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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2020

Belebend, heiß und unglaublich herzzerreißend und dynamisch.

Love me lordly
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Bereits mit ihren letzten Werken konnte mich Katie Weber unglaublich begeistern, weshalb ich auch sehr gespannt auf die Wrecked Reihe war, dessen Auftakt “Love me lordly” darstellt. Allerdings steh ich ...

Bereits mit ihren letzten Werken konnte mich Katie Weber unglaublich begeistern, weshalb ich auch sehr gespannt auf die Wrecked Reihe war, dessen Auftakt “Love me lordly” darstellt. Allerdings steh ich jetzt vor einem neuen Problem, wie zum Teufel will sie diesen Auftakt noch toppen?

Ich liebe Katies Schreibstil, denn er ist einfach zum verlieben schön.
Einfühlsam, lebendig und unglaublich humorvoll. Bereits mit dieser Art zu schreiben, hat sie mein Herz schlichtweg erobert.
Man nehme ein armes, aber anständiges Mädchen und einen harten Bad Boy, der sich alles nimmt, was ihm vor die Füße fällt und fertig ist waschechtes New Adult.
Ich hatte Angst vor Klischees, wirklich. Und auch wenn diese tatsächlich zu finden sind, so hat mich Katie doch hier über alle Maßen beeindruckt und definitiv sprachlos gemacht.

Alice und Kian sind im Fokus der Story und dabei habe ich Alice ganz besonders in mein Herz geschlossen. Denn sie ist mehr als anständig und klug. Sie besitzt eine Reife und Stärke, die man bei ihr so nicht vermuten würde. Und auch wenn sie von vielen belächelt und unterschätzt wird, so bricht sie das kein Stück.
Sie weiß, wie sich wahrer Schmerz anfühlt.
Sie weiß, wie es ist, zu kämpfen und alles geben zu müssen. Sie besitzt so viel Großmut, Herz und Einfühlungsvermögen, dass man sich nur immer wieder wundern kann, wie sie alles schafft.
Sie ist zerbrechlich und so verletzlich, dass man sie einfach nur beschützen möchte.
Und dann wirft das Schicksal sie, Kian vor die Füße. Gott, ich wollte meine Augen verschließen, ich fing an mit Ihnen zu rollen.
Denn das ,was Kian ausstrahlt,ist einfach nur düster. Kein Millimeter kommt er hinter seiner Fassade hervorgekrochen und lässt Nähe zu.
Und doch ist er ein Mann voller Leidenschaft und Tiefe. Voller Geheimnisse. Ein Rätsel, das es zu knacken galt.

Ich liebe alle Charaktere. Ganz besonders Sophia, die mich mit ihrem Wesen einfach so sehr berührt hat. Ein Engel, der über Kian wacht und ihre Hand schützend über ihn hält.
Seine Freunde sind etwas roh und gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr sympathisch. Besonders am Anfang, möchte man nur allzu gern ,die Beine in die Hand nehmen und sich vom Acker machen.
Trotz ihrer rohen Art, haben sie mein Herz im Sturm erobert. Denn man fühlt einfach, dass sie mehr sind, als sie zu zeigen bereit sind.
Daneben wurden die Charaktere mit Authentizität, Leben und einem Background ausgestattet, was einfach völlig gefangen nimmt und sie absolut greifbar macht.
Ganz besonders viel Tiefe erhalten Alice und Kian, da man hier auch ihre Perspektiven erfährt. Man fühlt und leidet einfach so sehr mit Ihnen mit, dass es einem fast das Herz bricht.

