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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2024

Jahreshighlight!

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Es fiel mir selten so schwer, eine Rezension zu beginnen. Denn wo soll man anfangen, wenn ein Buch nicht nur absolut perfekt war, sondern einen auch sprachlos zurückgelassen hat? Sprachlos, unter Tränen ...

Es fiel mir selten so schwer, eine Rezension zu beginnen. Denn wo soll man anfangen, wenn ein Buch nicht nur absolut perfekt war, sondern einen auch sprachlos zurückgelassen hat? Sprachlos, unter Tränen und mit Wunden im Herzen. Die Charaktere, ihre Schicksalsschläge und ihre Entwicklung haben mich tief berührt und in die Geschichte eintauchen lassen, als wäre ich tatsächlich ein Teil davon. Dabei hat mir besonders der Zeitsprung gefallen und wie BCC es umgesetzt hat, dass man sich mit den Gefühlen und Handlungen der Protagonist:innen identifizieren konnte, auch wenn man weder ihr erstes noch ihr zweites Alter geteilt hat. Ich habe sowohl mit ihnen als auch den Nebencharakteren gelitten, geliebt und bin mit ihnen gewachsen. Dabei haben vor allem Greysons Töchter Carla und Lorelai mein Herz höher schlagen lassen, aber auch wie die Liebe zu (den Harry Potter) Büchern die Charaktere vereint hat. Bücher über Buchliebende sind einfach immer etwas ganz Besonderes! & bei "Wie die Ruhe vor dem Sturm" ist es nicht das einzige, was den Roman besonders gemacht hat. Auch Brittainy C. Cherrys Wortgewandtheit hat einen großen Teil dazu beigetragen, sodass ich das Buch allen ans Herz legen kann, die tiefgründige und emotionale Geschichten lieben und genug Taschentücher daheim haben. Für mich war es ein Jahreshighlight und absolutes Herzensbuch!

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Eine wundervolle Fortsetzung mit wichtiger Gesellschaftskritik

Jenseits des Ozeans
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Jenseits des Ozeans“ ist die überraschende Fortsetzung eines meiner Lebenshighlights: „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“. Überraschend deswegen, weil der erste Band jahrelang als Einzelband galt. ...

Jenseits des Ozeans“ ist die überraschende Fortsetzung eines meiner Lebenshighlights: „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“. Überraschend deswegen, weil der erste Band jahrelang als Einzelband galt. Ihr könnt euch sicherlich meine Begeisterung und Vorfreude vorstellen, als vier Jahre nach der ersten Veröffentlichung ein Folgeband angekündigt wurde. Diese Begeisterung hielt zum Glück während eines Großteils des Buchs an! Die Charaktere sind detailliert, einzigartig und voller Liebe ausgearbeitet, sodass ich am liebsten durch die Buchseiten geklettert und sie tief in meine Arme geschlossen hätte.Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Charaktere, die man bereits kannte, sodass es sich angefühlt hat wie ein nach Hause kommen. Unterstrichen wurde dieses Gefühl durch den atmosphärischen Schreibstil T.J. Klunes, der mich lachen und weinen lassen hat. Doch auch die Bekanntschaft mit den neuen fiktiven Bekanntschaften hat viele Gefühle in mir geweckt: Es gibt ein neues magisches Kind, an das ich mein Herz verloren habe, und zwei Antagonistinnen. Letztere repräsentierten Diskriminierung und Machtmissbrauch, wodurch „Jenseits des Ozeans“ nicht nur wholesome, sondern vor allem gesellschaftskritisch ist. Durch kleine und große Weisheiten ist der Roman sehr lehrreich – weswegen ich mir auch gewünscht hätte, dass die Verwendung des Wortes „Flittchen“ reflektiert geschehen wäre. Leider wurde es kommentarlos verwendet, was meiner Liebe zu dem Buch leider einen Dämpfer verpasst hat, die abgesehen davon sehr groß war. Mit Arthur, Linus, den Kindern & Co. hatte ich wundervoll magische Lesestunden, die mich nachdenklich gestimmt haben, jedoch nicht ganz an „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ herankamen. Dennoch gibt es eine große Leseempfehlung für beide Bände der Dilogie, da es sich auch bei „Jenseits des Ozeans“ um einen klassisch genialen Klune-Roman handelt, der sich mit großen Gefühlen zwischen Found Family und Gesellschaftskritik bewegt.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Schöner Auftakt mit Luft nach oben

