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Veröffentlicht am 09.03.2023

Leopoldine, Kaiserin von Brasilien

Leopoldine von Habsburg
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Man fragt sich, wie kommt eine österreichische Königstochter als Kaiserin nach Brasilien? Leopoldine war eine von Habsburg verkauften Töchtern. Die Prinzessin war talentiert, Latein, Italienisch und ...



Man fragt sich, wie kommt eine österreichische Königstochter als Kaiserin nach Brasilien? Leopoldine war eine von Habsburg verkauften Töchtern. Die Prinzessin war talentiert, Latein, Italienisch und Französisch, spielt Klavier, zeichnete bereits als Kind in der richtigen Perspektive. Und sie interessierte sich bereits als Kind für Mineralien.

Aus dynastischen Gründen wurde sie mit dem brasilianischen Prinzen Dom Petro verschachert. Anders kann man es eigentlich nicht nennen. Metternich war der Strippenzieher und Kaiser Franz stimmte schließlich zu, obwohl er anscheinend kein gutes Gefühl dabei hatte. Leopoldine, ganz die pflichtbewusste Tochter, fügte sich und sah in ihren Auserwählten einen Adonis. Aber wurde diese Ehe auch glücklich?

Ursula Prutsch hat das Leben dieser österreichischen Prinzessin und späteren brasilianischen Kaiserin sehr gut recherchiert. Der Schriftstil ist gut zu lesen, stellenweise allerdings etwas trocken. Zum Glück lockern Bilder den Text, die uns einige Aspekte von Leopoldines Leben nahebringen. Interessant sind auch die Zitate aus Briefen.

Leopoldine von Habsburg gilt noch heute als eine der Einflussreichsten Frauen der brasilianischen Geschichte. Sie war nicht nur Naturforscherin, sie machte sich auch im Krampf für die Unabhängigkeit stark.

Fazit: Eine Biografie einer bemerkenswerten Frau.

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Glaubensimpulse

100 Tage Grace & Hope
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Zu allererst fällt die wunderschöne Haptik des Büchleins auf. Aufmachung und Gestaltung wirken tatsächlich sehr edel. Die goldene Schrift auf dem Cover fällt sofort ins Auge. Auch der Inhalt überzeugt. ...


Zu allererst fällt die wunderschöne Haptik des Büchleins auf. Aufmachung und Gestaltung wirken tatsächlich sehr edel. Die goldene Schrift auf dem Cover fällt sofort ins Auge. Auch der Inhalt überzeugt. Es macht Spaß in den Seiten zu blättern und die Texte zu lesen. Auch die traumhaften Illustrationen haben mich stark angesprochen. Auf 100 Doppelseiten können wir Gott begegnen. Auf der einen Seite ist ein Text zu lesen, auf der gegenüberliegenden Seite kann man seine eigenen Gedanken dazu niederschreiben. Die Seiten sind aus starkem Papier. Man kann sich also auch mit verschiedenen Buntstiften auf dieser Seite austoben ohne Angst haben zu müssen, dass sich die Schrift auf der nächsten Seite durchschlägt. Natürlich muss man bei den 100 Tagen nicht der Reihe nach vorgehen, man kann sich den Tag wählen, der einem im Moment gerade anspricht. Es ist ein tägliches zur Ruhe kommen, mit Sätzen die nachklingen. Denn die Texte berühren und machen das Herz weit.

Fazit: Tolles Buch für Gespräche mit Gott.

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Finde deine Lebensfreude

Das Meer und ich
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Tessau Randaus Bücher habe ich mich seit ihrem ersten Buch „Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich“ begeistert. Die Autorin ist Journalistin und Stress- und Burnout-Beraterin und trifft mit ihren inspirierenden ...



Tessau Randaus Bücher habe ich mich seit ihrem ersten Buch „Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich“ begeistert. Die Autorin ist Journalistin und Stress- und Burnout-Beraterin und trifft mit ihren inspirierenden Geschichten genau auf den Punkt.

Das schmale Büchlein ist hübsch gestaltet und wirkt mit seiner goldenen Schrift auf dem Cover sehr hochwertig. Man nimmt es gerne zur Hand. Auch im Innern finden sich ansprechende Zeichnungen. Aber leider bin ich diesmal vom Inhalt enttäuscht. Ich hatte mir mehr erwartet. „Das Meer und ich“ schaffte es nicht, mich mit auf die Reise nehmen. Die Erzählung von der Frau, die sich auf der Insel eine Auszeit vom Alltag gönnen möchte und die, die Lebenskünstlerin Lena kennenlernt, hat mich tatsächlich nicht gepackt. Die Geschichte lässt sich leicht lesen. Doch gelang es mir nicht, weder zu Lena noch zu der Frau, eine echte Verbindung aufzubauen.

Intention des Büchleins ist es, einen neuen Blickwinkel zu gewinnen. Grundtenor ist, dass es sinnlos ist, sich über Dinge zu ärgern, die nicht zu ändern sind und dass es immens wichtig ist, alte Gedankenmuster zu überdenken sich und seinen Körper zu akzeptieren und Dankbarkeit im Leben zu erlangen.

