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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2018

tolles Debut mit kleinen Schwächen

New York Bastards – In deinem Schatten
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Ich hatte von der Autorin bereits vor längerem gehört, und der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Das Buch ist Teil 1 einer Serie, jedoch in sich abgeschlossen und kann unabhängig vom zweiten Band ...

Ich hatte von der Autorin bereits vor längerem gehört, und der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Das Buch ist Teil 1 einer Serie, jedoch in sich abgeschlossen und kann unabhängig vom zweiten Band gelesen werden, da die Hauptprotagonisten wechseln.

Ich muss gestehen, bei diesem Buch bin ich in Sachen Bewertung etwas zwiegespalten. Man muss dazu aber auch wissen, dass es sich um das Debut der Autorin handelt - und in der Hinsicht ist es großartig gelungen.

Der Schreibstil ist flüssig, und ich habe mich rasch eingelesen. Die Handlung selbst wird abwechselnd aus Lissianas und Johns Sicht erzählt, und ihre Gefühle und Gedanken wurden sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.

Es handelt sich hier um eine Liebesgeschichte mit Thriller-Elementen, was mir wirklich gut gefallen hat. Die Spannung bleibt aufrecht, lange Zeit kommt man nicht darauf, wer der "Bräutigam" ist. Manche Szenen sind zwar brutaler, aber es passt auch zur Gesamthandlung und hat mich dadurch auch nicht gestört. Doch es gibt auch so einige romantisch-liebevolle Szenen, die die Brutalität wieder ausgeglichen haben.

An einigen Teilen hat es sich beim Lesen etwas gezogen, da Manches etwas zu ausführlich erklärt wurde. Ein paar Logikfehler gab es in der Handlung, die ich allerdings nicht näher ausführen möchte, um nicht zu spoilern.

Lissiana - eine erfolgreiche FBI-Agentin - war mir dafür, welchen Job sie ausübt, teilweise etwas zu unbeholfen und naiv. Anderseits hat sie mir sehr imponiert mit ihrem starken Willen, den Mordfall zu lösen und mit ihrer engen Verbundenheit zu ihrer jüngeren Schwester, um die sie sich kümmert. Sie ist liebevoll und hat ein weiches Herz, und im Gesamten war sie mir sehr sympathisch.

John hingegen weiß, was er will, er hat lange Zeit den New Yorker Untergrund regiert. Trotzdem scheint auch bei ihm seine weiche Seite durch, und er war mir zu schnell wieder zu sehr in Lissiana verliebt dafür, was sie ihm angetan hatte - er hätte sie ruhig noch ein wenig zappeln lassen können. Trotzdem mochte ich auch ihn sehr, da bei ihm gut herausgearbeitet wurde, dass er Härte nur dann zeigt, wenn es notwendig ist, und keine unnötige Brutalität anwendet. Auch zeichnet ihn seine enge Bindung zu seinem jüngeren Bruder aus.

Die Handlung war, wie schon gesagt, sehr spannend aufgebaut - dadurch, dass auch der "Bräutigam" zwischendurch zu Wort kommt (was mir sehr gut gefallen hat), war der Spannungsbogen konstant in der Höhe und das Ende war für mich nicht so vorhersehbar.

Fazit: "New York Bastards - in deinem Schatten" ist das Debut einer Autorin, das ihr sehr gut gelungen ist. Thriller- und Love-Elemente gleichen sich bei einem fesselnden und spannenden Schreibstil perfekt aus. Der Handlungsplot ist gut durchdacht und ausgearbeitet, auch wenn sich einige Logikfehler eingeschlichen haben. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, es ist spannend vom Beginn bis zum Ende, und es hat sympathische und gut ausgearbeitete Charaktere. Von mir gibt es 3,5 Punkte, aufgerundet auf 4 für die tolle Gesamthandlung.

Veröffentlicht am 29.04.2018

eine wunderbare Geschichte

Was in unseren Sternen steht
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Ich wurde auf das Buch durch einen facebook-Post einer bloggerin aufmerksam und habe es dann kurzentschlossen beim Verlag als Leseexemplar angefragt und auch erhalten - herzlichen Dank auch auf diesem ...


