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Veröffentlicht am 20.02.2022

so herzzerreißend, tragend und voller Gefühl

Everything We Had (Love and Trust 1)
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Ich kann nicht sagen, welche Erwartungen ich bezüglich des ersten Bandes der Love and Trust Reihe von Jennifer Bright hatte.
Vielleicht große, vielleicht keine.
Ich ließ mich einfach hineinfallen, mitreißen ...

Ich kann nicht sagen, welche Erwartungen ich bezüglich des ersten Bandes der Love and Trust Reihe von Jennifer Bright hatte.
Vielleicht große, vielleicht keine.
Ich ließ mich einfach hineinfallen, mitreißen und am Ende wusste ich einfach, dass sich dieses Buch, das sich Aidan und Kate einfach so unglaublich gut angefühlt haben.
Es schmerzte, aber zugleich spendete es auch so viel, Hoffnung, so viel Licht.
Und genau das, gibt dir diese Geschichte der beiden auch – Hoffnung.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich schön, fesselnd, mitreißend und absolut bildgewaltig.
Die Atmosphäre hat mich direkt in den Bann gezogen. Sie war melancholisch, tragend und einfach schwer und gehaltvoll.
Aidan und Kate haben mich sofort begeistert und in den Bann gezogen.
Kate hat sofort mein Innerstes berührt und mein Herz im Sturm erobert.
Kate ist das, was man verloren, gebrochen und einsam nennt. Sie ist getrieben, gefangen und kann sich allein nicht lösen.
Diese Zweifel, diese stetige Pein, die sich in ihrem Inneren abspielt, ist stetig präsent und gibt der Geschichte einfach so unglaublich viel Gefühl.
Auch Aidan hat mein Herz auf seine eigene Art und Weise erobert.
Er ist sanft, behutsam. Ein wahrer Gentleman. Aber auch Aidan trägt Schmerzen, eine Vergangenheit mit sich herum, die ihn geprägt hat.
Am meisten jedoch haben mich Brownie und Cookie begeistert. Mein Gott, wie unsagbar süß und feinfühlig können Wesen sein. Das wirft meine komplette Intension auseinander.
Dich gefolgt von Zoe, die ich so sehr geliebt und vergöttert habe.
Insgesamt konnten mich die Charaktere absolut überzeugen, sie sind sehr authentisch und lebendig. Sie haben Ecken und Kanten und verstehen es, dich völlig in den Bann zu ziehen.
Die Story begann sehr witzig und einfach erfrischend.
Ich liebe diese Idee mit dem Cosy Corner.
Aidan und Kate als Betreiber dahinter, ist einfach genial.
Die Atmosphäre, die Leichtigkeit, aber dennoch die Wettbewerbs Vibes dahinter, sind so unglaublich gut spürbar.
Es war so witzig und ich musste immer wieder schmunzeln.
Doch so leicht, wie es zunächst anmutet, ist überhaupt nicht.
Denn schon bald, beginnen die Seelen auseinanderzubrechen ,nach Halt zu flehen und verzweifelt nach Erlösung, nach einem Anker zu suchen.
Der Himmel bricht förmlich ein und man weiß nicht, was man fühlen oder tun soll.
Da ist so viel Schmerz, so viel Angst, dass es mir buchstäblich unter die Haut ging und ich stumm mit den beiden mitgelitten habe.
Jennifer Bright befasst sich hier mit Themen, die definitiv alles andere als leicht sind.
Die aber erörtert, thematisiert werden müssen.
Damit der Körper, die Seele , endlich wieder heilen, leben und fühlen können.
Ein schmerzhafter Prozess, der sich hier vollzieht, aber so wichtig.
Die Ausarbeitung dessen hat mir unglaublich gut gefallen. Denn zum einen setzt sich die Autorin sehr intensiv mit der Thematik auseinander, aber zum anderen bringt sie ungemein viel Gefühl, Aufrichtigkeit und Feingefühl mit, was den Schmerz etwas leichter macht.
Obwohl man hier von beiden die Perspektiven erfährt, steht Kate ganz klar im Fokus. Was überhaupt nicht schlimm ist, man sich selbst aber umso mehr auf Kate einlässt und sie einfach liebt.
Sie ist so zerbrechlich und zart, dass ich mich manchmal gefragt hab, wie sie das alles schafft, ohne auseinanderzubrechen.
So viel stumme Tränen und Qualen.
So viel Angst und Verzweiflung, dass es mich völlig zerstört hat.
So viel Tränen.
Der Wut, der Hoffnungslosigkeit, der Verzweiflung und inneren Zerrissenheit.
Die Antwort? Freundschaft, Loyalität und Vertrauen.
Niemand kann ermessen, wie wichtig es ist, einen Anker zu haben, der dich atmen, der dich etwas fühlen lässt.
Und dann wird man betraut mit einer unglaublich schönen, sanften und leisen Lovestory, die mich so unglaublich berührt und beschäftigt hat.
Für mich ist dieser Auftakt , unglaublich große Liebe.
Für Aidan und Kate, für das Cosy Corner und am meisten für das unglaublich tolle und tiefgreifende Gefühl, das es es dir gibt.
Man fühlt sich geborgen, geliebt und Zuhause.
Ich hab mich darin verloren, mich treiben lassen und am Ende geht es darum, wieder zu leben und endlich ein neues Kapitel aufzuschlagen. Vielleicht nicht für andere ,aber vor allem für sich selbst.
Ein absolutes Herzensbuch und Highlight.
Weil diese Geschichte, so viel mehr erzählt, als man bereit ist zu empfangen und zu realisieren .
Sie bedeutet Heilung und Hoffnung zugleich.
Ich liebe es einfach.

Fazit:
Jennifer Bright ist mit „Everything we had“ ein sehr intensiver, schmerzhafter und zugleich erfrischender Auftakt ihrer Love and Trust Reihe gelungen.
Das Cosy Corner sorgt für so viele Feel Good Vibes, Aidan und Kate haben mich so sehr zerstört und beschäftigt.
Ich liebe diese Geschichte sehr, mehr als ich mit Worten sagen kann.
Sie zerstört dich und setzt dich wieder zusammen.
Sie bringt dich zum lachen und weinen gleichermaßen.
Sie ist so herzzerreißend, tragend und voller Gefühl.
Eine Story die man so unglaublich gut fühlt .
Ein absolutes Herzensbuch und Highlight dazu.
Denn manchmal ist nicht wichtig, was war, manchmal ist wichtig was kommt, nach vorn zu schauen, zu heilen, zu fühlen und endlich wieder zu atmen.

Veröffentlicht am 19.02.2022

Diese Story ist verdammt unbequem, schmerzt , aber sie ist herausragend aus psychologischer Sicht

Der fürsorgliche Mr Cave
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Auf der fürsorgliche Mr.Crave “ von Matt Haig bin ich eher zufällig gestoßen.
Erwartungshaltung hatte ich wirklich keine, aber ich war immens gespannt darauf, weil der Klappentext mich schon sehr neugierig ...