Vielleicht bin ich auch ein zu glücklicher Mensch, dass ich dem Stoff nichts abgewinnen konnte.

Albert Einsteins Zitat: ‚Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert,‘ sollte uns zu denken geben.

Fazt: Ein leicht und flüssig lesbares Büchlein mit wertvoller Botschaft.

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Suche nach Wurzeln

Die Zeit zwischen uns
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Inhalt:
Elise wächst in den 1930er Jahren in einem kleinen Dorf in der Normandie auf. Als sie William kennenlernt, einen Freund ihres Bruders, verliebt sie sich Hals über Kopf in den charmanten, gutaussehenden ...



Inhalt:
Elise wächst in den 1930er Jahren in einem kleinen Dorf in der Normandie auf. Als sie William kennenlernt, einen Freund ihres Bruders, verliebt sie sich Hals über Kopf in den charmanten, gutaussehenden Amerikaner. Aber dann bricht der Krieg aus, und als William als Soldat nach Frankreich zurückkehrt, geschieht das Unfassbare, er kommt am Omaha Beach ums Leben. Hank, sein bester Freund, verspricht, sich um die junge Frau zu kümmern und nimmt sie mit nach Amerika. Elise jedoch kann ihre große Liebe nicht vergessen.
Boston 2009: Lucy beschließt nach dem Tod ihres geliebten Großvaters, bei dem sie aufgewachsen ist, sich allein auf die lang geplante Reise in die Normandie zu machen, die Heimat ihrer Großmutter, die sie nie kennengelernt hat. Dort hofft sie, die Wahrheit über ihre Herkunft herauszufinden. Und als Lucy nun tief in die Vergangenheit ihrer Familie eintaucht, enthüllt sich die ganze Tragik einer schicksalhaften Geschichte von Liebe und Verlust, die auch ihr Leben dramatisch verändern wird.


Meine Meinung:
In zwei Zeitsträngen wird die dramatische Geschichte von Elsie und Lucy erzählt. Es ist die Geschichte einer großen Liebe in den 1930er Jahren und die Suche nach Wurzeln im Jahre 2009. Im zweiten Teil der Geschichte kommt Lucys Großvater zu Wort. Mich hat gerade seine Geschichte sehr berührt, auch wenn einiges vorhersehbar war. Die Autorin schreibt flüssig und gut lesbar. Leider konnte ich zu Elsie keine Verbindung aufbauen und auch Lucys Verhalten blieb mir in einigen Teilen unverständlich. Auch hatte das Buch für mich einige Längen. Dafür musste man Großvater Hank einfach lieben. Er war mein absoluter Liebling in diesem Buch. Er hatte ein so großes Herz. Ich habe mit ihm und Ned stellenweise sehr gelitten.

Fazit: Ein gut lesbarer Roman, der nebenbei auch Geschichte näherbringt.

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Veröffentlicht am 27.02.2023

Jugendfreundschaft

Roxy
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Marc Berger lebt in Berlin. Jetzt ist er unterwegs nach München. Zur Beerdigung seines einst besten Freundes. Roy, der Unternehmersohn hatte alles, ihm standen sämtliche Möglichkeiten offen, während Marc ...


Marc Berger lebt in Berlin. Jetzt ist er unterwegs nach München. Zur Beerdigung seines einst besten Freundes. Roy, der Unternehmersohn hatte alles, ihm standen sämtliche Möglichkeiten offen, während Marc in eher kleinbürgerlichen Verhältnissen aufwuchs, wobei seine Großmutter mütterlicherseits eine echte Baronin war. Marc erinnert sich an schöne und weniger schöne Erlebnisse mit Roy, der angeblich gerne mit ihm getauscht hätte. Sie hatten Träume. In der Edeldisco «Roxy» wurde gefeiert und abgehangen, es traf sich dort die gesamt Glamourwelt. Und doch gab es eine Rivalität zwischen ihnen. Wer macht das Rennen um Carolin?. Schließlich kam es zum Bruch.

Das Buch erzählt in Rückblenden aus der Perspektive von Marc, die Geschichte ihrer Freundschaft. Sie spielt sich in den 80er Jahren ab. Man merkt ziemlich bald, dass es eine Weile her ist, dass die beiden sich gesehen haben, und irgendetwas ist mit dieser Freundschaft passiert. Roy war der lässige Typ, er konnte sich in Ideen verrennen, verlor aber auch sehr schnell wieder die Lust an allem. Er gab vor, alle zu durchschauen, war ein Zyniker. Mir war er nicht sympathisch. Ein Snob. Und Marc? Ein für mich eher blasser Charakter.

Ich muss gestehen, ich bin mit keinem der Protagonisten warm geworden. Die Geschichte hatte auch etliche Längen. Aufschlussreich fand ich allerdings das Gleichnis auf den Seiten 66 und 67 vom armen und reichen Mann, die am Himmelstor von Petrus nach ihrem Wunsch gefragt werden.

Leider hat mich der Debütroman von Johann von Bülow nicht völlig überzeugt.

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