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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2023

Spannend und wendungsreich

Todesflattern
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Ein grausiges Video kursiert im Netz: Es zeigt die Leiche einer jungen Frau in einem Zelt. Doch die Echtheit des Videos wird angezweifelt, da es wie inszeniert wirkt.
Detective Daniel Ellis wird mit den ...

Ein grausiges Video kursiert im Netz: Es zeigt die Leiche einer jungen Frau in einem Zelt. Doch die Echtheit des Videos wird angezweifelt, da es wie inszeniert wirkt.
Detective Daniel Ellis wird mit den Ermittlungen betraut und er versucht zunächst, diejenigen ausfindig zu machen, die das Video online gestellt haben. Dabei handelt es sich, wie der Leser vorab schon weiß, um zwei Wanderer des Pacific Crest Trails. Doch diese sind spurlos verschwunden. Zusammen mit der Profilerin Reni Fisher, die die Gegend wie keine Zweite kennt, macht Detective Ellis sich auf die Suche. Und tatsächlich finden sie das Zelt mit der ermordeten jungen Frau. Bei ihr handelt es sich um die Wanderführerin Janet Ravenscroft von Kaleidoscope, einer Therapieeinrichtung für Teenager, die von ihrer Mediensucht geheilt werden sollen. Von den drei Mädchen, die mit der Wanderführerin unterwegs waren, fehlt jede Spur. Sind sie auch Opfer eines brutalen Mörders geworden, oder haben sie womöglich mit dem Mord an der Therapiebegleiterin etwas zu tun?
Für Detective Daniel Ellis ist es der zweite Fall, in dem er mit der Profilerin Reni Fisher zusammenarbeitet. Sie ist die Tochter eines berühmt-berüchtigten Serienmörders und scheut deshalb die Öffentlichkeit. Sie lebt völlig zurückgezogen in der Wüste und hat mit den positiven, aber auch schrecklichen Erinnerungen an ihren Vater zu kämpfen. Dadurch ist sie aber auch eine Expertin, was menschliche Abgründe angeht. Als plötzlich eins der Mädchen verletzt und orientierungslos aufgefunden wird, müssen Ellis und Fisher ihre Ermittlungsrichtung ändern.
Der Fall ist sehr spannend und immer wieder lenken überraschende Wendungen in eine neue, völlig unvorhergesehene Richtung. Zudem wird die Handlung aus unterschiedlichen Sichtweisen geschildert. Dadurch wird die Spannungskurve bis zum Schluss durchgehend hochgehalten. Durch die vielen Hinweise auf die Vorgeschichte kann man den zweiten Band der Reihe auch ohne Band eins gelesen zu haben, gut nachvollziehen.

Veröffentlicht am 02.01.2023

Leben im Netz

Wehrlos
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Die vierjährige Nele wird vor den Augen ihrer Mutter Mieke vom Spielplatz entführt. Dabei hatte Nele gerade eben noch mit einem anderen Mädchen gespielt, das aber offenbar gezielt an der Entführung beteiligt ...

Die vierjährige Nele wird vor den Augen ihrer Mutter Mieke vom Spielplatz entführt. Dabei hatte Nele gerade eben noch mit einem anderen Mädchen gespielt, das aber offenbar gezielt an der Entführung beteiligt war. Mieke, die gerade mit ihrem Handy beschäftigt war, kann gerade noch sehen, wie Nele in einen dunklen Wagen gezogen wird.
Die Polizei kommt bei ihren Ermittlungen einer im Darknet tätigen Organisation auf die Spur, die sehr junge Mädchen und Jungen entführt. Ihre Opfer konnte sich die Organisation gezielt aussuchen, da die Eltern der Entführungsopfer ständig Fotos ihrer Kinder im Internet posten. Auch Mieke hat nicht nur Fotos der süßen, kleinen Nele, sondern auch Fotos von sich, ihrem perfekt eingerichteten Haus oder ihrem scheinbar perfekten Privatleben ins Netz gestellt. Und das hat offensichtlich Bewunderer und Neider auf den Plan gerufen…….
Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. So kommt z.B. Nele selbst, aber auch das an der Entführung beteiligte Mädchen, die Entführer selbst usw. zu Wort. Manche Abschnitte wirken berichtartig und sachlich, andere wiederum sehr emotional. Diese verschiedenen Sichtweisen vermitteln anschaulich die Problematik des Falls. Allerdings wird man auch auf manche falsche Fährte gelenkt durch Figuren, die dann plötzlich gar keine Rolle mehr spielen.
Die Auflösung des Falls erscheint etwas zu konstruiert, da nun plötzlich persönliche Motive im Vordergrund stehen, wofür es die Organisation im Darknet meiner Ansicht nach nicht gebraucht hätte.

Veröffentlicht am 27.12.2022

Ärgerliches Ende

Der Strand: Vermisst
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Vermisst wird die 19-jährige Lilly Sternberg, nachdem sie zum vereinbarten Treffen mit ihrer Freundin am Strand nicht erschienen ist.
Im ersten Band der Trilogie von Karen Sander, der in dem fiktiven Ort ...

