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Veröffentlicht am 07.12.2020

Ein wenig mehr Tiefe wäre toll gewesen

Dark side of my heart
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Worum geht’s?
Als Tochter eines Waffenhändlers ist Annas Leben so weit wie nur irgendwie möglich davon entfernt, normal zu sein. Statt Zeit mit Freunden zu verbringen, lernte sie Nahkampftechniken und ...

Worum geht’s?
Als Tochter eines Waffenhändlers ist Annas Leben so weit wie nur irgendwie möglich davon entfernt, normal zu sein. Statt Zeit mit Freunden zu verbringen, lernte sie Nahkampftechniken und den Umgang mit Waffen. Als sich ihr Vater mit der brasilianischen Mafia anlegt, entgehen beide nur knapp einem Mordanschlag und müssen sich fortan versteckt halten. Doch schon bald holt Annas Vater das Schicksal ein – in Form des Sohns des Kartellchefs. Um das Leben seiner Tochter zu schützen, verpflichtet er Fabricio Moniz Cardoso dazu, auf sie aufzupassen. Das letzte was Anne jedoch möchte, ist den Mörder ihres Vaters um sich zu haben. Kurz entschlossen hält sie ihn auf Abstand – bis ihr eigenes Überleben von ihrer Zusammenarbeit abhängt.


Meine Meinung
Das Cover ist auf jeden Fall toll gestaltet und weckt direkt Interesse an der Geschichte. Ganz überzeugt hat die mich dann allerdings leider nicht, was ich wirklich schade fand.

Was mir zunächst einmal gut gefallen hat, war der Schreibstil. Der war wirklich angenehm zu lesen und hat für einen weitestgehend ungebrochenen Lesefluss gesorgt.

So meine Probleme hatte ich dann allerdings mit den Zeitsprüngen, die zu Beginn der Geschichte teils relativ große Zeitabschnitte umfassen. Bis etwas zur Hälfte des Buches gab es kaum Szenen, in denen die Protagonisten zusammen auftraten, weshalb ich immer so ein wenig darauf gewartet habe, wann die Geschichte denn jetzt tatsächlich los gehen würde – und das war auf Dauer einfach ein wenig anstrengend.

Wesentlich größere Probleme hatte ich allerdings mit dem Protagonisten Fabricio. Auch im Genre Dark Romance kann ich einfach sehr wenig mit Charakteren anfangen, die ganz bewusst aussprechen, dass sie und ihr Verhalten nicht nett sind – um es mal netter auszudrücken als er selbst. Irgendwie empfinde ich solche Monologe immer als sehr sehr unangenehm und muss da wirklich Fremdschamgefühle unterdrücken.

Im Verlauf der Geschichte ist das zwar etwas besser geworden, eine wirkliche Charakterentwicklung konnte ich dann allerdings erst relativ spät erkennen – und da war es praktisch schon zu spät, in mehrfacher Hinsicht.

Insgesamt hat der Geschichte da für mich einfach noch ein Stückchen gefehlt, um mich wirklich vom Hocker reißen zu können. Grundpotenzial habe ich allerdings schon gesehen, weshalb mich mein Gesamteindruck schon ein wenig enttäuscht hat.


Fazit
Von der Grundidee her hat mir die Geschichte eigentlich gut gefallen. Der Protagonist war mir aber über weite Teile der Handlung hinweg einfach zu unsympathisch, was mir den Lesespaß leider deutlich verdorben hat. Ein wenig mehr Tiefe und etwas weniger Zeitsprünge hätten es mir vermutlich leichter gemacht, mich wirklich auf die Charaktere einzulassen und ihre Entwicklung als solche auch wahrzunehmen.

Insgesamt vergebe ich dafür drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2020

Spannend erzählt

So blutig die Nacht
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Worum geht’s?
Die Überführung des Nine Elms Cannibal war Kate Marshalls größter Erfolg in ihrer polizeilichen Laufbahn – und gleichzeitig der Beginn einer Abwärtsspirale, die sie fast zerstört hätte. Etwas ...

Worum geht’s?
Die Überführung des Nine Elms Cannibal war Kate Marshalls größter Erfolg in ihrer polizeilichen Laufbahn – und gleichzeitig der Beginn einer Abwärtsspirale, die sie fast zerstört hätte. Etwas mehr als ein Jahrzehnt später hat sie sich wieder gefangen und führt ein halbwegs ruhiges Leben als Dozentin für Kriminologie. Als jedoch mehrere Leichen auftauchen, die vom noch immer in Haft sitzenden Täter ermordet worden zu sein scheinen, wird Kate erneut mitten in die Ermittlungen hinein gezogen und kommt dabei ihrem persönlichen Abgrund sehr viel näher, als ihr lieb ist.


Meine Meinung
Eigentlich war ich mir in Bezug auf mein Jahreshighlight im Bereich der Thriller für dieses Jahr schon sicher – aber dieses Buch konnte mich dann doch noch einmal eines besseren belehren.

Schon das Cover verbreitet wirklich düstere und beängstigende Vibes, was der Stimmung dieser Geschichte direkt zuträglich ist. Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen und hat den Spannungsaufbau sowohl im Prolog, als auch in der eigentlichen Haupthandlung erfolgreich unterstützt.

Wirklich gut gemacht fand ich die so gut wie nahtlose Verknüpfung der Informationen aus Klappentext, Prolog und Beginn der eigentlichen Handlung. Auch über den eigentlich ziemlich langen Zeitraum von 15 Jahren zwischen der Verhaftung des Täters und dem Einsetzen der Nachahmungsmorde ist es dem Autor gelungen, keinerlei Orientierungslosigkeit beim Leser aufkommen zu lassen.

Die Spannung blieb über den gesamten Handlungsbogen hinweg erhalten, was meiner Meinung nach an einer extrem cleveren Verteilung von Szenen mit der Protagonistin Kate und ihren Ermittlungen, sowie von Szenen, in denen die beiden Täter auftraten lag. Mir persönlich wurde es während des Lesens nie langweilig, und auch wenn die vielen möglichen Theorien zu Verdächtigen und Handlungsverläufen wirklich nervenaufreibend waren, hat mich das Buch nie wirklich frustriert.

Für wen das jetzt ansprechend klang, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall nur wärmstens empfehlen.


Fazit
Wer auf der Suche nach einem wirklich spannenden Thriller mit Pageturnerqualitäten ist, der hat mit So blutig die Nacht das richtige Buch in der Hand. Einige Szenen sind vielleicht ein wenig detailliert, im Gesamtkontext hält sich da aber ein gutes Gleichgewicht, weshalb man sich da nicht allzu große Sorgen um überhand nehmende Blutbäder machen muss. Mich konnte die Geschichte auf jeden Fall begeistern, und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch des Autors.

Dafür verteile ich fünf Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2020

Authentische Küche – aber mit viel Aufwand verbunden

Kochen wie in Indien
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Meine Meinung
Die indische Küche ist unglaublich vielfältig und bietet Rezepte für so ziemlich jeden Geschmack. Authentische Gerichte so nachkochen zu können, wie es dieses Buch verspricht, hat mich daher ...

Meine Meinung
Die indische Küche ist unglaublich vielfältig und bietet Rezepte für so ziemlich jeden Geschmack. Authentische Gerichte so nachkochen zu können, wie es dieses Buch verspricht, hat mich daher natürlich sofort angesprochen.

Richtig gut gefallen haben mir zunächst einmal Aufbau und Gestaltung dieses Buches. Wem die Kochbücher von GU bekannt sind, der kann sich ziemlich genau vorstellen, wie dieses hier von innen aussieht – klar strukturiert, toll bebildert und mit einer Menge praktischer Tipps und Tricks.

Was allerdings nicht zu unterschätzen ist, ist der Arbeitsaufwand, mit dem ein Großteil der Rezepte verbunden ist. Mal eben schnell etwas zusammenzimmern ist hier eher nicht drin, aber wer Zeit und Lust auf indische Gerichte hat, der wird viel Freude an diesem Buch und den wirklich leckeren Rezepten haben.


Fazit
Wer eine kulinarische Urlaubsreise ins wundervolle Indien unternehmen möchte, hat hier genau das richtige Buch in der Hand. Ein wenig Zeit und wirklich gut sortierte Lebensmittelgeschäfte in der Nähe sind allerdings schon Voraussetzung, um den Großteil der hier vorgestellten Gerichte überhaupt nachkochen zu können. Insgesamt konnte mich das nicht zu einhundert Prozent überzeugen, auch wenn ich das Grundkonzept wirklich gut fand.

Dafür gibt es von mir vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 03.12.2020

Ansprechend gestaltet - aber eher nichts für Vegetarier

Kochen wie in Portugal
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Meine Meinung
Die portugiesische Küche als solche war mir bisher noch nicht wirklich vertraut, weshalb ich sehr gespannt an dieses Kochbuch herangegangen bin.

Aufbau und Gestaltung des Buches dürften ...

Meine Meinung
Die portugiesische Küche als solche war mir bisher noch nicht wirklich vertraut, weshalb ich sehr gespannt an dieses Kochbuch herangegangen bin.

Aufbau und Gestaltung des Buches dürften Lesern, die bereits mehrere Kochbücher des Verlags durchgeblättert haben durchaus vertraut vorkommen. Die klare Struktur gefällt mir hier immer wieder besonders gut, insbesondere weil nicht einfach nur Rezepte gesammelt wurden, sondern eben auch Fotografien, kleine Anekdoten und lauter praktische Tipps und Tricks mit den Lesern geteilt werden.

Sehr auffällig ist bei vielen der Rezepte auf jeden Fall, dass entweder Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte verarbeitet werden. Für mich war das zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn zu meinen bevorzugten Zutaten beim kochen zählen diese Komponenten eher weniger. Zum experimentieren war das dann zwar doch überraschend interessant, jeden Geschmack wird man damit allerdings nicht unbedingt treffen.


Fazit
Für Vegetarier und Menschen, die keine Meeresfrüchte mögen, bietet dieses Buch nicht ganz so viele Rezepte an. Auch ich bin eigentlich kein allzu großer Fan von Fisch und Muscheln, aber auch diese Rezepte klangen zumindest interessant und sind sicher einen zweiten Blick wert. Abgesehen davon haben mir aber insbesondere die Nachspeisen wirklich gut gefallen, und einige davon werde ich sicherlich noch ein wenig öfter nachmachen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 01.12.2020

Witzige Klischeekeule mit viel Augenzwinkern

Celestial City - Akademie der Engel
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Worum geht’s?
Dass Brielle nach ihrem achtzehnten Geburtstag in den Dienst der über ihren Teil Los Angeles' herrschenden Dämonen treten wird, ist keine große Überraschung für sie. Bei ihrer Erweckungszeremonie ...

Worum geht’s?
Dass Brielle nach ihrem achtzehnten Geburtstag in den Dienst der über ihren Teil Los Angeles' herrschenden Dämonen treten wird, ist keine große Überraschung für sie. Bei ihrer Erweckungszeremonie folgt dann jedoch der große Schock: aus ihrem Rücken wachsen schwarze Flügel, und ihre Ausbildung beginnt sie somit an der Fallen Academy der Engel – und eben nicht bei den Dämonen. Als wäre das jedoch noch nicht genug, wird sie durch die Farbe ihrer Flügel zur Außenseiterin auf der Akademie und muss sich nicht nur gegen dunkle Mächte, sondern auch gegen Schulschwarm und Badboy Lincoln behaupten.


Meine Meinung
Klischees sind ja eigentlich so gar nicht mein Ding – wenn man sie aber wie in dieser Geschichte irgendwo ein wenig ironisch anwendet, kann das durchaus sehr unterhaltsam zu lesen sein. Genau das ist der Autorin in meinen Augen hier tatsächlich gelungen, auch wenn ich zugeben muss, dass das Grundmuster dieses Buches wirklich alles andere als innovativ ist.

Der Schreibstil hat mir zunächst einmal gut gefallen, er lässt sich flüssig lesen und hat mir als Leser insofern das Leben erleichtert, dass ich mich wenigstens sprachlich nirgendwo aufhängen musste.

Bei den Charakteren hatte ich dann trotz des Augenzwinkerns, mit dem diese Geschichte ja irgendwie erzählt wird, so meine Probleme. Die klassische Rollendynamik Badboy – Auserwählte ist halt leider so oder so einfach nicht mein Ding, weshalb ich hier immer wieder sehr tief durchatmen musste.

Insgesamt hatte ich so ein wenig das Gefühl, dass in jedem Fall versucht werden sollte, noch möglichst viel Spannung für die nachfolgenden zwei Bände dieser Reihe zu bewahren. An sich ist das ja gar keine schlechte Idee, in der Umsetzung hatte ich so aber hin und wieder mal das Gefühl, dass Handlungsstränge nicht ganz so elegant abgeschlossen wurden, wie man das eventuell hätte machen sollen.

Die Atmosphäre dieser Geschichte hat mir insgesamt wirklich gut gefallen, und auch die Selbstironie, die so einer Klischeekeule irgendwo anhaftet, konnte meinen Geschmack treffen. Im Hinblick auf die Charaktere werde ich aber durchaus ein wenig Nervenstärke beweisen müssen, um auch Band zwei und drei der Reihe beenden zu können.


Fazit
Wer ein Fantasybuch zum Lachen sucht, der wird mit Celestial City gut beraten sein. Natürlich schmecken die vielen Klischees irgendwo ein wenig fad, aber bei der Menge an Selbstironie und Humor, die diese Geschichte abbekommen hat, kann man da gut und gerne mal ein Auge bei zudrücken.

Dafür gibt es von mir vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere