füreinander entwickeln und die aufgestellten Regeln somit zum Scheitern verurteilt sind - wodurch die Story schnell an Fahrt aufnimmt. Die Naturverbundenheit der Beiden hat es mir wahnsinnig leicht gemacht, mich mit Allie als auch mit Kaden zu identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Sie haben viele Hürden zu meistern, die sich meist durch deren Verschlossenheit ergeben. In manchen Szenen hätte ich Kaden/ Allie wirklich gerne gepackt und geschüttelt, da ihre Reaktionen und Handlungen mich z. T. verrückt gemacht haben. Sie waren (im Hinblick auf das Erlebte) dennoch authentisch.

Der Schreibstil der Autorin ist wahnsinnig authentisch und echt. Gerade Szenen des zwischenmenschlichen Kontakts vermag sie wunderbar gut zu beschreiben und sie hat durch ihre Worte und Umschreibungen (neben Allie) auch mir an manchen Stellen eine Gänsehaut verpasst. Sie schaffte es mit ihren Worten, von Beginn an einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen zu lassen. Auch Szenen der Aufregung, des Streits und der Versöhnung waren so authentisch, so dass ich auch hier stets den exakten Wortlaut im Kopf hatte und mich selbst in der Gefühlslage der Protagonistin Allie (oder in Kaden) wiedergefunden habe.

„Begin Again“ lebt von den Hindernissen und Stolpersteinen der Beziehung zwischen Allie und Kaden und den Problemen innerhalb der Familie beider - hat darüber hinaus (meiner Meinung nach) aber keine Message/ Aussage/ Moral. Ich würde den Roman dennoch empfehlen, da mir die Geschichte und der Schreibstil von Mona Kasten wirklich gut gefällt und es ihr gut gelungen ist, die Beziehungen und Gefühle von Allie und Kaden darzustellen. Wer allerdings auf der Suche nach etwas anderem, als nur einer leichten Lovestory ist, wird mit diesem Buch wahrscheinlich nicht glücklich werden.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Mein persönliches Highlight 2019!

Someone New
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Inhalt
Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, ...

Inhalt
Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte ...


Rezension
Als ich das Buch in der Buchhandlung entdeckt habe, war ich zunächst schon vom Cover total begeistert! Mir gefallen die Farben unglaublich doll. Zuhause angekommen, fiel mir als erstes das Lesezeichen in die Hände, das genau wie das Cover des Buchs gestaltet ist. Darüber habe ich mich sehr gefreut und es ist mittlerweile auch zu einem meiner liebsten Lesezeichen geworden!

Das Buch hatte ich dann schon innerhalb von ein paar Tagen durchgelesen. Bis zum Schluss habe ich mich gefragt: „Welches Geheimnis könnte Julian haben?“ Die Frage hat mich nicht losgelassen und tatsächlich - Ich habe bis zu dem Punkt, an dem es endlich rauskam, nicht geahnt, um was es geht. Mir geht es sehr oft so, dass Hinweise zu eindeutig sind und ich schon Seiten davor ahne, was Sache ist. Hier war das anders. Das Buch hat meine Liebe zu New Adult - Romanen wieder aufflammen lassen und ich bekomme seitdem nicht mehr genug davon - es musste gleich die nächste Buchreihe „Berühre mich. nicht“ von der Autorin Laura Kneidl mit ins Regal.

Zum Inhalt: Der Schreibstil der Autorin ist flüßig, die Geschichte entwickelt sich langsam. Ein Grund, wieso ich verstehen kann, wieso die Meinungen bei diesem Buch sehr weit auseinander gehen. Mir persönlich hat das - im Gegensatz zu Thrillern und Krimis (dem Genre, dass ich daneben auch sehr gerne lese) - sehr gut gefallen und ich konnte beim Lesen förmlich spüren, wie der Alltagsstress von mir abfiel. Ich konnte mich voll und ganz auf die Protagonistin Micah einlassen, trotz ihres Hobbys, dass wahrscheinlich nicht viele teilen und die Identifaktion deshalb eventuell schwer fällt. Die Geschichte wirkte auf mich dennoch zu keinem Zeitpunkt langatmig. Ich mochte die Liebesgeschichte von Micah und Julian und habe mich selbst in vielen Situationen wieder erkennen können. Das Geheimnis um ihren Bruder und später auch Julian sind (für mich persönlich) sehr wichtige Themen, die die Autorin dem Leser durch ihre Art zu Schreiben behutsam näher bringen konnte. Dennoch teile ich die Meinung vieler, das insbesondere das Geheimnis um Julian noch weiter hätte ausgeführt werden können. Im Epilog wurden diesbezüglich viele wichtige Dinge genannt, die im Buch nicht hätten fehlen dürfen. Ich hätte mir nicht gewünscht, dass das Geheimnis früher zur Sprache kommt; da ich die Liebesgeschichte wie bereits erwähnt wirklich sehr genossen habe (auch wenn dieses Geheimnis der Liebe zwischen den beiden keinen Abbruch tat). Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin noch ein paar weitere Seiten nutzt, um dieses Thema weiter zu beleuchten und auch die Beziehung zu Julian und auch die Seiten, die der Beziehung zwischen Julian und seiner Familie gewidmet waren, erschienen mir zu kurz. Gerne hätte ich noch viel mehr darüber erfahren.

