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Veröffentlicht am 20.06.2020

College Geschichte mit Sommer, Sonne, Strand

Forever Free - San Teresa University
1

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Eine wirklich süsse Liebesgeschichte mit sonnigem Flair und Collegefeeling. Ich hatte ein gutes Gefühl und habe mich wohlgefühlt während dem Lesen dieses Buches. ...

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Eine wirklich süsse Liebesgeschichte mit sonnigem Flair und Collegefeeling. Ich hatte ein gutes Gefühl und habe mich wohlgefühlt während dem Lesen dieses Buches. Für mich ist diese beschriebene Umgebung ein absoluter Traum und oft habe ich mir gewünscht, mit Raelyn den Platz tauschen zu können.

Der Anfang dieses Buches war ein wenig schwer für mich. Natürlich brauchte es seine Zeit, um Raelyn kennenzulernen und ihre Umgebung zu erkunden. Allerdings war es so, dass es wirklich lange dauerte, bis die Geschichte spannend wurde und endlich etwas passiert ist. Auch Hunter und Raelyn lernen sich relativ spät kennen. Es ist nicht so, dass Hunter in der ersten Hälfte gar nicht vorkam, allerdings hat es schon 100 Seiten gedauert.
Es ist lange nicht wirklich etwas passiert und die Geschichte war länger relativ ruhig. Ich war dann schon etwas enttäuscht, weil ich einfach nicht voran gekommen bin. Ich hatte nicht unbedingt das Bedürfnis, weiterzulesen, was sehr schade war.

Nach etwa 150 Seiten hat das ganze dann aber wirklich Fahrt aufgenommen und mich endlich begeistern können. Das Knistern zwischen Raelyn und Hunter konnte ich endlich fühlen und ich wollte wissen, wie ihre Beziehung nun weitergeht. Sowohl Hunter wie auch Raelyn hatten eine spannende und mysteriöse Vergangenheit, über die ich mehr herausfinden wollte.

Die Personen waren mir wirklich sympathisch und ich mochte sie wirklich sehr gerne.
Raelyn ist schon sehr speziell und ich kann verstehen, wenn nicht jeder sie sofort mag als Hauptprotagonistin. Ich glaube, dass ich noch nie eine so schüchterne Person begleitet habe! Es war wirklich krass, wie unsicher und unsichtbar Raelyn zuerst war. Sie hat nach der Kopf-unten-Strategie gelebt. Nur nicht auffallen und dennoch war sie einsam und hat sich Freundinnen gewünscht.
Ich liebe Entwicklungen, gerade bei solchen Protagonistinnen. Diese Entwicklungen hat die Autorin hier meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Es war eine langsame aber kontinuierliche Steigerung. Immer wieder konnte sie über sich hinauswachsen und hat sich immer mehr getraut.
Der Einfluss ihrer Freunde hat sie positiv verändert und ihrer Entwicklung geholfen.
Ich konnte sie ins Herz schliessen, trotz mancher nerviger Szenen, in denen ich ihr am liebsten selbst einen Schubs gegeben hätte. Ausserdem hatte sie eine spannende Vergangenheit, über die man lange nichts erfahren hat. Das hat Spannung aufgebaut, weil ich nicht genau wusste, was da früher wirklich passiert ist.

Auch Hunter war ein etwas typischer Charakter. Er ist der mysteriöse, verschlossene und sexy Typ, der niemanden an sich heran lässt. Als er dann auf die schüchterne Raelyn trifft, ist er sofort fasziniert von ihr. Gleichzeitig haben wir hier den typischen "Ich bin nicht gut genug für sie" Spruch, der ihn von ihr fernhält. Trotzdem hatte er eine schöne Seite an sich, die ihn einzigartig macht. Seine Musikalität habe ich gefühlt und geliebt. Auch den Aspekt, dass er Trompete spielt (wie ich) hat ihn einige Punkte sammeln lassen! Er war mir einfach sympathisch, weil er nicht der typische Badboy war. Es gab keine vergangenen 1000 Freundinnen, mit denen er schon im Bett war. Ausserdem habe ich eine treue und liebevolle Seite an ihm gesehen. Er konnte mein Herz packen.
Auch sein Geheimnis habe ich erwartungsvoll abgewartet. Das hätte ich nicht erwartet, es hat mich wirklich überrascht!

