Profilbild von applesreading

applesreading

Lesejury Star
offline

applesreading ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit applesreading über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

Second-Chance mit ernsten Themen!

Was wir verloren glaubten
0

Avery Kingsley hat sich ganz auf ihren Job als Baseball-Coach konzentriert, seit ihr Ex-Freund sie vor Jahren für seine Karriere als Profi-Baseballspieler verlassen hat. Doch plötzlich taucht Nathan wieder ...

Avery Kingsley hat sich ganz auf ihren Job als Baseball-Coach konzentriert, seit ihr Ex-Freund sie vor Jahren für seine Karriere als Profi-Baseballspieler verlassen hat. Doch plötzlich taucht Nathan wieder in ihrer Heimatstadt Honeycreek auf. Er will nicht nur seiner Familie helfen, sondern auch Avery zurückgewinnen. Dafür übernimmt er ausgerechnet den Job als Co-Coach in ihrem Team. Doch kann Avery ihm nach all den Jahren noch einmal vertrauen?

In diesem Band geht es um Avery und Nathan, die man schon im ersten Teil als Nebenfiguren kennengelernt hat. Ihre Geschichte ist eine Second Chance-Liebesgeschichte, die mich sehr berührt hat. Avery kämpft als Baseball-Trainerin in einer Männerwelt um Anerkennung und trifft dabei nach langer Zeit wieder auf ihre große Liebe Nathan. Doch sie muss sich nicht nur mit ihm auseinandersetzen, sondern auch mit ihren eigenen Problemen: Sie leidet unter Depressionen.

Brittainy C. Cherry geht sehr sensibel mit diesem Thema um. Sie zeigt, wie schwer es für Avery ist, ihren Alltag zu bewältigen. Nathan ist dabei eine große Unterstützung. Er ist ein wunderbarer Charakter – einfühlsam, geduldig und voller Liebe. Trotzdem macht das Buch deutlich, dass Heilung nicht nur durch Liebe passiert, sondern auch durch Selbsthilfe und Unterstützung von anderen. Das finde ich sehr realistisch und wichtig.

Schon der Anfang des Buches ist sehr emotional und zieht einen direkt in die Geschichte. Auch der weitere Verlauf bleibt spannend. Die Autorin schafft es, schwierige Themen mit Humor und Leichtigkeit zu verbinden. Besonders schön sind die Gespräche zwischen Avery und Nathan. Die beiden necken sich oft, was die Geschichte lebendig und unterhaltsam macht.

Auch die Nebenfiguren sind toll geschrieben. Averys Familie ist ein wichtiger Teil der Geschichte, vor allem ihr Vater, der immer für sie da ist. Wer den ersten Band gelesen hat, wird sich freuen, dass ihre Schwester Yara wieder vorkommt.

Ein weiteres Highlight ist der Schreibstil. Brittainy C. Cherry schreibt sehr gefühlvoll. Viele ihrer Sätze bleiben im Kopf, weil sie so tiefgründig sind. Man fühlt sich, als wäre man selbst Teil der Geschichte.

Es gibt aber auch ein paar Dinge, die mich nicht ganz überzeugt haben. Am Anfang spielt das Thema Depressionen eine große Rolle, aber später wird es weniger wichtig. Ich hätte mir gewünscht, dass es noch mehr vertieft wird. Es gab auch einen Nebenstrang in der Geschichte, der zwar emotional war, aber nicht wirklich zur Hauptgeschichte gepasst hat. Das wirkte ein bisschen zusammenhanglos.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 26.01.2025

Macht sehr nachdenklich

Der Sommer, in dem Hikaru starb 01
0

„Der Sommer, in dem Hikaru starb 01“ ist ein faszinierender und emotional aufgeladener Auftakt zu einer Geschichte über Veränderung und Freundschaft. Das Buch versteht es, eine geheimnisvolle Atmosphäre ...

„Der Sommer, in dem Hikaru starb 01“ ist ein faszinierender und emotional aufgeladener Auftakt zu einer Geschichte über Veränderung und Freundschaft. Das Buch versteht es, eine geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen und den Leser mit den inneren Kämpfen der Charaktere zu fesseln. Auch wenn einige Fragen offen bleiben, macht die Spannung Lust auf mehr.

