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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Locker & leicht - ein Buch für zwischendurch

Kikis kleiner Lieferservice
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Seitdem ich klein bin, gehören die Studio Ghibli-Filme zu meinen Favoriten. Dazu gehört auch Kikis kleiner Lieferservice.
Auch wenn das Cover mich auf den ersten Blick nicht ganz überzeugt hat, da es einfach ...

Seitdem ich klein bin, gehören die Studio Ghibli-Filme zu meinen Favoriten. Dazu gehört auch Kikis kleiner Lieferservice.
Auch wenn das Cover mich auf den ersten Blick nicht ganz überzeugt hat, da es einfach wenig Ähnlichkeiten mit dem mir bekannten Film hat, habe ich dem Buch eine Chance gegeben, denn das Äußere sagt bekanntlich nichts über das Innere aus.

Eiko Kadano erzählt mit seinem lebhaften Schreibstil vom Leben der Hexe Kiki, die sich mit 13 Jahren nun eine eigene Stadt suchen muss, in der sie Menschen mit ihren Fähigkeiten hilft. Doch das ist gar nicht so einfach wie es scheint, denn viele sind Hexen gegenüber skeptisch und so hat es Kiki gar nicht so leicht, sich in der neuen Stadt einzuleben.

Die erfrischend kurzen Sätze und die bildlichen Vorstellungen helfen dem Leser, in das Buch einzutauchen und Kiki bei ihrer Reise und ihren Abenteuern zu begleiten. Die gezeichneten Bilder, die man im Buch bewundern kann, helfen dabei, die Fantasie zum Leben zu erwecken.

Kiki und ihr Kater Jiji sind mir in der Geschichte wirklich ans Herz gewachsen. Die anderen Personen wurden für meinen Geschmack etwas zu wenig beschrieben, sodass ich kaum mit ihnen warm werden konnte. Man muss jedoch dazu sagen, dass dies auch teilweise dem Kurzgeschichten-Stil des Buches geschuldet ist. In jedem Kapitel spielen neue Bewohner eine Rolle.

Das Buch habe ich in zwei Stunden zu Ende gelesen. Es handelt sich weder um eine sonderlich komplizierte Lektüre, noch gibt es viele Plottwists; doch das hatte ich auch nicht erwartet.
Es handelt sich bei der Geschichte rund um die kleine Hexe um ein ruhiges Buch für zwischendurch, was die Langeweile auf langen Zugfahrten minimiert und einen in die Welt rund um den Lieferservice eintauchen lässt.
Diese Lockerheit hatte ich erwartet und mich darauf gefreut; demnach wurde ich nicht enttäuscht. Für alle, die genau das suchen, ist das Buch genau das Richtige.

Ich freue mich auch schon auf den 2. Teil, der im Sommer 2024 erscheinen soll!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Wissen und Empowerment: Mandy Manglers Beitrag zur gynäkologischen Welt

Das große Gynbuch
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Als ich gesehen habe, dass Prof. Dr. Mandy Mangler ein Buch geschrieben hat, habe ich mich riesig gefreut!

Ich kenne sie schon aus dem „Gyncast“, dem Podcast des Tagesspiegels, den Mandy Mangler zusammen ...

Als ich gesehen habe, dass Prof. Dr. Mandy Mangler ein Buch geschrieben hat, habe ich mich riesig gefreut!

Ich kenne sie schon aus dem „Gyncast“, dem Podcast des Tagesspiegels, den Mandy Mangler zusammen mit der Journalistin Esther Kogelboom moderiert. Der Podcast behandelt Themen rund um Frauen-Gesundheit, Sexualität, Zyklus und Schwangerschaft. Es geht darum, Frauen wissenschaftlich und klischeefrei zu informieren und aufzuklären. Einige der Themen, die besprochen werden, sind vorzeitige Menopause, Bisexualität und Brustkrebs.

Manglers persönlichen Werdegang finde ich extrem beeindruckend. Geboren ist sie in Leipzig, studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin und promovierte 2005 über die Therapie der rektovaginalen Endometriose. Seit 2016 ist sie Chefärztin am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum und seit 2021 auch am Vivantes Klinikum Neukölln. Mandy Mangler ist außerdem Professorin für Frauengesundheit und Geburtshilfe an der Evangelischen Hochschule Berlin und setzt sich aktiv für Gleichstellung und Diversität in der Medizin ein. Sie gewann den Berliner Frauenpreis 2022.

Das Cover des Buches ist sehr schlicht gehalten, hat mich aber trotzdem angesprochen. Auch das Lesezeichen und die locker-lässigen Kapitelüberschriften haben sofort positiv meine Aufmerksamkeit erweckt. Das Buch selbst hat mich beeindruckt mit seiner Fülle an Informationen, die auf eine lockere und unterhaltsame Weise rübergebracht werden. Trotz der Tiefe des Inhalts bleibt es stets abwechslungsreich und Mandy Mangler schafft es, Wissen auf interessante und fesselnde Weise zu vermitteln. Eine absolut empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich weiterbilden möchten, ohne sich gelangweilt zu fühlen. Vor allem heutzutage ist es sehr schwer, sich gesundheitlich weiterzubilden aufgrund der ganzen Fehlinformationen und Möchtegern-wissenschaftlichen Behauptungen im Internet. Mangler verbindet in ihrem Buch Bildung und Unterhaltung perfekt miteinander.

