Zurück nach Boston: Liebe mit Vergangenheit
Mornings in Boston - The Truth We Hide„Mornings in Boston“ geht in die zweite Runde – diesmal stehen Scarlett und Jasper im Mittelpunkt einer Second-Chance-Romance. Leider konnte mich ihre Geschichte nicht ganz so fesseln wie die von Penelope ...
„Mornings in Boston“ geht in die zweite Runde – diesmal stehen Scarlett und Jasper im Mittelpunkt einer Second-Chance-Romance. Leider konnte mich ihre Geschichte nicht ganz so fesseln wie die von Penelope und Connor aus dem ersten Band.
Der Schreibstil war wie gewohnt wunderbar. Anna Lane versteht es einfach, einen leichten Einstieg zu schaffen und die Geschichte angenehm lesbar zu gestalten. Ich bin schnell reingekommen und konnte der Handlung durchgehend gut folgen.
Auch die beiden Hauptcharaktere haben mir grundsätzlich gefallen. Scarlett ist stark und selbstbewusst, kämpft jedoch im Stillen immer wieder mit Selbstzweifeln und gibt trotzdem nicht auf. Jasper hingegen wirkt zunächst verschlossen und lässt eher seine Fotos für sich sprechen. Auch er trägt einiges mit sich herum, das ihn geprägt hat. Die Dynamik zwischen den beiden jedoch – sie ist spürbar, aber sie konnte mich persönlich emotional leider nicht vollständig mitreißen.
Was ich zudem schwierig fand: Scarlett begegnet Jasper von Anfang an sehr konfrontativ, aber als Leser:in erfährt man lange nicht, was genau zwischen ihnen vorgefallen ist. Das Aufdecken durch die Rückblenden hat sich für mich etwas gezogen und hätte schneller erfolgen können. Auch die Fake-Beziehung zwischen Gray und Scarlett wirkte auf mich eher überflüssig, denn die Geschichte hätte meiner Meinung nach auch ohne dieses Element funktioniert und dennoch genug Spannung zwischen Scarlett und Jasper aufgebaut.
Insgesamt war die Geschichte ganz nett, konnte mich aber nicht so packen wie der erste Band, der deshalb weiterhin mein Favorit bleibt. Über Harper wissen wir bisher kaum etwas, weshalb ich gespannt bin, was der letzte Teil der Reihe mit ihr als Hauptfigur bereithält.