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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2021

Großes Potenzial, welches leider nicht ausgeschöpft wurde

Hiding Hurricanes
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Von Band 3 der Fletcher University Reihe habe ich mir wirklich viel versprochen. Klappentext und Setting klangen wirklich vielversprechend und interessant, nur hatte ich leider das Gefühl, dass das Potenzial, ...

Von Band 3 der Fletcher University Reihe habe ich mir wirklich viel versprochen. Klappentext und Setting klangen wirklich vielversprechend und interessant, nur hatte ich leider das Gefühl, dass das Potenzial, welches das Buch durchaus gehabt hätte, nicht ausgeschöpft wurde.

Abgesehen davon, dass ich sehr lange gebraucht habe, um mich in die Geschichte einzufinden, war ich irgendwann einfach nur noch genervt davon, dass Lenny und Creed sich so sehr selbst im Weg standen.

Besonders das Verhalten von Lenny war an vielen Stellen für mich nicht nachvollziehbar. Ich muss mich nicht zwangsläufig mit einer Figur identifizieren können oder sie sympathisch finden müssen, aber ich muss verstehen können, warum sie so handelt wie sie handelt und das konnte ich bei Lenny nicht.

Creed hat mich schon mehr überzeugen können, aber auch seine Figur erschien mir nicht tiefgründig genug.

Der Freundeskreis war ganz nett, nur habe ich auch dort leider nicht so ganz verstanden, in welcher Beziehung alle zueinander stehen. Die Freundschaften erschienen mir doch eher oberflächlich.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch von einem wirklich tollen Setting lebt und auch die Nebencharaktere, die im Stripclub auftraten, fand ich toll. Nur leider sind die beiden haupsächlichen Teile, nämlich die Handlung und die beiden Protagonisten, für mich nicht der eigentlichen Grundidee würdig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2021

Tolles Buch, viel Drama

Never Too Late
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Zoe und Jason lernen sich in einer Bar kennen und haben ein One-night-stand. Beide hoffen sich danach nie wiedersehen zu müssen. Nur blöd, als sie merken, dass Jason mit Zoes bester Freundin und Mitbewohnerin ...

Zoe und Jason lernen sich in einer Bar kennen und haben ein One-night-stand. Beide hoffen sich danach nie wiedersehen zu müssen. Nur blöd, als sie merken, dass Jason mit Zoes bester Freundin und Mitbewohnerin befreundet ist...

Es war mein erstes Buch der Autorin und auch wenn mich der Schreibstil am Anfang etwas überrascht hat, hat mir dieser nach meiner anfänglichen Verwunderung richtig gut gefallen. Ich glaube ich bin noch nie so schnell und einfach durch die Seiten geflogen wie bei Never too late.

Zoe und Jason sind beide schlagfertig, humorvoll und treten sehr selbstbewusst auf, was mir wirklich gut gefallen hat.

Auch hat die Autorin es geschafft innerhalb der 480 Seiten super viele wichtige Themen anzusprechen, wobei mir da schon fast lieber gewesen wäre, sie hätte weniger, aber dafür tiefgehender die einzelnen Probleme thematisiert.

Das Ende war mir etwas zu dramatisch. Es ist zu viel innerhalb weniger Seiten passiert. Auch hier finde ich, dass dem Buch ein bisschen weniger Drama keinen Abbruch getan hätte.

Dennoch konnten mich die Geschichte und die etwas außergewöhnlicheren Protagonisten, aber auch die Nebencharaktere, wirklich von sich überzeugen. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen habe ich als sehr natürlich und passend empfunden, es wurde nichts künstlich erzwungen. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wurde und gerade Jason war für mich eigentlich auch schon Grund genug, das Buch zu lieben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2021

"Alte" Geschichte neu erzählt

The Memories We Make
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"Für alle, die sich schon einmal gewünscht haben, stark genug zu sein, um ihre Zukunft verändern zu können. Ihr seid stark genug."

Wer auch immer diese Widmung braucht, braucht auch dieses Buch. Du bist ...

"Für alle, die sich schon einmal gewünscht haben, stark genug zu sein, um ihre Zukunft verändern zu können. Ihr seid stark genug."

Wer auch immer diese Widmung braucht, braucht auch dieses Buch. Du bist genug.
Ein Satz, mit dem Persephone (Seph) nichts anfangen kann. Nie wird sie den Erwartungen ihrer Eltern, besonders denen ihres Vaters gerecht, nie durfte sie ein normales Leben erfahren. Weil sie anders ist, ein Genie ist, und sie deshalb den von ihrem Vater bestimmten Weg zu gehen hat. Ein Semester bleibt ihr deshalb nur, bevor sie wieder zurück zu ihren Eltern nach Boston muss. Ein Semester, um all die ersten Male zu erleben, die sie bislang nicht erleben durfte. Kurzerhand beschließt Seph eine Kontaktanzeige zu erstellen, um den richtigen Partner für ihr erstes Mal zu finden.

Reece ist der Football-Star der Uni und hat klare Vorstellungen von seiner Zukunft: Karriere in der Football-Profiliga zu machen und sich davon bloß nicht ablenken zu lassen. Bis er aufgrund eines Versehens plötzlich Seph gegenübersitzt und das Bedürfnis verspürt ihr beim Abhacken ihrer Liste zu helfen.

Am Anfang hat mich Reece wenig überzeugt. In den ersten Kapiteln habe ich schon eine klassische "arroganter Footballer verliebt sich und zeigt plötzlich seine weiche Seite" Geschichte vor mir gesehen. Tja, da habe ich wohl zu schnell geurteilt. Reece ist witzig, selbstbewusst, ehrgeizig und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Außerdem hat er ein starkes Helfersyndrom, welches ihn überhaupt erst in die Lage bringt, gemeinsam mit Seph ihre Liste abzuhaken.
Einen Charakter wie Seph, habe ich noch nie kennengelernt. Wie sorglos sie durchs Leben geht, ist wirklich einmalig, und das obwohl sie einem wirklich großen Druck unterlegen ist. Da vieles für Seph neu ist, und sie viele "normalen" Dinge nicht erleben durfte, entstehen viele amüsante Situationen.
Die Entwicklung beider Charaktere war für mich genau richtig: nachvollziehbar und ohne 180 Grad Kehrtwendung.

Besonders gut gefallen, haben mir die Nebencharaktere. Reece Freunde und Sechs Tante waren wirklich angenehme und passende Charaktere. Einzig Sechs Mitbewohnerin hat meine Nerven mehr als einmal strapaziert.

Insgesamt erzählt das Buch eine wirklich schöne Geschichte mit wichtigen Botschaften. Der Schreibstil ist humorvoll und simpel und lässt einen das Buch förmlich verschlingen (ganz nach dem Motto: ups, schon wieder 100 Seiten gelesen?).
Beide Charakterperspektiven waren für mich nachvollziehbar, auch wenn diese so ganz unterschiedlich waren.

Natürlich hat die Autorin mit dieser Art von Geschichte nichts neues oder außergewöhnliches erschaffen. Sie hat es jedoch durch die außergewöhnlichen Charaktere und humorvollen Momente geschafft, das Gefühl zu erwecken, so etwas noch nicht gelesen zu haben und das ist es, was letztendlich für mich zählt.

Hin und wieder hat man schon Eindrücke der Protagonisten der Folgebände bekommen können, welche mich schon gespannt auf die Erscheinung dieser warten lassen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl