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Veröffentlicht am 21.09.2018

Luckiest Girl oder ein Blick hinter die Fassade

Luckiest Girl Alive
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Cover: Das Cover ist gut gelungen und macht aufmerksam. Für mich greift es auch das Thema ein wenig auf. Schwarze Rosen sind künstlich gefärbt und daher auch erstmal nur eine schöne und scheinbar perfekte ...

Cover: Das Cover ist gut gelungen und macht aufmerksam. Für mich greift es auch das Thema ein wenig auf. Schwarze Rosen sind künstlich gefärbt und daher auch erstmal nur eine schöne und scheinbar perfekte Fassade.

Inhalt: Ani scheint alles zu haben was man sich wünschen kann, ihren Traumjob, einen erfolgreichen und gutaussehenden Mann, allerdings scheint sie nun ihre Vergangenheit einzuholen. Kann sie die Fassade die sie sich selber als Schutz aufgebaut hat bewahren oder bricht alles über sie ein?

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist nicht schlecht und der Text hat sich gut und flüssig lesen lassen, trotzdem bin ich nicht wirklich in einen Lesefluss gekommen.
Ani ist einestarke Protagonistin, zu Beginn wirkte sie auf mich unnahbar, berechnent und unsympatisch. Was bei mir persönlich auch den Einstieg erschwert hat.
Allerdings erfährt man zunehmend mehr über ich Schicksal, was ihr Verhalten und ihre Art verständlicher macht.
Die Autorin versteht es das Verhalten ihrer Protagonisten realistisch darzustellen, so refelktierte sie Handlungen von Ani immer sehr verständlich. Auch Ani hat nicht immer die beste Entscheidung getroffen, hat aber gelernt damit zu leben.
Zudem wird hier ein sehr sensibles und aktuelles Thema verarbeitet.
Das erste Drittel des Buches fand ich zäh, aber danach hat der Spannungsbogen einen klar bis zum Ende mitgenommen.

Fazit: Ein interessantes Thema und spannend zu sehen was es mit den Opfern macht und wie es diese prägt.
Trotzdem hätte ich mir hier etwas mehr Spannung zu Beginn gewünscht.

Veröffentlicht am 03.02.2019

Schuldig oder nicht?

Anatomie eines Skandals
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Cover: Finde ich ansprechend gestaltet, aber war für mich nur zum Teil passend zur Geschichte.

Inhalt: James ist ein angesehener Politiker, der allerdings mehr auf das Ansehen, als auf politische Ziele ...

Cover: Finde ich ansprechend gestaltet, aber war für mich nur zum Teil passend zur Geschichte.

Inhalt: James ist ein angesehener Politiker, der allerdings mehr auf das Ansehen, als auf politische Ziele aus ist. Mit einer guten Vita von tollen Privatschulen, gute Verbindungen zur Regierung und einem charmanten Auftreten, lebt einer ein angenehmes Leben in der englischen High Society.
Passend in seiner Welt ist seine hübsche Ehefrau und seine Kinder.
Ein angenehmes Leben, bis zu dem Tag an dem seine Affaire auf fliegt und alles in Wanken gerät.

Meine Meinung: Der Schreibstil hat mir gut gefallen und durch die Perspektiv- und Zeitwechsel kommt eine gewisse Spannung auf.
Allerdings finde ich, dass der Spannungsbogen durchaus früher hätte Anfangen können.
Trotzdem gibt es viele Wendungen, die zumindestens kein offensichtliches Ende vermuten lassen.

Die Charaktere haben eine gewisse Tiefe, die mit der Zeit aufgedeckt wird.
Durch die verschiedenen Erzählungen aus der Vergangenheit versteht man zum Ende besser.

Die Geschichte verknüpft den Prozess sehr schön mit der Vergangenheit und deckt nach und nach die Beweggründe der Charakter auf.

In Sophie hat James einen Ehefrau die ihren Mann bedingungslos liebt und an seine Ehre glaubt, jedoch bekommt nicht nur die Fassade risse, sondern auch das Vertrauen seiner Frau.

Am Ende bleibt die Frage von Schuld und Unschuld für den Leser offen.

Fazit: Viele Wendungen, aber ein erst spät einsetzender Spannungsbogen. Trotzdem eine gut Geschichte über Schuld, Unschuld und wie die Vergangenheit uns prägt.

Veröffentlicht am 27.10.2017

Wem soll man trauen?

Die stille Kammer
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Cover: Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Der Schmetterlin ist ein wenig hervorgehoben. Über die Story verrät er aber nicht viel.

Inhalt: Susan Webster war die letzten drei Jahre in der Psychatrie, ...

Cover: Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Der Schmetterlin ist ein wenig hervorgehoben. Über die Story verrät er aber nicht viel.

Inhalt: Susan Webster war die letzten drei Jahre in der Psychatrie, weil sie ihren Baby Dylan getötet hat. Jetzt versucht sie sich als Emma Cartwright ein neues Leben aufzubauen. Immer wieder von ihren Schuldgefühlen eingeholt, denkt sie niemand würde sie erkennen. Bis zu dem Tag als plötzlich ein Umschlag mit ihrem richtigen Namen und einem Foto von einem kleinen Jungen mit der Aufschrift "Dylan Januar 2013". Zuerst glaubt sie noch an einen gemeinen Streich, aber dann wird es immer merkwürdiger. Unverhofft bekommt sie Hilfe von einem fremden Reporter, doch kann sie ihm wirklich trauen? Und hat es vielleicht doch was zu bedeuten, dass sie sich nicht an den Mord erinnern kann?

Dies ist das zweite Buch der Autorin und es hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil lässt sich flüssig und schnell lesen und die Autorin versteht es den Leser in die Geschichte zu ziehen. Eigentlich möchte man das Buch gar nicht mehr weglegen.
Die Charaktere wirken überzeugend, ich konnte mich von Beginn an sehr gut in Susan hineinversetzten. Cassie fand ich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie ergänzt Susan als Freundin sehr gut. Im Laufe der Geschichte kommen auch weitere Charaktere hinzu, bei vielen kommt es immer wieder zu Momenten in denen man nicht weiß wer zu den Guten oder Bösen gehört.
Was mich ein wenig gestört hat waren die Rückblenden zu Jack und seinen Freunden, da ich hier sehr lange nicht wusste wie es sich in die Geschichte einfügen würde. Zum Schluss hat es sich dann aber in den Verlauf der Geschichte gut eingefügt.
Die Geschichte bleibt bis zum Schluss sehr wendungsreich und spannend.

Fazit: Lesenswertes, spannendes und wendungsreiches Buch mit angenehmen Schreibstil.

Veröffentlicht am 28.06.2017

Schöner Zeitsprungthriller

Die dreizehnte Stunde
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Cover: Das Cover finde ich sehr ansprechend und es hat mich auch dazu bewogen, dass Buch genauer anzuschauen.

Inhalt: Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man ...

Cover: Das Cover finde ich sehr ansprechend und es hat mich auch dazu bewogen, dass Buch genauer anzuschauen.

Inhalt: Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man hält ihn für den Täter. Doch er ist unschuldig. Ihr Tod ist mit dem Schicksal von 212 Menschen verbunden, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind ? denn eigentlich sollte Nicholas? Frau an Bord dieser Maschine sein. Doch aus irgendeinem Grund hat sie die Maschine in letzter Minute verlassen. Dieser Grund ist für den Absturz verantwortlich. Und für ihren Tod. Ein Fremder betritt das Verhörzimmer. Er überreicht Nicholas eine goldene Uhr. "Ihre Frau ist nicht tot", sagt er. "Sie lebt noch. Und mit dieser Uhr können Sie sie retten. Sie haben 13 Stunden." Der Countdown hat begonnen ... (Klappentext)

Meine Meinung:

Für mich ein sehr gelungener Thriller mit einer gut durchdachten Story. Als Leser begleitet man Nicholas Quinn wie er versucht den Mord an seiner Frau ungeschehen zu machen. Dabei wird er immer zwei Stunden in die Vergangenheit zurück versetzt und erlebt die Stunde dann erneut. Schritt für Schritt kommt er so den tatsächlichen Ereignissen die zum Flugzeugabsturz und dem Tod seiner Frau geführt haben auf die Schliche. Allerdings scheint jede seiner Veränderungen auch wieder eine neue Wendung zu nehmen, die nicht immer so endet wie er es sich wünscht. Dadurch bleibt das ganze spannend und es kommen immer wieder neue Variablen in Spiel.

Die Charakter finde ich sehr gut gelungen, sowohl Nick und seine Frau als auch die " Bösen" sind sehr gut dargestellt, so dass man in der Geschichte gefesselt bleibt. Es bleibt bis zum Ende spannend und selbst zum Schluss kommt es nochmal zu Wendungen die mich überrascht haben. Auch den Schreibstil finde ich gut, somit lässt sich die Geschichte sehr schön flüssig lesen.

Fazit: Ein spannender und durchdachter Zeitreisethriller, der einen gut unterhält.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Wenn dann alles gut ist...

Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende
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Cover: Ich nehme mein Koffer und gehe, genau das drückt das Cover für mich aus. Daher passend zur Geschichte.

Inhalt: Julia hat genug und verlässt ihren Mann, diesmal endgültig. Aus dem geordneten Alttag ...

Cover: Ich nehme mein Koffer und gehe, genau das drückt das Cover für mich aus. Daher passend zur Geschichte.

Inhalt: Julia hat genug und verlässt ihren Mann, diesmal endgültig. Aus dem geordneten Alttag ins Chaos, versucht Julia irgendwie sich in ihrem Alltag zurechtzufinden, da kommt der "Job" als Haussitter gerade recht, auch wenn der Vermittler erst etwas dubios wirkt.

Irgendwie stolpert sie dann in die liebevolle und inoffizielle WG von Frau Smit, so nimmt der Weg zum Happyend seinen Lauf.

Meine Meinung: Der Schreibstil ist flüssig und die einzelnen Abschnitte von der Länge gut.

Die Geschichte ist aus der Perspektive von Julia geschrieben, sie trennt sich nach erneuten Ehebruch ihres Gatten von diesem. Es wird schnell klar, dass hier ein klaren Abhängigkeitsverhältnis zwischen den beiden besteht und das nicht nur finanziell. Sie selber vergleicht es mit der Rauchentwöhnung, allerdings scheint Julia auch nicht wirklich eigenständig.

Sie stolpert praktisch in die Rolle als Haussitter/ Pflegerin von Frau Smit, die zur Zeit im Koma liegt. Allerdings steht der Neffe schon bereit sein Erbe anzutreten.

Aber die scheinbar allein lebenden Frau Smit, hat in ihrem Haus ein reges kommen und gehen. Von der Nachbarskatze bis zur Nachbarstochter, dem freundlichen Drogendealer von nebenan und einer geschäftstüchtigen Hairstylistin ist alles dabei. Bei so vielen Charakteren kommt auch viel Ballast und viele Schicksalsschläge zusammen.

Hier hat mich die Geschichte von Veronique noch am meisten bewegt. So werden in der Geschichte aber viele aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgegriffen wie Misshandlung, Vereinsammung im Alter und sonstige Sorgen um Geld und Familie.

Beim lesen hofft man immer auf ein Happyend mit Bodenhaftung, was auch bis zu einem gewissen Grad erreicht wird, aber für mich war es irgendwann zu viel Schicksal das hier zusammen kam. Zwar wird eine schöne und wünschenswerte Lösung geboten, diese hatte für mich aber keinen Bezug mehr zur Realität. So wurden auch Themen wie Scheidung und die Arbeit von Sozialstellen eher mit einer sehr einseitigen Sicht in die Geschichte verflochten, hier hätte ich mir doch einen größeren Realitätsbezug gewünscht um die Geschichte ein wenig zu erden.

Die Charaktere waren für mich trotzdem sehr liebevoll gestaltet und auch durchaus amüsant in ihren Interaktionen, allerdings hätte ich mir gerade bei Julia mehr Entwicklung gewünscht.

Fazit: Liebevolle Charaktere und amsüante Situation, gut verpackte Gesellschaftskritik und ein Happyend mit viel Kitsch und guter Fügung. Wünschenswerte Allroundlösung, zum Teil mit wenig Realitätsbezug. Trotzdem eine unterhaltende Lektüre für zwischendurch.