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Veröffentlicht am 02.02.2022

Pandemie und kein Ende…

Und dann begann plötzlich das Corona Zeitalter
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In ihrem Buch „Und plötzlich begann das Corona-Zeitalter_Ein literarisches Sachbuch“ verarbeiten die Brüder Dieter und Michel Mainka Fakten und Aspekte der Pandemie mit philosophischen, geschichtlichen ...


In ihrem Buch „Und plötzlich begann das Corona-Zeitalter_Ein literarisches Sachbuch“ verarbeiten die Brüder Dieter und Michel Mainka Fakten und Aspekte der Pandemie mit philosophischen, geschichtlichen und spirituellen Einsprengseln. Es ist ein bunter Mix, den die Brüder als Collage bezeichnen. Außerdem erzählen sie von ihrem gemeinnützigen Projekt und der Internetseite dazu.

Das Cover vermittelt einen eher idyllischen Eindruck. Diesem positiven Cover bin ich aufgesessen. Ich hatte mir vom Inhalt positive Impulse erwartet. Dem ist leider nicht so. Im Grunde konnte ich lesen, was ich tagtäglich in den Nachrichten verfolge. Und ganz ehrlich, ich mag diese News gar nicht mehr hören und darüber zu lesen, finde ich nicht allzu erbaulich. Der Inhalt mag durchaus in einigen Jahren, wenn diese vermaledeite Pandemie endlich ausgestanden ist, interessanter zu lesen sein. Jetzt sind die Ereignisse noch zu frisch.

Die Kapitel sind zwar kurz und knack, was ich durchaus mag, aber sie folgen keinem Muster, sind zusammenhanglos. Mit fehlt der rote Faden. Und manchmal fragte ich mich: Wie kommt denn jetzt dieses Thema in dieses Buch? Das Ganze wirkt wie eine Sammlung, die bunt zusammengewürfelt wurde.

Die Website der Brüder www.21-million-lights.de ist durchaus interessant. Hier erfahren wir auch Näheres über ihr Projekt, dass mir sehr gefällt, von dem ich allerdings vorher noch nichts gehört hatte. Außerdem Artikel von den unterschiedlichsten internationalen Philosophen, Schriftsteller und spirituellen Denker und deren Einschätzung der Pandemie.

Insgesamt war ich von dem Buch enttäuscht, weil, wie eingangs erwähnt, ich hatte mir was anderes erwartet.

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Veröffentlicht am 01.02.2022

Der Bau der Karlsbrücke von Prag

Die Brücke der Ewigkeit
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Inhalt:

Prag, 1342. Der halbwüchsige Otlin gerät in eine Katastrophe: Die aufgepeitschte Moldau zerstört in einer Gewitternacht die Judithbrücke und reißt seine Mutter mit in die Fluten. In seiner Angst ...


Inhalt:

Prag, 1342. Der halbwüchsige Otlin gerät in eine Katastrophe: Die aufgepeitschte Moldau zerstört in einer Gewitternacht die Judithbrücke und reißt seine Mutter mit in die Fluten. In seiner Angst stößt er ein Gelübde aus: Wenn Gott seine Mutter rettet, will Otlin ihm eine neue Brücke bauen, eine Brücke der Ewigkeit. Wie durch ein Wunder überlebt sie. Jahre später erhält Otlin Gelegenheit, sein Versprechen einzulösen. Er bewirbt sich bei einem Wettbewerb, doch er hat Feinde, allen voran den Steinmetz Rudolph, der ebenfalls aufs Amt des Bauleiters der neuen Brücke schielt. Um den Konkurrenten auszuschalten, sucht Rudolph Hilfe bei der gerissenen Astrologin Ricarda, die ein Bettlermädchen als Waffe missbraucht.

Meine Meinung:

Der Autor Wolf Hector legt mit seinem Historienroman „Die Brücke der Ewigkeit“ einen ungeheuer fesselnden Schmöker vor. Das Setting ist stimmig beschrieben. Man fühlt sich in die Zeit um 1342 zurückversetzt und bewegt sich in einem spannenden Kopfkino durch diese Zeit. Bereits der Prolog nimmt gefangen und weckte Interesse. Die Protagonisten wirken auf mich authentisch. Und natürlich habe ich einige Lieblingsfiguren, aber auch einige, die ich als sehr unsympathisch empfinde. Genau wie im richtigen Leben. Das Schicksal der jungen Maria-Magdalena (Max) ist neben der Geschichte der verschiedenen Bauleute besonders fesselnd. Ein Sympathieträger ist für mich Rübelrap, eigentlich eine Nebenfigur, er gewann mein Herz.

Generell finde ich es immer gut, wenn ein dicker Schmöker mit einem Namensregister am Anfang des Buches ausgestattet ist. Das ist schon mal TOP. Genial finde ich zudem, dass die historischen Personen in diesem Roman mit einem Sternchen gekennzeichnet sind, denn nicht alle Personen sind fiktiv. So ist auch Jan Otlin, der Brückenbauer der Karlsbrücke, eine historische Persönlichkeit. Auch die Zeittafel ist sehr informativ. Beides hilft den Leser, sich in der Zeit des Mittelalters zurecht zu finden.

Der Schreibstil von Wolf Hektor ist leicht und flüssig lesbar, die Handlung ist durchweg spannend. Als Leser ist man mitten im Geschehen. Ich habe einige Dinge über diese Zeit gelernt, die ich vorher noch nicht wusste, z.B. ist es keine Legende, dass Eier und Quark dem Mörtel beigemischt wurden. In „Die Brücke der Ewigkeit“ ist alles enthalten, Intrigen, Missgunst, Lügen, Ehebruch, Verrat, Eifersucht und Liebe.

Fazit: Ein unterhaltsamer und lehrreicher Historienroman.

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Veröffentlicht am 01.02.2022

So lecker … pflanzenbasierte Ernährung

Meine wunderbare Basenküche
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„Anders essen heißt anders leben“, sagt die Autorin Monica Meier-Ivancan, die sich bereits seit zehn Jahren basisch ernährt. Sie möchte Menschen für diese Ernährungsform begeistert, da sich ihr Leben ...


„Anders essen heißt anders leben“, sagt die Autorin Monica Meier-Ivancan, die sich bereits seit zehn Jahren basisch ernährt. Sie möchte Menschen für diese Ernährungsform begeistert, da sich ihr Leben seither zum positivem verändert hat. Sie ist in Topform, hat mehr Energie und fühlt sich jünger und fitter als früher. Und man bescheinigt ihr sogar, dass sie an Strahlkraft gewonnen hat. Zudem ist der gesundheitliche Aspekt nicht außer Acht zu lassen. Basische Ernährung aktiviert die körpereigenen Selbstheilungskräfte und wirkt vielen Zivilisationskrankheiten entgegen. Kurz: Ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt wirkt sich auf den gesamten Gesundheitszustand aus und verbessert langfristig unser Wohlbefinden.

Monica Meier-Ivancan erklärt uns, was ein Bad Hair-Day mit dem PH-Wert zutun hat ebenso wie abgebrochene Fingernägel. Lustig fand ich, dass die Autorin ausgerechnet über einen Badezusatz zur basischen Ernährung gekommen ist.

Frau Meier-Ivancan gibt Tipps, wie diese Umstellung gelingen kann. Denn basisches Essen muss nicht fad schmecken. Das zeigen auch ihre Rezepte. Da läuft einem schon beim Durchblättern der Seiten das Wasser im Munde zusammen. Die Gerichte sind ansprechend abgebildet. Und was für mich noch wichtiger ist, sie scheinen ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen sein.

Ich habe viele raffinierte Rezepte entdeckt. Extrem lecker die Avocadoschnitten mit Rohkost oder der QuinoaFrühstücksbowl mit Lachs und Ei. Ich liebe Quinoa. Die Mehrkorn-Frischkäse-Brötchen habe ich mir vorgemerkt, die werde ich in den nächsten Tagen nachbacken. Auch der Griechische Zoodles-Salat mit Feta trifft genau meinem Geschmack.
Insgesamt ist besticht das Buch durch seine wunderschöne Haptik und die professionell gemachten Fotos.

Fazit: Wer auf frische Lebensmittel setzt und weitestgehend auf Fertigprodukt verzichtet ist hier genau richtig.


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Veröffentlicht am 26.01.2022

Kleine Schritte - Riesenwirkung

Einfach genial gesund
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Dr. Matthias Manke und der SpitzenkochTarik Rose legen mit ‚Einfach genial Gesund‘ einen Ratgeber in Sachen gesunder Lebensführung vor.

Nicht viel tun, aber ganz viel erreichen – wer will das nicht ...



Dr. Matthias Manke und der SpitzenkochTarik Rose legen mit ‚Einfach genial Gesund‘ einen Ratgeber in Sachen gesunder Lebensführung vor.

Nicht viel tun, aber ganz viel erreichen – wer will das nicht - ist ihr Motto, dass sie uns auf humorvolle Weise nahebringen. Die Regeln ihrer 10 Punkte Challenge sind eigentlich jedem von uns bekannt. Aber erst wenn wir merken, es läuft nicht mehr alles rund bei mir, die Waage ächzt, die Hosen zwicken, Rücken und Gelenke meckern, erinnern wir uns wieder daran.

Die Autoren empfehlen keine Hau-Ruck-Methode. 20 Prozent Veränderung des Lebensstils reichen vollkommen aus. Niemand sollte hungern. Die Abnahme sollte ohne Zwang, aber mit System erfolgen. Dafür sind eigentlich nur Kleinigkeiten zu verändern. Und klar gehört auch Bewegung dazu, vor allem gilt es die Bewegung im Alltag zu erhöhen. Vielleicht die Mittagspause mal für einen Spaziergang nutzen? Richtig dosierter Sport ist geradezu ein Wundermittel gegen einen Großteil von Zivilisationskrankheiten. Im Buch gibt es auch einen Übungsteil mit kurzen, knackigen Workouts, die für jedermann auch machbar sind. Die finde ich echt klasse. Die Übungen bringen den Stoffwechsel in Schwung und den Puls in die Höhe. Der Bergsteiger ist heftig, aber sehr effektiv. Und auch Yoga-Fans kommen hier nicht zu kurz. TOP!!!

Den Hauptteil nehmen die Rezepte ein. Und hier finden sich viele leckere Sattmacher versammelt, bis hin zu raffinierten Salaten und Snacks. Die Rezepte sind mit kleinen Symbolen gekennzeichnet: vegan, vegetarisch, eiweißreich, vitaminreich, ballaststoffreich und Low Carb. Ich liebe die Toppings, die Gemüsebratlinge und das Ofenhähnchen. Einziger Kritikpunkt: Leider sind einige Rezepte recht kompliziert für meinen Geschmack, zu viele Zutaten, die ich nicht unbedingt gleich greifbar zu Hause habe. Ich liebe Rezepte die kurz und knackig sind und ohne viel Aufwand auf den Tisch zu bringen sind.

Insgesamt ist das Buch jedoch sehr schön und ansprechend gestaltet, mit schönen Abbildungen.

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Eiseskälte

Land aus Schnee und Asche
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Die Journalistin und Fotografin Inkeri siedelt sich in kleines Dorf in Westlappland an. Offiziell möchte sie über den Wiederaufbau des Landes nach dem zweiten Weltkrieg berichten, ihre wahre Intention ...


Die Journalistin und Fotografin Inkeri siedelt sich in kleines Dorf in Westlappland an. Offiziell möchte sie über den Wiederaufbau des Landes nach dem zweiten Weltkrieg berichten, ihre wahre Intention ist jedoch, die Suche nach ihrem Mann. Sie erhofft sich hier auf Hinweisen nach seinem Verbleib zu stoßen.

Die Autorin Petra Rautiainen hat in Schnee und Asche ein wichtiges Thema der jüngeren Geschichte aufgegriffen. Man darf über diese Vorkommnisse nicht schweigen. Das Buch erzählt in Zeitebenen. Der eine erzählt von Inkeri im Jahre 1947. Im zweiten Strang lesen wir von den Tagebucheinträgen eines Kriegsgefangenenwärter namens Vainö Remes im Jahre 1944. Besonders dieser Strang hat mich oft an die Grenzen des Erträglichen gebracht. Die brutalen Machenschaften der Nazis und ihrer finnischen Kollaborateure werden im Tagebuch emotionslos erzählt, und das macht für mich die Geschehnisse umso grausamer.

Petra Rautiainen möchte sich mit ihrem Debütroman der Wahrheit der Vergangenheit stellen. Und es ist ihr gelungen. Trotzdem ist dem Roman eine gewisse Poesie nicht abzusprechen. Die Autorin hat einen Erzählstil der die Schönheit der die arktischen Landschaft gut abzeichnet und vor allem die Kultur der indigenen Sami lebendig beschreibt. Besonders über die Sami hätte ich gerne noch mehr erfahren. Aber man kann sich ja weitere Informationen über andere Quellen holen.

So war auch meine Lieblingsfigur in diesem Roman die junge Samí Bigga-Maja. Sie gefällt mir mit ihren altklugen Fragen und doch habe ich mit ihr gelitten. Die Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte der Sami sind für heutige Lese kaum vorstellbar.Zum Schluss brachte der Roman für mich eine überraschende Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Fazit: Kein leichtes Thema, aber gut erzählt. Unbedingt lesenswert

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