Der Einstieg in die Story fiel mir total leicht und eigentlich war es auch viel zu schnell vorbei.
Man lernt die Charaktere sehr gut kennen, begreift aber auch, dass da ziemlich viel im Argen liegt, das sie geformt hat, womit sie aber längst nicht abgeschlossen haben.
Auch wenn es hier sehr heiß und intensiv zugeht, so offenbart sich zugleich auch eine immense Welle des Schmerzes und der Verzweiflung.
Kian und Alice haben mein Herz mit ihrem Hintergrund sehr berührt und damit auch zum nachdenken gebracht.
Denn diese Welt ist so kalt und unbeugsam, dass für zerbrochene Seelen kaum Platz ist, um Heilung zu erfahren.
Aber genau, das brauchen sie so dringend.
Ich war teilweise so unfassbar wütend, aber gleichzeitig haben mich Momente voller Humor unglaublich zum lachen gebracht.
Es war einfach so unglaublich erfrischend und gleichzeitig fand ich es auch unsagbar herzzerreißend, tragisch und belebend zugleich.
Nicht Kian hat die Zügel in der Hand.
In jeder einzelnen Sekunde bleibt dies Alice vorbehalten. Auf sehr raffinierte, unschuldige und intelligente Art und Weise hat sie das Zepter in die Hand genommen.
Und mich damit wirklich tief beeindruckt.
Die Entwicklung der Story, als auch der Charaktere ist durchweg spürbar und hat mein Herz immer wieder vor Stolz anschwellen lassen.
Ich liebe diese Story einfach so unsagbar. Sie hat mich mitgerissen und mein Herz einfach auf besondere Art und Weise berührt.

Was Katie hier geschaffen hat, ist nicht nur ein atemberaubender Auftakt.
Sie zeigt zudem, wie wichtig es ist, hinter die Fassade zu schauen.
Das Aufgeben kein Verlust von Stärke ist und das es für Selbstheilung nie zu spät ist.

Fazit:
Alice’ und Kians Story bildet den Auftakt zur Wrecked Reihe, einer heißen, humorvollen und überaus charmanten New Adult Reihe.
Ich hab so unglaublich viel gelacht, wusste aber gleichzeitig nicht wohin mit meinen Emotionen und Eindrücken.
Ein Auftakt, in dem ich mich verloren und unfassbar verliebt habe.
Denn hier gibt es so unglaublich viel, dass bewegt und zum nachdenken bringt.
Belebend, heiß und unglaublich herzzerreißend und dynamisch.
Ein Muss für New Adult Fans.
Besonders auf Grays und Eastons Story freue ich mich unfassbar.

Veröffentlicht am 20.06.2020

Voller Komplexität, Tiefe und Spannung

Asklepios
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Auf Asklepios von Charlotte Charonne war ich unglaublich gespannt, weil es eine sehr schmerzliche Thematik behandelt und ich wirklich gespannt auf die Umsetzung war.

Die Autorin hat einen sehr einnehmenden, ...

Auf Asklepios von Charlotte Charonne war ich unglaublich gespannt, weil es eine sehr schmerzliche Thematik behandelt und ich wirklich gespannt auf die Umsetzung war.

Die Autorin hat einen sehr einnehmenden, fesselnden und überaus eindringlichen Schreibstil, wodurch ich permanent gefesselt war.
Richtig gut, wenn auch zeitweise etwas viel. Fand ich die Sichtweisen, denn diese erfolgten von den unterschiedlichsten Personen. Gerade am Anfang hatte ich damit ordentlich zu kämpfen, um mich zu sortieren und auf jeden einlassen zu können.
Dabei kann ich nicht sagen, dass für mich jemand besonders herausgestochen hätte. Auch wenn ich besonders die Familie Kaiser sehr gern mochte. Was aber auch daran liegt, dass sie permanent im Fokus stehen.
Allesamt sind sie sehr authentisch und greifbar. Die Autorin lässt dabei auch die Hintergründe nicht außen vor und bindet diese gekonnt mit ein. Wodurch man sich emotional auch an sie binden kann.

Und daneben sind da auch noch die beiden Ermittler Ruby und Spike, die ich sehr gern mochte und die auf eine Art ermittelten, die mir einfach unglaublich gut gefallen hat.
Mit Biss ,Elan und einer Prise Charme. Auch von diesen Charakteren hat man im Laufe des Geschehen mehr erfahren.
Ebenso kommt zum Zuge, wie sie auf der zwischenmenschlichen Ebene miteinander umgehen, was gleichzeitig auch sehr viel über ihr Wesen erzählt.

