Profilbild von bookshuntress

bookshuntress

Lesejury Profi
offline

bookshuntress ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit bookshuntress über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2022

Ein Wordbulding, das nie verfilmt werden könnte, da es sooo krass ist.

Shepard of Sins
0

Nicolas Schäfer ist Agent der Magical Intelligence Agency (=MIA) im futuristischem magischem Hamburg. Eine Hilfe (und ein Fluch) bei seiner Arbeit ist ihm dabei seine Berufung als Schäfer der Sünden, ...

Nicolas Schäfer ist Agent der Magical Intelligence Agency (=MIA) im futuristischem magischem Hamburg. Eine Hilfe (und ein Fluch) bei seiner Arbeit ist ihm dabei seine Berufung als Schäfer der Sünden, der die Sünden der Menschen verschlingt. Während eines Mordfalls in einem Partyclub stößt Nic auf die Spur einer Verschwörung… und auf den Prinz der Fae, Bren, den Vater seines Sohnes, der ihn seit ihrem One Night Stand gehostet. Jedoch egal, wie sehr Bren Nick auf den Geist geht, müssen die beiden nun zusammen arbeiten. Denn die Lage spitzt sich für Nic zu und er muss einen unmöglichen Einbruch durchziehen, um endlich mal an die Wahrheit zu gelangen. Bei diesem Vorhaben helfen ihm natürlich noch seine besten Freunde, drei partyliebende Dobermannwandler, und seine beste Freundin Sal, eine waffenliebende Meisterdibin/Sirene mit so einigen Geheimnissen. Die Zeit arbeitet gegen Nic und er weiß noch gar nicht welche dunklen Abgründe sich in seiner Vergangenheit auf tuen werden.
Ich habe kein Ahnung wo ich anfangen soll, da es so viele verschiedene Punkte zum ansprechen gibt und bin mir ziemlich sicher, dass mir welche hier entfallen werden, daher kommen hier mal die prägnantesten Punkte.
Zu aller erste das Wordbuldig ist mal sowas von krass und liebevoll detailreich gestaltet. Die Liebe zu Hamburg ist in jeder Beschreibung spürbar. Ebenso bildet es eine wirklich gute Grundlage für ein ausgebautes Buchuniversum.
Nächster Punkt: Der Schreibstil ist mehr als originell und außergewöhnlich. Wie die Figuren miteinander reden, wirkt authentisch und ist nicht weichgespült. Ich Persönlichkeit mag es ja besonders, wenn in Bücher auch mal vernünftige geflucht wird, da es im echten Leben eben auch so ist. Außerdem finde ich das einfach witzig ^^.
Apropos witzig. Der Humor zieht echt gut. Ich musste bei weiten mehr als einmal lachen. Aber der Humor geht auch nie auf Kosten von ernsten Situation (auch wenn es manchmal da auch witzige Momente gibt) und zerstört diese. Gerade die Tonalität zwischen den verschieden Atmosphären sind gut getroffen und wechseln flüssig ohne erzwungen zu erscheinen.
Die Figuren sind in mehr als einer weise breit und divers gefächert. Alleine der Protagonist Nic hat ist facettenreich und tiefgründig. Er hat eine verdammt harte Vergangenheit hinter sich, aber sein Kampfgeist ist nie verloren gegangen, wobei er moralisch gesehen definitiv keine reine Weste hat, was ihn umso interessante macht. Im besonderen dahingehend, dass Nic überaus nachvollziehbar geschrieben wird. Ich stimme nicht unbedingt jeder seiner Entscheidungen zu, aber ich kann verstehen, wie er zu diesen kam.
Auch die anderen Figuren bekomme immer wieder Zeit zu glänzen. Jedoch ist die Menge an Figuren, die in den Fokus gestellt werden, recht groß, weswegen manche auch zu kurz kommen. Zum Beispiel habe ich von den drei Dobermannwandler lediglich Brooks wirklich näher kennengelernt, wohingegen ich seine beiden Brüder nicht von einander unterscheiden kann.
Aber eine Sache, die mit dieser Menge an Figuren wirklich gut funktioniert, ist deren Zusammenspiel als Team und auch Familie. Gerade die Thematik mit der Choosen-Familie ist überaus rührend dargestellt und es offensichtlich, dass jeder von den für den anderen den Kopf hinhalten würde.
Die Storyline selbst ist recht interessant, da ich zu Anfang gar nicht einschätzten konnte, worauf die Geschichte hinaus laufen würde, was für eine gewisse Spannung sorgt. Spannend wird er vor alle dem zum Ende hin, wenn es gleichsam actionreich wird. Ich klebte förmlich festan den letzten 80 Seiten des Buches. Dennoch muss ich gestehen, dass ich mich der Plottwist rundum Natascha nicht richtig abgeholt hat, da ich zuvor einfach zu wenig von ihr erfahren habe, um eine richtige Bindung zu ihr zu haben. Aber alle Wendungen die mit ihr am Ende einhergehen sind: Holy Moly! Wann kommt der zweite Teil!?
Womit ich auch zusammenfassend sagen kann, dass dieses Buch definitiv ein Leseerlebnis ist und Yeah! Ich will wissen, wann die Fortsetzung kommt! Dieses Buch überzeugt mit seiner liebevollen innerlichen und äußerliche Gestaltung, sowie vielfältige herrlich chaotischen Figuren und ein Wordbulding, was einfach nur krass ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2022

Spannende Geschichte mit super Figuren

You Will Be the Death of Me
0

Cal, Mateo und Ivy waren einmal die besten Freunde, doch seit der Highschool haben sie nichts mehr miteinander zu tun. Bis zu dem Tag, an dem Cal zu spät zur Schule kommt und auf Mateo und Ivy trifft. ...

Cal, Mateo und Ivy waren einmal die besten Freunde, doch seit der Highschool haben sie nichts mehr miteinander zu tun. Bis zu dem Tag, an dem Cal zu spät zur Schule kommt und auf Mateo und Ivy trifft. Kurze Hand beschließen sie eine alte Tradition wieder zu beleben und einen Tag blau zu machen. Während ihren spontanen Ausflug in Chicago treffen die drei einen weiteren Mitschüler und folgen ihm, was sie mitten in einen Tatort führt. Eigentlich sollten sie die Polizei rufen, doch jeder von ihnen hat eine Verbindung zum Opfer und einige Geheimnisse. Ob das alles ein Zufall war?
Zuallererst will ich erwähnen, wie toll die Sprecher*innen ihren Job gemacht haben! Jeder der Hauptfiguren bekommt seine eigene Stimme, welche wirklich gut gewählt sind und die jeweilige Persönlichkeit super unterstreicht. Besonders den Sprecher Mateos ist eine grandiose Wahl, denn genauso hätte ich mir seine Vorgestellt.
Die Geschichte ist ebenfalls super. Gespannt hörte ich da zu und wollte unbedingt die Auflösung des Rätsels wissen. Auch die Dynamik zwischen Cal, Ivy und Mateo finde ich faszinierend, da die drei schon recht unterschiedlich sind, aber dennoch eine gute Chemie miteinander haben und ebenfalls gut als Team funktionieren können. Dazu finde ich es gut, dass hier niemand idealisiert wird und die anderen auch mal echt sauer auf einen, der einen Fehler gemacht hat, sind und nicht jedem sofort wieder vergeben wird, aber wenn Vergebung stattfindet, geschieht das gut nachvollziehend. Generell gestalten sich die Ereignis recht realistisch und authentisch.
Gleichsam wird jeder Hauptfigur genug Zeit geben sich zu entwickeln und es gibt einen echt guten Einblick in das jeweilige Innenleben.
Beispielsweise bei Ivy, die immer wieder auf ihren hochbegabten Bruder eifersüchtig ist. Diese Eifersucht ist nicht eindimensional, sondern gut verständlich, so wie sie dargestellt wird. Zwar gibt es echt so einige Momente, in denen ich dachte, dass sie schon verdammt sehr überreagiert, doch wenn ich daran denke, woher ihre Eifersucht kommt in Kombination mit dem daraus resultierenden starken Selbstzweifeln und der Tatsache, dass sie noch ein Teenager ist, kann ich sie gut nachvollziehen. Es entschuldig ihr verhalten nicht, aber es macht es verständlicher.
Die Atmosphäre ist immer der Situation optimal angepasst, wodurch ich umso tiefer in den Band der Geschichte gezogen wurde.
Alles in allem eine mehr als spannende Geschichte mit Nervenkitzel und tiefgründigen Figuren, wo ich sehr sehr hoffe, dass sie eine Fortsetzung bekommt, denn der Stoff dafür ist garantiert da!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2022

Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende… nicht.

