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Veröffentlicht am 11.11.2020

wundervoll emotionaler New Adult Roman

What if we Drown
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"What if we drown" von Sarah Sprinz ist ein wundervoll emotionaler New Adult Roman, der zum Träumen nach Kanada einlädt.

Inhalt (Klappentext): Ein Neuanfang - das ist Lauries sehnlichster Wunsch, als ...

"What if we drown" von Sarah Sprinz ist ein wundervoll emotionaler New Adult Roman, der zum Träumen nach Kanada einlädt.

Inhalt (Klappentext): Ein Neuanfang - das ist Lauries sehnlichster Wunsch, als sie nach dem tragischen Tod ihres Bruders an die Westküste Kanadas zieht. Noch vor der ersten Vorlesung ihres Medizinstudiums an der University of British Columbia lernt sie Sam kennen und spürt sofort, dass er sie auf eine nie gekannte Weise versteht. Unaufhaltsam schleicht sich der attraktive Jungmediziner in ihr Herz. Bis Laurie erkennt, wie tief er in die Ereignisse der Nacht verstrickt war, die ihren Bruder das Leben kostete ...

Meine Meinung: Das Cover ist schön gestaltet, meines Erachtens nach aber nicht besonders. Anders ist allerdings der Inhalt dieses wundervollen Buches. Sarah Sprinz hat einen unglaublich schönen Schreibstil. Sie ist sehr wortgewandt, beschreibt Szenen und die Umgebung detailreich und versteht es, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Insbesondere die Beschreibung des Settings ist so gut getroffen, dass ich mir die Universität, die Stadt und die WG richtig gut vorstellen konnte. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, gemeinsam mit Laurie in der Wohnung zu wohnen und mit dem Medizinstudium zu beginnen.

Auch die Charaktere des Buches sind alle sehr sympathisch, insbesondere die Hauptprotagonisten Laurie und Sam, aber auch die Nebencharaktere, die absolut liebenswert sind und die Geschichte abrunden.

Sarah Sprinz hat ein sehr gefühlvolles Buch geschrieben. Den Tod eines Menschen zu bewältigen, ist ein sehr sensibles Thema, sodass dies ein gewisses Feingefühl voraussetzt. Die Umsetzung im Buch hat mich wirklich beeindruckt. Die Autorin hat es geschafft, einen "normalen" Alltag einer jungen Medizinstudentin mit sämtlichen Höhen und Tiefen, Trauerbewältigung sowie glücklichen Zeiten darzustellen. Die Reaktionen von Laurie und der Schmerz über den Verlust des geliebten Bruders waren für mich nachvollziehbar, wenn auch manchmal leicht überzogen. Auch der enorme Leistungsdruck das Studium zu meistern, wird treffend dargestellt, obwohl nicht ganz klar ist, ob Laurie nur den Traum ihres verstorbenen Bruders weiterlebt.

Aber auch Sam ist ein toller Charakter, der sein Päckchen zu tragen hat, was wiederum von der Autorin unfassbar passend dargestellt wird. Beeindruckt hat mich zudem die Liebesgeschichte zwischen Laurie und Sam. Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, ob diese Liebe tatsächlich aufgrund der Gegebenheiten eine Chance hat. Vor allem werden die Liebesszenen zwischen den Protagonisten gut beschrieben und ich war die ganze Zeit gefesselt, sodass ich nur so durch das Buch geflogen bin.

Fazit: Das Buch ist ein gelungener Auftakt der Trilogie. Da ich von dem Schreibstil der Autorin absolut beeindruckt bin, möchte ich auch die beiden anderen Bände unbedingt lesen. Ich kann das Buch New Adult Fans uneingeschränkt ans Herz lesen und gebe eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.11.2020

Interessantes Jugendbuch mit Schwächen

Love Show
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Als ich den Klappentext las, wollte ich das Buch aufgrund der interessanten Idee unbedingt lesen.

Inhalt (Klappentext): Die siebzehnjährige Ray ist der größte Reality-TV-Star der Welt – ohne es zu wissen. ...

Als ich den Klappentext las, wollte ich das Buch aufgrund der interessanten Idee unbedingt lesen.

Inhalt (Klappentext): Die siebzehnjährige Ray ist der größte Reality-TV-Star der Welt – ohne es zu wissen. Für sie ist Aroha Island vor der Küste Neuseelands das Paradies und ihr geliebtes Zuhause, wo sich nie etwas ändert. Doch als sie sich nicht so verhält, wie die Macher der Show es wollen, wird ein junger Schauspieler in ihre vermeintliche Realität eingeschleust, der dafür sorgen soll, dass sie sich verliebt. Der Plan geht auf. Vielleicht ein bisschen zu gut. Doch kann ihre Liebe echt sein? Und was passiert, wenn rauskommt, dass Ray gar kein »echtes« Leben besitzt?

Meine Meinung: Das Cover ist unglaublich schön in grün- blau Tönen gestaltet. Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Buchumschlägen bin, hat mir dieser besonders gut gefallen. Interessant fand ich die detailreiche Zeichnung der Protagonisten innerhalb des Körpers der Schildkröte, die gerade eine besondere Bedeutung für Ray hat. Das Cover spiegelt auf jeden Fall den Inselflair der Geschichte wieder.

Die Schreibweise der Autorin ist flüssig und ich habe direkt ins Buch hineingefunden. Die Beschreibung der Insel ist detailliert und die Charaktere symphatisch bis auf Mister X., den Produzent der Show. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, zum Einen aus dem Blickwinkel von Ray, sodass man die Gefühlswelt miterleben kann und zum Anderen aus dem Blickwinkel des Produzenten. Dies wird auch durch die Seitengestaltung kenntlich, da sich auf den Seiten der Geschichte aus Sicht des Produzenten Ornamente befinden.

Die Geschichte an sich ist leicht, aber leider nicht sehr tiefgründig. Die Charaktere werden nur oberflächlich beschrieben und die Protagonisten wirken doch sehr kindlich. Auch die Verhaltensweisen, insbesondere von Ray sind kaum nachvollziehbar und sehr naiv. Zwar ist zu Bedenken, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, aber die Protagonistin ist mit heutigen 17- jährigen kaum vergleichbar.

Interessant fand ich die Idee zum Buch, insbesondere, dass Ray ohne ihre Kenntnis eine Reality Star ist. Auch dies ist zwar nicht neu, aber doch eine schreckliche Vorstellung, dass das ganze Leben quasi "fake" ist. Leider muss ich aber auch hier sagen, dass mir besonders am Anfang einige Informationen zur Geschichte gefehlt haben. Diese werden erst im letzten Drittel des Buches nachgeholt, was ich persönlich etwas spät fand.

Die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten fand ich schön und ich wollte natürlich unbedingt wissen, ob denn die Liebe, wie im Klappentext beschrieben, eine Chance hat. Dies hat die Autorin im Hinblick auf ein Jugendbuch gut umgesetzt und die ersten 2/3 des Buches sind beim Lesen nur so verflogen. Nicht gefallen, hat mir hingegen der Schluß des Buches. Meines Erachtens nach passte das Ende nicht wirklich zur Geschichte und lässt auch viele Fragen offen. Der Schluß ist in sich einfach nicht stimmig, etwas überzogen und auch unrealistisch. Vielleicht regt das Ende jedoch noch den einen oder anderen Leser zum Träumen an.

Fazit: Ich finde es handelt sich um ein kurzweiliges Jugendbuch für zwischendurch, dass allerdings eher für jüngere Leser*innen geeignet ist. Meines Erachtens nach hätte die Autorin mehr aus der Idee machen können, insbesondere im Hinblick auf das unrealistische Ende des Buches.

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