Wenn der Drachenkönig zum Katzenfan wird!
Die rachsüchtige weiße Katze und der Drachenkönig 02Ruri hat sich in ein weißes Kätzchen verwandelt, um endlich ungestört ihre Rache an ihrer „Freundin“ Asahi zu planen. Doch ihr Vorhaben gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn als „die Bezaubernde“ ...
Ruri hat sich in ein weißes Kätzchen verwandelt, um endlich ungestört ihre Rache an ihrer „Freundin“ Asahi zu planen. Doch ihr Vorhaben gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn als „die Bezaubernde“ zieht sie Menschen und magische Wesen automatisch in ihren Bann. Besonders der Drachenkönig hat eine Schwäche für sie und verwöhnt sie nach Strich und Faden. Zwischen all dem Schlemmen, Kuscheln und Faulenzen wird es für Ruri immer schwerer, sich auf ihre eigentliche Mission zu konzentrieren …
Der zweite Band von Die rachsüchtige weiße Katze und der Drachenkönig überzeugt mit einem wunderschönen Zeichenstil, einem liebevoll gestalteten Fantasy-Setting und einer unterhaltsamen Dynamik zwischen den Charakteren.
Besonders das World-Building hat mir gefallen. Die Welt ist magisch, farbenfroh und voller spannender Details. Man merkt, dass viel Mühe in die Gestaltung der Umgebung und die verschiedenen Wesen geflossen ist. Auch der Zeichenstil ist wirklich schön – die Charaktere sind ausdrucksstark, und die Illustrationen bringen die magische Atmosphäre perfekt rüber.
Ein weiteres Highlight ist der Drachenkönig, der sich als riesiger Katzenliebhaber entpuppt. Seine Zuneigung zu Ruri ist einfach süß und sorgt für viele lustige und herzerwärmende Momente. Es ist amüsant zu sehen, wie ein mächtiges, furchteinflößendes Wesen einem kleinen Kätzchen vollkommen verfällt.
Allerdings gibt es auch einen Punkt, der mich gestört hat: Ruri verliert sich viel zu sehr in ihrer neuen Rolle als verwöhntes Kätzchen und vergisst dabei fast völlig ihre ursprünglichen Ziele. Statt sich wirklich auf ihre Rache zu konzentrieren oder eine eigene Entwicklung durchzumachen, lässt sie sich treiben und bleibt oft passiv. Es fehlt manchmal an Eigeninitiative und Stärke, was schade ist, da die Grundidee eigentlich sehr viel Potenzial hat.
Alles in einem eine Empfehlung wert!