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Veröffentlicht am 12.12.2024

Die Dilogie war leider nichts für mich

Wildest Dreams
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Nachdem ich bereits bei Band 1 der "Wild Hearts"-Dilogie Kritik an dem Protagonisten Jamie geäußert habe, aber viel Potenzial in der Geschichte und Umweltthematik gesehen habe, fand ich Band 2 leider schwächer ...

Nachdem ich bereits bei Band 1 der "Wild Hearts"-Dilogie Kritik an dem Protagonisten Jamie geäußert habe, aber viel Potenzial in der Geschichte und Umweltthematik gesehen habe, fand ich Band 2 leider schwächer als seinen Vorgänger. Doch bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich betonen, wie großartig ich das Gründgerüst der Geschichte fand! Second Chance Geschichten von Paaren, die durch Schicksalsschläge auseinandergerissen wurden, mag ich extrem gern, weil sie so voller Herzschmerz und persönlicher Entwicklung sind. Hier kamen noch der Umweltaspekt, die Rettung hilfloser Tiere und die Stärke von Familienverbundenheiten hinzu. Diese Familie beschränkt sich dabei nicht nur auf Blutsverwandschaft, sondern auch auf Freundschaften, die mir in "Wildest Hearts" am meisten gefallen haben. Ebenso wie der Schreibstil von Josi Wismar, der sich seit "Wandering Hearts" deutlich weiterentwickelt hat. Immer wieder habe ich bei Sätzen inne gehalten, weil sie mich so tief berührt haben. Dabei konnte ich vor allem Taras Gefühle und Handlungen größtenteils nachvollziehen und habe mir ihr gelitten - was mir bei Jamie leider nicht gelungen ist. Er nimmt seinen Schmerz nämlich leider als Ausrede dafür, gemein zu anderen zu sein, was mich sehr wütend gemacht hat. Er ist nicht grumpy, sondern fies. Auch seine beleidigenden Vorurteile gegenüber Tourist:innen, die mich schon im Auftaktband gestört haben, sind in diesem Buch nochmal verstärkt aufgetreten. Zum Glück wurde ihm das von den anderen Charakteren zum Teil gespiegelt, was wiederum ein positiver Aspekt war. Ebenso haben mir die Plotstränge á la Forced Proximity gefallen. Dabei gab es allerdings Momente, in denen auch Tara sich für mich unbegreiflich trotzig und schlicht kindisch verhalten hat. Damit war Band 2 leider das schwächere der beiden Bücher, obwohl das Ende Vieles nochmal in ein positiveres Licht gerückt hat. Diese Entwicklung kam mir persönlich aber zu spät. nsgesamt ist es also eine Dilogie mit wichtigen Themen, die mir in der Umsetzung aber leider nicht ganz zugesagt hat. Vergesst aber bitte nie, dass es sich dabei lediglich um meine eigene Meinung handelt und es euch beim Lesen ganz anders ergehen kann!

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Eine positive Überraschung

Like Shadows We Hide
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Distanziert, kühl, zynisch, eitel und ehrgeizig - mit diesen Worten wird die Protagonistin Harper zu Beginn des Romans beschrieben. Wer sie aus den vorherigen Bänden der Winter-Dreams-Reihe kennt, weiß, ...

Distanziert, kühl, zynisch, eitel und ehrgeizig - mit diesen Worten wird die Protagonistin Harper zu Beginn des Romans beschrieben. Wer sie aus den vorherigen Bänden der Winter-Dreams-Reihe kennt, weiß, wie treffend diese Adjektive sind. Genau aus diesem Grund war sie mir zu Beginn des Buchs nicht sonderlich sympathisch. Umso überraschter war ich, als ihre Liebesgeschichte mit Everett zu meiner liebsten Band der Reihe wurde! Denn hinter Harpers Art stecken gute Gründe sowie ein Schmerz, der sie mit dem Protagonisten verbindet. Ihn mochte ich von Beginn an sehr, was sich im Laufe der Geschichte nur verstärkt hat. Wie man es von Ayla Dades Büchern kennt, war der Plot voller Emotionen, Winter-Magie und natürlich auch Drama, was für mich greifbar und vor allem nachvollziehbar dargestellt wurde. Meine Highlights dabei waren die vielen wundervollen Details, die Dynamik zwischen den einzelnen Charakteren sowie deren persönliche Entwicklung. Am Ende hätte ich sie am liebsten alle in eine große Umarmung geschlossen, sodass mir jetzt nur zu sagen bleibt, dass ich dieses Buch allen Fans von besonderen Liebesgeschichten und starken Protagonist:innen empfehle!

