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Veröffentlicht am 06.08.2025

Eine ungewöhnliche Fantasywelt

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
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Meine Tochter (12) und mich, wir haben das Buch beide gelesen, hat es als erstes Cover angesprochen, besonders der Luftschiffwal. Dazu die gelungene Farbwahl und die Verzierungen neben dem Titelbild, einfach ...

Meine Tochter (12) und mich, wir haben das Buch beide gelesen, hat es als erstes Cover angesprochen, besonders der Luftschiffwal. Dazu die gelungene Farbwahl und die Verzierungen neben dem Titelbild, einfach ein schönes, gelungenes Cover.
Der Protagonist Mika ist fast 13 und liebt wie fast alle seiner Generation Computer und deren Möglichkeiten. Für ihn wird nun ein Alptraum wahr, als er die Sommerferien bei seiner Oma verbringen, die kein Internet hat. Es kann also nur langweilig werden. Aber als seine Oma Hilfe braucht und er sie schnell mit dem Auto durch die Nacht fährt, passiert etwas, was er sich hätte, nie erträumt hätte. Mika landet in einer unglaublichen Welt und kommt in die Stadt Immerland.
Schnell waren wir in der Geschichte drin. Der Autor beschreibt sehr bildlich und Mika ist ein sympathischer Protagonist mit Ecken und Kanten. Er ist eher schüchtern und an seiner Schule der Außenseiter. Er scheint auch Probleme zu haben, auf die wird aber nur am Rande eingegangen. Hilfreich sind auch die vielen kleinen und großen s/w Illustrationen im Buch. Immerland ist eine fantastische Welt, bei der ich das Gefühl hatte, dass der Autor seine ganzen Kindheitsträume Wirklichkeit werden lassen. Irgendwann wurden mit dem skurrilen und fantastischen Dinge etwas zu viel, meiner Tochter aber nicht.
In der Mitte des Romans wurde es etwas langatmig, aber am Ende nochmal richtig spannend und es gibt auch einen Cliffhanger, der auf einen nächsten Teil hinweist.
Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der wichtige Themen anspricht, wie Freundschaft, Tod und die Frage was ist zu Hause. Es werden Emotionen und die Fantasie angesprochen. Im großen Angebot der Magie und Fantasy Bücher wird hier eine etwas andere Welt gezeigt und auch deshalb ist der Roman etwas Besonderes. Interessant nicht nur für Fantasy Liebhaber, sondern auch für Lesende von Abenteuerbüchern.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Spannend durch viele Handlungsebenen

Mittsommer
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Die ist mein erster Roman der Autorin und sicherlich auch nicht mein letzter. Die Geschichte spielt an der Küste Englands, wo ein exklusives Luxushotel eröffnet werden soll. Doch aus der festlichen Stimmung ...

Die ist mein erster Roman der Autorin und sicherlich auch nicht mein letzter. Die Geschichte spielt an der Küste Englands, wo ein exklusives Luxushotel eröffnet werden soll. Doch aus der festlichen Stimmung wird bald eine düstere, klaustrophobische Atmosphäre. Alte Legenden der Dorfbewohner spielen da mit rein und ein Verbrechen aus der Vergangenheit.
Die Handlung wird aus der Perspektive mehrerer Protagonist:innen erzählt, deren Geschichten sich in verschiedenen Zeitebenen entfalten. Genau hierin liegt die große Stärke und gleichzeitig die größte Schwäche des Hörbuchs: Die vielschichtige Erzählweise sorgt für Spannung, überraschende Wendungen und ein allmählich wachsendes Gesamtbild. Allerdings kann gerade im Hörbuchformat der ständige Wechsel zwischen Figuren und Zeitsträngen verwirrend sein, vor allem zu Beginn. Es erfordert erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, die Zuordnung der Perspektiven und Zeitebenen korrekt nachzuvollziehen.
Die Sprecher:innen des Hörbuchs machen ihre Sache sehr gut und geben den Figuren eigene Klangfarben, was die Orientierung erleichtert, dennoch blieb es für mich ohne visuelle Ankerpunkte (wie Kapitelüberschriften auf der Seite) eine Herausforderung.
Fazit: Mittsommer ist ein spannender, psychologisch raffinierter Thriller, der sich langsam entfaltet und mit einem intensiven Finale belohnt. Wer beim Hören komplexer Erzählstrukturen am Ball bleibt, wird mit einer packenden Geschichte belohnt, Neulinge oder eher nebenbei Hörende könnten allerdings schnell den Überblick verlieren.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Für Leseanfänger, die die Eldrador Welt kennen und lieben

Eldrador Creatures: Lava gegen Eis
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"Lava gegen Eis" von Thilo ist ein Buch, das sich vorrangig an Leseanfänger richtet und genau das merkt man sofort: Die Seiten sind dominiert von großformatigen, actionreichen Illustrationen, während der ...

"Lava gegen Eis" von Thilo ist ein Buch, das sich vorrangig an Leseanfänger richtet und genau das merkt man sofort: Die Seiten sind dominiert von großformatigen, actionreichen Illustrationen, während der Textanteil sehr gering ist. Für Kinder, die gerade erst mit dem Lesen beginnen, ist das grundsätzlich eine gelungene Mischung, die motiviert und nicht überfordert.
Inhaltlich ist die Geschichte recht simpel: Zwei rivalisierende Welten Lava und Eis stehen sich gegenüber, doch am Ende siegt die Freundschaft und das Miteinander. Diese positive Botschaft ist kindgerecht und zeitlos. Dass es schwer ist, mit so wenigen Worten eine tiefere Handlung zu erzählen, wird hier deutlich. Die Erzählung bleibt sehr oberflächlich, was aber dem Zielpublikum geschuldet ist.
Ein Kritikpunkt ist die Wortwahl: Manche Begriffe sind für Leseanfänger unnötig kompliziert und wirken deplatziert im sonst einfachen Sprachstil. Eine durchgängig klare, einfache Sprache hätte das Buch noch zugänglicher gemacht.
Die Illustrationen sind ohne Frage das Highlight des Buches: farbenfroh, dynamisch und detailreich sie ziehen die jungen Leserinnen sofort in die fantastische Welt von Eldrador. Allerdings richtet sich das Buch damit fast ausschließlich an Fans der Schleich-Serie. Ohne Vorkenntnisse oder Interesse an dieser Spielwelt bleibt der Inhalt etwas blass.
Fazit:
Ein ansprechend gestaltetes Buch für sehr junge Leser
innen, ideal als Einstieg ins selbstständige Lesen. Die Geschichte ist einfach, aber mit einer positiven Botschaft. Wer jedoch keine Verbindung zur Eldrador-Spielwelt hat, wird vermutlich keinen bleibenden Eindruck mitnehmen. Für Schleich-Fans dagegen ein gelungener Einstieg ins Lesen.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Potential nicht ausgeschöpft

The Beasts We Bury (Band 1)
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The Beasts We Bury bietet insgesamt einen spannenden und gut unterhaltenden Roman. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist bedrückend und voller dunkler Geheimnisse. Man spürt förmlich, dass unter ...

The Beasts We Bury bietet insgesamt einen spannenden und gut unterhaltenden Roman. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist bedrückend und voller dunkler Geheimnisse. Man spürt förmlich, dass unter der Oberfläche noch viel mehr liegt, als zunächst sichtbar ist. Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass noch mehr aus dieser Welt hätte herausgeholt werden können. Es gibt viele interessante Ansätze, aber einige Aspekte bleiben vage oder werden zu schnell abgehandelt. Da wäre mehr Tiefe oder ein stärkerer Fokus auf bestimmte Zusammenhänge wünschenswert gewesen.
Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel gut strukturiert, und das Buch liest sich größtenteils sehr zügig.
Die Grundstimmung des Buches ist durchgehend dunkel und von Grausamkeit geprägt. Einige der geschilderten Szenen sind explizit brutal, das ist zwar wirkungsvoll, aber sicher nicht für alle jungen Leser:innen geeignet.
Die Liebesgeschichte, die in die Handlung eingebettet ist, empfand ich als eher zurückhaltend. Sie ist da, sie erfüllt ihren Zweck, aber sie hat mich emotional nicht ganz abgeholt. Die Chemie zwischen den Figuren blieb für mich etwas blass, sodass ich nicht so sehr mitgefiebert habe, wie ich es mir gewünscht hätte.
Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der einige spannende Wendungen hat, aber in vielen Dingen hinter seinem Potential zurückbleibt.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Ungemütlicher Protagonist im schönen Dresden

Der Kryptologe
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Der Roman "Der Kryptologe" ist der erste Band einer Krimireihe, der in der Stadt Dresden spielt. Der Plot und der Handlungsort haben mich auf den Roman neugierig gemacht.
Der Roman ist in kurzen Kapiteln ...

Der Roman "Der Kryptologe" ist der erste Band einer Krimireihe, der in der Stadt Dresden spielt. Der Plot und der Handlungsort haben mich auf den Roman neugierig gemacht.
Der Roman ist in kurzen Kapiteln aufgebaut, wobei die Sichtweise immer wieder wechselt. Zum einen wird aus der Sicht des Ermittlers, zum anderen aus Sicht des Täters die Geschichte vorangetrieben. Dadurch und dass die Geschichte straff erzählt wird, die Geschichte spielt an nur wenigen Tagen, ist der Spannungsbogen sehr hoch.
Der Protagonist, ein begnadeter Kryptologe, ist zwar fachlich brillant, aber menschlich eher unsympathisch, eine interessante Mischung, die mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits bewundere ich seine Fähigkeiten, andererseits fällt es mir schwer, eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen.
Die Handlung ist gut durchdacht und hält die Spannung aufrecht, auch wenn der Täter nicht sonderlich überraschend ist. Die Stärke des Buches liegt für mich weniger in der Auflösung des Falls, sondern vielmehr in der atmosphärischen Beschreibung Dresdens und der detaillierten Darstellung der kryptologischen Arbeit.
Insgesamt für mich ein guter Auftakt einer Reihe, die neugierig macht, wie sich der Protagonist weiterentwickelt.

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