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Veröffentlicht am 06.03.2026

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Lakestone Campus of Seattle, Band 2 - What We Lost
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„What We Lost“ hat mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum letzten Satz nicht mehr losgelassen. Alexandra Flint beweist mit dem zweiten Band ihrer Lakestone‑Reihe erneut, wie meisterhaft sie schwere ...

„What We Lost“ hat mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum letzten Satz nicht mehr losgelassen. Alexandra Flint beweist mit dem zweiten Band ihrer Lakestone‑Reihe erneut, wie meisterhaft sie schwere Themen mit Leichtigkeit, Wärme und emotionaler Tiefe erzählt.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die behutsame Art, mit der Verlust, Selbstfindung und familiäre Erwartungen verwoben werden. Die Autorin zeichnet ihre Figuren mit so viel Authentizität, dass man sie nicht nur versteht, sondern regelrecht spürt. Brynn und Kace sind zwei Charaktere, die mit ihren Ecken, Kanten und Verletzungen unglaublich lebendig wirken. Ihre Entwicklung – individuell wie gemeinsam – ist glaubwürdig, berührend und voller kleiner, kraftvoller Momente.

Das Setting am Lakestone Campus ist erneut ein Highlight: atmosphärisch, detailreich und voller liebenswerter Nebenfiguren, die die Geschichte tragen, ohne ihr die Bühne zu nehmen. Besonders schön ist auch, dass man Zack und Harlow aus Band eins wiedertrifft – wie ein Wiedersehen mit alten Freunden.

Inhaltlich prallen zwei Welten aufeinander: Brynns Liebe zur Astrophysik und Kaces tiefe Verbindung zur Musik. Beide kämpfen auf ihre Weise gegen Erwartungen, Trauer und Selbstzweifel. Gerade Kaces Hintergrund verleiht der Geschichte eine besondere Intensität, während Brynns Mut, für ihren Traum einzustehen, einfach nur bewundernswert ist.

Der Schreibstil ist wie gewohnt emotional, flüssig und gleichzeitig angenehm leicht, sodass man mühelos durch die Seiten fliegt. Und ja – der Cliffhanger am Ende ist gemein, aber im besten Sinne: Er macht es unmöglich, nicht sofort zum dritten Band zu greifen.

Fazit:
Ein packender, gefühlvoller und authentischer New‑Adult‑Roman, der große Themen mit Herz erzählt und seine Leser*innen tief berührt. Für Fans des Genres eine absolute Empfehlung – und für alle, die Band eins mochten, ohnehin ein Muss.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Mystisches Hotel

Das White Octopus Hotel
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Ich gebe dem Roman vier Sterne, weil er mich trotz kleiner Schwächen berührt und beschäftigt hat. Das White Octopus Hotel hat eine besondere, fast schwebende Atmosphäre, die mich sofort neugierig gemacht ...

Ich gebe dem Roman vier Sterne, weil er mich trotz kleiner Schwächen berührt und beschäftigt hat. Das White Octopus Hotel hat eine besondere, fast schwebende Atmosphäre, die mich sofort neugierig gemacht hat: dieses verlassene Grandhotel, die Mischung aus Magie, Erinnerung und Zeit, die sich langsam entfaltet, und die vielen kleinen Details, die wie Puzzleteile ineinandergreifen. Ich mochte, wie die Autorin das Setting beschreibt – elegant, verfallen, geheimnisvoll –, sodass ich das Gefühl hatte, selbst durch die alten Flure zu gehen.

Eve als Figur hat mich bewegt, gerade weil sie so verletzlich und gleichzeitig so verschlossen ist. Ihre traumatische Vergangenheit, die seltsamen magischen Erscheinungen und die Begegnung mit Max geben der Geschichte eine emotionale Tiefe, die ich nicht erwartet hatte. Manche Szenen, besonders die Rückblicke in den Ersten Weltkrieg, waren schwer auszuhalten und haben mich überrascht – im positiven wie im herausfordernden Sinn.

Gleichzeitig bin ich nicht immer ganz in den Erzählfluss gekommen. Die Zeitsprünge und die verschachtelte Struktur haben mich manchmal eher verwirrt als gefesselt, und der Schreibstil hat mich nicht durchgehend abgeholt. Trotzdem blieb die Grundstimmung so eigen und anziehend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt.

Am Ende überwiegt für mich das Gefühl, etwas Ungewöhnliches und atmosphärisch Starkes gelesen zu haben – ein Roman, der nicht perfekt ist, aber lange nachhallt. 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Eine Meisterwerk endet hier

The Darkest Gold – Die Befreite
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Mit Die Befreite endet eine Buchreihe, die mich über Jahre, über tausende Seiten und durch unzählige Emotionen begleitet hat – und dieser Abschluss fühlt sich nicht nur richtig, sondern tief erfüllend ...

