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Veröffentlicht am 29.12.2023

Eine mutmachende Junghexe

Henriette Huckepack – Gut geschraubt ist besser als schief gehext
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Die Junghexe Henriette Huckepack entspricht so gar nicht dem gängigen Klischee der Hexen: ständig vergisst sie ihre Zaubersprüche oder verlegt ihr Hexenbuch. Henriette fragt sich sowieso, weshalb sie das ...

Die Junghexe Henriette Huckepack entspricht so gar nicht dem gängigen Klischee der Hexen: ständig vergisst sie ihre Zaubersprüche oder verlegt ihr Hexenbuch. Henriette fragt sich sowieso, weshalb sie das Hexen lernen soll, wenn sie doch auch ganz einfach kaputte Dinge reparieren soll. Doch die anderen Hexen, ganz besonders ihre Großtante Martha Eisenhut, wollen dies nicht verstehen und Henriette muss zur Junghexenprüfung. Dort sind aber leider nur magische Fähigkeiten gefragt. Henriette weiß nicht, wie sie diese Prüfung bestehen soll. Zum Glück sind ihr Eichhörnchen Fussel und ihr Werkzeugkasten treue Begleiter. Ob Henriette die Prüfung bestehen wird?

„Henriette Huckepack – Gut geschraubt ist besser als schief gehext“ ist der erste Teil der Reihe rund um die Junghexe Henriette. Es handelt sich bei dieser Geschichte um eine mutmachende Erzählung, die die jungen Leserinnen ermutigt, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben und nicht unbedingt der von der Gesellschaft vorgegebenen Norm zu entsprechen. Henriette findet hexen zum Leid ihrer Großtante gar nicht so cool und werkelt viel lieber herum. Außerdem hat sie auch keine Katze oder keinen schwarzen Raben wie die anderen Hexen, sondern ein Eichhörnchen. All dies kann den Kindern ein Vorbild sein und dazu ermutigen, sich nicht für anderen zu verändern und für sich selbst einzustehen.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und beinhaltet einige Spannungselemente. Henriette ist eine bezaubernde Hexe und Fussel liebenswürdig und man kann die beiden nur ins Herz schließen. Den Schreibstil empfinde ich als sehr flüssig und angenehm zu lesen. Aufgrund dessen und wegen den Kapitellängen eignet sich das Buch zum Vorlesen, für geübte Leser
innen auch zum Selberlesen. Die großen und farbenfrohen Illustrationen tragen zum Lesevergnügen bei und begleiten den Text.

Ein großer Pluspunkt ist die Anleitung zum Bauen eines eigenen Kompass, die man am Ende des Buches findet.

Henriette Huckepack ist ein bezauberndes Mädchen, deren Geschichte man als Leserin gerne verfolgt. Sie kann als Identifikationsfigur für die jungen Leserinnen dienen und ihnen Mut machen, sich für andere nicht zu verändern.

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Veröffentlicht am 29.12.2023

Entdeckend die Welt der Körperzellen kennenlernen

Rebellenzellen – Eine wilde Reise durch den Körper
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Die kleinen Zellen Mio, Nea und Fago leben im Körper von Jojo. Doch sie wollen die Welt des ganzen Körpers kennenlernen und planen eine spannende Reise bis zum Auge. Doch ihre Reise verläuft anders als ...

Die kleinen Zellen Mio, Nea und Fago leben im Körper von Jojo. Doch sie wollen die Welt des ganzen Körpers kennenlernen und planen eine spannende Reise bis zum Auge. Doch ihre Reise verläuft anders als geplant und sie treffen auf Dendritus, eine gemeine Killerzelle und auf seine beiden Helferzellen. Schaffen die drei es, den angstmachenden Zellen zu entkommen?

Allein der Titel „Rebellenzellen“ macht aufgrund des Reims bereits Lust auf das Buch und verspricht nicht nur eine Informationsübergabe, sondern auch Lesespaß. Die Informationen sind in Form einer Geschichte verpackt, was die Fülle an Wissen auflockert und neben dem Erlangen der Informationen auch die Lesemotivation stärkt. Zusätzlich handelt es sich um ein interaktives Buch, da die Kinder dazu animiert werden, beispielsweise passende Experimente zu starten oder Rätsel zu lösen. Dadurch wird das Gelesene aktiv wiederholt und kann sich somit besser eingeprägt werden.

Zusätzlich gibt es graue Informationskästen beziehungsweise ganze Informationsseiten, in beziehungsweise auf denen wichtige Begriffe und Zusammenhänge erklärt werden. Diese sind wissenschaftlich fundiert, aber trotzdem so verfasst, dass die jungen Leserinnen diese verstehen können. Dabei werden viele Vergleiche aus dem alltäglichen Leben der Kinder verwendet, sodass sie die Zusammenhänge besser nachempfinden können.

Auch die Illustrationen sind kindgerecht, aber wissenschaftlich richtig gezeichnet, sodass sie ebenfalls zu einer Vertiefung des Gelesenen und zu einem besseren Verständnis beitragen können.

Das besondere an diesem Buch ist definitiv die Thematisierung der vielen unterschiedlichen Zellen (Zu Beginn des Buches werden die Zellen vorgestellt, die in der Geschichte vorkommen), was ich so auch aus keinem anderen Sachbuch bisher kenne. Mein einziger Kritikpunkt ist lediglich ein fehlendes Glossar am Ende des Buches. Dieses hätte ich passend gefunden, da die Kinder so eigenständig nochmal nicht verstandene Wörter nachschlagen könnten.

Insgesamt ein wunderbares Sachbuch für Kinder ab 6 Jahre, mit dem jungen Leser
innen eine Reise durch den Körper erfahren können. Aber auch als erwachsene Person kann man durch dieses Buch noch viel dazulernen.

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Veröffentlicht am 25.12.2023

Aufregung in der Wetterküche

Tori Twister. Eiskalt erwischt
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Tori verbringt die Zeit zwischen den Jahren gemeinsam mit ihren Geschwistern bei ihrer Großmutter Winda. Oma Winda ist Wetterköchin und plant eine tolle Wetterüberraschung für Silvester. Doch plötzlich ...

Tori verbringt die Zeit zwischen den Jahren gemeinsam mit ihren Geschwistern bei ihrer Großmutter Winda. Oma Winda ist Wetterköchin und plant eine tolle Wetterüberraschung für Silvester. Doch plötzlich muss sie verreisen und Tori springt gemeinsam mit ihrem Freund Jonte im Wetterlabor ein. Doch bereits kurz nach der Abreise der Oma passiert der erste Notfall: Eine Schneehörnchen-Familie braucht dringend frischen Schnee. Ohne diesen können sie sich keine Höhlen bauen und vor Fressfeinden tarnen. Sie können also ohne Schnee nicht überleben. Tori und Jonte machen sich an die Arbeit, doch plötzlich ist der Schnee verschwunden. Die beiden Kinder begeben sich auf die Suche nach dem Schnee-Dieb. Und zusätzlich müssen sie auch noch die Wetterküche vor der Bürgermeisterin Frau Glinni schützen, die mit einer Schließung der Küche droht. Tori und Jonte haben ganz schön viel zu tun…

„Tori Twister – Eiskalt erwischt“ von Marikka Pfeiffer ist der zweite Teil der Reihe rund um Tori, eine Wetterköchin in Ausbildung. Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine in sich abgeschlossene Story, trotzdem empfehle ich es, Band 1 vorher zu lesen, um die Familienverhältnisse und das Hintergrundwissen der Wetterküche zu verstehen beziehungsweise zu erlangen.

Den Schreibstil der Autorin empfinde ich als sehr angenehm und flüssig, sodass das Lesen richtig Spaß macht. Die Geschichte eignet sich für Leserinnen ab 9 zum Selberlesen, allerdings für geübte Leserinnen, da teilweise etwas komplexere Wörter vorkommen und die Kapitel verhältnismäßig lang sind.

Die Charaktere finde ich authentisch dargestellt und besonders Tori ist mir sehr sympathisch. Sie ist ein kluges und mutiges Mädchen und kann für die Leserinnen als Identifikationsfigur dienen. Die schwarz-weiß-Illustrationen Sarina Jödicke sind ebenfalls gelungen und begleiten den Text. Teilweise befinden sich sehr große Illustrationen auf den Seiten, die manchmal sogar eine ganze Doppelseite in Anspruch nehmen. Ich erachte dies als einen Vorteil, da somit der Text aufgelockert wird und die Leserinnen die Illustrationen betrachten können.

Inhaltlich ist ein großer Pluspunkt, dass die Kinder viel über die Einflüsse des Klimas auf verschiedene Tierarten und deren Bedrohung erfahren. Zusätzlich gibt es am Ende des Buches noch spannende Fakten zum Schnee.

Insgesamt ein spannender und wissensreicher Kinderroman, der Spaß macht zu lesen und bereits Vorfreude auf Band 3 macht.

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Veröffentlicht am 21.12.2023

Actionreiches Erstlesebuch

Emily Meermädchen, Band 3 - Die Kette des Königs
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Das Meermädchen Emily besucht gemeinsam mit ihrer Freundin Hanna ihren Meerjungen Freund Aaron. Gemeinsam mit seiner Mutter lebt er auf einer Insel im Meer. Die drei Freundinnen entdecken gemeinsam ein ...

Das Meermädchen Emily besucht gemeinsam mit ihrer Freundin Hanna ihren Meerjungen Freund Aaron. Gemeinsam mit seiner Mutter lebt er auf einer Insel im Meer. Die drei Freundinnen entdecken gemeinsam ein imposantes Schiff. Die Menschen auf diesem Schiff verhalten sich jedoch seltsam. Ob es sich um Piraten handelt? Plötzlich wird Aaron auch noch gefangen genommen…

Genau wie im ersten Band der Reihe „Das große Geheimnis“ erleben die jungen Leser
innen die Unterwasserwelt mit Emily und ihren Freund*innen. In diesem Band geht es jedoch mehr um den Jungen Aaron. Das Buch verspricht eine Menge Spannung und Unterhaltung. Allerdings finde ich die Handlung zu schnell. Hier hätte man vielleicht auf die ein oder andere Situation verzichten können und dafür die anderen Situationen etwas ausführlicher darstellen können. Außerdem finde ich es etwas fragwürdig, dass Aaron festgehalten wird und dies scheinbar nicht weiter thematisiert werden muss.

Trotzdem ist das Buch aufgrund von Schriftgröße, Anzahl der Sätze und Satzbildung ein gelungenes Erstlesebuch. Die Illustrationen begleiten den Text und nehmen diesem nichts vorweg, unterstützen dabei aber das Leseverständnis. Das Buch ist divers gestaltet und es kommen überwiegend people of colour vor, was ich als absoluten Pluspunkt erachte.

Insgesamt ein unterhaltsames Erstlesebuch, was vielen Kriterien der Erstleseliteratur entspricht und zum ersten eigenständigem Lesen führen kann.

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Veröffentlicht am 21.12.2023

Angstnehmendes und humorvolles Bilderbuch

Hanni hat Tomaten in den Ohren
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Oh Schreck! Hanni kann plötzlich nichts mehr hören. Woran das wohl liegen könnte? Hannis Mama glaubt, dass sie Tomaten in den Ohren hat. Oder doch eher Gurken? Gemeinsame gehen sie zu Dr. Mertens, dem ...

Oh Schreck! Hanni kann plötzlich nichts mehr hören. Woran das wohl liegen könnte? Hannis Mama glaubt, dass sie Tomaten in den Ohren hat. Oder doch eher Gurken? Gemeinsame gehen sie zu Dr. Mertens, dem schillernden Ohrenarzt. Der zieht allerlei Gegenstände aus den Ohren. Was sich wohl in Hannis Ohren alles befindet?


Genau wie die anderen beiden Teile „Hanni hat Nikoläuse“ und „Hanni braucht eine Freuschrecke“ ist auch „Hanni hat Tomaten in den Ohren“ äußerst unterhaltsam. Hanni gefällt mir in jedem Teil sehr und sie spiegelt die kleinen Leserinnen authentisch wider. Besonders gefällt mir in diesem Bilderbuch, dass Hanni scheinbar nur das nicht hört, was sie nicht hören möchte. Demnach greift die Autorin alltägliche Gegebenheiten aus der Welt der Kinder auf und verpackt diese in humorvollen Geschichten.

Zusätzlich zu der unterhaltsamen Geschichte kann den kindlichen Leser
innen die Angst vor einem Ohrenarztbesuch genommen werden. Dr. Mertens schaut beispielsweise mit einem HNO-Instrument in Hannis Ohren, was in dem Buch als richtiges Instrument (Trompete) dargestellt wird. Dementsprechend kann den Kindern im realen Leben so die Furcht vor einer Untersuchung genommen werden.

Ich bin nach wie vor ein großer Fan der Illustrationen von Trixy Royeck. Sie stellt die Situationen der Geschichte kindgerecht dar und arbeitet mit vielen bunten Farben und kleinen Elementen. Verschiedene Seiten ähneln einem Wimmelbild und sorgen dafür, dass mit den Kindern ins Gespräch gekommen werden kann.

Insgesamt ist „Hanni hat Tomaten in den Ohren“ ein witziges und gleichzeitig angstnehmendes Bilderbuch über einen Besuch beim Ohrenarzt.

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