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Veröffentlicht am 09.10.2025

Anderer Plot als gedacht

Der Tote im Kamin
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Dies ist mein erster Roman des Autors und mich hat einfach dieses wunderbare Cover in warmen Tönen angesprochen. Ich versprach mir einen Cosy Krimi angesiedelt im ländlichen England. Ich wurde überrascht. ...

Dies ist mein erster Roman des Autors und mich hat einfach dieses wunderbare Cover in warmen Tönen angesprochen. Ich versprach mir einen Cosy Krimi angesiedelt im ländlichen England. Ich wurde überrascht.
Protagonist ist Inspector Grasby. Ein Mann mittleren Alters ohne Frau und Kinder, der mit seinem Vater zusammenlebt. Er hat sich mit einem unglücklichen Zwischenfall unbeliebt gemacht. Bei einem Einsatz lässt er versehentlich sehr wertvolle Pferde entkommen. Für ihn heißt es deshalb: Versetzung nach Elderby, ein abgelegenes Dorf, das zunächst unscheinbar scheint. Ganz unglücklich ist er nicht, es hätte schlimmer kommen können und er hofft einfach ein paar ruhige Monate in diesem Nest verbringen zu können. Aber kaum ist er da, geschieht der erste Mord. Dieser scheint auf den ersten Blick einfach zu klären, aber nichts ist in diesem Dorf wie es scheint und der Inspector tappt in einen riesigen Fall.
Frank Grasby wird nicht als allwissender, übermenschlicher Ermittler präsentiert, sondern als jemand mit Fehlern, Unsicherheiten und menschlichen Schwächen. Dadurch wirkt er nahbar und sympathisch. Die Erzählweise profitiert von britischem Humor, kleinen Szenen skurriler Dorfbewohner und Eigenheiten, die das Setting lebendig machen. Die junge Praktikantin Deedee bringt zusätzlich frischen Wind in die Ermittlungen und sorgt für ein gutes Gegengewicht zu Grasbys Besonnenheit und gelegentlicher Ungeschicklichkeit.
Meyricks Stil verbindet klassisches Cosy Crime mit historischen Elementen, das Nachkriegsengland, die winterliche Kälte, die Dörflichkeit und die sozialen Hierarchien werden gut eingefangen.
Das Tempo schwankt: Der Einstieg ist bedächtig, Grasby wird eingeführt und kurz nach seiner Ankunft im Dorf nimmt die Handlung an Fahrt auf, sobald die ersten Toten und merkwürdigen Ereignisse auftreten. Die Verwicklungen sind zahlreich, die Verdachtsmomente verwirrend, man kann niemanden wirklich vertrauen und genau das macht die Spannung aus. Für mich ein ungewöhnlicher Krimi, der sich völlig anders entwickelt hat als gedacht. Der Plot war für mich etwas weit hergeholt, mich hat vor allem der Charakter Grasby überzeugt, weshalb ich gerne mehr über ihn lesen möchte.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Ein starker spannender Band der Reihe

Alea Aquarius 10. Der Stern des Schicksals
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Bei dem Roman handelt es sich bereits um den 10. Teil der Reihe Alea Aquarius. Die Vorgängerbände sollte man auch unbedingt vorher gelesen haben, es fehlt ansonsten einfach das Vorwissen. Die Rezension ...

Bei dem Roman handelt es sich bereits um den 10. Teil der Reihe Alea Aquarius. Die Vorgängerbände sollte man auch unbedingt vorher gelesen haben, es fehlt ansonsten einfach das Vorwissen. Die Rezension schreibe ich zusammen mit meiner 12-jährigen Tochter, die in großer Alea Fan ist.
Das Cover gefällt meiner Tochter gut. Farblich und vom Design passt es sehr gut zu den anderen Bänden. Obwohl ihr Lieblingscover das von Band 1 gefolgt von Band 6 ist. Mir gefallen die Designs auch sehr gut, vor allem das man die Grafik auch im Buch in Form der wunderschön gestalteten Kapitelillustrationen wiederfindet.
Der 10.Band setzt direkt an den Geschehnissen der vorhergehenden Bände an. Doktor Orion hat den Virus gegen die Magische in Umlauf gebracht. Die Alpha Cru versucht so viele Magische zu finden und zu retten. Es wird voll auf der Crucis. Diese vielen neuen Charaktere haben den Einstieg auch erst einmal etwas schwierig gestaltet, bis dann wieder mehr Struktur reinkam und wir den Roman kaum aus der Hand legen konnten.
Mir gefällt an den Romanen, dass auch immer wieder Umweltschutzthemen angesprochen werden. Hier waren es Korallenbleiche und Atommüll. Für mich wäre etwas mehr Hintergrund dazu gut gewesen, meine Tochter vermisste bei diesem Thema nichts, hat sich dann aber selbst noch etwas eingelesen zur der Korallenbleiche.
Der Roman ist spannend, vor allem da wirklich viel passiert und sich die Charaktere immer weiterentwickeln. Die Charaktere bleiben authentisch und wir konnten sehr gut mit ihnen mitfiebern. Es war teilweise sehr emotional. Ein insgesamt sehr starker Band der Reihe und es macht etwas traurig, dass es wohl der vorletzte Band sein wird.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Tolles Setting, schwache Charaktere

