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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2025

empfehlenswert

Lyneham
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Endlich mal wieder ein SF-Roman, der mir gut gefallen hat. Es war mein erstes Buch von Nils Westerboer. Das Cover ist cool auch wenn man es im ersten Augenblick auch für Fantasy halten könnte.

Hauptdarsteller ...

Endlich mal wieder ein SF-Roman, der mir gut gefallen hat. Es war mein erstes Buch von Nils Westerboer. Das Cover ist cool auch wenn man es im ersten Augenblick auch für Fantasy halten könnte.

Hauptdarsteller ist der zwölfjährige Henry Meadows der mit seinem VAter die sterbende Erde verlassen muss und nach Perm reist, wo sie die Hoffnung auf eine neue Welt haben. Die Mutter bleibt auf der Erde zurück und reist später mit einem neumodischen Antrieb hinterher. Der Antrieb ist aber um einiges schneller als der ihrer Familie und so kommt sie VOR Mann und Sohn auf Perm an. Dieser Kniff ist wirklich unterhaltsam. Er ermöglicht zwei sehr unterschiedliche Perspektiven.

Als Henry und sein Vater auf Perm ankommen ist nichts wie erhofft. Und die Mutter ist auch nicht da. Erst nach und nach erfährt man als Leser was passiert ist. Davor gibt es jede Menge, neuer Planet, neue Herausforderungen, ethnische Probleme, Überlebenskampf. Das hat mir alles gut gefallen.

Es gibt ein paar kleine Längen aber ich empfehle das Buch gerne weiter.

Veröffentlicht am 11.05.2025

enttäuschend

Blood of Hercules
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Seit langem mal wieder ein Vorablesen-Buch, dass ich am liebsten schon nach kurzer Zeit abgebrochen hätte. Ich hab ja schon einige Bücher gelesen, die Fantasy mit griechischen oder andren Göttern verbinden. ...

Seit langem mal wieder ein Vorablesen-Buch, dass ich am liebsten schon nach kurzer Zeit abgebrochen hätte. Ich hab ja schon einige Bücher gelesen, die Fantasy mit griechischen oder andren Göttern verbinden. Und eigentlich gefällt mir das immer. Aber hier ist das alles so uninspiriert und zusammengebastelt. Weder kann ich erkennen, dass die Mythologie der Antike richtig abgebildet wurde, noch wurde wirklich etwas eigenes geschaffen.

Die Darsteller sind alle junge Leute die ständig um die gleichen Sachen kreisen. Die Jungs um die Hauptdarstellerin und die um ihre Unzulänglichkeiten. Das ist ziemlich langweilig, voller Wiederholungen und ohne ein Fünkchen wirkliche Spannung.

Schade, für mich war das wirklich voerlore Lebenszeit dieses Buch zu lesen. Und am Ende habe ich es nur noch quer gelesen.
Für mich war das nichts.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Frauen, die Freiheit suchen

Im Wind der Freiheit
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Ich kann mich meinen VorrezensentINNen eigentlich nur anschließen. Das Buch spielt Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurden die ersten Schritte der Menschen in die Demokratie und damit auch der Frauen ...

Ich kann mich meinen VorrezensentINNen eigentlich nur anschließen. Das Buch spielt Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurden die ersten Schritte der Menschen in die Demokratie und damit auch der Frauen in ein selbst bestimmtes Leben geführt. Dabei vermischt Tanja Kinkel in gewohnt routinierter Art Fiktives mit Realem.

Das Leben der aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Susanne ist geprägt von Ausbeutung, Unterdrückung und einem nie endenden Überlebenskampf. Ihr Schicksal verfolgt man mit dem Wissen, dass sie nie aus ihren Zwängen herauskommen wird. Ihr gegenüber gelingt es der Schriftstellerin Louise Otto wenigstens teilweise, auszubrechen aus den für Frauen bestehenden Normen und immer wieder zu zeigen, dass gegen die landläufige Meinung Frauen durchaus Hirn und Verstand wie die Männer haben und dass Frauen nicht nur in der Ehe und mit Kindern ihre Erfüllung finden können.

Ein Roman, nach dessen Genuss man als Frau froh ist, dass man in der Gegenwart lebt und die Stauen macht, was Frauen tatsächlich schon alles geschafft haben auf dieser Welt und dass wir uns das auch nicht wieder nehmen lassen sollten.

Veröffentlicht am 30.03.2025

durchwachsen

Our Infinite Fates
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Ehrlich gesagt hab ich mich ein wenig schwer getan mit dem Buch. Das lag nicht am Plot, denn der war durchaus vielversprechend.
Zwei Charaktere gelangen durch eine Art Widergeburt immer wieder an den gleichen ...

Ehrlich gesagt hab ich mich ein wenig schwer getan mit dem Buch. Das lag nicht am Plot, denn der war durchaus vielversprechend.
Zwei Charaktere gelangen durch eine Art Widergeburt immer wieder an den gleichen Punkt in ihren Leben. Evelyn steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und Arden, den sie liebt, tötet sie. Man weiß nicht wieso und warum, man weiß nicht wie aber wann weiß Evelyn. In ihrem aktuellen Leben könnte sie durch eine Knochenmarkspende der aktuellen Schwester das Leben retten. So sie denn lange genug überlebt. Der Plot hüpft zwischen verschiedenen Vergangenheiten und der aktuellen Gegenwart hin und her. Man erlebt mehrmals den Tod von Evelyn und meist vorher, dass sie in Arden verliebt war.

Also eine durchaus interessante Idee. Aber schon bald hat mich der Erzählstil nicht mehr abgeholt. Es ist eine Mischung aus "Um-die-Themen" herumreden - seit Jahrhunderten - und Erklärungen mit dem sogenannten Zaunpfahl, die keinen Freiraum für Interpretationen lassen. Der Leser wird also einerseits im Dunklen gehalten - was die Spannung nur eine begrenzte Zeit aufrecht erhält, dann wurde es mir langweilig - und es gibt kaum Möglichkeiten Dingen selber auf den Grund zu kommen, etwas zu erahnen oder erspüren.

Mich konnte die Story nicht ganz überzeugen und ich einige Male eher quergelesen.

Veröffentlicht am 30.03.2025

komplex und sehr spannend

Ein ungezähmtes Tier
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"Das ungezähmte Tier" in jeden Menschen ist es, dass Joel Dicker in seinem neuen Roman beleuchtet. Er tut es in gewohnter Manier, wirft den Leser in eine komplexe Geschichte, erzählt mit jeder Menge Rückblicken ...

"Das ungezähmte Tier" in jeden Menschen ist es, dass Joel Dicker in seinem neuen Roman beleuchtet. Er tut es in gewohnter Manier, wirft den Leser in eine komplexe Geschichte, erzählt mit jeder Menge Rückblicken und Einblicken aus verschiedenen Winkeln, so dass man viel erfährt aber auch viel zum Rätseln bekommt. Er baut viele doppelte Böden in die Charaktere seiner Darsteller ein, das macht Spaß und man wird immer wieder überrascht von den Wendungen und Einblicken.

Dicker schreibt Bücher, die sich schwer in ein Genre einordnen lassen. Und auch, wenn hier ein Raub eine zentrale Rolle spielt, so ist es doch weder ein Thriller noch ein Krimi. Und dennoch ist es wahnsinnig spannend komponiert und die Frage nach dem Who-dunit stellt sich von Anfang an.

Interessant diesmal auch, dass die Geschichte in Genf spielt, der Heimatstadt des Autors. Mir hat das Buch sehr gefallen.