Die Story selbst ist eher drückend und schwer.
Melancholisch angehaucht, tragend und unglaublich schmerzvoll.
Diese Thematik, ist nichts was man einfach so wegstecken würde und doch auch wichtig.
Denn gerade die Umsetzung fand ich hier verdammt gut.
Charlotte Charonne serviert uns hier keinen blutigen, extrem rasanten und nervenaufreibenden Thriller.
Sie befasst sich vielmehr mit den psychologischen Aspekten dahinter und dennoch gibt es einen Täter, der im Hintergrund agiert.
Übrigens war dieser am Ende tatsächlich eine absolute Überraschung. Denn damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Interessant war für mich tatsächlich, wie dieser agiert. Er geht keinesfalls zimperlich mit seinem Opfer um und doch schafft es Charlotte Charonne, sich nicht in allzu viel Details zu verlieren. Man spürt aber trotz allem, die Hoffnungslosigkeit und Dramatik in diesem Punkt.

Doch zurück zur Umsetzung.
Charlotte Charonne zeigt uns welche Kraft an Emotionen das Umfeld des Opfers durchläuft und zu was dieser Umstand führen kann.
Welche Verzweiflung, Angst und Wut sie erfasst.
Welche Hilflosigkeit, Resignation und Ohnmacht.
Plötzlich ist alles leer, was vorher mit Leben gefüllt war. Alles ist vorbei und plötzlich ist da einfach nichts mehr.
Als Leser kann man nur erahnen, was man dabei empfindet.

Und doch bekommen wir später einen Täter präsentiert, der die Ruhe selbst ist.
Voller Kalkül, Präzision und Ausgeglichenheit.
Aus welchem Umfeld diese Person stammt , wird recht schnell ersichtlich. Aber nicht wer sie tatsächlich ist.
Die Handlungsstränge werden später immer komplexer und auch dramatischer.
Am Ende war ich etwas sprachlos. Eben weil ich nicht damit gerechnet habe.

Obwohl ich hin und wieder so meine Schwierigkeiten hatte, hat mich dieses Werk doch ununterbrochen in Atem gehalten und nie ganz losgelassen.
Denn was hier behandelt wird, setzt schon zu und das ,was nicht erwähnt wird noch viel mehr.
Definitiv ein etwas anderer Thriller, den ich euch ans Herz legen kann.
Denn hier geht es um Wahrheit und Gerechtigkeit.
Ja und vielleicht auch etwas um Selbstheilung.

Fazit:
Der Autorin ist hier ein immens guter (Psycho) Thriller gelungen, der sich vor allem mit den Auswirkungen einer Straftat auseinandersetzt und gleichzeitig entsteht eine neue.
Voller Komplexität, Tiefe und Spannung.
Charaktere die unentwegt beschäftigen und daneben zwei Ermittler, die das Geschehen immer wieder auflockern und beleben.
Asklepios ist anders, als andere Thriller.
Weder blutig, noch brutal.
Wobei dies tatsächlich eine Sache der Interpretation ist.
Aber definitiv ein Werk das unter die Haut geht und so manch Aspekte ,in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Denn was hier behandelt wird, setzt schon zu und das ,was nicht erwähnt wird noch viel mehr.
Definitiv ein etwas anderer Thriller, den ich euch ans Herz legen kann.
Denn hier geht es um Wahrheit und Gerechtigkeit.
Ja und vielleicht auch etwas um Selbstheilung.

Veröffentlicht am 18.06.2020

ein fast perfekter Psychothriller

Das Geschenk
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Ein Geschenk ist immer eine wunderbare Sache, nicht aber, wenn es in Form eines Psychothrillers daherkommt. Dann führt dies selten zu etwas Gutem.

Was ich an den Werken von Herrn Fitzek so schätze, ist, ...

Ein Geschenk ist immer eine wunderbare Sache, nicht aber, wenn es in Form eines Psychothrillers daherkommt. Dann führt dies selten zu etwas Gutem.