Die Knoten der Ewigkeit
0

Das Volk Himminjörds leidet unter der Herrschaft des Tyrannen Königs, ebenso wie seine Tochter Yrsa in der Herrschaftsburg. Er verachtet sie dafür, daher gegen seinen Willen seine Unsterblichkeit auf sie ...

Das Volk Himminjörds leidet unter der Herrschaft des Tyrannen Königs, ebenso wie seine Tochter Yrsa in der Herrschaftsburg. Er verachtet sie dafür, daher gegen seinen Willen seine Unsterblichkeit auf sie übertragen hat, sie aber die Macht ihres Erben nicht völlig benutzten kann. Daher fängt er an in den Schatten nach einer alchemistischen Lösung sucht. Dabei versucht Yrsa ihn auf die Schliche zu kommen und sichtbares ihren Fesseln zu befreien. Während dessen lebt in den Wäldern der Jäger Joran, der an seiner Unsterblichkeit eher einen Fluch als einen Segen sieht. Doch Selbst als die Hunde des König seinen Wald unsicher machen, meidet der Tod ihn. Wenn Menschen nach der verlorenen Unendlichkeit streben, müssen sich die Bewohner Himminjörd auf so einige Schrecken gefasst machen.
Puhh… Dieses Buch zerstört einen. Wer ein zuckersüßes Happyend sucht, ist hier definitiv falsch. Hier erwartet dich Herzschmerz für die Protagonisten und abgrundtiefer Hass für den Antagonisten, ein wunderbar originales Wordbulding und eine Geschichte von Liebe und Tod.
Zu beginn will ich erwähnen, wie harmonisch die Autorinnen ihre Schreibstile miteinander verbunden haben. Ich war mir nur an wenigen Stellen ganz gewiss, wer von beiden jene Stelle geschrieben hat, da ich ganz bestimmte Phrasen von ihr gewohnt bin, aber dies ist wirklich nur merkbar, wenn man schon einige Werke dieser Autorin gelesen hat. Denn ansonsten kann man gut glauben, dass dieses Buch lediglich von einer einzeln Person geschrieben wurde. Das einzige, was ich etwas seltsam fand bei. Lesen, war das Wort „Gen“, was relativ oft vorkommt und für mich erstmal nicht so in dieses eher mittelaltrige Setting passen will, doch mit der Zeit hab ich mich daran gewöhnt.
Das Wordbulding ist original und bietet sicherlich Stoff für weitere Geschichten, wobei der Fantasy Anteil, trotz dieser ganz eigen Welt, eher schlicht gehalten ist mit einer sehr überschaubaren Menge an übernatürlichen Wesen bzw. Personen. Dafür werden diese Personen umso intensiver behandelt.
Wie zum Bespiel die Protagonisten Yrsa und Joran. Beide gehen teilweise unterschiedlich mit ihren Erben als Ewigkeitsknotenträger/in um. Beide sehen dieses Erbe viel mehr als Fluch an. So ist Joran, aufgrund seines langen Existenz, das Leben leid , aber dennoch strahlt er für mich gleichzeitig etwas so hoffnungsvolles aus, dass man sich in sei ner Nähe nur wohl fühlen kann. Ja, er hat so einige Passagen, in denen er melancholisch ist, aber dann wird auch gezeigt, dass er sich dagegen wehrt zu hoffen aus Angst vor Enttäuschungen, doch gerade hin zum Ende macht er so einiges für seine Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Yrsa bildet einen deutlichen Kontrast zu Joran in Sachen Temperament, da sie ziemlich hitzköpfig ist, wobei ihre Stärke wahrlich bemerkenswert ist, denn trotz der jahrelangen körperlichen und mentalen Folter hat sie es geschafft sich vorm Abgrund weg zu kämpfen und sich auf mal gegen über ihrem Vater zu behaupten. So ist ihre Charakterentwicklung an manchen Stellen echt beeindrucken.
Die Liebesbeziehung zwischen Yrsa und Joran ist, trotz ihrer echt kurzen Bekanntschaft von wenigen Tagen, überaus glaubhaft dargestellt, da beide für den jeweils anderen ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit sind und sich gegenseitig stärken wie auch unterstützen.
Das Ende der Geschichte ist…puh… es hat es echt in sich. Es ist definitiv nicht glücklich bis an ihr Lebensende. Nop, überhaupt nicht, aber ganz ehrlich, auch wenn ich es mir echt anders wünsche für manche Figuren, passt dieses Sad-Ende zu dieser Geschichte und ist gleichzeitig enorm realistisch dafür.
Alles in allem ein Buch mit Herzschmerz, klasse Schreibstil und einer Spur realem in einer Fantasywelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2021

