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Veröffentlicht am 19.03.2026

Zurück nach Boston: Liebe mit Vergangenheit

Mornings in Boston - The Truth We Hide
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„Mornings in Boston“ geht in die zweite Runde – diesmal stehen Scarlett und Jasper im Mittelpunkt einer Second-Chance-Romance. Leider konnte mich ihre Geschichte nicht ganz so fesseln wie die von Penelope ...

„Mornings in Boston“ geht in die zweite Runde – diesmal stehen Scarlett und Jasper im Mittelpunkt einer Second-Chance-Romance. Leider konnte mich ihre Geschichte nicht ganz so fesseln wie die von Penelope und Connor aus dem ersten Band.
Der Schreibstil war wie gewohnt wunderbar. Anna Lane versteht es einfach, einen leichten Einstieg zu schaffen und die Geschichte angenehm lesbar zu gestalten. Ich bin schnell reingekommen und konnte der Handlung durchgehend gut folgen.
Auch die beiden Hauptcharaktere haben mir grundsätzlich gefallen. Scarlett ist stark und selbstbewusst, kämpft jedoch im Stillen immer wieder mit Selbstzweifeln und gibt trotzdem nicht auf. Jasper hingegen wirkt zunächst verschlossen und lässt eher seine Fotos für sich sprechen. Auch er trägt einiges mit sich herum, das ihn geprägt hat. Die Dynamik zwischen den beiden jedoch – sie ist spürbar, aber sie konnte mich persönlich emotional leider nicht vollständig mitreißen.
Was ich zudem schwierig fand: Scarlett begegnet Jasper von Anfang an sehr konfrontativ, aber als Leser:in erfährt man lange nicht, was genau zwischen ihnen vorgefallen ist. Das Aufdecken durch die Rückblenden hat sich für mich etwas gezogen und hätte schneller erfolgen können. Auch die Fake-Beziehung zwischen Gray und Scarlett wirkte auf mich eher überflüssig, denn die Geschichte hätte meiner Meinung nach auch ohne dieses Element funktioniert und dennoch genug Spannung zwischen Scarlett und Jasper aufgebaut.
Insgesamt war die Geschichte ganz nett, konnte mich aber nicht so packen wie der erste Band, der deshalb weiterhin mein Favorit bleibt. Über Harper wissen wir bisher kaum etwas, weshalb ich gespannt bin, was der letzte Teil der Reihe mit ihr als Hauptfigur bereithält.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Starker Anfang, schwächelndes Herzstück

The Crane and the Nightjar
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Das mysteriöse Cover hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht: Nebel, Karten und der große Mond im Hintergrund – eine Atmosphäre, die sofort Lust aufs Lesen macht. Leider wurde das Buch für ...

Das mysteriöse Cover hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht: Nebel, Karten und der große Mond im Hintergrund – eine Atmosphäre, die sofort Lust aufs Lesen macht. Leider wurde das Buch für mich am Ende kein Lesehighlight des Monats, auch wenn es durchaus seine Stärken hat.
Die Geschichte dreht sich um Crane und Zara, die sich bei einem illegalen Kartenspiel kennenlernen. Kurz darauf werden sie verhaftet und geraten in einen tödlichen Wettkampf, der vom König veranstaltet wird.
Der Anfang hat mir wirklich gut gefallen. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen und besonders mochte ich die kurzen Erklärungen zum Worldbuilding, die klar vom restlichen Text getrennt waren. So musste man nicht ständig hinten in einem Glossar blättern. Auch das Magiesystem klang vielversprechend und interessant. Des Weiteren fand ich es erfrischend, einmal eine Protagonistin mit grünen Haaren anzutreffen. Die anfängliche Dynamik zwischen ihr und Crane hat mir ebenfalls gut gefallen. Beide wirkten selbstbewusst und auf angenehme Art sassy.
Leider ließ das Leseerlebnis im Verlauf der Geschichte etwas nach. Immer wieder gab es Ungereimtheiten und teilweise verwirrende Sprünge in der Handlung. Besonders bei der Liebesgeschichte zwischen Crane und Zara hatte ich das Gefühl, dass wichtige Szenen fehlten. Ihre Beziehung hätte sich sehr schön entwickeln können, doch durch übersprungene Momente wirkte die Entwicklung der Gefühle plötzlich und wenig nachvollziehbar. Ich habe mich öfter gefragt: Wo kamen diese starken Gefühle auf einmal her? Dadurch wirkte ihre Lovestory auf mich nicht mehr ganz authentisch.
Ab der Mitte zog sich die Handlung für mich zudem etwas. Erst auf den letzten etwa 50 Seiten nahm die Geschichte wieder deutlich an Fahrt auf und es gab einen spannenden Plottwist. Trotzdem hat es am Ende nicht gereicht, um mich komplett zu begeistern.
Insgesamt war es für mich ein solides Leseerlebnis mit vielen interessanten Ideen. Leider hat es in der Umsetzung hier und da noch etwas gehakt. Trotzdem bin ich neugierig genug, um sicherlich auch den zweiten Band der Dilogie zu lesen und zu erfahren, wie die Geschichte ausgehen wird.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Zurück im Game: Ein letzter Besuch in Novel Haven