Nebencharaktere waren super! Ich freue mich wahnsinnig darauf, April, Kate und Tyler in den weiteren Büchern begleiten zu dürfen und mehr von ihnen sehen zu können. Sie waren eine grosse Stütze für Raelyn und Hunter, ohne die die Geschichte niemals so gekommen wäre, wie es am Ende war.

Die Spannung hat gegen Ende auf jeden Fall nochmal stark zugenommen. Der grosse Showdown kam und er war gut umgesetzt und wurde mit einem schönen Ende abgeschlossen.

Der Schreibstil von Kara Atkin konnte mich packen. Ich war zu 100% in der Geschichte und habe jede Seite gefühlt, als ob ich persönlich da wäre.
Das Feeling war aber fast der stärkste Punkt dieser Geschichte. Mit der San Teresa University hat die Autorin hier eine wunderschöne Umgebung geschaffen. Sommer, Sonne, Strand und gleichzeitig eine süsse Collegegeschichte hat bei mir vollkommen ins Schwarze getroffen. Das wäre wirklich mein Traumleben, in das ich mich unglaublich gerne fallengelassen habe. Auf Raelyn war ich da teilweise schon sehr neidisch, weil sie in dieser perfekten Umgebung leben konnte, die ich mir nur im Traum ausmalen könnte.

Für mich hat der schöne Schreibstil und das unfassbare Feeling auf jeden Fall ein schönes Gefühl hinterlassen. Ich mochte das Buch, nach den Startschwierigkeiten, wirklich gerne und wollte unbedingt weiterlesen. Auch die Personen konnten mich überzeugen und mitreissen. Verdiente ⭐️⭐️⭐️⭐️Sterne, die mich auf weitere Bücher von Kara Atkin freuen lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Eine wundervolle Fortsetzung

Liebe und Lügen (Kampf um Demora 2)
1

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Nach dem ersten grossartigen Teil dieser Reihe war ich umso gespannter, ob mich auch dieses Buch beim zweiten Mal lesen wieder so begeistern kann, wie Teil eins. ...

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Nach dem ersten grossartigen Teil dieser Reihe war ich umso gespannter, ob mich auch dieses Buch beim zweiten Mal lesen wieder so begeistern kann, wie Teil eins. Was ich aber wirklich sagen muss ist, dass dieser Teil ein Stück weniger gut war, als Teil eins. So ganz mithalten kann er nicht, da das grosse Geheimnis um Alex schon aufgedeckt wurde.

Dieses Buch startet eine gewisse Zeit nach dem ersten Teil. Sage unterrichtet die Königskinder am Hof von Demora. Obwohl sie sehr glücklich darüber ist, vermisst sie Alex sehr. Die Spannung in diesem Teil war auf jeden Fall vorhanden, denn es passierten einige Dinge, die man nicht erwartet würde und obwohl ich ja schon wusste, was passiert ist, war es trotzdem noch spannend. Was ist aber besonders toll fand, waren die schönen Momente zwischen Sage und Alex und diejenigen, die wieder diese Geheimnisse und Lügen beinhalteten. Schon zu beginn musste ich schmunzeln und lächeln. Die beiden sind einfach sehr süss zusammen.

Geliebt an den Büchern habe ich aber Sage. Eine solche eigensinnige und sture Protagonistin habe ich noch nie begleitet. Sie war aber auf keinen Fall nervig. In einer Welt, wie der von Demora, in der Frauen als Eigentum gesehen werden, ist Sage eine schöne Abwechslung und eine starke Person und Vorbild. Sie ist wahnsinnig klug und veränderte die Geschichte im positiven Sinne.

Auch Alex lernt man in diesem Buch noch besser kennen. Er macht wirklich alles für Sage und man hat gemerkt, dass er für sie sogar sterben würde. Ich liebe ihn einfach noch immer für seine liebevolle Art.

Die Beziehung der beiden wurde auch in diesem Buch nochmal heftig auf die Probe gestellt. Sie konnten beweisen, dass sie über allem stehen und ich bin sehr gespannt, was da noch alles passieren wird und ob Sage und Alex endlich gemeinsam glücklich werden können.

Neben den beiden begegnen wir noch weiteren Personen, die ich stark ins Herz schliessen konnte. Dazu kann ich aber nicht mehr erzählen, da ich sonst spoilern würde, was nicht der Zweck dieser Rezension ist.

Über die Welt, besonders das Land Casmun hätte man meiner Meinung nach noch mehr erfahren können. Das kam leider etwas zu kurz. Auch als Kritikpunkt muss ich erwähnen, dass die Spannung nicht mehr ganz so hoch war, wie im ersten Teil. Das kann aber auch gut daran liegen, dass es ein Reread war.

Auch in diesem Teil habe ich gelacht, geweint und geliebt. Eine super schöne Geschichte, die ich jedem empfehlen kann, weshalb sie von mir gute ⭐️⭐️⭐️⭐️.5 Sterne bekommt und mich neugierig auf Band drei zurücklässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Süsse Liebesgeschichte aber nicht mehr ganz so gut wie Teil eins

Love on Lexington Avenue
1

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Die Geschichte rund um die Freundinnen Claire, Naomi und Audrey geht weiter! In diesem Band soll es also um die Witwe Claire gehen, die eigentlich nie wieder etwas ...

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Die Geschichte rund um die Freundinnen Claire, Naomi und Audrey geht weiter! In diesem Band soll es also um die Witwe Claire gehen, die eigentlich nie wieder etwas mit einem Mann zu tun haben möchte. Dass sie diesen Vorsatz nicht halten wird, war wohl allen klar und dennoch war es spannend zu sehen, wie das ganze passieren wird.
Leider war das Buch im Vergleich zum ersten Teil schwächer, was vor allem an der Protagonistin lag.

Claire wird im Laufe der Geschichte selber als verbittert beschrieben. So hat sie dann auch für den Leser gewirkt. Mich hat besonders gestört, dass ich zu Claire keine wirkliche Bindung aufbauen konnte. Sie war mir schon fast egal, weil ihre Aktionen echt merkwürdig waren und ich sie nicht ernst nehmen konnte. Irgendwie war sie mir einfach unsympathisch. Claire hat ständig gejammert und befand sich zu beginn in einer Existenzkrise, aus der sie gerne selber herausfinden wollte.
Auch ihre neue Sextaktik konnte für mich einfach nichts werden. Sie hat nicht dazu gepasst und sich dadurch nur lächerlich gemacht. Gegen Ende des Buches mochte ich sie tatsächlich etwas lieber, da sie auch wirklich aus sich herauswachsen konnte und endlich die richtigen Entscheidungen getroffen hat.
Claire wurde ausserdem mit dem Tod von Brayden und seinem Betrug konfrontiert. Sie ist wohl diejenige der Freundinnen, die am meisten darunter gelitten hat und immer noch nicht damit abschliessen konnte. Immerhin waren sie jahrelang verheiratet und Claire hat ihn wirklich geliebt. Wie damit umgegangen wurde, fand ich wirklich gut und ich konnte sie da nachvollziehen.

Scott war leider auch für mich nicht der grösste Sympathieträger. Gerade am Anfang war er echt gemein und abwertend gegenüber Claire. Er war wie ein Eisblock, der allerdings langsam auftauen konnte. Denn auch Scott hat einiges in seiner Vergangenheit erlebt, das er noch nicht ganz verarbeitet hat. Was ich da aber schade fand ist, dass er Claire gezwungen hat, mit ihrer Vergangenheit aufzuräumen, bei sich selber aber nichts geändert hat. Und das, obwohl man die Geschichte erzählt bekommen hat. Auch Scott hatte eine schöne Entwicklung hinter sich, die mich zum Ende auch fesseln konnte.

Die Freundschaft zwischen den Frauen wurde hier noch weiter betont und gefestigt. Da dieser Teil ein Jahr nach dem Kennenlernen spielt, sind die drei natürlich noch weiter zusammengewachsen. Diese Grundidee mag ich noch immer sehr, sehr gerne und konnte mich begeistern.
Was ich aber nicht so gerne mochte, was die Einstellung von Claire gegenüber Naomi. Ich fand es unfair, dass sie oft nur Audrey einbezogen hatte, da Naomi ja nur die junge, hübsche Geliebte von Brayden war und Audrey sie als feste ehemalige Freundin ja viel besser versteht. Bei Naomis Sicht in Teil eins hatte ich das Gefühl, dass sich alle drei gleich gerne mögen, was hier durch Claire etwas anders gewirkt hat. Ich hätte mich an Naomis Stelle wirklich ausgeschlossen gefühlt. Auch war Claire ständig eifersüchtig auf Naomis Beziehung zu Oliver, was schon wieder gemein von ihr war. Das war echt unnötig und hat mir Claire auch nicht sympathischer gemacht.

Die Spannung in diesem Buch war leider wesentlich niedriger als in Teil eins. Im ersten Teil war dieses Geheimnis zwischen Naomi und Oliver, das jederzeit gelüftet werden konnte. Das hat alles eine hohe Spannung gebracht, was bei Claire allerdings fehlte.
Mir hat es einfach zu lange gedauert, bis die Liebesgeschichte in Fahrt gekommen ist. Es hat lange gedauert, bis Claire und Scott endlich vernünftig kommuniziert haben und dann noch länger, bis sie endlich Gefühle für einander eingestehen konnten. Dann war alles meiner Meinung nach viel zu schnell und rasant, als schon das Ende kam. Dennoch muss ich dem Buch zugute halten, dass die letzten 100 Seiten wirklich spannend waren und ich mitfiebern konnte. Mit dem Ende bin ich super zufrieden, auch wenn ich es nicht so erwartet hätte.

Der New York Flair kam auch in diesem Buch wieder schön rüber. Ich liebe diese Stadt und das Grundfeeling, das sie den Geschichten gibt.

Da das Buch im Vergleich zu Teil eins wesentlich schwächer war, gebe ich ⭐️⭐️⭐️.5 Sterne, bin aber wirklich sehr gespannt, was mich im letzten Teil noch erwarten wird. Ich denke, dass mich Audrey definitiv mehr überzeugen wird, als es Claire hier konnte, weshalb ich mich wirklich darauf freue.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Hexengeschichte mit viel Spannung und Emotionen

Sister of the Stars
2

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Was für eine wunderschöne Hexengeschichte. Dieser französische Charme war unbeschreiblich und ich habe mich, trotz bedrohlichen Ereignissen, zuhause gefühlt. Ich ...

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Was für eine wunderschöne Hexengeschichte. Dieser französische Charme war unbeschreiblich und ich habe mich, trotz bedrohlichen Ereignissen, zuhause gefühlt. Ich konnte mir ganz genau vorstellen, wie es ist, in diesem kleinen Hexenhäuschen in Brocéliande zu leben. Zusätzlich kam noch die Tatsache, dass durch die Räucherstäbchen im Paket das ganze Buch einen ganz bestimmten Duft an sich hatte, den ich nun für immer mit den Hexenschwestern verbinden werde.

Der Prolog startet schon direkt spannend und dramatisch. Man erlebt eine kranke und verzweifelte Protagonistin, die um ihre Liebe sehr vergeblich kämpft. Schon auf diesen ersten Seiten kommt die Frage auf, wie das Ganze mit Ezra weitergehen wird und es wird eine grosse Spannung schon direkt am Anfang geschaffen.
Danach springt die Handlung direkt zu den Ereignissen zwei Jahre später. Zu beginn war ich sehr verwirrt, weil die Welt gar nicht so ist, wie wir sie kennen. Hexen und Magier leben direkt unter Menschen, gleichzeitig herrschen grosse Unruhen. In Frankreich, der Heimat unserer Protagonistin Vianne, kommt es zu immer mehr Überfällen von Dämonen, worauf eine riesige Flüchtlingswelle losgetreten wurde. Ausserdem ist das Land von einer enormen Mauer umgeben. Es herrscht eine sehr düstere und bedrückte Stimmung. Als Leser merkt man, wie bedrohlich die Situation ist und dass dringend eine Lösung für das Problem gefunden werden muss.