Vermisst wird die 19-jährige Lilly Sternberg, nachdem sie zum vereinbarten Treffen mit ihrer Freundin am Strand nicht erschienen ist.
Im ersten Band der Trilogie von Karen Sander, der in dem fiktiven Ort Sellnitz an der Ostsee spielt, verschwindet das gehörlose Mädchen Lilly spurlos. Die lokale Polizei unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt macht sich fieberhaft an die Ermittlungen. Doch nur Lillys Fahrrad wird gefunden.
Als Lillis Freundin einen merkwürdigen WhatsApp-Nachricht geschickt bekommt mit einer rätselhaften Zeichenfolge, die in den Sand gemalt wurden, wird die Kryptologin Mascha Krieger vom LKA hinzugezogen. Doch auch Mascha Krieger ist nicht sicher, ob es sich bei den Zeichen überhaupt um eine Nachricht handelt. Und wenn ja, von wem? Von Lilly selbst, oder womöglich von einem Entführer? Zudem benimmt sich Lillys Freundin Fabienne ziemlich merkwürdig. Und Lillys Großeltern, bei denen sie nach dem rätselhaften Verschwinden ihrer Mutter aufgewachsen ist, versuchen die Ermittlungen nach ihrem Gutdünken zu bestimmen.
Die Story beginnt spannend und vielversprechend, Doch leider dreht sich dann sehr viel um die privaten Probleme der Ermittler. Sowohl Tom Engelhardt als auch Mascha Krieger haben so einiges, was sie mit sich herumschleppen. Das könnte interessant sein und den Ermittlern Ecken und Kanten verleihen, bremst hier aber die eigentliche Krimihandlung zu stark aus.
Sehr ärgerlich ist, dass das Rätsel um Lillys Verschwinden am Ende nicht aufgelöst wird, sondern im nächsten Band weitergeführt wird.
Auch wenn man gerne mehr über Mascha Krieger und Tom Engelhardt erfahren möchte und sie auch gerne in einem weiteren Fall begleiten will, hätte doch wenigstens dieser erste Fall zu Ende erzählt werden müssen. So fühlt man sich als Leser ziemlich verschaukelt!

Veröffentlicht am 26.12.2022

Alte Freunde?

Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum
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Seit Jahren feiern die Familien zusammen Silvester. Doch eigentlich hat sich die früheren Jugendfreundschaft inzwischen in Gleichgültigkeit oder sogar Rivalität verwandelt. Dennoch wird an alten Traditionen ...


Seit Jahren feiern die Familien zusammen Silvester. Doch eigentlich hat sich die früheren Jugendfreundschaft inzwischen in Gleichgültigkeit oder sogar Rivalität verwandelt. Dennoch wird an alten Traditionen festgehalten. Doch dieses Mal gibt es ein böses Erwachen!
Während die alten Freundinnen Lollo, Nina und Malena mit ihren Partnern wie seit Jahren üblich zusammen Silvester feiern, planen ihre Töchter eine eigene Party bei Nina zuhause. Doch diese läuft ziemlich aus dem Ruder, die 17-jährige Jennifer verlässt vorzeitig die Party und verschwindet dann spurlos. Ist sie nur bei einer Freundin untergetaucht, oder ist ihr etwas Schlimmes zugestoßen, hat sie sich womöglich umgebracht? Offenbar traut jeder der schwierigen Jennifer alles Mögliche zu.
Für die Eltern von Jennifer beginnt ein Albtraum, doch auch für die anderen Familien bedeutet dies, dass alte Geschichten und dunkle Geheimnisse ans Licht kommen. Denn offenbar gab es zwischen den Familien mehr als nur freundschaftliche Beziehungen. Abgründe tun sich auf!
Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Beteiligter erzählt, von denen jeder so einiges zu verbergen hat. Doch immer wieder wird man aufs Glatteis geführt. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und es gibt immer wieder neue, überraschende Wendungen, bis hin zum Schluss!

Veröffentlicht am 26.12.2022

Unterhaltsam

Der Mordclub von Shaftesbury – Eine Tote bleibt selten allein
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Penelope wird von ihrem Chef von London aus in das kleine Provinznest Shaftesbury entsandt, um dort eine Filiale der Nobel- Partnervermittlungsagentur ,,Golden Sunshine und Luxury Club“ zu eröffnen. Damit ...

Penelope wird von ihrem Chef von London aus in das kleine Provinznest Shaftesbury entsandt, um dort eine Filiale der Nobel- Partnervermittlungsagentur ,,Golden Sunshine und Luxury Club“ zu eröffnen. Damit erhofft sie sich den großen Karrieresprung. Doch die Dorfbewohner sind skeptisch und vermuten alles Mögliche hinter Penelopes Agentur, vom Sonnenstudio bis zum Detektivbüro. Auch lässt die Kundschaft ziemlich auf sich warten, dafür ist das Kaff Shaftesbury viel zu klein. Zudem gibt es kein Internet, und Handyempfang nur auf dem Friedhof, wo Penelope dann so manche Stunde gezwungenermaßen verbringt.
Ihr Nachbar Sam ist Tierarzt und ihn und seine kleine Tochter Lilly lernt Penelope durch eine recht skurrile und amüsante Situation kennen.
Da Penelope mit ihrer Partnervermittlung wenig zu tun hat, engagiert sie sich tatkräftig in anderen Bereichen – oder man hat vielmehr den Eindruck, sie wird engagiert. Jeder der Dorfbewohner hat ein anderes Anliegen und Penelope kann einfach nicht nein sagen.
Als sie dann eine Frau findet, die angefahren und einfach liegengelassen wurde, macht sie sich, zusammen mit dem Tierarzt Sam, an die Ermittlungen…..
Der Krimi ist eine leichte, amüsante und unterhaltsame Lektüre, mit teils filmreifer Situationskomik, allerdings auch etwas vorhersehbar.