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Veröffentlicht am 13.07.2023

Ein ungewöhnlicher Regency Roman

Lügen und Leidenschaft. Die Somerset-Saga (3)
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Das ist der dritte und letzte Teil der Somerset Saga von Emma Hunter. Man kann die Teile auch voneinander unabhängig lesen, da sie immer die Geschichte einer Frau erzählen, aber die da die Freundschaft ...

Das ist der dritte und letzte Teil der Somerset Saga von Emma Hunter. Man kann die Teile auch voneinander unabhängig lesen, da sie immer die Geschichte einer Frau erzählen, aber die da die Freundschaft der 3 Frauen auch eine wichtige Rolle spielt und diese sich im Laufe der Reihe entwickelt, empfehle ich die Bücher in der Reihenfolge zu lesen.
Diesmal steht Betty im Mittelpunkt. Sie hat die größte Wandlung in der Saga vollzogen. Vom einfachen Bauernmädchen hat sie es geschafft auch auf den Bällen der High Society zu tanzen. Aber sie fühlt sich nicht wohl damit. Dennoch auf den Bauernhof ihrer Eltern will sie nicht zurück. Sie möchte selbständig werden mit eigenem Job. Ein sehr großer Traum Ende des 18Jh. für eine Frau. Dazu kommt noch, dass sie Journalistin werden will. Durch ihren Fleiß und ihre Beharrlichkeit erreicht sie es eine befristete Anstellung in der neuen High Society Zeitung in Bath zu bekommen. Zwar nicht als Journalistin, sondern als Stenographin, aber sie hat einen Fuß in der Tür. Die Zusammenarbeit mit ihrem Chef stellt sich als schwierig raus, nicht nur weil er die üblichen Vorurteile bzgl. Frau und Arbeit hat, sondern auch weil bei beide Gefühlen mitschwingen, die sie zu ignorieren versuchen. Als sie dann noch auch in eine Erpressung und Intrige, die bis ins Königshaus geht, hineingezogen werden, ist das Chaos perfekt.
Betty ist eine ungewöhnliche Protagonistin für einen romantischen Regency Roman. Sie kommt aus einer sehr einfachen Familie und hat es nur durch Zufall geschafft Zugang zur High Society zu bekommen. Ihre Schusselichkeit und ihre Selbstzweifel fand ich erfrischend, vor allem wie ihre Weiterentwicklung beschrieben wurde. Sie wurde immer stärker mit den Rückschlägen. Ein Roman, über eine starke Frau und die Intrigen bei Hofe und in der Presse.
Dennoch bleibt der zweite Teil der Reihe mein Liebling, mir hat einfach die Liebesgeschichte dort noch besser gefallen. Und eine kleine Kritik an den Verlag, die Menschen auf dem Coverbild passen sogar nicht zu den im Buch beschriebenen Charakteren. Dann lieber keine Personen abbilden, als welche, die so gar nicht passen.

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Locker, leichter Thriller

Der Lehrmeister: Thriller
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Dies ist bereits der 8. Teil der Reihe um LKA-Ermittlerin Laura Kern. Da die Kriminalfälle in sich abgeschlossen sind, können die Bände auch unabhängig voneinander gelesen werden, aber da auch immer wieder ...

Dies ist bereits der 8. Teil der Reihe um LKA-Ermittlerin Laura Kern. Da die Kriminalfälle in sich abgeschlossen sind, können die Bände auch unabhängig voneinander gelesen werden, aber da auch immer wieder die private Entwicklung von Laura Kern von Belang ist, ist es sinnvoll die Bände der Reihe nach zu Lesen.
Der Start des Romans ist wie immer rasant und aus dem Blick eines Opfers. Da der Mord doch sehr eindeutig, aber ungewöhnlich ist, werden gleich Spezialermittlerin Laura Kern und ihr Kollege hinzugerufen. Die tappen im Dunkeln, denn es gibt einige unsympathische Verdächtige im Umfeld, aber so richtig weiter kommen sie nicht. Erst als das nächste Opfer auftaucht, konzentriert sich ihr Augenmerk auf eine Anwaltskanzlei.
Mit einem interessanten Rückblick in die Vergangenheit gibt es erste Hinweise auf das Motiv, aber die Autorin gibt immer wieder Hinweise, die mich in eine falsche Richtung lockten. Und genau das mag ich an den Romanen von Catherine Shepherd: ich kann so schön mitraten bis zum Schluss. Auch dieser Teil hat mich sehr gut unterhalten und ich konnte den Roman in einem Rutsch fast durchlesen. Ein locker leichter Thriller mit vielen Verdächtigen und keiner allzu komplizierten Story. Die Nebengeschichte zu Laura Kerns Freund Taylor hätte man meiner Meinung entweder noch mehr ausbauen können oder weglassen. So wie sie war, passte sie für mich nicht so richtig rein und hat sich zu schnell aufgelöst.
Ich freue mich jedenfalls auf weitere Teile dieser Reihe und hoffe, dass die Autorin auch ihre anderen Reihen weiter fortsetzt oder eine ganz neue startet.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Völlig anders als erwartet

Elternabend
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Den Autoren kenne ich bereits von einer Vielzahl von Thrillern, die mich auch mehr oder weniger alle begeistert haben. Umso interessierter war ich an einem Roman aus einem ganz anderen Genre. Das Thema ...

Den Autoren kenne ich bereits von einer Vielzahl von Thrillern, die mich auch mehr oder weniger alle begeistert haben. Umso interessierter war ich an einem Roman aus einem ganz anderen Genre. Das Thema „Elternabend“ kenne ich aus eigener Erfahrung als Mutter. Ich hatte selbst schon das Gefühl, ich könnte ganze Romane mit Erlebnissen von Elternabenden füllen. Dementsprechend erwartete ich einen lustigen, leichten Roman mit vielen Anekdoten, bei denen ich mich wiederfinde. Dem war nicht so.
Der Start des Buches ist rasant und wild. Die zwei Protagonisten Sascha und Wilma kommen auf kuriose Weise zusammen. Er ist dabei ein Auto zu klauen und sie schlägt auf das Auto ein. Auf der Flucht vor der Polizei zwingt sie gemeinsam zu handeln und plötzlich finden sie sich auf einer Berliner Insel wieder mit ihnen unbekannten Menschen zu einem Elternabend wieder. Ihr Glück oder Pech werden sie für ein Elternpaar gehalten, eines auffälligen Jungen. Da die richtigen Eltern des Jungen sich bis jetzt vor jedem Treffen gedrückt haben, fällt auch niemanden auf, dass sie da eigentlich nicht wirklich hingehören.
Durch diese Verwechslung entstehen natürlich immer wieder lustige Szenen. Bei denen ich zum Teil auch lächeln musste, aber in der Gesamtheit war es einfach übertrieben. Schon allein die Übernachtung auf einer Insel als Elternabend. Ich hoffe doch sehr, dass es sowas nicht in echt gibt.
Im zweiten Teil des Buches werden auch ernstere Töne angeschlagen, aber diese blieben auch nur kurz. Der Autor beschrieb sie gut und emotional, aber zu dem sonst sehr übertrieben lustigen Ton passte es nicht so ganz. Dadurch sind mir die Schicksale nicht wirklich nah gegangen. Die Polizisten werden als Karikaturen beschrieben.
Am Ende blieb ich etwas ratlos zurück, was war das Ziel des Buches, was der rote Faden? Es wurden viele gute Ideen zusammengeworfen und alles in ein Slapstick gepackt. Für mich waren es zu viele Ideen. Und trotz meiner Elternabenderfahrung habe ich mich so gar nicht wieder gefunden.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Liebesgeschichte mit interessanten Protagonisten

Verführung und Verrat. Die Somerset-Saga (2)
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Seit den Bridgerton Verfilmungen bin ich großer Regency Liebesroman Fan. Interessanterweise sind das fast die einzigen Liebesromane, die ich gerne lese. Sie versetzen mich in eine Zeit, wo die Probleme ...

Seit den Bridgerton Verfilmungen bin ich großer Regency Liebesroman Fan. Interessanterweise sind das fast die einzigen Liebesromane, die ich gerne lese. Sie versetzen mich in eine Zeit, wo die Probleme ganz andere sind und mich dadurch wunderbar vom Alltag ablenken. Dies ist nun der zweite Teil einer Reihe. Da einzelne Liebesgeschichte in sich abgeschlossen ist, muss man nicht unbedingt die Bücher in Reihenfolge lesen.
Protagonistin in diesem Roman ist Rebecca Seagrave, ein ungewöhnlicher Charakter für dieses Genre. Sie ist Witwe, nicht adlig und sie arbeitet. Dazu möchte sie als Frau in der Politik mitspielen. Für das alles braucht sie sehr viel Durchhaltevermögen und Selbstbewusstsein. Ihr männlicher Gegenpart ist der Duke of Somerville, Henry Langford. Den sie natürlich zu Beginn ganz furchtbar findet, der aber immer mehr ihr Interesse gewinnt.
Mir hat in diesem Roman sehr gefallen, dass Rebecca eine sehr selbstbewusste Frau ist mit sehr modernen Ansichten zu dieser Zeit. Man sieht wie schwer es ist als Frau ernst genommen zu werden. Auch die Liebesgeschichte ist sehr gelungen. Trotz der Länge des Romans bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Natürlich sind die Liebesgeschichten in diesem Genre immer etwas kitschig, dennoch zeigen die Charaktere hier Tiefe und sie haben einigen Kanten. Natürlich ist von Anfang an klar, wie die Liebesgeschichte enden wird. Dennoch wurde ich immer wieder überrascht. Denn neben der üblichen Liebesgeschichte gibt es weitere interessante Handlungsstränge, die nicht so vorhersehbar sind.
Für mich insgesamt einer der besten Regency-Reihen, die so auf dem Markt sind. Ich wurde sehr gut unterhalten und freue mich auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Sehr schön gestaltet

Das Geheimnis des Duke
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Als Fan von Regency Romanen und Escape Spielen ist mir dieses Rätselbuch in die Hände gefallen. Das Cover hat mich sofort angesprochen, kitschig und modern gleichermaßen. Ein hochwertiges Hardcover im ...

Als Fan von Regency Romanen und Escape Spielen ist mir dieses Rätselbuch in die Hände gefallen. Das Cover hat mich sofort angesprochen, kitschig und modern gleichermaßen. Ein hochwertiges Hardcover im praktisch handlichen Format. Auch beim ersten Durchblättern bin ich bei den schönen, farbenfrohen Illustrationen hängengeblieben. Wunderschön dekorativ im Collagenstil.
Zu Beginn gibt es eine kleine Einleitung ins Spiel und die Geschichte. Die Geschichte ist im typischen Stil, die man aus ähnlichen Romanen kennt. Relativ oberflächlich, was einfach auch der Kürze des Buches geschuldet ist. Um weiter zu lesen, muss man Aufgaben lösen, da die Geschichte nicht chronologisch im Buch vorzufinden ist, sondern man muss die richtigen Seiten suchen. Es ist also ähnlich wie ein Escape Buch, nur sucht man hier keinen Ausgang, sondern das Happy End.
Am Anfang dachte ich noch, was für einfache schlichte Aufgaben es sind, aber nein, sie steigerten sich. Der hohe angegebene Schwierigkeitsgrad ist also für einige Aufgaben gerechtfertigt. Es gibt Logikrätsel, Rechenrätsel, Kreatives etc. Es hat mir gefallen, dass sie so unterschiedlich waren.
Insgesamt ein Buch was mir sehr viel Freude gemacht hat. Ein schönes Geschenk für alle Regency Fans, die mal Abwechslung suchen.

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