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Veröffentlicht am 05.09.2022

Gorillas im Nebel

Dian Fossey - Die Forscherin
3

Könnt ihr euch an den amerikanischen Spielfilm "Gorillas in the mist" (1988) erinnern, der Leben und Werk der Zoologin Dian Fossey (1932 - 1985) in den Fokus rückte, die sich zeitlebens für die Erforschung ...

Könnt ihr euch an den amerikanischen Spielfilm "Gorillas in the mist" (1988) erinnern, der Leben und Werk der Zoologin Dian Fossey (1932 - 1985) in den Fokus rückte, die sich zeitlebens für die Erforschung des Verhaltens und den Schutz der Berggorillas in Ruanda eingesetzt hat? Auch wenn viele Jahrzehnte vergangen sind, bleibt die Erinnerung an diese außergewöhnliche Frau lebendig, der Susanna Leonard in ihrem biographischen Roman "Dian Fossey - Die Forscherin" ein literarisches Denkmal gesetzt hat:

Kalifornien, 1940. Für die kleine Dian steht früh fest: Sie will einmal mit Tieren arbeiten. Viele Jahre später reist Dian tatsächlich nach Afrika, um dort die bedrohten Berggorillas zu erforschen. In den Nebelwäldern gelingt ihr Bemerkenswertes: der direkte Kontakt zu den scheuen Tieren. Eine einzigartige Freundschaft entsteht, die bald die ganze Welt kennt. Aber nicht nur den Tieren gehört Dians Herz. Als sie dem Fotografen Bob begegnet, verliebt sie sich Hals über Kopf in den verheirateten Mann. Doch je unermüdlicher Dian für die Erhaltung der Gorillas kämpft, desto mehr Feinde schafft sie sich. Bald ist nicht mehr nur das Leben ihrer geliebten Tiere in Gefahr, sondern auch ihr eigenes.


Das in Sepia-Tönen gehaltene Cover zeigt eine lässig gekleidete dunkelhaarige Frau, angetan mit derben Stiefeln, einer braunen Hose, einer einfachen Bluse und einer schwarzen Weste, die unbeirrbar ihren Weg geht,, eine Kamera um den Hals. Zugegeben, auf den ersten Blick fühlte ich mich an die brillante Schauspielerin Sigourney Weaver erinnert, welche die kompliziert gestrickte Forscherin Dian Fossey in dem Film "Gorillas in the mist" verkörpert hat. Dennoch ist eine gewisse Ähnlichkeit mit Dian Fossey nicht von der Hand zu weisen.

Der biografische Roman "Dian Fossey - Die Forscherin" ist der erste Band der neuen Reihe "Mutige Frauen, die Geschichte schrieben". Dian Fossey war eine kompromisslose, starrsinnige Frau, die zeitlebens an ihre (physichen und psychischen) Grenzen ging. Eine schwierige Persönlickeit, die keine Konflikte scheute, wenn sie ihre persönlichen Ziele durchsetzen wollte, und sich mit dieser kompromisslosen Haltung viele Feinde in Afrika gemacht hat.

Zeitlich gesehen, spielt der biographische Roman auf mehreren Ebenen, welche den Lesefluss etwas erschweren. Die Handlung setzt mit der Rückkehr von Dian Fossey in die Forschungsstation Karisoke ein, wo sie wenige Tage nach dem Weihnachtsfest einem bis heute ungeklärten Verbrechen zum Opfer fällt. In Rückblenden werden Kindheit und Jugend der Forscherin erinnert, die vom Verlust des leiblichen Vaters durch die Trennung ihrer Eltern und dem (mutmaßlichen) Missbrauch durch der vermögenden Stiefvater geprägt war, der seine Frau und seine Stieftochter dominierte. Auch der Start ihrer beruflichen Laufbahn in einem Krankenhaus über mehrere Aufenthalte in Afrika bis hin zu dem Angebot, eine Forschungsexpedition zu leiten, werden ausführlich thematisiert. Auch ihre traumatisierenden Erfahrungen im blutigen Bürgerkrieg werden nicht verschwiegen; Gefangennahme, Misshandlung und Vergewaltigung haben tiefe Narben auf ihrer Seele hinterlassen, die sich ihn ihrem unbarmherzigen Umgang mit Wilderern niedergeschlagen haben. Etwas zu kurz kommen die wissenschaftlichen Leistungen von Dian Fossey; nichtsdestotrotz ist es Susanna Leonard gelungen, einige emotionale Begegnungen von Dian Fossey mit den (seinerzeit stark dezimierten) Berggorillas einzufangen, allen voran Digit, ihrem (durch Wilderer brutal abgeschlachteten) klugen, zutraulichen Liebling, an dessen Seite sie später in Ruanda begraben worden ist..

Dian Fossey war keine einfache Persönlichkeit, im persönlichen Umgang hat sie es ihren Mitmenschen mit ihrem arroganten, herrschsüchtigen, schroffen Wesen sehr schwer gemacht. Aus Selbstschutz hielt sie ihre sensible, verletzliche Seite bewusst verborgen; geöffnet hat sie sich nur den bedrohten Tieren, die sie fest in ihr Herz geschlossen hatte. Ihre hohen Verdienste kann man nicht genug würdigen; inzwischen ist die Population der vom Aussterben bedrohten Berggorillas wieder angestiegen. Mich hat dieses einfühlsam geschriebene Buch von Susanna Leonard tief beeindruckt zurückgelassen; ich würde mir wünschen, dass es von vielen anderen Leser*innen genauso wertgeschätzt wird.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Mutter und Tochter

Mutterherz
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Mit ihren atemberaubenden Thrillern um das ungewöhnliche Ermittler-Team, die lebhafte, impulsiv handelnde Detective Jane Rizzoli und die zurückhaltende, analytisch agierende Gerichtsmedizinerin Dr. Maura ...

Mit ihren atemberaubenden Thrillern um das ungewöhnliche Ermittler-Team, die lebhafte, impulsiv handelnde Detective Jane Rizzoli und die zurückhaltende, analytisch agierende Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles hat die amerikanische Ärztin und Schriftstellerin Tess Gerritsen viele Leserinnen auf der ganzen Welt begeistert. Auch die nach den starken weiblichen Protagonistinnen benannte amerikanische Fernsehserie "Rizzoli & Isles" hat die Zuschauer mitgerissen und geradezu Kult-Status erlangt. Nach einer langen Pause präsentiert Tess Gerritsen "Mutterherz", den neuen aufregenden 13. Fall für die erfolgreichen Ermittlerinnen aus Boston:


Der brutale Mord an einer Bostoner Krankenschwester hält Detective Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles in Atem. Noch in ihrer Arbeitskleidung wurde der Frau bei der Heimkehr der Schädel eingeschlagen. Hat sie einen Dieb überrascht, oder hat jemand auf sie gewartet? Was Jane da gar nicht gebrauchen kann, ist eine Mutter, die sie permanent wegen einer vermeintlich entführten Nachbarstochter anruft – eine, die schon mehrmals weggelaufen ist. Zudem sind da noch diese unfreundlichen Neuen in der Straße, die kürzlich eingezogen sind. Mit denen ist etwas nicht koscher, glaubt Angela. Jane wischt die Warnungen ihrer Mutter beiseite. Doch Angelas Bauchgefühl trügt nicht und bringt sie in höchste Gefahr …

Das Cover fällt aus dem Rahmen des Üblichen. Der Betrachter schaut durch zerrissenes Papier auf ein einsam gelegenes Haus am Strand, umgeben von dichten Wäldern, das eine düstere Stimmung ausstrahlt. Der kurze Titel bleibt im Gedachtnis haften; man denkt darüber nach, was eine Mutter für ihr Kind tun würde.

Wenn man so will, erzählt Tess Gerritsen zwei Geschichten, die eng miteinander verwoben werden. Ein Handlungsstrang kreist um den brutalen Mord an einer Krankenschwester, der Jane Rizzoli und Maura Isles auf die Spur eines cold case bringt, der zweite Handlungstrang dreht sich um die Aktivitäten von Angela, der neugierigen Mutter von Jane, die aus purer Langeweile ihren neuen Nachbarn hinterherschnüffelt und dunkle Geheimnisse in ihrem biederen Wohnviertel wittert.

Besonders schön finde ich, dass das Privatleben von Jane Rizzoli und Maura Isles in diesem 13. Band fortgeschrieben wird; sie sind nicht nur taffe Ermittlerinnen, die sich beruflich in einer von Männern beherrschten Welt durchsetzen können, sondern auch "normale" Frauen, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen und sich nach einer harmonischen Beziehung sehnen.

Wie immer bin ich von Tess Gerritsen begeistert. Sie versteht ihr literarisches Handwerk; der neue Fall für Rizzoli & Isles ist angenehm zu lesen punktet mit einem logisch gut durchdachten Plot, komplizierten Ermittlungen, die allzu oft in Sackgassen münden, unerwarteten Wendungen und einem packenden Finale, das alle Leser
innen überraschen wird. Deshalb gibt es von mir eine ausdrückliche Empfehlung!

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Cold Case

Die Vergessene
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Mit der faszinierenden Grant-County-Reihe um Jeffrey Tolliver und Sara Linton hat die amerikanische Schriftstellerin Karin Slaughter die Bestsellerlisten im Sturm erobert, gefolgt von ihrer ebenso brillanten ...

Mit der faszinierenden Grant-County-Reihe um Jeffrey Tolliver und Sara Linton hat die amerikanische Schriftstellerin Karin Slaughter die Bestsellerlisten im Sturm erobert, gefolgt von ihrer ebenso brillanten Atlanta-Reihe um Will Trent und der packenden Georgia-Reihe, die um Sara Linton und Will Trent kreist. Nun präsentiert sie mit Andrea Oliver eine neue eigenwillige Protagonistin, die in dem ersten Band "Ein Teil von ihr" einen bleibenden Eindruck auf die Leserinnen hinterlassen hat.

Ein Highschool-Abschlussball in Longbill Beach, 1982: Sorgfältig macht sich Emily Vaughn für den Höhepunkt ihrer Teenagerzeit zurecht. Aber Emily verbirgt ein Geheimnis. Und deswegen wird sie in dieser Nacht für immer zum Schweigen gebracht. Vierzig Jahre später erhält Andrea Oliver, frisch gebackener US-Marshal, ihren ersten Auftrag: Sie soll eine Richterin in Longbill Beach beschützen, die Morddrohungen erhält. Doch Andrea verfolgt vor allem eine eigene Mission: Seit Andrea Emilys Namen zum ersten Mal hörte, wird sie von deren brutalem Tod heimgesucht. Sie möchte herausfinden, was damals geschehen ist. Denn Andrea hat eine ganz persönliche Verbindung zu diesem Fall …

Das nichtssagende Cover hat mich nicht vom Hocker gerissen, dafür war ich vom kurzen, knackigen Titel angetan. Hier dreht es sich um eine Vergessene; einen brutalen Mord an einem schwangeren Mädchen, der seit 40 Jahren ungeklärt und ungesühnt ist.

Karin Slaughter ist nichts für zartbesaitete Leser
innen, sie ist erschreckend ehrlich und kennt keinerlei Tabus, ihre Romane spiegeln das politische Geschehen und zeigen tiefe Abgründe der (amerikanischen) Gesellschaft. Ihre Helden sind stets gebrochene Charaktere, auch Andrea Oliver ist eine Frau, die durch die Hölle gegangen ist. Ihr neuer Thriller "Die Vergessene" spielt in der Gegenwart und der Vergangenheit, das Geschehen wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Im Vergleich zu den bisher erschienenen Reihen ist der Ton etwas leiser, der Erzählfluss verhaltener. Nichts ist so wie es scheint; die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten. Für mich ist dieser Roman eine gelungene Fortsetzung der Andrea-Oliver-Reihe; ein absoluter Pageturner.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Blinde Furcht

Blinde Furcht
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Mit dem Thriler "Blinde Furcht" legt Linda Castillo bereits den 13. Band aus ihrer erfolgreichen "Kate Burkholer"-Reihe vor. In den vergangenen Jahren ist die aus einer amischen Familie stammende Ermittlerin ...

Mit dem Thriler "Blinde Furcht" legt Linda Castillo bereits den 13. Band aus ihrer erfolgreichen "Kate Burkholer"-Reihe vor. In den vergangenen Jahren ist die aus einer amischen Familie stammende Ermittlerin Kate Burkholder vielen Lesern ans Herz gewachsen. Sie ist eine rebellische, selbstbewusste Frau, die sich aus ihrer konservativen, von patriarchalischen jTraditionen geprägten Gemeinde gelöst hat, unbeirrt ihren eigenen Weg geht und sich nichts vorschreiben lässt - genau wie das Opfer eines schrecklichen Verbrechens:

Sie war aufsässig und rebellisch. Doch kannte der Mörder auch ihr dunkles Geheimnis? Der dreizehnte Fall für Polizeichefin Kate Burkholder von Spiegel-Bestsellerautorin Linda Castillo. In einem Motel in Painters Mill wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – brutal ermordet. Als Kate Burkholder zum Tatort gerufen wird, ist sie schockiert. Sie kennt das Opfer von früher. Rachael Schwartz war eine charmante, aber auch rebellische junge Frau, die der strengen Ordnung ihrer amischen Familie vor vielen Jahren für immer entfloh. Doch warum kehrte sie jetzt zurück? Und wer hat sie so brutal umgebracht? Kate erinnert sich, dass Rachael als Kind und Teenager genauso aufsässig war wie sie selbst damals, Rachael hielt sich nicht an die Regeln, beachtete keine Konventionen und hinterließ Familie und Freunde nach ihrer Flucht völlig zerstört. Es gab einige, die ihr nichts Gutes nachsagten. Doch was nur wenige wussten: Rachael hütete ein dunkles Geheimnis. Und derjenige, der Rachael getötet hat, wird alles daran setzen, dass ihr Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Um die ganze Wahrheit aufzudecken und den Mörder zur Strecke zu bringen, braucht Kate einen ausgeklügelten Plan. Sonst bliebe Rachaels Schicksal für immer ungesühnt.

Das in düsteren Farben gehaltene Cover zeigt eine einzelne Frau auf dem Weg über eine Brücke, Ihr Weg scheint ins Dunkel zu führen. Was mag auf sie warten?

Linda Castillo erzählt eine aufwühlende, nervenzerfetzende Geschichte; der spannende Thriller enthält viele brutale, grausame Szenen und ist defintiv nichts für schwache Nerven. Dafür punktet er mit vielen unerwarteten Wendungen und ist ein echter Pageturner, den man nicht mehr aus den Händen legen mag. Auf der Suche nach der Wahrheit gerät Kate Burkholder zwischen alle Fronten, wieder einmal riskiert sie ihr Leben, um einen komplizierten Fall zu lösen, der weit in die Vergangenheit reicht und erschreckende Paralllelen zu ihrer eigenen Lebensgeschichte aufweist. Dieses packende Buch geht unter die Haut. Ein echtes HIghlight, ein brillanter Pageturner!

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Veröffentlicht am 01.08.2022

Lotusblumen...

Das Glück findet dich auf Bali
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In den letzten Jahren hat sich Bali zu einem echten Geheimtipp entwickelt. Die indonesische Insel ist berühmt für ihre bewaldeten Vulkanberge, die typischen Reisfelder, Strände und Korallenriffe. Wer von ...

In den letzten Jahren hat sich Bali zu einem echten Geheimtipp entwickelt. Die indonesische Insel ist berühmt für ihre bewaldeten Vulkanberge, die typischen Reisfelder, Strände und Korallenriffe. Wer von einer literarischen Fernreise träumt, sollte zu dem Roman "Das Glück findet dich auf Bali" von Juli Klee greifen, das von einem exotischen Reiseziel, Glück und der Such nach Meer erzählt:

So unerwartet wie Lena ihren Redakteursjob verliert, findet sie sich nach einer durchzechten Nacht auf Bali wieder: Ohne Job, ohne Plan und ohne ihren Verlobten Martin. Zwar ist sie vorerst die heimischen Probleme los, hat dafür aber mit den balinesischen Gepflogenheiten zu kämpfen. Das erste Mal in ihrem Leben ist sie auf sich allein gestellt - und beginnt ihr Leben zu hinterfragen. Je länger Lena auf Bali ist, desto mehr lernt sie die Insel und die Menschen zu schätzen. Sie entdeckt, dass Yoga mehr bedeutet, als einfach nur auf dem Boden rumzuliegen, genießt die entspannte Lebensart, und auch Surflehrer Tim rüttelt etwas in ihr wach. Lena stellt sich langsam die Frage: Was bedeutet wahres Glück?

Das wunderschöne Cover zieht gleich die Aufmerksamkeit auf sich, und der vielsagende Titel schwört auf eine komplexe Lebens- und LIebesgeschichte ein.

Das Geschehen spielt im kühlen Norden von Deutschland und auf der exotischen Insel Bali, die Handlung vollzieht sich in der aktuellen Gegenwart. Lena ist eine durchaus sympathische Protagonistin, etwas launisch und sprunghaft für meinen persönlichen Geschmack, was aber angesichts ihrer Lebensumstände verständlich ist.

Besonders gut gefällt mir, dass die einzelnen Kapitel mit der Bezeichnung von landestypischen Pflanzen eingeleitet werden. Auch die Beschreibungen von Bali sind sehr plastisch, man kann sich alle Schauplätze gut vorstellen und hat einen klaren Eindruck von den Schönheiten der Insel gewonnen.

Positiv empfinde ich, dass die Schattenseiten des Massentourismus hier thematisiert werden. Die künstlich herbeigeführte Verknappung von Wasser führt zu schweren Problemen für die Bevölkerung, andererseits ist Bali auf Tourismus angewiesen, der das Überleben der Bevölkerung wegen der fehlenden Ressourcen sichert. Ein sanfter Tourismus (ohne den Bau weiterer Luxushotels) wäre eine denkbare Alternative.

Die unterhaltsame Geschichte an sich ist eine komplexe Mischung als Lebens- und Liebesgeschichte, eine Befreiung von alten Denkmustern und Gewohnheiten, aber auch ein Aufbruch zu neuen Ufern (was eine neue Liebe mit einschließt). Manche Protagonisten sind mir zu überzeichnet dargestellt worden; das Happy-End etwas zu gewollt (aber das ist ja reine Geschmackssache...)

Auch wenn dieser leicht lesbare Roman gängige Muster aufgreift und in weiten Zügen vorhersehbar ist, bietet er gute Unterhaltung für zwischendurch. Vor allem die malerische Kulisse macht auf das exotische Land neugierig. Wer packt seine Kofer und gönnt sich einen kleinen Urlaub zwischendurch?

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