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Veröffentlicht am 24.04.2026

Dieses Pappbilderbuch ist ein absoluter Volltreffer für kleine Bäcker und Entdecker!

Carli und Klecks backen einen Kuchen
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Komm wir backen einen Kuchen

Dieses Pappbilderbuch ist ein absoluter Volltreffer für kleine Bäcker und Entdecker!

„Carlie und Klecks backen einen Kuchen“ überzeugt auf ganzer Linie durch seine liebevolle ...

Komm wir backen einen Kuchen

Dieses Pappbilderbuch ist ein absoluter Volltreffer für kleine Bäcker und Entdecker!

„Carlie und Klecks backen einen Kuchen“ überzeugt auf ganzer Linie durch seine liebevolle Aufmachung. Die freundlich gestalteten Bilder sind farbenfroh und laden zum Verweilen ein, während der einfache, klare Text perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten ist.

Besonders toll: Das Buch greift Lebenssituationen auf, die Kinder aus ihrem eigenen Alltag nur zu gut kennen. Das schafft eine sofortige Verbindung zu den Charakteren. Dank der stabilen Seiten und des hochwertigen Materials übersteht das Buch auch begeisterte Kinderhände problemlos.

In der Praxis zeigt sich: Die Kinder lieben die Geschichte! Sie wollten sie direkt mehrfach hintereinander hören und konnten schon nach kurzer Zeit aktiv mits

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Veröffentlicht am 24.04.2026

ein authentisches Leseabenteuer für die Kleinsten

Carli und Klecks gehen auf den Spielplatz
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Carlie und Klecks gehen auf den Spielplatz“ – Ein herrlich authentisches Leseerlebnis!

Auch der zweite Band von Karlie und Klecks hat uns vollkommen überzeugt. Wie gewohnt punktet das Buch durch hochwertiges ...

Carlie und Klecks gehen auf den Spielplatz“ – Ein herrlich authentisches Leseerlebnis!

Auch der zweite Band von Karlie und Klecks hat uns vollkommen überzeugt. Wie gewohnt punktet das Buch durch hochwertiges Material und stabile Seiten, die perfekt für kleine Entdeckerhände gemacht sind. Die freundliche und kindgerechte Gestaltung sorgt dafür, dass die Kleinen sofort eine Verbindung zur Geschichte aufbauen.
Besonders schön: Die Kinder haben beim Anschauen direkt verstanden, worum es geht. Die Situation auf dem Spielplatz – wenn die „Großen“ mal wieder alles belegen – kennen sie nur zu gut. Die Botschaft, dass der eigene Garten manchmal der schönste Ort der Welt ist, kam super an. Dort kann man in aller Ruhe tolle Dinge entdecken, sich ausprobieren und über sich hinauswachsen.
Es ist toll zu sehen, wie aus den „Kleinen“ in ihrer gewohnten Umgebung ganz schnell die Größten werden. Ein echtes Mutmach-Buch mit hohem Wiederkennungswert!

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Gelehrte Höflichkeit und messerscharfer Verstand

Die Rätsel meines Großvaters
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Masateru Konishis zweiter Band ist ein hervorragender Roman, der den Leser tief in die japanische Kultur eintauchen lässt. Auch wenn der Einstieg aufgrund der fremdartigen Namen und kulturellen Gepflogenheiten ...

Masateru Konishis zweiter Band ist ein hervorragender Roman, der den Leser tief in die japanische Kultur eintauchen lässt. Auch wenn der Einstieg aufgrund der fremdartigen Namen und kulturellen Gepflogenheiten etwas holprig und gewöhnungsbedürftig sein mag, lohnt es sich, dranzubleiben.
Im Mittelpunkt steht die junge Lehrerin Kaede, die nicht nur von einem persönlichen Trauma begleitet wird, sondern auch in ihren Liebesgefühlen noch unsicher ist. Die Seele des Buches ist jedoch die Beziehung zu ihrem außergewöhnlich intelligenten Großvater. Trotz seiner fortschreitenden Demenz verbindet die beiden die Leidenschaft für Kriminalliteratur. Das gemeinsame Rätseln über Bücher wird zur therapeutischen Brücke: Hier ist die Krankheit des alten Mannes weniger spürbar, und seine geistige Brillanz blitzt immer wieder auf.
Konishi zeichnet ein feinfühliges Bild der japanischen Gesellschaft, in der Gemeinschaftssinn und tiefe Höflichkeit fest verwurzelt sind. Die Geschichte ist leise und nachdenklich erzählt, entwickelt aber gerade durch diese Ruhe eine emotionale Tiefe, die lange nachhallt.
Obwohl manche Rätsellösungen etwas vorhersehbar wirken, überzeugt das Buch durch seinen angenehmen Schreibstil und die charmante Erzählweise. Ein besonderes Highlight ist zudem die optische Gestaltung mit dem wunderschönen Farbschnitt, der den Roman auch im Regal zu einem Hingucker macht.
Fazit: Ein warmherziger, „leiser“ Krimi mit viel Herz und Verstand. Ideal für Leser, die kluge Rätsel und berührende Familiengeschichten vor exotischer Kulisse lieben. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ein Denkmal aus Wahrheit und Lüge

Melody
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Martin Suter ist ein Meister darin, hinter die glänzenden Fassaden der Schweizer Bourgeoisie zu blicken. Die Vorfreude auf „Melody“ groß.
Worum geht es?
Der junge Jurist Tom Elmer tritt eine Stelle beim ...

Martin Suter ist ein Meister darin, hinter die glänzenden Fassaden der Schweizer Bourgeoisie zu blicken. Die Vorfreude auf „Melody“ groß.
Worum geht es?
Der junge Jurist Tom Elmer tritt eine Stelle beim Alt-Nationalrat Peter Stotz an. Seine Aufgabe: Den Nachlass des alternden Politikers ordnen und – so wird schnell klar – dessen Vita für die Nachwelt glätten. Doch im Zentrum der Arbeit steht nicht die Politik, sondern eine Abwesende: Melody. Stotz’ große Liebe, die kurz vor der Hochzeit spurlos verschwand. Seit Jahrzehnten zelebriert Stotz seine Trauer, das Haus ist ein Schrein für die Vermisste. Doch je tiefer Tom graben darf, desto brüchiger wird das Bild des tragischen Liebenden.
Wahrheit, Wunsch und Fantasie
Suter stellt in diesem Roman existenzielle Fragen: Kann man die Vergangenheit ungeschehen machen, indem man sie einfach umschreibt? Stotz manipuliert seine Umwelt virtuos. Er möchte nicht nur seine Biografie zensieren, sondern sein gesamtes Wesen durch eine Lüge neu definieren. Das Verschwinden von Melody ist dabei der Dreh- und Angelpunkt – ein Geheimnis, das Tom und die faszinierende Großnichte Laura (deren „winzige Asymmetrie“ am Finger Suter gewohnt präzise und rätselhaft einführt) bis ans Ende der Welt verfolgen.
Was ist mit Melody geschehen? (Achtung, Andeutungen)
Ohne zu viel zu verraten: Die Auflösung ist typisch Suter – elegant, aber auch verstörend. Es geht weniger um ein klassisches Verbrechen, sondern um die Macht der Inszenierung. Wer eine Antwort auf das „Was“ sucht, wird mit der Frage konfrontiert, ob wir Menschen jemals wirklich kennen oder nur die Rollen, die sie für uns spielen.
Mein Fazit
Ich bin gespalten. Suter schreibt gewohnt süffig; das Buch lässt sich leicht lesen und baut eine beständige Spannung auf. Man will wissen, wer Melody war und warum die Geschichte von Stotz so perfekt wirkt.
Doch genau hier liegt mein Kritikpunkt: Es ist ein handwerklich hervorragender Suter, der meine Begeisterung zwar wieder geweckt, aber nicht ganz die Wucht seiner alten Klassiker erreicht hat. Ein Buch für alle, die literarische Verwirrspiele und das Setting einer vergangenen, eleganten Welt lieben – auch wenn am Ende vielleicht ein Quäntchen Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt.
Bewertung: 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

ein literarischer Ankerplatz für die Seele

Wie Schiffe auf stürmischer See
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„Wie Schiffe auf stürmischer See“ von Kathy Biggs ist einer dieser seltenen Romane, die einen bereits nach den ersten Seiten vollkommen umhüllen. Die Geschichte um Malin, die sich nach Jahren der Lügen ...

„Wie Schiffe auf stürmischer See“ von Kathy Biggs ist einer dieser seltenen Romane, die einen bereits nach den ersten Seiten vollkommen umhüllen. Die Geschichte um Malin, die sich nach Jahren der Lügen ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem angeblich toten Vater macht, ist so viel mehr als nur ein Familiengeheimnis.
Die Geschichte:
Malin wuchs im Glauben auf, ihr Vater sei vor ihrer Geburt verstorben – ein „Glasröhrchen-Baby“, wie ihre Mutter es genervt abtat. Doch ein zufällig gefundenes Foto und ein Zeitungsartikel führen sie in die raue Landschaft von Wales. Dort trifft sie auf eine Familie, die selbst in Scherben liegt: Der alte Jack verliert sich in den Nebeln der Demenz, und seine Tochter Grace kämpft mit dem Trauma eines verlorenen Kindes.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die spürbare Lebenserfahrung der Autorin. Man merkt Kathy Biggs ihre eigene Geschichte als Krankenschwester und pflegende Angehörige in jeder Zeile an. Die Darstellung des dementen Vaters Jack ist herzzerreißend authentisch und voller Würde – wie Puzzleteile, die kurz aufblitzen und dann wieder in der falschen Schachtel verschwinden.
Besonders fasziniert hat mich der atmosphärische Wechsel: Während wir Malin und Grace durch das neblige Wales begleiten, entführen uns die Rückblenden auf die tosende Irische See. Der Kontrast zwischen der zerbrechlichen Stille der Demenz und der gewaltigen Kraft des Ozeans ist meisterhaft gezeichnet. Der Wechsel zwischen der Camper-Reise durch Wales und den packenden Rückblenden auf die Irische See ist brillant. Wenn Michael von der harten Arbeit auf dem Fischkutter erzählt, meint man das Salz auf der Haut zu spüren und das Brüllen des Sturms zu hören.

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