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Der Roman lässt sich als klassischer Cozy Crime / Whodunnit-Thriller beschreiben: ein abgelegenes Herrenhaus, ein Schneesturm, eine kleine Gesellschaft von Gästen mit Geheimnissen und schließlich ein ...


Der Roman lässt sich als klassischer Cozy Crime / Whodunnit-Thriller beschreiben: ein abgelegenes Herrenhaus, ein Schneesturm, eine kleine Gesellschaft von Gästen mit Geheimnissen und schließlich ein Mord.
Die ältere Mimi erhält eine Einladung ihrer reichen Nachbarin Jane, verbunden mit der Drohung, dass ein dunkles Geheimnis von ihr gelüftet wird, wenn sie nicht erscheint. Sie nimmt ihre Enkelin Addie mit. Weitere Gäste mit je verborgener Vergangenheit sind ebenfalls geladen. Dann findet ein Mord statt, und der Kreis der Verdächtigen verengt sich. Schneesturm, abgeschiedene Lage, Geheimnisse klassische Zutaten für ein spannungsreiches Gemisch
Das Setting vor allem das Herrenhaus in verschneiter Umgebung gefiel mir richtig gut. Auch wenn dieses Setting häufig in Kimis und Thrillern vorkommt, liebe ich es. Denn es erzeugt eine passende und dichte Atmosphäre. Diese Isolation, das Eingesperrt sein mit anderen, die man nicht kennt oder nicht durchschaut, trägt erheblich zur Stimmung bei.
Während Mimi und Addie sehr gut von der Autorin beschrieben werden und sie sich in ihren Charakterzügen und Fähigkeiten gut ergänzen, bleiben die Nebenfiguren sehr blass. Die Charaktere bleiben oberflächlich skizziert. Dadurch bleibt mir auch ihr Verhalten nicht nachvollziehbar.
Dadurch, dass sich die Verdächtigungen wechseln und es immer wieder unvorhersehbare Wendungen gibt, bleibt es spannend. Aber ich konnte nur wenig mit den Charakteren mitfiebern, da sie mir fremd blieben.
Positiv hervorzuheben ist der Schreibstil: flüssig, gut lesbar, mit humorvollen Einschüben und einer angenehmen Mischung aus Spannung und Ruhe. Insgesamt ein mittelprächtiger Krimi mit einem guten Setting und damit sehr ansprechender Atmosphäre. Aber gerade, wenn man einen Whodunnit Krimi schreibt, ist die Charakterzeichnung der Gäste einfach wichtig und das war hier einfach zu schwach.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Von Skepsis zu Begeisterung: Mein Blick auf Jane Austens Leben in Bildern

Jane Austen
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Als großer Fan der Romane von Jane Austen war ich schon lange neugierig auf ihr Leben, gleichzeitig muss ich zugeben, bisher kaum etwas über die Autorin selbst gewusst zu haben. Um mich diesem Thema einmal ...

Als großer Fan der Romane von Jane Austen war ich schon lange neugierig auf ihr Leben, gleichzeitig muss ich zugeben, bisher kaum etwas über die Autorin selbst gewusst zu haben. Um mich diesem Thema einmal auf eine neue Art zu nähern, habe ich mich für das Graphic Novel von Janine Barchas entschieden. Zunächst war ich skeptisch: Die Darstellungen der Figuren wirkten auf den ersten Blick sehr schlicht, beinahe grob, und auch die Farbgestaltung erschien mir zunächst etwas trist. Doch schon nach wenigen Seiten änderte sich mein Eindruck grundlegend.
Was mir besonders gut gefallen hat: Die Farbgebung ist keineswegs zufällig. Das reale Leben von Jane Austen ist in kühlen Blau- und Gelbtönen gehalten, während ihr literarisches Schaffen in lebhaften Pink- und Rottönen dargestellt wird. Diese bewusste Trennung zwischen Alltag und Kreativität hat mich sehr beeindruckt, eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Idee.
Das Buch beginnt mit Jane Austen im Alter von etwa 21 Jahren und springt von Kapitel zu Kapitel durch verschiedene Lebensabschnitte. Natürlich bleibt bei einem Graphic Novel wenig Raum für ausführliche Ausführungen, weshalb viele Stationen nur angerissen werden. Teilweise hatte ich das Gefühl, auf der Überholspur durch Janes Leben zu rasen. Dennoch gelingt es der Autorin gemeinsam mit der Illustratorin Isabel Greenberg, ein atmosphärisch dichtes Bild von Austens Welt zu zeichnen. Die Illustrationen sind minimalistisch, aber stilistisch überzeugend, und sie versetzen einen sofort in die Regency-Zeit.
Besonders schön ist, dass der feine, ironische Humor, den ich an Jane Austens Romanen so liebe, auch hier seinen Platz findet. Die spitzen Bemerkungen und kleinen Anspielungen auf ihr Werk laden zum Schmunzeln ein und dazu, das eigene Austen-Wissen wieder hervorzuholen. Der ausführliche Appendix am Ende ist dabei eine großartige Ergänzung und bietet weiteren Kontext zu ihrem Leben und Werk.
Insgesamt ist das Buch ein gelungener Einstieg in Jane Austens Biografie, ohne den Anspruch zu erheben, eine vollständige oder tiefgehende Lebensbeschreibung zu sein. Es ist eher eine liebevolle, unterhaltsame Annäherung an eine große Schriftstellerin. Ich habe beim Lesen und Blättern nicht nur einiges gelernt, sondern auch oft gelächelt und vor allem sofort wieder Lust bekommen, all ihre Romane erneut zur Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Fantastische Zeitreisen und orientalische Atmosphäre, Band 2 überzeugt

Aliya und der Silberexpress 2
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„Aliya und der Silberexpress“ von Laila Rifaat ist der zweite Band der Reihe Die Schule der Zeitreisenden und setzt dort an, wo der Auftakt endet: Aliya kehrt zur Schule zurück. Wer den ersten Band nicht ...

„Aliya und der Silberexpress“ von Laila Rifaat ist der zweite Band der Reihe Die Schule der Zeitreisenden und setzt dort an, wo der Auftakt endet: Aliya kehrt zur Schule zurück. Wer den ersten Band nicht kennt, könnte am Anfang Schwierigkeiten haben, alle Zusammenhänge sofort zu erfassen. Rückblenden und Erklärungen sind vorhanden, aber gewisse Figuren und Verbindungen erschließen sich leichter mit Vorwissen.
Aliya wird wieder auf eine Reise durch die Zeit geschickt wird, im legendären Silberexpress. Hier erhoffen sich Aliya und ihre Freunde Schutz vor dem Magier Dorian Darke, der immer noch auf der Suche nach ihr ist. Doch schnell zeigt sich, dass Sicherheit trügerisch ist. Ein Mord, mysteriöse Ereignisse und Aliyas eigene Kräfte, die unberechenbar zu sein scheinen, sorgen dafür das der Spannungsbogen immer mehr steigt und man das Buch immer weiterlesen möchte.
Ich habe das Buch mit meiner Tochter (12 Jahre) gelesen, die schon vom ersten Band begeistert war. Uns beiden hat vor allem das Setting gefallen. Die Welt, die die Autorin aufgebaut hat, besitzt viele orientalische Elemente und man merkt, dass sie ägyptische Wurzeln hat. Mich hat das ganze auch ein wenig an den Klassiker „Mord im Orientexpress“ erinnert.
Das Buch ist spannend, auch durch die überraschenden Wendungen und auch durch die greifbare Protagonistin. Sie ist stark und mutig, aber auch immer wieder unsicher, was sie realistisch und sympathisch macht. Manche Wendungen waren mir zu konstruiert, aber diese Kritik kann meine Tochter nicht nachvollziehen, die auch eher der Zielgruppe entspricht.
Das Buch ist sehr schön gestaltet, der Einband sehr farbenfroh mit glänzenden Elementen und innen ein wenig mit dezenten Grafiken gearbeitet.
Insgesamt ein gelungener 2. Teil, der große Lust auf den dritten Teil der Reihe macht. Für mich punktet die Reihe vor allem wegen der sympathischen Protagonisten und dem orientalischen Setting.

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