Unsere Hauptprotagonistin Vianne und ihre Schwestern spielen bei diesem Kampf eine sehr entscheidende Rolle. Die drei waren eine perfekte Kombination. Diese Hexenschwestern verbindet so viel und ich habe gemerkt, wie tief ihre Beziehung und Liebe geht.
Aimée ist die älteste und ernsteste Schwester. Sie ist eine Orakelhexe und kann die Zukunft auf ganz verschiedene Art vorhersagen. Nach dem Tod ihrer Eltern hat sie die Mutterrolle übernommen und fühlt sich für ihre jüngeren Geschwister verantwortlich. Dies aber keinesfalls auf negative Art und Weise. Sie war sehr süss in ihrer Art und ohne sie wäre dieses Dreiergespann einfach nicht vollständig gewesen.
Maëlle, die Mittlere, ist die coolste der Schwester. Sie hat einen ganz freien Charakter und besitzt die Gabe der Heilerin.

Vianne ist das Nesthäkchen und wird von ihren älteren Schwestern sehr behütet. Durch das Dämonenfieber hat sie leider alle Kräfte verloren und ist nun extrem auf die Hilfe und den Schutz anderer angewiesen. Ihre Geschwister machen sich natürlich ständige Sorgen über ihren emotionalen und physischen Zustand, was auch verständlich ist, denn schliesslich hätten sie sie fast verloren.
Vianne hat eine unglaublich schöne Entwicklung in diesem Buch durchgemacht. Es war wundervoll zu sehen, wie sie langsam wieder selbstbewusster wurde und sich mehr getraut hat, als zuvor. Man hat Vianne einfach lieb gewonnen, weil sie süss war und einen ehrlichen Charakter hat. Dennoch musste ich manchmal schmunzeln und den Kopf schütteln.

Ihre grösste Schwachstelle sind nämlich nicht ihre verschwundenen Kräfte, sondern ihre grosse Liebe Ezra, der sie verstossen hat und nun nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte. Diese Liebesgeschichte war schwierig für mich. Zum einen mochte ich Ezra schon nach dem Prolog überhaupt nicht. Ich fand ihn wirklich zum Kotzen mit den Aktionen, die er abgezogen hat und seinem arroganten und überheblichen Verhalten. Die Autorin hat es aber auch geschafft, dass ich mit der Zeit eine Art Hassliebe für ihn entwickelt habe und ich ihn dann doch etwas verstehen konnte. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel spoilern, am besten lest ihr selber, wie es mit Vianne und Ezra aus-und weitergeht.
Neben Ezra gab es noch ganz viele andere männliche Protagonisten, für die meine und Viannes Gefühle ständig hin und her gesprungen sind. Ich hatte während des ganzen Buches so viele Theorien im Kopf, die im Nachhinein echt lustig zu betrachten sind.

Alle Nebencharaktere hier aufzulisten würde einfach den Rahmen sprengen. Lasst euch aber gesagt sein, dass ich zu so vielen Personen eine Bindung aufbauen konnte und so viele sympathisch fand, dass ich wirklich gerne von ihnen gelesen habe.

Die Atmosphäre im Buch war unbeschreiblich und für mich der Punkt, der mich am allermeisten überzeugen konnte. Alleine schon durch die französischen Namen und dem Handlungsort ist bei mir eine gemütliche Stimmung aufgekommen. Das Haus der Schwestern und allgemein der ganze Ort war so wunderschön und hat mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Dies, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich wirklich in einem solchen Haus wohnen wollen würde! Die Bewohner von Paimpont sind wie eine grosse Familie, in der jeder jeden kennt und man gegenseitig auf einander aufpasst und für sich sorgt.
Zusätzlich dazu kamen dann noch die Hexenrituale und magischen Gegenstände, die mich fasziniert haben. Bisher habe ich noch keine so gute Hexengeschichte gelesen! Es ist eine ganz eigene und spezielle Art von Geschichte, die meinen Geschmack zu 100% getroffen hat.

Der ganze Kampf gegen die Dämonen und besonders das Ende müsst ihr selbst lesen. Nach diesem Teil wollt ihr aber unbedingt den nächsten lesen und ich kann es kaum erwarten, bis im September die Geschichte rund um Vianne endlich weitergeht.

Mein abschliessendes Fazit sieht sehr positiv aus. Die Stimmung in Frankreich gemeinsam mit den Hexenelementen und Ritualen war genau nach meinem Geschmack. Dennoch vergebe ich ⭐️⭐️⭐️⭐️.5 Sterne, weil ich fest daran glaube, dass da noch Luft nach oben ist. Die Spannung hat gerade gegen Ende rasant zugenommen und dann war es natürlich wieder mittendrin fertig. Deshalb glaube ich, dass die Spannung in der Fortsetzung noch krasser werden kann, als es hier war. Auch die Liebesgeschichte hat mich noch nicht ganz so überzeugt, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich bin so gespannt darauf, was Marah Woolf noch alles aus diesem Prickeln und der Spannung zwischen den beiden zaubern wird.
Eine fantastische Hexengeschichte für alle Fantasyfans!

!Achtung, ab hier kommen Spoiler!

Die Liebesgeschichte zwischen Vianne und Ezra möchte ich in diesem Teil dann doch noch mal genauer erläutern. Ich fand es sehr, sehr gemein, was Ezra alles mit Vianne gemacht hat und wie er mit ihr gespielt hat. Er hätte sich einfach von ihr fernhalten sollen (obwohl das ja dann genau diese Spannung zwischen den beiden ausgelöst hat). Als er sie geküsst hat, habe ich es halbwegs akzeptiert, doch nein, er muss natürlich auch noch verlobt sein! Ich habe mir wirklich so sehr während des Buches gewünscht, dass Vianne sich in Ash oder Caleb verliebt, was dann leider nicht eingetreten ist. Ash wurde mir aber gegen Ende auch wieder unsympathisch, Caleb dagegen finde ich einfach grossartig!

Das Ende war super gemein. Natürlich ist der Dämonenkönig aufgetaucht und in genau dem Moment hört das Buch auch schon auf und ich habe keine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen könnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Leider sehr enttäuschend für mich

Gefühl und Gefahr (Kampf um Demora 3)
1

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Nach den beiden genialen vorherigen Bänden hätte ich gedacht, dass auch dieses Finale mich nicht enttäuschen würde. Die Autorin hat bisher so grossartig geschrieben, ...

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Nach den beiden genialen vorherigen Bänden hätte ich gedacht, dass auch dieses Finale mich nicht enttäuschen würde. Die Autorin hat bisher so grossartig geschrieben, was ich in diesem Teil leider nicht mehr gesehen habe. Es war eine riesige Enttäuschung für mich und leider kein gelungenes Finale.

Die Personen:

Sage:
Sage war für mich das kleinste Problem. Sie ist so wie immer und das für mich wirklich schön. Sage war, ausser Alex, die einzige Person, die mich wirklich begeistern konnte. Mit ihrer starken und selbstständigen Art ist sie eine fantastische Person, die sich von niemandem etwas sagen lässt. Sage wurden von anderen Leuten viele Fehlverhalten vorgeworfen, was ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Für mich hat sie nichts falsch gemacht und wurde dennoch von allen kritisiert und alle waren wütend auf Sage.

Alex:
Alex hat auf jeden Fall auch in diesem Buch nicht alles richtig gemacht. Gerade eine Entscheidung am Anfang der Geschichte war für mich schockierend und nicht nachvollziehbar. Das hat gar nicht zu seiner Art und seinen Überzeugungen gepasst. Er war wie immer sehr beschützerisch und süss in seinem Umgang mit Sage. Ich mag Alex wirklich gerne, auch nach diesem Teil.

