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Veröffentlicht am 05.06.2022

Was ist los in Bad Gastein?

Bitterwasser
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Ein eher gemütlicher, jedoch unterhaltsamer Auftakt zu einer Bad Gastein-Krimireihe.

Bei der feierlichen Eröffnung des neuen Kulturzentrums ins Bad Gastein bricht der renommierte und allseits beliebte ...


Ein eher gemütlicher, jedoch unterhaltsamer Auftakt zu einer Bad Gastein-Krimireihe.

Bei der feierlichen Eröffnung des neuen Kulturzentrums ins Bad Gastein bricht der renommierte und allseits beliebte Professor Hutter der Kurklinik zusammen. Er verstirbt noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Waren die Häppchen am Buffet vergiftet. Die neue Bibliotheksleiterin Carolin Halbach ist erschüttert. Galt der Anschlag eventuell ihr? Nicht alle waren mit dem neuen Kulturzentrum einverstanden.

Auf dem Cover ist der berühmte Wasserfall in Bad Gastein abgebildet. Das Wasser donnert mitten im Ort aus einer Wasserfallhöhe über 300 Meter herunter. Wahnsinnig beeindruckend. Auch die Beschreibungen zu den Örtlichkeiten und dem Wasserfallweg haben mich auf Bad Gastein neugierig gemacht.

Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig. Das mag ich an Krimis. Fragen hat bereits der spannende Prolog aufgeworfen. Wir lernen die Menschen, mit denen unsere Protagonistin zutun hat kennen. Ihre Mitarbeiterin Frau Kraushaar macht einen sehr verbissenen Eindruck. Vielleicht hätte sie sich sicher selber gerne auf Caros Posten gesehen? Dafür ist junge Mitarbeiterin Julia total nett. Total sympathisch ist das Ehepaar Brunneder. Überhaupt habe ich kaum einen wirklich fiesen Charakter ausmachen können. Die Mentalität der Menschen wurde gut eingefangen.

Fazit: Ein gut lesbarer, unterhaltsamer Krimi.

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Veröffentlicht am 05.06.2022

Der Camino - Mein Lesehighlight 2022

...und plötzlich Pilger
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Johannes Zenker nimmt uns mit auf seine Pilgerreise, dem Camino del Norte im Norden Spaniens, einem von zahlreichen Jakobswegen, die nach Santiago de Compostela führen. Und er macht es so eindrucksvoll, ...


Johannes Zenker nimmt uns mit auf seine Pilgerreise, dem Camino del Norte im Norden Spaniens, einem von zahlreichen Jakobswegen, die nach Santiago de Compostela führen. Und er macht es so eindrucksvoll, dass ich am liebsten sofort meinen Rucksack gepackt hätten und mich auf den 830 m langen Wanderwegbegeben hätte. Ich fand es toll, wenigstens als Leserin dabei zu sein.

Johannes Zenkers Erzählstil ist unterhaltsam und mit Humor und Selbstironie gespickt. Er schreibt authentisch, man ist als Leser voll involviert und leidet und durchlebt die Höhen und Tiefen des Camino als Reisebegleiter. Man grüßt die Menschen mit „Buen Camino“ und schläft in den Pilgerherbergen. Faszinierend sind die Begegnungen mit den Weggefährten. Da ist der 80jährige Japaner Hiroto, er war der erste Pilger auf Johannes Weg. Dann David, der Amerikaner, der den Camino schon öfter gelaufen ist. Oder die betagt Anna, die einsamste Pilgerin auf dem Camino. Und auch Richard, der dem Teufel begegnen möchte, denn wenn es den Teufel gibt, gibt es auch Gott.

Die Erfahrung: Was braucht man wirklich im Leben? Was ist Ballast? Was kann ich abwerfen? Viele treibt die Suche nach dem Sinn des Lebens. David meint: „Womöglich sollen wir den Sinn des Lebens nicht erkennen.“ Und er zitiert den britischen Aphoristiker Ashleigh Brilliant: „Besser das Leben ist sinnlos, als dass es einen Sinn hat, dem ich nicht zustimmen kann.“

Johannes wird klar, Gott ist nicht mit dem Verstand zu erfassen, man muss ihm mit den Herzen suchen, dann wird man ihn auch finden. Was Johannes auf dem Camino gefunden hat, war soviel an Wärme zwischen den Menschen aus aller Welt, die einander gar nicht kannten. Liebe Zuneigung, Freigiebigkeit, hat er erfahren, intensive Gespräche geführt, er lebt die großartige Natur; einsame Buchten, endlose Strände und traumhafte Steilküsten, und nicht zuletzt, er hatte keine Pflichten und Äußerlichkeiten spielen auf dem Camino keine Rolle.

Johannes erkennt auch: Es gibt keinen Grund, Angst vor dem Tod zu haben. Entweder landen wir bei Gott, und alles ist gut. Oder wir verpuffen im Nichts und können uns genau darüber nicht mehr beschweren.
Fazit: Ein wahrhaft großartiges Buch. Ich liebe es.

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Veröffentlicht am 03.06.2022

Bastelspaß garantiert!

Basteln für Einsteiger
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"Basteln für Einsteiger" von Christine Rechl bietet Bastelspaß für die ganze Familie. Die meisten Ideen sind bereits für kleine Kinder leicht umsetzbar. Und das Material ist fast alles im Haushalt vorhanden. ...


"Basteln für Einsteiger" von Christine Rechl bietet Bastelspaß für die ganze Familie. Die meisten Ideen sind bereits für kleine Kinder leicht umsetzbar. Und das Material ist fast alles im Haushalt vorhanden. Man kann also sofort loslegen.

Verregnete Ferientage werden so zu spannenden Basteltagen. Meine Kids lieben es Steine zu bemalen. In diesem Buch finden sich nett und witzige Anregungen dazu. Eine wunderschöne Idee ist das Glitzer-Mobile. Auch die Klorollentiere oder das Windrad kommen sehr gut an.
Windrad.

Die Anleitungen sind super einfach nachzuarbeiten, da alles nicht nur gut beschrieben, sondern auch bebildert ist. Die gesamte Aufmachung des Buches ist hochwertig und ansprechend.

Fazit: Her mit Kleber und Schere. Lasst uns loslegen.


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Veröffentlicht am 03.06.2022

Hallers Ameisenstraße

Ameisen fällt das Sprechen schwer
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Eine interessante und spannende Geschichte. Der Schweizer Bürger Peter Haller erleidet während der Heimfahrt in einem Zug voller Pendler, plötzlich einen kompletten Gedächtnisverlust. Er weiß nicht mehr ...


Eine interessante und spannende Geschichte. Der Schweizer Bürger Peter Haller erleidet während der Heimfahrt in einem Zug voller Pendler, plötzlich einen kompletten Gedächtnisverlust. Er weiß nicht mehr wer er ist. Sein erster Gedanke, er würde seinen Job nicht gefährden und sich auf keinen Fall in Behandlung begeben, es würde von selbst vorbeigehen. Und er zieht es durch. Er führt sein Leben weiter, ohne zu wissen, wer er eigentlich ist.


Mich hat dieses Buch fasziniert. Haller vertraut sich niemanden an, er schafft es mit cleveren Tricks sich in seinem Leben zurechtzufinden. Er fühlt sich, als sei er nicht richtig in seinem Leben, als würde er der falschen Geruchsspur folgen. Als liefe er die falsche Ameisenstraße. Aber was ist die Ursache, des Gedächtnisverlusts, was steckt dahinter? Auf jeden Fall ein interessanter Protagonist. Das Buch liest sich mit 113 Seiten recht schnell. Leider gibt es keine zufriedenstellende Auflösung. Der Schluss bleibt offen. Um ehrlich zu sein, ich habe nichts verstanden, ich habe mir viel zusammengereimt, aber letztendlich tappe ich immer noch im Dunkeln.

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Veröffentlicht am 03.06.2022

Nicht überlegen, einfach machen …

Warum nicht gleich?!
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„Aufgaben, die man ignoriert, verschwinden nur, um Verstärkung zu holen.“ Uns allen bekannt: Das Aufschieben von unliebsamen Aufgaben.

Das Buch ist in seiner Haptik sehr schön. Auch der Aufbau der Kapitel ...

„Aufgaben, die man ignoriert, verschwinden nur, um Verstärkung zu holen.“ Uns allen bekannt: Das Aufschieben von unliebsamen Aufgaben.

Das Buch ist in seiner Haptik sehr schön. Auch der Aufbau der Kapitel ist gut strukturiert. Leider hat mich das erste Drittel des Buches nicht vom Hocker gerissen. Aha-Erlebnisse gab es für mich nicht. Der Autor hält sich mit Allgemeinplätzen auf. Erst zum Schluss gibt es praxistaugliche Tipps und Anregungen.

Das uns chronisches Aufschieben stark belasten und so zu enormen Stress führen kann, ist vielen nicht klar. Das fängt schon mit einer gesunden Schlafkultur an. Denn im Schlaf entwickeln wir kreative Ideen zum Lösen von Problemen. Und auch die Wirkung des Morgenlichts ist nicht zu unterschätzen. Das blaue Licht des Morgens ist entscheidend, wie wir in den Tag starten und den Tag erleben. Über das Belohnungssystem hätte ich gerne mehr erfahren, auch über die Wenn-dann-Methode. Der Autor setzt auf einen strukturierten Tagesablauf, feste Rituale. Den Fort-Schritt planen, sich bei der Umsetzung jedoch nicht zu überfordern, sondern Schritt für Schritt vorzugehen.

Müde macht uns die Arbeit die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun. Das sollte man sich bewusst machen. Erledigte Aufgaben, geben uns ein gutes Gefühl.

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