Trotz allem kann ich sagen: Someone New war mein persönliches Highlight im Jahr 2019 und ich freue mich schon sehr, im Januar Someone Else, die Geschichte von Cassie und Maurice lesen zu dürfen!

Veröffentlicht am 18.10.2019

Spannung und Emotionen garantiert!

Save Me
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Inhalt
Sie kommen aus unterschiedlichen Welten.
Und doch sind sie füreinander bestimmt.

Geld, Glamour, Luxus, Macht - all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für ...

Inhalt
Sie kommen aus unterschiedlichen Welten.
Und doch sind sie füreinander bestimmt.

Geld, Glamour, Luxus, Macht - all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß - etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James - und ihr Herz - schon bald keine andere Wahl ...


Rezension
Eine insgesamt sehr spannende und emotionale Geschichte, die ich auch gerne noch ein 2. oder 3. Mal lesen werde. Ich kann sie jedem New Adult-Leser ans Herz legen!

„Save Me“ war das erste Buch, dass ich von Mona Kasten gelesen habe und seitdem zählt Sie auch zu meinen Lieblingsautorinnen des LYX-Verlags. Ich muss zugeben, dass ich das Buch und auch den Klappentext in der Buchhandlung zunächst nicht als sehr ansprechend empfand. Es wirkte auf mich wie eine 0815-Geschichte: Ein Mädchen aus der Mittelschicht verliebt sich in einen heißen, reichen Typen, der zum Schluss selbst seine Liebe zu diesem Mädchen entdeckt. Das Cover ist schön (Gold, Glitzer) und hat meinen ersten Eindruck zu diesem Zeitpunkt noch verstärkt. Ich bin davon ausgegangen, es handle sich überwiegend um Charaktere, die reich, sehr stolz und arrogant sind, weshalb ich mich zunächst auch nicht weiter für dieses Buch interessiert habe.
Zum Geburtstag habe ich den ersten Band der Maxton-Hall-Trilogie dann völlig überraschend geschenkt bekommen. Zunächst war ich skeptisch, im Nachhinein bin ich allerdings sehr froh, dass mir diese Leseerfahrung quasi „aufgezwungen“ wurde.

Ich konnte mich sofort mit Ruby identifizieren, die ihr Hobby (das Bullet-Journaling) mit vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen heute teilt. Es hat mir viel Freude bereitet, neben der eigentlichen Handlung, mehr darüber zu erfahren. Auch habe ich mit James, Lydia, Alistair, Ember und Wren viele Dinge aus meiner eigenen Erfahrungswelt und meinem Umfeld verbinden können. Neben der Geschichte um Ruby und James hat die Autorin mittels dieser (Neben-)Charaktere viele wichtige gesellschaftliche Themen wie z. B. Toleranz beleuchtet.

Eine vergleichbare Story habe ich zuvor noch nicht gelesen. Ich empfand den Schreibstil der Autorin als flüssig und angenehm und die Geschichte auch zu keinem Zeitpunkt langatmig. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Ruby oder James geschrieben. Dies ermöglicht es dem Leser, beide Charaktere verstehen und lieben zu lernen. Hin und wieder Tauchen auch die Sichtweisen anderer Nebencharaktere auf (dies häuft sich dann in den weiterführenden Bänden Save You und Save Us).
Die Handlung entwickelte sich stets weiter und die Spannung schien auch zu keinem Zeitpunkt abzufallen. In manchen Abschnitten der Geschichte wirkten diese Szenen des Spannungsaufbaus jedoch teilweise sehr „herbeigewünscht“, um der Liebe Steine in den Weg zu legen oder Momente zu schaffen, in denen sich die Liebenden gegenseitig auffangen. Die Szenen waren dennoch stimmig und wahrscheinlich hätte es gereicht, wenn diese Aspekte noch weiter in die Tiefe gehend betrachtet worden wären oder zu anderen Zeitpunkten in der Geschichte überhaupt nochmal zum Tragen gekommen wären. Möglicherweise liegt es auch daran, dass die Handlung anfangs schnell in Gang kommt, ohne dass die verschiedenen Charaktere zunächst einmal näher beschrieben und kennengelernt werden können. Dadurch wirken die sich plötzlich ergebenden Probleme auf den ersten Blick Fehl am Platz und in der Geschichte nicht gut platziert. Im Nachhinein ist aber auch dieser erste schlechte Eindruck versiegt: Wären diese Dinge schon zu Beginn des Buches aufgegriffen worden, hätten allein diese Rückblicke sehr viel Seiten in Anspruch genommen, ohne dass die Handlung ins Rollen gekommen wäre. Die Autorin hat es meiner Meinung nach also gut gelöst, diese Rückblicke in die Handlung zu integrieren, was auch wesentlich zum Spannungsaufbau beigetragen hat.