Was ich an den Werken von Herrn Fitzek so schätze, ist, wieviel Zeit er sich für die Ausarbeitung der Charaktere nimmt. Denn diese verfügen nicht nur über eine unglaubliche Wandelbarkeit, sondern auch über sehr viel Tiefe.
Dabei unterteilt er auch nicht klar in Gut oder Böse. Sondern stellt vielmehr die Frage in den Raum, welche Eigenschaft wohl mehr vertreten ist.
In seinem neuen Stück wird Milan zum Brennpunkt. Man mag ihn sofort, ohne Wenn und Aber. Man zweifelt keine Sekunde an seiner Integrität.
Besonders sein Analphabetismus macht ihn nicht nur sympathisch, sondern es beschäftigt und berührt auch zutiefst.
Doch wer ist Milan wirklich?
Genauso so verhält es sich mit den Nebencharakteren. Manche sympathisch, andere weniger. Aber sie hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck und beschäftigen unentwegt.
Immer wieder steht die Frage im Raum, wer hier Opfer und wer Täter ist und warum gerade Milan auserkoren wurde.
Und plötzlich ist die Vergangenheit wichtiger als die Gegenwart. Denn egal, wie man es dreht und wendet, am Ende ist es immer die Vergangenheit die uns das Genick bricht.
Die Vergangenheit ist ein faszinierender Aspekt. Sie hat Macht. Große Macht. Mehr als uns bewusst ist.
Sie kann vernichten, belohnen, verunsichern, aber auch niedere Aspekte hervorbringen.
Und vor allem kann sie alles für immer verändern.
Mit einem Wimpernschlag, ab da, gibt es kein zurück mehr. Sind die Fesseln erstmal festgezurrt, lassen sie sich so leicht nicht mehr lösen.

Dadurch dass man hier unterschiedliche Sichtweisen erfährt, erlangen die Charaktere sehr viel Tiefe. Man blickt in ihre Seele, wo so viel Schmerz , Leid und Trauer verborgen ist. Eine Dunkelheit die den Atem nimmt und lähmt.
Der Schreibstil des Autors ist unglaublich fesselnd, so dass ich in einem Rutsch durch war.
Mir hat enorm gut gefallen, dass er die Thematik Analphabetismus zur Sprache gebracht hat und wie der Betroffene damit umgeht und wie es sich auf das Umfeld auswirkt.
Das Schicksal dahinter hat mich unweigerlich zum nachdenken gebracht und nicht minder mitgenommen. Doch es sind so viele Schicksale, die hier auf verhängnisvolle Art und Weise aufeinandertreffen und eine explosive Kettenreaktion in Gang setzen.
Dabei weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
Woher kommt die Bedrohung?
Welche Tragik steckt tatsächlich dahinter.

Mit dem Prolog wurde die Spannung enorm geschürt, da man unbedingt wissen musste, was mit Milan geschehen ist.
Was hat ihn in diese Abwärtsspirale hineingedrängt?
Dabei scheinen alle Charaktere Geheimnisse mit sich herumzutragen, mit denen sie nicht fertig werden.
Dabei kommen Aspekte wie Wahnsinn, Gier , Besessenheit und auch Hilflosigkeit zum Vorschein und genau deshalb fiebert man auch so unglaublich mit.
Der psychologische Aspekt dahinter wiegt umso schwerer.
Mir war es zunächst wirklich etwas zu vorhersehbar. Denn es zeichnete sich glasklar ab, worin das Ganze münden würde.
Nichtsdestotrotz zeichnete sich dennoch ab, dass man nie nach dem ersten Eindruck urteilen sollte und das niemand frei von Schuld ist.
Die ultimative Wendung kam dann auch mit sehr viel Kalkül und Perfidität zum Vorschein.
Was bei mir jedoch weitere Fragen hervorbrachte. Tatsächlich wirkte es auf mich etwas aufgesetzt und der Storyverlauf danach nicht mehr ganz so rasant, nervenaufreibend und tragisch. Mit diesem Element konnte bei mir leider nicht gepunktet werden, weil es für mich ,wie aus dem Nichts kam.
Teils wurde dadurch zwar die Handlung davor schlüssig, aber anderes wurde für mich schwer nachvollziehbarer.

Aber ohne Wenn und Aber hat Herr Fitzek auch hier wieder einen enorm fesselnden und vielschichtigen Psychothriller zu Papier gebracht, der mich beschäftigt und anhand der Themen auch emotional berührt hat.
Denn hier geht es keinesfalls nur um eine Entführung.
Es geht um Missbrauch, was sich auf vielerlei Art und Weise äußert. Es geht um Angst, Verzweiflung und Liebe.
Und am Ende geht es vor allem um Vertrauen, dass immer wieder erschüttert und neu aufgebaut werden muss.

Fazit:
"Das Geschenk” ist ein Psychothriller, der mich enorm beschäftigt und definitiv mitgerissen hat.
Vergangenheit wird zur Gegenwart und plötzlich steht alles auf Kollision.
Herr Fitzek bindet hier Themen ein, die durchweg nicht loslassen und unentwegt beschäftigen, nicht unberührt lassen und in Atem halten.
Für mich ein fast perfekter Psychothriller. Kritik kam dennoch zum Zuge.
Etwas vermisse ich leider die Genialität, die Herr Fitzek in seinen ersten Werken bewiesen hat.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Engel und Teufel mal ganz anders

Devil's Daughter 1: Königreich der Unterwelt
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Der Klappentext bei diesem Buch konnte mich von Anfang an begeistern und somit stürzte ich mich in das Geschehen.
Bereits beim Einstieg begannen jedoch schon meine Probleme. Ich konnte keine richtige Bindung ...

Der Klappentext bei diesem Buch konnte mich von Anfang an begeistern und somit stürzte ich mich in das Geschehen.
Bereits beim Einstieg begannen jedoch schon meine Probleme. Ich konnte keine richtige Bindung zu dem ganzen aufbauen, was mir zudem auch in der nächsten Zeit nicht gelang.
Der Prolog und auch die ersten Kapitel waren sehr actionreich und offenbarten so einiges.
Es ist sehr komplex , vielleicht lag es daran, das ich zunehmend immer verwirrter wurde.
Es waren einzelne Aspekte die mir Probleme bereiteten und aufgrund dessen ich keinen richtigen Zugang fand.
Ich möchte auch nichts zum Inhalt verraten, da es sonst den Überraschungsmoment nimmt. Denn gleich zu Beginn bekommt man es mit einigem zutun.
Einiges lässt einem die Nackenhaare zu Berge stehen, anderes nimmt man mit Erstaunen auf. Doch unmerklich schleicht sich Gänsehaut auf die Arme.
Zu Beginn hat sich das ganze für mich etwas gezogen. Obwohl der Schreibstil der Autorin doch recht einnehmend war, kam ich immer wieder ins Stolpern.
Erst ab der Mitte wurde es besser für mich und ich kann sagen, das durchhalten hat sich gelohnt.
Denn es gibt einige Wendungen die dem ganzen einen völligen neuen Blickwinkel verschaffen und dem ganzen eine neue Brisanz einräumen.
Nichts ist mehr wie es wahr und die Karten werden völlig neu gemischt.
Die Grundidee dahinter hat mich richtig begeistert.
Engel mal ganz anders. Alles ist düster und unheilvoll. Spürbar legt sich das Grauen über die Menschheit und auch die Atmosphäre passt sich dem an.
