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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Sehr enttäuschend...

Heart of Night and Fire
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Ich habe davor schon die Reihe "Die Artefakte von Ouranos" von Nisha J. Tuli gelesen und war richtig begeistert. Die Plottwists waren, um ehrlich zu sein, sehr vorhersehbar, aber ich mag Fae-Geschichten ...

Ich habe davor schon die Reihe "Die Artefakte von Ouranos" von Nisha J. Tuli gelesen und war richtig begeistert. Die Plottwists waren, um ehrlich zu sein, sehr vorhersehbar, aber ich mag Fae-Geschichten wie diese und Nisha J. Tuli hat einen angenehmen Schreibstil.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass sie ein neues Buch geschrieben hat. Auch die Inhaltsangabe hat mich darin bestärkt, mir das Buch näher anzuschauen.
In dem Buch "Heart of Night and Fire" geht es um Zarya, die seit dem sie denken kann mit ihrem Ziehvater Row und Aarav in einem Haus am Meer lebt und dieses nicht verlassen darf. Als Row dann eines Tages von einer seiner Reisen nicht mehr wiederkommt, nutzt Zarya die Chance und flieht, um die Liebe zu finden und das wahre Leben zu entdecken. Auf dem Weg in die nächste Stadt trifft sie auf Yasen und Vikram, zwei Rakhasas, die sie mit nach Dharati nehmen. Dort merkt sie schnell, dass das Dämonenproblem doch größer ist, als sie bisher bemerkt hat, und versucht, während sie gegen die Dämonen kämpft, herauszufinden, woher sie wirklich kommt.

Was ich schon einmal positiv hervorheben muss, ist das Cover. Ich finde es wirklich unglaublich schön und auch die nächsten Bände sind ein Hingucker und passen zum ersten Teil.
Ich finde, die Geschichte hatte wirklich das Potenzial, mir sehr gut zu gefallen. Das asiatische Setting war etwas Neues für mich und hat mich angesprochen. Leider hat mir der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt und es fiel mir schwer, richtig hineinzukommen. Das ist bei mir öfters so, aber auch nach der Hälfte des Buches ist es nicht wirklich besser geworden. Die Hauptcharakterin war für mich schon fast zwanghaft auf der Suche nach Liebe und Leidenschaft, was für mich einfach sehr willkürlich schien. Dementsprechend ging mir auch ihre romantische Beziehung zu einem der anderen Charaktere viel zu schnell. Generell hatten die Figuren kaum Tiefe und ich konnte viele Handlungen und Gedanken einfach nicht nachvollziehen. Entwicklungen kamen daher fast aus dem Nichts und haben mich zwar nicht wirklich überrascht, aber verstanden habe ich sie auch nicht. Auch der rote Faden an sich war extrem vorhersehbar, und am Ende des Buches habe ich mich gefragt, was überhaupt passiert ist... außer einiger weniger oberflächlicher Gespräche und Momente.
Ich war echt gespannt auf das Buch und habe mich sehr gefreut. Allerdings gibt es für mich jetzt mehr Fragezeichen als davor und wirklich genießen konnte ich das Buch auch nicht. Schade! Ob ich den zweiten Teil noch lese, weiß ich nicht …

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Wow!

Kingdom of Lies
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Der Romantasy-Roman „Kingdom of Lies - Ein Hof so grausam und schön“ von Stacia Stark hat mich komplett in den Bann gezogen und auch lange nicht mehr losgelassen. Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite ...

Der Romantasy-Roman „Kingdom of Lies - Ein Hof so grausam und schön“ von Stacia Stark hat mich komplett in den Bann gezogen und auch lange nicht mehr losgelassen. Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Teil im April erscheint. Das Original im Englischen zählt vier Teile, im Deutschen findet man bisher nur den ersten und angekündigten zweiten. Ich hoffe sehr, dass die anderen beiden ebenfalls übersetzt und im Deutschen erscheinen werden. Der erste Teil der Reihe erschien am 22. Oktober 2024 beim Verlag „reverie“.


Anfangs taucht man sehr schnell in die Geschichte rund um Prisca und ihre Kräfte ein, die sie zu einer Ausgestoßenen machen. Denn im Gegensatz zu den anderen Dorfbewohnern hat sie ihre Kräfte nicht bei ihrer Geburt an die Götter abgegeben. Als sie am Anfang des Buches ihre Kräfte offenbart, wird sie zur Gejagten und ist seitdem auf der Flucht. Sie trifft auf Lorian und seine Söldnergruppe, der ihr einen Deal anbietet, den sie auch zähneknirschend annimmt: Sie soll ihnen mit ihrer Magie helfen, in die Stadt zu gelangen, wofür sie Schutz und Training in ihrer Magie erhält.

Doch die Söldner verraten Prisca nicht alles über ihre Mission und je mehr Prisca über sich selbst und die Lügen, mit denen sie aufgewachsen ist, erfährt, desto mehr möchte sie für Gerechtigkeit kämpfen. Dass ihr Herz für einen gewissen gut aussehenden Söldner höher zu schlagen scheint, der auch immer wieder da auftaucht, wo sie ist und seine eigenen mysteriösen Pläne verfolgt, unterstützt sie bei ihrem Vorhaben nicht wirklich…


Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ist in Kombination mit dem Farbschnitt ein echter Hingucker. Schade ist, dass die Vorderseite des Buches in einem schönen Gold gestaltet, der Buchrücken jedoch nur in einem Senfgelb gedruckt ist, was die Ästhetik im Regal etwas zunichtemacht. Was mich auch extrem gestört hat, war die Charakter-Farbkarte, die bei mir sehr weit vorn im Buch gelegen hat und die zwar eine sehr schöne Idee ist, allerdings wurde ich durch sie extrem gespoilert. Als ich sie richtig wahrgenommen habe, hatte ich zwar schon eine Vermutung, aber ich hätte gern noch weiter gerätselt.


Kommen wir aber nun zum „Inneren des Buches“ und dem wirklich Wichtigen.

Ab der ersten Seite habe ich mich im Buch total verloren, was an dem guten und flüssigen Schreibstil der Autorin liegt. Die von ihr beschriebene Welt konnte ich mir immer sehr gut vorstellen und teilweise fühlte ich mich so, als wäre ich in der Geschichte. Anfangs war ich verwirrt, wie die Welt aufgebaut ist, aber man findet sehr schnell zurecht und es hatte durchaus seinen Charme (und es hat auch zur Story gepasst), dass sich erst nach und nach die Welt zusammengesetzt hat.

Die Charaktere werden wirklich schön illustriert und gewinnen im Verlauf des Buches an Tiefe. Besonders die Entwicklung der Hauptcharakterin Prisca hat mir sehr gefallen. Auch wenn man diesen Verlauf des hilflosen, ängstlichen Mädchens zur mutigen Rebellin häufig in Büchern vorfindet, war es keinesfalls langweilig und sehr schlüssig. Lorian habe ich anfangs nicht durchblickt. Ich finde auch, dass seine Entwicklung etwas zu kurz kommt und auch die (sehr schnell) stärker werdende Zuneigung Prisca gegenüber hat mich dann doch etwas verwirrt. Bis zum Ende hat mir sein Charakter zwar gefallen, aber dennoch einige Fragen aufgeworfen.

Generell empfand ich die Handlungen und Wesenszüge der Protagonisten sehr schlüssig und gut beleuchtet. Dies hat, gepaart mit dem bildhaften Schreibstil, für eine lebhafte und spannende Erzählung gesorgt.

Bis zum Ende konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und der Spannungsbogen ist zu keinem Zeitpunkt abgeflaut. Ich bin extrem gespannt, wie es weitergeht und überlege sogar, mir die Bücher in Englisch zu kaufen, obwohl mir da das Design nicht ganz so zusagt…


Zusammengefasst spreche ich eine klare Leseempfehlung aus. Wie von der Autorin beworben, handelt es sich um eine slow burn „Enemies-To-Lovers“-Fantasygeschichte aus dem Genre New Adult mit lebhaften Charakteren und einer spannenden Storyline.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Locker & leicht - ein Buch für zwischendurch

Kikis kleiner Lieferservice
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Seitdem ich klein bin, gehören die Studio Ghibli-Filme zu meinen Favoriten. Dazu gehört auch Kikis kleiner Lieferservice.
Auch wenn das Cover mich auf den ersten Blick nicht ganz überzeugt hat, da es einfach ...

Seitdem ich klein bin, gehören die Studio Ghibli-Filme zu meinen Favoriten. Dazu gehört auch Kikis kleiner Lieferservice.
Auch wenn das Cover mich auf den ersten Blick nicht ganz überzeugt hat, da es einfach wenig Ähnlichkeiten mit dem mir bekannten Film hat, habe ich dem Buch eine Chance gegeben, denn das Äußere sagt bekanntlich nichts über das Innere aus.