Dieses Buch ist besonders empfehlenswert für Leser, die psychologisch tiefgehende und mysteriöse Geschichten mögen. Wer sich für die Themen Verlust und die Komplexität von Beziehungen interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen.

„Der Sommer, in dem Hikaru starb 01“ ist ein packender, aber auch nachdenklicher Auftakt, der den Leser neugierig auf die Fortsetzung macht. Die Geschichte bleibt im Kopf und lässt Raum für Interpretationen, was das Buch zu einem interessanten und intensiven Leseerlebnis macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Strong... Book!

Strong Female Character
0

„Strong Female Character“ ist eine Autobiografie von Fern Brady, die ihre Erfahrungen als autistische Frau in einer Welt beschreibt, die oft von Sexismus und Ableismus geprägt ist. Dabei handelt sich um ...

„Strong Female Character“ ist eine Autobiografie von Fern Brady, die ihre Erfahrungen als autistische Frau in einer Welt beschreibt, die oft von Sexismus und Ableismus geprägt ist. Dabei handelt sich um eine Autobiografie, die Elemente der Memoiren, Sozialkritik und Psychologie vereint.

Das Buch bietet einen tiefen Einblick in das Leben einer autistischen Frau, die sich in einer Welt zurechtfinden muss, die ihre Neurodiversität oft nicht versteht. Fern Brady beschreibt ihren Weg zur Diagnose und ihre Erfahrungen als autistische Frau in einer Gesellschaft, die oft Erwartungen und Normen auf sie projiziert.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich mich für Themen der Neurodiversität und den Umgang mit Autismus interessiere. Besonders spannend fand ich, dass es die Perspektive einer autistischen Frau beleuchtet, die selten in solchen Diskussionen vertreten ist.

Die Hauptfigur ist Fern Brady selbst, die als Teenager ihre Differenzen zu anderen Menschen wahrnimmt, ohne die genaue Ursache zu kennen. Nachdem sie im Erwachsenenalter zufällig auf Informationen über Autismus stößt, erkennt sie, dass diese ihre Wahrnehmungsstörungen und ihr Verhalten erklären. Das Buch beschreibt ihren Weg zur Diagnose und die Herausforderungen, die mit der Neurodiversität in einer von gesellschaftlichen Normen dominierten Welt verbunden sind.

Im Mittelpunkt der Autobiografie steht Fern Bradys Leben als autistische Frau und ihre Erfahrungen mit den Schwierigkeiten des Lebens in einer Gesellschaft, die von Normen und Vorurteilen geprägt ist. Sie beschreibt ihre ständigen Auseinandersetzungen mit Sexismus, Ableismus und den Missverständnissen, die ihr durch ihre Autismus-Symptome begegnen. Sie spricht offen und ehrlich über ihre Meltdowns, ihre Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen und die Auswirkungen, die diese auf ihr Leben haben.

Fern Brady schreibt mit einer einzigartigen Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit. Ihr trockener, scharfsinniger Witz macht das Buch unterhaltsam, ohne die Schwere des Themas zu relativieren. Sie ist direkt und offen in ihrer Darstellung ihrer persönlichen Erfahrungen und lässt nichts aus, was das Leben mit Autismus ausmacht.

Da es sich um eine Autobiografie handelt, ist Fern Brady die Hauptfigur. Ihr persönlicher Entwicklungsweg, von der Kindheit, in der sie sich als „anders“ empfand, bis hin zur späten Diagnose und der Akzeptanz ihrer Neurodiversität , ist eindrucksvoll und einfühlsam beschrieben. Sie zeigt eine bemerkenswerte Stärke und den Mut, die eigene Identität anzunehmen und sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen brechen zu lassen.

Das Buch behandelt zentrale Themen wie Neurodiversität, Autismus, Sexismus und Ableismus. Es zeigt, wie autistische Frauen in der Gesellschaft entweder ignoriert oder falsch verstanden werden, und spricht die tiefgreifenden Missverständnisse an, mit denen sie im täglichen Leben konfrontiert sind. Fern Brady plädiert dafür, dass autistische Menschen, besonders Frauen, nicht auf ihre vermeintlichen Schwächen reduziert werden, sondern in ihrer ganzen Komplexität und Vielfalt anerkannt werden sollten.

„Strong Female Character“ ist eine kraftvolle, humorvolle und aufrüttelnde Autobiografie, die einen wichtigen Beitrag zum Diskurs über Autismus, Neurodiversität und die Herausforderungen von Frauen in einer normorientierten Gesellschaft leistet. Fern Bradys offene und direkte Art macht dieses Buch zu einer fesselnden und lehrreichen Lektüre.

Dieses Buch ist besonders empfehlenswert für Leser, die sich für Themen wie Neurodiversität, Autismus und soziale Gerechtigkeit interessieren. Es ist auch eine wertvolle Lektüre für alle, die mehr über die Erfahrungen von autistischen Frauen erfahren möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Sweet... Book!

Sweet Nightmare
0

"Sweet Nightmare“ ist der erste Band der Romantasy-Reihe von Tracy Wolff. Es handelt sich um eine Romantasy-Geschichte, die mystische und übernatürliche Elemente mit einer packenden Liebesgeschichte kombiniert.Das ...

"Sweet Nightmare“ ist der erste Band der Romantasy-Reihe von Tracy Wolff. Es handelt sich um eine Romantasy-Geschichte, die mystische und übernatürliche Elemente mit einer packenden Liebesgeschichte kombiniert.Das Buch wurde 2023 veröffentlicht und hat sich schnell zu einem beliebten Auftakt einer Reihe entwickelt, die sich durch eine düstere Atmosphäre und eine komplexe Liebesgeschichte auszeichnet. Fans von Dark Academia und Enemies-to-Lovers-Konzepten werden hier auf ihre Kosten kommen. Ich habe das Buch gelesen, weil ich eine fesselnde Geschichte mit übernatürlichen Kräften und einer komplexen Beziehung zwischen den Hauptfiguren suchte.

Die Geschichte folgt Clementine Calder, einer jungen Frau, die in der geheimen Calder Academy lebt. Diese Schule auf einer abgelegenen Insel ist für gefährliche paranormale Wesen gedacht. Clementine hat das Gefühl, dass die Insel und die dunklen Geheimnisse ihrer Familie sie verfolgen, und sie wünscht sich, von diesem Ort zu fliehen – vor allem auch von Jude Abernathy-Lee, einem Jungen, der ihr Herz gebrochen hat. Jude ist ein wandelnder Albtraum, von dem sie sich fernhalten sollte, aber als ein mysteriöser Sturm die Insel bedroht, müssen sie zusammenarbeiten.

Der zentrale Konflikt entsteht, als Jude und Clementine nach einem gefährlichen Vorfall zusammenarbeiten müssen, um zu überleben. Zwischen ihnen entstehen widersprüchliche Gefühle, die sowohl Hass als auch eine unerklärliche Anziehung umfassen. Es geht um das Überleben und das Konfrontieren der dunklen Geheimnisse, die die Insel und ihre Familien in ihren Bann ziehen.

Tracy Wolff verwendet einen packenden, klaren Schreibstil, der die Spannung von Anfang bis Ende aufrechterhält. Sie schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen und dabei gleichzeitig die emotionale Tiefe der Charaktere zu betonen. Die Dialoge sind knackig und fördern die Entwicklung der Beziehung zwischen Clementine und Jude.

Clementine und Jude sind komplexe Figuren, deren Entwicklung im Laufe der Geschichte besonders spannend ist. Clementine schwankt zwischen Misstrauen und einem starken Verlangen, mit Jude zusammenzuarbeiten, während Jude mit seiner dunklen Natur und den Gefühlen zu Clementine kämpft. Ihre Beziehung entwickelt sich von anfänglichem Hass zu einem faszinierenden Zusammenspiel aus Anziehung und Konflikten.