Wandering Hearts
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In "Wandering Hearts" begleiten wir Tara auf der Erkundungsreise ihrer eigenen Wünsche und Ziele nach Kanada, wo sie auf Jaimie trifft, welcher beides für sich bereits klar definiert hat: Er möchte die ...

In "Wandering Hearts" begleiten wir Tara auf der Erkundungsreise ihrer eigenen Wünsche und Ziele nach Kanada, wo sie auf Jaimie trifft, welcher beides für sich bereits klar definiert hat: Er möchte die Welt retten. Dafür arbeitet er in einem Rescue-Center, rettet Tiere und trägt zum Umweltschutz bei. Diese Thematik mitsamt des Roadtrips, die der grumpy Ranger mit der Protagonistin durchlebt, hat mir unglaublich gut gefallen! Besonders die malerischen Naturbeschreibungen haben Fernweh in mir geweckt und ich hatte große Freude dabei, die Rocky Mountains durch die Seiten zu erkunden. Außerdem hat mir die Darstellung der komplizierten Eltern-Kind-Beziehungen gefallen, die leider häufig Teil des Erwachsenwerdens sind und hier in einer nachvollziehbaren Vielschichtigkeit gezeichnet wurden. Das hat dem Buch eine zusätzliche Tiefe verliehen, die mich besonders berührt hat. Weniger greifbar war für mich der Protagonist. Obwohl ich den Trope Grumpy x Sunshine großartig finde, war mir Jaimies mürrische Art oft zu negativ und vorurteilsbelastet gegenüber Tara und Tourist:innen. Dadurch entsteht eine Abwertung von klischeebehaftetem Tourismus, also bspw. von dem Schießen schöner Fotos an Touri-Hotspots und dem generellen Besuch dieser. Zwar gefiel mir der Gedanke, dass Jaimie Tara die unbekannteren und noch schöneren Orte der kanadischen Natur zeigt, doch deswegen müssen die klassischen Sightseeing-Orte ja nicht verurteilt werden. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt war für mich, dass ein paar Sätze und kleine Handlungsdetails für mich unstimmig waren, wodurch ich häufiger mal gestutzt habe beim Lesen. Ansonsten haben mir der Plot und Schreibstil aber sehr gut gefallen und das Ende kam zwar nicht überraschend, spannt aber einen neugierig machenden Bogen zum Folgeband. Insgesamt hat mir "Wandering Hearts" also ganz gut gefallen, da es sich zwischen wichtigen Themen und traumhaften Naturbeschreibungen bewegt. Für mich hatte es aber leider ein paar Schwächen, von denen ich hoffe, dass sie im Folgeband ausgeglichen werden. Auf diesen freue ich mich nun sehr!

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Fantastische Geschichte mit besonderem Protagonisten

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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Adalyn Grace schafft mit “Belladonna” eine historische Fantasy-Welt, in die mir der Einstieg nicht ganz so leicht fiel. Das war dem besonderen Schreibstil der Autorin geschuldet, welcher mich im Laufe ...

