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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2025

Ein Blick in die Abgründe des Unbewussten

Ruf der Leere
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Wow, was für ein Buch. Daniel Alvarenga gelingt es, mit seinem präzisen Schreibstil eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die in ihrer Schlichtheit und Direktheit sehr kraftvoll wirkt. Die Spannung wird ...

Wow, was für ein Buch. Daniel Alvarenga gelingt es, mit seinem präzisen Schreibstil eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die in ihrer Schlichtheit und Direktheit sehr kraftvoll wirkt. Die Spannung wird langsam aufgebaut und er schafft es, den Charakteren Leben einzuhauchen.

Felix, die Hauptperson, ist von Anfang an nicht klar zu fassen. Bis zum Schluss hat man das Gefühl, er ist nicht "echt" in dem, was er macht. Dennoch oder vielleicht genau deswegen fesselt er den Leser.

Die Sprache liest sich flüssig und angenehm, und ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen. Besonders die Atmosphäre und die Art, wie Gedanken und Gefühle beschrieben werden, haben mich abgeholt und zum Weiterlesen motiviert.

Die Sprache liest sich flüssig und angenehm, und ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen. Besonders die Atmosphäre und die Art, wie Gedanken und Gefühle beschrieben werden, haben mich abgeholt und zum Weiterlesen motiviert.

Allerdings hat mich das Ende etwas ratlos zurückgelassen. Während der Weg dorthin für mich gut nachvollziehbar war, empfand ich den Abschluss als verwirrend. Irgendwie bleibt das Ende offen, schade.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

dunkle Seite der Influencer-Kultur

Belladonnas
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Belladonnas beginnt als spannender und ungewöhnlicher Thriller, der sich kritisch mit Social Media, Identität und Leistungsdruck auseinandersetzt. Die Hauptfigur Julie, übernimmt nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester ...

Belladonnas beginnt als spannender und ungewöhnlicher Thriller, der sich kritisch mit Social Media, Identität und Leistungsdruck auseinandersetzt. Die Hauptfigur Julie, übernimmt nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester Chloe deren Leben als erfolgreiche Influencerin. Sie kommt in den exklusiven Kreis der sogenannten „Belladonnas“. Der Einstieg ist fesselnd, da die Ausgangsidee sofort neugierig macht und viele Fragen aufwirft.

Mein persönlicher Eindruck ist jedoch zwiegespalten. Während der Anfang sehr interessant und atmosphärisch ist, verliert die Geschichte im weiteren Verlauf zunehmend an Spannung. Zwar bleiben die gesellschaftskritischen Aspekte präsent und gut umgesetzt, doch der Thriller-Aspekt kommt gegen Ende weniger stark zur Geltung als erwartet.

Das Cover passt sehr gut zur Thematik des Buches: Es wirkt modern. Die elegante, fast perfekte Gestaltung spiegelt die künstliche Schönheit und Oberflächlichkeit der Influencer-Welt wider.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Stark trotz Schwächen – eine inspirierende Geschichte

Kampfgeist
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Das Buch Kampfgeist hat mir insgesamt gut gefallen. Schon das Cover ist sehr gelungen – es fällt ins Auge und passt perfekt zum Thema. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich, sodass ...

Das Buch Kampfgeist hat mir insgesamt gut gefallen. Schon das Cover ist sehr gelungen – es fällt ins Auge und passt perfekt zum Thema. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet und sie sich angenehm lesen lässt. Besonders angenehm ist auch die gut gewählte Schriftgröße, die das Lesen komfortabel macht. Die Kapitel sind genau richtig aufgebaut – nicht zu lang und nicht zu kurz.

Inhaltlich überzeugt Kampfgeist mit einer wichtigen Botschaft: Die Autorin zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass eine Schwäche auch eine Stärke sein kann. Diese Idee zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und regt zum Nachdenken an. Es geht um Mut, Selbstvertrauen und darum, über sich hinauszuwachsen.
Insgesamt ist Kampfgeist ein guter Zeitvertreib, der motiviert und unterhält, auch wenn es kein literarisches Meisterwerk ist.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Spannung mit Gänsehautgarantie

Kälter
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Mit Kälter legt Andreas Pflüger einen außergewöhnlich atmosphärischen Agententhriller vor – und gleichzeitig weit mehr als das: eine psychologisch tiefgründige Geschichte über Identität, Schuld, und die ...

Mit Kälter legt Andreas Pflüger einen außergewöhnlich atmosphärischen Agententhriller vor – und gleichzeitig weit mehr als das: eine psychologisch tiefgründige Geschichte über Identität, Schuld, und die Unmöglichkeit, vor sich selbst zu fliehen.

Die Handlung beginnt im Herbst 1989 auf der Nordseeinsel Amrum, wo Luzy Morgenroth ein zurückgezogenes Leben als Polizistin führt. Die friedliche Routine endet abrupt, als ein Mann spurlos von einer Fähre verschwindet – ein Ereignis, das Luzys Vergangenheit wachruft und sie in eine tödliche Jagd zwischen Geheimdiensten, alten Feinden und eigenen Dämonen stürzt.

Was als ruhiger Inselkrimi beginnt, entwickelt sich schnell zu einem wendungsreichen, hoch spannenden Thriller mit internationalem Ausmaß – von Norddeutschland über Wien bis hin zu Schauplätzen des Kalten Krieges.

Jede Figur hat Tiefe, jedes Motiv Bedeutung. Die Sprache ist präzise und schnörkellos, oft poetisch, ohne je überladen zu wirken. Besonders beeindruckend ist, wie er politische Zeitgeschichte – speziell den Umbruch Ende der 1980er – mit persönlichem Drama verwebt, ohne ins Klischee abzurutschen.

Mein Fazit: Absolut lesenswert – auch (oder gerade) für alle, die mit klassischen Spionagethrillern sonst wenig anfangen können.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Gefühlvoll gestartet, enttäuschend geendet

Weißes Licht
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Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in ...

Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in eine schwierige Gefühlslage gerät – verliebt in Cece, die Braut seines besten Freundes, während er gleichzeitig gebeten wird, auf der Hochzeit eine Rede zu halten. Das klang nach einer intensiven, vielschichtigen Geschichte über Liebe, Loyalität und familiäre Bindungen.

Der Anfang des Buches hat meine Erwartungen auch erfüllt. Besonders die Beziehung zwischen Garett und seinem Vater wird sehr einfühlsam und berührend beschrieben. Diese Szenen haben Tiefe und schaffen eine authentische Nähe zu den Figuren. Man spürt die Last, die Fürsorge, aber auch die leisen Momente von Zuneigung und Verbundenheit.

Leider verliert das Buch für mich nach dieser starken Anfangsphase an Klarheit und Struktur. Der rote Faden scheint sich zunehmend aufzulösen. Handlungssprünge sind groß und lassen die Übergänge brüchig wirken. Dadurch fiel es mir schwer, in der Geschichte zu bleiben oder die Entwicklungen der Figuren nachvollziehbar zu finden. Die emotionale Intensität, die zu Beginn so vielversprechend aufgebaut wurde, konnte dadurch nicht bis zum Ende getragen werden.

Insgesamt bleibt bei mir ein zwiespältiger Eindruck: Weißes Licht beginnt stark, mit einer sensiblen und gefühlvollen Erzählweise, driftet dann aber leider ab. Der Spannungsbogen verliert sich und die Freude am Lesen nimmt deutlich ab. Schade – aus der Grundidee hätte sich noch viel mehr entwickeln können.

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