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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2025

Stark trotz Schwächen – eine inspirierende Geschichte

Kampfgeist
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Das Buch Kampfgeist hat mir insgesamt gut gefallen. Schon das Cover ist sehr gelungen – es fällt ins Auge und passt perfekt zum Thema. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich, sodass ...

Das Buch Kampfgeist hat mir insgesamt gut gefallen. Schon das Cover ist sehr gelungen – es fällt ins Auge und passt perfekt zum Thema. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet und sie sich angenehm lesen lässt. Besonders angenehm ist auch die gut gewählte Schriftgröße, die das Lesen komfortabel macht. Die Kapitel sind genau richtig aufgebaut – nicht zu lang und nicht zu kurz.

Inhaltlich überzeugt Kampfgeist mit einer wichtigen Botschaft: Die Autorin zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass eine Schwäche auch eine Stärke sein kann. Diese Idee zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und regt zum Nachdenken an. Es geht um Mut, Selbstvertrauen und darum, über sich hinauszuwachsen.
Insgesamt ist Kampfgeist ein guter Zeitvertreib, der motiviert und unterhält, auch wenn es kein literarisches Meisterwerk ist.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Spannung mit Gänsehautgarantie

Kälter
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Mit Kälter legt Andreas Pflüger einen außergewöhnlich atmosphärischen Agententhriller vor – und gleichzeitig weit mehr als das: eine psychologisch tiefgründige Geschichte über Identität, Schuld, und die ...

Mit Kälter legt Andreas Pflüger einen außergewöhnlich atmosphärischen Agententhriller vor – und gleichzeitig weit mehr als das: eine psychologisch tiefgründige Geschichte über Identität, Schuld, und die Unmöglichkeit, vor sich selbst zu fliehen.

Die Handlung beginnt im Herbst 1989 auf der Nordseeinsel Amrum, wo Luzy Morgenroth ein zurückgezogenes Leben als Polizistin führt. Die friedliche Routine endet abrupt, als ein Mann spurlos von einer Fähre verschwindet – ein Ereignis, das Luzys Vergangenheit wachruft und sie in eine tödliche Jagd zwischen Geheimdiensten, alten Feinden und eigenen Dämonen stürzt.

Was als ruhiger Inselkrimi beginnt, entwickelt sich schnell zu einem wendungsreichen, hoch spannenden Thriller mit internationalem Ausmaß – von Norddeutschland über Wien bis hin zu Schauplätzen des Kalten Krieges.

Jede Figur hat Tiefe, jedes Motiv Bedeutung. Die Sprache ist präzise und schnörkellos, oft poetisch, ohne je überladen zu wirken. Besonders beeindruckend ist, wie er politische Zeitgeschichte – speziell den Umbruch Ende der 1980er – mit persönlichem Drama verwebt, ohne ins Klischee abzurutschen.

Mein Fazit: Absolut lesenswert – auch (oder gerade) für alle, die mit klassischen Spionagethrillern sonst wenig anfangen können.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Gefühlvoll gestartet, enttäuschend geendet

Weißes Licht
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Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in ...

Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in eine schwierige Gefühlslage gerät – verliebt in Cece, die Braut seines besten Freundes, während er gleichzeitig gebeten wird, auf der Hochzeit eine Rede zu halten. Das klang nach einer intensiven, vielschichtigen Geschichte über Liebe, Loyalität und familiäre Bindungen.

Der Anfang des Buches hat meine Erwartungen auch erfüllt. Besonders die Beziehung zwischen Garett und seinem Vater wird sehr einfühlsam und berührend beschrieben. Diese Szenen haben Tiefe und schaffen eine authentische Nähe zu den Figuren. Man spürt die Last, die Fürsorge, aber auch die leisen Momente von Zuneigung und Verbundenheit.

Leider verliert das Buch für mich nach dieser starken Anfangsphase an Klarheit und Struktur. Der rote Faden scheint sich zunehmend aufzulösen. Handlungssprünge sind groß und lassen die Übergänge brüchig wirken. Dadurch fiel es mir schwer, in der Geschichte zu bleiben oder die Entwicklungen der Figuren nachvollziehbar zu finden. Die emotionale Intensität, die zu Beginn so vielversprechend aufgebaut wurde, konnte dadurch nicht bis zum Ende getragen werden.

Insgesamt bleibt bei mir ein zwiespältiger Eindruck: Weißes Licht beginnt stark, mit einer sensiblen und gefühlvollen Erzählweise, driftet dann aber leider ab. Der Spannungsbogen verliert sich und die Freude am Lesen nimmt deutlich ab. Schade – aus der Grundidee hätte sich noch viel mehr entwickeln können.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Absolut lesenswert

Protokoll eines Verschwindens
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Wow, was für ein Buch. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil ist unglaublich packend und spannend. Ich kann kaum glauben, dass es sich dabei um eine wahre Geschichte handelt.

Zum Inhalt:
Der ...

Wow, was für ein Buch. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil ist unglaublich packend und spannend. Ich kann kaum glauben, dass es sich dabei um eine wahre Geschichte handelt.

Zum Inhalt:
Der Journalist Alexander Rupflin beschreibt einen unglaublichen Kriminalfall. Ein junger Brasilianer, der noch nicht lange in Hamburg lebt, verschwindet spurlos. Wie vom Erdboden verschluckt. Seine Familie, in erster Linie seine Schwester, Ärztin und alleinerziehende Mutter, sucht ihren Bruder und gibt die Hoffnung nicht auf. Während sie sich noch Hoffnungen macht, ist ihr Bruder längst tot und liegt in einer Wohnung. Der Mieter der Wohnung lebt mit einer Leiche über Monate hinweg. Unfassbar.

Der Autor beschreibt die Tat aus vielen Blickwinkeln. Der Täter ist sich scheinbar bis zum Schluss keiner Schuld bewusst und scheint das Erlebte zu verdrängen. Wie sonst ist es möglich, seinem geregelten Leben nachzugehen, wenn im Gästezimmer eine Leiche verwest? Die Mitbewohner haben zwar einen Geruch wahrgenommen, aber keiner ist der Sache wirklich nachgegangen. Das alles passiert in der heutigen Zeit. Die Gänsehaut, die man unweigerlich beim Lesen bekommt, rührt nicht nur von der schrecklichen Tat, sondern auch daher, dass es mitten unter uns passiert ist.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Enttäuschung

Deckname: Bird
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Ich vergebe sehr selten nur einen Stern, aber das Buch hätte für mich eigentlich gar keinen verdient. Die Gestaltung des Covers ist wirklich gut gelungen und zieht einen sofort ins Buch. Der Schreibstil ...

Ich vergebe sehr selten nur einen Stern, aber das Buch hätte für mich eigentlich gar keinen verdient. Die Gestaltung des Covers ist wirklich gut gelungen und zieht einen sofort ins Buch. Der Schreibstil macht jedoch einiges anders als erwartet auf. Die Hauptfigur Heather Berriman wirkt gut skizziert, doch das Motiv der Flucht bleibt unklar, was frustriert. Der Spannungsbogen lässt zu wünschen übrig; Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben meiner Meinung nach den Lesefluss gestört. Ab Seite 180 hat es dann für mich keinen Sinn mehr ergeben, und ich hatte das Gefühl, das Buch zieht nicht genug mit. Ob es sich um eine Spionagegeschichte handeln soll, bleibt unklar und fügt sich nicht eindeutig ins Bild. Schade, der Klappentext war vielversprechend. Die Regionen in England und Schottland werden sehr gut beschrieben, also landschaftlich ist es gut geworden, leider hat es für mich diesmal nicht gereicht.

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