Sehr emotional
In den Flügeln das LichtKaveh wächst während der Zeit der Revolution im Iran auf. Sein Vater wird verhaftet und verschwindet im Gefängnis. Die Mutter versucht das Leben der Familie aufrecht zu erhalten, doch das ist nicht leicht ...
Kaveh wächst während der Zeit der Revolution im Iran auf. Sein Vater wird verhaftet und verschwindet im Gefängnis. Die Mutter versucht das Leben der Familie aufrecht zu erhalten, doch das ist nicht leicht als alleinlebende Frau im Iran. Sie ziehen zu den Großeltern. Da gibt es einen Garten für die Kinder und Kaveh ist oft in der Buchhandlung. Gemeinsam besuchen sie den Vater im Gefängnis, bis auch das irgendwann nicht mehr geht.
Ein eindringliches und poetisches Porträt einer Kindheit mitten im Iran, geprägt von politischen Umbrüchen. Die politische Geschichte wird ganz fein mit der persönlichen Geschichte der Familie verwoben. Kaveh hat Angst, ist unsicher. Die kindliche Sicht auf die Dinge war für mich sehr ergreifend. In manchen Dingen findet er Trost, hat wieder Hoffnung auf ein besseres Leben. Vor allem die Besuche im Gefängnis haben mich berührt. Der Vater erzählt den Kindern Geschichten, damit sie keine Angst haben müssen. Sprachlich überzeugt der Roman durch eine klare, poetische Erzählweise. Die schweren Themen wurden sehr zugänglich rübergebracht. Es ließ sich ganz wunderbar lesen. Auch die Charaktere wirkten auf mich nahbar und authentisch.
Gerade in dieser Zeit, ein so wichtiger Roman, der nachdenklich macht. Hier geht’s um ein Stück iranischer Geschichte, aber auch um Zugehörigkeit, Verlust und Familie. Empfehle ich euch sehr gern weiter.