Die Dilogie war leider nichts für mich
Wildest DreamsNachdem ich bereits bei Band 1 der "Wild Hearts"-Dilogie Kritik an dem Protagonisten Jamie geäußert habe, aber viel Potenzial in der Geschichte und Umweltthematik gesehen habe, fand ich Band 2 leider schwächer ...
Nachdem ich bereits bei Band 1 der "Wild Hearts"-Dilogie Kritik an dem Protagonisten Jamie geäußert habe, aber viel Potenzial in der Geschichte und Umweltthematik gesehen habe, fand ich Band 2 leider schwächer als seinen Vorgänger. Doch bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich betonen, wie großartig ich das Gründgerüst der Geschichte fand! Second Chance Geschichten von Paaren, die durch Schicksalsschläge auseinandergerissen wurden, mag ich extrem gern, weil sie so voller Herzschmerz und persönlicher Entwicklung sind. Hier kamen noch der Umweltaspekt, die Rettung hilfloser Tiere und die Stärke von Familienverbundenheiten hinzu. Diese Familie beschränkt sich dabei nicht nur auf Blutsverwandschaft, sondern auch auf Freundschaften, die mir in "Wildest Hearts" am meisten gefallen haben. Ebenso wie der Schreibstil von Josi Wismar, der sich seit "Wandering Hearts" deutlich weiterentwickelt hat. Immer wieder habe ich bei Sätzen inne gehalten, weil sie mich so tief berührt haben. Dabei konnte ich vor allem Taras Gefühle und Handlungen größtenteils nachvollziehen und habe mir ihr gelitten - was mir bei Jamie leider nicht gelungen ist. Er nimmt seinen Schmerz nämlich leider als Ausrede dafür, gemein zu anderen zu sein, was mich sehr wütend gemacht hat. Er ist nicht grumpy, sondern fies. Auch seine beleidigenden Vorurteile gegenüber Tourist:innen, die mich schon im Auftaktband gestört haben, sind in diesem Buch nochmal verstärkt aufgetreten. Zum Glück wurde ihm das von den anderen Charakteren zum Teil gespiegelt, was wiederum ein positiver Aspekt war. Ebenso haben mir die Plotstränge á la Forced Proximity gefallen. Dabei gab es allerdings Momente, in denen auch Tara sich für mich unbegreiflich trotzig und schlicht kindisch verhalten hat. Damit war Band 2 leider das schwächere der beiden Bücher, obwohl das Ende Vieles nochmal in ein positiveres Licht gerückt hat. Diese Entwicklung kam mir persönlich aber zu spät. nsgesamt ist es also eine Dilogie mit wichtigen Themen, die mir in der Umsetzung aber leider nicht ganz zugesagt hat. Vergesst aber bitte nie, dass es sich dabei lediglich um meine eigene Meinung handelt und es euch beim Lesen ganz anders ergehen kann!