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Veröffentlicht am 14.01.2019

Die Schneeschwester - So schön

Die Schneeschwester
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Wenn es ein Buch gibt das wunderschön aufgemacht ist, dann „Die Schneeschwester“ von Maja Lunde.
Es ist Ende Oktober 2018 im btb Verlag erschienen.
Die zauberhaften Illustrationen sind von Lisa Aisato. ...



Wenn es ein Buch gibt das wunderschön aufgemacht ist, dann „Die Schneeschwester“ von Maja Lunde.
Es ist Ende Oktober 2018 im btb Verlag erschienen.
Die zauberhaften Illustrationen sind von Lisa Aisato. Und ich muss sagen erst mit diesen Zeichnungen wird es so besonders!
Ich habe es erst im Januar gelesen. Weihnachten war vorbei, und Schnee liegt hier auch keiner. Trotzdem schafft dieses Buch zweifelsfrei eine ganz besondere Atmosphäre.

Klappentext:
Bald ist Heiligabend. Für Julian ist das der schönste Tag des Jahres. Lebkuchen und Klementinen, das Knistern und Knacken im Kamin, das flackernde Licht der Kerzen. Außerdem wird Julian an Heiligabend zehn Jahre alt. Doch dieses Jahr ist alles anders. Juni, Julians große Schwester, ist tot. Ein tiefer Schatten liegt über der Familie. Und Julian hat eigentlich nur ein Gefühl: Weihnachten ist abgesagt.

Bis Julian eines Wintertages Hedvig begegnet. Hedvig hat grüne Augen, redet schneller als der Wind und liebt Weihnachten über alles. Ganz langsam glaubt Julian, dass es doch ein Weihnachten für ihn geben könnte. Doch Hedvig hat ein großes Geheimnis.

Es ist herzergreifend zu sehen wie sehr Julian sich auf Weihnachten freut. Doch seine Familie ist ganz in Gedanken an seine tote Schwester gefangen. Er hat das Gefühl sie haben vergessen das bald Weihnachten ist. Und natürlich sein Geburtstag.
Eine Tages begegnet er Hedwig. Sie ist so voller Leben und er fühlt sich weniger allein. Er merkt wenn Weihnachten doch noch stattfinden soll muss er es selbst in die Hand nehmen. Aber das ist weniger einfach als gedacht.
Obwohl es ein Weihnachtsbuch ist hat es einen wirklich traurigen Hintergrund und ist teilweise sehr melancholisch. Wenn es die Zeichnungen nicht gäbe wäre es wirklich traurig. So halten Text und Illustrationen eine gute Balance.

Fazit:
Dieses Buch ist etwas ganz besonderes! Es entfesselt im Leser einen Schneesturm der Gefühle. Aber ohne die Kälte! Es entfacht ein kleines Feuer in deinem Inneren das dich wärmt. Und das trotz, für die Weihnachtszeit, etwas zu traurigen Inhalts.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Nachtmahr und Nebelnixe - Einfach fantastisch

Nachtmahr und Nebelnixe
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Nachtmahr und Nebelnixe ist am 29.November 2018 im Drachenmondverlag erschienen. Als Jadda Leser dafür suchte, fühlte ich mich sofort angesprochen.
Cover und Klappentext versprechen dem Leser eine ...




Nachtmahr und Nebelnixe ist am 29.November 2018 im Drachenmondverlag erschienen. Als Jadda Leser dafür suchte, fühlte ich mich sofort angesprochen.
Cover und Klappentext versprechen dem Leser eine wahrhaft fantastische Geschichte. Etwas das sich abhebt und in Erinnerung bleibt.
Das Cover ist übrigens von Marie Grasshof. Mal wieder wunderschön, einprägsam und vor allem passend.

Klappentext:
Aus dem Wasser verbannt und in der Menschenwelt gestrandet, will die Nixe Mialeena nie wieder über die Bluttat sprechen, die einst ihr Leben zerstörte. Ihr Schweigen könnte jedoch jemandem das Leben kosten: ihrer großen Liebe Ben. All ihren Mut zusammennehmend, bricht sie mit ihren engsten Vertrauten nach Irland auf und kehrt damit an den Ort zurück, an dem die Dunkelheit zu ihrem Begleiter wurde. Mit jedem Schritt in Richtung Vergangenheit zieht sich die Schlinge um Mialeena fester zu. Ihr unheimlicher Widersacher ist enger mit ihr verbunden, als sie glaubt, und weder ihr noch Bens Entkommen ist in seinem Spiel vorgesehen ...

Da ich noch kein Buch von Jadda gelesen habe, kann ich ihren Schreibstil nicht mit ihren anderen Büchern vergleichen. Aber er konnte mich wirklich fesseln. Er ist intensiv und sehr nah am Leser. Man fühlt sich als Teil der Geschichte und nicht nur als Zuschauer. Sie hat hier eine wirklich düstere Atmosphäre geschaffen. Also erwartet bloß kein Disney Märchen. :) Denn diese Welt ist dunkel und gefährlich, wie auch die Nixen selbst.

Wir treffen hier Mialeena, eine Wassernixe die, wegen eines Verbrechens, auf Lebenszeit aus ihrer Welt verbannt worden ist. Sie muss nun fernab ihrer Artgenossen unter Menschen leben. Das gelingt ihr mehr oder weniger gut. Denn Nixen zieht es ganz automatisch zum Wasser hin. Es gibt diese Szene, Leena im Regen auf dem Dach, da hatte ich unglaubliche Gänsehaut. Es war pure Emotion!
In diesem Moment hätte ich gerne selber im Regen gestanden, aber bitte in einem warmen Sommerregen. :D
Das Buch ist unterteilt in Gegenwart und Vergangenheit. Mir haben diese Rückblenden richtig gut gefallen. Es war faszinierend mehr über Leena und ihre Vergangenheit zu erfahren. Genauso wie über die Welt der Nixen. Diese unterscheidet sich doch sehr von unserer.
Das erste Treffen von Ben und Leena, bzw die Liebesgeschichte der beiden lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Das war sehr abrupt und Ben war mir auch nicht sonderlich sympathisch.
Aber mit der Zeit merkt man das mehr dahinter steckt als die gegenseitige Faszination für den anderen.
Und wo wir gerade über Charaktere sprechen. Ihre Freunde waren einfach klasse und genauso interessant wie die Nixe selber. Ich könnte mir wunderbar ein Spin Off mit den beiden vorstellen. Oder ein Buch über Lia, Leenas Schwester. Ihr seht da sehe ich auf jeden Fall Potenzial.
Ach und obwohl Leenas Widersacher wirklich nicht zu der netten Sorte gehört, hege ich eine gewisse Faszination für ihn. Vielleicht liegt das auch an der besonderen Verbindung der beiden. Die Idee dahinter gefällt mir total und ist mal was anderes.

Fazit:
Nachtmahr und Nebelnixe hat mich in seinen Bann gezogen und konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Es ist düster und fantastisch, einfach mitreißend.

Veröffentlicht am 23.12.2018

New Arc - eine leichte Dystopie

New Arc
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Ab und zu eine Dystopie? Wer kann da schon nein sagen? :D
Da kam mir „New Arc“ von Nicole Obermeier ganz gelegen. Es ist bereits im Mai im Zeilengoldverlag erschienen. Ich habe bei Lovelybooks an der ...


Ab und zu eine Dystopie? Wer kann da schon nein sagen? :D
Da kam mir „New Arc“ von Nicole Obermeier ganz gelegen. Es ist bereits im Mai im Zeilengoldverlag erschienen. Ich habe bei Lovelybooks an der Leserunde teilgenommen.
Hier meine Eindrücke:

Klappentext:
Ein großer Krieg
Eine Welt in Trümmern
Eine letzte Bastion

50 Jahre nach dem Krieg drohen den Bewohnern von New Arc immer noch fürchterliche Gefahren von außen. Nur eine straffe Führung und eine strenge Gesellschaftsordnung erhält sie am Leben. Als sich Caitlyn, die Tochter des Landesoberhauptes, in den Chronisten Lennart verliebt, gerät ihr Weltbild ins Wanken. Je weiter ihre Liebe wächst, desto mehr stellt sie alles, was ihre Familie geschaffen hat, in Frage.

Welches dunkle Geheimnis über das Ödland versucht der Rat zu verbergen? Hat er wirklich nur das Beste für New Arc im Sinn?