Die Welt in der es spielt ist nicht scharz weiß, immer mehr Nuancen kommen zum Vorschein und man entdeckt immer wieder neues.
Wenn man dieses Buch liest muss man wirklich verdammt gut aufpassen, damit einem die Zusammenhänge nicht entgehen. Ich vermute, ich war mit dem ganzen etwas überfordert, was mich doch etwas ins schlingern brachte.
Sehr ausdrucksskräftig waren hingegen die Charaktere für mich. Besonders Lucile und auch Felix mochte ich unheimlich gern. Je mehr ich von Ihnen erfuhr, umso mehr habe ich sie ins Herz geschlossen. Besonders Lucile nimmt hier einen großen Platz ein. Von ihr erfahren wir auch eine der Perspektiven, was sie gleich viel greifbarer gemacht hat. Die emotionale Beziehung zu ihr, kam bei mir am stärksten zum Ausdruck. Sie ist eine sehr verletzliche und sanftmütige Persönlichkeit. Mit der Zeit macht sie eine enorme Entwicklung durch, die ich wirklich erfreut zur Kenntnis genommen habe.
Stärke und Mut sind nur einige der Attribute die sie dazugewinnt und die sie auch brauchen wird.
Denn ihr gesamtes Leben wird auf den Kopf gestellt und verlangt ihr einiges ab.
Sie bekommt es mit Wahrheiten und Erkenntnissen zu tun, die ihr Weltbild teilweise erschüttern, ihr aber auch neue Dinge im Leben dazubringen.
Doch so gut Lucile auch getroffen war, andere nicht minder wichtige Charaktere waren leider etwas blass . Es gab so die ein oder andere Person, bei der man mehr etwas hätte in die Tiefe gehen können.
Neben der ganzen Dunkelheit und dem Grauen, das einem hier begegnet, kommt auch die Liebe nicht zu kurz. was mir wirklich gut gefallen hat. Denn dadurch kam spürbare Leichtigkeit hinein, was so eine Story einfach brauch.
Sie kommt nicht aufbrausend und explosiv , sondern sanftmütig und auf leisen Sohlen, was hier wirklich sehr gut gepasst hat.
Der zweite Teil des Buch war enorm spannend und ich war plötzlich völlig gefesselt.
Kein Stein bleibt dabei auf dem anderen. Es gab jedoch eine Situation wo ich mir gewünscht hätte, man hätte dort noch länger verweilt und dem ganzen mehr Details geschenkt.
Nichtdestotrotz eine wirklich einnehmende Story die zwar anfangs etwas brauch um in Fahrt zu kommen, doch hat man das Ganze erstmal verstanden und verinnerlicht, so kann man alles genießen.
Gänzlich überzeugen konnte es mich leider dennoch nicht. Es war toll für mich es zu lesen, mehr aber auch nicht.
Neben den Kämpfen zwischen Gut und Bösem schafft es die Autoren auch aufzuzeigen wie wichtig Freundschaft und Liebe sind. Man muss sich merklich weiterentwickeln, um sich nicht gänzlich zu verlieren und ein Stückchen gehört auch das Erwachsenwerden dazu.
Aber sie zeigt auch , wie Wut und Verletzlichkeit uns verändern, und völlig umkrempeln.
Gern hätte ich auch mehr über die Gegenseite erfahren, was leider etwas verloren ging.
Dadurch waren sie für mich nur mehr oder weniger als Schemen erkennbar und nicht wirklich greifbar.

Fazit:
Engel und Teufel mal ganz anders.
Eine sehr komplexe Story, die mich gerade zum Anfang sehr verwirrt hat. Man muss dranbleiben um dem ganzen Herr zu werden.
Die Wendungen waren gut getroffen und die Story entwickelte sich völlig anders, als gedacht.
Leider hat es für mich dennoch nicht gereicht.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Erfrischend anders, emotional und absolut magisch

GötterFunke 2. Hasse mich nicht
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Der Einstieg in dieses Buch gelang mir gleich unheimlich gut.
Ich empfand es als richtig leicht und fluffig und gerade am Anfang musste ich unheimlich oft grinsen. Was hier vor allem den Göttern zu verdanken ...

Der Einstieg in dieses Buch gelang mir gleich unheimlich gut.
Ich empfand es als richtig leicht und fluffig und gerade am Anfang musste ich unheimlich oft grinsen. Was hier vor allem den Göttern zu verdanken war.
Jess, unsere Hauptperson mochte ich gleich sehr gern, auch wenn sie etwas naives an sich hatte. Man spürt jedoch sofort , daß Jess mehr umgibt , als man zunächst annimmt.
Was ich gerade anfangs bei ihr sehr anstrengend fand, das sie sich im Wortlaut häufig wiederholt hat. Nach und nach hat das aber dann nachgelassen.
Die Freundschaft zwischen Jess und Robyn hat mir am Anfang recht gut gefallen, diese wird jedoch nach und nach auf eine gewaltige Probe gestellt.
Anfangs mochte ich Robyn wirklich sehr gern, das änderte sich jedoch im Laufe der Zeit immer mehr und ich empfand schließlich nur noch Abneigung gegen sie.
Unser männlicher Hauptprotagonist Cayden hat von Anfang an etwas geheimnisvolles und undurchdringliches an sich. So ganz ergründen konnte ich ihn nicht, aber das macht auch ein bißchen seinen Zauber aus. Man weiß nie, was er als nächstes tut und vor allem wem seine Sympathie gehört.
Er hat etwas sehr magisches an sich, was man immer mehr zu spüren bekommt.
Hierbei wird sehr deutlich , das es sich um einen Jugendroman ab 14 Jahren handelt. Denn man bekommt es mit viel Liebe, Drama, Eifersüchteleien und Herzschmerz zutun. Mitunter kann es schon etwas nerven, ich empfand es jedoch als sehr amüsant. Es ist das, womit sich die Zielgruppe nicht selten rumschlägt und das wird hier sehr gut aufs Papier gebracht. Klischees bleiben da natürlich auch nicht außen vor, was hier aber wirklich sehr gut gepasst hat.
Ich hab es wirklich sehr genossen dieses Buch zu lesen und konnte mich von Anfang an, sehr gut auf die Charaktere und die Szenarie einstellen.
Neben Jess, fand ich vor allem die Götter sehr gut gelungen. Besonders Athene ist mir ans Herz gewachsen.
Im Laufe des Buches begreift und verinnerlicht man langsam, worauf das Ganze hinauszielt und fiebert demzufolge auch richtig mit.
Es ist nicht immer alles heile Welt. Gerade die von Jess wird auf eine harte Probe gestellt.
Gibt es mehr zwischen Himmel und Erde?
Das muss sich Jess immer mehr fragen und vor ihr tut sich gewaltiges auf.
Sie hat einige Ströme zu durchschwimmen, die ihrem zarten Herzen einiges abverlangen werden.
Sie muss Prüfungen durchlaufen, erkennen wer es ernst mit ihr meint und wer ihr Vertrauen würdig ist.
Enttäuschungen und Herzschmerz sind dabei vorprogrammiert und verändern sie nach und nach immer mehr.
Auch die dunkle Seite wird sehr gut hervorgebracht, auch wenn ich darüber gern noch mehr gelesen hätte. Da ich gerade diesen Teil doch sehr faszinierend empfand.
Mythen und Legenden rund um die Götter erhalten hier Einzug, daß natürlich mit einer sehr persönlichen Note. Dadurch beginnt man die Götter vielleicht mal ganz anders zu betrachten.
Es ist eine wirklich wunderschöne Geschichte die zwar nicht allzu große Überraschungen bereithält, jedoch wunderbar und leicht erzählt wird.
Besonders die Aufzeichnungen des Hermes lockern das Ganze wirklich gut auf. Das waren so die Kapitel wo ich wirklich am meisten gegrinst habe.
Im Laufe des Buches erfährt man auch immer mehr über Jess und auch über die Hintergründe, was dem ganzen eine sehr schöneTiefe verleiht und man sich schön in der Handlung verlieren kann.
Der Abschluss ist gelungen, beinhaltet jedoch nicht wirklich einen Cliffhanger, was ich besonders schön finde.
Nun bin ich ganz gespannt darauf, wie es im nächsten Band weitergeht.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Jess, was sich immer mal wieder abwechselt mit der von Hermes. Das hat dem Ganzen sehr viel Raum und Tiefe verliehen.
Die Charaktere sind ausdrucksstark, authentisch und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind eher kurz bis normal gehalten.
Die Spannung baut sich immer mehr auf, flacht jedoch ging Mitte des Buches etwas ab, um am Ende nochmal anzuziehen.
Der Schreibstil ist fließend und gefühlvoll, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein wirklich wunderbarer und einfach göttlicher Auftakt der neuen Reihe von Marah Woolf.
Viel Liebe, Herzschmerz und Eifersüchteleien bestimmen dieses Buch.
Und natürlich Götter, die ich wirklich amüsant fand.
Erfrischend anders, emotional und absolut magisch.