„Save Me“ (und auch „Save You“) enden beide in einem Skandal, der viele Fragen aufwirft und es nicht zulässt, den nächsten Band auszulassen. Zu diesem Zeitpunkt war ich froh, den 2. Band schon im Regal stehen zu wissen, da ich dieses dramatische und herzzereißende Ende womöglich sonst nicht überstanden hätte!

Veröffentlicht am 18.10.2019

So viel Gefühl in einem einzigen Roman!

Wenn Donner und Licht sich berühren
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Inhalt
Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts ...

Inhalt
Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke - wo es vielleicht schon zu spät ist.

Rezension
„Wenn Donner und Licht sich berühren“ war das erste Buch, das ich von Brittainy C. Cherry gelesen habe und es hat mich total berührt.

Das Cover gefällt mir sehr gut, ich liebe die Farbe in Kombination mit den Wolken und auch den Titel, der für sich alleine steht und schon so viel Tiefe beweist.

Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich gefühlvoll und echt bis ins kleinste Detail. Mit ihren Worten hat Sie mich oft zu Tränen gerührt - und das ist mir zuvor bei noch keinem Buch passiert. Sie hat mein Herz brechen lassen und es geschafft, es bis zum Ende des Romans wieder zusammenzusetzen.

Der Roman wechselt zwischen 2 Perspektiven - der Perspektive von Jasmine und der von Elliott. Das, in Kombination mit dem Schreibstil von Brittainy C. Cherry, ermöglicht einen unglaublich guten Einblick in die Welt und vor allem die Gefühlslage beider Protagonisten, die jeder für sich mit ihrem Leben zu kämpfen haben und unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jasmine hat im Gegensatz zu Elliot keine harmonischen Familienverhältnisse. Ihre Mutter gibt ihr die Schuld, damals nicht Karriere gemacht zu haben und zwingt ihrer Tochter nun diesen Traum auf. Die Schule ist Jasmines Zuflucht: Hier kann sie ein normaler Teenager sein und ist beliebt, doch ihre Mutter sieht das nur als Ablenkung von ihrer erfolgreichen Karriere als Popsängerin an. Jasmine versucht dennoch alles, um von ihrer Mutter geliebt zu werden. Sie möchte, dass ihre Mutter stolz auf sie ist - und das ist sie nur, wenn sie erfolgreich ist.
Elliot hingegen wächst in einer sehr harmonischen und liebevollen Familie auf, hat aber dafür in der Schule umso mehr mit Mobbing durch seine Mitschüler zu kämpfen. Diese Attacken sind meist sehr grausam und sehr detailliert beschrieben - so dass sie dem Leser das ein oder andere Mal auf jeden Fall eine Gänsehaut verpassen.
Er ist ein ganz anderer Charakter, als die meisten Protagonisten in diesem Genre: Elliot ist schmal und klein, schüchtern und stottert. Er ist auf den ersten Blick nicht der Typ Junge, in den sich schöne Mädchen wie Jasmine verlieben - und doch erobert er ihr Herz durch seine Musik und seine liebevolle Art. Auch ich muss gestehen, mich in den sechzehnjährigen Elliott verliebt zu haben!
Als Elliotts Familie ein herber Schicksalsschlag heimsucht, verändert sich sein Charakter komplett und ich habe mich am Ende sehr gefreut, dass dieser sich zum Ende der Geschichte wieder wandelte.

Einen solchen Leistungsdruck wie Jasmine ihn erlebt, erleben sicher viele Jugendliche in ihrem Elternhaus auch. Auch Mobbing ist ein durchaus aktuelles Thema in Schulen. Die Geschichte behandelt damit sehr wichtige Themen und der Schreibstil der Autorin macht das ganze so unfassbar authentisch und real. Zudem geht Brittainy C. Cherry auf Themen wie Trauerbewältigung und Missbrauch ein, auch wenn letzteres in dieser Geschichte nicht im Fokus steht. Die Zeilen, die sie der Trauer und dessen Bewältigung gewidmet hat haben mich unglaublich berührt und stark gemacht.
Ich empfand außerdem die Art und Weise, wie die Autorin Musik als Heilmittel der Seele dargestellt hat, wunderschön. Es hat meinen eigenen Blickwinkel darauf verändert und ich habe gemerkt - Brittainy C. Cherry hat Recht!

Ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens empfehlen, der selbst schonmal eine ihm nahestehende Person verloren hat. Die Geschichte wird dich zunächst zerreißen, doch das ist wichtig, damit das Herz wieder heilen kann.