Anathema
AnathemaAnfangs habe ich etwas gebraucht, um in Anathema hineinzufinden. Das Glossar hat mich zunächst etwas abgeschreckt, gleichzeitig habe ich mich aber so auf das Buch gefreut, dass ich mich komplett darauf ...
Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in Anathema hineinzufinden. Das Glossar hat mich zunächst etwas abgeschreckt, gleichzeitig habe ich mich aber so auf das Buch gefreut, dass ich mich komplett darauf eingelassen habe. Der Schreibstil ist stellenweise etwas anspruchsvoller, hat mir aber unglaublich gut gefallen. Er ist sehr bildlich und schafft eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre, die mich während des gesamten Buches nicht mehr losgelassen hat. Die Eating Woods wirken lebendig und voller Gefahren und Geheimnisse.
Maevyth ist eine wirklich tolle Protagonistin. Sie ist weder das typische perfekte Mädchen noch die klassische toughe Assassinin. Als Außenseiterin konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Entwicklung hat mir richtig gut gefallen. Auch Zevander habe ich total ins Herz geschlossen. Hinter seiner kalten Fassade steckt viel mehr, als man zunächst vermutet. Die Slow-Burn-Romance und die Tension zwischen den beiden habe ich geliebt.
Auch Zevanders Schwester hat mir mit ihrer rebellischen Art unglaublich gut gefallen und ihre Freundschaft zu Maevyth war schön zu verfolgen.
Das Worldbuilding hat mich ebenfalls begeistert. Die düstere Welt konnte mich komplett fesseln. Die Handlung baut sich eher langsam auf und hat zwischendurch kleine Längen, aber die vielen Mysterien und Charaktere haben das für mich mehr als ausgeglichen.
Zum Ende hin wird es nochmal richtig spannend und ich freue mich schon unglaublich auf Band 2. Insgesamt ist Anathema keine Romantasy für zwischendurch, aber genau das hat mir so gut gefallen. Für mich sind das ganz klar 5 Sterne.