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Ein emotionales Spiegelbild meiner selbst

Be My Shelter (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card)
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Ich habe mich selten so sehr in einer Protagonistin widergespiegelt gefühlt wie in Kaira aus "Be My Shelter". Es hat sich ein wenig so angefühlt, als würde ich mein eigenes Leben aus der Vogelperspektive ...

Ich habe mich selten so sehr in einer Protagonistin widergespiegelt gefühlt wie in Kaira aus "Be My Shelter". Es hat sich ein wenig so angefühlt, als würde ich mein eigenes Leben aus der Vogelperspektive betrachten. In ihrem sekündlich durchgeplanten Alltag rennt sie von einer Person zur nächsten, um allen ihre Zeit, Hilfe und Liebe zu schenken. Stichwort: Pathological People Pleaser. Damit könnten sie und der Protagonist Connor kaum unterschiedlich sein. Mit seiner Rastlosigkeit und seinem Leben in den Tag hinein treffen in diesem emotionalen Roman zwei Gegensätze aufeinander, die beide auf ähnliche Weise verletzt sind und doch auf so unterschiedliche Art damit umgehen. Es war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, wird aber definitiv nicht das letzte sein! Bereits auf den ersten Seiten konnte sie mich mit ihrem wundervollen, einfühlsamen Schreibstil und der sensiblen Themenaufarbeitung begeistern. Dabei hat mir besonders die Plotline der Challenge gefallen, die sich Kaira und Connor zwar gegenseitig auferlegen, im Prinzip aber sich selbst stellen. Das fand ich ebenso perfekt wie die bewusst unperfekten Charaktere und die realistische Darstellung der Tatsache, dass mentale Probleme nicht durch die Anwesenheit und Liebe einer anderen Person geheilt werden. Wenige Bücher bringen so deutlich und realitätsnah zum Ausdruck, dass eine geliebte Person zwar den Weg der Heilung unterstützen kann, die Entwicklung aber von einem selbst heraus, mit viel harter Arbeit und am besten mit professioneller Hilfe geschehen muss. Ich habe mich selten so sehr in einer Protagonistin widergespiegelt gefühlt wie in Kaira aus "Be My Shelter". Es hat sich ein wenig so angefühlt, als würde ich mein eigenes Leben aus der Vogelperspektive betrachten. In ihrem sekündlich durchgeplanten Alltag rennt sie von einer Person zur nächsten, um allen ihre Zeit, Hilfe und Liebe zu schenken. Stichwort: Pathological People Pleaser. Damit könnten sie und der Protagonist Connor kaum unterschiedlich sein. Mit seiner Rastlosigkeit und seinem Leben in den Tag hinein treffen in diesem emotionalen Roman zwei Gegensätze aufeinander, die beide auf ähnliche Weise verletzt sind und doch auf so unterschiedliche Art damit umgehen. Es war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, wird aber definitiv nicht das letzte sein! Bereits auf den ersten Seiten konnte sie mich mit ihrem wundervollen, einfühlsamen Schreibstil und der sensiblen Themenaufarbeitung begeistern. Dabei hat mir besonders die Plotline der Challenge gefallen, die sich Kaira und Connor zwar gegenseitig auferlegen, im Prinzip aber sich selbst stellen. Das fand ich ebenso perfekt wie die bewusst unperfekten Charaktere und die realistische Darstellung der Tatsache, dass mentale Probleme nicht durch die Anwesenheit und Liebe einer anderen Person geheilt werden. Wenige Bücher bringen so deutlich und realitätsnah zum Ausdruck, dass eine geliebte Person zwar den Weg der Heilung unterstützen kann, die Entwicklung aber aus einem selbst heraus, mit viel harter Arbeit und am besten mit professioneller Hilfe geschehen muss. Ich könnte noch viel länger über dieses berührende Herzensbuch schwärmen, das mir wie kaum ein anderes einen Spiegel vorgehalten hat und mir mit der sensiblen Behandlung wichtiger Themen in meiner persönlichen Entwicklung geholfen hat. "Be My Shelter" ist ein Must-Read für alle, die ebenfalls People Pleaser sind, sich auf der Reise zu sich selbst kurz verloren haben und wiederfinden möchten!

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Fantasy-Auftakt mit viel Potential, das noch nicht ausgeschöpft wurde

Burning Crown
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Eine Trilogie über Drachen-Gestaltwandler:innen, einen alles entscheidenden Krieg und eine starke Protagonistin, die als Captain agiert, aber gegen ihre Gefühle ankämpfen muss - diese Beschreibung von ...