Ich finde das Buch sehr gelungen und empfehle es jedem, der sich wissenschaftlich fundiert zum Körper der Frau weiterbilden möchte. Meiner Meinung nach könnte sich die gynäkologische Welt durchaus von Mandy Mangler inspirieren lassen und eine feministischere, weltoffenere und frauenfreundlichere Frauenheilkunde anstreben. Es ist teilweise erschreckend, wie wenig man(n) über den weiblichen Körper weiß und wie dieses Unwissen dann teilweise auch noch wesentlich zu (Fehl-) Diagnosen oder Fehlentscheidungen beiträgt, vor allem bei gesundheitlichen Behandlungen, bestimmten Eingriffen oder Krankheiten (s. Endometriose).

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Veröffentlicht am 12.04.2023

Ali Hazelwood 2.0?

The Love Test – Versuch’s noch mal mit Liebe
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„Originell, clever, prickelnd!”
So beschreibt Ali Hazelwood das Buch und da ich letztens meine Liebe zu ihren Bücher entdeckt habe, hatte ich die Hoffnung, eine weitere neue Lieblingsautorin zu entdecken. ...

„Originell, clever, prickelnd!”
So beschreibt Ali Hazelwood das Buch und da ich letztens meine Liebe zu ihren Bücher entdeckt habe, hatte ich die Hoffnung, eine weitere neue Lieblingsautorin zu entdecken.

Das Cover wirkte schon recht vielversprechend und hat mein Interesse geweckt. Sehr schlicht gehalten und vom Design ähnelt es denen von Hazelwood. Ich mag die Farbkombination und vor allem die in schwarz gezeichneten Charakteren, die sofort herausstechen.

Allison, eine zielstrebige junge Frau, ist die Hauptprotagonistin des Buches. Nachdem nach der Aufnahme in das Promotionsprogramm an der Claymore University auch noch ihr Traum in Erfüllung geht und sie einen Assistenzplatz bei ihrer Wunschprofessorin bekommt, scheint ihr Leben fast perfekt. Wäre da nicht Colin, ihr Exfreund, den sie nach der grundlosen und niederschmetternden Trennung am liebsten vergessen würde, aber der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Ihm aus dem Weg zu gehen ist auch nicht gerade leicht, da er genau wie sie auch an der Claymore University promoviert und leider auch die zweite Assistenzstelle bei Allisons Wunschprofessorin ergattert hat. Ab da beginnt ein erbitterter Konkurrenzkampf, denn beide Kämpfen um die Unterstützung ihrer Professorin. Dabei werden jedoch einige Missverständnisse geklärt und langsam verwandelt sich der Konkurrenzkampf in etwas anderes…

Allison ist eine unglaublich sympathisch Protagonistin. Etwas kurviger, zielstrebig und eloquent ist sie genau das, was ich mir beim Lesen des Klappentextes vorgestellt habe. Trotz der komplizierten Beziehung zu ihrem Vater fängt sie sich immer wieder und kämpft für ihre Träume. Gewünscht hätte ich mir, dass noch etwas mehr auf „body positivity“ eingegangen wäre, weil das meiner Meinung nach gut zum Buch gepasst hätte.
Colin habe ich leider bis zum Ende des Buches nicht ganz nachvollziehen können. Er wirkt auf mich extrem ehrgeizig und das lässt ihn an der ein oder anderen Stelle etwas unsympathisch wirken. Mehr erfährt man über ihn hauptsächlich durch Allison (anfangs sehr negative) Gedanken und ich habe das Gefühl, dass Colins Charakter sehr viel mehr Potenzial gehabt hätte.

Trotz des angenehmen Schreibstils fiel es mir sehr schwer an der Geschichte dranzubleiben und mich in ihr zu verlieren. Es könnte durchaus daran liege, dass ich die ganze Zeit die Hoffnung hatte, Ali Hazelwood 2.0 zu finden, was natürlich schwer ist und es ist generell etwas unfair, mit so einer Einstellung an ein neues Buch heranzugehen.
Auch wenn mir das Buch nicht ganz zugesagt hat, denke ich trotzdem, dass es Literaturfans von mittelalterlichen Werken und „enemies to lovers“-Liebhabern begeistern könnte, die vielleicht nicht mit vorgefertigten Erwartungen an das Buch rangehen!

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Veröffentlicht am 01.03.2020

Absolut meins, einfach perfekt!

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
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In dem 1. Band der Dilogie „Gods of Ivy Hall – cursed kiss” von Alana Falk geht es um Erin, welche Hades jede Woche durch einen Kuss eine Seele bringen muss. Ihr Einsatz ist hoch und auch wenn sie es nicht ...

In dem 1. Band der Dilogie „Gods of Ivy Hall – cursed kiss” von Alana Falk geht es um Erin, welche Hades jede Woche durch einen Kuss eine Seele bringen muss. Ihr Einsatz ist hoch und auch wenn sie es nicht gerne tut, denkt sie nicht darüber nach, aufzugeben. Doch als sie Arden begegnet und wegen ihrer Aufgabe nicht küssen darf, bilden sich Zweifel. Gibt es für sie doch noch eine Chance?

Bis jetzt hatte ich noch nie etwas über die Autorin gehört, umso gespannter war ich also auf das Buch.
Zuerst zum Cover; es ist einfach wunderschön. Ich liebe einfach die Kombination aus gold, schwarz und türkis. Die Farben wirken geheimnisvoll, magisch und sehr bestimmend. Im Gegensatz dazu steht die Blume/Federn im Hintergrund.
Das Buch geht in die Richtung von Fantasy/Mystery, doch sogleich mit einer gehörigen Portion Romantik. Auch das Lesegefühl ist einfach super. Alanas Schreibstil trifft einfach zu 100% meinen Geschmack. Ich war zwischendurch vollkommen im Buch gefangen. Immer mehr Fakten über Erins Vergangenheit wurden enthüllt, immer mehr konnte man sich in ihre Gefühle hineinversetzen und dadurch auch besser mit ihr identifizieren. Dadurch das ich so im Buch gefangen war, kam die Wende am Ende extrem überraschend, aber sie hat mir gut gefallen, da sie sich dadurch von anderen, ähnlichen Geschichten abhebt und der Geschichte eine ganz neue Richtung gibt.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich das Buch definitiv empfehlen würde. Es hat mich einfach absolut gefesselt und ich warte schon auf Ban 2!

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Veröffentlicht am 25.11.2019

Interessanter Abenteuer-/Historikroman

Das Geheimnis von Shadowbrook
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In dem Buch „Das Geheimnis von Shadowbrook“ von Susan Fletcher geht es um die Londonerin Clara Waterfield, welche an der Glasknochenkrankheit leidet. Als ihre Mutter stirbt, geht sie in die Welt hinaus ...

In dem Buch „Das Geheimnis von Shadowbrook“ von Susan Fletcher geht es um die Londonerin Clara Waterfield, welche an der Glasknochenkrankheit leidet. Als ihre Mutter stirbt, geht sie in die Welt hinaus und nimmt einen Job als Gärtnerin in Gloucestshire an. Zuvor hatte Clara aufgrund ihrer Krankheit nur selten das Hausverlassen und ihr Leben ist von Arztbesuchen und Verletzungen geprägt gewesen. Angekommen auf dem Anwesen von Mr. Fox lebt sie sich ein, doch schon bald fallen ihr Ungereimtheiten, Verheimlichungen und Geheimnisse auf. Was hat es mit der Familie auf sich, die davor in dem Haus gelebt hat? Wieso ist Mr. Fox nie da? Und warum hört man nachts merkwürdige Geräusche? Als das fragt sich Clara und sie geht dem auf die Spur, bis sie sich immer tiefer in die Geschichte verstrickt...
Weder von Susan Fletcher, noch von dem Buch an sich habe ich noch nie etwas zuvor gehört. Ich war also ziemlich gespannt, was mich erwartet.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt ein wenig altertümlich mit dem Muster aus blau und dem geschwungenem „S“. Auch die Farbkombination mag ich sehr gerne. Das Blau und Gold wirkt sehr edel.
Ich finde, dass der Schreibstil sehr gut gewählt wurde. Es verleiht der Geschichte einen guten Flair. Allerdings muss man, wie bei einem solchem Schreibstil üblich, oft Sätze oder sogar manche Absätze mehrmals und sehr genau lesen, damit man den Inhalt versteht. Es hat mich sehr an Jane Austen erinnert, wobei ich sagen muss das Jane Austen von der Verständlichkeit noch ein wenig altertümlicher ist, was in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch auch aus dieser Zeit stammt, nachvollziehbar ist.
Mit den Charakteren konnte ich mich bei diesem Buch gar nicht, oder zumindest nur sehr schlecht, identifizieren. Das lag aber nicht an dem Buch an sich, sondern eher an meinen persönlichen Referenzen. Ich hätte oft nicht so gehandelt wie Clara.
Beim Lesen des Buches hat sich bei mir erst am Ende ein Spannungsaufbau entwickelt, was mich ein wenig enttäuscht hat. Dadurch musste ich mich oft „dazu zwingen“ weiterzulesen. Das habe ich am Ende aber nicht bereut und das Ende hat mich sehr überrascht. Das hätte ich am Anfang gar nicht erwartet.
Die Idee ist auch sehr gelungen. Etwas Ähnliches habe ich noch nie gelesen.
Insgesamt würde ich das Buch in die Abenteuer-/mystische/historische Richtung einordnen.

Fazit: Das Buch hat mir gut gefallen. Ich finde die Geschichte an sich gut gelungen, nur den Verlust des Lesespaßes finde ich ein wenig traurig. Auch wenn ich das Buch ganz gut gelungen finde, würde ich es nicht nochmal lesen.