Novel Haven - Sound of Dreams
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Nachdem mir die beiden vorherigen Bände bereits so gut gefallen haben, hat auch dieser Teil mich nicht enttäuscht. Er bildet einen gelungenen Abschluss der Reihe und hat mich durchweg bestens unterhalten.
Die ...

Nachdem mir die beiden vorherigen Bände bereits so gut gefallen haben, hat auch dieser Teil mich nicht enttäuscht. Er bildet einen gelungenen Abschluss der Reihe und hat mich durchweg bestens unterhalten.
Die Geschichte rund um das Game „Novel Haven“ wird fortgeführt: Diesmal ist die Firma PixelPulse auf der Suche nach einem Sprecher. Die Entwicklung des Spiels im Laufe der Bücher zu verfolgen, fand ich besonders spannend – zumal das Game inzwischen ja auch tatsächlich existiert (LYX sei Dank!).
Anabelle Stehl hat mich mit ihrem wunderbaren Schreibstil erneut ab der ersten Seite in den Bann gezogen. Die Charaktere sind wie immer absolut bezaubernd und man fiebert vom ersten Moment an mit ihnen mit. In diesem Band lernen wir Aria näher kennen, den eher ruhigen Part der Gruppe. Doch auch sie hat einiges zu bieten und wir entdecken ganz neue Seiten an ihr.
Felix, der neue Sprecher des Spiels, wirkt von Beginn an geheimnisvoll – und das zurecht, denn er trägt einige Geheimnisse mit sich. Diese im Laufe der Geschichte Stück für Stück aufzudecken, hat mir besonders gut gefallen.
Auch die Dynamik zwischen ihm und Aria überzeugt, genauso wie in den vorherigen Bänden bei den anderen Paaren.
Für mich bildet dieses Buch einen rundum gelungenen Abschluss der „Novel Haven“-Reihe. Ich beende sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge: lachend, weil mich die Geschichte und ihre Charaktere so sehr abgeholt haben, weil sie authentisch wirken und ihr Witz und Charme mich immer wieder zum Schmunzeln brachten. Weinend, weil diese Reise nun zu Ende geht.
Mein persönliches Highlight bleibt zwar weiterhin die Geschichte von Nataly und Dylan, aber wer die vorherigen Bände mochte, wird auch diesen Teil definitiv lieben.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Nicht mein göttliches Spiel

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Der Titel und der Klappentext klangen für mich vielversprechend: griechische Götter, ein göttlicher Wettkampf und gefährliche Anziehung – das hatte definitiv Potenzial. Leider konnte mich das Buch bis ...

Der Titel und der Klappentext klangen für mich vielversprechend: griechische Götter, ein göttlicher Wettkampf und gefährliche Anziehung – das hatte definitiv Potenzial. Leider konnte mich das Buch bis zum Schluss nicht abholen.
In „The Games Gods Play“ geht es um Lyra, die von Zeus mit einem Fluch belegt wurde: Niemand kann sie lieben. Als wäre das nicht genug, wird sie von Hades als Championesse für das sogenannte „Crucible“ ausgewählt: ein göttlicher Wettkampf zwischen verschiedenen Auserwählten. Das Konzept erinnerte mich stark an The Hunger Games. Zwar unterscheiden sich die Prüfungen inhaltlich, dennoch waren mir die Parallelen insgesamt zu deutlich, wodurch das Ganze für mich an Eigenständigkeit verlor.
Ein großer Kritikpunkt war die Protagonistin Lyra. Mit ihren 23 Jahren wirkte sie häufig erstaunlich kindisch und emotional sprunghaft. Besonders widersprüchlich empfand ich ihren Umgang mit Zeus’ Fluch: Einerseits betont sie immer wieder, dass sie damit abgeschlossen habe, andererseits wird ständig hervorgehoben, wie tragisch und belastend ihre Situation sei. Dieser innere Konflikt hätte spannend sein können, wirkte auf mich jedoch eher wiederholend als tiefgründig.
Zudem ist Lyra extrem selbstaufopfernd. Sie möchte am liebsten alle unbeschadet durch das Crucible bringen – unabhängig davon, ob diese Personen sie respektieren oder nicht. Anfangs fand ich das noch nachvollziehbar, doch mit der Zeit erschien es mir überzogen und wenig glaubwürdig. Dass sie scheinbar jedem helfen kann und nahezu jede Situation richtig löst, nahm für mich viel Spannung aus der Geschichte.
Auch Hades konnte mich leider nicht überzeugen. Er wird als typischer Shadow Daddy inszeniert: geheimnisvoll, mächtig, düster. Doch die Beziehung zwischen ihm und Lyra entwickelte sich für mein Empfinden viel zu schnell. Die Dynamik wirkte konstruiert und die aufkeimenden Gefühle konnte ich emotional nicht nachvollziehen. Gerade im Hinblick auf den enormen Altersunterschied – ein mehrere hundert Jahre alter, mächtiger Gott und eine vergleichsweise unreife und bedeutungslose Protagonistin – fehlte mir die glaubhafte Entwicklung.
Die Nebencharaktere blieben für mich ebenfalls eher blass und konnten bei mir keine Bindung erzeugen. Dabei hätte gerade das in einem Wettkampf-Setting viel zur Spannung beitragen können.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch den Schreibstil der Autorin: Er ist flüssig, leicht zugänglich und mit humorvollen Elementen versehen. Das Buch liest sich grundsätzlich angenehm und schnell. Allerdings waren einige der Prüfungen im Crucible für mich stellenweise etwas unklar oder unvollständig beschrieben. Zudem zog sich die Vielzahl an Aufgaben irgendwann in die Länge, sodass die Handlung an Tempo verlor. Das Ende des Wettkampfs erschien mir etwas an den Haaren herbeigezogen, damit jetzt noch alles gut ausgeht.