Eine schöne Vampirgeschichte ohne wandelnden Discokugeln

Dead Hearts Can't Love
0

Seit nun mehr als drei Jahrhunderte wandert Loan Ryder über diese Welt. Sein Leben ist ein trostloses, düsteres Nichts für ihn und wird von seinem Blutdurst bestimmt, bis zu dem Tag, an dem er Sophia in ...

Seit nun mehr als drei Jahrhunderte wandert Loan Ryder über diese Welt. Sein Leben ist ein trostloses, düsteres Nichts für ihn und wird von seinem Blutdurst bestimmt, bis zu dem Tag, an dem er Sophia in der Bar „Drunken Devil“ erblickt. Sie löst ein Funken in seiner Dunkelheit aus, doch bevor er diesem Funk wirklich nach gehen kann, gerät er ins Visier des ältesten Rats. Dieser offenbart ihm ein altes Geheimnis, dass ihn vor eine schreckliche Wahl stellt. Zwischen seinem Leben und der Liebe.
J.M Weimers Schreibstil ist locker und flüssig, wodurch ich schnell durch die Seiten fliegen konnte, wobei es gleichzeitig auch tiefgründig und rührend sein kann. Ebenso fesselt Weimers Erzählstil und erschafft eine heimelige Atmosphäre. Zudem ist ihr Konzept der Vampire mal etwas ganz anderes, das ich bislang so nicht gesehen habe, was eine erfrischende Abwechslung bietet.
Loan Ryder ist zum Anfang ein düstere Zeitgenosse, den ich oftmals am liebsten in einen große Decke gewickelt und einen Tee gereicht hätte. Für ihn bietet die Unsterblichkeit keine Erfüllung oder auch nur ein bisschen Glück. Doch im Verlaufe des Buches befreit es sich auf dieser Düsternis und ich konnte ihn noch besser kennen lernen. So ist er ebenso ein düster wie auch humorvoller Charakter. Gerade diese Entwicklung von ihm mitzuverfolgen ist spannend, da er definitiv Tiefe und Komplexität besitzt. Zumal ist seine Entwicklung bereits an den Kapitelüberschriften erkennbar, da diese im zunehmenden Verlauf umso positiver werden. Aber auch generell verursachen die Kapitelüberschriften mehr als den ein oder anderen Schmunzler.
Sophia hingegen ist der genaue Gegenpart zu Ryders anfänglichen Düsternis. Sie ist einen von Grund auf gutherzige und herzliche Person, die jedoch aufgrund ihres Gewichts ein paar Komplexe sowie Vertrauensproblem, wegen einer vorherigen Beziehung, hat. Dennoch lässt sie sich deswegen selten Unterkriegen und versucht auch trotz Gegenwehr seitens ihrer Chefin ihren Traum als Konditorin zu arbeiten zu verwirklichen. Zudem hat sie öfters einen Spruch auf den Lippen und hat mich mehrmals zum Lachen gebracht. Das einzige was mich bei ihr ein wenig gestört hat, war dass mir persönlich ihre Komplexe, wegen ihrem Körper, manchmal zu weit gingen und so das Bild der Selbstbewussten, wie sie von den aller meistens gesehen wird, etwas widersprochen hat.
Aber generell sind mir die Figuren ans Herz gewachsen, da sie insgesamt eine sehr bunt gemischte Truppe sind. Weshalb ich am gerne noch mehr Vorgeschichte zu den einzelnen Person gehabt hätte, was jedoch leider alleine von der Zeit her nicht gepasst hat. Denn ansonsten hätte ich gerne mehr über Chantal und Cheyenne erfahren und vorfallen ihre Vergangenheit mit Sophie, um ihre Freundschaft besser verstehen zu können und warum Sophia ihnen so viel durch gehen lässt.
Das einzige was mich aber ansonsten wirklich ein wenig gestört hat, dass mir der New-York-City-Flair gefällt hat und das Ende mir ein bisschen zu überhastet war.
Alles in allem eine sehr schöne Romantasy Geschichte, die durch ihren Schreibstil und Figuren überzeugt, mit nur kleinen Schwächen, die dem Gesamtwerk keinen Schaden zufügen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2021