Mit Die Befreite endet eine Buchreihe, die mich über Jahre, über tausende Seiten und durch unzählige Emotionen begleitet hat – und dieser Abschluss fühlt sich nicht nur richtig, sondern tief erfüllend an. ⭐⭐⭐⭐⭐

💛 Ein Finale voller Kraft, Herz und Konsequenz
Dieser letzte Band bündelt all das, was The Darkest Gold für mich so besonders macht: die feinfühlige, konsequente Charakterentwicklung, die emotionale Wucht jeder Entscheidung und die Art, wie Raven Kennedy Schmerz, Hoffnung und Liebe miteinander verwebt. Für mich gehört Die Befreite zu den stärksten Teilen der gesamten Reihe – kraftvoll, mutig und voller Seele.

🌫️ Figuren, die bleiben
Kaum eine Fantasyreihe hat mich emotional so eng an ihre Figuren gebunden.
Auren wächst über sich hinaus, zeigt Stärke, Verletzlichkeit und eine Tiefe, die mich mehrfach zu Tränen gerührt hat. Ihr Weg – von der gefangenen, goldenen Figur zur freien, mächtigen Fae – ist einer der beeindruckendsten Charakterbögen, die ich je gelesen habe.

Slade bleibt faszinierend: rau, loyal, voller Schatten und voller Herz.
Und all die anderen – Osrik, Nissa, Emoni, Digby, Shea, Wynn, Argo – sie tragen diese Welt, machen sie lebendig, schmerzhaft, hoffnungsvoll.

Besonders Königin Malina hat mich überrascht und berührt. Ihr Wandel von der unsympathischen Gegenspielerin zu einer Figur voller Mut, Herz und Opferbereitschaft ist grandios erzählt und eines der größten Highlights der Reihe.

🔥 Handlung, Atmosphäre und Schmerz
Der finale Band ist geprägt von Krieg, Verrat, Loyalität und Opfermut. Er ist düster, intensiv und gleichzeitig voller Hoffnung. Jede Wendung sitzt, jede Szene hat Gewicht. Manche Passagen haben mir das Herz gebrochen – nicht, weil sie künstlich dramatisch wären, sondern weil sie ehrlich weh tun und gleichzeitig heilen.

Kennedys Schreibstil bleibt unvergleichlich: atmosphärisch dicht, bildhaft, emotional und voller Leben. Ich habe jede Seite bewusst in der Hand gehalten, jede Textur gespürt, jede Pause gebraucht – und doch wollte ich nie aufhören zu lesen. Dieses Buch entfaltet seine Wirkung nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen und in den Händen.

📚 Ein würdiger, epischer Abschluss
Nach fast 4000 Seiten fühle ich mich wehmütig, dankbar und erfüllt.
Diese Reihe hat mich begleitet, überrascht, verletzt, getröstet – und am Ende vollkommen überzeugt.

Die Befreite ist für mich ein Meisterwerk. Ein Abschluss, der groß, mutig und emotional ist. Ein Finale, das der Reihe gerecht wird und lange nachhallt.

Und als mein 100. Buch des Jahres, beendet am letzten Tag des Jahres, fühlt es sich an wie ein persönlicher Kreis, der sich schließt. 🖤✨

Ich bin traurig, dass es vorbei ist – und gleichzeitig glücklich, dass es genau so endete.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Brennende Story

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt?
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Up in Smoke hat mich schneller in seinen Bann gezogen, als ich erwartet hatte. Die Geschichte wirft einen ohne Vorwarnung mitten hinein in eine Demonstration, in Wut, Trauer und die harte Realität eines ...

Up in Smoke hat mich schneller in seinen Bann gezogen, als ich erwartet hatte. Die Geschichte wirft einen ohne Vorwarnung mitten hinein in eine Demonstration, in Wut, Trauer und die harte Realität eines Systems, das Schwarze Jugendliche immer wieder im Stich lässt. Cooper, der sein Leben lang versucht hat, alles richtig zu machen, rutscht durch einen einzigen impulsiven Moment in eine Spirale aus Verdacht und Ungerechtigkeit – und genau diese Fallhöhe macht den Roman so eindringlich.



Gesellschaftliche Relevanz mit emotionaler Wucht

Das Buch verankert die Themen Black Lives Matter, Polizeigewalt und Vorurteile fest im Plot, ohne belehrend zu wirken. Vieles fühlt sich schmerzhaft real an, manches bewusst zugespitzt, aber immer mit dem Ziel, Missstände sichtbar zu machen. Der schlichte, teilweise umgangssprachliche Stil wirkt authentisch und wird immer wieder von tiefgründigen Zeilen durchbrochen, die lange nachhallen.



Figuren, die man sofort versteht

Cooper und Mo tragen die Geschichte mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Ihre Perspektiven ergänzen sich, ihre Reaktionen wirken ehrlich und ungefiltert. Besonders die leise Liebesgeschichte zwischen ihnen hat mich berührt – sie drängt sich nie in den Vordergrund, sondern verleiht der Handlung eine zusätzliche emotionale Ebene.