Insgesamt fand ich das Setting der griechischen Götter im modernen Leben als Grundidee wirklich spannend. Leider konnte mich die konkrete Umsetzung nicht überzeugen, weshalb ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde.
Dennoch denke ich, dass das Buch durchaus seine Zielgruppe hat. Wer moderne Göttergeschichten mit romantischem Fokus liebt, ein Wettkampf-Setting mit vielen Prüfungen und Action schätzt sowie Shadow Daddy-Love-Interest-Dynamiken mag, wird möglicherweise an dem Buch Freude haben. Für mich persönlich blieb das Potenzial jedoch leider ungenutzt.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Wenn aus PR plötzlich Liebe wird

Spiral
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*Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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„Spiral“ ist – ähnlich wie sein Vorgänger – eine ...

*Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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„Spiral“ ist – ähnlich wie sein Vorgänger – eine süße, gefühlvolle Geschichte rund um die Protagonisten Sage und Elias.
Sage ist eine ehrgeizige Balletttänzerin, die alles für ihren Traum gibt. Trotz ihres Talents bleibt ihr jedoch die mediale Aufmerksamkeit verwehrt, wodurch sie kaum Chancen auf eine bedeutende Rolle bekommt. Elias ist ein begnadeter und berühmter Eishockeyspieler, dem zu Unrecht ständig wechselnde Frauengeschichten nachgesagt werden. Zusätzlich steckt er sportlich in einer Flaute und wartet verzweifelt auf sein nächstes Tor. Gemeinsam beschließen die beiden, eine Fake-Beziehung einzugehen, um sich gegenseitig zu helfen – denn was sollte dabei schon schiefgehen?
Der Einstieg in die Geschichte wirkte auf mich zunächst etwas holprig. Doch sobald ich richtig angekommen war, konnte mich der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin wieder überzeugen. Besonders gut gelingt es ihr dabei, Emotionen authentisch zu transportieren und den Figuren Tiefe zu verleihen.
Sage mochte ich mit ihrer schlagfertigen, selbstbewussten Art sehr, denn sie bringt frischen Wind in die Geschichte. Elias hingegen ist trotz seines Bekanntheitsgrades angenehm bodenständig und unglaublich liebevoll. Vor allem sein Umgang mit Sages Bruder war einfach herzerwärmend.
Auch Aiden und Summer aus dem ersten Band haben immer wieder kleine Auftritte, was ich als schönes Easter Egg empfand. Ihre Einbindung wirkte stimmig und bereicherte für mich die Geschichte.
Den einzigen Kritikpunkt sehe ich beim Ende: Meiner Meinung nach hätte die Geschichte etwas früher abgeschlossen werden können. Einige Szenen wirkten unnötig in die Länge gezogen. Auch der Epilog war mir etwas zu überladen – innerhalb von drei Jahren erleben die beiden gefühlt alle großen Lebensziele im Schnelldurchlauf.
Insgesamt ist „Spiral“ jedoch eine gelungene Sports-Romance mit dem beliebten Fake-Dating-Trope und findet sicher bei allen Lesenden Anklang, die auch den ersten Band mochten.

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