Atmosphärische Fantasy-Geschichte mit Spannung

Tochter der Sterne
0

Ursprünglich war Cat Munroes größtes Problem ihren in Amerika lebenden Vater dazu zu bringen zu ihrem fünfzehnten Geburtstag nach Deutschland zu kommen. Doch dann steht ihr Leben Kopf, als ihre beste Freundin ...

Ursprünglich war Cat Munroes größtes Problem ihren in Amerika lebenden Vater dazu zu bringen zu ihrem fünfzehnten Geburtstag nach Deutschland zu kommen. Doch dann steht ihr Leben Kopf, als ihre beste Freundin sich von heute auf morgen völlig verändert und kurz darauf ins Koma fällt. Um ihrer Freundin zu helfen, beginnt Cat nach zu forschen, wobei sie auf ein gut gehütetes Familiengeheimnis stößt.
Man wird sofort in die Geschichte rein geworfen, was für mich im ersten Moment etwas verwirrend war, doch schnell konnte ich mich in die Handlung einfinden.
Isa Theobalds Schreibstiel ist flüssig und leicht, wodurch ich beinah über die Seite. Fliegen konnte. Zudem schafft sie es mit ihren Sorten eine stimmige Atmosphäre zu kreieren, die mich weiter lesen lassen wollte. Hinzu kommt, dass den Flair der Neunziger einzufangen, beziehungsweise so wie ich ihn mit vorstelle.
Cat wirkt zunächst, wie ein ganz normales Mädchen mit den üblichen Herausforderungen einer Heranwachsenden. Schule, die erste Liebe und die Unannehmlichkeiten, ein Scheidungskind zu sein. Und dieses normale Mädchen ist sie eben auch. Eigentlich hat sie weder besondere Fähigkeiten noch ist sie irgendwie „auserkoren“. Sie ist ein einfaches Mädchen mit einem großen Herz, dass sich für ihre Familie und ihre beste Freundin einsetzt. Daher erinnert die mich ein wenig an Gerda aus „Die Schneekönigin“ von Hanz Christian Andersen. Während des Lesen habe ich verschiedene Seiten von ihr kennen gelernt und sie ist ein Mädchen, dass ich gerne zur Freundin haben würde.
So war es auch schön sie mit ihren ersten Freund Marc zu beobachten. Obwohl die beiden leider nur wenige Szenen zusammen zu haben, stimmte die Chemie auf anhieb.
Ebenso die Chemie zwischen Cat und ihrem Verbündeten Tarek ist spannend und humorvoll.
Allgemein funktioniert die Dynamik zwischen den verschieden Figuren prima, sogar zwischen Cat und ihren Katzen.
Außerdem ist die Mythologie in dem Buch äußerstes faszinierend original.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass, dadurch, dass es nur ein Buch ist, es die Zeit fehlt diese ganze Welt in seiner ganzen Tiefe kennen zu lernen. Die Handlung geht recht zügig von statten und ich hätte mir von allem generell mehr gewünscht. Mehr Zeit mit den Figuren, mehr Handlung und Hintergrund zu der Mythologie.
Doch so wie das Buch ist, ist es eine atmosphärische Wohlfühlgeschichte, die gleichzeitig ebenfalls ein spannendes Abenteuer ist. Zudem passt es egal zu welcher Zeit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere