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Veröffentlicht am 09.04.2019

viel Emotionen, aber leider keine überzeugenden Protagonisten

Als mein Herz zerbrach
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An dem Buch "als mein Herz zerbrach" hatten mich der Klappentext und das schöne Cover angesprochen.

Der Schreibstil ist angenehm und locker, und ich habe die Geschichte an zwei Tagen ausgelesen.

Was ...

An dem Buch "als mein Herz zerbrach" hatten mich der Klappentext und das schöne Cover angesprochen.

Der Schreibstil ist angenehm und locker, und ich habe die Geschichte an zwei Tagen ausgelesen.

Was die Autorin durchaus versteht, ist Emotionen an den Leser zu vermitteln. Wut und Zorn, Eifersucht, Liebe, Trauer - dies alles kam gut bei mir an und konnte mich an das Buch fesseln.

Mit wem ich allerdings nicht so ganz klar kam, waren die Protagonisten. Rachel, Shanes Frau, stirbt gleich zu Beginn des Buches und ich konnte daher die enge Freundschaft zwischen ihr und Kate, aber auch die Liebe, die sie mit Shane verbunden hat, nicht fühlen. Nach ihrem Tod wird sie auch relativ wenig erwähnt, sodass ich keine Bindung spürte.

Die Handlung wird aus Shanes und Kates Sicht erzählt, was mir an sich sehr gut gefällt, weil es die Möglichkeit bietet, sich in die Gedanken beider hineinzuversetzen.

Leider konnten mich weder Shane noch Kate so richtig überzeugen.

Shane ist gefühllos, und trotz vieler Möglichkeiten, sich zu bessern, fällt er doch immer wieder in ein gewisses Schema zurück und verletzt Kate immer wieder aufs Neue. Ich konnte nicht nachvollziehen, was ihn zu dem Mann ausmachte, in den sich Kate und auch Rachel verliebt hatten. Er sagt Dinge zu Kate, die unverzeihlich sind, und vor allem tut er dies nicht nur einmal. Auch der von ihm gefühlte Zwiespalt, das Gefühl, nach Rachel niemanden lieben zu dürfen, wurde mir nicht wirklich vermittelt.

Kate wiederum probiert es immer wieder mit ihm, auch wenn er sie oft tief verletzt. Sie lässt sich so gut wie alles gefallen, früher oder später kommt sie doch immer zu ihm zurück. Erst gegen Ende entwickelt sie endlich Rückgrat, aber das war für mein Empfinden viel zu spät - ebenso wie Shanes Besserung.

Die erotische Anziehungskraft der beiden zueinander ist spürbar geschildert - die erotischen Szenen selbst fand ich allerdings nicht allzu ansprechend beschrieben. Abgesehen davon hätte die Geschichte meiner Ansicht nach auch ohne auskommen können.

Die Entwicklung der Liebe zueinander konnte ich leider nicht spüren. Es gab auch einige Momente, in denen ich auf Aufklärung einer gewissen Szene gewartet hätte, und die niemals kam.

Sehr schön fand ich die Szenen mit den Kindern, wie einfühlsam beide sich um sie bemühen und versuchen, sie den Verlust der Mutter nicht allzu sehr spüren zu lassen. Bis auf eine Szene im letzten Drittel, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte, fand ich alles rund um die Kinder absolut schön beschrieben.

Das Buch weckt Emotionen- an manchen Stellen stiegen mir die Tränen in die Augen, und an manchen musste ich schmunzeln. Ich, die ich selbst Mutter bin, konnte einiges am Verhalten der Kinder und auch der Eltern durchaus nachvollziehen - es waren sehr lebensechte Szenen dabei.

Fazit: "Als mein Herz zerbrach" ist eine emotionale Liebesgeschichte, die mich mit der Handlung zwar überzeugen konnte, leider jedoch nicht mit den Charakteren. Die Emotionen sind sehr gut beschrieben, auch die Szenen mit den Kindern haben mir gut gefallen. Allerdings waren mir sowohl Shane als auch Kate bis zum Ende nicht sympathisch.

Veröffentlicht am 09.04.2019

nicht ganz so überzeugend wie Band 1

The One Right Man (Love and Order 2)
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Nachdem mir bereits der erste Band der Serie sehr gut gefallen hatte, war ich nun gespannt auf die Geschichte von Chelsea und Dean in "the One Right Man", die sich im Ende des vorigen Buches schon angekündigt ...

Nachdem mir bereits der erste Band der Serie sehr gut gefallen hatte, war ich nun gespannt auf die Geschichte von Chelsea und Dean in "the One Right Man", die sich im Ende des vorigen Buches schon angekündigt hatte.

Der Schreibstil des Autorenduos ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Positiv hervorheben möchte ich auch, dass den beiden immer neue Geschichten einfallen, sodass ich bisher nicht das Gefühl hatte, bereits Gelesenes neu zu lesen. (Auch die dreiteilige Serie "San Francisco Hearts" hatte mir schon sehr gut gefallen).

Die Geschichte wird hier alleinig aus Chelseas Sicht erzählt. Das fand ich etwas schade, denn so konnte ich mich in Dean nicht wirklich hineinversetzen, und seine Wandlung zu einem Mann, der es wirklich ernst meint, konnte ich nicht vollständig nachvollziehen.

In dem Buch wurde auf Rückblenden in die Vergangenheit der beiden verzichtet, was die Autorinnen im Nachwort damit erklären, dass sie die Handlung bewusst auf die Gegenwart konzentrieren wollten. Aus Gesprächen erfährt man jedoch genug, um zu erfahren, warum die Ehe der beiden in Vergangenheit nicht geklappt hatte. Der Grund für das Scheitern der Beziehung konnte mich jedenfalls überraschen und war für mich auch nachvollziehbar.

Die Charaktere sind wie immer sehr gut ausgearbeitet und lebensecht. Allerdings konnte ich mit den beiden trotzdem nicht richtig warm werden. Chelsea, die tief verletzt wurde, ließ sich meiner Meinung nach viel zu schnell wieder mit Dean ein, und auch er konnte mich länger nicht von seinen wahren Absichten überzeugen. Wie oben bereits erwähnt, tat ich mir vielleicht auch deshalb bei ihm schwerer, weil man seine Gedanken nicht erfährt.

Obwohl es hier durchaus einige Szenen gibt, bei denen ich schmunzeln musste, und auch die Wortwechsel zwischen Dean und Chelsa schlagfertig und witzig sind, war mein Gesamteindruck der Handlung eher ernster und nicht locker-leicht. Das liegt sicherlich auch an den Erfahrungen, die Chelsea in der Vergangenheit durchmachen musste.

Der Erotikanteil war leider mir zu hoch und hat die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr in den Hintergrund gedrängt. Auch wenn dies wahrscheinlich beabsichtigt war, da die Beziehung der beiden vor fünf Jahren hauptsächlich auf Sex basierte, war es mir trotzdem too much.

Natürlich haben auch Chelseas Freundinnen Victoria und Hannah einen Anteil an der Geschichte, und es gibt auch ein Wiedersehen mit einer Protagonistin aus der "San Francisco Hearts"-Reihe, was mir sehr gut gefallen hat.

Schön fand ich auch die Einbindung der großen Familie Chelseas, und den Zusammenhalt, den sie haben.

Ich bin nun gespannt auf den Abschlussband der Serie mit Hannahs Geschichte.

Fazit: "The One Right Man" konnte mich nicht ganz so überzeugen wie Band 1 der Serie. Trotzdem vergebe ich eine Leseempfehlung, denn die Geschichte an sich hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 07.04.2019

konnte mich überzeugen

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Wer die King-Reihe der Autorin gelesen hat, der weiß, dass diese sehr brutal ist - obwohl sie mir gefallen hat, war sie mir teilweise zu brutal.

Dieses Buch ist anders als erwartet - es ist viel sanfter ...

Wer die King-Reihe der Autorin gelesen hat, der weiß, dass diese sehr brutal ist - obwohl sie mir gefallen hat, war sie mir teilweise zu brutal.

Dieses Buch ist anders als erwartet - es ist viel sanfter und hatte mich überrascht. Überrascht auch deshalb, weil die Bewertungen bisher eher durchwachsen waren und ich nicht damit gerechnet hatte, dass mir das Buch so gut gefallen würde. Doch das hat es getan.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Sawyer und Finn erzählt. Sie flieht vor ihrem gewalttätigen Vater, nachdem ihre Mutter verstorben ist, zu einem Grundstück, das ihre Mutter vor ihrem Vater geheimgehalten hatte. Doch dort lernt sie Finn kennen, der ganz und gar nicht begeistert ist, eine neue Nachbarin zu haben.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, und ich habe das Buch an einem Nachmittag ausgelesen.

Beide Protagonisten verarbeiten den Tod eines geliebten Menschen - doch auf ganz unterschiedliche Weise. Die Emotionen werden sehr gut an den Leser transportiert, sodass ich mit den beiden mitgefühlt habe. Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen den beiden verläuft sanft und vorsichtig, und das passt auch perfekt angesichts dessen, dass Sawyer bisher sehr behütet aufwuchst.

Die bildhafte Beschreibung der Sümpfe Lousiannas hat mir das Gefühl gegeben, direkt dort zu sein, und nicht nur Sawyer und Finn, sondern auch die wenigen Nebencharaktere wurden gut ausgearbeitet und haben sich perfekt in die Handlung eingepasst.

Sowohl Finn als auch Sawyer entwickeln sich sehr weiter; in Rückblenden erfährt man häppchenweise von ihrer Vergangenheit.

Vor allem Sawyer hat mir gefallen - sie hat Schlimmes durchgemacht, doch das hindert sie nicht daran, allem Neuen offen gegenüberzustehen und mit Neugierde durchs Leben zu gehen - mehr noch, sie versucht alles, was sie bisher versäumt hat, förmlich in sich aufzusagen. Das hat sie mir sehr sympathisch gemacht, weil sie zu keinem Moment verbittert ist, sondern ihre Vergangenheit hinter sich lässt.

Aber auch Finn war mir sympathisch. Er muss erst einen Weg aus seiner Trauer finden, doch mir hat an ihm gefallen, dass er bereit ist, sich wieder auf das Leben einzulassen. Es wurde gut beschrieben, wie sehr er sich zu Sawyer hingezogen fühlt, und mir hat gefallen, dass er auch ehrlich zu ihr ist.

Die Erotik hält sich in Grenzen, doch das Prickeln zwischen den beiden zieht sich durch das gesamte Buch.

Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger - wer sich daran stört, sollte das baldige Erscheinen von Band 2 abwarten und dann erst mit dem Lesen beginnen.

Fazit: "Wild hearts" ist der erste Band eines Zweiteilers, der so ganz anders ist als die King-Reihe der Autorin. Es ist ein eher sanftes Buch, das mich mit sympathischen Charakteren überzeugen konnte, die sehr lebensecht ausgearbeitet wurden. Nach dem Cliffhanger bin ich nun sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 07.04.2019

überzeugender zweiter Band

One More Promise
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Es handelt sich hier um den zweiten Teil der "Second Chances"-Reihe. Die Bücher können jedoch unabhängig voneinander gelesen werden und sind in sich abgeschlossen.

Nachdem mich "one more Chance" trotz ...

Es handelt sich hier um den zweiten Teil der "Second Chances"-Reihe. Die Bücher können jedoch unabhängig voneinander gelesen werden und sind in sich abgeschlossen.

Nachdem mich "one more Chance" trotz großer Freude darauf und vieler positiver Rezensionen leider nicht überzeugen konnte, wollte ich "one more Promise" noch eine Chance geben. Ich hatte aber auch Bammel, dass es mir wieder nicht gefallen würde. Gottseidank aber hat mich dieses Buch zu keinem Moment enttäuscht.

Das Autorenduo hat einen Schreibstil, bei dem ich immer wieder schmunzeln musste, und der mich sofort in das Buch gezogen hat.

Soraya und Graham waren mir beide sehr sympathisch.
Soraya ist eine junge Frau, die sich nichts gefallen lässt und bei Grahams guten Aussehen nicht gleich vor ihm auf die Knie sinkt - vor allem, nachdem er zum Zeitpunkt ihres Kennenlernens absolut keinen guten Eindruck bei ihr hinterlassen hatte. Sie ist schlagfertig, verbirgt aber hinter ihrem frechen Auftreten auch ihre Verwundbarkeit.

Graham wiederum hat mich sehr beeindruckt. Entgegen dem ersten Eindruck konnte er mich ziemlich schnell mit seinen ernsthaften Bemühungen, Soraya für sich einzunehmen, überzeugen.

Die Handlung wird aus beider Sicht erzählt und hat es mir leichtgemacht, mich in die Gedanken und Gefühle der beiden hineinzuversetzen. Beide enwickeln sich im Laufe der Handlung sehr weiter.