Adalyn Grace schafft mit “Belladonna” eine historische Fantasy-Welt, in die mir der Einstieg nicht ganz so leicht fiel. Das war dem besonderen Schreibstil der Autorin geschuldet, welcher mich im Laufe des Buchs jedoch immer mehr von sich überzeugen konnte und nicht besser zu der außergewöhnlichen Geschichte passen könnte. Darin begleiten wir nämlich nicht nur die Protagonistin Signa, sondern vor allem ihre Verbindung zu dem Tod, der hier als Protagonist auftritt. Klingt spannend? Es war noch viel besser! Denn während der Tod im Allgemeinen eher negativ konnotiert ist, tritt er in diesem Roman vielschichtig, nahezu lebendig als Love Interest auf. So wurde er schnell zu meinem Lieblingscharakter innerhalb des Buchs! Dementsprechend düster und geheimnisvoll ist auch die Gesamtstimmung, während der Signa versucht, ein Rätsel um Leben und Tod zu lösen. Dabei hat Adalyn Grace den perfekten Spagat zwischen der Bestätigung meiner Theorie und einem Überraschungsmoment geschafft. “Belladonna” ist für mich also ganz knapp an einem Highlight vorbeigeschlittert, wird aber dennoch mit einer riesigen Leseempfehlung versehen!

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Die Dilogie war leider nichts für mich

Wildest Dreams
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Nachdem ich bereits bei Band 1 der "Wild Hearts"-Dilogie Kritik an dem Protagonisten Jamie geäußert habe, aber viel Potenzial in der Geschichte und Umweltthematik gesehen habe, fand ich Band 2 leider schwächer ...

Nachdem ich bereits bei Band 1 der "Wild Hearts"-Dilogie Kritik an dem Protagonisten Jamie geäußert habe, aber viel Potenzial in der Geschichte und Umweltthematik gesehen habe, fand ich Band 2 leider schwächer als seinen Vorgänger. Doch bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich betonen, wie großartig ich das Gründgerüst der Geschichte fand! Second Chance Geschichten von Paaren, die durch Schicksalsschläge auseinandergerissen wurden, mag ich extrem gern, weil sie so voller Herzschmerz und persönlicher Entwicklung sind. Hier kamen noch der Umweltaspekt, die Rettung hilfloser Tiere und die Stärke von Familienverbundenheiten hinzu. Diese Familie beschränkt sich dabei nicht nur auf Blutsverwandschaft, sondern auch auf Freundschaften, die mir in "Wildest Hearts" am meisten gefallen haben. Ebenso wie der Schreibstil von Josi Wismar, der sich seit "Wandering Hearts" deutlich weiterentwickelt hat. Immer wieder habe ich bei Sätzen inne gehalten, weil sie mich so tief berührt haben. Dabei konnte ich vor allem Taras Gefühle und Handlungen größtenteils nachvollziehen und habe mir ihr gelitten - was mir bei Jamie leider nicht gelungen ist. Er nimmt seinen Schmerz nämlich leider als Ausrede dafür, gemein zu anderen zu sein, was mich sehr wütend gemacht hat. Er ist nicht grumpy, sondern fies. Auch seine beleidigenden Vorurteile gegenüber Tourist:innen, die mich schon im Auftaktband gestört haben, sind in diesem Buch nochmal verstärkt aufgetreten. Zum Glück wurde ihm das von den anderen Charakteren zum Teil gespiegelt, was wiederum ein positiver Aspekt war. Ebenso haben mir die Plotstränge á la Forced Proximity gefallen. Dabei gab es allerdings Momente, in denen auch Tara sich für mich unbegreiflich trotzig und schlicht kindisch verhalten hat. Damit war Band 2 leider das schwächere der beiden Bücher, obwohl das Ende Vieles nochmal in ein positiveres Licht gerückt hat. Diese Entwicklung kam mir persönlich aber zu spät. nsgesamt ist es also eine Dilogie mit wichtigen Themen, die mir in der Umsetzung aber leider nicht ganz zugesagt hat. Vergesst aber bitte nie, dass es sich dabei lediglich um meine eigene Meinung handelt und es euch beim Lesen ganz anders ergehen kann!

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