Die Geschichte startet mit der Einführung von Caitlyn und Vito. Sie sind Geschwister, Zwillinge, und ihr Vater ist das Oberhaupt von New Arc. Sie sind sozusagen die Hauptcharaktere dieser Geschichte.
Caity möchte unbedingt Chronistin werden, und als sich ihr Traum erfüllt bekommt sie ein paar Wahrheiten über ihr Welt gratis dazu.
Der Schreibstil von Nicole Obermeier ist flüssig, gut zu lesen, aber auch nicht besonders anspruchsvoll. Mir hat zeitweise die Tiefgründigkeit gefehlt. Die Gefühle konnten mich nicht wirklich erreichen. Egal ob es nun um die Liebesgeschichte zwischen ihr und Lennart geht, oder die verschieden Gefahren die auf die beiden lauern.
New Arc ist angeblich der letzte Ort an dem das Leben nach dem großen Krieg noch möglich ist. Die Idee dahinter hat mir gut gefallen. Ich bin bei solchen Geschichten immer wieder erstaunt das die Menschen vieles einfach so hinnehmen. Und nicht neugieriger sind. 
So ist auch Caitlyn aufgewachsen, gut behütet. Das macht sie etwas naiv. Doch mit der Zeit ändert sich ihre Einstellung und sie tut was sie kann um die Missstände aufzudecken.

Fazit:
New Arc ist eine leichte Dystopie. Meiner Meinung nach hätte es gerne etwas düsterer und weniger vorhersehbar sein dürfen. So bin ich leider nicht vollkommen überzeugt.

Veröffentlicht am 22.12.2018

Das gleißende Band

Das gleißende Band
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„Ein gleißendes Band entsteht, wenn ein Mensch einem anderen das Leben rettet und die Lebensgefahr für den Geretteten noch nicht entgültig vorüber ist...“
Allein dieser Satz hat bewirkt das ich „Das gleißende ...

„Ein gleißendes Band entsteht, wenn ein Mensch einem anderen das Leben rettet und die Lebensgefahr für den Geretteten noch nicht entgültig vorüber ist...“
Allein dieser Satz hat bewirkt das ich „Das gleißende Band“ von Irene Euler unbedingt lesen wollte.
Also durfte ein neuer Drache bei mir einziehen. :)
Es ist bereits am 01 Oktober im Drachenmondverlag erschienen. Das Cover kommt vom Covergott höchst persönlich, Alexander Kopainski.
Ob es meine Erwartungen erfüllen konnte erfahrt ihr gleich.

Klappentext:
Ein Wintersturm bringt Leovel in eine teuflische Klemme: Aus purem Zufall zieht sie die Thronerbin ihrer Erzfeinde aus dem Schnee und rettet ihr damit das Leben.
Nun besteht ein gleißendes Band zwischen Leovel und dem Mädchen stirbt eine von ihnen, reißt sie die andere mit in den Tod.
Der Zauber wird sich erst lösen, wenn Leovel herausfindet, wer das Mädchen töten will.
Als feindliche Schwertkämpferin ist Leovel im fremden Hofstaat Verdächtige, Gejagte und Jägerin zugleich. Umschlossen von einer Mauer aus Misstrauen muss sie sich mit einem verbrecherischen Magier einlassen, um einen ersten Hinweis auf die Verschwörer zu erlangen

Diese Rezension fällt mir alles andere als leicht. Denn ich hatte Erwartungen die sich nicht unbedingt erfüllt haben.
Das liegt hauptsächlich an der Protagonistin. Leovel ist wirklich ein Fall für sich. Die Schwerttochter ist sehr negativ eingestellt, vertraut niemandem und ist darüber hinaus über alle Maßen zynisch. Auf keinen Fall kommt sie wie die geborene Heldin daher.
Ich habe eigentlich kein Problem mit solchen Protagonisten. Es muss nicht immer der Held in glänzender Rüstung sein. Aber mit Leovel wurde ich einfach nicht warm. Sie ist mir nicht sympathisch und ich konnte kein Verständnis für sie aufbringen. So manches Mal habe ich den Kopf geschüttelt. Und doch passt sie in dieses Buch. Denn es hat Ecken und Kanten, genau wie Leovel.

Das tut mir wahnsinnig leid, denn wie ich schon mit Irene besprochen habe, ist es schwierig das Buch zu mögen wenn man die Protagonistin nicht mag. Doch Irene hat darauf sehr positiv reagiert. Das muss ich ihr hoch anrechnen!

Irenes Schreibstil ist dafür rasant und fesselnd. Auf jeder Seite gab es neue Verdächtige und neue Verschwörungen. Lange Zeit tappt mit im Dunkeln.
Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen. Das man Verantwortung für ein gerettetes Leben übernimmt. In diesem Fall geht es sogar so weit das man an denjenigen gebunden wird, bis die Gefahr vorüber ist. Da überlegt man sich wohl zweimal wem man Hilf und wem nicht!
Im Prinzip gibt es hier eine Vorgeschichte, zur Geschichte. Die sich dann aber wieder miteinander verbinden. Das gleißende Band hat immer eine Hauptrolle!