Eiko Kadano erzählt mit seinem lebhaften Schreibstil vom Leben der Hexe Kiki, die sich mit 13 Jahren nun eine eigene Stadt suchen muss, in der sie Menschen mit ihren Fähigkeiten hilft. Doch das ist gar nicht so einfach wie es scheint, denn viele sind Hexen gegenüber skeptisch und so hat es Kiki gar nicht so leicht, sich in der neuen Stadt einzuleben.

Die erfrischend kurzen Sätze und die bildlichen Vorstellungen helfen dem Leser, in das Buch einzutauchen und Kiki bei ihrer Reise und ihren Abenteuern zu begleiten. Die gezeichneten Bilder, die man im Buch bewundern kann, helfen dabei, die Fantasie zum Leben zu erwecken.

Kiki und ihr Kater Jiji sind mir in der Geschichte wirklich ans Herz gewachsen. Die anderen Personen wurden für meinen Geschmack etwas zu wenig beschrieben, sodass ich kaum mit ihnen warm werden konnte. Man muss jedoch dazu sagen, dass dies auch teilweise dem Kurzgeschichten-Stil des Buches geschuldet ist. In jedem Kapitel spielen neue Bewohner eine Rolle.

Das Buch habe ich in zwei Stunden zu Ende gelesen. Es handelt sich weder um eine sonderlich komplizierte Lektüre, noch gibt es viele Plottwists; doch das hatte ich auch nicht erwartet.
Es handelt sich bei der Geschichte rund um die kleine Hexe um ein ruhiges Buch für zwischendurch, was die Langeweile auf langen Zugfahrten minimiert und einen in die Welt rund um den Lieferservice eintauchen lässt.
Diese Lockerheit hatte ich erwartet und mich darauf gefreut; demnach wurde ich nicht enttäuscht. Für alle, die genau das suchen, ist das Buch genau das Richtige.

Ich freue mich auch schon auf den 2. Teil, der im Sommer 2024 erscheinen soll!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Wissen und Empowerment: Mandy Manglers Beitrag zur gynäkologischen Welt

Das große Gynbuch
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Als ich gesehen habe, dass Prof. Dr. Mandy Mangler ein Buch geschrieben hat, habe ich mich riesig gefreut!

Ich kenne sie schon aus dem „Gyncast“, dem Podcast des Tagesspiegels, den Mandy Mangler zusammen ...

Als ich gesehen habe, dass Prof. Dr. Mandy Mangler ein Buch geschrieben hat, habe ich mich riesig gefreut!

Ich kenne sie schon aus dem „Gyncast“, dem Podcast des Tagesspiegels, den Mandy Mangler zusammen mit der Journalistin Esther Kogelboom moderiert. Der Podcast behandelt Themen rund um Frauen-Gesundheit, Sexualität, Zyklus und Schwangerschaft. Es geht darum, Frauen wissenschaftlich und klischeefrei zu informieren und aufzuklären. Einige der Themen, die besprochen werden, sind vorzeitige Menopause, Bisexualität und Brustkrebs.

Manglers persönlichen Werdegang finde ich extrem beeindruckend. Geboren ist sie in Leipzig, studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin und promovierte 2005 über die Therapie der rektovaginalen Endometriose. Seit 2016 ist sie Chefärztin am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum und seit 2021 auch am Vivantes Klinikum Neukölln. Mandy Mangler ist außerdem Professorin für Frauengesundheit und Geburtshilfe an der Evangelischen Hochschule Berlin und setzt sich aktiv für Gleichstellung und Diversität in der Medizin ein. Sie gewann den Berliner Frauenpreis 2022.

Das Cover des Buches ist sehr schlicht gehalten, hat mich aber trotzdem angesprochen. Auch das Lesezeichen und die locker-lässigen Kapitelüberschriften haben sofort positiv meine Aufmerksamkeit erweckt. Das Buch selbst hat mich beeindruckt mit seiner Fülle an Informationen, die auf eine lockere und unterhaltsame Weise rübergebracht werden. Trotz der Tiefe des Inhalts bleibt es stets abwechslungsreich und Mandy Mangler schafft es, Wissen auf interessante und fesselnde Weise zu vermitteln. Eine absolut empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich weiterbilden möchten, ohne sich gelangweilt zu fühlen. Vor allem heutzutage ist es sehr schwer, sich gesundheitlich weiterzubilden aufgrund der ganzen Fehlinformationen und Möchtegern-wissenschaftlichen Behauptungen im Internet. Mangler verbindet in ihrem Buch Bildung und Unterhaltung perfekt miteinander.

Ich finde das Buch sehr gelungen und empfehle es jedem, der sich wissenschaftlich fundiert zum Körper der Frau weiterbilden möchte. Meiner Meinung nach könnte sich die gynäkologische Welt durchaus von Mandy Mangler inspirieren lassen und eine feministischere, weltoffenere und frauenfreundlichere Frauenheilkunde anstreben. Es ist teilweise erschreckend, wie wenig man(n) über den weiblichen Körper weiß und wie dieses Unwissen dann teilweise auch noch wesentlich zu (Fehl-) Diagnosen oder Fehlentscheidungen beiträgt, vor allem bei gesundheitlichen Behandlungen, bestimmten Eingriffen oder Krankheiten (s. Endometriose).

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Veröffentlicht am 12.04.2023

Ali Hazelwood 2.0?

The Love Test – Versuch’s noch mal mit Liebe
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„Originell, clever, prickelnd!”
So beschreibt Ali Hazelwood das Buch und da ich letztens meine Liebe zu ihren Bücher entdeckt habe, hatte ich die Hoffnung, eine weitere neue Lieblingsautorin zu entdecken. ...

„Originell, clever, prickelnd!”
So beschreibt Ali Hazelwood das Buch und da ich letztens meine Liebe zu ihren Bücher entdeckt habe, hatte ich die Hoffnung, eine weitere neue Lieblingsautorin zu entdecken.

Das Cover wirkte schon recht vielversprechend und hat mein Interesse geweckt. Sehr schlicht gehalten und vom Design ähnelt es denen von Hazelwood. Ich mag die Farbkombination und vor allem die in schwarz gezeichneten Charakteren, die sofort herausstechen.

Allison, eine zielstrebige junge Frau, ist die Hauptprotagonistin des Buches. Nachdem nach der Aufnahme in das Promotionsprogramm an der Claymore University auch noch ihr Traum in Erfüllung geht und sie einen Assistenzplatz bei ihrer Wunschprofessorin bekommt, scheint ihr Leben fast perfekt. Wäre da nicht Colin, ihr Exfreund, den sie nach der grundlosen und niederschmetternden Trennung am liebsten vergessen würde, aber der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Ihm aus dem Weg zu gehen ist auch nicht gerade leicht, da er genau wie sie auch an der Claymore University promoviert und leider auch die zweite Assistenzstelle bei Allisons Wunschprofessorin ergattert hat. Ab da beginnt ein erbitterter Konkurrenzkampf, denn beide Kämpfen um die Unterstützung ihrer Professorin. Dabei werden jedoch einige Missverständnisse geklärt und langsam verwandelt sich der Konkurrenzkampf in etwas anderes…

Allison ist eine unglaublich sympathisch Protagonistin. Etwas kurviger, zielstrebig und eloquent ist sie genau das, was ich mir beim Lesen des Klappentextes vorgestellt habe. Trotz der komplizierten Beziehung zu ihrem Vater fängt sie sich immer wieder und kämpft für ihre Träume. Gewünscht hätte ich mir, dass noch etwas mehr auf „body positivity“ eingegangen wäre, weil das meiner Meinung nach gut zum Buch gepasst hätte.
Colin habe ich leider bis zum Ende des Buches nicht ganz nachvollziehen können. Er wirkt auf mich extrem ehrgeizig und das lässt ihn an der ein oder anderen Stelle etwas unsympathisch wirken. Mehr erfährt man über ihn hauptsächlich durch Allison (anfangs sehr negative) Gedanken und ich habe das Gefühl, dass Colins Charakter sehr viel mehr Potenzial gehabt hätte.

Trotz des angenehmen Schreibstils fiel es mir sehr schwer an der Geschichte dranzubleiben und mich in ihr zu verlieren. Es könnte durchaus daran liege, dass ich die ganze Zeit die Hoffnung hatte, Ali Hazelwood 2.0 zu finden, was natürlich schwer ist und es ist generell etwas unfair, mit so einer Einstellung an ein neues Buch heranzugehen.
Auch wenn mir das Buch nicht ganz zugesagt hat, denke ich trotzdem, dass es Literaturfans von mittelalterlichen Werken und „enemies to lovers“-Liebhabern begeistern könnte, die vielleicht nicht mit vorgefertigten Erwartungen an das Buch rangehen!

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