Grahams Bemühungen, Soraya für sich zu gewinnen, bringen witzige Wortwechsel zwischen den beiden (sowohl im Gespräch, aber auch via Handy-Chats) hervor, bei denen ich immer wieder schmunzeln musste. Doch die Handlung geht auch ein wenig tiefer, und konnte mich dadurch, dass die Gefühle und Gedanken der beiden sehr lebensecht geschildert wurden, überzeugen.

Was mir an beiden sehr gut gefallen hat, war ihre absolute Ehrlichkeit zueinander, wodurch auch kein unnötiges Drama in der Handlung aufgetreten ist, sondern im Gegenteil diese sehr lebensnah wurde, und Situationen passieren, für die man oftmals gar nichts kann: that´s life!

Die erotischen Szenen sind geschmackvoll beschrieben und vor allem nicht allzu zahlreich. Es prickelt zwischen den beiden, und das wurde wirklich gut herausgearbeitet.

Fazit: "One more Promise" ist ein Buch, das sexy und humorvoll die Liebesgeschichte von Soraya und Graham schildert, denen so manche Steine in den Weg gelegt werden. Durch den fesslenden Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch an einem Tag ausgelesen. Ich mochte beide sehr und habe sie gern ein Stück ihres gemeinsamen Weges begleitet. Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.04.2019

eine etwas andere Vampir(liebes)geschichte

Don't Bite
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An "Don't bite" hat mich gleich der Klappentext angesprochen, der eine witzige und etwas andere Vampirgeschichte versprach. Außerdem läuft mir die Autorin in facebook immer wieder über den Weg und ihre ...

An "Don't bite" hat mich gleich der Klappentext angesprochen, der eine witzige und etwas andere Vampirgeschichte versprach. Außerdem läuft mir die Autorin in facebook immer wieder über den Weg und ihre Bücher versprechen Qualität - "Märchensommer" (neu überarbeitet und nun erschienen als "Julian") hatte mich schon vor ein paar Jahren sehr überzeugen können. Daher war ich nun gespannt auf Quentin und seine Geschichte.

Die Autorin hat einen fesselnden und witzigen Schreibstil, der es mir leichtgemacht hat, das Buch an einem Tag auszulesen. Sie erzählt die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Quentin und Abigail.

Gleich zu Beginn, als Quentin von seinem Urur...onkel Graf Dracula nach Transsylvanien ins Schloss verbannt wird, musste ich zum ersten Mal schmunzeln. Quentin ist ein verwöhnter junger Vampir, der auf die harte Tour lernen muss, was einen Vampir ausmacht. Seine Gedankengänge und auch die Wortwechsel zwischen ihm und Abigail haben mich oft zum Lachen gebracht, trotzdem gibt es aber auch genug Szenen, die ernsthafter sind. Manche Momente wiederum sind emotional und haben mir die Tränen in die Augen steigen lassen..

Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet, und ich konnte mich gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen. Man kann gar nicht anders, als Quentin und Abigail gernzuhaben, die beiden sind einfach zu liebenswert. Vor allem Quentin macht eine große Entwicklung durch.

Die bildhafte Beschreibung des Schlosses und der Umgebung haben es mir leicht gemacht, mir alles vorzustellen und das Gefühl zu erhalten, dass es das Schloss samt Einwohnern wirklich gibt. Am liebsten würde ich selbst dorthin fahren, um mich davon zu überzeugen, dass die beiden wirklich dort sind :)

Die Geschichte selbst verläuft ganz anders, als ich erwartet hätte, mit Twists im Plot, die die Handlung bis zum Ende nicht vorhersehbar gemacht haben. Auch dies hat dazu beigetragen, dass ich den reader nur schwer zur Seite legen konnte.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen den beiden verläuft nicht zu schnell und konnte mich ebenfalls überzeugen, zwischendrin gab es immer mal wieder süße, romantische Momente, die mich dahinschmelzen ließen - denn ja: auch Vampire können Romantik :)

Fazit: "Don't bite" ist eine Vampir(liebes)geschichte ganz ohne Glitzer, mit einem Vampir, den man einfach nur gernhaben muss. Die Geschichte bleibt durch Twists in der Handlung bis zum Ende spannend und fesselnd, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Mein Herz schlägt für Abigail und Quentin - ich vergebe für "don't bite" eine Leseempfehlung!