Einige Passagen im Buch wirken etwas vorhersehbar, besonders die Entwicklung der Beziehung zwischen Clementine und Jude. Die ständigen Hin- und Hergerissenheiten zwischen den Charakteren können für einige Leser anstrengend werden. Manchmal wünscht man sich eine schnellere Entwicklung und mehr Klarheit in den Konflikten zwischen den Figuren. Auch die Nebencharaktere könnten mehr Tiefe erhalten.

„Sweet Nightmare“ ist ein packender Start in eine vielversprechende Romantasy-Reihe. Die düstere Atmosphäre, die interessante Beziehung zwischen den Hauptfiguren und die spannenden übernatürlichen Elemente machen das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre. Auch wenn es an einigen Stellen etwas vorhersehbar ist, bleibt die Geschichte trotzdem fesselnd. Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 Sternen.

Dieses Buch ist ideal für Leser, die Dark Academia, übernatürliche Elemente und komplexe Beziehungen mögen. Besonders Fans von „Enemies to Lovers“-Geschichten werden hier auf ihre Kosten kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Mut. Machen. Liebe. Empfohlen.

Mut. Machen. Liebe.
0

Mut. Machen. Liebe. von Hansjörg Nessensohn ist ein kraftvolles und berührendes Buch, das sich mit den Themen Liebe, Mut und Vergebung auseinandersetzt. Es ist eine Geschichte über zwei Sommer, die unterschiedlicher ...

Mut. Machen. Liebe. von Hansjörg Nessensohn ist ein kraftvolles und berührendes Buch, das sich mit den Themen Liebe, Mut und Vergebung auseinandersetzt. Es ist eine Geschichte über zwei Sommer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch tief miteinander verbunden sind.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht Paul, der auf einer Wanderung durch die italienische Pampa versucht, seinen Kummer und die Erinnerungen an seinen ehemaligen besten Freund Jonas hinter sich zu lassen. Jonas, der Paul in einer sehr schmerzhaften Art und Weise outete, indem er ein Video von ihm machte, das sein Geheimnis preisgab. Diese Tat hat Pauls Leben in einen Strudel der Gefühle und des Verlusts gestürzt. Während seiner Wanderung wird Paul von einer 80-jährigen Begleiterin abgelenkt, die ihm eine Geschichte erzählt – und so wird der Leser in die Vergangenheit geführt.

Der zweite Handlungsstrang spielt im Sommer 1957, als Helmut und Enzo sich kennenlernen und eine leidenschaftliche, aber auch tragische Liebe entwickeln. Helmut, der eigentlich verlobt ist, kämpft mit seinen Gefühlen und der Scham, die die Gesellschaft zu dieser Zeit gegenüber Homosexualität hegte. Der Sommer endet mit einer Katastrophe: Verhaftungen nach dem § 175, der Homosexualität strafbar machte, und einem Fehler, den Helmut nie wieder gutmachen kann.

Nessensohn gelingt es meisterhaft, die schwierigen und schmerzhaften Themen von Liebe und gesellschaftlicher Repression miteinander zu verweben. Er zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie viel Mut es braucht, zu sich selbst zu stehen, wie viel Kraft erforderlich ist, um die Vergangenheit zu verarbeiten und wie unendlich wichtig Vergebung ist. Die Erzählung ist ein Appell an die Bedeutung von Selbstakzeptanz, die Kraft der Liebe und den Mut, alte Wunden zu heilen.

Der Schreibstil ist kraftvoll und tiefgründig, und die Geschichte bleibt lange im Gedächtnis. Sie regt nicht nur zum Nachdenken über gesellschaftliche Normen und Vorurteile an, sondern auch darüber, wie viel Mut es braucht, die eigene Wahrheit zu leben und zu akzeptieren. Mut. Machen. Liebe. ist ein Buch, das den Leser emotional berührt und ihn dazu einlädt, über die eigene Haltung zu Liebe, Vergebung und Mut nachzudenken. Ein Roman, der definitiv zu den bleibenden Leseerlebnissen gehört.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere