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Veröffentlicht am 15.05.2026

Melancholisch

Eine Liebe ohne Sommer
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Rosa verliebt sich Hals über Kopf in Nikolas. Recht schnell entsteht eine intensive Beziehung. Beide genießen die gemeinsame Zeit sehr, machen Zukunftspläne, haben Hoffnung auf eine langanhaltende, intensive ...

Rosa verliebt sich Hals über Kopf in Nikolas. Recht schnell entsteht eine intensive Beziehung. Beide genießen die gemeinsame Zeit sehr, machen Zukunftspläne, haben Hoffnung auf eine langanhaltende, intensive Liebe. Leider ist ihr Glück nicht von Dauer. Nikolas hat einen Hang zu Kamikaze-Aktionen und stirbt bei einem Unfall. Rosa trauert. Aber wie trauern, wenn man nur so ein kurzes gemeinsames Leben hatte? So richtig gut kannte sie ihn doch gar nicht. Rosa forscht nach und wird fündig. Sie spricht mit Menschen aus seiner Vergangenheit und kommt ihm so immer näher. Und eine Frage bleibt. Hat sie sich in ein Bild von Nikolas verliebt oder war ihre Liebe wirklich so tief und echt, wie sie anfangs gedacht hat.

Eine berührende Liebesgeschichte über Trauer und Verlust. Aber auch über die Frage, wie gut wir wirklich einen Menschen kennen. Der Roman beginnt locker und leicht. Hat mich fast an ein Romance Buch erinnert. Der charmante Nikolas trifft auf Rosa und erobert schnell ihr Herz. Recht schnell schlägt die Story allerdings um. Nikolas stirbt und Rosa bleibt zurück, mit vielen Fragen. Wer war Nikolas eigentlich? Wie sind seine Freunde? Der Schreibstil ist leicht und humorvoll, hat trotzdem Tiefe. Und genau dieses Zusammenspiel macht das Buch auch aus. Hier wird nichts idealisiert. Die vielen Fragen und die Unsicherheiten ganz am Anfang einer Beziehung wurden hier auch beschrieben. Gerade Rosa wirkte auf mich unheimlich lebendig und nahbar. Ihre Unsicherheiten und die vielen Fragen, die anstrengende Schwiegermutter. Passte alles richtig gut. Nachvollziehen konnte ich sie nicht immer, aber da ist einfach auch jeder Mensch anders. Und in so einer Situation ist einfach auch nichts richtig oder falsch. Mich lässt der Roman zufrieden, aber auch melancholisch zurück. Das Leben steckt voller Überraschungen. Leider liegen Freude und Leid manchmal recht nah beieinander. Aber wer weiß schon was das Leben noch so bringt. Schon morgen könnte alles anders sein. Und vielleicht gerade deshalb, eine Hommage ans Leben, mit all seinen Tücken und Schönheiten.

Eine Liebesgeschichte ohne Happy End, dafür mit viel Tiefgang. Empfehle ich euch sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Toll

Die Geschichte der Hexen und magischen Frauen
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Die Geschichte der Hexen. Klingt spannend oder?

In diesem Buch findet der Leser nicht nur historische Fakten, sondern auch eine tolle Zeitleiste und Legenden rund um die Welt. Hexenwissen gibt’s auch ...

Die Geschichte der Hexen. Klingt spannend oder?

In diesem Buch findet der Leser nicht nur historische Fakten, sondern auch eine tolle Zeitleiste und Legenden rund um die Welt. Hexenwissen gibt’s auch gleich dazu. Liebeszauber und Tränke und magische Pflanzen zum Beispiel. Wir werden mit zahlreichen Hexen bekannt gemacht. So lernen wir die Hexen aus den Märchen kennen, aber auch Circe, Jeanne D’Arc und Medea.

Besonders spannend war für mich der Abschnitt über die Hexenverfolgung und die Hexenprozesse. Da konnte ich noch ein paar Wissenslücken schließen. Warum wurden diese Frauen eigentlich wegen Hexerei angeklagt ? Das Buch erklärt und liefert interessante Einblicke.

Gegliedert ist das Buch in folgende Kapitel: Hexen-Wissen; Die Ursprünge; Religion, Mythen und Magie; Eine Welt voller Unruhen; Eine neue Zeit. Das Buch ist ganz wunderbar gestaltet. Tolle Illustrationen und spannende Informationen gibt es hier jede Menge.

Geeignet ist das Buch für Leser ab 10 Jahren. Allerdings ist es für jeden Erwachsenen, der sich für dieses Thema interessiert , eine große Bereicherung. Ich bin Fan und spreche eine große Empfehlung aus.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

So schön

Anatomie der Geborgenheit
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Im Café Zimtschnecke treffen sich Menschen, um sein zu dürfen wie sie sind. Menschen, die vielleicht nicht so ganz der gesellschaftlichen Norm unterliegen, sind hier füreinander da. Die Cafebetreiberin ...

Im Café Zimtschnecke treffen sich Menschen, um sein zu dürfen wie sie sind. Menschen, die vielleicht nicht so ganz der gesellschaftlichen Norm unterliegen, sind hier füreinander da. Die Cafebetreiberin Anni hat stets ein offenes Ohr für ihre Kunden, sieht ihnen oft schon an, wenn etwas schief läuft. Alle suchen auf unterschiedliche Art und Weise Halt. Der orientierungslose Jugendliche Paul, die etwas schräge Jagoda und die Liebeskummer geplagte Christina gehören zum festen Stamm. Anni selbst leidet unter ihrer entzweiten Familie. Sie seht sich so sehr danach vollständig zu sein, mit einer vereinten Familie. Und auch ihre Bekanntschaft zu Leo ist irgendwie völlig unklar. Anni muss endlich Entscheidungen treffen und für sich selbst einstehen.

Ein ganz leiser, warmherziger Roman, der durch ganz feine Beobachtungen überzeugt. Die Story dreht sich um den Zufluchtsort, das Café Zimtschnecke. Dort finden sich die Menschen zusammen. Die Gespräche und Gesten untereinander sind einfach nur herzerwährmend. Da ist jeder für jeden da. Und genau hier liegt auch die absolute Stärke des Romans. Die Sprache ist ganz klar, unaufgeregt und dezent poetisch. Passt richtig gut zur Story. Wer aufgeregte und dramatische Momente sucht, wird hier nicht fündig. Ganz langsam und leise versteht Anni, findet ihre Antworten. Leider läuft das Leben selten so wie gewünscht. Und manchmal muss man einfach sein eigener Sonnenschein sein.

Ein stilles, nachhallendes Buch über zwischenmenschliche Nähe und den Wunsch sein zu dürfen wie man ist. Muss ich euch einfach ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Schön

Mirabellentage
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Als Pfarrer Josef plötzlich verstirbt, hat seine Haushälterin Anna ordentlich zu tun. Sie muss die Beerdigung organisieren. Dann kommt auch noch ein neuer Pfarrer, direkt aus Rom, aber eigentlich doch ...

Als Pfarrer Josef plötzlich verstirbt, hat seine Haushälterin Anna ordentlich zu tun. Sie muss die Beerdigung organisieren. Dann kommt auch noch ein neuer Pfarrer, direkt aus Rom, aber eigentlich doch aus dem Norden. Alles wird anders, als die letzten eingefahrenen Jahre. Der neue Pfarrer scheint sie gar nicht so sehr zu brauchen wie der Josef. Das ist gar nicht so einfach für Anna. Allerdings hat sie noch eine wichtige Aufgabe. Die Asche von Josef muss ans Meer. Sie selber ist seit vielen Jahren nicht mehr Auto gefahren. Jetzt nimmt sie Fahrstunden beim ehemaligen Fahrlehrer und Schwarm Herrn Tanner. Die Zeit mit ihm genießt sie immer mehr. Anna hat Zeit und beginnt herauszufinden, dass man manchmal, trotz aller Aufgaben, einfach das Leben genießen kann.

Ein warmherziger, sommerlicher Roman. Haushälterin Anna schwelgt in Erinnerungen und erzählt uns Lesern so einige Geschichten. In denen geht es um sie und die Bewohner des Dorfes. So lesen wir wie Anna beim Gottesdienst den Pfarrer vertreten hat, ihr Moped frisiert wurde und eine Männergruppe eine unerwartete Busreise angetreten hat. Martina Bogdahn spielt mit Klischees, erzählt mit viel Leichtigkeit und Humor. Liebevoll gezeichnet sind die Protagonisten . Das ist ganz großartig gelungen . Anna hat ganz viel Pflichtgefühl, hält die Gemeinde zusammen. Doch jetzt ändert sich vieles. Das Loslassen fällt ihr noch nicht so leicht. Doch ganz langsam lernt sie, dass das Leben noch viel mehr für sie bereithält .

Ein warmherziger Roman über Neuanfänge, den ich euch gern weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Leichte Sommerlektüre

Dieser Sommer gehört mir
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Charlotte muss raus aus ihrem bequemen Leben. Seit einer Weile ist sie von ihrem Mann Marc getrennt, wohnt noch mit im Haus der Schwiegereltern, lebt von seinem Geld. Die zwei Töchter sind im Ausland, ...

Charlotte muss raus aus ihrem bequemen Leben. Seit einer Weile ist sie von ihrem Mann Marc getrennt, wohnt noch mit im Haus der Schwiegereltern, lebt von seinem Geld. Die zwei Töchter sind im Ausland, ihr Laden nervt sie. Also was tun? Marc legt ihr nahe auszuziehen und ein neues Leben aufzubauen. Kurzentschlossen zieht sie mit zwei Mitbewohnern in ein Tiny House am See und übernimmt die Kneipe, in der sie sowieso Dauergast ist. Dann trifft sie auch noch auf den Nachbar Mo, der ihr immer besser gefällt aber immer ausweicht.

Eine warmherzige und leichte Lektüre für den Sommer. Der Schreibstil ist durchweg flüssig, lässt sich sehr gut lesen. Die Atmosphäre im Sommer, am See, das Radfahren war richtig schön eingefangen. Hat mir direkt Sommer- und Urlaubsfeeling beschert. Mit der Protagonistin bin ich leider nicht warm geworden. Sie war mir zu klischeehaft. Die Wandlung vom reichen Anhängsel zur eigenständigen Frau war toll aber für meinen Geschmack ist sie zu forsch und zu alkoholisiert. Ich weiß nicht warum man Alkohol trinken muss um Spaß zu haben. Das geht ohne auch ganz wunderbar. Ab und an wurden im Roman tiefgründige Themen angerissen, die aber nicht weiter verfolgt wurden. Wie in leichten Romanen üblich, klärten sich die Probleme ganz schnell.

Das Sommerfeeling und der Schreibstil sind richtig toll. Dafür gibts eine Empfehlung. Ein tolles Buch für den Urlaub.

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