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Veröffentlicht am 20.02.2026

sehr philosophisch gehalten

Die Farbe von Glück
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Das Buch "Die Farbe von Glück" von Clara Maria Bagus hat ein wunderschönes anziehendes Cover. Auch der Klappentext klingt ansprechend und verspricht ein spannendes Familiendrama über verschwundene Mütter ...

Das Buch "Die Farbe von Glück" von Clara Maria Bagus hat ein wunderschönes anziehendes Cover. Auch der Klappentext klingt ansprechend und verspricht ein spannendes Familiendrama über verschwundene Mütter und vertauschte Babys.

Zu Beginn des Buches taucht man direkt in die Geschichte ein. Der kleine Antoine wird von seiner Mutter einfach zurückgelassen. Seine Nachbarin Charlotte nimmt ihn auf und kümmert sich von da an liebevoll um ihn. Die Sprache ist gefühlvoll und man leidet mit dem kleinen Jungen mit.

Zwei Jahre später arbeitet Charlotte als Krankenschwester in einer Geburtsklinik, als sie auf einen verzweifelten Vater trifft, der sein schwaches kränkliches Töchterchen durch ein gesundes Kind eintauscht. Nach mehreren toten Kindern will er seine Frau vor noch mehr Leid schützen. Charlotte ist dagegen. Doch der Mann, der als Richter arbeitet, droht ihr ihr Pflegekind Antoine wegnehmen zu lassen.

Dieses Geheimnis belastet die beiden jahrelang. Charlotte zieht mit Antoine in ein fernes asiatisches Land und Jules wird von Jahr zu Jahr mehr von Schuldgefühlen geplagt. Was ist wohl aus seinem leiblichen Töchterchen geworden?

Anfangs fand ich die bildliche und sehr philosophische Sprache wunderschön. Schon bald wurde es aber anstrengend. Die Protagonisten führen nie normale Gespräche. Alles ist eine Aneinanderreihung von Lebensweisheiten und klugen Kalendersprüchen. Das fand ich sehr unrealistisch. Niemand spricht andauernd so.

Auch die Entwicklung der Geschichte zum Ende hin war für mich fragwürdig. Die komischen Verbindungen zwischen den Protagonisten, die sich durch viele Zufälle alle wiederfinden. Niemand ist böse. Alles sind glücklich und verzeihen sofort. Friede, Freude, Eierkuchen.

Naja, ein Wohlfühlroman, aber leider wenig realistisch.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Klassiker, aber leider nicht meins

Schöne neue Welt
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"Schöne neue Welt" stand als Klassiker schon lange auf meiner Wunschleseliste.

Oft wird es ja neben und mit "1984" von Orwell zitiert. Während ich "1984" super fand, war "Schöne neue Welt" leider gar ...

"Schöne neue Welt" stand als Klassiker schon lange auf meiner Wunschleseliste.

Oft wird es ja neben und mit "1984" von Orwell zitiert. Während ich "1984" super fand, war "Schöne neue Welt" leider gar nicht meins.

Die Zukunfsversion des ständigen Konsums, dem Nachgeben aller Triebe und Instinkte und das ständige Glücklichsein fand ich als Idee gut, aber ich mag es gar nicht, wenn es andauernd um Sex geht. Auch die "Fortpflanzung" der Menschen und das Hinzufügen bzw. Entziehen von Vitaminen und Sauerstoff für die Embryos, um perfekte glückliche Dutzendlinge als Arbeitersklaven zu bekommen war schrecklich.

Der Schreibstil gefiel mir auch nicht besonders. Vor allem anfangs fand ich ihn sehr verwirrend. Alles in allem war es für mich leider kein Lesevergnügen.

Ganz schlimme Utopie. Ich hoffe, dass sich diese Geschichte nie bewahrheiten wird.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Wann werden sich die Menschen aufmachen zu den Sternen?

Alpha Centauri
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Im Buch Alpha Centauri geht es um mein Lieblingsthema: das Weltall. Schon deshalb war ich unheimlich gespannt auf die Geschichte.

Commander Leon Eneas erzählt uns seine Geschichte, als einziger Überlebender ...

Im Buch Alpha Centauri geht es um mein Lieblingsthema: das Weltall. Schon deshalb war ich unheimlich gespannt auf die Geschichte.

Commander Leon Eneas erzählt uns seine Geschichte, als einziger Überlebender der ersten Reise von Menschen zu einem anderen Stern.

122 Jahre zuvor. Ein Team von 8 Sternenfahrern macht sich auf den Wem zum Planeten Hope. Sie sollen herausfinden, ob es auf dem Planeten Leben gibt und ob er sich als zweite Erde eignen würde, falls die Menschheit mal einen neuen Planeten braucht. Eneas erzählt davon, wie er zum Astronaut wurde, von der Vorbereitungszeit und von den Jahrzehnten im Raumschiff Jupiter. Niemand wusste, ob die Mission überlebt werden kann. Er beschreibt alle Entdeckungen die auf Hope gemacht wurden und erklärt sehr viele hochwissenschaftliche astronomische, biologische, medizinische, chemische usw. Fakten und Methoden, die für die Sternenfahrt gebraucht wurden.