Ich wurde auf das Buch durch einen facebook-Post einer bloggerin aufmerksam und habe es dann kurzentschlossen beim Verlag als Leseexemplar angefragt und auch erhalten - herzlichen Dank auch auf diesem Weg dafür! (meine ehrliche Meinung blieb davon unbeeinflusst).

Die Geschichte erzählt von Jess, einer alleinerziehenden Mutter, die eher sporadisch Kontakt mit dem Vater ihres zehnjährigen Sohnes hat, bis sie mit ihm Urlaub in dessen Hotel in Frankreich macht und so versucht, die Vater-Sohn-Beziehung zu intensivieren und zu festigen - denn sie weiß etwas, was bisher weder Adam noch ihr Sohn wissen ...

Obwohl die Handlung eher ruhig verläuft, so ist sie doch keineswegs langweilig. Der angenehme Schreibstil, der den Leser nur so durch die Seiten fliegen lässt, und eine Geschichte, bei der man neugierig darauf bleibt, wie es weitergeht, haben es mir leicht gemacht, das Buch innerhalb kurzer Zeit auszulesen. Die Geschichte hat einen ernsten Hintergrund, zeigt jedoch zwischendurch immer wieder amüsante und auch liebevoll-romantische Elemente, sodass es nicht zu traurig wird, und sie entwickelt sich in eine Richtung, die ich anfangs nicht ganz so vermutet hätte.

Die Geschichte wird aus Jess´ Sicht in Ich-Form erzählt, wodurch es mir leichtgefallen ist, mich in sie einzufühlen. Sie ist eine starke Frau, die ihren Sohn William alleine erzieht, der übrigens ein ganz toller Junge ist - die Autorin hat es sehr gut geschafft, die Altklugkeit eines Kindes in diesem Alter herauszuarbeiten, gemeinsam mit den beginnenden Ansätzen der Pubertät auf der einen Seite, und dem doch noch ich-brauch-meine-Mama auf der anderen Seite. Ich hätte William am liebsten geknuddelt und geknutscht

Doch auch die anderen vorkommenden Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet - allen voran Jess, die durch den Urlaub über ihren Schatten springt, um Zeit mit dem Kindesvater Adam zu verbringen und damit William die Gelegenheit zu geben, ihn besser kennenzulernen. Sie ist manchmal etwas tollpatschig und chaotisch, andererseits ist sie fröhlich und ist immer für andere da, das hat sie sehr liebenswert gemacht.

Adam war mir anfangs nicht allzu sympathisch, doch als ich auch ihn besser kennenlernte, mochte ich ihn doch sehr, weil man erkennen kann, dass manches oftmals ganz anders ist, als man anfänglich den Eindruck hat. Er entwickelt sich im Lauf der Handlung sehr weiter, und gerade durch diese Weiterentwicklung hat er bei mir viele Sympathiepunkte erhalten.

Fazit: "was in unseren Sternen steht" ist ein wundervolles Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es erzählt darüber, dass man das Leben so nehmen soll, wie es kommt, um daraus das Beste zu machen. Es ist eine Geschichte über Liebe, über Freundschaft und letztendlich auch über Familie und Zusammenhalt. Auch die bildhaften wunderbaren Beschreibungen des Chateaus und dessen Umgebung sowie wunderbar sympathische und lebensechte Charaktere haben dazu beigetragen, dass ich mich in diesem Buch von Beginn an wohlgefühlt habe. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.04.2018

eine Geschichte, die unter die Haut geht

Bright Side - Ein Moment für immer
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Ich hatte bereits von der Autorin gehört und war nach dem vielversprechenden Klappentext sehr gespannt auf das Buch.

Die Geschichte erzählt von Kate und dem Beginn ihrer Collegezeit. Kate hatte bisher ...

Ich hatte bereits von der Autorin gehört und war nach dem vielversprechenden Klappentext sehr gespannt auf das Buch.

Die Geschichte erzählt von Kate und dem Beginn ihrer Collegezeit. Kate hatte bisher kein einfaches Leben - was alles bis zur Jetztzeit passiert ist, erfährt man zum Teil erst häppchenweise im Verlauf der Geschichte. Ich möchte zum Inhalt auch nicht viel mehr sagen, um nicht zu spoilern.

Die Handlung wird zum größten Teils aus der Sicht von Kate in Ich-Form erzählt. Etwa ab der Hälfte kommt noch die Sicht einer anderen Person dazu. Dies mag ich sehr gern, und auch hier ist es mir leicht gefallen, mich in die Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen.

Der Schreibstil ist locker - manchmal war er mir zu jugendlich, es kommt recht oft das umgangsprachliche Wort "Alter" vor - jeder kennt es, aber in einem Buch liest es sich etwas komisch. Bis etwa zur Hälfte des Buches hat es sich doch noch ein klein wenig gezogen, weil sehr viel aus dem Leben von Kate und dem ihres besten Freundes Gus und ihrer beider Interaktion über Telefon und Skype erzählt wird, was zwar für die Handlung und den Folgeband (wo Gus die Hauptperson ist) wichtig ist, aber zeitweise dann doch auch etwas langweilig war. Dann zieht die Handlung aber an und es wird auch so richtig emotional und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Die Autorin hat es gut verstanden, die Gefühle zu transportieren, sodass man als Leser nicht anders kann, als mit den Protagonisten mitzuleben.

Kate mochte ich sehr - wie schon erwähnt, musste sie in ihren jungen Jahren einiges mitmachen, hat es aber geschafft, sich trotzdem ihr sonniges und optimistisches Gemüt zu bewahren - auch wenn sie mir manchmal zu "gut" war, so hat sie es doch geschafft zu vermitteln, dass man in allem etwas Positives finden kann, und sei es noch so schlimm, Sie zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man nur will und dass es immer einen Grund für Hoffnung gibt.

Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet und mochte sie sehr gerne.

Vor allem gegen Ende war dann Taschentuchalarm - die Geschichte ist sehr emotional, und spätestens dann hatte sie mich vollends gepackt.

Fazit: "Bright Side" ist ein wunderbares Buch, das mir sehr gut gefallen hat - Taschentücher sind aufgrund der emotionalen Handlung auf jeden Fall empfehlenswert. Die Autorin hat einen angenehm leichten Schreibstil, und hat ihre Charaktere so ausgearbeitet, dass man nicht anders kann, als mit ihnen mitzuleben und mitzufühlen. Für mich war es - bis auf einige Längen in der Handlung in der ersten Hälfte des Buches - eine Geschichte, die dem Leser vermittelt, dass es immer Hoffnung gibt, man in allem etwas Positives sehen kann und nicht zuletzt ist es auch eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Ich vergebe gern eine Leseempfehlung.

Ich danke NetGalley und dem Verlag beEbooks für das Leseexemplar - meine Meinung blieb davon jedoch unbeeinflusst.

Veröffentlicht am 28.04.2018

kein typischer Hoover - aber trotzdem überzeugend

Never Never
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Ich liebe die Bücher von Colleen Hoover - und als ich diese Neuankündigung las, musste ich natürlich auch dieses hier haben. Die Autorin hat dieses Buch in einer Gemeinschaftsarbeit mit Tarryn Fisher geschrieben, ...

Ich liebe die Bücher von Colleen Hoover - und als ich diese Neuankündigung las, musste ich natürlich auch dieses hier haben. Die Autorin hat dieses Buch in einer Gemeinschaftsarbeit mit Tarryn Fisher geschrieben, und die sehr unterschiedlichen Bewertungen - von toll bis nur ein Stern - haben mich auch neugierig gemacht, wie es mir gefallen würde. Ich habe jedoch vor dem Beenden des Buches keine einzige Rezension gelesen, um mich nicht beeinflussen zu lassen.

Die Geschichte wird kapitelweise aus Charlies und Silas´ Sicht erzählt, der Schreibstil ist angenehm, und die Geschichte von Beginn an so spannend, dass ich gar nicht zu lesen aufhören konnte und das Buch innerhalb kürzester Zeit durch hatte.

Die Erzählung aus beider Sicht erfolgt manchmal in Ich-Form und teilweise in dritter Person. Anfangs war dies ein wenig verwirrend, wenn man sich jedoch eingelesen hat, stellt es kein Problem mehr dar.

Vorab - es ist kein typisches Hoover-Buch - man merkt einfach, dass sie es nicht allein geschrieben hat. Ich persönlich finde das jedoch nicht schlecht, sondern einfach - anders. Die beiden Autorinnen haben es geschafft, durch dieses besondere Geschichte, die mal ganz was Anderes ist, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Alle drei Teile des Buches habe ich mitgerätselt, was der Grund für den Gedächtnisverlust der beiden sein könnte, man erlebt mit, wie Silas und Charlie sich kennenlernen und näherkommen, ihre Gefühle entdecken und Geheimnisse aufdecken, die beide Familien betreffen und auseinandergetrieben haben. Durch den fesselnden Erzählstil und Wendungen in der Geschichte, die nicht vorhersehbar sind, bin ich durch die Seiten geflogen und hatte keinen einzigen langweiligen Moment. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und mitgelitten und vor allem den Epilog fand ich einfach nur super.

Fazit: Mich konnte "Never Never" überzeugen. Obwohl kein typisches Colleen Hoover-Buch, so war es doch von Beginn an eines, das durch die ungewöhnliche Geschichte, spannende Momente, unvorhergesehene Twists in der Handlung und Hauptcharaktere punkten kann, die toll ausgearbeitet wurden und in die ich mich sehr gut einfühlen konnte. Ob man das Buch nun eher ins Fantasy-Genre einordnet oder eher doch in das Seelenverwandtschaft-Liebe-Genre, bleibt dem Leser überlassen - es hat ein wenig von allem: Krimi-, Thriller- und Fantasyelemente ebenso wie Liebe, Romantik und tiefe Gefühle. Ich vergebe eine Leseempfehlung für alle, die sich gern überraschen lassen wollen von einer Geschichte, die in eine komplett andere Richtung geht, als man anfangs annehmen könnte.

Ich danke dem DTV-Verlag für das Leseexemplar - meine Meinung blieb davon jedoch unbeeinflusst.

Veröffentlicht am 06.04.2018

konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Ein ganz neues Leben
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"Ein ganzes halbes Jahr" war ein Buch, das mich auch nach dem Zuklappen gedanklich noch sehr lange beschäftigt hat und mir unter die Haut ging.

Umso mehr war ich dann gespannt zu erfahren, wie es Lou ...

"Ein ganzes halbes Jahr" war ein Buch, das mich auch nach dem Zuklappen gedanklich noch sehr lange beschäftigt hat und mir unter die Haut ging.

Umso mehr war ich dann gespannt zu erfahren, wie es Lou nach Wills Tod ergeht und wurde dahingehend leider ein wenig enttäuscht.

Die Autorin hat einen gewohnt angenehmen Schreibstil, mit dem ich mich rasch einlesen konnte. Sie erzählt auch hier wieder aus Lous Sicht in Ich-Form. Die Geschichte startet eineinhalb Jahre nach Wills Tod, und Lou versucht noch immer, damit fertig zu werden und alles zu verarbeiten.

Ich muss gestehen, ich musste mich zwischendurch förmlich dazu zwingen, weiterzulesen, obwohl es mich interessierte, wie es Lou weiter ergeht. Allerdings war mir das Buch im gesamten viel zu depressiv und ist teilweise eher vor sich hingeplätschert. Es gab nur seltene, kurze Momente, in denen es ein wenig fröhlicher war, und erst gegen Ende konnte es mich dann voll packen und hat die Geschichte dann auch wieder angezogen.

Fazit: "ein ganz neues Leben" konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Geschichte plätschert eher vor sich hin und ist im Grundttenor viel zu traurig und depressiv. Ein wenig mehr Fröhlichkeit und Lebensfreude hätten nicht geschadet. Trotzdem hat mich das Buch aber auch neugierig auf Band 3 gemacht, der mich dann wieder vollkommen überzeugen konnte. Für diesen Band hier kann aber leider nicht mehr als 3 Sterne vergeben.