Auf der fürsorgliche Mr.Crave “ von Matt Haig bin ich eher zufällig gestoßen.
Erwartungshaltung hatte ich wirklich keine, aber ich war immens gespannt darauf, weil der Klappentext mich schon sehr neugierig gemacht hat.
Auch wenn dieses Buch gerade mal 256 Seiten umfasst, ist es keine Lektüre für zwischendurch.
Ganz im Gegenteil. Sie ist schmerzhaft intensiv, befasst sich mit den eigenen Dämonen, die dich verändern und irgendwann, alles zu nehmen drohen.
Ich hab das Hörbuch gehört und bin von Mark Waschke und seiner eindringlichen Art, Beklemmung hervorzurufen, unglaublich begeistert.
Man kann nicht sagen, dass er hochemotional spricht. Aber seine intensive Art, spezielle Töne zu treffen, machen die unbequeme Wahrheit und den Schmerz, nur umso greifbarer und realer.
Der Schreibstil von Matt Haig ist sehr fesselnd und einnehmend.
Zudem versteht er es gekonnt eine beklemmende, düstere und melancholische Atmosphäre zu erzeugen. Was mich sofort gefangen genommen hat.
Ich kann nicht unbedingt sagen, dass ich Terence Crave mochte.
Er ist ein sehr spezieller Charakter, der nicht loslässt. Nicht sympathisiert, aber vielleicht auch genau aus diesem Grund so eindrucksvoll erscheint.
Er ist getrieben, gefangen und zwanghaft.
Man weiß nie, ob er seine eigene Realität schafft, oder ob er wirklich alles so sieht.
Aber was man sieht ist, dass er getrieben von Schmerz und Schuldgefühlen, mit großen Verlustängsten kämpft, wodurch ihm alles immer mehr entgleitet.
Interessant fand ich hier die Erzählweise, denn er spricht quasi zu seiner Tochter Bryony. Als würde er nur ihr alles erzählen.
Vielleicht damit sie versteht, was er nicht verstehen und realisieren kann.
Darum liegt auch der Fokus allein auf Crave und er bekommt enorm viel Tiefe und Präsenz dadurch.
Die verbliebenen Charaktere, lernt man anhand von Erzählungen kennen. Was einen sehr interessanten Blickwinkel erzeugt.
In die Story kam ich sofort sehr gut hinein.
Man erfährt relativ früh, was Crave zugestoßen ist und das hinterlässt doch ein sehr beklemmendes Gefühl.
Wie soll jemand leben, wenn ihm fast alles genommen wurde?
Dabei geht Haig sehr detailliert auf die Hintergründe ein, was mich wirklich stellenweise mitgenommen hat.
Parallel dazu erleben wir Bryony, die in ihrem ganz eigenen Käfig sitzt, der sich nicht lockern lassen will, denn Crave hält die Zügel extrem stramm.
Mich hat diese Geschichte wirklich stark beschäftigt.
Matt Haig zeigt wie sehr ein Mensch durch Verluste und Schuldgefühle brechen kann und wie sehr er sich an das klammert, was ihm geblieben ist.
Gesund ist das auf gar keinen Fall. In Craves Fall zudem sehr verstörend und beängstigend.
Gar keine leichte Situation.
Denn man verliert sich in Paranoia, zwanghaften Schüben und unerträglichen Schmerz.
Crave kann nicht loslassen und das macht ihm zum Opfer seiner eigenen zerstörerischen Qualen und Ängste.
Matt Haig hat hier einige Wendungen eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte und die mich doch stark erschüttert und schockiert zurückgelassen haben.
Es ist ein sehr unbequemes Buch, dass immer weiter in eine Abwärtsspirale mündet und mich am Ende wirklich stark getroffen hat.
Psychologisch gesehen unglaublich gut ausgearbeitet. Denn Haig setzt sich sehr intensiv mit Craves Psyche auseinander und das ist definitiv kein leichtes Feld.
Zudem ist Craves Persönlichkeit sehr komplex. Quasi der alte und der neue Crave.
Mich hat dieses Buch nicht nur emotional sehr mitgenommen.
Es ist gerade durch die Thematik sehr verstörend, weil es so viele Felder abdeckt, die man nicht unbedingt damit in Verbindung bringen würde.
Definitiv ein beeindruckendes Werk, das nachhallt.