Fazit:
Wer keine zuckersüße Geschichte voller Liebe erwartet, dafür aber Charaktere mit Ecken und Kanten mag ist hier genau richtig.
Für mich war es eine Erfahrung. :) Ich bin erst am Ende des Buches in der Geschichte angekommen, das war neu für mich.
Deswegen kann ich aber leider auch nicht mehr wie 3,5 Sterne geben.

Veröffentlicht am 20.12.2018

Mitternachtsfarben

Mitternachtsfarben
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Mitternachtsfarben von Alexandra Fuchs ist mein erstes Buch der Autorin. Es ist am 05 Dezember im Drachenmondverlag erschienen.
Ich war sehr gespannt darauf denn unsere Protagonistin kenne ich bereits ...

Mitternachtsfarben von Alexandra Fuchs ist mein erstes Buch der Autorin. Es ist am 05 Dezember im Drachenmondverlag erschienen.
Ich war sehr gespannt darauf denn unsere Protagonistin kenne ich bereits aus einem anderen Buch.
Ihr könnt Juli auch in „Lovesongs for Alex“ von Katharina B Gross wiederfinden.
Da dieses in der Gegenwart spielt, Cover und Klappentext von Mitternachtsfarben aber Fantasy versprechen, war ich dementsprechend neugierig.


Klappentext:
Julis Leben ist ein einziges Chaos.
Ihr bester Freund spricht nicht mehr mit ihr und der Rest ihrer Clique hat kaum noch Zeit für sie. Deswegen klammert sie sich an die Musik und ihre Lieblingsband.
Als sie bei einem Schulausflug unverhofft in
einer anderen Welt erwacht, steht sie völlig
neuen Problemen und Gefahren gegenüber.
Wie ist sie hierhergekommen und vor allem: Wie findet sie den Weg zurück nach Hause? Langsam zweifelt Juli an ihrem Verstand, doch dann
begegnet sie einem geheimnisvollen Fremden, der ihr das Leben rettet. Er verspricht, sie auf ihrer Suche nach der Wahrheit zu begleiten, aber kann sie ihm vertrauen?

Getrennt durch Welten, verbunden im Herzen.

Unsere Protagonistin Juli war für mich keine Unbekannte, dementsprechend war es so als würde ich eine Freundin wieder sehen. Sie ist eine typische 17jährige, schlagfertig und witzig. Nur leider läuft bei ihr im Moment einiges schief. Als die Probleme sich häufen, sucht sie unbewusst Trost und findet sich plötzlich in einer anderen Welt wieder. Eine Zeitreise, ein Traum oder ist sie plötzlich verrückt geworden.
Es war sehr amüsant Julis Gedanken dazu zu folgen. :D
Sie bekommt Hilfe von Christoffer. Dieser ist wirklich nett, es fehlten mir nur ein paar Ecken und Kanten. Zusammen versuchen sie herauszufinden was passiert ist. Als Juli sich unvermittelt wieder in ihrer eigenen Welt befindet, möchte sie am liebsten sofort wieder zurück. Es ist wie eine Gummiband das sie zurück zieht. Woran liegt es das Chris ihr nicht mehr aus dem Kopf geht?
Alexandra hat eine wirklich mysteriöse „Welt“ geschaffen. In meinem Kopf gab es nicht wirklich viele Farben. Alles eher grau in grau und ziemlich düster. Dafür viel Natur. Ähnlich wie in einem Märchen vielleicht.
Im letzten Drittel des Buches wird vieles klarer und wir erkennen die Verbindung zwischen Juli und Chris. Mir hat diese Idee gut gefallen. Es war viel tiefgründiger als man es zu Anfang vermuten würde. Das hat mich aber auch so traurig gemacht.
Doch auch hier gibt es Hoffnung. Und ich werde für Juli und Chris hoffen.

Fazit:
Alexandra ist es gelungen Gegenwart und Vergangenheit gekonnt miteinander zu verbinden.
Und auch Humor und Fantasy schließen sich nicht gegenseitig aus.
Mir fehlte nur ab und zu etwas mehr Tiefe oder Atmosphäre.
Die letzten Seiten lassen auf einen zweiten Teil hoffen den ich auf jeden Fall lesen werde.