Ich fand Commander Eneas Geschichte sehr spannend. Hätte ich nicht arbeiten und schlafen müssen, hätte ich das Buch wahrscheinlich in einem Rutsch gelesen. Im Buch wurden wirklich extrem viele wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse aufgenommen. Für mache Leser mag das anstrengend sein. Ich fand das faszinierend. Ich habe zwar, als Nichtwissenschaftlerin, das wenigste wirklich verstanden, aber genau diese Details machen die Geschichte aus - das führt dazu, dass man sich vorstellen kann, das es genauso einmal ablaufen könnte.

Hut ab vor dem Autor für die ganze Recherche!

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Berührende Liebesgeschichte passend zum Herbst

Bis wir fallen
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Sophie trifft bei einem Spaziergang mit ihrem Hund im Park auf den bitterlich weinenden Oliver. Sie will ihm unbedingt helfen und versucht dem Grund für seine Traurigkeit auf die Spur zu kommen. Oliver ...

Sophie trifft bei einem Spaziergang mit ihrem Hund im Park auf den bitterlich weinenden Oliver. Sie will ihm unbedingt helfen und versucht dem Grund für seine Traurigkeit auf die Spur zu kommen. Oliver erzählt er sei der Herbst, aber er schaffe es derzeit nicht die Jahreszeit mit seinen Kräften einzuleiten. Da die Menschen solche Angst vor dem Tod haben, braucht der Herbst, der den Verfall und den Tod symbolisiert, inzwischen die Hilfe eines Menschen um einzutreten. Sophie will Oliver helfen und nimmt ihn erstmal mit sich nach Hause, um ihn zu beruhigen und ausschlafen zu lassen. Allmählich beginnt Sophie Olivers Geschichte zu glauben und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Freundschaft.

Die Idee des Buches war für mich neu. Sie wurde sehr gefühlvoll und poetisch umgesetzt.

Die Sprache und der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Auch die Figuren sind sehr passend und man kann ihre Gefühle nachvollziehen. Die erste Hälfte des Buches fand ich nahezu perfekt. So schön! Die zweite Hälfte war für mich etwas schwächer, aber trotzdem war das Leseerlebnis toll.

Ich würde gerne mehr davon lesen. Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung oder Bücher über die anderen Jahreszeiten?

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Nordische Mythologie neu verpackt

The Witch's Heart - Das Verhängnis
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Gullveig ist eine mächtige Hexe. Sie lehrt den Asen und den Wanen die Magie des Seid. Als sie Odin nicht das gibt, was er verlangt, schneidet er ihr Herz raus und lässt sie drei Mal verbrennen.

So verletzt ...

Gullveig ist eine mächtige Hexe. Sie lehrt den Asen und den Wanen die Magie des Seid. Als sie Odin nicht das gibt, was er verlangt, schneidet er ihr Herz raus und lässt sie drei Mal verbrennen.

So verletzt findet Loki die Hexe im Wald. Er bringt ihr ihr Herz zurück und sie nennt sich fortan Angrboda. Die beiden werden Freunde. Aus Lokis Besuchen wird irgendwann Liebe und die beiden bekommen drei Kinder: Hel, die Herrscherin über die Toten; Fenrir, der große Wolf, und Jörmungandr, die Midgardschlange. Jedes der Kinder ist besonders und Angrboda liebt sie über alles.

Als sich ihr im Traum eine Prophezeiung über das Ende der Welt offenbart, ändert sich alles. Darin spielen ihre Kinder eine wesentliche Rolle. Während Angrboda alles versucht, um das Schicksal ihrer Kinder zu ändern und ihr Leben zu retten, arbeitet Odin aktiv auf Ragnarök, das Ende der Welt hin.

Wird Angrboda es schaffen, ihre Kinder zu beschützen und Odins Plan aufzuhalten?

Der erste Teil des Buchs plätscherts so vor sich hin. Es passiert wenig. Doch ab dem zweiten Teil steigt der Spannungsbogen. Da konnte ich das Buch auch kaum noch aus der Hand legen.

Das Buch ist eine tolle Einführung in die nordische Mythologie. Auch wenn man sich da noch nicht so gut auskennt, wird einem alles gut erklärt. Als Hilfestellung gibt es am Ende des Buches auch ein Glossar.

Alles in allem hat die Autorin die Sage schön neu verpackt und aufgearbeitet. Die Geschichte bleibt im Gedächtnis und ich denke immer noch über das Schicksal der Figuren nach. Das ist immer ein gutes Zeichen.

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