Fazit:
„Der fürsorgliche Mr.Crave “ von Matt Haig, ist ein sehr aufwühlendes, schmerzhaftes und intensives Buch über die eigenen Qualen und Ängste.
Gefangen zwischen Paranoia und Schuldgefühlen, entgleitet die Realität immer mehr und mündet immer weiter in eine Abwärtsspirale, die alles zu nehmen droht.
Gesprochen wurde dieses Hörbuch von einem sehr eindrucksvollen Mark Waschke.
Man kann nicht sagen, dass er hochemotional spricht. Aber seine intensive Art, spezielle Töne zu treffen, machen die unbequeme Wahrheit und den Schmerz, nur umso greifbarer und realer.
Diese Story ist verdammt unbequem, schmerzt , aber sie ist herausragend aus psychologischer Sicht. Ein Buch, das definitiv nachhallt und nicht eine Sekunde loslässt

Veröffentlicht am 18.02.2022

Ein zweiter Band, der definitiv zum nachdenken bringt und doch etwas nachhallt

Red Sky Burning (Bd. 2)
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Die Klima Thriller Trilogie von Teri Terry geht mit „Red Sky Burning “ in die zweite Runde.
Auch wenn mich der erste Band nicht wirklich überzeugen konnte, was vor allem an dem Genremix liegt, so war ich ...

Die Klima Thriller Trilogie von Teri Terry geht mit „Red Sky Burning “ in die zweite Runde.
Auch wenn mich der erste Band nicht wirklich überzeugen konnte, was vor allem an dem Genremix liegt, so war ich doch unglaublich gespannt auf Band 2.
Der Schreibstil von Teri Terry ist nach wie vor sehr fesselnd und einnehmend.
Die Charaktere werden wieder sehr vielschichtig und interessant dargeboten.
Besonders Tabby bekommt wieder sehr viel Raum, aber auch Denzi versteht absolut mit seiner Art zu begeistern und in den Bann zu ziehen.
Insgesamt sind sie sehr greifbar und lebendig. Weshalb man sich wirklich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen sowie Gedankengänge nachvollziehen kann.
Am Anfang brauchte ich etwas um in die Handlung hineinzufinden, da mir die Geschehnisse des letzten Bandes nicht mehr so im Gedächtnis waren.
Dank kleiner Rückblicke, war ich bald wieder in der Handlung verschwunden, welche es stark vermochte, mich zu fesseln und herausfordern.
Teri Terry gelingt es sofort konsequent Spannung zu erzeugen, so kommen einige Dinge zur Sprache, die bereits im letzten Band thematisiert wurden.
Was hier viele neue Ansätze liefert.
Dadurch betracht man die Grundidee völlig anders.
Der Genremix ist nicht mehr ganz so unpassend, denn die Autorin zeigt sehr eindringlich auf, worum es hier im Kern wirklich geht.
Tabby hat mich zwar oft mit ihrer Naivität, die Augen verdrehen lassen, dafür gelang es Denzi, mich mit seiner sympathischen Art absolut zu begeistern. Weil er tiefer gräbt ,nicht aufgibt und sich nicht abschrecken lässt.
Es wird brisant und erschreckend, was hier hervorkommt.
Obwohl sich unter dem Mantel des Schweigens versteckt wird, kristallisiert sich so viel mehr heraus, was erstaunlich beklemmend und erschreckend ist.
Besonders die Abgründe sind schockierend tief. Es ist unglaublich was Macht alles tun kann, wenn man dazu in der Lage ist.
Keine Rücksicht auf Verluste, keine Zweifel, keine Schuld oder Empathie.
Wow, da fiel mir direkt mal die Kinnlade runter.
Das ist wirklich heftig womit man hier konfrontiert wird. Das muss man erstmal verarbeiten und realisieren.
Das Ende birgt einen kleinen Cliffhanger, was definitiv nicht ohne ist.
Dennoch kann man entspannt auf den nächsten Band warten.
Mich konnte Teri Terry mit diesem Band wieder mehr begeistern, da einige brisante Aspekte hervorkommen und man zum umdenken gezwungen wird.
Für den nächsten Band wünsche ich mir noch mehr Tempo und Spannung.
Emotional konnte es mich nicht ganz so mitreißen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Man erhält zwar in dem Sinne nicht die erhofften Antworten, aber es kristallisiert sich sehr viel diesbezüglich heraus.
Ich bin gespannt auf das Finale.

Fazit:
Band 2 der Klima Thriller Trilogie von Teri Terry, konnte mich mehr begeistern, als der erste.
Vieles erscheint nicht mehr unlogisch oder unpassend.
Viel mehr kristallisiert sich erschreckendes heraus und das wirft noch einmal ein völlig neues Licht auf alles.
Ein zweiter Band, der definitiv zum nachdenken bringt und doch etwas nachhallt.
Ich bin gespannt, was das Finale zu bieten haben wird.

Veröffentlicht am 16.02.2022

Ein vielschichtiger Thriller voller unerwarteter Twists und diversen Schockmomenten

Vogelgrab
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Vor Jahren habe ich Anne Frasier schon für mich entdeckt, weil sie unfassbar genial schreibt. Auch ihre letzte Reihe hat mich definitiv nicht enttäuscht.
Als ich nun den Auftakt der Reni Fisher Reihe erblickt ...

Vor Jahren habe ich Anne Frasier schon für mich entdeckt, weil sie unfassbar genial schreibt. Auch ihre letzte Reihe hat mich definitiv nicht enttäuscht.
Als ich nun den Auftakt der Reni Fisher Reihe erblickt habe, war ich total aufgeregt und hab mich tierisch darauf gefreut.
Besonders Thriller Liebhaber sollten sich diese Autorin definitiv etwas näher anschauen.
Ihr Schreibstil ist sagenhaft. Einnehmend, fesselnd und absolut bildgewaltig.
Da es sich hier um den Auftakt der Reni Fisher Reihe handelt, liegt der Fokus besonders auf ihr, aber auch Detective Daniel Ellis bekommt ebenso viel Raum zugesprochen.
Ich muss zugeben, dass ich zu Reni ein sehr gespaltenes Verhältnis hatte.
Sie ist schwer zu durchschauen, unnahbar und kühl.
Wenn man Reni kennt, weiß man auch, warum das so ist.
Trotzdem brauchte ich etwas Zeit ,um mich ihr anzunähern. Erst gegen Ende der Story, gelang es ihr, meine Sympathie zu erringen.
Daniel mochte ich dagegen gleich. Auch wenn er ähnlich unnahbar wie Reni ist.
Aber ihm haftete etwas sehr schmerzliches und melancholisches an, was ich sehr mochte.
Die Nebencharaktere konnten mich absolut begeistern, weil keiner wie der andere ist und jeder sein Päckchen zu tragen hat.
Anne Frasier zeigt ,dass ihre Charaktere Schwächen, als auch Stärken haben.
Das sie nicht leicht zu handhaben sind, aber ebenso in keine Schublade gesteckt werden können.
Das sie menschlich agieren und deshalb auch etwas beim Leser auslösen.
Insgesamt absolut authentisch, greifbar und lebendig in ihrer Art.
Der Einstieg fiel mir nicht nur leicht, er war richtig heftig und genau mein Ding.
Blutig, nervenaufreibend und verstörend.
Ich war sprachlos über das, was sich vor mir offenbarte, über die offenkundige Skrupellosigkeit und Härte.
Mein Interesse war definitiv geweckt.
Danach wurde es erstmal ruhiger, weil Daniel und Reni zum Einsatz kamen.
Ich hatte erst Angst, dass die Spannung unter der Ermittlungsarbeit zu leiden hat.
Aber dem war überhaupt nicht so.
Ich liebe das Profiling und das hat Anne Frasier einfach großartig dargeboten.
Schnell muss man begreifen ,dass nicht nur bei Reni einiges verschüttet liegt.
Aufgrund der Hintergrundinfos erfährt man auch schnell mehr darüber.
Dabei wandelt man immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart,was schnell die Blickwinkel erweitert.
Besonders interessant ist hier, dass man verschiedene Perspektiven erfährt. Egal ob Opfer, Täter oder Ermittler. Alles ist vertreten und diesbezüglich kann man sich verdammt gut in die Personen hineinversetzen und ihr Innerstes nach Außen kehren.
Egal was ich vorher dachte, alles war falsch.
Hier werden so viele Wendungen eingebaut, dass ich einfach nur komplett sprachlos und erschüttert war.
Dabei wird in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele eingetaucht und das ist wirklich heftig. Denn was sich da herauskristallisiert, hätte ich nie im Leben für möglich gehalten.
Es hat mich zweifeln und umdenken lassen.
Man wird mit Empathielosigkeit und absoluter Skrupellosigkeit konfrontiert.
Ein eiskaltes Spiel, bei dem es nur einen Gewinner geben kann.
Mich hat Renis Geschichte unglaublich gefesselt und in Atem gehalten.
Anne Frasier zeigt nicht nur blutige Gewalttaten, sie zeigt auch, was es mit der Psyche und dem Menschen selbst macht.
Wie er zweifelt, hadert und sich selbst untergräbt.
Es gab Momente, die haben mich stark berührt, weil dadurch aufgezeigt wird, dass nicht jeder damit umgehen kann und das Erlebnisse den Menschen komplett aus der Bahn werfen und verändern können.
Anne Frasier hat ihr ganzes Können unter Beweis gestellt und mich wieder komplett begeistert.
Ein Thriller, der verdammt vielschichtig, wendungsreich und voller Tempo ist.
Er zeigt die Grenzen der eigenen Moralvorstellungen auf und führt dich in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.
Ich bin so gespannt auf den zweiten Band und kann es kaum erwarten, bis er erscheint.
Ein absolutes Highlight.

Fazit:
Anne Frasier ist ein kleiner Geheimtipp.
Ich liebe ihre Thriller seit Jahren.
Mit „Vogelgrab“ hat sie einen echten Pageturner zu Papier gebracht, der dich so leicht nicht loslassen wird.
Eine Story voller tiefster Abgründe, verqueren Moralvorstellungen, Skrupellosigkeit, Besessenheit und schierem Wahn, was kein Ende und Erbarmen kennt.
Die Autorin punktet nicht nur mit verstörenden Details, sondern dringt auch tief in die Psyche ein und führt unaussprechliches zutage.
Vielschichtig, nervenaufreibend und wendungsreich.
Ich bin absolut begeistert und freue mich sehr auf den zweiten Band um Profilerin Reni Fisher und Detective Daniel Ellis.
Ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 13.02.2022

Molly und Troy rühren einfach zu Tränen

Lovely Mistake (Bedford-Reihe 2)
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Bereits der erste Band der Bedford Reihe von Sarah Stankewitz hat mich emotional sehr aufgewühlt, so dass ich natürlich auch den zweiten Band rund um Molly und Troy lesen musste.
Und ja, legt euch unbedingt ...

Bereits der erste Band der Bedford Reihe von Sarah Stankewitz hat mich emotional sehr aufgewühlt, so dass ich natürlich auch den zweiten Band rund um Molly und Troy lesen musste.
Und ja, legt euch unbedingt Taschentücher bereit. Ihr werdet sie brauchen.
In Band 1 war Molly mein Halt, mein Anker und hier hab ich sie auf einer völlig neuen, völlig tieferen Ebene kennengelernt.
Ich liebe Molly, mehr als ich mit Worte sagen kann.
Sie ist sensibel, tosend wie eine riesige Welle, aber auch zart und verletzlich.
Eine wirklich starke und selbstbewusste Persönlichkeit, die hier wirklich an ihre Grenzen kommt.
Denn Mollys Hintergrund ist alles andere als leicht. Auch wenn sie sich immer frech und humorvoll gibt, so hab ich doch den Schmerz und die Einsamkeit tief drinnen in ihr, mehr als alles andere gefühlt.
Troy wirkte hier ein bisschen wie ein Anker.
Dabei ist er alles andere als das, denn auch ihn hätte ich ununterbrochen in den Arm nehmen und beschützen wollen.
Von beiden erfahren wir die Perspektiven, was Ihnen nicht nur mehr Tiefe und Intensität verleiht, sondern auch ihre Seelen komplett offenlegt.
Die Nebencharaktere konnten mich ebenso begeistern, denn sie bringen Biss und ordentlich Zunder in die Handlung.
Sehr ausdrucksstark, authentisch und einfach unglaublich gut zu spüren.
Sarah Stankewitz hat einen unglaublich tollen Schreibstil, der mich immer wieder in völlig andere Sphären katapultiert.
Ich weiß nicht, wie sie das macht, aber emotional zerstört sie mich jedes Mal aufs Neue.
Bereits der Anfang hat mir so unglaublich gut gefallen. Ehrlich ,ich war im Himmel und hab buchstäblich Tränen gelacht.
Ich liebe die Vibes, die zwischen Molly und Troy herrschen.
Aber nicht nur das. Sie dringen tief in den jeweils anderen ein und verankern sich darin.
Und das sind Momente, die sind einzigartig und unbeschreiblich.
Gerade am Anfang wusste ich wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.
Weil Troy sich manchmal wirklich wie ein Vollpfosten verhält und ich ihn am liebsten geschüttelt hätte.
Und dann bricht Sarah buchstäblich mein Herz entzwei.
Sie bindet gekonnt Themen ein, die definitiv nicht ohne sind.
Emotional kann man sich dem Ganzen unmöglich verwehren. Denn es geht so tief, es tut weh, man fühlt sich hilflos und weiß nicht mehr ,wo man sich festhalten, wie man überhaupt noch atmen soll.
Die Themen sind sehr schmerzlich und intensiv.
Sie befasst sich mit Verlust, Angst und Trauer. Und das auf unterschiedliche Art und Weise. Egal auf welche Weise, Verlust tut immer weh. Sich damit auseinanderzusetzen, noch mehr.
Die Autorin zeigt auf, was es verändert und das dabei ein innerer Kampf stattfindet, der sich als sehr kräftezehrend und aufwühlend erweist.
Und manchmal weiß man einfach nicht, ob man überhaupt die Kraft hat, diesen Kampf zu bestreiten.
Und dann sind da noch Träume, die nie vergessen sind, aber ständig zurückgedrängt werden.
Diese Story hat mich wirklich fertig gemacht.
Molly und Troy haben mich so zum lachen gebracht und gleichzeitig zu Tränen gerührt.
Denn es geht nicht nur um eine Liebesgeschichte.
Es geht um Loyalität, Vertrauen und Rücksichtnahme.
Sarah Stankewitz baut gekonnt Wendungen ein, die mich komplett erschüttert und sprachlos gemacht haben.
Damit hab ich wirklich nicht gerechnet und es war heftig ,dass alles zu erleben und kompensieren.
Ehrlich, ich war am Boden und wusste einfach nicht mehr weiter.
Und dann baut sie ein Ende ein, dass mir Tränen des Glücks, der Rührung und Trauer verschafft haben.
Ein unglaubliches Buch, dass mich emotional wahnsinnig berührt und innerlich zerstört hat.
Ich liebe es.

Fazit:
Molly und Troy bilden das Finale der Bedford Reihe und ich weiß mal wieder nicht, was ich sagen soll, weil mich diese Story so zerstört und innerlich aufgewühlt hat.
Sarah Stankewitz schreibt nicht nur lockerleichte New Adult zum wegträumen.
In „Lovely Mistake“ zeigt sie uns zwei Menschen, die dringend einen Halt ,einen Anker benötigen, um endlich wieder atmen und leben zu können.
Ihr Schmerz droht sie innerlich zu zerreißen.
Sie befasst sich mit Verlust, Trauer und Schmerz.
Aber auch mit Träumen, die endlich gelebt werden wollen.
Schmerzlich, frech und intensiv.
Eine Story, die einfach lebt, ohne dass man etwas tun muss.
Molly und Troy rühren einfach zu Tränen.
Ich liebe es.