Spannung mit kleineren Schwächen

Die Ermittlungen der beiden sind spannend, wenn auch nicht außergewöhnlich originell. Die kurzen Kapitel und der schnelle Rhythmus sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legt. Einige Wendungen sind vorhersehbar, und das Ende rauscht etwas zu schnell vorbei. Gerade die letzten zwanzig Seiten hätten mehr Raum verdient, um die zuvor aufgebaute Spannung vollständig zu tragen. Ein erklärendes Nachwort zu BLM, Gewerkschaften oder gun violence hätte den gesellschaftlichen Kontext zusätzlich stärken können.



Gestaltung, die im Gedächtnis bleibt

Das Cover ist außergewöhnlich gestaltet, haptisch wie visuell. Es passt perfekt zur Atmosphäre des Romans und macht das Buch zu einem echten Blickfang.



Fazit

Up in Smoke ist ein temporeicher, gesellschaftskritischer Jugendthriller, der sowohl emotional berührt als auch zum Nachdenken anregt. Trotz kleiner erzählerischer Schwächen hat mich die Geschichte mitgerissen und lange beschäftigt.

4 von 5 Sternen – intensiv, relevant und absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Konstrukt

Sieben letzte Tage
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Das Cover ist ohne Frage ein Blickfang. Die Kombination aus der düsteren Sanduhr, dem starken Schwarz‑Gelb‑Kontrast und dem leuchtenden Farbschnitt erzeugt sofort Thriller‑Atmosphäre. Optisch wirkt das ...

Das Cover ist ohne Frage ein Blickfang. Die Kombination aus der düsteren Sanduhr, dem starken Schwarz‑Gelb‑Kontrast und dem leuchtenden Farbschnitt erzeugt sofort Thriller‑Atmosphäre. Optisch wirkt das Buch hochwertig und modern – ein echtes Regal‑Highlight, das Erwartungen an Spannung und Dramatik weckt, die der Inhalt für mich jedoch nicht vollständig einlösen konnte.

Im Zentrum steht die Strafverteidigerin Alice Logan, deren Vater in sieben Tagen hingerichtet werden soll. Die Beziehung zu ihm ist zerrüttet: Er hat die Familie verlassen, die Mutter betrogen und Alice emotional im Stich gelassen. Als ihre Schwester sie bittet, den Fall zu prüfen, stößt Alice auf weitere Mordfälle mit identischem Muster. Der Countdown beginnt – ein Wettlauf gegen die Zeit, der Verschwörung, Zweifel und neue Hinweise miteinander verwebt.

Rutherford erzählt in kurzen Kapiteln, arbeitet mit Cliffhangern und orientiert sich klar am titelgebenden Countdown. Die Grundidee ist stark, die Struktur klassisch für Justizthriller: Schuldfrage, neue Spuren, Verdächtigungen, Enthüllungen. Doch trotz dieser Zutaten wirkt die Handlung stellenweise überladen und gleichzeitig vorhersehbar. Manche Wendungen überraschen, andere sind so auffällig vorbereitet, dass sie kaum Wirkung entfalten.



Meine Meinung:

Ich bin mit hohen Erwartungen gestartet – die Prämisse klang packend, das Cover versprach Intensität. Doch der Einstieg war für mich überraschend zäh. Die Spannung baut sich nur langsam auf, und der Mittelteil zieht sich spürbar. Viele Nebenfiguren bleiben blass, Dialoge wirken teils hölzern, und einige Entwicklungen fühlten sich konstruiert an. Dadurch fiel es mir schwer, emotional einzutauchen oder echtes Mitfiebern zu entwickeln.

Alice selbst ist jedoch ein Lichtblick: menschlich, widersprüchlich, kämpferisch. Ihre innere Zerrissenheit und ihr moralischer Konflikt sind glaubwürdig und tragen die Geschichte. Gerade ihre Hartnäckigkeit und Unvollkommenheit machen sie interessant. Leider reicht diese starke Hauptfigur für mich nicht aus, um die erzählerischen Längen und die kühle Atmosphäre vollständig auszugleichen.

Das Ende war mir persönlich zu glatt und zu versöhnlich – fast ein Bruch zu der düsteren Ausgangslage. Ein mutigeres, offeneres Finale hätte dem Roman mehr Nachhall verliehen.



Fazit:

Sieben letzte Tage hat eine starke Grundidee, eine eindrucksvolle Protagonistin und ein optisch herausragendes Cover. Doch der Thriller verliert sich für meinen Geschmack zu oft in Längen, konstruierten Wendungen und einer distanzierten Atmosphäre. Die Spannung bleibt über weite Strecken verhalten, und die emotionale Tiefe, die das Thema eigentlich hergeben könnte, wird nicht vollständig ausgeschöpft.

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