Eine Trilogie über Drachen-Gestaltwandler:innen, einen alles entscheidenden Krieg und eine starke Protagonistin, die als Captain agiert, aber gegen ihre Gefühle ankämpfen muss - diese Beschreibung von "Burning Crown" klang in meinen Ohren nicht nur vielversprechend, sondern episch. Ich bin also mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde im ersten Drittel des Buchs nicht enttäuscht! Es ging spannend los und die Ereignisse haben sich überschlagen, während man mit einem angenehmen Schreibstil einen ersten Eindruck der vielschichtigen Charaktere erhielt. Leider kristallisierten sich danach jedoch zwei Aspekte heraus, die meinen Lesefluss gestört haben: die Beschreibung der Protagonistin Yessa und das ständige Hin und Her zwischen ihr und dem Protagonisten Cassim. Leider war ihre Beziehung sehr einseitig - Yessa hat gegeben und vertraut, ohne etwas zurückzubekommen. Das ist ihr allerdings sehr spät aufgefallen und hat ihre Naivität unterstrichen. Diese Naivität ist Teil ihrer für mich unpassenden Charakterzeichnung. Sie wird als zart und unsicher beschrieben, setzt sich selten durch und hat dadurch die Frage bei mir aufgeworfen, wie sie ihre Position als Captain erreicht hat. Cassims Charakter fand ich da deutlich stimmiger. Man spürt seine innere Zerrissenheit, deren Entwicklung ich gut nachvollziehen konnte. Ebenso wie den Handlungsverlauf, der zu Beginn und Ende einen Höhepunkt im Spannungsbogen hatte. Das Worldbuilding hat mir gut gefallen und großes Potential, von dem ich hoffe, dass es in den Folgebänden noch besser ausgeschöpft wird. Insgesamt war es also ein gutes Buch, das meine Erwartungen aber nicht erfüllen konnte. Ich freue mich trotzdem sehr auf die Fortsetzung, da mich das Ende neugierig auf mehr gemacht hat!

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Fesselndes Urban Romantasy mit genialem Plot

Jewel & Blade, Band 1: Die Wächter von Knightsbridge (Knisternde New-Adult-Romantasy von der SPIEGEL-Bestseller-Autorin von "Silver & Poison")
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Nachdem ich bisher jedes gelesene Buch von Anne Lück geliebt habe, musste ich natürlich auch zu "Jewel & Blade" greifen, hatte zuvor aber ehrlich gesagt wenig Berührungspunkte mit der Thematik der Artussage. ...

Nachdem ich bisher jedes gelesene Buch von Anne Lück geliebt habe, musste ich natürlich auch zu "Jewel & Blade" greifen, hatte zuvor aber ehrlich gesagt wenig Berührungspunkte mit der Thematik der Artussage. Für alle, denen es ähnlich geht: In der Legende war besagter Artus der einzige, der das mächtigste Schwert aus einem Stein ziehen konnte und erlebte verschiedenste Abenteuer mit seiner Tafelrunde an Rittern. Ob es sich dabei aber wirklich nur um eine Legende handelt, muss Harper hinterfragen, als Archer ihr ein mysteriöses Schmuckstück zeigt. Von da an überschlagen sich die Rätsel in dem atmosphärischen Setting London. Auf fesselnde Weise taucht die starke und greifbare Protagonistin immer mehr in eine Welt voller Geheimnisse ein. Begleitet von vielschichtigen und spannenden Charakteren durchlebt sie ein einzigartiges Urban Romantasy Abenteuer mit sogartigem Schreibstil, genialem Aufbau und unerwarteten Plottwists. Dabei gefiel mir besonders gut, dass neben der Fantasy-Handlung auch die vielschichtigen Gefühle von Harper, aber auch anderen Figuren wie ihrer besten Freundin Willow und ihrer Cousine Ada, im Vordergrund standen. So hat mich der Pageturner vergessen lassen, dass ich lese und mich nicht mitten in einer reichen Wächtergesellschaft in den schönsten Stadtteilen Londons befinde, während ich lebensbedrohliche Spuren verfolge. Und sind das nicht die allerbesten Bücher überhaupt? Ich konnte gar nicht anders, als jede freie Minute mit dem Lesen zu verbringen 🥹📖 Ich kann das Buch allen Romantasy und Urban Fantasy Fans nur empfehlen - und all denen, die neu in die Genres einsteigen möchten! Es ist die perfekte Geschichte, um dem Alltag zu entfliehen und sich näher mit der Artussage zu beschäftigen, ganz gleich, ob man es bereits getan hat oder nicht. Aber: Stellt euch auf ein heftiges Ende ein 🤯

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