Clare:
Schon nach dem letzten Teil habe ich prognostiziert, dass sich Clare durch den Tod von Luke negativ verändern wird. Das ist auch so geschehen, was mich einfach wütend gemacht hat. Vorher mochte ich sie so gerne, denn sie war wirklich eine starke Stütze für Sage. Hier war ihre Entwicklung aber katastrophal und bei mir hat sie alle Sympathiepunkte verloren.
Sie hat Sage wie Dreck behandelt während dieser Geschichte. Sage hat nichts falsch gemacht, im Gegenteil, sie hat alle gerettet und alles was Clare gemacht hat war, den Ruhm für sich selber zu beanspruchen und Sage für ihre Entscheidungen zu verurteilen. Sie wurde sehr verletzend und hat sich als keine gute Freundin herausgestellt.

Andere Personen sind mir auch nicht unbedingt sympathischer geworden. Welche genau möchte ich wegen Spoilergefahr nicht verraten, doch es gab einige, die sich höher und besser aufgrund ihres Ranges gefühlt haben und deshalb wirklich arrogant gewirkt haben. Ausserdem haben auch sie Sage unmögliche Dinge vorgeworfen und sie dafür verachtet.

Die einzigen Personen, die sich ins positive entwickelt haben, waren Alex Eltern und Sage Onkel mit Familie. Auf diese Personen hat man eine neue Sichtweise erfahren, die viel positiver als am Anfang waren. Sie waren mir wirklich sympathisch und ich mochte es, wie sie nun dargestellt wurden.

Die Spannung und Handlung:

Die Spannung in den vorherigen Bänden war unglaublich! Es sind immer wieder unvorhersehbare Dinge passiert, die mich überrascht haben. Sogar beim zweiten Mal lesen war es topp und sehr spannend.
In diesem Buch war das komplette Gegenteil. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass das eine komplett andere Autorin als Erin Beaty geschrieben hat. Das Buch war einfach nur schlecht. Es war total langweilig und ich wusste schon in der Mitte des Buches ganz genau, was am Ende passieren wird.
Es ging praktisch nur um die diplomatischen Beziehungen und Verhandlungen, dann eine schöne Rundreise und ein "Showdown", der das Wort gar nicht verdient. Ich musste mich zwingen, weiterzulesen und wenn es kein Buddyread gewesen wäre, hätte ich das Buch ewig gelesen, weil es mich einfach nicht gepackt hat. Für mich ist die Spannung immer ein unglaublich wichtiger Aspekt, der hier einfach nicht vorhanden war. Ich habe komplett vorausgesehen, wer hinter den Ereignissen steht und was alles noch passieren wird, weil es zu offensichtlich war.
Ausserdem gab es keine schönen oder spannenden Momente zwischen Alex und Sage, wie z.b. die Kampfübungsszene im zweiten Teil oder der Moment, als Sage erfahren hat, dass Alex noch lebt.

Mir wurde auch irgendwann zuviel, dass alle Freundinnen von Sage mit Alex Freunden liiert waren. Irgendwann reicht es, denn ich möchte nicht alle auf biegen und brechen miteinander verkuppeln. Das macht es dann auch nicht mehr wirklich glaubhaft.

Mit dem Ende bin ich zufrieden, da es abgeschlossen ist und die Protagonisten mehrheitlich in Ruhe, Glück und Frieden leben können. Ich kann es gut akzeptieren.

Abschliessend sieht mein Fazit leider überhaupt nicht positiv aus. Ein langweiliges Buch mit unsympathischen Charakteren und vorhersehbarer Handlung kann ich nicht gut bewerten. Die ⭐️⭐️Sterne bekommt es nur für Alex und Sage, die trotz schwieriger Umstände ihre Liebe aufrechterhalten konnten. Das schlimmste an dem Buch war wirklich, dass ich nicht weiterlesen wollte und mich das Buch gelangweilt hat. Es war leider eine grosse Enttäuschung, die ich am liebsten vermieden hätte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere