Ruhiger Roman
Mathilde und MarieMaries landet im Bücherdorf Redu. Ein kleines Dorf in den belgischen Ardennen, in dem die Welt ein bisschen anders ist. Fernsehen und Internet wird hier kaum genutzt, dafür Bücher, lange Spaziergänge und ...
Maries landet im Bücherdorf Redu. Ein kleines Dorf in den belgischen Ardennen, in dem die Welt ein bisschen anders ist. Fernsehen und Internet wird hier kaum genutzt, dafür Bücher, lange Spaziergänge und man redet miteinander. Hier triftig Marie auch auf Mathilde. Sie steht der neuen Frau im Dorf sehr kritisch gegenüber, verschließt sich auch so gern vor der Welt. Nach und nach taut Mathilde auf, das liegt auch an Marie. Die beiden führen intensive Gespräche, freunden sich an und teilen ihre Geschichten miteinander.
Ein stilles, nachdenkliches Buch über das was im Leben wichtig ist. Hier stehen die Atmosphäre und die Protagonisten im Mittelpunkt, weniger die Handlung. Themen wie Selbstbestimmung, Familie und Vergangenheit werden sensibel beleuchtet. Man sollte ganz in Ruhe lesen, um auch die Zwischentöne mitzubekommen. Die Idee mit dem Bücherdorf ist richtig toll. Da würde ich auch gern leben. Mit den Protagonisten wurde ich leider nicht komplett warm. Sie waren sympathisch, hatten Tiefe. Allerdings waren sie manchmal etwas zu wenig emotional, fast nüchtern.
Insgesamt ein ruhiger Roman mit einer tollen Atmosphäre. Wer stille Bücher mag, wird hier viel Freude damit haben.